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Full text of "Geschichte des k. k. 48. Linien-Infanterie-Regimentes von seiner zweiten Errichtung im Jahre 1798 an"

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GESCHICHTE DES K. 
K. 48. LINIEN- 
INFANTERIE- 
REGIMENTES VON 
SEINER ZWEITEN... 

Alexander Hold 



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HARVARD C0LLE6E LIBRARY 
NOV. 7, IIIS 
MINOT FUND 



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VORWORT. 



Die Geschichte eines Begimentes ist im Wesentlichen 
die gedrängte, übersichtliche Darstellung der Theilnahme des- 
selben an den Kämpfen seiner Zeit. 

Ihr Zweck ist es, durch Hervorhebung der militäri- 
schen Thaten im Ganzen, die kriegerische Gesinnung der 
Epigonen zu beleben und zu nähren; durch Aufzeichnung hel- 
denhafter, besonders hervorragender Züge, ganzer Abtheilungen 
oder einzelner Angehöriger des Regimentes, deren Andenken 
der Vergessenheit zu entreissen und sie als nachahmungs- 
würdige Beispiele der Nachwelt zu überliefern, damit die 
jüngere Generation an den leuchtenden Bildern der Regiments- 
Vorfahren ihr eigenes patriotisches Gefühl entflamme, und wenn 
die Stimme des Vaterlandes ruft, wie jene im Herzen bereit 
gefunden werde: Blut und Leben dem erhabenen Ziele des 
Sieges, der Ehre des Regimentes, dem Ruhme der Armee, 
so wie dem Wohle des Vaterlandes zu opfern. 



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IV 



Nicht der Pflege engen Special-Geistes, sondern der 
Weckung und Hebung jener reinsten, weil uneigennützigsten 
Gefühle, welche als Vaterlandsliebe und Gemeingeist die herr- 
lichsten Blüthen treiben, sind diese Blätter also gewidmet ; — 
möge dieser Zweck nicht verkannt, ihr Ziel aber erreicht 
werden ! 



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Inhalts -Verzeichniss. 





3*it« 




1 


1798 . 


6 


Schlacht au der Etsch 2h Marz 1799 . 


7 


,'1 l 1 > T E A ' 1 1 (IAA 

Schlacht bei Magnauo 5. Apnl 1799 . . ........ 


11 


_ » . t _ • _ _ v 4 ■ ■ ■ * (\t\ i — -1 * — • t _ • v 


14 


1 * VI V mr •* BA AlHült D Ar* » m Atif >l 1 n ha rin> Tu 1 1 1 *7QO 


14 




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18 


1 flftfl 


91 




72 


üefecht bei Umpo freaao 11 Apnl 1800 


25 


A**hft Hai ft r-iiiicf in ionn ! S 4 n n 1 1 H/Vl 






30 


louo 




Schlacht bei Caldiero 80. und 31. October 1805 


35 


18()6 


39 


1807 


41 


1808 


45 


1809 


46 


Gefecht hei Raszyn 19 April 1809 


49 




52 


Erstürmung des Brückenkopfes von Thorn 15. Mai IBM ... 


55 


Nachhut-Gefecht hei .Tedlinsko 9. Joni 1809 


59 


Zweites Gefecht bei Jodlinsko 11. Juni 1H09 


60 


Gefecht hei Zarnoriec 10. Juli 1809 . . 


fil 




08 


Schlacht hui Aspern (Grenadier-Division) 21. und 22. Mai 1809 


64 


Tod des Inhabers F Sl. I Baron Vukassovich bei Wagram 


66 


Beschiessung und Einnahme von Raab (Reserve-Division des Btltafllts) 


68 




68 


1810 bis 1811 


71 


1812 


72 


Schlacht bei Podduby oder Gorodeczno 12. Aujrust 1812 ...... 


75 


Gefecht am Tricziner-Hofe 8. October 1812 


78 


Treffen bei Biala 18 October 1812 , 


TH 



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VI 



Stile 

Schlacht bei Wolkowisk 16. November 1812 79 

iftia 88 

Schlacht bei Dresden 2C. and 27. Aagnrt 1818 87 

Schlacht bei Kulm 30 August 1813 89 

Schlacht bei Leipiig 16., 18. und 19. October 1818 91 

1814 - ■ ■ • . • • ■ 99 

Einecbliessung von Beifort 2 big 18. Jtoner 1814 . 100 

Gefecht bei Clerev 4. Februar 1814 101 

Treffen bd Ma< ;on 11 M&rz 1814 104 

Treffen bei 8t. George« 18. Marz 1814 107 

Schlacht bei Lyon 20 Marz 1814 110 

Gefecht bei Chivenw 29 März 1814 112 

Gefecht bei Voreppe 2. April 1814 118 

Schlacht am Mincio 8 Februar 1814 (Grenadier-DivUion) 116 

1815. ■ . . ■ , • - ■ - i , i ^ . : i 123 

üeberfall bei Mirandola 10. April 1815 ■ ■ 1» 

Gefecht und Erstürmung ton Carpi 11. April 1815 ... ... 125 

Schlacht bei Tolentino 2 und 3 Mai 1815 128 

F. M. L. Radivojerich Regirnents-Inhaber November 1816 • . . . 134 

1 81 6 hin 1821 ■ 137 

1821 ■ ■ 119 

1822 bis 1830 142 

G. M. Gollner vou Golrinenfels Regimentt-Inhaher Augmt 1829 . .144 
1831 147 

1832 149 

1833 bis 1840 ■ ■ ■ . 151 

i84i m 

1842 bii 1844 156 

1845 bia 1846 158 

Q. M. E. H. Emst Regimentts-Inhaber 10. Mai 1845 158 

1*47 Hin 

s x i s s x : . s t s s s . : . : : s * i i t s - t ! i s tf8 

Züchtigung der Rebelleu in Castiglione 28. Marz 1848 168 

RecognosciruDg gegen Marcaria 80. Man 1848 171 

Schlacht bei Sta. Lucia 6. Mai 1848 .... 181 

Gefecht und Einnahme von Viceuza 10. J nni 1848 192 

Schlacht von Bona 23. Jnli 1848 197 

Schlacht von Coatoza 25. Juli 1848 203 

Qpfrcht bei VnltA 26 und 27. Juli 1848 208 

Schlacht bei Mailand 4. AjgMt 1848 212 

Treffen bei Schwechat (3. Bataillon) 30. October 1848 224 

Gefecht bei Tyrnan (3. Bataillon) 14. December 1848 226 

1B49 281 

MBQ .243 

1851 24* 

1852 251 

1853 ■ - ■ - - 258 



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VII 

: — : — i — : — : — ! : : • * s s _ - s t - i s * i i i t t i t i i i 

Ifltt bis 1868 Mg 

1869 Qfil 

Gefecht bei Beriate 8. Juni 1869 . . . . 270 

SrhUcht hoi Sdfctfna 21 Jnfti 18» 276 

Iflflft ^ ^ , 221 

1861 -293 

1862 his lftfi5 295 

1866 . . 298 

Schlacht TOB flmto«a 94 Juni IHflfi ... MB 

1867 bis 1*69 ^ 323 

1869 his 1870 32n 

Gefecht b«\ Irfdi»nt«ft 20 Pete, her 188» 328 

Gefecht hei Gorazd» und S Trinita 23. Üctoher 1869 : , . . . 331 

Gefecht bei Knezlac und Napoda 25 October 1869 334 

Gefecht im Detil.- von Han ->6 Ontoher 1869 . . fflfi 

Gefecht hei Cerkvice und Knezla* 2fi Oetoher 1869 336 

Gefecht hei Sta Barbara und Giorgio 2 November 1869 339 

Gefecht am Monte Golis :Y November 1S69 ■ ■ ■ • 342 

Gefecht bei Risano 16 November 1869 348 

Gefecht aof Gornji Lasmanaki Pol 19. November 1869 363 

1H70 hin 1874 360 

8chIu88wort 361 

Total- Verlust- Ausweis seit Besteben des Regiments 363 

Tabellarische Uebersicht der mitgemachten Feldzuge, Schlachten, Treffen, 

und Gefechte seit Bestehen des Regimentes 365 



VIII 



Benätzte Quellen, Hilfswerke und Kartei. 

Quellen. 

Die Acten des Regimentes. 

Die von der Errichtung des Regimentes 1798 bis zum Jahre 1863 fort- 
geführte officielle Chronik desselben, von verschiedenen Verfassern, deren 
letzte Hauptmann Franz Grobois und Major Eigenbrodt des Regiments 

Skizze der Theilnahme des Regiments an dem Feldzuge 1866 in Italien, 
zusammengestellt vom Hauptmann Balduin des Regiments nach den Original- 
Acten. 

Darstellung der Theilnahme des Regimentes an der Bekämpfung des 
Aufstaudes in Süd-Dalmatien 1869 — 70 vom Oberlieutenant Carl Zur na, 
ergänzt durch Hauptmann R. v. Heinzelmann nach Original-Acten 

Hilfswerke. 

Geschichte des Feldzuges 1799. Wien 1819. 
Clausewitz hinterlassene Werke. 

Die Kriege von 1792 bis 1815 von Oberst KauBler und Professor Wörl, 
Carlsruhe und Freiburg 1842. 

Der Krieg 1809 zwischen Oesterreich und Frankreich von F. M. L 
v. Heller. 

Der Krieg 1809 zwischen Oesterreich und Frankreich von F Z M 
Baron Weiden. 

Der Feldzug der Oesterreicher 1812 in Russland von F Z. M. Baron 
Weiden. 

Die Feldzüge der österreichischen Armee in Italien 1848 und 1849 
Wien, Staatsdruckerei 1^52. 

Der Krieg in Italien vom Jahre 1859. Wien, Gerold 1872. 

Oesterreichs Kämpfe 1866. Vom k. k. Generalstabe. 

Der Militär-Maria-Theresien-Orden und seine Mitglieder, von Dr. Hirteu- 
feld. Wien 1857. 

Karten. 

„Generalkarte von Mittel-Europa* von Scheda 
„Schlachten-Atlas" von Wörl. 



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pESCH LCHTE 



des 



k. k. 48. Linien-Infanterie-Regiments 



vom Jahre 1798 an. 



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1798 



Der Fried* 4 von L'ampo formio endigte am 17. October h-i.iiw«. 
1797 vorläufig jenen Kampf zwischen Oesterreich und Frank- 
reich, den das erstere im Jahre 1792 im Bunde mit ganz 
Europa begonnen, seit dem von Preussen im Jahre 1795 ab- 
geschlossenen Separat-Frieden zu Basel aber, — auf dem festen 
Lande allein — fortgeführt hat. 

Der Congress zu Rastadt, berufen, um sämmtliche bethei- 
ligte Reichsfürsten zum Beitritte zu den stipulirten Friedens- 
bedingungen zu bewegen, zeigte jedoch so üblen Fortgang, 
und Frankreichs diplomatische Vertreter führten bei jeder Ge- 
legenheit eine so herausfordernde Sprache, dass der baldige 
Wiederausbruch des Krieges immer wahrscheinlicher wurde. 

Um seinen Forderungen mehr Gewicht zu geben, decre- 
tirte Frankreich eine neue Aushebung von 200.000 Mann, 
worauf Oesterreich in Folge seiner Allianz mit Russland die 
versprochenen Hilfstruppen dieses Reiches in Anspruch nahm, 
und ernstlich auf Mehrung der eigenen Streitkräfte bedacht war. 

Unter die in dieser Richtung vom Wiener Hof-Kriegs- ^* U n,d,. 

° ° Regiment«» in 

Rathe für nöthig erkannten Massnahmen, gehörte auch die ££?L 
Aufstellung von vier neuen Regimentern, welche aus den 
4 Bataillons der ungarischen Infanterie-Regimenter, nebst ihren 
Augmentation«- und Reserve-Divisionen formirt wurden. 

Drei solcher vierter Bataillone eruierten durch das General- 
Commando zu Padua am 13. Mai 1798 den Befehl: nebst 
allen im Stande befindlichen Stabs- und Ober-Officiereu sich 
nach Verona in Marsch zu setzen und trafen dieselben, und 
zwar : das 4. Bataillon des Infanterie-Regimentes Graf Samuel 
Gyulay Nr. 32 unter Comraando des Majors Ketskäs; - 
das 4. Bataillon des Infauterie-Regim<'nt«s Graf Nädasdy 
Nr. 33 commandirt vou Major Szemere. uud das 4. Ba- 
taillon des Regiments Jobann Jellaclc Nr. f>3 vom rangs- 

1* 



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4 



('»randt. 
Jud, I7W 



ältesten Hauptmann Jahorszausky befehligt, im Laufe 
des Monats Juni 1798 in Verona ein. 
ob".t Diese drei Bataillone wurden unter Cominando des 

Or»f OyuUy 

Obersten Alberl Graf Gyulay *) in ein Regimeut vereint, 
und erhielt dasselbe die vacante Linien - Nummer des 179G 
reducirten Schmidtfeldischen **) Regimentes und den Namen: 
Erstes neuerrichtetes ungarisches Linien-Infanterie-Regiment 
Nr. 4b. ,k Die abgängigen Officiers-Chargen wurden theils vom 
Generalstabe, theils von den übrigen Linien- uud Grenz-Regi- 
mentern, zum Theile auch von den leichten Bataillonen ersetzt. 

*) Gyulay von Maros-Nemeth und Nädaska, Albert 
Graf, Sohn des Feldmarschall-Lieutenants Samuel Graf Gyulay, 
war zu Ofen am 12. September 1766 geboren. 

Er begann seine militärische Laufbahn im Mai 1784 als Unter- 
lieutenant in dem Huszareu-Regimente Kaiser Nr. 1, avancirte im 
October 1787 zum Uberlieutenaut im 19. Infanterie- Regt. Alvintzy, 
in einigen Monaten zum zweiten Rittmeister im Szekler-Huszaren-Re- 
gimente Im Februar 1789 zum Grenadier-Hauptmann im Infanterie- 
Regimeute seines Vaters (Nr. 32) ernannt, wohnte er dem Feldzuge dieses 
Jahn-- in der Hauptarmee unter Laudon bei, und zeichnete sich bei 
dem Sturme auf Belgrad am 30. September aus, indem er mit seiner 
Compagnie ohne Befehl sich in hervorragender Weise am Kampfe be- 
theiligte, durch die Pallisaden in den Graben eindrang, die Türken nach 
hartem Kampfe aus demselben vertrieb und sie bis in die Stadt verfolgte, 
wodurch der nachfolgenden eigentlichen Angriffs-Colonne die Eroberung 
der Ausscnwerke und Vorstädte wesentlich erleichtert wurde. Kür die 
bei dieser Gelegenheit bewiesene Tapferkeit wurde er mit dem Ritter- 
kreuze des Militär- Maria-Theresicn -Ordens geziert 

Gyulay wurde im Mai 1793 zum Major im O ' D oue 11 'sehen 
Frei-Corps befördert, im April 1797 zum zweiten Oberstlieutenaut im 
Regimente seines Vaters vorgerückt, wurde er im März 1798 als erster 
Oberstlieutenant bei Kaiser-Huszaren eingetheilt, und bald daruuf zum 
Obersten des neu errichteten ungarischen Infanterie- Regimentes Nr. 48 
befördert. 

**) Das Regiment Nr. 48, welches im Jahre 1796 reducirt wurde, 
datirte seine Errichtung vom Jahre 1721. 

Die Inhaber desselben waren: 
1721 Diego de Portugal, Marchesc d'Alcaudete, Anton, 

Fcldmarschall-Lieutenant. 
1734 Vasquez de Binas, Johann Jakob, Graf, Feld-Marschall 
1755 Luzan Emanuel, Conte, Feldzeugmeister. 
1765 Ried Josef, Heinrich, Freiherr, Feldmarschall-Lieutenant. 
1773 Caprara Aeneas, Graf. Feldmarschall-Lieutcnant ; und 
1794 Schmidtfeld Johann, Freiherr, Feldmarschall-Lieutenant — 
bis zu der im Jahre 1796 erfolgten AuÜosung. 



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5 



Den Bestand des ganzen Officiers-Corps überhaupt weiset »** 
die in Beilage 13 enthaltene erste Officiers-Standes-Liste nach. 

Da die 4. Bataillone bei ihr^n Regimentern meistens Re- 
serven bildeten und den Abgang der Feldbataillone zu er- 
setzen hatten, so kam es, dass der ausrückende Stand des 
Regiments bei der ersten Formirung nur ein sehr geringer war. 

Oberst Graf Gyulay, dessen Bestreben dahin ging, das 
neue Regiment so schnell als möglich in jeder Hinsicht allen 
anderen gleich zu stellen, erhielt durch sein thätiges Ver- 
wenden bald einen Zuschub von sehr starken Transporten 
solcher . Rekruten, weche die ungarischen Stände den Grenz- 
Regimentern zur Aushilfe gaben und dort entbehrlich waren ; 
nur die rüstigen schönen Leute derselben wurden bei den 
Compagnien eingetheilt, dagegen die zu Kriegsfatiquen minder 
Tauglichen an die Reserven verschiedener Regimenter abge- 
geben. Durch diese Rekruten-Zuschübe war der Stand des 
Regimentes so hoch gestiegen, dass es bei der ersten Aus- 
rückung vor Sr. Durchlaucht dem commandirenden Generalen 
Prinzen von Oranien 3983 Männer zählte, folglich um 143 
Mann übercomplet war, ungeachtet dessen, dass es bereits 
250 Mann theils an die Reserven , theis an das Regiment 
E. H. Ferdinand Infanterie Nr 2 abgegeben hatte. 

Anfänglich behielt jedes Bataillon die vom Regimente 
mitgebrachten Aufschläge, sowie die Offkiere ihre verschiedenen 
Uniformen; bei der später eingetretenen Kategorie wurde 
jedoch die stahlgrüne Farbe mit gelben Knöpfen zur Egali- 
sirung bestimmt. 

Gleich bei der Errichtung wurde das Regiment in die 
Division des Feldmarscball-Lieutenants Baron Krim, dann in 
die Brigade des General-Feldwachtmeisters von Minkwitz 
eingetheilt, und erhielt den befestigten Platz Verona zu seiner 
Garnison. 

Die eifrige Thätigkeit, welcher sich das Regiment unter 
seinem rührigen und ambitiösen Commandanten hingab, um 
in kriegsgemässer Ausbildung jedem anderen Regimeute gleich 
zu kommen, war vom besten Erfolge gekrönt und durfte dessen 
Officiers-Corps den kriegerischen Eventualitäten, welche die 
stet* wachsenden politischen Kämpfe vorauszusagen schienen, 
bald mit Selbstbewusstsmn und Zuversicht entgegensehen. 



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1799. 

Im Feldzuge in Italien. 

Indessen verfloss das Jahr 1798 und war das neu- 
eintretende bestimmt , dem Reginiente die Erstlinge seiner 
Kriegslorbeeren in den blutgetränkten Gefilden Ober- Italiens 
pflücken zu lassen. 

Vielleicht wäre der Krieg schon im Jahre 1798 aus- 
gebrochen, wenn das französische Directorium nicht 14 Halb- 
brigaden und 6 Cavallerie - Regimenter unter dem General 
Bonaparte nach Egypten gesendet hätte und nun mit Er- 
gänzung seiner Armee vollauf beschäftigt gewesen wäre; als 
aber im Jänner 1799, Oesterreich, der französischen Re- 
gierung gegenüber sich weigerte, von dem Bündnisse mit 
Russland zurückzutreten, erhielten die französischen Armeen 
Befehl am 24. Jänner die Feindseligkeiten zu eröffnen. 

Um diese Zeit hatte Oesterreich , zwar nicht vollständig 
kriegsbereit , aber doch im grossen Ganzen versammelt : 
54.000 Mann und 24.000 Reiter unter E. H. Carl in Bayern. 
24.000 Mann und 1400 Reiter in Graubünden und Vorarlberg 
unter Feldmarschall-Lieuteuant Ho tze, 44.000 Mann und 2600 
Reiter in Tirol unter Feldmarschall - Lieutenant Graf Belle- 
garde. 

82 Bataillone und 76 Escadrouen oder 64.000 Mann 
und 11.000 Reiter sammelten sich an der Etsch. Das Coin- 
mando dieser letzteren Armee , hatte der russische General 
Suwarow, der mit 25,000 Mann Hilfstruppeu eintreffen sollte, 
zu übernehmen; vor dessen Anlangen jedoch befehligte die- 
selbe Feldmarschall-Lieutenant Baron Kray. 

Dagegen stellten die Franzosen in Deutschland unter 
Jourdan 46.000 Mann, unter Bernadotte 48.000 Mann; 
in der Schweiz unter Masse na 30.000 Mann und in Ober- 
Italien 60.000 Mann unter dem ehemaligen Kriegsminister 
General Sc heier in's Feld. 



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7 



Die Grenze, an welcher sicli die Armeen formirten, war "•»• 
im Jahre 1790 in Ober-Italien die Etsch. 

Die Franzosen durften das Gebiet jener Republik, welche sie 
aus den lombardischen Landen geschaffen hatten, als das ihrige 
betrachten , besassen somit auch Mantua und Peschiera. wäh- 
rend die Oesterreicher auf das linke Etschufer beschränkt 
waren und nur bei Verona und Legnago 3000 Schritt breite 
Zonen auch des rechten Ufers rechtmässig occupirten. Der 
rechte Flügel der Oesterreicher war mit Tirol in Verbindung, 
der linke lehnte sich an den Po. 

Als Mitte März die französische Armee ungefähr 45.000 d ~ 
Mann stark am Mincio stand und General S c h e r e r sein ■* **" 
Hauptquartier in Mantua etablirte, Hess Feldmarschall-Lieutenant 
Kray auch seine Truppen mehr zusammenziehen. 

Bei Pastrengo wurde zwischen der Etsch und dem Garda- 
See eine Stellung verschanzt und von dem rechten Flügel der 
Armee besetzt, das Centrum stand in und vor Verona, der linke 
Flügel, — gleichzeitig Reserve, — bei Bevilacqua hinter Legnago. 

Am 26. März griffen die Franzosen, ohne den Ausbruch 
der Feindseligkeiten angekündigt zu haben , bei Pastrengo, 
Verona und Legnago an. General Schere r hatte seine Armee 
in zwei grosse Corps, jedes von 3 Divisionen, getheilt. Mit 
dem linken Flügel-Corps, circa 22.000 Mann der Divisionen 
Serrurier, Delmas und Grenier, warf er sich auf die 
verschanzte Stellung von Pastrengo, welche von General Eis- 
nitz mit circa 10.000 Mann (von der Division Feldmarschall- 
Lieutenant Keim) vertheidigt wurde, forcirte sie, bemächtigte 
sich der Brücke bei Pol di Pastrengo und besetzte das Pla- 
teau von Rivoli. 

Vom französischen rechten Flügel-Corps griffen die Divi- 
sionen Victor und Hatry (circa löOOOManni unter General 
Moreau die Oesterreicber vor Verona an und kämpften mit 
abwechseldem Glücke gegen dos österreichische Centrum (circa 
16.000 Mann der Divisionen Feldmarechall-Lieutenant Höh en- 
zoll er n und Keim) unter dem Cominando des Feldmarschall- 
Lieutenant Keim um den Besitz der Dörfer Sta. Lucia und 
S. Massimo, welches letztere siebenmal genommen und ver- 
loren wurde und endlich in der Gewalt der Oesterreicher blieb. 

Hier in diesen beiden Ortschaften, welche an diesem 
Tage Zeugen eines heldenmüthigen Kampfes wurden, — war 



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8 



es dem Regiment? zum Erstenmal vergönnt, die Früchte früherer 
Anstrengungen zu ernten. Die französische Division Victor 
griff Sta. Lucia zeitlich am Morgen an, verdrängte die Brigade 
Liptay aus dem Orte und warf dieselbe auf das Glacis vor 
Porta nuova zurück, so dass ihr schleunigst Unterstützung 
i gesendet werden musste. Gleichzeitig hatte sich die französische 

Division Hatry gegen S. Massimo gewendet, wo sich die 
Brigade R6vay mit Mühe behauptete. 

Feldmarseball-Lieutenant Keim entnahm die ersten Un- 
terstützungen seiner Division und wurde das 1. und 2. Ba- 
taillon des Regimentes Nr. 48 zum Vorgehen aus Verona be- 
ordert. Das 1. Bataillon mit dem Obersten Regiments-Com- 
mandanten und Major Szemere marschirten durch Porta 
S. Zeno, um den bei S. Massimo aufgestellten Truppen der 
Brigade Revay zur Unterstützung zu dienen. Das 2. Bataillon 
unter Commando des Majors Ketsk£s wurde durch Porta 
nuova entsendet, um das von den Franzosen bereits genommene 
Dorf Sta. Lucia wieder zu erobern. 

Das 3. Bataillon unter Commando des Oberstlieutenant 
de Baut musste das Castell Feiice besetzen, und hatte das- 
selbe unter dem Oberbefehl des Gouverneurs Feldmarschall- 
Lieutenant Baron Riese zu vertheidigen, falls die Franzosen 
die k. k. Truppen aus der Position gegenüber Bussolengo ver- 
drängen und sie zwingen sollten, sich am linken Etsch-Ufer 
unter die Kanonen des Castells zu ziehen. 

Das 1. Bataillon hatte den ganzen Tag über au dem Kampfe 
Theil zu nehmen, der sich um den Besitz der vortheilhaften 
Position von 8. Massimo entspann. Feldinarschall-Lieuteuant 
Keim führte persönlich einen Theil der Division Hohen- 
z ollem an diesem Punkt heran, der nun Zeuge des erbit- 
tertsten Kampfes wurde. 

Dreimal fiel der Ort !S. Massimo iu die Hände des Fein- 
des, wurde ihm wieder entrissen und gegen Abend aber- 
mals vom Gegner genommen ; da forderte Oberst GrafGyulay 
den Hauptmann Sc ha ring er*) auf, es noch einmal zu ver- 
suchen, den Feind aus der Position von S. Massimo zu ver- 
treiben, und dadurch das Schicksal des Tages auf diesem Punkte 



*) Major Szemere hatte sein Pferd unter dein Leihe verloren 
und scheiut durch den Stur/ kampfunfähig geworden zu sein 



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9 



zu entscheiden. Hauptmann Scharinger säumte nicht, dem 
Rufe seines Obersten zu folgen ; er griff den durch den Feind 
auf das Hartnäckigste vertheidigten Ort erneuert an, und es 
gelang ihm durch das kraftvolle Vordringen seiner Truppen, 
Herr des Ortes zu werden, und, da Verstärkungen eintrafen, 
es auch zu bleiben. 

Die Grenadier- Division des Regimentes war dem Bataillon 
Pers in der Brigade Geoeralmajor Liptay einverleibt, und 
hatte am Morgen vor der andrängenden Uebermacht des Fein- 
des Sta. Lucia räumen müssen Das 2. Bataillon, welches zur 
Unterstützung dieses Grenadier-Bataillons und zur Wieder- 
einnähme des Dorfes beordert war, erfüllte zwar diesen Auf- 
trag und nahm den Ort im ersten Anlaufe, allein im Ungestüm 
des Gefechtes entblösste es durch allzu rasches Nachdrängen 
aus dem Dorfe heraus seine rechte Flanke ; eben in diesem 
Augenblicke waren die Franzosen im Besitz der zunächst lie- 
genden domiuirendeu Anhöhe zwischen Sta. Lucia und S. Mas- 
simo gelangt und rückte von dort her sogleich eine Grenadier- 
Halbbrigade gegen Sta. Lucia vor, das momentan von allen 
österreichischen Truppen entblösst. — von den französischen 
Grenadieren, im Rücken des 2. Bataillons ohne Kampf be- 
setzt werden konnte, da sich auch das Grenadier- Bataillon 
Pers der hitzigen Verfolgung angeschlossen und westwärts 
vordringend den Ort verlassen hatte. 

Die in dieser Richtung unternommene Verfolgung des 
Gegners 'kam nicht nur bald zum Stehen, sondern ging den 
weit überlegenen Kräften gegenüber, auf die mau gestoben 
war, in eine rückgängige Bewegung über und waren nun Ab- 
theilungen beider Bataillone genöthigt, sich durch das vom Feinde 
besetzte Sta. Lucia durchzuschlagen, was nur mit bedeutendem 
Verluste möglich war. Einige Hundert Schritte östlich des 
Dorfes setzten sich diese Abtheilungen des Regimentes wieder 
fest, und behaupteten sich nun in dieser Stellung im Vereine 
mit einem grossen Theile der Division Hohenzollern, die 
zur Unterstützung herbeigekommen war, 11 Stunden laug im 
blutigen Ringen, ungeachtet aller Anstrengungen des Feindes 
sie auch von dort zu vertreiben, jedoch ohne das Dorf Sta. 
Lucia zurückerobern zu können. Zwei Generale Liptay und 
Minkwitz wurden in diesem opfervollen Kampfe verwundet. 
Während das Gefecht hier im Ceiilrum auf das Heftigste ent- 



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10 



V#rtuitc H»t 
RtfimcaU. 

W. M»rt IT»* 



braonte. drang die 3. Division Montrichard des rechten 
französischen Flügel-Corps, beiläufig 9000 Mann stark, bis an 
die Thore von Legnago vor. Um 4 Uhr Nachmittags zog 
Feldmars-ehall-Lieutenant Kray seine Reserve von Bevilacqua 
heran, brach durch Legnago init den Divisionen Mercandin 
und Fröhlich etwa 28.000 Manu stark in drei Colonnen 
heraus, warf den französischen rechten Flügel bis an den 
Tataro zurück, nahm ihm 15 Kanonen und zwang auch das 
Centrum durch Bedrohung seiner rechten Flanke zum Rück- 
züge. Diese Bewegung entschied den Tag zu Gunsten der 
kaiserlichen Waffen, denn General Sc her er wagte es nicht, 
seine , bei Pastrengo errungenen Erfolge auszubeuten , und 
bezog weiter rückwärts eine Centrai-Stellung bei Isola della 
Scala, während nur die Division Serrurier bei Rivoli und 
Pastrengo stehen blieb. 

Das Regiment Nr. 48. hatte seinen rühmlichen Antheil 
an diesem Erfolge theuer bezahlt. Seine Verluste betrugen: 

An Todten: 

1 Officier (Lieutenant Nagy), 150 Mann. 

An Verwundeten: 

5 Officiere (Hauptmann S. Ivany, Walter und Hegy, 
Lieutenant S ä ra o 1 y und C s u p o r), dann 353 Mann. 

Gefangene:*) 

2 Officiere (Regmts.-Adjt. Haus und Fähnrich Padolsky), 

nebst 351 Mann. 



Zusammen der Verlust: 

8 Officiere. 854 Mann von 2 Bataillonen und der Grenadier- 
Division, also des Bestandes. 
In der eingetretenen Nacht bezog das Regiment die 
Wälle der Stadt Verona, in welcher sich auch das Haupt- 
Quartier befand, am nächsten Tage formirte sich die k. k. Armee 
im Lager vor Verona in 4 Treffen. 

*) Diese grosse Zahl von Gefangcnt-n erklärt sich durch den 
Umstand, dass sich das 1. Bataillon und die Grenadier-Division durch 
das besetzte Sta. Lucia durchschlagen mussten, und dass auch das 
% Bataillon an dem wechselvollen Ortsgefechte in S. Massimo Theil nahm. 



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11 



Das Regiment, noch immer in der Division Keim ein- «* 
getheilt, erhielt statt dem in der Schlacht verwundeten Gene- 
ralen Mi nkwitz, den General Kovachevich zum Brigadier 
und stand im 2. Treffen. Hier waren alle drei Bataillone des 
Regimentes vereint, die Grenadiere aber beim Corps de reserve 
in der Division Lu sign an. So verflossen 0 Tage, während 
welchen die Armee die nöthige Erholung uud Kraft zu nenen 
Unternehmungen finden sollte. 

General Sc her er hoffte uunmehr einen üebergang über 
die Etsch unterhalb Verona erzwingen zu können; — er schob 
4 Divisionen zwischen Bagnole und Cerea an den Fluss, in- 
dessen General Moreau mit 2 Divisiouen einen Hacken bei 
Buttapietra und Isola-alta — Front gegen Norden bilden 
musste. Feldmarschall-Lieuteuant Kray durchschaute des Geg- 
ners Absicht und entschloss sich zur Offensive am rechten Etsch- 
Ufer, während General Scher er beschloss, diesem Angriffe, 
der sich durch eine Recognoscirung verrathen hatte, entgegen- 
zugehen. So stiessen beide Armeen bei Magnano aufeinander. 

Am 5. April früh um 8 Uhr musste österreichischer 
Seit8 abgekocht und die ganze Armee unter die Waffen ge- 
treten sein. Oberst Graf Gyulay versammelte das ganze 
Officiers-Corps des Regimentes und forderte dasselbe in feuriger 
Anrede auf: „Auf der bereits mit Ehren betretenen kriegeri- 
schen Laufbahn muthig fortzuschreiten und dem Regimente 
jenen Ruhm erkämpfen zu helfen, der es als ein neues Regi- 
ment werth machen würde, jedem alten gleich zu zählen." 

Bald nach 8 Uhr Morgens ertönte der Befehl zum Auf- 
bruche; das 1. Treffen, (Division Mercandin,) formirte den 
linken Flügel, das 2. (Division Keim), in welcher das Regi- 
ment stand, das Centrum, und das 6. (Division Zoph) den 
rechten Flügel der Schlachtordnung, endlich das 4. Treffen 
(die Division Fröhlich), das Corps de reserve. Diese Co- 
lonnen waren der Reihe nach auf Pozzo, Magnano und Castel 
d'Azzano dirigirt; die Division Fröhlich hatte dem Centrum 
zu folgen, indessen die Division H oh en zollern (in der sich 
die Regiments-Grenadiere befanden) über Sona und Villafranca 
als westlichste 5. Colonne der allgemeinen Vorrückung der 
Armee, am änssersten rechten Flügel mit der Directiou auf 
Isola-alta sich anzuschließen hatte. Das Centrum (bei welchem 
das Regiment die Avantgarde bildete), marschirte eu colonne 



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12 



die Strassen bei den Ortschaften Tomba und Tombetta entlang 
und gelangte so bis Magnano, wo der Feind schon in Bereit- 
schaft, und selbst vorzurücken im Begriffe war. In der sich 
nun entspinnenden Schlacht traf die Division Keim (4500 
Mann) auf die stark überlegene französische Division Delmas 
(6500 Mann), gegen welche sie zwar keine Erfolge erfechten, 
aber in einem äusserst blutigen und harten Kampfe, an dem 
sich das Regiment — als Vorhut — schon vom Beginne an 
in hervorragender Weise betheiligte, seine zuerst eingenommene 
Position behaupten konnte. 

Dieses hartnäckige Ausharren des Centrums gab dem 
Feldmarschall-Lieutenant Kray die Möglichkeit der geschlagenen 
linken Flügel-Division, Mercandin, beinahe mit der ganzen 
Division Fröhlich der Reserve zu Hilfe zu kommen, den 
heftig vordringenden französischen rechten Flügel-Divisionen 
Victor und Grenier bei Tomba und S. Giovanni lupatoto 
in die linke Flanke zu fallen, ihnen eine entscheidende Nieder- 
lage beizubringen und sie mit Verlust von 8 Kanonen und 
3000 Gefangenen in voller Auflösung bis Isola della scala 
zurückzuwerfen. 

Dieser Erfolg entschied den Sieg des Tages, um den 
sich das Regiment Nr. 48 so verdient gemacht hatte, dass 
sich Feldmarschall-Lieutenant Keim veranlasst sah, demselben 
seine vollste Zufriedenheit auszusprechen. 

Der grosse Verlust des Regiments und die Behauptung 



seiner Stellung sind Beweise seiner glänzenden Tapferkeit. 
°«Ä l„*r Gleich bei dem ersten Angriffe wurde der tapfere Oberst Graf 
«. A,.ni.;w. Gyulay von einer feindlichen Gewehr-Kugel am Kopfe sehr 
schwer verwundet;*) Major Ketsk^s verlor ein Pferd unter 

*) An den Folgen der nothwendig gewordenen Trcpanirung litt 
er während seines ganzen Lebens. Zum Lohne seiner in den erwähnten 
Gefechten bewiesenen Einsicht nnd Tapferkeit erhielt Oberst Graf 
Gyulay den Elisabeth Theresien -Orden; seit Errichtung desselben war 
dies der ersie Fall seiner Verleihung an einen noch activeu Obersten, 
daher eine ganz besondere Auszeichnung. Gleichzeitig ernannte ihn die 
Stadt Verona aus Dankbarkeit zum Veroneser Edelmann. 

Im Jahre 1800 wurde Oberst Graf Gyulay zum Generalmajor 
befördert; seine schwere Verwundung zwang ihn wiederholt in den 
Ruhestand zu treten, doch diente er im Jahre 1805 bei dem ungarischen 
Aufgebote, wurde 1808 zum Feldmarschall-Lieutenant ernannt und 
commandirte 1809 in Italien das 8 Armee-Corps, in welcher Stellung 



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13 



dem Leibe: Hauptmann Ketzer, Lieutenant Ellenbauer, 
Fähnrich Lafontaine blieben todt auf dem Schlachtfeld*. 
Die Hauptleute Scharinger, Jacope, Urbany, Fay, 
Allemann, Hartl, Ivanka, Unterlientennnt Udvarnoky, 
Duimovich, Csebely, Bendl, Fähnrich Allemann und 
Kokonovich wurden verwundet. Vom Feldwebel abwärts 
hatte das Regiment an Todten und Blessirten 500 Mann. Ge- 
fangen wurden: der verwundete Hauptmann Ivanka, Ober- 
lieutenant Roth und 80 bis 100 Mann. Gesammtverlust des 
Regimentes am 5. April 18 Officiere, 580 Mann. — Die Fran- 
zosen verloren 4000 Todte und Verwundete, 4500 Gefangene, 
23 Geschütze, indess der Gesammtverlust der Oesterreicher 
3800 Todte und Verwundete betrug, von denen allein auf 
das 48. Infanterie-Regiment entfiel. 

Nach dieser glücklichen Schlacht bezog die Armee ein 
Lager bei Villafranca, das Regiment aber nahm an der Ver- 
folgung Theil, wurde zur Avantgarde unter Feldmarschall- 
Lieutenant Eisnitz eingetheilt, und stand am 7. April im 
Lager bei Goito. 

Um jedoch dem Regimente Nr. 48, welches seit 26. März M.r.c „.«•■. 
so sehr gelitten hatte, dass einige Compagnien fast ganz auf- April iim. 
gelöst waren, etwas Ruhe und Erholung zu bieten, wurde es, 
als die Armee den Mincio überschritt, nach Verona zurück- 
gesendet, wo ungeachtet einiger eingetroffener kleiner Ergän- 
zungs-Transporte, bei dem vorhandenen geringen Stande aus 
drei Bataillonen deren zwei formirt werden mussten. 

Indessen folgte die Grenadier-Division mit der Armee 
dem weichenden Gegner über den Oglio und die Adda, wo 
sie, dem Bataillon Pers einverleibt, dem Fluss-Uebergangs-Ge- 
fechte bei Cassano am 27. April beiwohnte, und durch die feind- 
liche Cavallerie angegriffen, nicht unbedeutende Verluste erlitt. 



er sich wiederholt auszeichnete, und unter andern auch jene Division com- 
mandirte, die durch Besetzung voii Tarvis, dann der beiden Sperr* 
punkte Malborgbetto und Prcdil und deren heldentnfithige Ver- 
teidigung am 16. und 17. Mai den Rückzug der Armee deckte. 

Im Feldzuge 1813 commandirte F. M. L. Gyulay eine Di- 
vision des Ke8ervc-Corps, — war 1815 ebenfalls Divisionär, — trat 
nach abgeschlossenen Frieden in den definitiven Ruhestand, und starb 
am 27. April 1845 in Pest. — Seit 1810 war er Geheimer Rath und 
Inhaber des 21. Infanterie-Regiments. 



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14 



c r?.«nn ei 1° diesem, für die österreichischen Truppen abermals 

n Aprii in», siegreichen Gefechte blieben 17 Grenadiere todt, Oberlieuteuaut 
Rogäcs und 10 Grenadiere wurden verwundet und Haupt- 
mann Topertzer mit 60 Grenadieren, welche fast alle 
blessirt waren, geriethen in Gefangenschaft. 

Gesammtverlust am 27. April 2 Officiere, 87 Mann. 

Während nun die Armee im raschen Siegeslaufe unter 
ihrem neuen Führer Suwarow, die durch Verluste geschwächte 
französische Armee vor sich hertrieb, Mailand, Turin und 
Tortona nahm, zog sich der nach Abgang Scherer's an die 
Spitze der Armee gestellte Fuhrer der Franzosen General 
Moreau in die Riviera zurück, in der Hoffnung, hier seine 
Vereinigung mit der von Neapel heranrückenden Armee unter 
Macdonald bewerkstelligen zu könneu. Diese Hoffnung wurde 
jedoch durch die Niederlage Macdona ld's am 18. und 
19. Juni an der Trebbia , wohiu ihm Suwarow entgegen- 
gezogen war, getäuscht. 
BfUjmi| „, Während dieser Vorgänge bei der Armee staud das 48. 
JUBl "'j, t " .^Regiment in Garnison in Verona, rückte jedoch am 1(3. Juni 
zum Belagerungs-Corps vor Mantua ab, bezog bei Murmirolo 
und Soava das Lager und trat in die Division Feldmarschall- 
Lieutenant Ott. 

o. u <raiB»» n In diese Zeit der sehr beschwerlichen Belagerung der 
Festung, fällt die Ernennung des General-Feldwachtmeisters 



Baron Vukassovich zum Regiments-Inhaber. 

Am 27. Juli ergab sich das von 30.000 Mann unter 
Feldzeugmeister Baron Kray belagerte Mantua nach 21tägiger 
Vertheidigung und wurde der grösste Theil des Belagerungs- 
Corps sofort zur Verstärkung der Hauptarme«» nach Piemout 
abgesendet. 

urhi b.i Novi. Hier hatten sich die Verhältnisse insoferne geändert, als 
ic Au«.« i7». französische Armee, auf 45.000 Mann verstärkt, unter 
ihrem neuen Befehlshaber Joubert die Offensive aus der 
Riviera ergriffen hatte, und am 14. August sich auf den steilen 
Höhen südlich Novi, mit dem rechten Flügel auf dem M. 
Rotondo, mit dem linken Flügel auf das Dorf Pasturana ge- 
stützt und an den tiefen Thal-Einschnitt des Riasco-Baches 
gelehnt, aufstellte. Den linkeu Flügel commandirte General 
Periguon; unter seinem Commando stand die Division 
Grouchy vor Pasturana; rechts davon die Division Le- 



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15 



moine; hinter beiden die Cavallerie-Division Riehe pense. 
In dieser Stellung erwartete Joubert den Angriff der Ver- 
bündeten. 

Die Division Kray aus dem Belagerungs-Corps von 
Mantua formirt (2ÜOOO Mann stark, darunter das 48. Regi- 
ment), war um Mitternacht des 14. erst in Alessandria ein- 
getroffen, legte hier das Gepäck ab und rückte noch in der 
Nacht nach Fresonara bei Novi vor. 

Bei Tages- Anbruch erhielt Kray, dessen Truppen nach 
anstrengendem Nachtmarsche nur 2 Stunden geruht hatten, 
den Befehl zum Angriffe und ging, indessen die Russen im 
Centrum und die österreichische Division Melas am linken 
Flügel noch unthätig blieben, allein zum Angriffe gegen 
Pasturana in 2 Colonnen vor. 

Die erste Colonne unter Bellegarde trifft hiebei auf 
die Division Grouchy, die Division Ott mit dem 48. Infan- 
terie-Regiment als Avantgarde, vom Feldzeugmeister Kray 
selbst angeführt, stösst auf die Division L e m o i n e. 

General Joubert sonst nirgends engagirt, führt selbst 
alle Reserven herbei, wirft sie in die linke Flanke der Division 
Ott und schlagt zwei heldenmüthige Angriffe der Oesterreicher 
ab. Nun erst greifen die Russen das französische Centrum an, 
während Feldzeugmeister Kray zum drittenmale stürmen 
lässt, ohne dass es gelingt den Feind aus seiner Position zu 
werfen, bis endlich auch Melas mit dem linken Flügel ein- 
greift, und ein allgemeiner vierter Angriff die Franzosen mit 
grossen Verlusten (alle Geschütze, 4 Fahnen, 10.000 Mann) 
zum Rückzüge zwingt. 

Die Schlacht hat 16 Stunden gedauert, doch war der 
Sieg ein vollständiger. Die Divisionen Grouchy und Le- 
moine waren aufgelöst und alle den Oesterreichern vis-ä-vis 
commandirenden Generale todt oder verwundet. 

Das Regiment hat sich an diesem Tage einen höchst v . r i a .u 
ehrenvollen Antheil am Sipge, allerdings mit schweren Vor- ,« ***™* D 
lusten, im heissen Kampfe erstritten. Der heldenmüthige 
Commandant des Regiments Oberstlieutenant de Baut wurde 
für sein» ausgezeichnete Tapferkeit und Verdienste in dieser 
Schlacht mit dem Ritterkreuze des Maria-Theresien-Ordens be- 



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16 

loh«t, und sah sieh das ganze Regiment iu seinem Commau- 
danten geehrt. *) 

An Todteu zählte das Regiment 4 Offieiere (Oberlieute- 
uant Maborli ch, Unterlieut*uaut Kollerth und S z e t *ey, 
Fähnrich Gral' Alceuago), vom Feldwebel an, tiüMann; an 
Blessirten 9 Offieiere (Oberstlieuteuant de Baut, Hauptleute 
Paperte, ToperUet, Hartl. Oberlieutenant R6tse>, 



*) Die „Geschichte des Theresieu-Ordens und seiner Mitglieder" 
erzahlt Folgeudes : 

De Ba ut, Fran z, zu Gent 1745 geboren, hatte den siebenjährigen 
Krieg als Fähnrich bei Wartensieben-Infanterie mitgemacht 
und legte in der Schlacht bei Torgau, 1760, so grosse Tapferkeit an den 
Tag, dass er zum Lieutenant ernannt wurde. 

In den ersten Feldzügen gegen Frankreich diente de Baut, 
seit dem Jahre 1789 zum Hauptmann befördert, bei den Grenadieren, 
und war so glücklich bei Lille im Jahre 1794 durch hervorragende 
Bravour sich die Majors-Charge zu erkämpfen. Mit 130 Grenadieren 
deckte de Baut den Rückzug der Armee so klug und ausharrend, dass 
die Reserve-Artillerie ungebindert abziehen konnte; sechs feindliche, 
mit Uebermacht geführte Angriffe vermochten nicht den tapferen Ofticier 
aus seiner Stellung zu delogiren. Im Jahre 1797 befehligte er als Oberst- 
lieutenant ein Grenadier-Bataillon, 1799 al>er nach der Verwunduug 
des überaten Gyulay in der Schlacht bei Magnano (5. April) das 
Regiment Vukassovich Nr l.v und fand seine Tapferkeit in der Schlacht 
bei Novi (15. August) durch das Ritterkreuz des Theresien-Ordens 
belohnt. Schon durch die vorhergegangenen Vorfälle hatte das Regi- 
ment viele Offieiere und eine namhafte Zahl Soldaten verloren, trotzdem 
aber mit regstem Kifer jede Gelegenheit zur Auszeichnung ergriffen. So auch 
bei Novi. Die auf den Anhöhen in den Weingärten postirten Franzosen, 
welche unserem rechten Flügel unter Feldzeugmeister Kray jedes 
Vorrücken vereitelten, griff de Baut mit dem Bajonete an uud ver- 
trieb sie ungeachtet des hartnäckigsten Widerstandes. Auf die Höhen 
gelangt, erhielt er zwei Contusionen; diese binderten ihn aber nicht, 
die Verfolgung des überlegeneu Feindes fortznsetzen, endlich auf einer 
Wiese Stellung zu nehmen, wo er, trotzdem, dass er verwundet, 
sein braves Regiment sehr gelichtet und von jeder Unterstützung 
abgeschnitten war, mit seltenem Heroismus die Bataillone so lange 
zur Ausdauer anzueifern verstand, bis die Anhöhen von nachrückenden 
Truppen besetzt werden konnten und der Sieg zu unseren Gunsten 
entschieden wurde. 

Hiebei bewies Oberstlieuteuant de Baut so viel Klugheit, 
Geschicklichkeit und Entschlossenheit, dass Feldzeugmeister Kray 
nicht umhin konnte, ihm den glücklichen Ausschlag des Tages auf dem 
rechten Flügel unserer Armee zuzuschreiben. 



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Radenich, Unterlieutenant Eisler, Wolf. Renner und 
237 Mann vom Feldwebel abwärts. 2 Officiere (Oberlieutenant 
Widakovich und Unterlieutenant Sax) mit 75 Mann ge- 
riet hen in Gefangenschaft. 

Gesainnitverlust in der Schlacht bei Novi am 15. August 
15 Officiere, 375 Mann. *) 

In Folge der verlorenen Schlacht bei Novi, zog sich die 
französische Armee abermals in die Riviera zurück und deckte 
ihre Front durch eine Posteukette auf dem Kamme des Appenins. 

Das Regiment Vukassovich Nr 48, über welches 
nuumehr der älteste Hauptmann He gy i das Commando führte, 
weil alle Stabsotticiere theils verwundet, theils krankheitshalber 
abwesend waren, wurde im letzten Drittel des August, in der 
Gegend von Fossano und Savigliano im Tauaro- und Maira- 
Thale in Piemont zur Unterstützung der dort stehenden 
Cavallerie, mit dem Reginiente Deutschmeister Nr. 4 in der 
Brigade des Obersteu von Brixen vereint, zum Vorposten- 
dienste verwendet, wo es häufige Plänkler-Scharmützel mit 
den feindlichen Posten bestand. Als nach der Schlacht bei Novi 
auch dieCitadelle von Tortona gefallen war, zog Su warow mit 
dem russischen Hilfs-Corps nach der Schweiz, und blieben in 
Piemont die Oesterreicher unter G. d. C. Melas allein zurück. 

Diese Schwächung der kaiserlichen Armee benützte der 
feindliche Ober-General More au. indem er am 17. September 
aus der Riviera über Coni vordrang und die österreichischen 
Vorposten zwang, mit Verlust von 18 Todten und Verwundeten 
uach Fossano zurückzugehen und sich dort an das Regiment 
Vukassovich anzuschliessen. 

Der Commandant des sehr überlegenen Feindes Hess 
das Regiment zur üebergabe von Fossano auffordern; unter 
Zurückweisung dieses entehrenden Vorschlages wurde in aller 
Eile das Möglichste aufgeboten, um diesen Posten mindestens 
so lange allein zu behaupten , bis von der bei Brä stehenden 
Haupt-Armee einige Unterstützung herbeikommen würde. 

Auf die diesfällige Meldung gab jedoch das Armee- 
Commando den Befehl: Fossano zu verlassen und sich zur 

*) Der Corporai Strauiovsky, Johann Spritz und Gefreiter 
Johann Hege du 8 erhielten für ihr hervorragend tapferes Verhalten 
die Bilberne Ehrenmedaille und Gemeiner Josef Szabo 5 Ducaten 
als Donceur. 



18 



im Armee nach Bra zurückzuziehen , wohin deun auch das Regi- 
ment am 18. mit Tagesanbruch abmarschirte. 

Am 19. um 10 Uhr Vormittags rückte eiu Theil der 
Armee wieder gegen Fossano und Savigliano vor, indessen das 
Regiment Nro. 48 zur Deckung des Tanaro-Thales nach Cherasco 
bestimmt wurde, wo Major Szeme re das Regiments-Commaudo 
übernahm. 

D *B^.u"Tin'' Den 21 • October ging das Regiment mit dem Regimente 
ii. o2V,\n». Lattermann Nr. 45, dann einem Bataillon Graf Josef 
Mittrovsky Nr. 40 nach Mondovi ab, wo es als Besatzung 
zu verbleiben hatte. 
«Ä'w«« Ain Oktober erhielt der Brigadier Oberst von Bri- 
•»« i » i o ( i»iw ie n den Befehl, den östlich unweit Mondovi, in und bei dem 
Dorfe Vico auf einer Anhöhe, dann auf dem Berge S. Lorenzo 
gelagerten Feind mit seiuer Brigade anzugreifen und sich in 
dieser Position zu b hanpt'-n. Diesem Befehle zu Folge wurden 
die Haupt »eilte Jakai <lu vsky undToth mit 4 Compaguien, 
dann einem Bataillon des piemoutesischeu Regimeuts Mondovi, 
zur Erstürmung der Position von S. Lorenzo bestimmt, und 
sollten die übrigen 8 Compagnien des Regiments das, mit 
einem starken Verhau umgebene Lager bei Vico, das Regiment 
Lattermann aber das besetzte Dorf selbst einnehmen. 

Uni 9 Uhr Früh rückten die drei Colounen von sehr 
dichtem Nebel begünstigt , gegen die feindliche Position vor. 
Die erste Colonne des Regimentes war so glücklich in das 
feindliche Lager bei S. Lureuzo einzudringen und es zu be- 
haupten; eb-nso erstieg die zweite Colonne den Verhau bei 
Vico, verbranute das feindliche Lager und machte mehrere 
Gefangene. Da aber die gegeu das Dorf vorrückende Abtheilung 
des 4ö. Regiments durch ein geschicktes Flanken-Manöver des 
Feindes zurückgeworfen wurde, sah sich die zweite Colonne 
im Rücken angegiiffen und genöthigt, eine Masse zu formireu, 
sich durchzuschlagen und die bereits errungenen Vonheile dem 
Feinde zu überlassen. Während diese Coloune sohin unter die 
Mauern von Moudovi zurückkehren musste, behaupteten die 
Truppen unter Hauptmann Jak ardo vsky die genommene 
Position von S. Lorenzo, ungeachtet aller Anstrengungen des 
Feindes dieselbe wieder zu gewinnen. 

Am 28. wurde der Angriff erneuert. Das Regiment er- 
hielt hiebei die Bestimmung den Ort Vico, und ein neu ange- 



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19 



kommenes Grenadier-Bataillon das Lager bei diesem Dorfe zu «»• 
erstürmen. Das Regiment rückte durch einen Kastanienwald 
gedeckt vor, griff das Dorf auf mehreren Punkten zugleich au 
und eroberte es im ersten Anlaufe. Ebenso glücklich waren 
die Grenadiere in ihrer Unternehmung. 

Obwohl nun die Franzosen Verstärkungen an sich zogen, 
und das Dorf zu wiederholten Malen energisch angriffen, er- 
litten sie nur bedeutenden Verlust ohne ihr Ziel m erreichen. 

In diesen Gefechten bei Vico und S. Lorenzo am 27. uud v.,i„«. 

«lc« Regiment«*. 

28. verlor das Regiment Major Szemere, Hauptmann T o t h«. »»d «^.„b.r 
und Oberlieutenant Jäger verwundet ; Fähnrich Szuszmann, 
Waltmann und Contreuille gefangen, dann 150 Mann 
vom Feldwebel abwärts an Todten, Verwundeten und Gefangenen. 

Während die beiderseitigen Armeen im Grossen durch 
den Kamm der Apenuinen vom Col di Tenda bis Gavi ge- 
trennt waren, und trotz der rauhen Jahreszeit, namentlich im 
Gebirge, unter anstrengenden Märschen und kleinen aber blu- 
tigen Kämpfen, bestrebt blieben, ihre beiderseitigen Positionen 
zu behaupten, beschloss der österreichische Feldherr dem Feiude 
die beiden Hauptstützpunkte seiner Operationen: Coni und 
Genua, zu entreissen. Die Belagerung von Coni wurde mit 
Beginn Novembers eingeleitet und wurde das 4b. Infanterie- 
Regiment in das Belagerungs-Corps unter Feldmarschall-Lieu- 
tenaut Fürst Liechtenstein eiugetheilt. Die Cutemehiuuug i. 
auf Genua missglückte, Coni jedoch fiel am 3. December uud 
nachdem man durch dieses glückliche Ereigniss sicher war, 
dass die Franzosen nicht so leicht mehr einen Augriff gegen 
Piemont wagen würden, bezog die ganze Armee am 11. De- 
cember Winterquartiere, wobei das 48. Infanterie-Regiment Winu P 7 < ,°j;^;™ 
die Städte Brä, Alba und Asti als Garnisonen zugewiesen D P \~ r m £ r ,lJr 
erhielt. 

Dergestalt endigte diese blutige und anstrengende Cam- 
pagne, in welcher es dem Regimente schon im zweiten Jahre 
seines Bestehens vergönnt war, an den hervorragendsten krie- 
gerischen Ereignissen tbätigen Antheil zu nehmen, und nebst 
dem Vertrauen seiner Commandanten auch Ehre und Ruhm 
für alle Zeiten zu erwerben. 

Der Total- Verlust des Regiments in diesem Feldzuge 
beziffert sich (siehe Beilage I) auf 3 Stabsofficiere, 46 Ober- 
Officiere und 2084 Mann, somit auf */ 3 seines ganzen Standes. 

8* 



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20 



b«ii m « "f. i. Beilage Ar. 2. 

Verluste des Regimentes im Feldzuge 1799 in Italien. 



Schlacht an der Etech. 26. Man 179». 


Offlctur« 

a 


HaDQ«>hftiV 
150 

353 
351 


Zusammen 


8 




Sehlacht hei Magnano. 5 April 1799. 


3 

. 13 
2 


}500 
80 


Zusammen 


. 18 


580 


Gefecht bei Cassano. 27. April 1799. 

Gefangen und gröSBtenheils blessirt . . 


. . 1 


17 
10 
60 




. . 2 


87 


Schlacht bei NotI. 14. August 1799 




63 
237 
75 



Zusammen . . 15 375 



Gefechte bei Fossano, Tic© and San Lorenzo. 
18., 27. nnd 28. October. 











3 


. 168 










Zusammen . . 5 


150 



Gesammt- Verlust im Feldzuge 1799 48 2084 



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1800. 



Im Feldzuge in Italien. 

Nachdem die Franzosen im abgelaufenen Feldzuge die 
Schweiz und die Riviera, mit Genua am rechten Flügel, be- 
hauptet hatten, so verstärkte der erste Consul die Armee in 
der letzteren bis auf 45.000 Mann und stellte sie unter den 
energischen General M a s s e n a. Unter diesem war die Armee 
in 2 grosse, gleich starke Flügel getrennt, welche vou dem 
Generalen Soult 'rechter Flügel) und General Suchet (linker 
Flügel) commandirt wurden. 

Zur Beobachtung der auf den Pässen der Berner-Alpen 
und des St. Gotthard befindlichen französischen Detachements, 
stand österreichischer Seits Feldmarscball-Lieuteuant Keim mit 
20 000 Mann, Front gegen Nordeu, mit dem Gros zwischen 
Sesto-Calende und Aosta, indessen die Hauptarmee unter General 
der Cavallerie Baron Mela? zwischen Coni, Turin, Tortona 
und Novi, Front gegen Süden, durch eine Postirungslinie auf 
dem Kamme des ligurischen Apennins sich deckte. 

Den 12.000 Mann starken linken Flügel der österreichi- 
schen Hauptarmee, der nördlich Genua stand, commandirte 
Feldmarschall-Lieutenant 0 1 1. 

Das Centrum, 20.000 Mann stark, stand unter Melas 
eigenem Befehle bei Acqui ; in diesem Corps war das Regiment 
Nro. 48 bei der Division St. Julien eingetheilt. Der recht* 
Flügel in Ceva stand unter dem General Eisnitz und war 
18.000 Mann stark. 9000 Mann unter Feldmarschall-Lieutenant 
Hohen zollern befanden sich als Reserve in Novi. General 
Melas beabsichtigte durch einen Stoss mit seinem Centrum 
die beiden feindlichen Flügel — Suchet und Soult — von 
einander zu trennen, dann zuerst Suchet in einer Schlacht 
zu schlagen. 

So standen die Dinge unmittelbar vor Ausbruch der 
Feindseligkeiten und vor Beginn eines Feldzuges, der mit Einem 



22 

>»»• Schlage die kaiserliche Armee aller Früchte ihrer theuer und 
ruhmvoll erkauften Erfolge berauben sollte. 

Vom 11. December 1799 bis 19. Februar 1800 war das 
Regiment in den vorerwähnten Winter-Quartieren geblieben, 
als am 20. Februar der Befehl zum eiligen Aufbruche ein- 
traf. Von diesem Tage au brachte das Regiment ganze 5 
Wochen mit beständigen Hin- und Hermärschen zu, welche 
darin ihre Veranlassung fanden, dass man den Gegner durch 
Schein-Manöver täuschen wollte, um den wahren Angriffspunkt 
zu verbergen, während man andererseits durch gleiche Be- 
wegungen des Feindes zu Gegen massregeln gezwungen wurde. 
(MwktbiiMMit Mit Ende März stiess das Regiment bei Acqui wieder 
e. Apt<i i*h> zur Division des Feldmarschall-Lieutenant S t. J u 1 i e n, welche 
die Avantgarde der Armee bildend, in die Riviera di Genova 
vorrücken sollte und zunächst die Bestimmung erhielt, über 
den Monte Castellano vorzudringen, und die von Natur starke, 
durch zweckmässig angebrachte Verechanzungen uoch haltbarere 
Position des Feindes auf dem Monte notte zu nehmen. Eine 
zweite Colonne ging am selben Tage von Carcare gegen den 
Pass von Altare vor, um denselben gleichzeitig mit jenem von 
Monte notte zu forciren. 

Dieser Stoss der Avantgarden, wenn nöthig vom gauzen 
Corps des Centrums unterstützt, sollte die vom Oberfeldherrn 
beabsichtigte Theilung der gegnerischen Streitkräfte zu Stande 
bringen und hing somit von dem Gelingen desselben das 
Schicksal der ersten Operationen, vielleicht des Feldzuges ab. 

Am 6. April Früh formirte sich die Division (vermuth- 
lich bei Spigno); das Regiment ä la tlte derselben, trat den 
Marsch quer über das Gebirge an, und gelangte ungehindert 
bis zum Fusse des Monte Castellano nördlich des Passes 
Monte notte), der vom Feinde besetzt war. 

Die erste Division des Regimentes unter Commando des 
Hauptmann Scharinger griff sogleich den auf Monte Cas- 
tellano stehenden Gegner an, und da das Regiment noch die 2. 
Division des 1. Bataillons zur Unterstützung vorgehen liess, 
selbst aber in geschlossener Schlachtordnung nachrückte, wurde 
es in Kürze Meister dieses Berges, von dessen Kuppe aus 
man die ganze feindliche Position von Monte notte, auf Einmal 
übersah. Das Regiment hatte den Befehl, allein uicht weiter 



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vorzurücken, sondern vorerst die nachfolgenden Regimenter der 
Division, nämlich Deutschmeister Nr. 4, Josef Colloredo 
Nro. 57 und L attermann Nro. 45 abzuwarten; da aber 
der genommene Berg Castellano im wirksamen Ertrage der 
feindlichen Hauptposition lag, von welcher ein beständiges 
Feuer unterhalten wurde, so schützte sich das Regiment einst- 
weilen, so gut es eben ging, hinter Steinmassen und einzelnen 
Baumgruppen. Indessen rückten die genannten Regimenter 
gegen Monte Castellano nach und schon befahl der Feldmar- 
schall-Lieutenant St. Julien Freiwillige zum Sturme vor- 
zurufen, als der schon mehrerwähnte tapfere Hauptmanu 
Scharinger des Regimentes Vukassovich einer spontanen 
Eingebung folgend, seine Compagnie mit einer kurzen An- 
sprache begeisterte, und im Sturmschritt vorwärts gegen die 
Hauptposition drang; seinem hinreissenden Beispiele folgte nun 
das ganze Regiment, indem Oberstlieutenant de Baut, der 
dasselbe seit Beginn des Feldzuges wieder commandirte, die 
Wichtigkeit des Momentes erkennend, sofort mit ganzer Kraft 
in das von Hauptmann Scharinger unvorbereitet eugagirte 
Gefecht eingriff, und in Zeit von s / 4 Stunden war der Feind 
geworfen nnd seine vortrefflichen Verschanzungen unter ge- 
ringem Verluste erstürmt. Kaum war die Verbindung mit der 
Hauptcolonne hergestellt, als sich Oberstlieutenant de Baut 
auch schon zum Angriffe des Monte Legiuo anschickte, auf 
den sich der Feind zurückgezogen hatte. Im Centrnm durch 
eine Fleche, auf beiden Flügeln durch geschlossene, mit Wolfs- 
gruben umgebene Redouten und in der Front durch Verhaue 
geschützt, leisteten die Franzosen energischen Widerstand; 
aber Oberet de Baut führte sein Regiment zum Bajonnet- 
Angriff heran, warf den Feind aus den Verschanzungen und 
eroberte 2 Kanonen und 11 Doppelhacken. Der zum Weichen 
gebrachte Feind suchte zwar noch mehrere eich darbietende 
Anhöhen zu erneuertem Widerstande zu benützen und stellte 
sich wiederholt zur Gegenwehr, wurde aber allenthalben, durch 
das ebenso rasche als muthvolle Vorrücken der kaiserlichen 
Truppen zurückgedrängt, und bis an die Meeresküste nach 
Albissola verfolgt, wobei er noch empfindliche Verluste an 
Todten und Blessirten, dann 20 Officieren und einigen Hundert 
Mann an Gefangenen erlitt. 

Die Ehre dieses Tages gebührt hauptsächlich dem Regi- 



24 



mcnte V u k a s s o v i c h und seinem tapferen Comma ndanten, 
durch deren heldenmüthiges, entschlossenes Vorgehen, die Ab- 
sicht des Armee-Commandos — nämlich der Durchbruch der 
feindlichen Armee bis an die Meeresküste, iu einem einzigen 
Tage, zur Erfüllung gelangte. *) 

Der ganze Verlust in diesem, dem Regimen te zum be- 
sonderen Ruhme dienenden Kampfe, belief sich an Todten auf 
16 Mann; verwundet wurden Hauptmann Casar, Oberlieutenant 
Boch, Unterlieutenant Tartorotti und 40 Mann. In die 
Gefangenschaft gerieth Lieutenant Suppan mit 6 Mann. 

Gesammtvermst : 4 Ofiiciere und 62 Mann. 

Am folgenden Tage sollte das Regiment Vukassovich 
Savona besetzen: bei seinem Eintreffen fand es aber bereits 
das Regiment Splenyi Nro. 51 in der Stadt, wesshalb es 
am folgenden Tage wieder zur Division zurückgenommen wurde. 

Um die Trennuug zwischen den beiden feindlichen Corps 
zu erhalten, schob General der Cavallerie Meli, s sehr be- 
deutende Streitkräfte über Savona an die Küste ; während das 
Corps E 1 s n i t z, Front gegen Westen, Suchet beobachtete 
und aufhielt, sammelte der österreichische Feldherr alle ver- 
fügbaren Streitkräfte im grossen Bogen von Varazze, über 
Sassello, Campo freddo und die Bocchetta bis nach Nervi, aus 
welcher Stellung dann das bei Genua stehende Corps Soul t's, 
concentrisch angegriffen, und in den Platz zurückgeworfen 
werden sollte, um endlich zu dessen Belagerung schreiten zu 
können. 

Sowohl Masse na, der sich selbst beim Corps Soult 
befand, wie Suchet, der nordöstlich Oneglia stand, suchten 
durch wiederholte Angriffe, die verlorene Verbindung herzu- 
stellen; ihre diessfälligeu Unternehmungen scheiterten jedoch 
an der Wachsamkeit und Stärke der österreichischen Truppen. 



♦) Noch im September dieses Jahres wurde Oberstlieutenant de 
Baut tür die vielfältigen Verdienste Oberst, im folgenden Jahre in das 
44. Infanterie-Regiment Qbersctzt und 180*2 in den Freiherrnstand er- 
hoben. Nachdem er dem Kriege in Italien 1805 mit gleicher Auszeich- 
nung beigewohnt hatte, und im April 1807 der zahlreichen Blessuren 
wegen, als Generalmajor in Pension treten musste, ward ihm später 
das Festungs-Commando in Peterwardein verliehen, wo er um 17. Februar 
1816 verschied. 



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25 



Um an der vorerwähnten EinSchliessung des Soul t'schen ,Mn 
Corps Theil zu nehmen, erhielt die Division St Julien mit 
ihr auch das 4K. Regiment den Befehl zum Marsche nach 
Campo freddo. 

Am 9. April Früh um 5 Uhr brach die ganze Division 
(von wo, ist unbekannt) auf, inarschirte Tag und Nacht in 
einem Zuge, traf am 10. Morgens zu Campo freddo ein, und 
bezog hier ein Lager. 

Nachmittags hörte man starkes Musketen-Feuer im Gebirge, 
gegen Sassello zu. wo der französische General Soult be- 
deutende Kräfte vordringen Hess, um den ihn immer enger 
umschliessenden Gürtel der Oesterreicher zu sprengen. 

Nachts um 10 Uhr erhielt das Regiment den Befehl 
oberhalb und südlich Campo freddo aut dem Gebirge einen 
Cordon zu bilden, mit dem gemessenen Auftrage, dem auch 
von Süden heranrückenden Gegner das weitere Vordringen, falls 
er künftigen Tages solches versuchen sollte, hartnäckigst zu 
verwehren; bei dessen zu grosser Uebermacht aber, sich auf 
den, vorigen Tags innegehabten Lagerplatz zurückzuziehen 
und an die Division anzuschließen. 

Am 11. April Früh mit Anbruch des Tages, griff der 0 «'"*^^*»^ 
Divisions-General Soult das Regiment in seiner Aufstellung " A * M ^ 
mit Ungestüm und Uebermacht an, und warf es, ohne ihm 
Zeit zu lassen, sich aus der sehr zerstreuten Cordons-Aufetel- 
lung zu railliren, nach vierstündigem Widerstande zurück 
Obwohl das 3. Bataillon vom Regimente Lattermann zur 
Unterstützung herbeigeeilt war, musste doch der Rückzug 
bis zum Monte Armella umsomehr fortgesetzt werden, als 
durch eine über Sassello links detachirte feindliche Colonne, 
das Regiment in der rechten Flanke bedroht und stark über- 
flügelt war. 

Der bei so uugüustigen Gefechts- und Rückzugs- Verhält- iSSCmC 
nissen erlittene Verlust, musste dem Regimente um so empfind- 11 ApH1 
Hoher sein, als dasselbe ohnehin durch die vorausgegangenen 
Kämpfe und Anstrengungen bedeutend gelitten und mehrere 
seiner ausgezeichnetsten Officiere verloren hatte. 

Von den Officieren wurde Hauptmann Urbanyi ver- 
wundet; Major Kets k es. Hauptmann He gyi, Scharinger, 
Oberlieutenaut Roth, Unterlieutenant Gerhargy, Fähnrich 
de Baut und Regiments- Adjutant Kon r ad mit 169 Maun 



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'** gefiethen in Gefangenschaft. Todt und verwundt-t waren vom 
Feldwebel abwärts 80 Mann. 

Obwohl nun der Gegner allerdings einen kleinen Erfolg 
erfochten hatte, so musste er sich doch überzeugen, dass er 
bei weiterem Vordringen auf sehr überlegene Kräfte treffen 
würde; dieser partielle und momentane Rückschlag konnte 
daher an der üblen Situation der französischen Armee wenig 
mehr ändern und nicht verhindern, dass die österreichische 
auf ihrer ganzen, mehrere Meilen langen Front am 14. April 
zum allgemeinen Angriffe vorging, und in einer Reihe von 
siegreichen Gefechten, allerdings unter einem eigenen Verluste 
von 8000 Mann , der französischen Armee den Besitz der 
Apennineu-Kämme und der Riviera entriss, und Masse na 
am 21. April mit dem 28.000 Mann starken Soult'scheu 
Corps in Genua einschloss. 

s 0 o?«.unu™ ^ m ^ ^P r '' kei S. Giustiniano nahm das Regiment 

is. Aprii i*oo an einem dieser sehr blutigen Treffen Theil : hier kämpfte es 
standhaft, anf einem sehr wichtigen Punkte, den es mit un- 
erschütterlichem Muthe behauptete und trug dadurch zur Ent- 
scheidung dieser Affaire so wesentlich bei, dass am folgenden 
Tage der commandirende General der Cavallerie Baron Mela6, 
den Generalen Graf Pälffy an dasselbe abschickte, um dem 
Regiments seine besondere Zufriedenheit erkennen zu geben 
und seinen Dank abzustatten. Mit Rücksicht auf den geringen 
Stand des Regiments, waren die Verluste in diesem Gefechte 
bedeutend. 

Lieutenant Üncsovsky blieb todt auf dem Schlacht- 
i> ApTi^o. felde, Lieutenant Koka no vi ch wurde verwundet; vom Feld- 
webel abwärts belief sich der Verlust an Todten und Verwun- 
deten auf 100 Mann; Oberlieutenant ReUsey mit 17 Mann 
fiel in die Gefangenschaft. 

Während nun Feldmarschall-Lieutenant Ott mit 24.000 
Mann die Einschliessnng und Belagerung von Genua übernahm, 
rückte General der Cavallerie Baron Melas mit 30.000 Mann 
längs der Küste gegen Westen ab, vereinigte sich mit Feld- 
marsehail-Lieutenant Eisnitz gegen das Corps Suchet, und 
drängte dasselbe über die französische Grenze und hinter den 
Var-Flus8 zurück. 



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27 



Gleichzeitig erhielt das Regiment Vukassovich den Bi«,k.«ir«ir, 
Befehl über den Monte Erinetta zur Blokade der Citadelle von 

April uuH M«l 

Savona zu marschiren; es wohnte derselben ohne Verlust bis ,s "°- 
zur Uebergabe bei. und rückte am 21. Mai über Finale, Al- 
benga, Oneglia, S. Remo nach Nizza di Provence zur Haupt- 
armee ein, und schlug sein Lager am Var-Flusse aul, nach- 
dem es seine Kintheilung bei der Division Eisnitz erhalten 
hatte 

Bis zu diesem Abschnitte muss der Verlauf des Feld- 
zuges ein glänzender genannt werden: leider sollte aber das 
Kriegsglück, das die österreichischen Waffen bis an die Küste 
des Mittelmeeres getragen hatte, nur zu bald sich von denselben 
wenden. 

Die französische Reserve - Armee , welche Bonaparte 
30.000 Mann stark, bei Dijon versammelt hatte, setzte sich 
schon im April in Bewegung, überschritt Mitte Mai den grossen 
und kleinen St. Bernhard und drang in Ober-Italien im Rücken 
Melas ein. da das hier aufgestellte Beobachtungs-Corps unter 
Feldmarschall-Lieutenant Keim zu schwach war, um diess 
verhindern zu können. 

Melas erfuhr am IB. Mai vou dieser Bewegung, lieas 
17.000 Mann unter Eisnitz (dabei auch das 48. Infanterie- 
Regiment) am Var-Flusse Suchet gegenüber stehen, und 
eilte mit 30.000 Mann nach Turin, wohin er den Marsch der 
Reserve- Armee gerichtet glaubte. Bonaparte hatte aber nur 
das Corps Lanues von Ivrea aus gegen Turin vorgeschoben, 
war selbst nach Mailand marschirt, und rückte über Piacenza 
nach Marengo bei Alessandria vor, wo er mit Melas zur 
Schlacht am 14. Juni zusammentraf. 

Schon war der Sieg den Oesterreichern errungen, sie 
lockerten aber bei der Verfolgung ihre taktische Ordnung zu 
sehr, so dass sie bei plötzlicher Erneuerung der Schlacht, 
durch das Eintreffen frischer französischer Truppen unter 
Desaix, geschlagen und nach Alessandria zurückgetrieben 
wurden. 

Um dieselbe Zeit war auch Eisnitz von Suchet mit 
üeberlegenheit angegriffen und über den Col di Tenda gegen 
Mondovi zurückgeworfen worden. 

Bei diesem, bis zum 17. Juni währenden Rückzüge, bil- 
dete das 48. Infanterie-Regiment in der Division des Generalen 



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Elsnitz die Arrieregarde, und gelangt« über Savorgio und 
den Col di Tenda nach Mondovi. Auf diesem sehr eiligen und 
höchst beschwerlichen Rückzüge verlor das Regiment die Lieu- 
tenants Türen an y und Sax mit 60 Mann, die in dem 
schwer gangbaren Gebirge auf zurückgelassenen Piquets nicht 
rechtzeitig eingezogen werden konnten, und gefangen wurden. 

Nach der unglücklichen Schlacht bei Marengo kam das 
Regiment in die Citadelle von Alessandria als Besatzung; als 
jedoch der österreichische Feldherr in Folge des Verlustes der 
Schlacht und aller Rückzugs- und Zuschubs-Linien, eine Con- 
vention abschloss, vermöge welcher Piemont und die Lombardie 
— bis an den Chiese — sammt den Festungen dem Feinde 
überlassen wurden, wogegen die österreichische Armee freien 
Abmarsch an dem Mincio erhielt, wurde das Regiment in die 
Division des Regiments-Inhabers Feldmarschall-Lieutenant Vu- 
kassovich zu Trient in Wälsch-Tirol eingeteilt, später 
aber in die Judicarien verlegt, ohne in diesem Feldzuge weiter 
zur Action zu gelangen. 

Der Gesammt- Verlust, den das Regiment in diesem Feld- 
zuge erlitt, beziffert sich (siehe Beilage 2) auf 1 Stabsofficier, 
16 Oberofßciere und 488 Manu. 



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29 



Beilage Ar. 2. n."»*. » « 

Verluste des Regimentes im Feldzuge 1800 in Italien. 



Gefecht am Monte 


notte. 5 Marz 1800 o 


Mci.r« 1 


Kannsclitft. 








16 


Verwundet . 




3 


40 


Gefangen . . 




1 


6 




Zusammen . 


4 


26 


Gefecht hei Campo 


freddo 11. April 1800. 






Todt . 




1 80 « 


Verwundet » 




1 








7 


'l«9 




Zusammen 


8 


249 


Gefeeht bei San Gi 


uatiniano. 16. April 1800. 










1 


lioo 


Verwundet 




1 






1 


17 






3 


117 


Auf dem Rückzug e 


Uber den Col di Tenda. Juni 


1800. 




Gefangen 




2 


60 


Gesammt-Verlust im Feldzuge 1800. 


T7~ 


488 



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1801-1804. 



Der Feldzug nahm eine noch unglücklichere Wendung, 
als die französische Armee der österreichischen bis an die 
Etsch folgend, diesen Fluss am 1. Jänner bei Bussolengo 
überschritt und die Oesterreicher zum Rückzüge bis an die 
Brenta nöthigte; dadurch war auch die glücklich geführte 
Vertheidigung der Westgrenze Tirols in der linken Flanke be- 
droht und erhielt desshalb die Division Vukassovich (mit 
dem 48. Infanterie-Regiraente) den Befehl, sich an der Brenta 
mit der Hauptarmee zu vereinigen. Der Marsch dahin wurde 
am l. Jänner aus den Judicarien angetreten und ging über 
Monte St Alberto, Mori, Calliano, Levico nach Nervesa, wo 
der Waffenstillstand, dem am 9. Februar der Friede von Luue- 
ville folgte, weiteren kriegerischen Ereignissen ein Ziel setzte. 
bJcSSES Das Regiment wurde während des Waffenstillstandes in 

SS."*" Cantonirungs-Quartieren um Cormons in Friaul untergebracht, 
erhielt aber nach geschlossenem Frieden die Stadt Treviso im 
Venetianischen zu seiner künftigen Friedeusstation ; dahiu brach 
es am 3. April aus den Cantonirungs-Quartieren auf, und traf 
am 14. zu Treviso ein, wo es in die Division des Feldmarschall- 
Lieutenant Baron Anton Mitrovsky, und in die Brigade 
General-Major Prinz Victor Rohan trat. 

Nebst der Stadt Treviso erhielt das Regiment noch die 
^ApriM«»'" Städtchen Bassano, Feltre und Belluno zur Garnison, so dass 
diese letzteren 3 Ortschaften mit einem Bataillon besetzt, und 
dieses alljährig abgelöst wurde. 

c"» h A. Mit Ende A P ril i f?' eicn üacü <iem Einrücken zu Treviso 
Aprit im. wurde der Oberst de Baut zum Infanterie-Regimente Graf 
Bellegarde Nr. 44 transferirt, während der supernumeräre 
Oberst Bianchi das Regiments-Commando übernahm. 

Den 13. Mai traf auch die Grenadier-Division, ebenso 
am 22 Mai das Regiments-Depot und die Rechnungs-Kanzlei 



In Tr*YU« »U 



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31 



zu Treviso ein, wo sich das Regiment nunmehr mit Eifer der »•»> 
Friedensarbeit hingab. 

Im Verlaufe der nächsten Jahre widmete sich das Re- i«*. i«* 
giment der militärischen Ausbildung, ohne dass besondere 
Ereignisse die Schulung für den Krieg unterbrochen hätten. 

Ende August 1804 bezog die ganze Brigade ein Eierzier- 
Lager bei Lovadina an der Piave, nm nach Tierwöchentlicher 
Uebung wieder in die früheren Garnisonen zurückzukehren. 



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1805. 

Im Feldznge in Italien. 

Wegen des zu Livoruo ausgebrochenen gelben Fiebers 
sollte an der Grenze der italienischen Republik ein Saniräts- 
Cordon aufgestellt werden, und uiarschirte das hiezu bestimmte 
3. Bataillon des Regimentes am December 1804 von Tre- 
viso ab, kam am 1. Jänner 1*06 zu Pescantina, gegenüber 
Bussolengo in der Val Policella an, und bildete von Ponte 
di Castell vecchio bei Verona, längs der Etsch bis Osseuigo 
an der Tiroler Grenze den rechten Flügel der Cordouslinie. 

Die Grenadier-Division nebst dem 1. und 2. Bataillon 
brachen jedoch am 16. April von Treviso auf und bezogen 
bei Aviano im Friaul das für die italienische Armee bestimmte 
Haupt-Exercirlager. 
i n v. n .«ugi B Nach Beendigung der üebuugen gegen Ende Mai kamen 

•«MitartMi diese Abteilungen nach Venedig in Garnison, woselbst auch 
das vom Sanitäts-Cordon abgelöste 3. Bataillon am 6. Juni 
eintraf. Hier versah das Regiment 4 Wochen lang Garnisons- 
Dienste und erhielt dann seine Verwendung theils im Lazza- 
retto nuovo und S. Erasmo, theils zu Brondolo beim Fortifi- 
cations-Baue. Mit 11. August wurden auf Allerhöchsten Befehl 
aus 3 Batailloneu zu 6 Compagnien 4 Bataillone a 4 Com- 
pagnien und statt der Grenadier-Division ebenfalls ein Grena- 
dier-Bataillon ä 4 Compagnien gebildet. 

Mittlerweile trübten sich die politischen Verhältnisse 
dergestalt, dass ein Krieg für Oesterreich unvermeidlich zu 
werden drohte. 

England, durch Bonaparte mit einem Angriffe auf seinem 
eigenen Boden bedroht, spannte alle Federn an, um eine neue 
Coalition gegen Frankreich zu Stande zu bringen, und durch 
einen Angriff der Continental-Mächte, Bonaparte von seinen 
auf England gerichteten Invasionsplänen abzulenken. 

Russland fand sich aus Eifersucht auf die steigende 



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33 



Macht Frankreichs als erster Verbündeter bereit; im August ■«* 
trat auch das, durch den letzten Frieden tief geschädigte 
Oesterreich, nebst Schweden und Neapel dem Bündnisse bei, 
während die Theilnahme Preussens zwar zu hoffen, doch nicht 
gewiss war. 

Der Operationsplan der Verbündeten bestimmte eine 
180.000 Mann starke Armee von Oesterreicher u und Russen 
auf den Hauptkriegsschauplatz an der Douau, indessen 142.000 
Oesterreicher in Itatien unter dem Commando des Erzherzog 
Carl auftreten, 53.000 Oesterreicher in Tirol und Vorarlberg 
aufgestellt werden sollten. Es wurde ferner festgesetzt, dass 
diese 3 Armeen die Offensive zu ergreifen und in Frankreich 
ihre Vereinigung zu suchen hätten. 

Napoleon erhielt von diesen Absichten der Continental- 
Mächte schon im Lauf» des Sommers Kenntniss, beschloss, 
von dem jedenfalls sehr schwierigen Unternehmen gegen 
England abzustehen und diese Macht in ihren Verbündeten 
zu bekämpfen. 

Demgemäss beauftragte er den General Masse na mit 
30.000 Mann, welche in Italien standen, sich defensiv zu ver- 
halten, dirigirte dagegen alle im Lager zu Boulogne und 
mehreren anderen üebungslagern befindlichen Truppen an 
den Rhein. 

Mitte September, als die Feindseligkeiten begannen, waren 
die russischen Hilfstruppen erst an der mittleren Donau ein- 
getroffen; Oesterreich stand somit allein den Gesammtkräften 
der Franzosen gegenüber, und zwar waren 80.000 Mann unter 
Erzherzog Ferdinand d'Este und Feldmarschall-Lieutenant 
Mack zur Deckung Bayerns bis an die Hier vorgerückt, wo 
sie das Eintreffen der Russen abwarteten, während sich in 
Italien circa 80.000 Mann an der Etsch sammelten. 

Die Märsche hiezu begannen schon Anfangs September. 

Das 48. Infanterie-Regiment rückte in den ersten Tagen t » y M 
dieses Monats von Venedig über Monselice , Este nach Mon- >» Ortob « r 
tagnana und Bevilacqua vor, erhielt seine Eintheilung bei der 
Division Feldmarschall-Lieutenant Reuss-Plauen, Brigade 
Kälnäsy, mit welcher es am 13. October im Lager bei S. 
Gregorio, wo Erzherzog Carl seine Armee concentrirte, 
eintraf. 

Das Grenadier-Bataillou des Regiments, in der Brigade 



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im». Hieronymus Colloredo der Division Vogelsang ste- 
hend, wurde ebenfalls mit der ganzen Division nach S. Gre- 
gorio gezogen. 

In dieser kritischen Zeit, unmittelbar an der Schwelle 
o.,.,i„r i8.*. grosser Ereignisse stehend, musste das 48. Regiment seinen 
Commandanten wechseln; Oberst Bianchi ging als General- 
Commando-Adjutant zur deutschen Armee nach Ulm ab und 
trat an dessen Stelle Oberstlieutenant Brusch von Neuberg 
vom Regiraente D u c a (Nr. 39) als Commandant. 

Der unglückliche Ausgang der ersten Kämpfe in Deutsch- 
land, wo die Oesterreicher noch vor Ankunft der Russen in 
der rechten Flanke und im Rücken von der gesammten Armee 
Napoleon's angegriffen, bei Ulm eingeschlossen und am 17. Oc- 
tober mit 23.000 Mann und GO Geschützen zur Capitulation 
genöthigt wurden, Hess den Erzherzog Carl die Aussichts- 
losigkeit einer Offensive in Italien, sowie die Nothwendigkeit 
erkennen, sich seines Gegners bald durch einen energischen 
Schlag zu entledigen, um seine Armee auf den nördlichen 
entscheidenden Kriegsschauplatz führen zu können. 

Die Stadt Verona am rechten Etschufer, war seit dem 
Luneviller Frieden im Besitze der Franzosen, während die 
Veronetta am linken Ufer den Oesterreichern gehörte. Ob- 
gleich sich nun Massen a nur hinhaltend verhalten sollte, 
fürchtete er doch, dass Erzherzog Carl bei dem üblen Gange 
der Dinge in Deutschland einen Rechtsabmarsch durch Tirol 
in's Auge fassen könnte, und beschloss der französische Ober- 
general, um die Durchführung einer solchen Operation zu 
hindern, so früh als möglich am linken Etschufer festen Fuss 
zu fassen. 

Schon am 18. October gelang es den Franzosen die 
Brücke des Castel vecchio durch Ueberraschung zu nehmen 
und sich in S. Giorgio am linken Ufer festzusetzen, während 
die Oesterreicher Herren der Veronetta blieben. Erst am 
29. October ging Masse na's Armee theils durch das Castel 
vecchio, theils bei Bussolengo über die Etsch, stürmte die 
Porta S. Giorgio ohne Erfolg, nöthigte jedoch durch Umge- 
hung über die Höhen nördlich Veronetta deren Besatzung zur 
Räumung, worauf die Franzosen auf der Strasse nach Vicenza 
nachdrängten und mit der ganzen Armee den Oesterreichorn 
in dieser Richtung folgten. 



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35 



Nach einigen Bewegungen des Gros, welche jedoch zu »** 
keiner Affaire von Bedeutung führten, rückte die österreichische 
Armee in der Nacht vom 29. auf den 30. October in die ver- 
schanzte Position von Caldiero, um in derselben dem weiteren 
Vorrücken der Franzosen Einhalt zu gebieten. 

Beide Armeen waren ungefähr 50.000 Mann stark : die ^ 
österreichische hatte den rechten Flügel auf den Höhen von m . ». n. mmm 
Lovato, den linken unter Feldmarschall-Lieutenant Fürst Re u s s 
südlich der Hauptstrasse bis Chiaveghette, indessen General 
Nordmann mit? Grenadier-Bataillonen den äussersten linken 
Flügel zwischen Casa Bova und Chiavicca del Christo gegen 
Ponte Zerpa bildete. 

Die 4 Füsilier-Bataillone des Regimentes standen rechts 
von den Grenadieren in und bei einer Redoute, wahrscheinlich 
bei Chiaveghette. 

Am 30. Früh , vom starken Nebel begünstigt , griff 
Masse na die ganze Linie, besonders aber den rechten Flü- 
gel und das Centrum mit gewohntem Ungestüm an, uud un- 
geachtet er allenthalben zurückgeschlagen wurde, wiederholte 
er bis spät in die Nacht seine Angriffe mit eben so viel 
Muth und Tapferkeit, jedoch ohne Erfolg. 

Die Füsilier-Bataillone des Regimentes kamen hiebei nicht 
in das Gefecht, wohl aber hatten die Grenadiere, welche unter 
General Nordraann's Commando die halbe französische Division 
Verdier bis Sabionara zurückgeworfen hatten, einigen Verlust. 

Die einbrechende Nacht beendete erst den Kampf, der 
nächsten Tages neu entbrennen musste, da keiner der beiden 
Gegner das Schlachtfeld räumen wollte. 

Am 31. herrschte bis gegen 11 Uhr Früh fast ununter- 
brochene Stille, bis plötzlich die ganze französische Division 
Verdi er den österreichischen linken Flügel bei Casa Bova an- 
griff und sich mit grösstem Ungestüm dieses wichtigen Postens 
zu bemächtigen suchte; das Grenadier-Bataillon des Regimentes, 
im Vereine mit noch 4 anderen Grenadier-Bataillonen focht hier 
durch 5 Stunden mit äusserster Anstrengung, namentlich um 
den Besitz der Redoute bei Chiavicca del Christo, bis endlich 
Fürst Reu ss einen Theil seiuer Division (worunter auch das 
48. Infanterie-Regiment) zur Unterstütung des linken Flügels 
führte und durch einen energischen Stoss gegen die feindliche 
linke Flanke die hart bedrängten Grenadiere degagirte. 

3« 



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36 



Bei dieser Gelegenheit hat sich Oberst Brusch mit 
dem 3. und 4. Bataillon des Regimentes durch einen gut 
und kräftig geführten Angriff besonders ausgezeichnet und zu 
dem von der österreichischen Armee erfochtenen Siege dieses 
Tages entscheidend beigetragen*). 
Timm in Die Verluste des Regimentes, namentlich an Officiereu 

» o.'nToÜtotw waren sehr hart: Der Grenadier-Bataillous-Commandant Major 
Peter Wittib starb auf dem Sehlachtfelde den Tod der Ehre; 
Grenadier-Hauptmann St. Ivany, Wittmayer und Alle- 
mann (welch' letzterer seinen Wunden später in Venedig 
erlag), Füsilier-Hauptmann Tudorovich (welcher an seiner 
Verwundung im Spitale zu Fünfkirchen starb), Oberlieutenaut 
Baron Brentano, Süssmann, Unterlieuteuant Lebano- 
vich, Galvano, Graf Douglas, Scotti, dann Fähnrich 
Kermpotich wurden verwundet, somit zusammen 1 Stabs- 
Officier todt und 11 Officiere verwundet. Vom Feldwebel ab- 
wärts belief sich die Zahl der Todten auf 42. jene der Ver- 
wundeten aber auf 175 Mann. 

Leider bürdete das Schicksal dem Sieger mit der Not- 
wendigkeit des Rückzuges das herbe Los des Besiegten auf. 

*) Die Geschichte des Militär-Maria-Theresien-Ordens und seiner 
Mitglieder erzählt: 

Brusch tod Neuberg Franz, geboren 1767 zu Neuhaus in 
Böhmen begann im 20. Lebensjahre als Kanonier seine Laufbahn, 
machte als Lieutenant im Regiment« Alvintzy die FeldzOge gegen 
die Türken mit, und war bei der Belagerung von Belgrad. Auch den 
Revolutionskriegen hatte Brusch Anfangs in diesem Regiment«, später 
aber im Gencralstabe beigewohnt. 

Schon im Jahre 1800 zum Obcrstlieutenant bei Nädasdy- In- 
fanterie Nr. 39 befördert, erhielt Brusch für mehrere hervorragende 
Thaten im Feldzuge 1799 das Ritterkreuz des Thercsicn-Ordens, und 
ward im Jahre 1805 zum Obersten bei dem Infanterie • Regiments 
Baron Vukassovich ernannt, mit welchem er dem Feldzuge in Italien 
mit allen 4 Bataillonen beiwohnte und sich in der Schlacht bei Caldiero 
so sehr hervorthat, dass Erzherzog Carl in der Relation bemerkte, 
wie Oberst Brusch, der vom Feldmarschall-Lieutenant Fürsten Reuss 
mit 3 Bataillonen beordert wurde , auf die Conimunication deB Feindes 
nach Gambion vorzurücken, um die Gefahr von dem Posten Chiavicca 
del Cristo abzuwenden, diese Bewegung mit der grössten Entschlossen- 
heit ausführte, den Rückzug des Feindes beschleunigte und seinen 
Verlust beträchtlich vermehrte. Es wurde durch dieses tapfere Benehmen 
des Obersten Brusch, der letzte versuchte Angriff des Feindes vereitelt 
und der Sieg für die kaiserlichen Waffen 



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Erzherzog Carl inusste schon am 2. November seineu Ab- 
marsch an den Isonzo antreten, und durfte es nur seinem 
Siege bei Caldiero und der imponirenden Haltuug seiner 
Truppen danken, dass er denselben ohne grosse Verluste be- 
werkstelligte, denn Massena drängte hart nach und blieb 
den Oesterreichern knapp an den Fersen. 

Sowie das Regiment bei Caldiero seinen jung erworbenen 
kriegerischen Ruhm aufs Neue bethätigte und vermehrte, 
ebenso zeichnete es sich durch Ordnung und Mannszucht 
während des Rückzuges aus, worüber der Armeebefehl ddto. 
Adelsberg vom 17. November 1805 vollgültigen Beweis liefert. 

Das Regiment nahm mit der Armee durch Erain, Steier- 
mark bis nach Ungarn seinen Weg, ohne dass bedeutsame 
Ereignisse weiter bei demselben vorgefallen wären. 

Während dieser Vorgänge bei der italienischen Armee, 
zog sich die österreichisch-russische Haupt-Armee aus Baiern, 
vorerst nach Nieder-Oesterreich, dann, um den noch im An- 
märsche befindlichen russischen Corps sich zu nähern, nach 
Mähren in die Gegend von Olmütz zurück. Napoleon verfolgte 
die Verbündeten rastlos; vom Inn bis nach Wien bedurfte er 
nur 14 Märsche; die Hauptstadt, sowie die unzerstörteu 
Donau-Brücken fielen theils durch Ueberrumpelung, theils 
durch eine Kriegslist in seine Hände und er konnte nun un- 
gehindert den vereinigten Oesterreichern und Russen bis Brünn 
folgen, wo er alle seine Kräfte zur entscheidenden Schlacht 
concentrirte. Am 2. December 1805 wurde er von den Ver- 
bündeten in seiner Stellung bei Austerlitz angegriffen; er 
durchbrach jedoch ihr Centrum und schlug sie vollständig, 
indem er ihnen 80 Kanonen abnahm und 27.000 Mann ausser 
Gefecht setzte. 

Dieser enscheidende Sieg endigte den Feldzug, da sich 
sowol Oesterreich als Russland zur Fortsetzung des Krieges zu 
schwach fühlten. 



38 



» Beilage Nr. 3. 



Verluste des Regimentes im Feldzuge 1805. 

OfQcicr«. 

Sehlacht bei ( »Idlero 30. und 31. October 1806. 

Todt 3 42 

Verwundet 9 175 

Gefangen 



• ■ ■ • • 



Zusammen . . 12 217 



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1800. 



Als mit Ende December, in Folge der Schlacht bei A i. ( S «r»u..» 
Austerlitz der Friede zu Pressburg geschlossen wurde, erhielt, i«. Aa» r tu, 
das Regiment die Bestimmung zur Garnison der Residenz 
Wien. 

Am 19. Jänner Vormittags auf dem Glacis eingetroffen, 
wurde dasselbe durch So. Majestät den Kaiser Franz besich- 
tigt, hierauf aber von Sr. kaiserlichen Hoheit dem Erzherzog 
Carl in Person, einigen Unterofficieren und Soldaten des Re- 
giments, welche sich in der Schlacht von Caldiero besonders 
ausgezeichnet hatten, öffentlich die Tapferkeits-Medaille ange- 
heftet. *) 

Anfangs Februar übernahm der, als General-Adjutant bei 

der deutschen Armee gewesene, Oberst Bianchi wieder das B, » mU - r nM 

Rt'giments-Commando, indessen Oberst von Brusch bei Sr. 
kaiserlichen Hoheit dem Erzherzog Ferdinand zu Brünn 
als Geueral-Commaudo-Adjutant seine Anstellung erhielt. 

Der wegen Verletzung des Anspachischen, Preussen ge- 
hörigen Gebietes durch französische Truppen, zwischen Preussen 
und Frankreich im Herbste ausgebrochene Krieg, war die 
Veranlassung, dass das Regiment am 5. October ganz unvor- 
bereitet von Wien in Marsch gesetzt und zur Neutralitäts- V iSsSE* /" r 

O KrtitrmlHIU Armrr 

Armee nach Böhmen beordert wurde, wo es in den Jungbnnzv« *3»T8££», 
lauer Kreis an die sächsische Grenze zu stehen kam. 

Der Aufenthalt in dieser Cantonirung war nur von 
kurzer Dauer, denn als die Franzosen in Verfolgung der bei 
Jena und Auerstädt erfochtenen ausserordentlichen Erfolge mit 



*) Corporal Boros und Tambour K e s z 1 o r erhielten die goldene; 
Feldwebel Morien, Corporal Weix elberger, Mezaros, Tambour 
S t r o d e r und Grenadier V e g h die silberne Medaille, Corporal Köpösdy 
Grenadiere Michael und Johann Töth bekamen jeder 4 und 
Corporal Peter Fodor 6 Ducaten Douceur. 



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40 



Riesenschritten gegen die Weichsel vordrangen und statt der 
böhmischen Neutralitats-, nunmehr eine Observations-Armee 
in Ober-Ungarn zur Aufstellung gelangte, musste auch das 
Ä h r?oiur ße g iment am ly - November seinen Rückmarsch antreten, und 
n..,.n.b„ mm. s j c h über Wien nach Ungarn begeben, wo es am 29. December 
zu Altsohl im Sohler Comitate eintraf und in die Brigade 
d'Aspre der Division Feldmarschall-Lieutenant Baron Brady 
eingetheilt wurde. 



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1807. 



Am 1. Jänner 1807 erhielt Oberst ßianchi seine Er- 
nennung zum (ieneral-Feldwachtineister. Obwohl Oberst von 
Bianchi nun das Regiment verliess, blieb doch das Geschick 
des letzteren in auffallender und merkwürdiger Weise durch 
eine Reihe von Jahren mit dem ruhmreichen Namen Bianchi 
verknüpft, 1812 in Russland, 1813 in Deutschland, 1814 in 
Frankreich, 1815 in Italien, trat das Regiment Nr. 48 jedes- 
mal unter das unmittelbare Commando Bianchi 's in dessen 
Division, und hatte wohl auch einen Theil seiner Erfolge, seines 
Ruhmes, der erleuchteten Führung dieses Generals zu danken. 
Welch' hervorragende Rolle dieser seltene Mann spielte, wie 
er That an That reihte und zu hohen Ehren und Würden 
emporstieg, mag ein unten angefügter Auszug aus seiner 
Biographie ersehen lassen.*) 

•) Der „Geschichte des Maria-Theresien -Ordens und seiner Mit- 
glieder 4 ist zu entnehmen : 

Bianchi, Vincenz Ferrerius Friedrich Freiherr Ton. 
Duca di Casalanza. Feldmarschall-Lieutenant, Hofkriegs- und geheimer 
Rath, Inhaber des 55. Infanterie- Regiments. Bianchi zählte zu den 
genialsten und umsichtigsten Generalen seiner Zeit. Er wurde zu Wien 
am 1. Februar 17(58 geboren. 

Der Krieg gegen die Türken forderte eine Vermehrung an Ingenieur- 
Ofticieren, und im October 1787 wurden auch aus den jüngeren ( lassen 
der Ingenieur-Akademie die besten Zöglinee als Lieutenants ausgemustert. 
Dieses Los traf auch den jungen Bianchi, er ging sogleich zur 
Armee nach Syrraien und war bei dem am 21. September 1788 ange- 
ordneten ersten Sturme auf Novi einer von denen, welche sich ans 
freiem Antriebe dazu anboten, so wie er sich auch bei dem, am 3 
October erfolgtem Sturme auf die Bresche dergestalt durch Muth und 
Entschlossenheit bemerkbar machte, dass er in der Relation unter 
den besonders Ausgezeichneten genannt und in Folge dessen vom 
Kaiser zum Oberlientenant befördert wurde. In dem darauf folgenden 
Jahre war Bianchi bei dem Sturme auf Berbir und 179<» erscheint 
er unter denjenigen, welche sich nach dem Zeugnisse des Feldzeuß- 
meisters Baron de Vins bei den Unternehmungen auf Czettin vom 
11 bis -Ji Juli „durch nutzbare Verwendung, besonderen Eifer und 
ausgezeichnetes Wohlvcrhalten hervorgethan haben." In dem Feld/.uge 
1792 stand er bei dem Corps des Prinzen von Hohenlohe, und war 



42 



MoMitavi An Stelle des scheidenden Oberst v. Bianchi übernahm 

r»njl.. (Vmiirlt. 

•"»«"•«. Oberstlieutenant von Hegyi das Commando des Regiments. 

bei der Belagerung von Landau und bei jener von Thionville, welche 
jedoch am 15. October aufgehoben wurde; im darauffolgenden Jahre 
bei jener von Valencienues , welche dem Herzog von York in Ver- 
bindung mit dem Feldzeugmeister Ferraris Ubertragen war. Am 13. 
Juni wurden die I*aufgrabcn eröffnet und am 28. Juli waren die kaiser- 
lichen Truppen nach einer blutigen Erstürmung des Horuwerkes Meister 

des Platzes. 

Im October 1793 war Rianchi zum Capitän - Lieutenant im 
Corps tefördert, dann zeichnete er sich am 30. April 1794 bei dem 
Sturme auf Landrecy, sowie bei der Beschiessun» von Charleroy aus, 
bei welcher Gelegenheit er auch verwundet wurde; Im Jahre 1795 
nahm er thätigen Antheil an der Belagerung von Mannheim, ward 
hierauf zum General-Quartjermeisterstabc übersetzt, im Jahre 1796 im 
Hauptquartiere des Feldmarschall Wurmser verwendet, und zeichnete 
sich nicht nur bei Salö am Gardasee, wo er verwundet wurde und zwei 
Pferde unter dem Leibe verlor, sondern auch am 2. November bei der 
Einnahme von Cadine und Terlago aus, und machte mit dem Ober- 
lieutenaut Doli er von den Stabs-Dragonern bei Trient 2 Officiere und 
52 Mann gefangen. Im Jahre 1797 nahm er bei dem Corps des Feld- 
zengmeisters Baron Alvintzy an allen jenen Gefechten Theil, welche 
in den ersten Monaten dieses Jahres statt hatten ; namentlich aber am 
15. bei Rivoli, wo er an der Spitze der ersten Coloune in Gefangen- 
schaft gerieth. 

Inzwischen war der Ruf von Bianchi 's Fähigkeiten und Lei- 
stungen bis zum Kaiser gedrungen, welcher ihm, da er kurze Zeit bei 
dem Feldzeugmeister Prinzen von Uranien in Italien als Interims- 
Flügel- Adjutant angestellt war, die höchst ehrenvolle Bestimmung an- 
wies, den jungen Erzherzog Ferdinand d'Este während der Feld- 
züge zu begleiten, und es wurde derselbe im Februar 1799 zum Major 
im Corps des General-Quartiermeister-Stabcs ernannt. 

Bianchi, meistens bei den Vortruppen wirkend, erwarb sich 
1800 bei Ulm entschiedenes Verdienst, und wurde seiner erfolgreichen 
Thätigkeit wegen, im März zum Oberstlieutenant, im Juni zum zwei- 
ten Obersten, dann zum Regiments - Commandanten bei Baron Vu- 
kasso vich-Infanterie Nr. 48 ernannt. 

Im Jahre 1805 als General-Adjutant zu dem bei der Armee in 
Deutschland angestellten Erzherzog Ferdinand d'Este berufen, war 
die Rettung dieses Prinzen nebst einem Theil deB Corps in diesem 
unglücklichen Feldzuge nur der umsieht igen Entschlossenheit des Obersten 
Bianchi zu danken. 

Nach Beendigung des Feldzuges übernahm er wieder das Re- 
giments-Commando von Baron V uk assov ich- Infanterie, bis er, mit 
1. Jänner 1807 zum General- Major befördert, als Brigadier nach Bartfeld 
kam. Bei dem Ausbruche des Krieges von 1809 gegen Frankreich erhielt 
er eine Brigade bei dem 5. Armee-Corps unter dem Erzherzoge Ludwig 



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43 



Nach nur zehntägigem Aufenthalte im Sohler Comitate cuMjmcib 
nuurschirte das Regiment in die Liptau und Ärva an diepf,^.^" 0™.', 

12. Jiifin- r bU 

In dem Treffen von Neumarkt. bei der ersten Colonne unter ** 0rt " b ' r , * J ' 
Feldmarschall-Lieutenant Fürst Reuss eingeteilt, hatte sich General- 
Major Bianchi neue Lorbeern gesammelt und ward in der Relation 
unter den besonders Ausgezeichneten genannt. Am zweiten Tage der 
Schlacht von Aspern erhielt er die Weisung, das Commando über die 
in dem Dorfe Aspern nicht zweckmässig zur Verteidigung aufgestellten 
Truppen zu übernehmen. „Gehen Sie nach Aspern, übernehmen Sie das 
Commando allda, und stellen Sie die Truppen besser auf waren die 
Worte des kaiserlichen Prinzen und Feldherrn und Bianchi 's ganze 
Instruction. Kaum hatte er seine Vcrtheidigungsanstalten getroffen, als 
Napoleon den Tags vorher Iwgonneuen Riesenkampf wieder aufnahm 
und alles daran setzte, sich zum Meister von Aspern zu machen. 

Masscna's Tapferkeit entflammte sich rast zur Wuth und im 
Nu war Bianchi mit den Seinigen aus mehreren Punkten des Dorfes 
vertrieben; aber s» leichten Kaufes kamen die Franzosen uiebt weg 
Unausgesetzt erneuerte Bianchi von der Donau durch die Auen her 
seine Angriffe. Viermal im Laufe des Tages (22. Mai) kehrten die 
Franzosen zurück, eben so oft ging ihnen Aspern verloren. Die offi- 
ciellen Berichte sagen: General Bianchi riss seine Truppen durch 
sein Beispiel mit fort. Er umging den feindlichen linken Flügel durch 
die Gärten und Gebüsche. 

Hierauf zur Verteidigung des Brückenkopfes von Pressburg be- 
ordert, trat Bianchi hier zum ersten Male ganz selbststundig auf und 
gründete seinen Ruf als einer der geschicktesten Generale dauernd 
Er hatte' für die Verteidigung dieses wichtigen Ucbergangspunktes 
über 10 Bataillone, 7 Schwadronen. 5672 Mann Infanterie, 870 Reiter 
mit 22 Geschützen zu verfügen, schlug die Angriffe des Herzogs von 
Auerstädt (Davoust), der sich um jeden Preis des Brückenkopfes 
zu bemächtigen suchte, am 1. und 3. Juni kräftigst zurück und wurde 
mit Armeebefehl des Generalissimus vom 14. Juni für sein ausgezeich- 
netes Betragen mit dem Ritterkreuze des Maria-Theresien-Or- 
den8 belohnt. 

Im August 1809 zum Feldmarschall-Lieutenant befördert, ward 
Bianchi nach dem Frieden zum General-Inspector in Ungarn, 1811 
zum Inhaber des Infanterie-Regiments Nr. 63 (zur Zeit Nr. 55) ernannt 
und erhielt in dem 1812 ausgebrochenen Kriege zwischen Frankreich 
und Russland den Befehl über die erste Infanterie-Division bei dem 
Auxiliar-Corp8 unter dem General der Cavallerie Fürsten v. S c h w a r z e n- 
berg, dem er mit seinen gediegenen Kenntnissen würdig zur Seite und 
in allen Relationen als der Ausgezeichnetste obenan stand j die Schlacht 
bei Podduby, die Gefechte bei Divin, Starawüzwa, Liuboml. Triczin, 
Biala, Rudnia und Pinsk waren eben so viele Zeugen seiner vortrefflichen 
Feldherrngaben wie seiner Tapferkeit. 

In dem darauf folgenden Feldzuge befehligte Bianchi eine 
Division im Reserve-Corps und zeichnete sich in den Schlachten von 



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44 



Win, "tr u J£i'" '"polnische Grenze, wo es vom 12. Jänner bis 25. October in 
^X™«!' Cantonirung blieb, den 26. aber in die Zipser Gespannschaft 
abiuarschirtc, um durt bis nach Jahresschluß zu verbleiben. 

Dresden und Kulm auf das Vortheilhafteste aus. Letztere half er ent- 
scheiden. 

Feldmarschall Fürst Schwarzenberg sagt in seiner Relation: 
Der Feldmarschall-Lieutenant, ßianchi hat sich am 26. auf eine 
seines Ruhmes würdige Art benommen, und auch am 30. höchst wichtige 
Dienste geleistet." 

In der Schlacht bei Leipzig hatte Bianchi am 16. durch seinen 
meisterhaften Angriff bei Gröbern und Gossa nicht nur den bereits 
siegreichen Feind im weiteren Vordringen gegen den linken Flügel der 
Verbündeten bei Wachau aufgehalten, sondern auch zurückgeschlagen 
und das zweite preussische Corps unter Kleist aufgenommen. 

Seine Division allein hatte 12 Geschütze erobert und die 
Bestimmung einer Reserve-Truppe, nur im entscheidenden Momente 
aufzutreten, vollkommen erfüllt. Bianchi's Truppen wanden sich in 
dieser Völkerschlacht den immer grünen Lorbeer des Ruhmes, und Se. 
Majestät der Kaiser ernannte den F. M. L. Bianchi mit Allerhöchstem 
Handbillet aus Rötha vom 20. October zum Commandern* des Maria- 
Theres i e n - 0 r d e n 8. 

Noch am Abend des 16. October hatte Kaiser Alexander, der 
Zeuge des heroischen Kampfes der Division Bianchi gewesen, im Beisein 
des Fürsten Schwarzenberg vom Halse des Fürsten Wolkonsky 
das St. Georgskreuz genommen und an Bianchi durch seinen 
General-Adjutanten übersendet. 

Im Jahre 1814 zur Süd-Armee beordert, befehligte Bianchi 
den rechten Flügel derselben und erwarb sich neue Lorbeern in dem 
Treffen von Lyon. 

Nach dem Einzüge der Allirten in Paris ward Feldmarschall- 
Lieutenant Bianchi zum Hof-Kriegsrath ernannt 

Im Jahre 1815, Anfangs als Divisionär, dann als Armee-Com- 
mandant bei der Armee gegen Neapel, schlug Feldmarschall- Lieutenant 
ßianchi mit 16O0O Mann bei Tolentino König Murats Armee, — 
unterwarf ganz Neapel und erntete unsterblichen Ruhm. 

Er wurde zum Duca die Casalanza erhoben, — 1816 österreichi- 
scher Freiherr, erhielt das Grosskreuz des neu gestifteten Ordens der 
eisernen Krone, wurde geheimer Rath — war dann im Hof-Kriegsrathe 
thätig und trat 1824 in den Ruhestand, während dessen er auf einem 
selbst erworbenen Landsitze (Moglianoi bei Treviso lebte, — bis ihn 
im 88. Lebensjahre, am 21. August 1855 zu Sauerbrunn bei Rohitsch 
der Tod dahinraffte. 

Er war ein genialer Soldat und eine der mächtigsten Stützen 
Oesterreichs in den französischen Kriegen. 



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1808. 



Den 21. Februar brach das Regiment aus dem Zipser A,, £" ra ™£" iu 
Comitate auf, und rückte den 9. März die Grenadier-Division"*' u **£ mh " 
mit dem 1. und 2. Bataillon in Ofen, das 3. Bataillon in 
Gran und Comorn zur Garnison ein. Nach erfolgter Com- 
pletirung mit 1500 Rekruten wurde das Regiment zum Festungs- 
Baue nach Comorn commandirt, um dort vom 29. Mai bis 
1. November verwendet zu werden. 

Mit 1. November bezog das Regiment Cantoninmgen um 
Bätorkäzv als Winter-Quartiere, wo zum Eisteumale Zeit und no«™«,« im 

^ bl> End« Februar 

Gelegenheit gegeben war, die im Laufe des Jahres eingereihten '** 
zahlreichen Rekruten für ihre kriegerische Bestimmung aus- 
zubilden. 



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1809. 



Im Foldzuge in Russisch-Polen. 

Oesterreich, Preussen und Russland waren in den letzten 
Kriegsjahren in unerträglicher Weise gedemüthigt worden: 
obwohl sich Oesterreich bemühte eine Coalition gegen Napoleon 
zu Stande zu bringen, waren doch die beiden letztgenannten 
Staaten vorerst noch zu geschwächt, um sofortige Betheiligung 
zuzusagen, so dass Oesterreich durch die Erhebung Spaniens er- 
muthigt, und in der üeberzeugung , dass der dortige Kampf 
bedeutende französische Streitkräfte binden, endlich nach dem 
ersten glücklichen Ereignisse, der Eintritt Preussens und Russ- 
lands in den Kampf zu gewärtigen sein würde, sich entschloss, 
allein dem Schlachtenkaiser die Stirne zu bieten. 

Die Armee war seit 1805 auf 400.000 Mann gebracht, 
neu organisirt und nach französischem Muster in Corps ge- 
gliedert worden ; die taktischen Vorschriften hatten zeitgemässe 
Aenderungen erfahren; die Artillerie war verbessert und end- 
lich durch Organisirung der Landwehr eine bedeutende Reserve 
für die Armee gewonnen. 

So trat Oesterreich mit frischen Kräften und kühnen Mu- 
thes in den Kampf Schon im März sammelte sich die Haupt- 
Armee in Böhmen unter Erzherzog Carl 200.000 Mann stark; 
eine Armee unter Erzherzog Johann in Kärnthen und Krain, 
aus 70.000 Mann bestehend, und endlich ein 35.000 Mann 
starkes Armee-Corps unter Erzherzog Ferdinand, mit der 
Bestimmung gegen das Herzogthum Warschau. 

Dieses letztere, eine Schöpfung Napoleon's, hatte im 
abgelaufenen Kriege schon als Basis seiner Operationen gegeu 
Russlaud gedient, und schlössen sich sämmtliche Pulen-Frac- 



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47 



tionen gerne den französischen Unternehmungen an, in der >** 
Hoffnung, dass Napoleon als Lohn ihrer guten Dienste 
hilfreiche Hand zur Aufrichtung des alten Polen-Thrones und 
Reiches bieten würde. 

Der französische Kaiser verfehlte nicht solche Hoff- 
nungen in jeder Weise zu nähren ; er acceptirte sie willig als 
seine Bundesgenossen und verstärkte die Truppen des polnischen 
Heerführers Poniatovski noch aus den Truppen des Rhein- 
bundes mit der circa 1200 Mann und 16 Geschütze zählenden 
Brigade Dyherrn des sächsischen Contingentes. 

Unter solchen Umständen musste Oesterreich gegen 
Warschau feindlich auftreten, und wurde daher beschlossen, 
selbst angriffsweise vorzugehen, und sich wenn möglich War- 
schau^, das als politischer und militärischer Centraipunkt 
gleich wichtig war, zu bemächtigen. 

Das 48. Infanterie-Regiment wurde zum VII. Corps des 
Erzherzog Ferdinand, weiches in Polen eindringen sollte, 
bestimmt , und marschirte von Bätorkey-i schon am 2(J. Fe- 
bruar nach Krakau, indessen die Grenadier-Division sich vom »u»«!. ... m. 

polnische Urrnsc. 

Regimente trennte, um in das Grenadier-Bataillon des Majors F.bm.rM. m»» 
Kirchenbetter und mit diesem in das Grenadier-Corps 
Feldmarschall-Lieutenant d'Aspre der grossen Armee, unter 
den Oberbefehl Sr. kaiserlichen Hoheit des Erzherzog Carl 
zu treten. 

Oberstlieutenant Baron Gabeikoven hatte schon im UbvntUeutrnftllt 

Bur. G«brlkt>vrn 

rebruar an Stelle des schwererkrankten (im Monate März auch 

V UitM ImiV. 

gestorbenen) Obersten Heg vi das Regiments-Commando über- 
nommen. 

Wohlgeübt, wohlausgerüstet und kampfbegierig, mit einer 
unbeschreiblichen Begeisterung trat das Regiment den Marsch 
au, um an einem Feldzuge Theil zu nehmen, in welchem der 
nach Weltherrschaft strebende Kaiser der Franzosen in die 
Schranken der Mässigung gewiesen, und von Europa das un- 
absehbare Unheil allgemeiner Unterdrückung abgewendet wer- 
den sollte. 

Am 2. April erreichte den Erzherzog Ferdinand zu 
Krakau der Befehl des Generalissimus, am 10. April mit den 
Feindseligkeiten zu beginnen und zwar wurde dem VII. Corps 
der Puukt Novemiasto — 14 Meilen von Warschau — zum 
Einbrüche in das feindliche Gebiet bestimmt; demgemäss er- 



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48 

««•■ Hess der Erzherzog Ferdinand seine Befehle. Ende März 
inussten die Truppen zwischen Krakau und Radom sich con- 
centriren und hatten nebst einer Avantgarde-Brigade, zwei 
Divisionen unter den Feldniarschall-Lieutenants Mondet und 
Schauroth, sowie eine selbstständige Brigade zur Detachiruug 
gegen Czenstochau zu forraireu. 

Die Stärke dos VII. Armee-Corps betrug circa 30.000 
Mann, 5000 Pferde, in 25 Bataillonen und 44 Escadronen. 

Dagegen hatte der polnische Ober-General Fürst Josef 
Poniatovski circa 14.000 Manu — die Garnisonen abge- 
rechnet — bei Warschau versammelt, und in 3 Legionen ge- 
gliedert. Später verstärkt»« sich die polnische Armee noch 
durch eine 4. neu formirte Legion, indessen das VII. Corps 
von der schlesischen und galizischen Landwehr, dann durch 
ein zu formirendes Kosaken-Corps einigen Zuzug erhielt. 

In West-Galizien augelaugt, erhielt das Regiment Vu- 
kassovieh bei Krakau einige Ruhetage, worauf es den 
Marsch weiter gegen die Pilica fortsetzte. 

In Radom eingetroffen, wurde dasselbe mit einem Bataillon 
des Siebeubürger 1. Wallachen-, einem Bataillon des Sie- 
benbürger 2. Wa 1 1 ache n - Grenz -Infanterie- und G Esca- 
dronen des Kaiser-Huszaren-Regiments, daun einer 
Cavallerie- und einer leichten Batterie in die Brigade des 
Generalmajors Baron Mohr eingetheilt, welchem die Führung 
der Avantgarde des 7. Armee-Corps übertragen wurde. 

Am 13. April bezog die Brigade das erste Feldlager am 
rechten Ufer der Pilica bei Odrziwol , wo sich nebst der Bri- 
gade Mohr, auch die Divisionen Schau roth und Moudet 
vereinigten. 

Am 14. passirte das Armee-Corps vor Sr. k. Hoheit dem 
Corps-Commandanten die Revue; die Vorhut-Brigade ging am 
15. über die Pilica, um 2 Stunden nordwärts Novemiasto das 
erste Lager auf feindlichem Boden zu beziehen. 

Das Gros des Armee-Corps folgte erst nächsten Tages 
über diesen Fluss. 

Am 17. April stiess die Avantgarde bei Pietrikozi und 
Konie auf die ersten Abtheilungen der feindlichen Armee, 
welche unter den Befehlen des Divisions - Generals Fürsten 
Poniatovsky circa 2 Meilen südwestlich vou Warschau, bei 



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49 



den Ortschaften Falenty und Raszyn*) eine feste und °«£* n b « J 
sehr vortheilhafte Stellung bezogen hatte. Der rechte Flügel »»• aphi m» 
derselben occupirte am 19. das westlich von Falenty gelegene 
Gehölz, die Mitte hatte den Ort selbst, das daselbst befind- 
liche herrschaftliche Schloss und den Schlossgartcn besetzt; 
der linke Flügel lehnte sich au den östlich Falenty befind- 
lichen Teich. Der Zugang zu dem Orte war durch Artillerie 
vertheidigt, und ungefähr 2000 Schritte von Falenty bei Raszyn, 
hinter einer mit Wassergräben durchschnittenen Ebene, durch 
welche eine gute Chaussee als Verbindung führt, stand die 
Reserve des Feindes, indessen seine Reiterei südwärts Falenty 
in der Ebene entwickelt, seine Front decken sollte. 

Als die Avantgarde aus dem ungefähr 6000 Schritte 
südlich Falenty liegenden Walde heraustrat und des Gegners 
ansichtig wurde, marschirte die Infanterie (5 Bataillone) mit 
der Brigade-Batterie auf deu nördlich des Waldsaumes liegen- 
den Sandhügeln auf, während die Cavallerie vorging, um die 
vorwärts Falenty liegende Ebene von der feindlichen Reiterei 
zu säubern. 

Vier Compagnien des 3. Bataillons, commandirt vom 
Hauptmann Brebillovich, waren mit 2 Divisionen Pala- 
tinal-Huszaren und einer Batterie schon trüher unter die Be- 
fehle des F.M.L. Baron Schauroth gestellt und gegen 
den rechten Flügel des Feindes als Ümgehungs-Colonne ent- 
sendet worden. 

Gegen Mittag, bis zu welcher Zeit noch keine Infanterie 
in das Gefecht getreten war, erhielt das Regiment Nr. 48 Befehl, 
den Ort Falenty zu nehmen. Mit klingendem Spiele rückte 
das Regimeut in der schönsten Ordnung vor, defilirte hiebei 
vor dem Corps - Commandanten , welcher bei dem an der 
Strasse liegenden Wirthshause Czervena Kercsma hielt, und 
avaucirte unter begeistertem „ Vi vat" -Rufen, ungeachtet der 
häufig einschlagenden feindlichen Kanonenkugeln in uuer- 
schütterter Ordnung gegen den Feind. 

Die 9. Division löste sich alsbald in Plänkler auf uud 
in kurzer Zeit war das ganze Regiment in ein heftiges Ge- 
fecht verwickelt. 



*) Die Schreibweise der Ortsnamen folgt der Scheda 'sehen 
Karte von Mittel-Europa. 

G««chlrht« «I«. «*. Linien Inf. Oej. 4 



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50 



w» Der Ort Falenty wurde mit grosser Kühnheit gestürmt, 

der Feind, welcher sich besonders in dem Schlosse und dessen 
Graben hartnäckig vertheidigte, mit dem Bajonnete daraus 
verdrängt und bis vor Raszyn verfolgt. Hier gelang es, dem 
Gegner durch Herbeiziehung seiner Reserve, besonders eines 
sächsischen Grenadier-Bataillons das ungestüm verfolgende 
Regiment wieder in den Ort Falenty zurückzuwerfen und so- 
gar einen Theil des letzteren wieder zu besetzen. 

Nach kurier Ruhe und Sammlung wurde der Angriff 
vom 48. Infanterie-Regiment, unterstützt durch 1 Bataillon 
Weidenfeld (Nr. 37) Infanterie, erneuert, und da der Feind 
die in der Mitte des Dorfes befindliche Brücke mit wohlge- 
nährtem Infanterie- und Artilleriefeuer hartnäckig verthei- 
digte, so übersetzte das Regiment Vukassovich, bis an 
den Gürtel im Wasser und Schlamme watend, die tiefen Grä- 
ben ausserhalb des Ortes. Hiedurch in Front und Flanke an- 
gegriffen, wurde der Feind, seines hartnäckigen Widerstandes 
ungeachtet, noch einmal zum Weichen gebracht und bis 
Raszyn zurückgeworfen. Erst ein wiederholter Sturm auf diesen 
Ort von Seite der dem Feinde directe folgenden Abtheilungen, 
in Verbindung mit einem von der 8. Division des Regimentes 
gegen die rechte Flanke desselben gerichteten Bajonnetangriffe. 
vertrieben den Gegner auch aus Raszyn, wodurch das Gefecht 
im Centrum, welches bis spät Abends gewährt hatte, zum 
Vortheile der kaiserlichen Waffen entschieden war. 

Die rechte und Hauptaugriffs - Colonne uuter General 
Civallart konnte des sumpfigen Bodens halber ihr Ziel 
Jaworow nicht erreichen, ebensowenig gelang es der Umge- 
hungs- Colonne Schauroth 's zur Wirksamkeit zu gelangen, 
sonst würde der feindliche Verlust, der 2300 Manu betrug, 
um eiu Erhebliches gesteigert worden »ein. 
verlor« d« Das Regiment hat sich in dieser siegreichen Affaiiv neuen 

»Summ Ruhm erworben, aber denselben auch mit bedeutenden Opfern 
erkauft : *) 



*) Feldzeagmeiater Baron Weiden erzählt über das Gefecht 
bei Raszyn, Seite 318 und 319: 

„Während des Vorrückens der Huszaren griff das Regiment 
Vukassovich die Posten Falentie und Raszyn, welche durch die 
osterr. Artillerie in Brand gesteckt waren, an, und dieser mit Muth nnd 
Nachdruck unternommene Augriff gelang vollkommen. Die beiden Posten 



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Todt blieben 2 Officiere, 22 Mann, 

Verwundet 4 M 197 „ 
Gefangfin — „ 7 „ 

Verinisst — „ 28 „ 

Gesammtverlust 6 Officiere, 254 Mann. 

Todt: Hauptmann Bulat und Albrecht; verwundet: Ober- 
lieutenant Baron Brentano, Lieutenant Bartha, Reis- 
ner und Fähnrich Baron Hall egg. 

Ausser dem, dem Feinde beigebrachten bedeutenden 
Verluste an Todten und Verwundeten, hat das Regiment dem- 
selben vor und bei Falenty 4 Kanonen und über 100 Mann 
an Gefangenen abgenommen. Die Verluste des Regimentes 
betrugen aber auch a / ß des Österreichischen Gesammtverlustes 
an diesem Tage. 

In Anerkennung des besonders rühmlichen Verhaltens 
in diesem Gefechte, wurde der Regiments-Commandant Oberst- 
lieutenant Baron Gabeikoven zum Obersten und der beim 



wurden schnell in Besitz genommen und das Regiment Vukassovich 
erbeutete bei dieser Gelegenheit 2 Kanonen. 

Fürst Poniatovsky Hess einen Theil seiner Reserve vorrücken, 
wahrend zwei Bataillone Sachsen durch das kleine Gehölz bei Michalowice 
in die linke Flanke des Regiments VukaBsovich marechirten. Das 
Gefecht wurde immer lebhafter: dieses brave Regiment vertheidigte 
Bich mit Muth, wurde aber durch die Ueberzahl doch gezwungen, sich 
etwas zurückzuziehen. 

Nun rückte Erzherzog Ferdinand mit 1 Bataillon Weiden- 
feld zur Unterstützung des Regiments Vukassovich vor, der Feind 
wurde neuerdings angegriffen, zurückgeworfen und verlor noch drei 
Kanonen. 

so waren nur die wenigen Truppen im Feuer, deren wir 

erwähnten, die sich bei dieser Gelegenheit sehr ausgezeichnet hatten. 

Das Gefecht bei Raszyn dauerte bis 11 Uhr Nachts. Der Feind 
hörte nicht auf, seine Versuche zu wiederholen, um diesen Posten zurück- 
zubekommen. Die sächsischen Bataillone gaben die grössten Beweise 
von Muth, allein alle diese Angriffe wurden von den Bataillonen von 
Vukassovich und Weidenfeld abgeschlagen. 

General Poniatovski zog sich in der Nacht nach Warschau 
zurück, sein Verlust betrug an Todten und Verwundeten 2000, an Ge- 
fangenen 300 Manu; das 8. Regiment beinahe gänzlich aufgerieben. 

Die Oesterreicher verloren an Todten und Verwundeten 600 
Mann; vom Regimente Vukassovich waren 8 Officiere verwundet" 

4* 



52 



(Irfrrht bei 

Orvchow. 

lt. April 



Regimente anwesende älteste Hauptmann von Papp zum 
Major befördert.*) 

Das siegreiche Gefecht von Raszyn hatte für das k. k. 
Armee-Corps die bedeutsame Folge, dass Fürst Poniatovski, 
die Unmöglichkeit ferneren Widerstandes am linken Weichsel- 
ufer mit seineu unzulänglichen Kräften einsehend, beschloss, 
das unbefestigte Warschau, in welches Erzherzog Ferdi- 
nand am 22. April nach Abschluss einer Capitulation ein- 
zog, den Oesterreichern zu Überlassen und sich hinter den 
Bug bei Sierock und Modlin zurückzuziehen. 

Demgemäss konnten die Oesterreicher schon am 22. April 
Warschau am linken Ufer besetzen; die am rechten Ufer 
liegende befestigte Vorstadt Praga blieb jedoch noch im Be- 
sitze der Polen. 

Um sich die Sympathie der Einwohner Warschau's zu 
versichern, hatte das VII. Armee-Corps- im Einverständnisse mit 
dem polnischen Armee-Commando in die Uebergabs-Capi- 
tulation die merkwürdige Bestimmung aufgenommen, dass 
vom befestigten Brückenkopfe der Vorstadt Praga weder nach 
Warschau herüber, noch von Warschau nach den Befestigungen 
hinüber geschossen werden solle. 

Am 21. April marschirte das 48. Infanterie-Regiment, 
nachdem es die vorhergehende Nacht auf dem erkämpften 
Schlachtfelde gelagert hatte, nach Rakar, circa 2 Stunden von 
Warschau, wurde jedoch nächsten Tages mit der Brigade 
Mohr nach Gora am linken Weichselufer, südwärts War- 
schau entsendet. 

Indessen das Gros des Armee-Corps Warschau occupirte, 
übersetzte am 23. und 24. April die gauze Vorhut-Brigade bei 
Gora mit Kähnen den Fluss und rückte am rechten Ufer 
desselben zur Cernirung Praga's vor. 

Den 25. bezog das Regiment ungefähr V/ n Stunden 
östlich Praga in einem Walde bei Wihodna-Kercsma ein Lager, 
während die beiden Grenz-Bataillone und eiue Cavallerie- 
Division mit */i Cavallerie-Batterie die Vorposten der Brigade 



*) Goldene Tapferkcits-Medaillen erhielten die Feldwebel K ollo- 
virb, Stankovich und Udvardy; Silberne: Feldwebel Sonn- 
leitner, Corporal Almassy, Hrabotzky. die Gemeinen Fekete, 
Orosi undMnlner; mehrere Soldaten erhielten Douceurs von einigen 
Gold-Pucaten. 



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bildeten. Noch am selben Tage gelang es dem Feinde, diese 
Vorposten zu überfallen, bei welcher Gelegenheit die Grenz- 
Bataillone vom Gros der Brigade abgeschnitten und 2 Kanonen 
verloren wurden. Die Cavallerie konnte sich kaum durch die 
Schnelligkeit ihrer Pferde vor dem gänzlichen Verderben 
retten. 

Dieser Angriff wurde durch die aus Modlin hervorge- 
brochene feindliche Brigade S o k o 1 n i 1 2 k i , welche mit einigen 
Cavallerie-Regimentern 6 —8000 Mann zählte, unternommen, 
und nöthigte die viel schwächere Brigade Mohr zwischen 
Grochow und Guslaw in der Eile eine Defensivstellung zu 
nehmen. *) 

In dieser Bedrängniss war es dem 3. Bataillon des Regi- 
mentes, commandirt vom Hauptmann Brebillovich, vor- 
behalten, durch schnelles Railliren und zweckmässige Auf- 
stellung am Waldsaume östlich des Dorfes Grochow den un- 
vorsichtig vordringenden Feind aufzuhalten, durch einige gut 
angebrachte Dechargen dessen Cavallerie zurückzudrängen, die 
bereits verlorenen Kanonen demselben abzunehmen und den 
abgeschnittenen Grenz-Bataillonen den Weg zur Brigade 
wieder zu öffnen. 

Während dieses Kampfes des 3. Bataillons wurden Ab- 
teilungen des 1. in des Feindes linke Flanke und Kücken 
detachirt, welche das Dorf Grochow hinter dem Gegner be- 
setzten. 

Vom Kegimente Vukassovich und einem Bataillone 
Siebenbürger Wallachen heftig in der Front bedrängt, musste 
der meist aus Reiterei bestehende Gegner den besetzten Ort 
passireu, wo er grosse Verluste an Todten, Verwundeten und 
Gefangenen erlitt. Bei der fortgesetzten Verfolgung ereignete 
es sich, dass Fähnrich Mikosch mit einiger Mannschaft sich 

*) Feldzeugmeister Baron Weiden erzählt Seite 322: 
„Der Feind an Zahl weit überlegen, war schon nahe daran, 
letzteres Dorf zu nehmen, als 5 Compagnien von Vukassovich vor- 
brachen, mit kaltem Blute bis auf 50 Schritte auf den Feind losgingen, 
durch eine wob langebrachte Decharge selben zur Flucht nöthigten, und 
trotz seiner Uebermacht bis über Grochow hinaus verfolgten; .... 

.... nachdem man sich von 5 bis 10 Uhr geschlagen, beendigte 
erst die Nacht diese kleine Affaire, bei der die Oesterreicher 195 Mann 
an Todten und Verwundeten verloren, während der Feind 200 Todte 
allein auf dem Platze zurückliess " 



54 



zu weit vorwagte und abgeschnitten wurde ; nicht Willens, sich 
zu ergeben, besetzte derselbe mit einigen 30 Mann eine höl- 
zerne Scheuer, von der aus er durch seine tapfere Vertheidi- 
gung dem Gegner grosse Verluste zufügte, bis endlich die 
Scheuer durch den Feind angezündet, in hellen Flammen auf- 
ging und dieser Officier mit den Seinigen nunmehr in feind- 
liche Gefangenschaft gerieth. Die Nacht erst machte dem Ge- 
fechte ein Ende. 

Der Verlust des Regimentes betrug an Todten 2, an 
7m. Verwundeten 4 Mann; gefangen wurde Fähnrich Mi kose h 
mit 31 Mann. 

Wegen der Nähe des Feindes blieb das Regiment die 
Nacht hindurch unter Gewehr, und trat die ganze Brigade 
des andern Morgens im Angesichte des Feindes, ohne von 
demselben beunruhiget zu werden, den Rückzug nach Gora 
an, wo dieselbe durch 5 Tage im Lager verweilte. 

Bei Gora hatte Erzherzog Ferdinand indessen einen 
grossen Theil seines Corps coucentrirt; dort wurde die Her- 
stellung einer Schiffbrücke und eines Brückenkopfes trotz 
aller Schwierigkeiten emsig betrieben. — Noch war die Brücke 
nicht vollendet, die warschauische Armee verhielt sich schein- 
bar in voller Unthätigkeit, als plötzlich am 2. Mai Abends 
bedeutende Kräfte vor dem unvollendeten Brückenkopfe er- 
schienen, und die Brigade Sokolnitzki der 2. Legion am 
3. Mai, Morgens um 2 Uhr, den Sturm auf den nur von 
2 Bataillonen, Baillet Nr. 55, besetzten Brückenkopf unter- 
nahm. Drei Angriffe wurden abgeschlagen, beim vierten unter- 
lagen die beiden Bataillone, die nicht unterstützt werden 
konnten, und wurden, nachdem sie 500 Todte und Verwundete 
zählten, summt und sonders gefangen. 

Nach Verlust des Brückenkopfes musste Erzherzog Fer- 
dinand auf die Beherrschung des rechten W eichselufers ver- 
zichten. Während nun Fürst Poniatovski gegen Lublin, 
Zamosc und Sandomif marschirte, um im Rücken des VII. 
Corps in Galizien einzufallen, sammelte Erzherzog Ferdi- 
nand sein Corps am 4. Mai im Lager bei Piascezno und 
marschirte von dort nach Gombin, in der Hoffnung, durch 
diese Bewegung Poniatovski nach sich zu ziehen. 

In dieser Absicht wurde auch die Brigade Mohr gegen 
Thorn — den Hauptverbindungspunkt Warschaus mit Posen, 



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55 



überdies dem provisorischen Sitze der Regierung — voraus- 
gesendet, um durch Wegnahme dos Brückenkopfes, die Ver- 
bindung mit der im Aufstande begriffenen Provinz Posen zu 
unterbinden. 

Den 5. Mai war das Regiment Vukassovich Mit 4flm._ « ' «' ■ ■■« > 
grössten Thoile der Brigade Generalmajor Baron M o h r bei Mozna ™ 
versammelt und begannen die Operationen am linken Weichsel- 
ufer; die Brigade formirte wieder die Avantgarde und mar- 
schirte in starken Märschen, ohne irgendwo auf einen Feind 
zu stossen, vom 5. bis 14. des genannten Monats gegen Tborn, 
vor welcher Festung es den 14. Abends eintraf und IV, Stun- 
den südlich derselben, in einem Walde ein Lager bezog. 

Vom Generalmajor Baron Mohr und Oberst Brusch, 
dem Generalstabs-Chef des Vll. Corps, der die Expedition nach 
Thorn freiwillig begleitete, wurde der frühe Morgen des 15. 
zur Erstürmung des, südlich von Thorn auf dem linken Weich- 
selufer liegenden, stark verschanzten Brückenkopfes bestimmt. 

Der Brückenkopf bestand aus 5 durch Verbindungslinien 
zusammenhängenden Redouten und einem Pallisaden-Reduit 
unmittelbar am südlichen Brückenende, war mit 1500 Mann, 
2 Kanonen und 1 Haubitze besetzt und sollte vom Regiraente, 
Vukassovich angegriffen werden.*) 

Das 2. Bataillon des Regimentes, unter Führung des 
Hauptmanns Rogäts, erhielt den ehrenvollen Auftrag, den 
eigentlichen Sturm zu unternehmen, welchen es auch um 
6 Uhr Früh unter dem heftigsten feindlichen Feuer ausführte. 

*) Feldzeugmeister Baron Weiden erzählt Seite 328 und 329: 
Am 16 begann der Augriff auf den Brückenkopf mit 2 Batail- 
lonen Vukassovich, geführt durch den Obersten BruBch. 

Mit Tagesanbruch stürmten diese — ohne einen Schuss zu thun — 
die Vorschanzungen , erstiegen selbe und warfen den Feind auf dir 
Brücke zurück. Jetzt flog aber jener Theil derselben, der die Verbin- 
dung mit dem linken Ufer uud der zwischen diesem und der Stadt 
liegenden verschanzten Insel Maidau bildete, vorher schon zum Sprengen 
gerichtet, in die Luft und hielt so das brave Regiment V ukassov ich 
im weiteren Vorrücken auf. Im Brückenkopfe selbst ward die darin 
befindliche Artillerie erobert, einige hundert Gefangene gemacht, eine 
noch weit grössere Anzahl aber ward in die Weichsel gesprengt und 
ertrank in den Fluthen. — Der Verlust der Oesterreicher bestand in 
8 Todtcu, 2 Officieren und 58 Gemeinen an Verwundeten. Der brave 
Oberst Brusch fiel auf dem Wahlplatze an der Spitze des Regimentes, 
das er früher commandirte, und das ihn immer hoch verehrte. 



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56 



w» Geschlossen, ohne zu feuern, drang dasselbe mit gofäll- 

tem Bajouete in die Verschanzuug ein, und war nicht alloin 
so glücklich, dieselbe in kurzer Zeit vollständig zu erobern, 
sondern sich auch gegen die Angriffe der feindlichen Reserve 
darin zu behaupten. i 

In unordentlichem Gedränge, mit beträchtlichem Verluste 
an Todten und Verwundeten, mit Hinterlassung von 2 Kanonen, 
1 Haubitze und 400 Gefangenen, warfen sich die Feinde gegen 
ihre noch stehende Brücke, wo zahlreiche feindliche Mann- 
schaft durch die rasche Verfolgung des Regiments den Tod 
in der Weichsel fand; nur die vor der Stadt liegende vor- 
schanzte und stark besetzte Insel hielt das Bataillon von der 
weiteren Verfolgung zurück. 
v«ri».t* Das Regiment verlor hierbei an Todten 8 Mann. Blessirt 

*1 u.T'iU' wurden : Hauptmann U d v a r n o k y , Oberlieutenant S z ö r c s e y 
und 58 Mann, zusammen 2 Offieiere und G6 Mann. 

Der schwerste Verlust dieses Tages war jedoch der Tod 
des Obersten Brusch v. Neuberg, Chef des Generalstabes, 
welcher die stürmende Colonne persönlich geleitet hatte. Als 
Commandant des Regiments führte er dasselbe schon am 
31. October 1805 in der Schlacht bei Caldiero zu Sieg und 
Ruhm, und einer der ausgezeichnetsten Ofticiere an Kennt- 
nissen und Muth, wurde er hier bei Thorn au der Spitze des 
stürmenden 2. Bataillons von 2 feindlichen Kugeln in die Brust 
getroffen und starb den Tod dos Holden. 

Auf dem Platze, wo derselbe fiel, beerdigte das Regi- 
ment seinen hochgeehrten, unvergesslichen Obersten und er- 
baute über seinem Grabe eine Pyramide aus Rasenziegeln. Sr. 
königliche Hoheit der Erzherzog Ferdinand, das Andenken 
dieses ausgezeichneten Kriegers ehrend, liess auf der näm- 
lichen Stelle, demselben in späterer Zeit, ein Denkmal aus 
Gusseisen errichten, ein ragendes Zeichen, das im fremden 
Lande dauerndes Zcugniss geben soll, von österreichischer 
Kriegertreue und österreichischem Hcldenmuth. 

Der tapfere Anführer des 2. Bataillons Hauptmann 
Rogats wurde für die schöne Waffenthat seiner Truppe mit 
dem Militär - Maria-Theresien-Orden geziert,*) 

*) Die Geschichte des Militär-Maria-Theresien-Ordens 
erzählt: 

„Rogdts Johann, zu Wien geboren, diente vorerst als Cadet 



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57 



Nach der Besetzung von Warschau und der Einnahme 

beim Wurms er Frei-Corps, dann als üfficier im Dcutsch-Banater 
Gre«z - Regimente und avancirtc nach dem Frieden von Luneville 
zum Oberlieuteuant bei V u k a s s o v i c h-Infanterie. Nachdem dieser 
brave Ofticier schon in Italien 1799 und 1Ö05 Proben seiner ent- 
schlossenen Tapferkeit an den Tag gelegt hatte, gab ihm der Feldzug 
in Polen 1809 Veranlassuug, sich das „Ritterkreuz" des Maria -The- 
resia- Ordens durch folgende That zu verdienen: 

Am 14. Mai wurde ein Bataillon durch den Chef des General- 
Quartiermeisterstabes beordert, die Verschanzungen vor der Brücke von 
Thoru und deu daselbst errichteten Brückenkopf zu stürmen. Haupt- 
mann Rogäts bot sich zu dieser Unternehmung mit dem (H20 Mann 
starken) 2. Bataillon, dass er während der ganzen Campagne befeh- 
ligte, freiwillig an, und brach am 15. Mai, um halb i Uhr dahin auf; 
nach einer Stunde laugte er vor den VerschAnzungen an, welche aus 
5 Redouten bestanden, die mühsam im fusstiefen Sande in der Höhe 
von 4 Klaftern und in der Lange von einer Viertelstunde ausgeführt, 
zum Theile auch mit Pallisadcn befestigt und mit 2 Achtpfünderu, 
1 Haubitze und ungefähr 2000 Maun Infanterie besetzt waren. Der 
General-Quartiermeister Oberst von Brusch, mit Rogäts an der 
Spitze des Bataillons reitend, wurde während des Vorrückens zum An- 
griffe durch eine feindliche Kugel getödtet; Hauptmann Rogäts war 
zwar der AngriiTsplan des auf dem Felde der Ehre Gefallenen unbe- 
kannt, er gewahrte überdiess den ungünstigen Eindruck, deu dieser 
Todesfall auf die Mannschaft gemacht hatte, und dass sie bereits zu 
wanken beginne; aber der wackere Hauptmann erkannte auch, dass 
ein Zaudern oder gar ein Rückzug nur die nachtheiligsten Folgen nach 
sich ziehen müsse, ermunterte seine Krieger und bemeisterte sich auch 
in einer Viertelstunde der durch Natur und Kunst gauz ausserordent- 
lich festen Vorschauzungen, so wie der an der Weichsel hart unter 
dem feindlichen Kanonenfeuer liegenden Fleche. 

Die beiden Kanonen und die Haubitze wurden erobert und gegen 
350 Polen gelängen. Ohne sich aufzuhalten, drang Rogäts mit dem 
Bataillon weiter über die Weichsel-Brücke gegen die stark verschanzt« 
Insel, gelangte bis unter die Kanonen derselben, und würde seine er- 
rungenen Vortheile selbst noch weiter verfolgt haben, wenn er sich 
nicht gezwungen gesehen hätte, sowohl aus Maugel an Unterstützung, 
welche erst nach Verlauf von einer Stunde nachrückte, als auch um 
sein Bataillon dem feindlichen, mörderischen Kanonenfeuer zu entziehen, 
mit der Behauptung des erstürmten Brückenkopfes sich zu begnügen. 

Dem tapferen Rogäts wurde im Nachtrags-Capitel vom Jahre 
1811 das wohlverdiente „Ritterkreuz" zuerkannt, und ihm am Schlüsse 
dieses Jahres die angesuchte Pcnsionirung nach 18 Dienstjahren bewilligt. 

Indessen Hess er sich beim Ausbruche der Befreiungskriege 
wieder cintheilcn, wohnte diesen als Rittmeister bei und trat im Dccember 
1817, als Major erneuert in den Ruhestand. 

RogätB starb zu Mosciska in Galizien am 22. November 1831. 



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58 



des Brückenkopfe« von Thorn, konnte sich Erzherzog Ferdi- 
nand füglich als Herr des ganzen linken Weichsel -Ufers be- 
trachten; leider Hessen die schlimmen Nachrichten von der 
Hauptarmee und vom rechten Weichsel-Ufer ihn seine Er- 
folge nicht ausnützen, ja, nöthigten ihn sogar seine Truppen 
aus dem Warschau'schen zurückzuziehen, um dem Schauplatze 
der wichtigsten Ereignisse näher zu sein, umsomehr, als Erz- 
herzog Carl in Eilmärschen gegen Wien zurückging. 

Mittlerweile war Fürst Poniatovski mit der War- 
schau'schen Armee thatsächlich in Galizien eingebrochen, in- 
dem er die Weichsel bei Pulawy überschritt, Sandomir (be- 
festigter Brückenkopf am rechten Weichsel -Ufer) und das 
schlecht befestigte Zamosc, dann Lemberg bedrohte. Gleich- 
zeitig rückten nissische Truppen in Ostgalizien ein und drohte 
die von General Dombrowski im Posen'schen organisirte 
Insurrection über die Wartha hervorzubrechen, und das ohue- 
diess durch viele Detachirungen geschwächte VII. Corps ganz 
von Krakau abzuschneiden. 

Erzherzog Ferdinand beschloss somit die Rückkehr 
an die obere Weichsel, an welchen Fluss ein Theil der Divi- 
sion Schauroth zur Bettung Sandomifs und Deckung von 
Krakau am 17. Mai vorausgesendet wurde. Feldmarschall- 
Lieutenant Mond et sollte mit den Brigaden Mohr und 
Civallart bei Warschau bleiben, indessen Erzherzog Fer- 
dinand mit dem Beste seines Corps: 8 Bataillons, U 
Escadronen, am 22. Mai gleichfalls nach Süden abinarschirte, 
und am 28. Mai die Pilica erreichte. 

Die Brigade Mohr mit dem Regimente Vukassovich 
stand bis 17. Mai bei Thorn, marschirte am 18. nach Be- 
setzung des Brückenkopfes mit dem 1. Siebenbürger-Wallachen- 
Bataillon, gegen die Wartha nach Inovraclav, erhielt jedoch 
dort am 22. den Befehl umzukehren und trat am 23. Mai 
den Marsch in der Richtung nach Warschau an. 

In der ersten Marschstation rückte der vom Infanterie- 
Regiment Splöny i Nr. 51 transferirte Oberst Baron Rechen- 
i Mai im*, berg als Regiraents-Commandant, nebst mehreren Officieren 
und 1000 Mann, zur Ergänzung des, vor dem Feinde und 
durch die angestrengten Märsche, bereits sehr geschwächten 
Regimentes ein. 



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59 



Am 2S. Mai mnsste General Mohr Rawa, Sochaczew 
und Lowicz besetzen, indessen dio Brigade Civallart noch 
in Warschau stand. Der polnische General Dombrowski 
war thatwsachlich zur Offensive aus dem Posen'schen vorge- 
brochen, folgte der Brigade Mohr und drang in der Richtung 
gegen die Pilica und Warschau vor. 

Unter solchen Umständen konnte Warschau nicht mehr 
behauptet werden; das 48. Infanterie-Regiment, das am 28. 
in Lowicz an der Bzura stand, musste zur Verstärkung der 
Garnison und eventuellen Deckung des Abzuges das 1. Ba- 
taillon auf Wagen nach Warschau senden, selbst aber im 
Verbände der Brigade Mohr eine Stellung bei Blonie am 29. 
Mai beziehen. 

In der Nacht vom 1. auf den 2. Juni, als die Räumung 
Warschau^ erfolgte, hatte das 1. Bataillon Vukassovich 
die Arrieregarde der abziehenden Garnison zu bilden. 

Obwohl der Feind am 1. bei Wiljanow, aufwärt« an der t 
Weichsel, einen Uebergang über diesen Fluss versuchte. rj-oi^T 
welchen Hauptmann Bourchgrave mit der 2. Division des 
Regiments durch zweckmässige Aufstellung auf dem linken 
Ufer und geschickte Besetzung der bei diesem Orte gelegenen 
Insel, mit geringem Verluste (einige Soldaten wurden ver- 
wundet) abweisen konnte, erfolgte der weitere Rückzug ohne 
Behelligung. 

Am 2. Juni vereinigte sich das Regiment bei Mogielnice, 
wo das 1. Bataillon wieder zur Brigade Generalmajor Mohr 
einrückte; diese setzte nun als Nachhut des Corps den Marsch 
gegen Süden fort, passirte am 8. bei Warka den Grenzfluss 
des Herzogthums Warschau, die Pilica, und langte mittelst 
eines Gewalt-Marsches bei Jedlinsko an der Radomka an, wo 
sie am 9. Juni eine feste Aufstellung nahm, um die von dort 
nach Radom führende Strasse, so lange zu decken, bis das 
Gros und der Train Radom passirt haben würden. 

Am 9. Juni Mittags marschirte das Regiment mit der 
Brigade nach Radom und Hess zur Deckung der zwischen den 
Sümpfen, von Jedlinsko nach Radom führenden Strasse, das 
3. Bataillon Vukassovich unter Commando des Majors Papp 
mit einer Escadron Palatinal - Huszaren als Nachhut zurück. 

Hier wurde das Bataillon durch die feindliche Vorhut „, thbut , r{ „y, t 
unter General Zajonczek, der bei Pulawy die Weichsel 



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u*. überschritten hatte, von Koscienice her angegriffen, und anfangs 
zurückgedrängt, später jedoch gelang es der Tapferkeit und 
Sündhaftigkeit des Bataillons, nicht nur den Feind vom wei- 
teren Vorrücken abzuhalten, sondern auch die ursprünglich 
innegehabte Stellung wieder zu nehmen, und zu behaupten. 
vr,io... Der Verlust des Bataillons in diesem Gefechte war nicht 

An a. Raultlon.. 

• j..ni im«, unbedeutend und betrug an Todteu 18 Mann; verwundet wur- 
den Lieutenant Haen und 22 Mann. Gefangen II, vermisst 
15 Manu; zusammen 1 Oberofficier und 66 Mann. 

Der Feind wollte seine Absichten auf Kadom, wo in 
Nachschubs-Magazinen eine sehr bedeutende Menge an Kriegs- 
vorräthen aufgehäuft war . nicht aufgeben , und da sich auf 
dem kürzesten Wege der vorgesetzte Zweck voraussichtlich nur 
schwer erreichen Hess, nahm er vorläufig am linken Ufer der 
Radomka eine Stellung ein, richtete das Dorf Wsola brückenkopf- 
artig her, um von dort aus eine günstige Gelegenheit zur Aus- 
führung seines Vorhabens zu erspähen. 

Feldmarschall-Lieutenant Monde t, welcher über die bei 
Kadom versammelten Truppen (Brigaden Mohr und Cival- 
lart) den Befehl führte, beschloss durch einen Offensivschlag 
die Hoffnung des Feindes zu vereiteln. 

Feldinarschall-Lieutenant M o u d e t dirigirte die Brigade 
ii. j.,ni ■*■». Civallart mit den Regimentern de Ligne Nr. 30 und 
Kottulinsky Nr. 41, nebst 2 Divisionen Cavallerie, von 
Przytik am linken Radomka-Ufcr nach Jedlinsko. indessen 
General Mohr mit seiner Brigade am rechten Ufer, von Ka- 
dom directe dahin vorrückte. Beide Colonnen trafen gleich- 
zeitig auf deu Feind; General Mohr bei Wsola, welchen Ort 
er durch das Regiment Vukassovich erstürmen Hess; die 
Brücken, welche nach Jedlinsko führen, wurden hergestellt und 
in letzterem Orte während des Kampfes die Vereinigung, mit 
Feldmarschall -Lieutenant Mondet's linker Flügel- Colonne, 
durch gleichzeitiges siegreiches Vordringen bowirkt. 

Dem General Zajonczok, der sich nach diesem Gefechte 
gegen Koscienice zurückzog, kostete dieser Tag mehr als 500 
Todte uud Verwundete, 600 Gefangene und 1 Kanone. Feld- 
marschall-Lieutenant Mondet erlitt einen Verlust von 200 
Todten und Verwundeten. 

Die Verluste des Regiments Vukassovich beliefen 
sich nur auf 4 Todte und 3 Verwundete. 



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Cl 



Indessen hatte sich die Lage des VIL Armee-Corps sehr 
verschlimmert ; zwar hatte Erzherzog Ferdinand Sandomif , das 
vor seinem Eintreffen schon in Feindeshand gefallen war, am 
18. Jnni erstürmen lassen und gelang es ihm. während Feld- 
marschall-Lieutenant M o n d e t bei Radotn sich behauptete, 
durch eine vorteilhafte Aufstellung zwischen Kielce und San- 
domif, bei Opatow, die polnische Armee am Ueberschreiten der 
Weichsel vorläufig zu hindern. Dagegen hatte aber Russland 
auf Napoleon's Andrängen Oesterreich den Krieg erklärt, 
und rückte eine rasch formirte Armee von 30.000 Mann, unter 
dem Fürsten Galizin, von Brescz - Litewski an den San; 
die russische Armee hatte Anfangs Juli diesen Fluss und die 
Wisloka schon überschritten und näherte sich dem Dunajec, 
indessen Erzherzog Ferdinand dieser Armee ausser 7 — 8 
Landwehr-Bataillons bei Krakau, keine Truppen entgegenzu- 
stellen hatte. 

Gleichzeitig bedrohte General Dombrowski des Erz- 
herzogs linke Flanke an der oberen Pilica, so dass Feldmar- 
schall-Lieutenant M o n d e t Radom aufgeben und sich mit dem 
Gros in Miechow, — mit seiner Nachhut — dem 1. und 2. 
Bataillon Vukassovich nördlich davon in Zarnowiec aufstellen 
musste. Erzherzog Ferdinand zog sich von Opatow, ange- 
sichts des concentrischen Vorrückens seiner Gegner gegen 
Krakau, mit dem Gros hinter dieNida; Oberst Gabeikoven 
mit dem 3. Bataillon Vukassovich und 2 Escadroneu 
Palatinal-Huszaren, marschirte von Radom nach Pincow, um 
die Verbindung der Divisionen Schauroth und Mond et in 
dieser Weise zu erhalten. 

Als nun auch der Fürst Poniatovsky bei Pulawy 
über die Weichsel ging und gegen die Stellung des Erzherzog 
Ferdinand an der Nida vordrang, beschloss dieser den 
weiteren Rückzug, um sein Armee-Corps nördlich Krakau im 
Halbkreise aufzustellen und so diesen Punkt so lange als 
thunlich zu behaupten. 

Bei Fortsetzung des Rückzuges gegen Krakau, erreichte 
das 48. Regiment am 9. Juli mit dem 1. und 2. Bataillon 
Zarnowiec, besetzte, da General Dombrowski dieser Bewe- 
gung folgte, sogleich die am rechten Ufer der Pilica in der 
Eile aufgeworfenen Verschanzungen vorwärts dieses Städtchens 
und kämpfte den ganzen 10. als Nachhut der Brigade Mohr 



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62 

**■ mit ausharrender Tapferkeit, nm den heftig nachdrängenden 
Feind an der üeberschreitung dieses Flusses zu hindern, was 
auch tagsüber, allerdings nur durch grosse Thätigkeit, gelang. 

Während der Nacht bewirkte der Gegner, weiter fluss- 
aufwärts, an einer nicht bewachten Stelle dennoch den Ueber- 
gang, und drang nicht nur mit Infanterie-Colonnen gegen die 
rechte Flanke der Position von Zarnowiec vor, sondern drohte 
auch mit Cavallerie-Abtheiluugen die RQckzugslinie des Regi- 
ments zu gewinnen. 

Längeres Verweilen in der innegehabten Stellung wäre 
fruchtlos gewesen; fechtend und jeden Schritt Terrain theuer 
verkaufend, zog sich das Regiment auf die Anhöhen südwest- 
wärts Zarnowiec, wo es von der Brigade Mohr aufgenommen, 
abermals festen Fuss fasste. 

Durch den in grösster Ordnung bewerkstelligten Rückzug 
der österreichischen Arrieregarde, die anwesenden Verstärkungen 
und deren gut gewählte Stellung in Schranken gehalten, wagte 
der Feind an diesem Tage keine weitere Verfolgung und be- 
gnügte sich mit dem Besitze des Städtchens Zarnowiec. 
d.. J&im£i*.. ^ er Verlust des Regiments an diesem Tage betrug : 
,« a.«...< mw An Todten 26, an Verwundeten 68 Mann ; gefangen wur- 
den 2 Officiere, 26 Mann, vermisst 58 Mann ; in Summa 
2 Officiere, 178 Mann. 

Der fernere Rückzug erfolgte über Miechow in bester 
Ordnung. Unter den Mauern vou Krakau vereinigte sich das 
Regiment mit dem, von Radom hier einrückenden 3. Bataillone, 
welches unter Befehl des Obersten Gabeikoven, von 4 Esca- 
dronen Huszaren unterstützt, ohne bedeutenden Verlust erlitten 
zu haben, von Pincow her seinen Rückzug bewerkstelligt hatte. 

Den 14. Juli erfolgte die Räumung von Krakau, zu der 
sich Erzherzog Ferdinand angesichts der in seiner rechten 
Flanke vorrückenden russischen Armee doch entschliessen 
musste ; dieser wichtige Punkt wurde von russischen und war- 
schauischen Truppen gemeinschaftlich besetzt 

Nach dem Uebergange der letzten Abtheilungen des 
VII. Armee-Corps auf das rechte Weichsel-Ufer, trat auch hier 
der von Erzherzog Carl am 12. Juli bei Znaim abgeschlos- 
sene Waffenstillstand in Wirksamkeit; diesem folgte alsbald 
der Friede zu Schönbrunn am 14. October, durch welchen 
Oesterreich den grössten Theil von Galizien verlor. 



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63 

Während des Waffenstillstandes cantonirte das Regi- ^jffSSSL 
ment in und bei Myslenice, dann bei Wadowice ; bald jedoch * •«* 
marschirte der grösste Theil des VII. Armee-Corps nach Ungarn, 
um zur grossen Armee zu stossen. Das Regiment trat in die 
Brigade des General-Major Grafen Civallart und bezog An- nVJC. 
fangs September ein Lager ausserhalb der Vorstädte Comorns. A "' k "« l 2j p,,M ' wr 

TJeber die Thätigkeit der Grenadier-Division ist anzu- m -'r^~ [ 
fuhren, dass dieselbe im Bataillon K irchen better bei der diyi.7".' 



U.frclit 



Brigade d'Aspre und im II. Reserve-Corps Kienmayer 
den Inn mit der grossen Armee überschritt, ohne ein ernstes 
Gefecht in Bayern mitzumachen; erst beim Rückzüge nach 
Oesterreich, als General Hill er die Traun-Linie am 3. Mai 
vertheidigte, wurde das II. Reserve-Corps in der Höhe von 
St. Florian aufgestellt, um den Rückzug des Generals Hill er "twm 
und des VI. Armee-Corps zu docken. 

Der Feind erschien gegen Abend in mehreren Colonnen, 
deren eine sich auf das Grenadier-Bataillon Kirchenbetter 
warf. Dieses hatte die Division von Vukassovich- Infan- 
terie schon früher in eine vor der Front gelegene Maierei 
detachirt, und die beiden anderen Divisionen rückwärts hinter 
einem Strassen - DeMle* aufgestellt. Der Feind wollte jene 
Maierei nehmen, und hatte sieh schon am Eingange derselben 
einiger Häuser bemächtigt, als beide Compagnien dieser Divi- 
sion links und rechts hervorbrachen, und sich mit solchem 
Ungestüm auf die Franzosen stürzten, dass diese in Unordnung 
flohen, und ausser mehreren Todteu, 1 Officier und 14 Mann 
an Gefangenen, den Grenadieren überliessen. 

Erst bei Anbruch der Nacht zog sich die Division von 
Vukassovich - Infanterie über die Ennsbrücke zurück, welche 
Oberstlieutenant Klopstein mit einem Bataillon von Deutsch- 
meister-Infanterie besetzt hielt, und nach bewirktem Ueber- 
gang der Grenadiere anzünden Hess. 

Die Grenadier- Division verlor in diesem Gefechte 2 
Todte, 4 Verwundete und Abends noch 11 Grenadiere, 
welche vom Patroullendienste zurückkehrend die brennende 
Ennsbrücke nicht mehr passiren konnten und gefangen 
wurden. 

Im Verfolge des fortgesetzten Rückzuges ging das II. 
Reserve-Corps bei Krems auf das Unke Donau-Ufer über, um 



Wrln.le 
«Ur (in n« Ii- ■ 



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04 



sich dort mit der von Regensburg nach Wien eilenden Armee 
des Erzherzog Carl zu vereinigen. 

Bevor aber diese Vereinigung stattfand , hatte der 
Feind am rechten Ufer sich der Residenz genähert. Das II. 
Reserve-Corps, als das nächste, wurde demnach zu deren Ver- 
teidigung beordert und rechtfertigte das in dasselbe gesetzte 
Vertrauen dadurch, dass es am 9. und 10. Mai den Weg von 
Krems nach Wien in einem Zuge zurücklegte, ohne von 5 Ba- 
taillons, während dem ungeheuren Marsche (9V 2 Meilen in 
einigen 30 Stunden) nur einen einzigen Mann zurückzulassen. 
Erst dann, als Humanitäts-Rücksichten geboten, die noch nicht 

vuti Wim. 

iü. ... it. mm "«».befestigte, somit doch nicht haltbare Hauptstadt von den wei- 
teren Folgen eines, bereits 5 Stunden anhaltenden Bombar- 
dements zu bewahren, wurde die Verteidigung derselben durch 
eine Capitulation eingestellt, und setzte das II. Reserve-Corps 
den 11. Mai mit Tagesanbruch abermals auf das linke Donau- 
Ufer über, um das Lager bei Sairing im Marchfelde zu be- 
ziehen, wo bald die ganze Armee eintreffen sollte. Sämmtliche 
17 Grenadier-Bataillone wurden nun vereinigt und aus beiden 
Reserve-Corps unter Feldmarschall-Lieutenant Baron d'Aspre 
ein einziges formirt. 

Neun Tage verflossen nun in scheinbarer Ruhe, während 
welcher jedoch bedeutende Massregeln, und das Eintreffen der 
Armee unter Erzherzog Carl, ein ernsthaftes Unternehmen 
ahnen liessen. Am 20. machte der Generalissimus der Armee 
bekannt, dass der Feind Versuche zu einem Uebergange über 
die Donau mache, mithin die Gelegenheit nicht mehr ferne 
sei, um sich für die Tage bei Regensburg zu rächen. 
mimm Am 21. Mai ging der Feind auf das linke Donau-Ufer 

»i.^'m^i»«»."^ wurde hier von der österreichischen Armee um 12 Uhr 
Mittags in 7 Colonnen angegriffen. Der blutige Tag verging, 
ohne dass das Reserve-Corps einen Antheil daran nahm. Erst 
während der Nacht wurde dasselbe aus seiner Aufstellung bei 
Sairing herangezogen und im Centrum zwischen Aspern und 
Esslingen, in 2 Treffen aufgestellt; das Bataillon Kirchen- 
bett er kam im ersten Treffen auf den äusserten linken Flügel 
zu stehen. 

Am 22. Morgens erhielt die Grenadier- Reserve den Auf- 
trag das feindliche Centrum anzugreifen: sie warf sich mit 
Ungestüm auf die feindlichen Batterieu zwischen Esslingen 



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65 



und Aspern, welche auf dem ebenen Boden des Marchfeldes '•«• 
verderbenbringend unter den Vorrückenden wirkten. 

Ungeachtet des verheerendsten Kartätschen-Feuers, drang 
das Bataillon Kirchenbett er bis zu einer aus 22 Ge- 
schützen bestehenden feindlichen Batterie vor und eroberte 3 
Stück derselben. Den übrigen Geschützen gelang es aufzuprotzen 
und sich zu retten. 

Einzelne Grenadiere sprangen aus der Front, stürzten 
sich zwischen die Geschütze und durchbohrten deren Bedienung 
mit dem Bajonet oder schlugen sie mit dem Kolben nieder. 
Grenadier Sarich des Regiments stach den feindlichen Artil- 
lerie-Commandanten vom Pferde und nur aus Mangel an Be- 
spannung konnten die eroberten 3 Kanoneu nicht weggeschafft 
werden. 

In diesem Augenblicke brach eine feindliche Infanterie- 
Coloune vor, um das verlorene Geschütz wieder zu erobern. 
Die 3 Kanonen mussten nach kurzem Besitze dem Feinde 
wieder überlassen werden, da der ausserordentlich grosse Ver- 
lust des Bataillons, das bis zu diesem Augenblicke fast um 
zwei Drittel seines Standes geschwächt war, ihre fernere Be- 
hauptung unmöglich machte; das Bataillon zog sich in seine 
frühere Aufstellung zurück, und wurde nach kurzer Rast zum 
Sturme des Schüttkastens von Esslingen, der gleichsam die 
Citadelle des Ortes bildete, beordert. Der Feind hatte zu 
dessen Behauptung alle ihm zu Gebote stehenden Mittel ver- 
wendet, um dadurch seinen Rückzug, wenn nicht zu sichern, 
so doch zu erleichtern. 

Dieses Unternehmen, bei welchem sich Angreifer und 

° Vi'rluM» .Irr 

Vertheidiger in glänzendster Tapferkeit überboten und die"^^^^ 
österreichischen Grenadiere ihre Gewehre in die SchiessscharU'n 
der, vom Feinde besetzteu Umfassungs-Mauern stiessen, miss- 
lang, und wurde um weitere kolossale Verluste zu ersparen, der 
Befehl zur Einstellung der Angrifft auf Esslingen gegeben. 

Der Verlust der Grenadier- Division des 48. Infanterie- 
Regiments betrug an: 

Todten: Unterlieutenaut Kaiman und 33 Mauu. 
An Verwundeten: Uuterlieuteuaut Üreskovich und 
i)l Manu. 

Q »lfc U h H im «. Linien Inf. Heg 5 



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CO 

'**• In Summa 2 Officiere und 100 Mann von 2 schwachen 

Compagnien.*) 

Tod u» «f«j»«- In der folgenden Schlacht bei Wagram verlor das Regi- 



* ^ aSuSTwi ment seinen tapferen Oberst-Inhaber Feldmarschall-Litnitenant 
».VutuI«. Baron Vukassovich**), welcher durch eine Kanonenkugel 



*) Als Belohnung für ihre Auszeichnung in dieser Schlacht er- 
hielten der Feldwebel Szabö die goldene, und der Corporal Molnär, 
die Grenadiere Rezzi, Csismadia und Moise die silberne Tapferkeits- 
Medaille; Grenadiere Meregan und Mayer jeder 6 Stück Ducaten. 

•*) Die „Geschichte des Theresien-Ordens und seiner Mit- 
glieder" erzählt: 

„Vukassovich, Josef F i 1 i p p Freiherr, Feldmarschall -Lieut- 
nant, Inhaber des 48. Infanterie-Regiments , stammte aus der Licca, 
wo sein Vater als Grenzofficier diente und war zu St. Peter im Jahre 
1756 geboren. Vukassovich, ein Zögling der Neustädter-Akademie, 
trat 1781 als Fähnrich in das Liccancr Grenz-Regiment und bereiste 
als Lieutenant im Jahre 1780 Montenegro, bei welcher Gelegenheit er 
sich die genaueste Kenntniss des Landes erwarb. Diese sollte ihm bei 
Beginn des Tarkenkrieges 1788 sehr zu Statten kommen. Es galt, mit 
dem Pascha von Scutari , mit den Bewohnern von Montenegro, Albanien 
und Herzegowina Verträge und Bündnisse gegen die Türkei zu schliessen 
Im März erreichte er Montenegro, im September verliess er das Land. 
Er hatte dem Feinde tust ohne Truppen und unter tausend Gefahren 
viel Schaden zugefügt, und auf dem Rückzüge durch kluge Anstalten, 
dem Allerhöchsten Dienste bedeutende Gelder und Vorräthe zu erhalten 
gewusst Diese ruhmvolle Tbat ward mit dem Ritterkreuz des Maria- 
Theresien- Ordens und der Ernennung zum Major belohut 

Unmittelbar darnach errichtete er theils aus den Montenegrinern, 
theils aus den in der Licca und in dem österreichischen Litorale An- 
geworbenen das sogenannte Gy ulay- Freicorps zu 12 Compagnien In- 
fanterie und 4 Schwadronen Huszarcn, in der Stärke von 300" Mann, 
wurde Oberstlieutenant und Commandant desselben, kam jedoch im 
Jahre 1790 wieder zu dem Liccancr Rcgimcntc zurück, wo er 1794 
zum Obersten vorrückte. 

Im Jahre 1796 zeichnete er sich bei Voltri und Massona aus, 
wurde dann am 12. April auf den Monte Fajale entsendet, und erhielt 
Befehl schleunigst nach Dego aufzubrechen, um an dem Gefechte da- 
selbst Theil zu nehmen. 

Ein Irrthum im Datum des Befehls veranlasste, dass Vukasso- 
vich erst am 15. am Kampfplätze erschien, indes» das unglückliche 
Gefecht bei Dego schon Tags vorher statt hatte. 

Vukassovich brachte aber mit seinen 5 Bataillonen, die nicht 
einmal Geschütze hatten, eine solche Verwirrung in die französische 
Armee, dass diese das panze Corps Beaulicu's wie durch einen 
Zaubcrschlag vor sich wähnte. In der ersten Verwirrung nahm er 19 
Kanonen, 28 Munitiouswägen, machte 500 Gefangene und vertheidigte 



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67 



tödtlich getroffen, ein frühes Ende seiner Heldenlaufbahn fand ; ««>»• 
sonst nur einen Grenadier, nachdem das Bataillon Kirchen- 
bett e r nur wenig in Action gekommen war. Auch sonst fand 
dasselbe keine Gelegenheit mehr, an den Kämpfen dieses 
Feldzuges Antheil zu nehmen, und rückte die Grenadier-Division 
nach geschlossenem Frieden nach Ungarn, in das Neutraer Co- 
mitat in Cantonirung ein. 

Auch die Reserve-Division des Regiments fand in diesem ^;:% e 
Feldzuge kriegerische Verwendung. mt ' 4 mF* m *' 

Vicekönig Eugen, im Venezianischen bei Sacile vom 
Erzherzog Johann geschlagen, folgte demselben — als er sich 
nach der von Erzherzog Carl verlorenen Schlacht von Eck- 
mühl an die Donau zurückzog — nach Ungarn. Erzherzog 
Johann setzte sich bei Raab fest, und nahm die Schlacht, 
welche ihm Eugen anbot an, verlor sie aber und musste 
sich über Comorn auf das linke Donau-Ufer zurückziehen, 
Raab aber seinem Schicksale überlassen. 



sich mit dem eroberten Geschütze volle zwei Stunden, gegen das mittler- 
weile zusammengezogene, von Masse na selbst in drei Colon neu an- 
geführte französische Corps, bis er, der üebermacht weichend, über 
Spigno nach Acqui den Rückzug antreten musste. 

Im September 1800 commandirte er, zum General-Major vor- 
gerückt, in Tirol eine Brigade und wurde am 3. bei St. Marco durch 
einen Sturz vom Pferde verwundet. Das Jahr 1799, in welchem er In- 
haber des neu errichteten Infanterie-Regiments wurde, war nicht weniger 
ruhmvoll für Vukassovich. 

Er nahm bei Verderio den französischen General Serrurier 
gefangen, eroberte als Commandant der Avantgarde Novara, Vercelli, 
Arona, Jvrea, die Castelle Bard, Verna, die Cidatelle von Casalo; be- 
setzte Turin, nahm Cherasco , entsetzte das belagerte Ceva und be- 
mächtigte sich Mondovi'8. 

Als Feldmarschall-Lieutenant stand Vukassovich im Jahre 
1800 bei Bellinzona, um Bon aparte den Uebergang über den Gott- 
hard zu wehren, wurde aber zum Rückzüge nach Mailand gezwungen. 
Nach dem Rückzüge Uber den Mincio übernahm er ein Corps in Tirol. 

Im Jahre 1809 zeichnete er sich bei Aspern und Wagram aus, 
wurde in letzterer Schlacht am 6. Juli tödtlich verwundet und hauchte 
am' 9. August zu Wien seino Heldenseele ans. 

Wie im Kriege, so war auch im Frieden seine Thätigkeit dem 
Wohle des Vaterlandes gewidmet. 

Die schönen Strassen über den Vratnik nach Zengg und von 
Karlstadt nach Fiume wurden nach seinen Plänen und zum Theile 
unter seiner Leitung angelegt. 

5* 



68 



»? Juni 



Bei Anuäheruug der Franzosen war die Reserve-Division 
vou Vukasso v ich - Infanterie in die Stadt Raab gezogen 
worden, um bei der Vertheidignngs- Instandsetzung und der 
Verteidigung mitzuwirken. 

Unter Commando des Hauptmanns .lacope traf dieselbe 
«74 Mann stark, den 21. Mai in Raab ein; am 14. Juui nach 
der 2tOgigen unglücklichen Schlacht bei Raab begann die 
Belagerang der Stadt durch die Franzosen. 

Nachdem durch das feindliche Feuer die Stadt und Be- 
satzung sehr gelitten hatten, Munition und Lebensmittel fehlten, 
so musste nach einer 9tägigen Belagerung der Festungs- 
Commandaut Oberst Pechi die Stadt mittelst Capitulation 
an den Feind übergeben, wobei die ganze Garnison in Gefangen- 
schaft gerieth. 

Von der Reserve-Division des Regiments befauden sich 
unter diesen Gefangenen 5 Officiere und 702 Manu. — von 
welchen jedoch ein grosser Theil den Franzosen entkam, — 
um sich spater wieder freiwillig bei den Fahnen einzufinden. 
m jb£u». Nach abgeschlossenem Frieden wurde das Regiment, zu 
m. : welchem auch die Grenadier-Divisiou wieder einrückte, in den 
ersten Tagen des November aus dem Lager bei Comoru in die 
Cantonirang in und bei Jänoshäza verlegt. 

An Stelle des bei Wagram gefallenen Feldmarschall- 
Lieutenants Baron Vukasso vidi wurde im Monate No- 
vember 1809 zum Oberst-Inhaber des Regiments, der Feld- 
zeugineister Josef Barou Simbschen ernannt. 



ii. M b— t mo. 



Keltlo'tiirmeiüter 
Jo.ef Kann 
Öitnb.rlit-u 

KffniU. Inhaber. 



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69 

Beilage Nr. 4. b.iu,* Nr. 4. 



Verluste des Regimentes im Feldzuge 1809 in Russisch- 
Polen, Deutschland und Ungarn. 

Offlcicr«. MannKb.ft. 



Treffen bei Raszyn. 19. April 1809 

Todt 2 22 

Verwundet 4 197 

Gefangen und vermisst — 35 

Zusammen . «! 254 

Gefecht bei Grochow. 26. April 1809. 

Todt — 2 

Verwundet — 4 

Gefangen 1 31 

Zusammen . T~ 37 

ErstUrmung des Brückenkopfes von Thorn. 
15. Mal 1809 

Todt _ 8 

Verwundet 2 58 

Zusammen . 2~ ~W 

Gefecht bei Jedlinsko. 9 Juli 1809. 

Todt _ ig 

Verwundet 1 22 

Gefangen und vermisst — 26 

Zusammen 1 66 

2. Gerecht bei Jedlinsko. 11. Juli 1809. 

Todt _ i 

Verwundet — 3 

Zusammen . — ~~T 

Gefeeht bei Zarnovlee 10. und 11. August. 

Todt — 26 

Verwundet — «8 

Gefangen 2 126 

Vermisst 58 

Zusammen . 2 178 

Gefecht bei St. Florian. 8. Mai 1809 

Todt _ 2 

Verwundet — 4 

Gefangen — 11 

Zusammen — 17 



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70 

n.iL*»xr. *. Sv hineilt bei Aspern. St. und 22. Mal 1H0». offlcier«. Kuawsksfl. 

Todt 1 33 

Verwundet 1 67 

Zusammen 2 100 

Behlaebt bei Wagram 5 and «. Jall 1809 

Todt - 1 

fapltalatlon von Raab. 14 Juni 1809. 

Gefangen 5 762 

GesammtTerlust im Feldzage 180» . 19 1488 



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1810-1811. 



Am 11. Jänner wurde von Jänoshaza in die neuen° I « r ' ,>,n """ hu j;« 

Jtnnrr bl» April 

Friedeusstationen, Marburg und Cilli, aufgebrochen und laugte >■»•• 
das Regiment am 20. dort an. 

Im April schon erhielt dasselbe Leoben uud einige Orte 0 i£r™w£™«v 
in Ober-Steiermark zur Garuisonirung zugewiesen, wurde aberAv&aSuSto. 
im September nach Wien und Wr.-Neustadt verlegt uud hier aJütLn 
erst auf den Friedeusfuss gesetzt. "Z^Z"™ 



bU Jlnncr ISIS 



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1812. 

Im Feldzuge in Russland. 



Das Jahr 1811 war unter eifriger Friedeusarbeit ohne 
bemerkenswerte Ereignisse vorübergezogen. 

Schon gegen Ende desselben bereitete sich jedoch ein 
Unternehmen vor, dessen Grösse und Wagniss, dessen anfäng- 
lich kolossalen Erfolge, die Welt mit eben solchem mass- 
losen Erstaunen erfüllen sollten, als die beispiellose Nieder- 
lage, mit welcher dasselbe endete. 

Napoleon, dessen unersättliche Herrschsucht und Ehr- 
begierde nach der Demüthigung Russland's, des nach Frank- 
reich mächtigsten Kivalen auf dem Continente, lechzte, bereitete 
eine Invasion des russischen Gebietes vor. Zur Bewältigung 
jener ungeheuren Räume, mussten selbst seine eigenen, be- 
deutenden Kräfte unzureichend erscheinen, wesshalb er sich 
bemühte, alle Staaten, welche in Europa seinem Einflüsse 
unterlagen, zu mehr oder weniger freiwilliger Theilnahme an 
diesem Kriege herbeizuziehen. 

Auch Oesterreich musste sich zur Stellung eines Hilfs- 
Corps entschliessen ; die von Kaiser Franz gewünschte Neu- 
tralität wollte sein Schwiegersohn durchaus nicht zugestehen, 
und bestand kategorisch auf Erklärung für oder gegen Frank- 
reich; die Entscheidung konnte sonach nicht mehr zweifel- 
haft sein, nachdem Napoleon in seiner Rücksichtslosigkeit 
gewiss alle seine schon vorbereiteten, kolossalen Kräfte in 
Bewegung gesetzt hätte, um das sich weigernde Oesterreich 
vorerst niederzuwerfen, dann aber zu Gunsten seiner Unter- 
nehmung gegen den nordischen Riesen, um so bequemer aus- 
zubeuten. 



73 



Das österreichische Hilfs-Corps sollte vertragsmäßig vom mi - 
Februar 1812 ab zusammentreten, aus 24.000 Mann Infan- 
terie und 6000 Mann Cavallerie mit 60 Geschützen bestehen, 
seine Concentrirung in Galizien, zwischen Lemberg und Prze- 
mysl bewerkstelligen, einen 20tägigen Vorrath au Lebens- 
mitteln und doppelte Munitions-Ausrüstung erhalten und vom 
Tage des Beginnes der Operationen durch die französische 
Kriegs- Verwaltung bezahlt und verpflegt werden \ dagegen sollte 
dasselbe untheilbar sein und nur unter österreichischen Gene- 
ralen und Napoleons directum Oberbefehle seine Verwen- 
dung finden. 

Das Commando über dieses Corps, das den Namen 
Auxiliar-Corps anzunehmen hatte, erhielt der General der Ca- 
vallerie Fürst Carl Schwarzenberg; es wurde in 5 Divi- 
sionen gegliedert, deren Eine als Centrum-Division unter 
Befehl des Feldmarschall-Lieutenant Baron Bianchi, in der 
Brigade Generalmajor Lindenberg auch das 48. Infanterie- 
Kegiment Simbschen in sich schloss. 

Schon am 6. Jänner brach das Regiment aus seiner Gar- „.^ViuL. 
nison Wr.-Xeustadt, Wien und Coucurrenz auf, um am 28. 
zu Neu-Sandec in Galizien Cantonirungs- Quartiere zu be- 
ziehen ; hier erhielt dasselbe in dem Oberst von S e e t h a 1 einen ^^.'. ^Sf 
neuen Commandanten, nachdem der frühere, Oberst Baron K,,ac m * 
Rechenberg nach 42jähriger Dienstleistung, als kränklich 
und nicht mehr kriegsdiensttauglich in den Ruhestand ver- 
setzt worden war. 

In Galizien augekommen, wurden im Bereiche des ganzen 
Auxiliar-Corps aus den 3 Batailloueu eines jeden Regiments, 
deren zwei formirt, um wenigstens diese auf den Kriegsstand 
zu briugeu, während die Cadres der 3. Bataillone sofort zur 
Augmentirung in das Innere der Monarchie abgingen. 

Am 31. März marschirte das Regiment nach Ost-Galizien ; 
eantonirte vom 10. bis 29. April bei Jaroslau, dann bis zum 
11. Juni, an welchem Tage der Vormarsch gegen die russische 
Grenze begann, in der Umgegend von Roguzuo. 

Die Aufgabe, welche der französische Oberfeldherr dem 
Auxiliar-Corps stellte, war folgende: 

Durch eine geeignete Stellung in Russisch -Polen, Warschau 
zu decken, und gleichzeitig die Russen zu verhindern, durch 
Volhynieu Streitkräfte gegen den Niemen, an dem die franzö- 



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74 



'*•'» sische, von dort nach Moskau vordringende Armee ihre Haupt- 
basis etablirt hatte, vorzusenden ; also, die Communicationen 
der Hauptarraee in der rechten Flanke zu decken. 

Während sich mit Beginn des Monats Juni die franzö- 
sische Hauptaraice, deren Gesammtstreitkräfte 500.000 Mann 
betrugen, und die in 14 Armee-Corps, mit Ausnahme von 
Engländern, Skandinaviern, Türken und Russen, alle Nationen 
Europa's vereinte, zum üeberschreiten des Niemen vorbereitete, 
marschirte das Auxiliar- Corps vom 11. Juni ab durch das 
Grossherzogthum Warschau, über Zamosc, Lublin und Sie dl ec 
nach Sokolow, wo es den Bug überschritt, und zuerst russi- 
schen Boden betrat. Durch eine strategische Aufstellung 
zwischen dem Bjelowesh -Wald, den Sümpfen des Polesie und 
dem Muchawiec, nordöstlich Brzesc - Litewski bei Pru^any, 
trachtete es seiner Aufgabe gerecht zu werden. 

Mittlerweile sammelte sich in Volhynien ein russisches 
Corps unter dem General Tormassow, das jedoch wegen 
seiner Cn Vollzähligkeit vorläufig keine Operation unternehmen 
konnte, uud den Marsch des Auxiliar-Corps unbehelligt ge- 
schehen lassen musste; dagegen hatten die Truppen des letz- 
teren mit plötzlich eingetretener drückender Hitze und grossem 
Mangel an Lebensmitteln zu kämpfen, da die polnischen Be- 
hörden nicht ganz ohne Grund angaben, dass die vorher dort 
gelegenen Corps Alles verzehrt oder mitgenommen hätten. 

Der aus Galizien mitgeführte 20tägige Verpflegs-Vorrath 
musste gleich vom Anfang her auf den elenden Wegen weit 
zurückbleiben. 

In dieser Verlegenheit setzte Fürst Schwarzenberg 
eine Commission nieder, um von nun an dem französischen 
Beispiele folgend, die Requisitions-Verpflegung durchzuführen, 
durch welche die Truppen sich wenigstens in die Möglichkeit 
versetzt sahen, ihre dringendsten Bedürfnisse, von den überall 
vorhandenen Heerden und Feldfrüchten zu decken, obwohl es 
an Brot, Wein, Salz und Tabak gänzlich fehlte, uud auch 
Branntwein nur von der schlechtesten Qualität zu bekom- 
men war. 

'""m;;^'-" Mitte Juli erhielt das Auxiliar-Corps den Befehl, sich 
'"" '" ,r der allgemeinen Vorwärts-Bewegung der grossen Armee, an 
deren rechten Flügel anzuschliessen, seine Direction hiebei 
nach Minsk zu nehmen, und die Deckung Warschaus, sowie 



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75 



seiner eigenen Conim unicationen dem VII. Corps (Sachsen, ■* 
unter Commando des französischen Marschalls Reynier) zu 
überlassen. 

Während dieses Corps in die Stellungen des österreichi- 
schen Armee-Corps einrückte, marschirte das letztere bis Nies- 
wicz, wo es am 28. Juli eintraf. Das Regiment Simbschen, 
noch immer in der Division Bianchi eingetheilt, marschirte 
hiebei mit dem Gros auf der grossen Strasse, die von Pruzany 
nach Minsk führt. 

Am 30. Juli traf ein Courier beim Auxiliar-Corps ein, 
mit der Meldung, dass der russische General Tormassow 
aus Volhynien die OfTensive gegen die Stellung des VII. Armee- 
Corps ergriffen, die Brigade Klengel desselben bei Kobryn 
umzingelt und gefangen habe, dass General Reynier sich in 
der Richtung gegen das Auxiliar-Corps nach Kartuzskaja- 
Berezna zurückziehen musste, und von demselben schleunige 
Hilfe erwarte. 

Fürst Schwarzenberg kehrte auf diese bedrohlichen/^; \'X u f ?,™ , t . 
Nachrichten sofort um, traf in Slonim wieder mit dem VI 1. tSSJSXh 

Armrr in 

Corps zusammen, welches nun unter seinen Befehl gestellt v. ».>.»«.. 
wurde, und rückte bis zum 6. August wieder durch den 
Bjelowesher-Wald gegen die vom VII. Corps verlassene Posi- 
tion von Pruzany in drei Colonnen vor. 

An den bisher vorgefallenen zahlreichen, durchwegs rühm- 
lichen und meist siegreichen Gefechten der Vor- und Siche- 
rungstruppen Theil zu nehmen, hatte das Regiment keine Ge- 
legenheit; erst am 12. August in der Schlacht bei Podduby 
war ihm eine wirksame Theilnahme am Kampfe beschieden. 

Durch einen gut combinirten strategischen Augriff beider 
Armee-Corps wurde Tormassow am 10. August aus der Gegend 
von Pruzany gegen Kobryn gedrängt, setzte sich jedoch ä cheval 
der nach Kobryn führenden Wege in den Wäldern und Sümpfen 
bei Podduby und Gorodeczno fest. 

Den 10. August war das österreichische Hauptquartier in iÄ!*, 



Pruzany, das Regiment Nr. 48 lagerte am 11. südlich von a UB u,i 
Pruzany bei Czachec *) 

*) Zu den Strapazen der anstrengenden Marsche, — zu dem 
Mangel an ausgiebiger Verpflegung, gesellte sich auch noch als furcht- 
bare Plage die Ruhelosigkeit in den Bivouacs; die weiten Sümpfe und 
Wälder jener Gegenden sind von Milliarden Insekten aller Art erfüllt, 



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Dil» Russen hatten >ich etwa l 1 /« Meilen südlich davon 
hinter dem Gorodeczna-Bache und auf den Höhen hinter dem 
Sumpfe von Podduby, ä cheval der Strasse von Pruzauy nach 
Kohryn aufgestellt. Die Front ihrer Stellung war nur auf der 
Dammstrasse von Gorodeczno und dem schmalen, zum Theile 
zerstörten Damme von Podduby zugänglich, und dort durch 
Infanterie- und Artillerie-Feuer auf das Wirksamste verthei- 
digt: der rechte Flügel lehnte sich au einen bedeutenden 
Sumpf (Boloto Turskoe), so dass die Stellung nur im Walde 
am linken Flügel anzugreifen war. 

Fürst Schwarzenberg beschloss, südwärts Czachec 
den Gegner in der Front nur schwach zu beschäftigen, den- 
selben aber mit seinem Gros und dem VII. Corps auf 
dem linken Flügel entscheidend anzugreifen. Hiezu dirigirte er 
die Divisionen ßianchi und Siegenthal nach Szabin, 
das VII. Corps von Szczerezew her, gegen den russischen linken 
Flügel. Während sich nun durch die Schein - Angriffe der 
österreichischen Divisionen Trautenberg und Siegenthal 
in der Front ein heftiges Gefecht entspann, war der Kampf auf 
dem linken Flügel im Walde, wo sich gegen das VII. Corps 
die Russen immer mehr verstärkten, so hitzig, dass Fürst 
Schwarzenberg dem Marschall Revuier 4 österreichische 
Cavallerio-Regimenter und die Brigade Lilienberg sammt 
dem Regimente Simbschen Nr. 48 zur Unterstützung senden 
musste. 

Diese Brigade kam eben recht, um einen Gegenangriff 
der russischen Infanterie, gegen die sächsische Brigade Saar, 
blutig abzuweisen, wobei der am Kampfe thoilnehmende Bri- 
gadier des Regiments General Graf Vetter sein Pferd unter 
dem Leibe verlor, und im Sturze sich so schwer beschädigte, 
dass Genoral Märiässy das Brigade-Commando übernehmen 
und bis zum Ende dos Feldzuges fortführen musste. 

Die wechselseitigen Angriffe auf diesem Flügel, an denen 
sich nun das 48. Regiment wiederholt betheiligte, dauerten mit 

welche über alle im Freien Schlafenden herfielen : man machte ungeheure 
Feuer um sie abzuhalten, allein da die Leute vom Schlafe überwältigt, 
diese verlöschen Hessen, wurden Manche bis zur Unkenntlichkeit zuge- 
richtet, und »fingen jeden Morgen zahlreiche Opfer mit geschwollenen 
Köpfen herum. 



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77 



Erbitterung den ganzou Tag über fort, ohne dass eine Ent- »«* 
scheidung herbeigeführt worden konnte. 

Erst um Vj8 Uhr Abends gelang es dem Regimente 
Colloredo Nr. 33 unterstützt von der 6, Division des 48. 
Regiments Sim bscheu durch Ueberschreiten des Morastes 
an jener Stelle, wo die russische Stellung eine, gegen Podduby 
vorspringende Ecke bildete, sich der entscheidenden Höhen zu 
bemächtigen. 

Mit über den Köpfen erhoben« 1 !! Gewehren und Patron- 
taseheu, und unter unglaublicher Anstrengung, gelaug es diesen 
braveu Truppen, sich unter dem feindlichen Feuer durch den 
Sumpf durchzuarbeiten. Am Fusse der Höhen angelangt, waren 
sie gegen das feindliche Geschützfeuer gesichert; im Vertrauen 
auf ihren Muth, triefend von Schlamm und Wasser erklommen 
sie die Höhe. 

Oben von heftigem Fiinteufeuer, auf kurze Distanz em- 
pfangen, gerieth der Angriff in's Wanken: allein da General 
Reyuier in diesem kritischen Augenblicke mit der Brigade 
Saar neuerdings augrifl", und Feidmarschall - Lieutenant 
B i a n c h i die Brigade L i 1 i e n b e r g links davon gleich falls 
zum Sturme führte, so wurde die russische Infanterie in der 
linken Flanke gefasst, vou den entscheidenden Höhen verdrängt, 
und sah sich General Tormassow zum Rückzüge genöthigt, 
den er mit grossen Verlusten (3000 Todte und Verwundete) 
auf der einzigen ihm gebliebenen Strasse, gegen Kobryu, zu 
bewerkstelligen vermochte. 

Das 48. Regimeut erlitt an diesem siegreichen Tage nicht a „ 
unbedeutenden Verlust : " Au *"' t ,,M 

Au Todten U» Mann vom Feldwebel abwärts. 
Verwundete: Lieutenant Lohr, Schauer und Fähnrich 
Bulath, dann 64 Manu. 

Gefangen 2 und vermisst lf> Mann. 
Gesammtverlust : 3 Officiere und 87 Mann. 

Unter ununterbrochenen Gefechten und Scharmützeln, 'TgjSSS 1 *' 
begann nun ein rastloser Verfolgungs-Marsch, der über Kobryn, u \™ 1 
Diviu, Ratno, Wyzwa und Turisk bis 4. September an den 
Stjr-Fluss, 30 Meilen weit, führte; zum Theii unter namen- 
losen Bodenschwiftrigkeiteo, in dem w asser- und defileeureicheu 
Polesie, und dem nordöstlichen Volhynien. 



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78 

>•«■ Während die unter Commando des Fürsten Schwarzen- 

berg vereinten Corps (österreichisches Auxiliar- uud VII. 
sächsisches) kaum noch 33.000 Mann stark am Styr anlaugten, 
verstärkte sich hinter diesem Flusse die russische Armee 
durch Zuzüge aus der Moldau, wo die Russen mit den Türken 
Frieden geschlossen hatten, bis auf 70.000 Manu, worunter 
18.000 Mann Reiterei, und übernahm der Admiral Czi- 
c z a g o w deren Commando. 
""•aSSiS ,Ur Am 23. September ergriff diese Armee die Offensive, und 
feyiMbar w% ZO g s ^ cü daher Fürst Schwarzenberg, der zur Annahme 
einer Schlacht sich viel zu schwach fühlte, zuerst bis an den 
Muchawiec, dann an die Djesna zurück, ohne bis zum 8. Oc- 
TrtntMr-Boih toDer eil1 ernsthaftes Gefecht anzunehmen. Am 8. October kam 



u!«."""" 0 es nördlich Brzesc-Litewski am Tricziner-Hofe und Walde zu 
' ürt " 1 "" 11 fiinem heftigen Gefechte, au dem die Brigade Märiassy mit 
dem 48. Regimen te, unter staudhaftem Ausharren, lebhaften 
Antheil nahm, und den Brigadier, durch eine Kanonenkugel 
verwundet, verlor. Das Auxiliar-Corps büsste in diesem Ge- 
fechte über 400 Mann ein ; die Verluste des Regiments S i m b- 
schen sind jedoch nicht bekannt geworden, 
offeo.i« Vom 8. October angefangen, als Cziczagow mit 
*T:~. dem grössten Thoile seiner Armee gegen Minsk abmarschirte 
und das Corps des Generals Essen gegen Warschan entsen- 
dete, ergriff Fürst Schwarzenberg wieder die Offensive, 
um Warschau zu decken, setzte bei Drohyczin über den Bug, 
ging dem Corps FiSsen entgegen, und schlug dasselbe in dem 
ui.u. Treffen bei Biala am 18. October. Das Regiment Simbschen 
stand hier in der Reserve, betheiligto sich jedoch mit der 
ganzen Division Bianchi an der Verfolgung, ohne hiebei 
Verluste zu erleiden. 

Die in dieser Gegend erfochtenen Vortheile, konnten 
nicht weit verfolgt werden, denn die in der Richtung nach 
Minsk abmarschirende Armee des Admirals Cziczagow, 
welche gegen die Nachschubslinie der mittlerweile in Moskau 
angekommenen grossen Armee operiren wollte, musste in ihrem 
Beginnen gehindert werden. 

Fürst Schwarzenberg ging daher nach Drohyczin 
" , * zurück, nahm hier bedeutende Verstärkungen, welche General 
Zechmeister aus Galizien ihm zuführte, dann die dem 
VII. Corps zugetheilte, so eben aus Frankreich eingetroffene 



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79 



Division Durutte, aus Spaniern, Portugiesen und Franzosen »•«■ 
bestehend, auf, und Obersetzte den Bug am 30. October, um 
mit seiner uuu auf 45.000 Mann angewachsenen Armee dem 
Admiral Cziczagow über Slonim gegen Minsk zuvorzu- 
kommen. 

In äusserst strenger Kalte, welche besonders die Bivouacs 
sehr emptiudlich machte, marschirte das Auxiliar-Corps nun 
über Bieisk nach Slonim (24 Meilen), wo es am 13. November 
eiutraf, und erfuhr, dass die Armee des Admirals Cziczagow 
3 Tage vorher den Ort passirt habe. 

Das VII. Corps war bei Wolkowisk geblieben und be- 
obachtete jene 3 russischen Corps (24000 Mann), welche 
Cziczagow in der Stellung bei Pruzany unter dem General 
Sacken mit dem Auftrage zurückgelassen hatte , die Armee 
Schwarzenberg 's so lange als möglich festzuhalten, damit 
er selbst einen Vorsprung gewinne. 

In dieser Absicht debouchirte Sacken am 13. aus dem 
Bjelowesher-Walde, griff Reyuier bei Sotenitza an und 
drängte ihn nach lebhaftem Gefechte wieder nach Wolkowisk 
zurück. 

Wollte Fürst Schwarzenberg nun nicht selbst alle 
Verbindungen verlieren und Gefahr laufen, das VII. Corps ****** m*w. 
durch Uebermacht gesprengt, sich selbst aber zwischen zwei 
Feuern zu sehen, so musste er sich das Corps Sacken vom 
Halse schaffen, zunächst also zur Unterstützung Reynier's 
umkehreu. Der österreichische Feldherr stellte eine Infanterie- 
Division und eine Cavallerie - Brigade unter den Befehl des 
F.M.L. Frimont, den er beauftragte, der Armee Czi- 
czagow 's zu folgen, und sie möglichst im Kücken zu be- 
unruhigen, während er selbst mit den Infanterie-Divisionen 
Trauteuberg und Biauch i (worunter das 48. Regiment) 
und zwei Cavallerie-Brigaden umkehrte, und am 15. November 
über Jeserniza zur Unterstützung Reynier's herbeieilte, wobei 
er Direction auf Izabelin nahm. 

Am 16. November, wahrend Sacken mit vereinter hcu.rht u*i 
Macht, das hinter der Stadt Wolkowisk stehende VII. Corps ■«. .\u..»b.n.i«. 
heftig angriff, traf Schwarzenberg mit den österreichischen 
Truppen nach einem äusserst beschleunigten zehnstündigen 
Marsche bei Izabeliu ein, griff die Russen im Rücken an, 
während Reyuier nun ebenfalls in die Offensive überging, 



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durch welchen combiiiirten Angriff das russische Corps auf 
allen Seiten geworfen, und mit einem Gesainmtverlust von 
5000 Mann zum eiligen Rückzüge, genötbigt wurde. 

Das 48. Tnfanterie-Regiment nahm an der Schlacht bei 
Wolkowisk keinen Antheil, ausser in der Reserve. 

Die Russen wichen gegen den Muchawiec, wurden während 
der Verfolgung noch in mehreren kleineren Gefechten besiegt, 
uud erlitten bedeutende Verluste, ehe sie hinter diesem Flusse 
sich weiterer feindlicher Einwirkung, durch Abbrennen aller 
Brücken eutzieheu konnten. 

Um diese Zeit, gegen Ende November, befanden sich 
die Truppen des Auxiliar-Oorps in den misslichsteu Ver- 
hältnissen. 

Das ganze Land war durch die fortdauerndeu Durchzüge 
bis zum Aeussersten erschöpft; von einer ordentlichen Ver- 
pflegung war schon längst keine Rede mehr; — Fleisch für 
den Manu, Heu für das Pferd und Holz zum Lagerfeuer waren 
die einzigen Verpflegsmittel, welche noch aufgetrieben werden 
konnten. — Bei den ununterbrochenen anstrengenden Märschen 
war namentlich der Mangel an Brot, von dem binnen 14 
Tagen oft nur 1 Portion per Mann verabfolgt werden konnte, 
sowie von Salz, Wein und Tabak für die Truppen äusserst 
drückend. Monturen und Schuhe waren schon längst nicht 
mehr zu haben. 

Aus den Häuten geschlachteter Thiere wurden Fussbe- 
kleidungeu erzeugt, und Jeder dockte bei der grimmigen Kälte 
(25-28° unter Null) seine Blossen, wie er konnte. Wo es 
immer anging, requirirte man Lammfelle, um Kopf und Unter- 
leib wenigstens zu schützen, und überzog Gesicht, Hände und 
Füsse gegen das Erfrieren mit Schichten von Fett. 

Die Zahl der Kranken uahm daher immer zu . und 
kein Bivouac wurde verlassen, ohne dass vorher mehrere Todte, 
die der Erschöpfung, dem Elende, oder der Kälte erlegen 
waren, beerdigt wurden. Diese Prüfungen waren hart, und 
doch murrten die Truppen nicht: die braven österreichischen 
Regimenter gaben durch ihren wahren Heldenmuth im Kampfe, 
wie im Tragen der äussersten Anstrengungen und Entbehrungen 
eine Probe ihrer Pflichttreue, ihrer Diseiplin und ein schönes 
Beispiel von Krieger-Tugend. 



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81 



Erneuert« 



Ungeachtet dieser Verhältnisse, brach Fürst Schwarzen- 
berg am 29. November abermals vom Muchawiec gegen Slonim „ C J^^ 
auf, wo am 7. December das ganze Auxiliar-Corps wieder 
vereinigt war. 

Auf dem letzten Tagmarsche dahin, fielen 500 Mann 
der fürchterlichen Kälte, — die unerträglich schien, — zum 
Opfer. 

Jetzt erst ging genaue Nachricht von der kolossalen 
Niederlage der französischen Hauptarmee, deren Rückzug und 
elendem Zustande ein. Fürst Schwarzenberg machte eine 
kurze Flankenbewegung nordwestlich gegen den Niemen, um 
zur französischen Hauptarmee in eine Art Aufnahmsverhältniss 
zu kommen, dann rückte er an den Narew nach Pultusk und 
östlich Warschau, um diese Stadt, wohin sich das V. (polnische 1 ) 
Armee-Corps der grossen Armee gleichfalls zurückgezogen 
hatte, gegen das Andringen der verfolgenden russischen Corps 
zu schützen. 



4l*.rl.lrhic .1«. U. LWn.Uf.4toe. || 



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82 



Nr. &. Beilage Nr. Ii. 



Verluste des Regimentes im Feldzuge 1812 in Russland 

Sehlaeht bei Podduby. 12. August 1812. Offleiere. Mannschaft. 

Todt - lfj 

Verwundet 3 64 

Gefangen und Vermisst — 17 

Zusammen . . 3 87 

Anmerkung. Die Verluste des Regimentes in den anderen feindlichen 
Affairen denen es beiwohnte, sind nicht bekannt ge- 
worden. 



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1813. 

Im Feldzuge in Deutschland. 

• 

Nachdem Fürst Schwarzenberg von Napoleon's 
beispielloser Niederlage in Russland (von 270.000 Manu der 
Centrums- Armee, welche den Niemen im Juni überschritten, 
waren nur 4000 Mann in Königsberg im Jänner wieder ein- 
gerückt) sichere Kunde erhalten und an die Regierung in 
Wien berichtet hatte, ertheilte der Kaiser Franz am 3ü. 
Jänner dem Auxiliar-Corps den Befehl, zur Deckung des 
Heimatlandes gegeu Krakau zurückzugehen. Nach Abschluss 
eiues Waffenstillstandes wurde demgemäss Warschau am 
b. Februar geräumt und der zu den Winter-Quartieren an- 
gewiesene Laudstrich nördlich Krakau und der oberen Weichsel, 
vom 25.-28. Februar erreicht. 

Bis zu diesem Zeitpunkte hatte das Auxiliar-Corps fol- 
gende Verluste erlitten: 

6000 Mann durch feindliche Einwirkung in den vielen Ge- 
fechten, 

4000 Mann erlagen dem Elende, den Mühseligkeiten und der 
Kälte, 

4000 Mann befandeu sich noch krank in den Spitälern, 
und gibt dieser grosse Abgang von über 40 Percent einen 
Massstab für die ausserordentlichen Leistungen, welche d.'ii 
Truppen dieses Corps in thätiger und passiver Form aufge- 
bürdet worden waren. 

Das 48. Regiment Simbschen, das während dosw|;'«;; r *^«£'r« 
ganzen Feldzuges beinahe ununterbrochen im Marsche be- S Z'£%\" 
griffen war, bedurfte ebenfalls dringend der Erholung. Km 9 '* mu u& A * a 
2.S. Februar traf es in Novomiasto-Korczyn an der Nida zur 

6* 



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84 



*»■ Cantonirung ein und zog in den dortigen Winterquartieren 
auch alle ihm zugewiesenen Ergänzungen an sich. 

War die Erinnerung au die ehrenvolle Theilnahme an 
diesem, wahrscheinlich grossartigsten kriegerischen Unternehmen 
des Jahrhunderts eine erhebende, so währte es doch lange 
Zeit, ehe sich das Regiment von seiner physischen Her- 
abgekommenheit — der Folge monatelanger Strapazen und 
Entbehrungen — erholen konnte*). 

rLu. n "mndil Noch vor der Auflösung des Auxiliar-Corps avancirte der 
Mi« ms. Oberst von Seethal zum General und erhielt der bisherige 
Oberstlieutenant Wilhelm Dressery, unter gleichzeitiger 
Beförderung zum Oberst, das Coraraando des 48. Infanterie- 
Regimentes. 

Während Oesterreich durch Zurückziehung des Auxiliar- 
Corps, von dem erzwungenen Bündnisse mit Napoleon sich 
befreite, dauerte der Krieg zwischen Russland und Frankreich 
ohne Unterbrechung fort. Als auch das preussische Hilfscorps 
unter dem General York durch die mit den Russen ge- 
schlossene Convention von Tauroggen plötzlich von Napo- 
leon abfiel, und sich an Russlands Krieger anschloss, um 
Preussen vom verhassten Joche des Eroberers zu befreien, da 
flammte in ganz Nord-Deutschland und Oesterreich die Be- 
geisterung hell empor. Die lange vorbereitete Volksbewaffnung 
schnf dem kleinen Preussen ein mächtiges Heer, das an der 
Seite der Russen kämpfend, die Franzosen unter Eugen über 
die Oder und die Elbe drängte, indessen der französische 
Kaiser eine mit unglaublicher Raschheit aufgestellte, sehr be- 
deutende Armee aus Frankreich gegen die Elbe heranführte. 

Die verbündeten Preussen und Russen sowohl, wie 
Napoleon warben um Oesterreichs Bündniss; wohin dieses 
sich wandte, dahin musste die Entscheidung fallen; doch noch 
schien die Zeit zum Eingreifen für Oesterreich nicht ge- 
kommen, denn noch blutete das Land aus den schweren Wuu- 
den der letzten Kriege, und eine Armee musste erst iu Böhmen 
aufgestellt werden , um die Neutralität zu wahren, aus der 
man nach Vollendung der Rüstungen durch offensives Vorgehen 

*) Eine Total-Verlust-Liste für diesen Feldzug konnte nicht zu 
sammcngestellt werden, nachdem nur die Verluste des Kegiments in 
der Schlacht l>ei Gorodeczno bekannt geworden sind. 



85 



am rechton oder linken Elbeufer sofort in entscheidender "»»• 
Weise in die Action eintreten konnte. 

Mitte April wurde das Auxiliar-Corps aufgelöst und ein J,^ c 
Theil seiner Truppen zur Noutralitäts-Armee nach Böhmen *•» '»'»• 
entsendet. Auch das 48. Infanterie-Regiment Simbschen 
mit der ganzen Division des Feldmarschall - Lieutenants 
ßianchi erhielt diese Bestimmung. 

Den 2G. April 1813 marschirte das Regiment aus den 
Winterquartieren an der Weichsel ab, rückte durch Schlesien 
nach Böhmen, und traf den 29. Mai zu Bohdanec an der 
Elbe ein, in dessen Concurrenz es bis Anfangs Juli in Can- 
tonirung vorblieb. Von dort marschirte es den 7. Juli nach 
Skuwretz, um neuerdings Cantonirungon zu bezichen. 

Mittlerweile spielten sich grosse Ereignisse knapp an der 
Grenze von Böhmen und Schlesien ab. 

Im Mai hatte Napoleon bereits eine Armee von über 
200.000 Mann von Frankreich bis nach Sachsen geführt, die 
verbündeten Preussen und Russen am 2. Mai bei Gross- 
Görschen geschlagen, über die Elbe zurückgedrängt und sich 
durch die Befestigung von Dresden einen guten Stützpunkt 
an diesem Strome geschaffen, während die von den Franzosen 
noch immer behaupteten Festungen Torgau und Magdeburg 
den Mittollauf, und das in Eile fortificirte Hamburg, die Mün- 
dungsgegend dieses Flusses deckten. Auf Dresden gestützt, 
schob Napoleon, der an der Elbe nun über eine Gesammt- 
macht von 300.000 Mann zu verfügen hatte, eine Armee gegen 
Berlin, um durch Wegnahme dieser Hauptstadt Preussen zum 
Abfalle von dem Bündnisse mit Russland zu drängen. Mit 
der Hauptmacht folgte er den Verbündeten, welche sich, um 
mit Oesterreich, dessen Beitritt zum Bündnisse gegen Napo- 
leon ununterbrochen betrieben wurde, in nächster Verbin- 
dung zu bleiben, längs der österreichischen Grenze gegen 
Preussisch-Schlesien zurückzogen. Napoleon schlug die ver- 
einigten Russen und Preussen am 21. Mai bei Bautzen, in 
Folge dessen sie bis Schweidnitz zurückgingen und einen ihnen 
angeboteneu langereu Waffenstillstand annahmen. 

So standen die Verhältnisse an der österreichischen Grenze, 
als mit abgelaufouom Waffenstillstände im August, auch 
Oesterreich an Napoleon den Krieg erklärte, weil er die von 



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86 



««'s. don Verbündeten aufgestellten Friedensbedingungen anzunehmen 
sich weigerte. 

Der Plan der Verbündeten für den Wiederbeginn der 
Operationen war folgender: 

Die böhmische Armee unter dem F. M. Fürsten Carl 
Schwarzenberg 130.000 Oesterreicher, durch 100.000 
Russen und Preussen verstärkt, bildete den linkou Flügel, 
und sollte gegen Napoleons Rückzugslinie in der Richtung 
auf Leipzig operiren. 

Die in der Mark Brandenburg, südlich Berlin, zur 
Deckung dieser Hauptstadt aus 80.000 Preussen, Russen und 
Schweden unter dem Kronprinzen von Schweden (ehemaligen 
Marschall Bernadotte) zusammengesetzte Armee, hatte in 
der linken Flanke Napoleons gleichfalls auf Leipzig vorzurücken, 
n » d sich dort mit der böhmischen Hauptarmee zu vereinigen. 

Im Centrum, in Preussisch - Schlesien , wurden 100.000 
Preusseu und Russen unter Befehl des preussischeu Generals 
Blücher gestellt, welcher Napoleon in der Front festhalten, 
eventuel sich mit der Nordarmee bei Berlin zur Offensive 
gegen Leipzig vereinigen sollte. 

Diesem kolossalen Kraftaufwande der Verbündeten von 
über 400.000 Mann gegenüber, erschien die französische Armee 
nunmehr in der Minorität ; Napoleon stellte der schlesischen 
Armee 70.000 Mann unter Macdonald an der Katzbach, 
der Nordarmee 80.000 Mann unter Oudinot in der Gegend 
nördlich Wittenberg, gegenüber, den Rest seiner Armee, 
circa 200.000 Mann, hielt er gegen die böhmische Armee und 
als Reserve, auf beiden Elbe-Ufern, in der Lausitz und am Fusse 
des böhmischen Erzgebirges, endlich um Dresden herum vereint. 

Die österreichische Armee sammelte sich im Elbe- und 
Eger-Thale, um im ersten Drittel des August ihre Operationen 
gegen Sachsen zu beginnen. 
ir«n»i»r Das 48. Infanterie-Regiment mit der ganzen Divisioa 

iuJmmuuT Bianchi, erhielt seine Eintheilung zum linken Flügel der 
Armee, in das Corps des Feldmarschall - Lieutenant Graf 
Gyulay,*) und rückte von Skuwretz, am 10. August in ein 
Lager bei Wobrzistow, wo sich die ganze Division Bianchi 
wieder vereinigte. 

*) Der ehemalige Regiroents-Commandaut 



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87 



Während des Marsches wurde dem Regimeote an diesem »»■ 
Tage die Ehre zu Theil, von Sr. Majestät dem Kaiser Franz 
und Ihren Majestäten, dem Kaiser Alexander von Russland 
und König Wilhelm von Preussen besichtigt zu werden. 

Vom 16. ab, rückte die Division B i a n c h i der sächsischen 
Grenze zu und passirte am 22. über Sebastiansberg dieselbe. 
Am 24. August erreichte das Regiment Dippoldiswalde, am 25. 
W indisch-Karsdorf . 

Während Napoleon eben eine Offensive gegen die 
schlesische Armee betrieb, und dem Marschall St. Cyr mit .» ■ «■<» «-a.*.». 

J Ina. 

24.000 Mann den Schutz des in seinem Rücken liegenden, 
wichtigen Punktes Dresden anvertraute, gelang es dem Fürsten 
Schwarzenberg am Vormittag des 26. August seine Armee 
in 5 Colonnen vor Dresden, im Halbkreise, zum Angriffe auf 
diesen Stützpuukt Napoleons zu versammeln. 

Das Corps Gyulay, mit der Division Bianchi und dem 
48. Regiment in die 5. Colonne am linken Flügel eingetheilt, 
brach am 26. August um 5 Uhr Morgens von Windisch- 
Karsdorf auf und erreichte die Höhen von Kesseldorf (eine Meile 
westlich Dresden) noch vor Mittag. 

Um 3'/ s Uhr Nachmittags wurde das Corps beordert, 
gegen Dresden vorzurücken. 

Das Regiment war zum Angriffe auf das Dorf Plauen 
bestimmt, und zwar ging das 2. Bataillon auf dem linken, das 
1. auf dem rechten Weisseritz-Ufer gegeu das vom Feinde 
besetzte Dorf vor. 

Unter dem Schutze dichter Plänklerschwärme wurde der 
von Kleingewehr- und Artillerie- Feuer vertheidigte Ortsumfang 
angegriffen und genommen, so wie auch bei Verfolgung des 
gegen den Freiberger - Schlag weichenden Gegners, der vor 
demselben liegende Lust-Garten von einigen Corapagnien des 
Regiments Nr. 48 besetzt. Diese Compagnien behaupteten 
sich hier bis zum späten Abend gegen wiederholte Angriffe. 
Ein Theil des Regiments unter Führung des Obersten, rückte 
am linken Weisseritz-Ufer gegen den Löbdaer-Schlag vor und 
griff die demselben vorliegenden Gehöfte Kl. Hamburg und 
Altona an, um die sich ein heftiger Kampf entspann, als 
auch andere Truppen die Division Bianchi unterstützend, 
eingriffen. 



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88 

'«»• Das Gefecht wogte zwischen Löbda und Kl. Hamburg 

hin und her, ohne dass sich ein Thoil dauernd des Besitzes 
dieser Punkte rühmen durfte. 

Im Verlaufe des Kampfes machte die französische Rei- 
terei, unter Latour-Maubourg, zwischen Dreschendorf und 
Cotta vorbrechend, einen Versuch, die Division Bianchi in 
der linken Flanke zu fassen. An der Abweisung dieses Ca- 
vallerie-Angriffes betheiligte sich das Regiment in hervor- 
ragender Weise, indem die bedrohten Abtheilungen der feind- 
lichen Reiterei mit dem Bajonet entgegengingen,*) und zwei 
Divisionen derselben gegen die Stellung des Regiments K i e n- 
mayer-Huszaren drängten, durch welches sie in der Flanke 
angegriffen, mit grossem Verluste zersprengt wurden. 

Bis spät in die Nacht dauerte das Feuer von beiden 
Seiten fort, ohne dass eine Entscheidung herbeigeführt wor- 
den wäre. 

Die Verbündeten hatten sich in diesen ersten Stunden 
des Kampfes, auf allen Seiten der Aussenposten der französi- 
schen Stellung bemächtigt; doch beschloss der mittlerweile 
mit 3 Divisionen seiner Garden herbeigeeilte Kaiser Napo- 
leon, der noch 3 Armee-Corps aus der Lausitz im Laufe des 
27. als Verstärkung nach Dresden heranzuziehen hoffte, aus- 
zuharren, und am nächsten Morgen den Kampf wieder auf- 
zunehmen. 

Nachdem das Corps Gyulay am 26. Abends sehr be- 
deutende Verluste im Kampfe erlitten hatte, erhielt es den 
Befohl, nur eine Brigade am linken Wei sseritz- Ufer zu be- 
lassen, mit den Divisionen Bianchi und Weissenwolf 
aber sich hinter den Höhen des Centrums, nordwärts Gitter- 
see für den 27. als Reserve zu formiren. 

Feldmarschall-Lieutenant Graf Gyulay Hess das vom 
1. Bataillon des 48. Infanterie-Regiments behauptete Dorf 
Plauen durch Abtheilungen der Brigade Ciolich besetzen, 
bewerkstelligte bei Potschappel mit dem Gros der Division und 
dem Regimente, den Uebergang über die Weisserita um 
Mitternacht, und lagerte dann nördlich Gitterseo, wo seine 
Divisionen den ganzen Tag des 27. über, im heftigsten Regen 



♦) Hiebci zeichneten sich Corporal Ludwig Moluar. Corpora] 
Barkovics und Gemeiner Major der 5. Coropaguie besonders aus. 



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89 



unter Gewehr standen, ohne an den weiteren Kämpfen Antheil ««>• 
zu nehmen. 

Um 5 Uhr Abends, nachdem Napoleon mit allen ein- 
getroffenen Verstärkungen aus Dresden vorgebrochen war und 
beide Flügel der Verbündeten entschieden zurückgedrängt hatte, 
ferner im Hauptquartiere der Monarchen die Nachricht einge- 
troffen war, dass das französische Corps V and am nie von 
Pirna her, bereits im Rücken der grossen Armee vorgedrungen 
sei, und die schwierigen Gebirgs-Defilöen des Erzgebirges zu 
sperren drohe, wurde die Schlacht abgebrochen, und der Rück- 
zug gegen Böhmen angetreten. 

Das 48. Regiment marschirte hiebei auf einem, durch mmu««^ 
den anhaltenden Regen beinahe unpraticablen Wege, bis 2 Uhr 
Nachts nach Malter (nördlich Dippoldiswalde), wo es äusserst 
erschöpft, ein Lager bezog. 

Die Schlacht von Dresden hatte dem Regimente schwere g ffi*«*« 
Opfer gekostet, nachdem es am 1. Schlachttage in wenigen ■"■ A,, & ,, • , W3 
Stunden 10 Officiere und (>9C Mann verlor. 

Todte: Fähnrich Zdmbory und 02 Mann. 

Verwundete: Hauptmann Burghardt, Oberlieutcnaut 
Simunich, Lieutenant Colombani, Weinczierl, Fedri- 
goni, Fähnrich Mikos, Stanliovits und Funk und 
363 Manu. 

Gefangene: der blessirte Hauptmann Eisler und 68 
Mann. 

Veruiisst 173 Mann. 

Im Verlaufe des Rückzuges kam das Regiment am 28. 
nach einem beschwerlichen, durch russische Colouneu häutig 
gekreuzten und aufgehaltenem Marsche nach Alt-Gaisingj am 

29. erreichte es Dux. 

Napoleon hatte der böhmischen Hauptarmee nur das ««■ 

t • . . _ _ . Kulm. 

bis auf 40.CHX) Mann verstärkte Corps Vandamme zur Ver- so. a,.*«». um. 
folgung nachgesendet. Dieses stiess bei Arbesau und Kulm 
auf die von Königstein her bereits im Elbe-Thale eingetroffenen 
russischen Garden uuter dem Prinzen Eugen von Würte Irl- 
berg, und es entspann sich ein hartnäckiger Kampf, der am 

30. in eine Schlacht überging, nachdem die Heeresleitung der 
Verbündeten, von den successive vom Erzgebirge herabsteigen- 
den Colonnen der Hauptarmee, Alles was ihr erreichbar schien, 
zusammenraffte und gegen Kulm in Verwendung brachte. 



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Auch die Division Bianchi mit dem 48. Infanterie« 
Regimente wurde zur Schlacht bei Kulm herangezogen, hatte 
jedoch nur einige Demonstrationen im feindlichen Kanonen- 
feuer zu vollführen, ohne dass es dabei einen Verlust erlitten 
hätte. 

Nach hartem Kampfe wurde Vandarame's Corps durch 
die Uebermacht der sich stetig verstärkenden Verbündeten 
überwältigt, und als der preussische General Kloist auf 
seinem Rückzüge durch das Erzgebirge zufalliger Weise dem 
französischen Corps in den Rücken kam, dieses theils zer- 
sprengt, theils aber nebst seinem Commandanten dem General 
Vandam m e gefangen genommen. 

Nach der Schlacht marschirte die Division Bianchi 
wieder in das Lager bei Dux. 

War nun auch die Schlacht vou Dresden ein Sieg für 
die französischen Wallen, so hatten die Verbündeten doch bei 
Kulm denselben eine empfindliche Schlappe beigebracht, und 
sollten den sieggewohnten Eroberer, dessen Stern bereits 
im Sinken war, noch härtere Schläge treffen. Macdonald 
war am 26. August, am Tage des Beginnes der Schlacht von 
Dresden, von der schlesischeu Armee unter Blücher, an der 
Katzbach empfindlich geschlagen worden, während Oudinot 
südlich Berlin bei Grossbeeren, durch die Preussen unter Bü- 
low, schon am 23. August einen Echec erlitt; sein Nach- 
folger Ney jedoch, durch die Corps Bülow und Tauenzien 
am 6. September bei Deunewitz angegriffen, musste eine förm- 
liche Niederlage erdulden, die ihm 24.000 Mann (worunter 
15.000 Gefaugene) kostete. 

Diese, für die Verbündeten glücklichen Ereignisse gabeu 
denselben den Impuls: ihren kühnen Kriegsplan mit neuer 
Energie zu verfolgen. 

Die Nordarmee überschritt Ende September — Anfangs 
October auch die schlesiche Armee, welche am 4. das Corps 
Bert r and bei Wartenberg schlug — die mittlere Elbe in der 
Gegend von Wittenberg, während die grosse böhmische Armee 
aus dem Eger-Thale durch einen Links- Abmarsch über Chem- 
nitz und Altenburg in Sachsen einrückte. Alle 3 Armeen 
nahmen Leipzig zum Ziel, indessen Napoleon diesen Bewe- 
gungen gegenüber, zur Räumung des rechten Elbe-Ufers und 



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91 



allniäliger Rückwärts-Concentrirung seiner Kräfte gegen Leip- ,M 
zig, sich genöthigt sah. 

Am 28. September brach mit der Armee auch die Divi- otSKS"»«»- 
sion Hiauchi und das 48. Regiment von Dux auf, Anfl I n '« P nc1,iH.r 

... Uli 

marschirte über die böhmische Grenze nach Raizenhayn in 
Sachsen und von dort über Chemnitz und Altenburg gegen 
Leipzig. 

Am 15. Oetober Abends bezog die Division Bianchi, 
welche mit der Grenadier-Division Weissenwolf und der 
Kürassier -Division Nostitz in das Reserve - Corps Prinz 
Hessen- Homburg eingetheilt war, ein Lager bei Klein- 
Storkonitz. 

Im Laufe des 16. fand nun die Hauptschlacht südlich 
Leipzig, auf den Höhen von Wachau uud Liebertwolkwitz 
statt, während Nachmittags durch das Eintreffen Blücher's 
bei Möckern, sich nördlich von Leipzig noch eine Nebenschlacht 
entspann. 

Die Oesterreicher kämpften am 1(3. an den Flügeln der 
böhmischen Hauptarmee : 

Das 3. Corps Gyulay wurde gegen Lindenau in den 
Rücken Napoleous; das 2. Corps Meerfeldt, und hinter 
diesem das Resorvo-Corps mit der Division Bianchi und dem 
48. Regimente gegen Konnewitz in Napoleous rechte Flanke 
dirigirt, während die andern österreichischen Corps unter 
K 1 e n a u südlich Liebertwolkwitz am rechten Flügel der Ver- 
bündeten in das Gefecht traten. 

Am IG. Morgens brach das Regiment um 6 l / s Uhr auf ^hud.. h.i 
und marschirte im Corps- Verbände über Zwenkau bis an den i«. it. m» n. 
Wald vor Gautsch, wo es hinter dem bei Konnewitz, Lössnig 
und Dölitz im heftigen Kampfe befindlichen 2. Corps eine 
Reserve - Stellung bezog. — Das 2. Corps hatte französi- 
sche Garden gegen sich, die in äusserst vorteilhafter Posi- 
tion auf den rechten Thalrändern der angeschwollenen Pleisse 
verzweifelten Widerstand leisteten ; ein Durchdringen schien 
daher in dieser Richtung kaum möglich; überdies bemerkte 
Fürst Schwarzenberg, der hier selbst anwesend war, dass 
bei Wachau und Liebertwolkwitz jenseits der Pleisse sehr be- 
deutende französische Massen zum Angriffe vorgingen, und nach 
Süden zu immer mehr Terrain gewannen. — Der Fürst Hess daher 
das Reserve-Corps noch vor Mittag rechts abmarschiren , und 



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92 



im führte es über Zöbigker, Gaschwitz und Deubeu nach Gröbern, wo 
das Regiment mit der ganzen Division Bianchi und den Küras- 
sieren unter Nostitz, dem preussischen Corps Kleist als 
Reserve diente. - 

Aus dieser Stellung wurden wiederholt Verstärkungen 
vorgeschickt; um 2 Uhr Nachmittags traf ein solcher Befehl 
das 2. Bataillon des Regiments, welches gegen die südlich 
Wachau liegende Schäferei Auenhayn vorgesendet wurde, um 
sich dieses Punktes zu bemächtigen. 

Dieser Posten, auf einer sanften Anhöhe liegend, be- 
herrscht das ganze Vorterrain gegen Süden, und wurde daher 
für die Franzosen zu einem wichtigen Stützpunkte, den sie 
durchaus zu behaupten suchten. 

Das 2. Bataillon, welches ohne Unterstützung angreifen 
musste, während der Gegner mit Artillerie und Reiterei ver- 
sehen war, konnte ungeachtet seiner Anstrengungen in seiner 
Isolirtheit dem erhaltenen Befehle nur unvollständig nach- 
kommen; dennoch fiel Auenhayn den Verbündeten in die 
Hände, als von den russischeu Reserven Unterstützungen her- 
ankamen und die Grenadier-Division Rajewski ebenfalls 
2 Bataillone gegen Auenhayn entsendete. Gegen Abend glaubte 
Napoleon hier bei Wachau und Liebertwolkwitz die Krisis 
der Schlacht gekommen und Hess die Corps Victor und 
Lauriston im Centrura zur Offensive übergehen, während 
er Murat mit 8 Kürassier-Regimentern diesen Angriff auf 
dem rechten Flügel unterstützen liess. 

Da setzte Fürst Schwarzenberg seine eigenen Re- 
serven in Bewegung, um in diesem kritischen Augenblicke das 
Gefecht herzustellen. Die Kürassier-Division Nostitz, in Ver- 
bindung mit russischer Gardo-Cavallerie, warf Murat's Rei- 
terei von Gröbern nach Mark-Kleeberg zurück; die russischen 
und preussischen Garden griffen in das Gefecht ein ; auch das 
österreichische Reserve-Corps erhielt um f> Uhr den Befehl 
zum Vorrücken ; — speciell das 48. Regiment nun auch mit 
dem 1. Bataillon den Auftrag, das vom französischen II. Corps 
des Marschalls Victor abermals genommene Auenhayn zu- 
rück zn erobern. 

IU» K< «ton nt 

Unter Führung seines Obersten Dresser y drang nun 
SSSSSt ^a» greinte Regimeut gegen Auenhayn vor, umging dasselbe 
.». oet«*« isla, etwas gegen die linke Flanke zu, und vollführte in fester 



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93 



Haltung, ohne einen Schuss zu thun, unter mörderischem feind- «««• 
liehen Feuer den Sturm gegen diese Schäferei, warf, vom öster- 
reichischen Grenadier-Bataillon Call links unterstützt, den Feind 
hinaus, und verfolgte ihn bis auf die Höhen südlich Wachau. 
Hier von feindlicher Cavallerie angegriffen, musste sich das 
Regiment fechtend wieder gegen Auenhayn zurückziehen, be- 
hauptete jedoch diesen wichtigen Punkt gegen alle weiteren 
Angriffe. 

Dem Regimente wurde die Bewachung des Maierhofes 
Auenhayn auch ferner übertragen und blieb dasselbe die ganze 
Nacht hindurch dort unter dem Gewehr. 

Die am 17. in Folge beiderseitiger Ermüdung einge- 
tretene Ruhe wurde vom Regimente benützt, um diesen Fosten 
in den bestmöglichsten Vertheidigungsstand zu setzen. Alle 
Zugäuge wurden verrammelt, Brustwehren aufgeworfen und 
Deckungsgräben ausgehoben, ohne dass der Feind, welcher 
den ganzen Tag ruhig verblieb, gegen Auenhayn etwas unter- 
nommen hätte, ungeachtet dessen, dass die äussersten Vor- 
posten nur 250 Schritte vor dem Maierhofe und jene des 
Feindes 80 Schritte von jenen des Regiments entfernt standen. 

Die Lage Napoleons hatte sich im Laufe des 17. in- 
soferue bedeutend verschlimmert, als an diesem Tage den Ver- 
bündeten zwei neue Armeen als Verstärkung zuwuchsen. Ber- 
nadottc mit der Nordarmee debouchirte bei Taucha über 
die Partha und marschirte östlich Leipzig, Front gegen dieses 
auf, während die russische Reserve-Armee unter Bönning- 
Ben bei Seyffertshayu , am rechten Flügel der böhmischen 
Armee, einrückte, und so deu Ring um Leipzig sehloss. 

Napoleon sah sich Angesichts der bereits erlittenen 
Verluste genöthigt, seine Stellung mehr rückwärts zu nehmen, 
um die (circa) 125,000 Mann, über die er noch verfügte, auf 
einem kleineren Kreise mehr zusammenzuhalten. — Don rech- 
ten Flügel nahm er unter dem Schutze der Cavallerie in die 
Linie Probsthayda-Lössnig zurück. 

Am Morgen des 18. begann der Augriff der Verbündeten 
von allen Seiten concentrisch gegen Leipzig 

Die böhmische Armee griff in 4 Colonuen, von Süden 
her, an. — Das Reserve-Corps, mit der Division Bianchi 
und dem 48. Infauterie-Regimente in derselben, wurde der 
1. Colonue einverleibt, welche unter Commaudo des Erbprinzen 



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von Hessen-Homburg den Auftrag hatte: aus der Linie Markt- 
Kleeberg-Auenhayn in die Linie Dölitz-Dösen vorzudringen. 

Das 48. Infanterie-Regiment wurde demgemäss bei Tages- 
anbruch in Auenhayu vom Regimente Devaux Nr. 25 ab- 
gelöst und rückte zum Reserve-Corps nach Markt-Kleeberg 
ein, von wo es mit diesem die Vorrückung begann. 

Das Corps avancirte noch über Lössnig hinaus. 

Das 1. Bataillon rückte hiebei gegen Konnewitz en masse 
vor; Hauptmann Widakovits und Baron Neffzeru mit 
ihren Compagnien wurden gegen Lössnig entsendet, aus wel- 
chem Orte dieselben, vereint mit dem Grenadier-Bataillon 
Baron Berger, den Feind vertrieben. Der Rest des 1. Ba- 
taillons unter Führung des Obersten Dressery wurde an der 
nach Konnewitz führenden Strasse aufgestellt, um die mit 
Ungestüm von Konnewitz her unternommenen Gegenangriffe 
des Feindes abwehren zu helfen. 

Später wurde das 1. Bataillon herwärts Kounewitz, an 
der Pleisse, zur Deckung der linken Flanke der Division 
Bianchi verwendet, in welcher Aufstellung es bis Abends 
verblieb. Von dort rückte es dann in das Lager bei Dösen ein 
und stand die ganze Nacht unter Gewehr. 

Das 2. Bataillon, durch den grossen Verlust am 16. stark 
geschwächt, hatte unter Befehl des Brigadiers General Graf 
Haugwitz östlich von Dölitz, wo 3 Strassen sich vereinigen, 
im Verbände mit andern Truppen Position genommen, und half 
hier mit, um mehrere Gegenangriffe des Feindes abzuweisen. 
Nachdem Napoleon auch am 18. seine Positionen nicht zu be- 
haupten vermochte, begann am Morgen des ID. der Rückzug des 
französischen Heeres, während die Marschälle Macdonald und 
Lauriston die Vorstädte von Leipzig vertheidigten, um den 
Abzug zu decken. — Der Kampf um die Vorstädte war mör- 
derisch; das Reserve-Corps erstürmte' das Peters-Thor zu- 
nächst der Pleisse. ohne dass es dem Regimeute jedoch vergönut 
gewesen wäre, an diesem Kampfe Theil zu nehmen. 

In dieser ewig denkwürdigen Schlacht, welche Deutsch- 
land und Oesterreich endlich von dem Drucke des Eroberers 
befreite, in welcher ein.« halbe Million Streiter mit beiuahe 
2000 Feldgeschützen in vitägigem heissem Ringeu sich gegen- 
überstanden, — waren die Verluste beiderseits ausserordeut- 



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95 



lieh gross. Von den Franzosen kamen kaum 80.000 Mann an >«»■ 
die Saale, 60.000 Mann hatte Napoleon bei Leipzig ein- 
gebüsst; — aber auch die Verbündeten hatten schwere Ver- 
luste erlitten, die im Ganzen 48.000 Manu betrugen. 

Das 48. Infanterie-Regiment allein hatte am lü. October ^."«t«! 
bei Auenhayu: äJS^na 

1 Stabsofficier, 5 Oberofliciere und 425 Mann todt und 
verwundet. 

Todte Officiere : Lieutenant Rafoloszky und Fähn- 
rich Kollmar. 

Verwundete Officiere: Major Rubenduust, Haupt- 
mann Tärnöczy, Brentano und Tartorotty. 

Oberlieutenant Sabo retty, Stwerdetzky und Kar- 
hof er, Lieutenant Hochholzer und Fähnrich Gyurko- 
vits, dann 75 Mann vermisst. 

Am 18. betrug der Verlust: 

Todte 8 Mauu, Verwuudete 22 und vermisst 20 Mann. 

Somit der Gesammtverlust in der Schlacht bei Leipzig: 
11 Officiere, 550 Manu. 

Den 19. Nachmittags marschirte das Regiment durch die 
Stadt Leipzig, defilirte dort vor den verbündeten Monarchen 
und deren Hauptquartier, und wurde sowohl von Se. Majestät 
dem Kaiser, als auch von dem commaudirenden Generaleu der 
verbündeten Armee Fürsten von Schwai zenberg, wegen 
des auf den Maierhof Auenhayn mit besonderer Bravour aus- 
geführten Sturmes öffentlich belobt. 

Dem Obersten Dresse ry, welcher das Regiment in 
jenem kritischen Augenblicke, als die Franzosen sich schon 
Sieger wähuten, — mit ebensoviel Kaltblütigkeit als Geschick- 
lichkeit geführt und durch sein heldenmüthiges Beispiel dem 
ganzen Regimente vorgeleuchtet hat, wurde in Anerkennung dieser 
glänzenden Waffeuthat von Sr. Majestät der Militär-Mari a- 
Theresien-Orden, ohne Kapitels- Ausspruch verliehen. 

In dieser so ausserordentlich ehrenvollen Auszeichnung 
seines Commandanten sah sich das Regiment für seine Opfer 
reich belohnt.*) 

*) Die r Geschichte des Theresien- Ordens" erzählt Folgendes: 
„Dressery, Wilhelm von, als General-Major und Brigadier zu 

Mantua am 14. März 1822 im 52. Lehensjahre gestorben, war zu Köhalom 

in Siebenbürgen geboren. 



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96 



»*•»• Am 19. Abends lagerte das Regimeut bei Gautsch und 

bestritt die Vorposten längs der Elster. 



Vom Türkenkrieg unter Kaiser Josef angefangen, hatte er allen 
FeldzOgen beigewohnt, war vorerst Lieutenant bei Graf Harrach 
Kürassieren, im Jahre 1797 Hauptmann bei Preiss-Infanterie und im 
Feldzuge 1805 als Major im Generalstabe der ungarischen adeligen 
Insurrections- Armee beigegeben. 

Im Jahre 1812 zum Obersten bei dem 48. Infanteric-Regimente 
Simbschen ernannt, theilte Dressery in den Befreiungskriegen den 
Ruhm des Regiments, welches in allen Gelegenheiten besondere Tapfer- 
keit an den Tag legte. Die erste Veranlassung war die Schlacht bei 
Dresden, wo er sich bei dem Sturme auf Klein-Hamburg und Altona 
auszeichnete. 

In der Schlacht bei Leipzig erhielt das Regiment am 16. Octobcr 
den Auftrag, den Meicrhof von Auenhayn zu nehmen, welche Aufgabe 
höchst ehrenvoll gelöst wurde. 

Der Feind hatte Auenhayn stark besetzt und zu beiden Seiten 
mehrere Batterien aufgefahren. 

Um 2 Uhr Nachmittags rückte das 2. Bataillon zum Angriffe 
vor, um sich dieses so wichtigen und entscheidenden Punktes zu be- 
meistern. Der Gegner wurde zwar zurückgedrängt, allein es gelang 
nicht ihn gänzlich zu werfen, da der Angriff ohne Geschütz und Reiterei 
unternommen werden musste, jener aber von beiden Waffen unterstützt 
war und den Vortheil des Terrains für sich hatte. Gegen 5 Uhr unter- 
nahm Oberst Dressery mit dem 1. Bataillon, unter Major Rii ben- 
dun st, unterstützt von dem Grenadier-Bataillon Cal 1 einen abermaligen 
Angriff. Um den vorauszusehenden höchst bedeutenden Verlust bei einem 
geraden Vorrücken auf den Maierhof zu vermeiden, zog sich das 
Bataillon rechts, drang mit dem gefällten Bajonetc, ohne einen Schuss 
zu thun, das mörderische Feuer des Feindes nicht achtend, mit Un- 
gestüm vor, warf den Gegner und verfolgte ihn bis auf die gegenüber- 
liegende Anhöhe. 

Der tapfere Major Ruhend un st, welchem eine Kanonenkugel 
das Pferd unter dem Leib getödtet hatte, wurde schwer verwundet vom 
Kampfplatze geschafft. Auf der jenseitigen Höhe von der feindlichen 
Cavallerie angegriffen, formirte das Bataillon eilends Klumpen und zog 
sich fechtend bis Auenhayn zuröck Der Meierhof ward fortan behauptet 
bis die einbrechende Nacht dem Kampfe ein Ende machte. Der Verlust 
des Regimentes bestand an diesem Tage aus 1 Stabs-, 10 Ober-Officieren 
und .WO Mann vom Feldwebel abwärts. Die Tapferkeit und Ausdauer 
der Mflnnschaft, sowie das rühmliche Beispiel, womit Stabs- und Ooer- 
Ofticiere derselben vorangingen, fanden in der Relation über die denk- 
würdige Völkerschlacht die gebührende Anerkennung. Zur Belohnung 
des Verdienstes, welches sich Oberst Dressery und Major Ruhen- 
dunst bei diesem merkwürdigen Sturme durch einsichtsvolle und 
kräftige Leitung ihrer Truppeu erworben hatten, wurde ersterem mit 



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Vom 20. ab, marschirte die ganze Division Bianchi 
zur Verfolgung des Gegners über Pegau gegen Jena, und 
cantonirte am 26. bei Risheim, wo dem Obersten Dressery 
das von Sr. Majestät verliehene Militär-Maria-There- 
sien-Kreuz, durch den Feldmarschall-Lieutenant Fürsten 
Muriz Liechtenstein überbracht wurde. 

Das Regiment, immer in der Division Bianchi, nahm 
an dem allgemeinen. Verfolgungsmarsche der verbündeten 
Armee gegen den Rhein Theil, cantonirte vom 9. bis 16. 
November bei Wacheubucheu nördlich Hanau, marschirte von 
dort an den Ober-Rhein, überschritt denselben am 22. De- 
cember bei Basel und betrat noch an diesem Tage französischen 
Boden bei Lauffen. 

Handbillet des Kaisers aus Rötha vom 20 October 1813 das Ritter- 
kreuz des Maria-Theresien-Ordens, dem Major Rubendunst 
vom Kaiser von Russland der St. Annen-Orden zweiter Classe 
zu Theil. 



U.-..M.M. .U. i». LMM tmt IUk 



7 



Bf Data sr. e. Heilage Ar. O. 



Verluste des Regimentes im Feldzuge 1813 in Deutschland. 



üfflciere. Mannschaft. 

Schlacht hei Dresden. 26. August 1813. 

Todt 1 92 

Verwundet 8 363 

Gelangen 1 68 

Vermisst ^ — _ 173 

Schlacht hei Kulm. 30. April 1813. 

Schlacht bei Leipzig. 16. October 1813. 

Todt 2 

Verwundet 9 

Vermisst — 75 

Zusammen . 11 500 



} 425 



Schlacht bei Leipzig. 18. October 1813. 

Todt — » 

Verwundet — 22 

- 20 



. - 50 

tiesammt- Verlust im Feldzuge 1818 In 
Deutschland 21 1246 



uigmzea t 



1814 



Im Feldzuge in Frankreich. 

Dieser Feldzug kann in politischer Beziehung nur als 
die fortgesetzte Wirkung jener grossartigen Reaction betrachtet 
werden, welche in Folge von Napoleon'» Niederlagen in 
Russland und Deutschland gegen den eroberungssüchtigen 
Unterdrücker immer mächtiger ihr Haupt erhoben hatte; in 
militärischer Beziehung stellt er sich als die Verfolgung des, 
von den Verbündeten, bei Leipzig erfochteneu Sieges dar. 

Wie bereits erwähnt, waren die Verbündeten schon Mitte 
November am Rhein angelangt, und nur die Notwendigkeit, 
die Armee für ein so bedeutendes Unternehmen — als das 
sich die Unterwerfung Frankreichs jedenfalls darstellte, — zu reor- 
ganisiren, den Truppen nach den gehabten Anstrengungen einige 
Ruhe zu gönnen und mittlerweile die Verpflegs-An stalten vorzu- 
bereiten, verschoben den Zeitpunkt der Eröffnung offensiver 
Operationen jenseits des Rheins, bis zum Jahresschlüsse. 

Die sämmtlichen Kräfte der Nordarmee wurden nach 
Holland entsendet, um dieses Land von dem französischen 
Einflüsse zu befreien. 

Die grosse böhmische Armee, durch die Truppen des 
aufgelösten Rheinbundes verstärkt, hatte mit 260-000 Mann 
durch die Schweiz, zwischen den Vogesen und dem Jura durch, 
auf das Plateau von Langres zu operiren; die schlesische Arm^e 
unter F. M. Blücher 137.000 Mann stark, sollte im Centrum 
vom Mittel-Rhein aus, auf Metz - beide Armeen aber dann 
vereint — auf Paris vorrückeu. Ausserdem wurde in Italien 
eine österreichische Armee unter F M. (Jraf Bellegarde 
80.000 Manu stark versammelt. 

1* 



100 



Napoleon hatte kaum 70.000 Mann über den Rhein 
gerettet ; allerdings Hess er grossartige Aushebungen decretiren 
und zog alte Truppen aus Spanien herbei, — doch war er 
beim Beginne des Jahres mit seinen Vertheidigungsanstalten 
noch so sehr im Rückstände, dass er an der Grenze keinen 
ernsten Widerstand zu leisten vermochte. 

Die Division F. M. L. Friedrich Bianchi, welcher 
noch immer das 48. Regiment Simbschen angehörte, bildete 
bei Eröffnung der Operationen einen Bestandteil des Reserve- 
Corps, unter dem russischen General Barclay de Tolly. 
*Z%SSE£' Ein Tüeil dieser Reserve, darunter auch die Division 
, -" J,n "" ,Ui Bianchi und das 48. Regiment, wurde vom 2. Jänner ab, vor 
Bei fort eingetroffen, zur EinSchliessung dieser Festung ver- 
wendet, bei welcher Gelegenheit das Regiment einen Verlust 
von 2 Todten und 2 Verwundeten erlitt. 

Am 13. Jänner rückte die Division Bianchi in die 
Gegend von Langres, der Hauptarmee nach, und cantonirte 
hinter derselben. 

Als die böhmische Armee sich dann gegen die Seine 
und Aube, mehr nach Norden vorschob, bildete das Reserve- 
Corps deren linken Flügel an der Seine, und cantonirte das 
48. Regiment gegen Ende Jänner an diesem Flusse in Buxeil, 
circa 3 Stunden südlich Bar sur Seine. 

Als Fürst Blücher bei Brienne am 29. Jänner von 
Napoleon im Rücken angegriffen, geschlagen und geuöthigt 
wurde, sich auf die mit dem Gros bei Bar sur Aube stehende 
grosse Armee unter F. M. Fürst Carl Schwarzenberg 
zurückzuziehen, Napoleon ihm gegen Süden nachdrängte, 
und in Folge dessen am 1. Februar bei la Rothiere sich eine 
Schlacht entspann ; sollte da« I. österreichische Corps uud die 
österreichische Reserve unter Barclay von Bar sur Seine 
über Vandeuvre auf Dienville gegen Napoleons rechte 
Flanke eingreifen. 

Am 1. Februar um 7 Uhr Morgens brach das 48. 
Regiment im Verbände der Division Bianchi von Buxeil 
auf, marschirte durch Bar sur Seine und Vandeuvre, erhielt 
jedoch dort den Befehl, über le Magny nach Maison de champs 
zu rucken, nachdem durch Maischverzögerungen beim voraus- 
marschirenden 1. Corps des Fürsten Colloredo, ein recht- 
zeitiges Eintreffen der Reserven bei Dienville nicht mehr zu 



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101 



hoffen, und der Ausgang der Schlacht bei der bedeutenden «*• 
Ueberlegenheit der Verbündeten nicht mehr zweifelhaft war. 

Den 3. Februar marschirte das Regiment mit der Division 
Bianehi gegen Troyes, welche Stadt das Corps des Feldzeug- 
meisters Colloredo, von den österreichischen Reserven unter- 
stützt, wegnehmen sollte; da aber die Brücke über die Barse 
bei Courteranges abgetragen, und Brückenmateriale nicht zur 
Hand war, so machte die Division hier Halt, und bezog das 
Regiment Simb sehen ein Lager bei letztgenanntem Orte. 

Am 4. erhielt das Regiment den Auftrag den Ort Clerey*) J^cES» 
zu besetzen, und sich besonders der bei diesem Orte über die ' K,,br "* r IHU 
Seine fuhrenden Brücke zu vorsichern. 

Es brach daher um 3'/ s Uhr Nachmittags aus dem Lager 
bei Courteranges auf und langte um 6 l /i Uhr Abends in der 
Nähe des Dorfes Clerey an. 

Einige aus dem Orte, auf die als Avantgarde voraus- 
gehende 3. Compagnie abgegebene Schüsse verriethen die 
Anwesenheit des Feindes ; hierauf wurden die 3. und 4. Com- 
pagnie beordert, den Ort zu recognosciren, und sich wenn mög- 
lich von der Stärke des Feindes Kenntniss zu verschaffen. 

Dem Lieutenant Grubanovich mit seinem Zuge gelang 
es, beim ersten Angriff einen Gefangenen zu machen, welcher 
die Stärke, dos jenseits der Seine lagernden und die Brücke 
besetzt haltenden Feindes, auf 600 Mann Infanterie und 200 
Pferde angab. 

Indessen kam die ganze Division Bianehi heran, und er- 
hielt das Regiment H i 1 1 e r Nr. 2 den Befehl zur Erstürmung 
der Brücke, konnte aber dem erhaltenen Auftrage nicht sogleich 
entsprechen, weil die zum Sturme vorgesendeten Compagnien 
in dem heftigen Infanteriefeuer des Feindes schon zerstreut bei 
der Brücke ankamen. 

Da rückte Major Busän des Regiments Simbschen 
mit der 12. und 5. Compagnie in geschlossener Ordnung im 
Sturmschritte gegen die Brücke vor, und nahm dieselbe unge- 
achtet des mörderischen feindlichen Feuers im Vereine mit 
den, inzwischen raillirtcn und abermals vorgehenden, tapfereu 
Compagnien von Hiller- Infanterie. 

*) 3 Meilen südöstlich von Troyes. 



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102 



«»«• Das Regiment Simbschen hatte beim Sturme und der 

sofort unternommenen Verfolgung einen ziemlich bedeutenden 
Verlust, weil einige Compagnien, nach Wegnahme der Brücke 
sich in der Hitze des Gefechtes hinreissen Hessen, in dunkler 
Nacht sich zu weit aus dem Orte vorzuwagen, und von der 
feindlichen Cavallerie überraschend angefallen wurden. 
wfflSiu Der Verlust des Regimentes betrug an Todten 2 Officiere, 
* y rhmi .*.«. Oberlieutenant P a r d o r f , Lieutenant Schubert, und 32 
Manu ; an Verwundeten 1 Ofhcier, der auf dem Schlachtfelde 
beförderte Fähnrich Kittel, und 55 Mann; vermisst 7 Mann. 

Zusammen 3 Officiere und 04 Mann. 

Erst um ü 1 /* Uhr Abends nahm das Gefecht ein Ende; 
die genommene Brücke wurde verrammelt, um vor einem 
feindlichen Uoberfalle gesichert zu sein. 

Des andern Tages bei grauendem Morgen hörte man in 
der Gegend von Haute-Fontaine eine Kanonade, und rückte 
die Division Bianchi in jene Gegend ab, kehrte aber nach 
einer Stunde, als das Kanonenfeuer verstummt war, wieder 
nach Clerey zurück, von wo es am 7. in eine Aufstellung 
bei Maison blanche vor Troyes beordert wurde, um bei dem 
allgemeinen Angriffe auf diese Stadt mitzuwirken. 

Am 6. Februar schon war der grösste Theil der Haupt- 
Armee hier versammelt. 

Mit Sturmleitern und Faschinen versehen erwartete das 
Regiment das Zeichen zum Angriffe, als von den Vorposten 
die Moldung einlief, dass sich der Feind auf allen Seiten 
zurückziehe. 

Das Regiment bezog hierauf Abends eine Cantonirung 
bei Favornau. 

Napoleon war von Troyes nordwärts abmarschirt, um 
der Armee Blücher's, welche über Champaubert und Mont- 
mirail directo auf Paris marschirte, in die Flanke zu fallen, 
was ihm auch gelang, und den Feldmarschall Blücher nach 
einem Verluste von 12.000 Mann zum Rückzüge auf Chälons 
bewog. Fürst Schwarzenberg benützte Napoleons Ab- 
wesenheit, um seine Armee die Seine abwärts zu führen, sich 
der beiden wichtigen Uebergänge von Nogent und Montereau 
zu bemächtigen und die Corps der Marschälle Oudinot und 
Victor zum Rückzüge an die Yeres, südöstlich Paris, zu 
nöthigen. Auf die Nachricht von diesen Bewegungen Hess 



108 



Napoleon sofort von Blücher ab, eilte zur Unterstützung «•»«• 
der Marschälle mit seinem Gros herbei und ordnete eine con- 
centrische Vorrückung gegen Montereau an, wo es am 18. Fe- 
bruar zwischen Napoleon und dem Corps des Kronprinzen 
von Württemberg zu einem äusserst hartnäckigen Treffen kam. 

An diesem Tage stand die Division Bianchi bei Dor- 
melles, rückte uoch am 18. in eine Cantonirung bei Chau- 
mont ab, doch kaum dort eingetroffen, musste sie sofort nach 
Villoueuve la Guiard aufbrechen, und dort eine Stellung zur 
Aufnahme des württembergischen Corps beziehen. 

Das Regiment Simbschen, wie überhaupt die ganze 
Division Bianchi standen dort in Bereitschaft, bis das 
württembergische Corps Montereau räumte; das 48. Regiment 
marschirte dann noch in der Nacht nach Sens, wo es ein 
Lager bezog. 

Napoleon hatte dem Marschall Augereau das Com- öpmnm 
mando über alle Streitkräfte, welche im Rhone- und Saöne-Gebiet « lrh 
sowie dem Jura standen, anvertraut, und demselben Befehl ge- 
geben, gestützt auf Besancon und Lyon in den Rücken der 
Hauptarmee der Verbündeten, sowie gegen deren Verbindungen 
zu operiren. Marschall Augereau war es wirklich gelungen, 
ein Corps von 20.000 Mann aufzubringen, mit dem er die Offen- 
sive gegen Norden ergriff, die ihm gegenüberstehende 10.000 
Mann starke, leichte österreichische Division Bubna, durch 
die Divisionen Marchand, Desaix undBardet nach Genf 
zurückdrängte, mit den bei Ions le Saulnier vereinigten Divi- 
sionen Musnier und Pannetier, dann der Cavallerie- 
Division Digeon, Macon und Bourg en Bresse im Saöne- 
Thale wegnahm, und so die Verbindungen der Hauptarmee 
bedrohte. 

Fürst Schwarzenberg stellte das 1. österreichische 
Corps, dessen Befehl nun der Feldmarschall - Lieutenant 
Bianchi*) übernahm, dann die Division Bianchi des 
Reserve-Corps unter den Befehl des General der Cavallerie, 
Erbprinzen von Hessen-Homburg, und sendete diese circa 
30.000 Mann starke Heeres- Abtheilung über Dijon mit dem 
Auftrage ab, durch energisches offensives Vorgehen Augereau 
unschädlich zu machen. 



*) An Stelle des verwundeten F. Z. M. Graf Golloredo. 



* 



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104 



uStSSaaSSi Mit diesem Corps verliess das 48. Infanterie-Regiment 
Mi» 1814. di e Hauptarinee und traf am 5. März zu Chalons s. Saöne, am 
10. März zu Macon an der Saöne ein, wo man auf die vor- 
geschobenen Abtbeilungen Augereau's stiess, und sich mit 
den am anderen Ufer südwärts dirigirten Abteilungen unter 
den Feldmarschall-Lieutenants Graf Hardegg und Baron 
Wimpffen in Verbindung setzte. 

Die sämmtlichen, zu den Operationen in Süd-Frankreich, 
unter der Bezeichnung Süd-Armee und dem Commando des 
Erbprinzen von Hessen-Homburg vereinigten Truppen, be- 
standen nunmehr aus: 

Dem 1. österreichischen Armee-Corps unter Feldmar- 
schall-Lieutenant Bianchi mit 4 Divisionen: Baron Lede- 
rer, Prinz Wied-Runkel, Baron Wimpffen, dann die 
ehemalige Division Bianchi mit den Brigaden R6tsey und 
Qualenberg, in deren ersterer sich das Regiment Siinb- 
schen befand; ferner das Corps des Feldmarschall-Lieutenants 
Prinz Philipp von Hessen-Homburg mit 3 Divisionen: der 
hessischen, unter General lieutenant Prinz Emil v. Hessen, 
der österreichischen Division Graf Wartensiebe n und der 
Cavallerie-Di vision Graflgnaz Hardegg. In Stimme 62 Ba- 
taillone, 74 Escadroncn mit 43.000 Mann, worunter 8700 
Reiter, nebst 13 Reserve -Batterien. 

Das 1. Corps nickte auf dem rechten, das 2. am linken 
Saöne-Ufer gegen Lyon, angesichts welcher Bewegungen Au- 
gereau seinen Rückzug gegen Lyon anzutreten sich ge- 
nöthigt sah. 

Um jedoch die Stärke der am rechten Ufer ihm folgen- 
den Streitkräfte zu recognosciren, beauftragte er die Division 
Mu silier, die er durch einige tausend Nationalgarden ver- 
stärkte, am 11. März von Villefranche wieder gegen Macon 
vorzudringen; die Divisionen Pannetier und Digeon soll- 
ton als Unterstützung nachrücken, indess die am linken Saöne- 
Ufer zurückgehenden Brigaden Bardel und Pouchelon 
den Brückenkopf bei Macon (S. Laurent) angreifen würden. 

Beim 1. österreichischen Armee-Corps, das am 10. März 
Treffen Um Macon herum lagerte, sollte am 11. gerastet werden; 
11 M«r« \*U. allein gegen b Uhr Früh langten Rapporte der Vorposten ein, 
welche einen feindlichen Angriff meldeten. Kanonendonner 
verkündote bald, dass der Feind in der Nähe sei und erhielten 



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105 



die Truppen Befehl zum Beziehen einer Verteidigungsstel- 
lung hinter der Grosne, südlich Macon. 

Das Regiment erhielt den Auftrag, den rechten Flügel 
der Aufstellung auf den Füssen der Thalbegleitungen bei S. 
Clement zu bilden. Vier Compagnien besetzten hierauf die 
Bergrusse südlich dieses Ortes, 4 Compagnien wurden an die 
Mühlen, der vor der Front fliessenden Grosne, als Vortruppeu 
entsendet. 

Indessen rückte der Feind zum Angriffe vor, entwickelte 
mehrere Colonnen und griff besonders auf seinem linken 
Flügel bei Vincelles mit so viel Nachdruck an, dass alle auf 
dem rechten Flügel des Regiments vorpoussirten Abtheilungeu 
sich von der Grosne bis in die Hauptaufstellung bei S. Cle- 
ment zurückziehen mussten. 

Der Feind folgte dieser rückgängigen Beweguug mit 
einer Colonne auf den Hängen oberhalb S. Clement, und ge- 
lang es ihm, so gegen die rechte Flauke des Regiments einige 
Fortschritte zu machen; allein Oberst Dresser y, welcher 
auf dem äussersten rechten Flügel bei einem Landhause mit 
einer Compagnie verdeckt stand, nahm die weichenden Com- 
pagnien auf und imponirte durch einige überraschende, wohl- 
angebrachte Dechargen dem Feinde derart, dass derselbe nicht 
nur vom weiteren Vorrücken abliess, sondern auch über die Grosne 
zurückeilte. Auch auf seinem linken Flügel wurde das Regi- 
ment in einen ernsten Kampf verwickelt, indem der Feind 
mit seinen Tirailleurs im Sturmschritte angriff und mit starken 
Massen so kraftvoll nachdrängte, dass der linke Flügel des 
Regiments aus seiner Stellung vertrieben, von den nahe bei 
S. Clement aufgestellten Grenadier-Abthoilungen aufgenommen 
werden musste. 

Das Eingreifen der Reserven, rechtzeitige Cavallerie-An- 
griffe vom linken Flügel her, vornehmlich aber das ausge- 
zeichnet tapfere und geschickte Benehmen der Artillerie, 
setzten den Fortschritten des Gegners hier ein Ziel. Derselbe 
war schon im Weichen begriffen, als eine Batterie auf dem 
rechten Flügel des Regiments, das ganze Thal vor sich be- 
herrschend, auffuhr und den Rückzug des Gegnors noch be- 
schleunigte, worauf die ganze österreichische Gefechtslinie zum 
Angriffe überging und den Gegner in voller Flucht über 
Creches hinaustrieb. 



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106 



'* u Bei dieser Gelegenheit machte das Regiment zahlreiche 

Gefangene, und eroberte Feldwebel Adel mann mit einiger 
Mannschaft des Regiments eine feindliche Kanone, die nicht 
schnell genug zurückgeschafft werden konnte*). 

Durch den eiligen Rückzug des Gegners endete das Ge- 
fecht noch vor Einbruch der Nacht. Das Regiment bezog ein 
Lager bei Macon, mit Ausnahme der 5. und 6. Division, 
welche dem Feinde noch über Creches hinaus gefolgt waren 
und bei diesem Dorfe bivouakirten. 

Sowohl das österreichische 1. Armee-Corps als die Franzosen 
verloren je 500 Mann an Todten und Verwundeten, doch 
büssten die Franzosen noch Uber 500 Gefangene und zwei 
Kanonen ein. 

Da-s Regiment verlor in diesem Gefechte: 

Todt 1 Ofhcier, Oberlieutenant Donat, 8 Mann; 

Verwundet 4 Ofliciere, Hauptmann Bataillons-Commandant 
Fiegel, Hauptmann Brentano, Vidakovich, Lieutenant 
Lisander und 63 Mann; 

Vermisst 13 Mann. 

Gefangen 1 Ofhcier, Fähnrich Gross und 4 Mann. 
Zusammen « Ofticiere, 88 Mann. 

Am 15 marschirte das Regiment nach St. Amour westlich 
Creches, wo eben das 3. Bataillon, aus Niederösterreich kommend, 
einrückte und nach einer fast zweijährigen Trennung sich mit 
dem Regimente wieder vereinigte, für welches es seit Beginn 
des Feldzuges 1812 in Galizien, Ungarn und Niederösterreich 
als Rekruten und Augmentirungs-Depöt gedient hatte. 

Während des Feldzuges 1812 stand dieses Bataillon im 
Zempliner Comitate; vom November dieses Jahres ab in 
Rzeszow in Galizien, von wo dem Regimente bis März 1813, 
1!»70 abgerichtete Rekruten nachgesendet wurden. Spätor als 
Garnison in Lemberg, rückte das 3. Bataillon im August 1813 
nach Seefeld in Niederösterreich, bildete einen Bestandtheil 
der dort aufgestellten Reserve-Armee unter dem Feldmarschall 
Herzog von Württemberg, und marschirte am 10. Jänner 1814 
in der Brigade des General-Major Bakonyi nach Frankreich 
zur Armee ab, wo es unter Coramando des Oberstlieutenants 



•) Feldwebel Adel mann erhielt hiefür die silberne Tapferkeits- 
Medaille. 



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107 



Leszczinsky — wie schon erwähnt — am 15. März nach »«• 
langem und beschwerlichem Marsche in St. Amour (südlich 
Macon) zum Regimente stiess. 

Durch diese Verstärkung kam das 48. Regiment anf 
einen Stand von 1550 Mann, und wurde nun sammt dem 
Regimente Hessen-Homburg (Nr. 19) mit dem es seit dem 
russischen Kriege in einer Brigade vereint war, dem General- 
major Graf Haugwitz unterstellt, und vom 17. März ab, in 
die Division des Feldmarschall-Lieutenant Baron Wimpffeu, 
welche nun die Brigaden Gall, Graf Haugwitz und Mumb 
enthielt, eingetheilt. 

Nach dem Treffen von Macon hatte nämlich der Erbprinz 
von Hessen-Homburg beschlossen, das Gros seiner Streitkräfte 
sudlich Macon am rechten Saöne-Ufer zu vereinigen und nur 
die Ca vallerie-Di vision Graf Hardegg nebst der Brigade Prinz 
Coburg an linken Ufer zu belassen. 

Die österreichische Division Wimp ff bd, dann die hessischen 
Truppen und die Grenadier-Brigade Fürstenwärther trafen 
somit zwischen dem 13. und 16. März zwischen St. Amour 
und Mayon ein, wo alle diese Truppen für die künftige Ver- 
wendung in 3 Colonnen gegliedert wurden. 

Die erste und rechte Flügelcolonne bestand aus dem 1. 
österreichischen Armee-Corps unter F. M. L. Biauchi; 

die zweite und linke Flügelcolonne bestand aus der nun- 
mehr verstärkten Division F. M. L. Wimpffeu (mit dem 
Regimente Simbschen), indessen die hessischeu Truppen 
mit den Grenadieren die 3. Colonne, gleichzeitig Reserve, 
formirten. 

Am 17. bezog das vereinte Regiment ein Lager bei 
Croisee. 

Es fanden an diesem Tage nur einige Plänkeleien zwi- 
schen den österreichischen Vorhuten beider Colonnen und den 
feindlichen Arriergarden statt, woran das Regiment keinen 
Antheil nahm. 

Ernster war der 18. März. Angesichts der neuerlicheu Vor- 7 „„ ru 
rückung der Armee des Erbprinzen, die nun am rechten Saöne- 
Ufer 30.000 Mann zählte, ertheilte Marschall Au gor eau noch am 



*) Auf der Sc heda 'sehen Karte, St. Georges de Reneins, 
4 Meilen südlich Macon an der Strasse nach Lyon. 



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108 



»««• 17. März Abends der Division P a n n e t i n mit dem 4. Huszaren- 
Regimento den Befehl, die Stellung bei St. Georges de Reneins 
zu besetzen; die Brigade Gudin sollte ihr als Reserve dienen, 
die Brigade Ordonneau der Division M u s n i er sich in der 
Richtung gegen Beaujeu aufstellen. Marschall Augereau 
mochte etwa 17.000 Mann zur Stelle haben. — Mit Tages- 
anbruch setzten sich die Colonnen B i a n c h i' s und W i m p f- 
fen's in Marsch, um den Feind anzugreifen, der sich zwischen 
Belleville und Villefranche hinter der Vauzonne bei St. Geor- 
ges in einer vortheil haften Position, mit dem linken Flügel 
auf den Thalbegleitungen, mit dem rechten Flügel an die 
Saöne gelehnt, Front gegen Norden, neuerdings festgesetzt 
hatte. Gegen 1 1 Uhr Mittags war der rechte Flügel der Armee 
unter Feldmarschall-Lieutenant Biauchi kaum in gleicher 
Höhe mit dem Centrum, das unter Feldmarschall-Lieutenant 
Wimpffen's Commando auf der Strasse stand, entwickelt, 
als sich sofort ein lebhaftes Gefecht entspann. Der rechte 
Flügel der Angreifer fand bei seinem Vordringen bedeutende 
Schwierigkeiten im Terrain, und benützte General P a n n e t i n 
diesen Umstand, um sieh auf die in der Front angreifende 
hessische Brigade Gall der Colonne Wimpffen zu werfen, 
welche nun zurückgedrängt wurde. General Graf Haugwitz 
eilte mit seiner Brigade im Laufschritte zur Unterstützung 
heran und führte den Major B u s ä u mit 2 Bataillonen Simb- 
schen auf eine kleine, nächst der Strasse liegende Höhe, wo 
General Graf Haugwitz von einer Kugel getroffen an der 
Spitze des Regiments stürzt, — während Major Busän mit 
den beiden Bataillonen den Anprall des Feindes hemmt, — 
ihn durch Dechargen zurückweist, und nachdem noch andere 
Truppen der Reserve im Sturmschritte herbeieilen, mit diesen 
• vereint zum Bajonetangriff übergeht. 

Dem stürmenden Andrängen der Truppen hielt der ein- 
mal abgewiesene Gegner nicht mehr Stand; — Abtheilungen 
des Regiments S im bschon, das ihm auf dem Fussc folgte, 
drangen mit den Franzosen zugleich in St. Georges ein, so 
dass sich die letzteren genöthigt sahen, auch auf die Vertheidi- 
gung des Ortes zu verzichten und denselben zu verlassen. — 
Südlich St. Georges jedoch, entwickelte sich ein feindliches 
Kürassier-Regiment, — das 13. aus der Reserve, — um das Ge- 



focht wieder herzustellen und das Debouchiren der österrei- 
chischen Infanterie aus dem Dorfe zu verhindern. 

Bevor die französischen Kürassiere jedoch ihren Gegen- 
Angriff beginnen konnten, wurden dieselben von zwei, mit 
der österreichischen Infanterie zur Verfolgung vorgegangenen 
Geschützen beschossen; Oberstlieutenant Leszezynski mit 
eiuer Compagnie des 3. Bataillons westlich von St. Georges vor- 
gegangen, griff dieselben von der Höhe herab in ihrer linken 
Flanke an, wahrend 3 Compagnieu desselben Bataillons unter 
Hauptmann Schmidt aus dem Orte herausbrechend, bis auf 
150 Schritt an die schon in Unordnung befindliche Cavallerie 
herangingen und Dechargen auf dieselbe gaben. — Kurz dar- 
auf auch von einer Escadron Würzburg - Dragoner in der 
rechten Flanke angefallen, kehrten die feindlichen Reiter im 
bunten Knäuel den Rücken und räumten das Feld. 

Nachdem die Franzosen durch das energische Nachdrän- 
gen des Regiments und der nächst stehenden Truppen, sowie 
durch das glückliche, übereinstimmende Handeln aller drei 
Waffen im entscheidenden Momente ihren Stützpunkt im Cen- 
trum verloren hatten, gleichzeitig die Colonne Bianchi auch 
den linken Flügel des Feindes zurückwarf und die dominiren- 
den Höhen gewann, konnten sie sich in der Ebene zunächst 
der Strasse nicht mehr behaupten, und traten, allenthalben 
verfolgt, den Rückzug an, auf dem sie ohne Aufenthalt von 
der österreichischen Cavallerie unter dem General Leder er 
gejagt, bis zum Abend auch die Orte Villefranche und Anse 
passiren, und aufgeben mussten. — Erst die Nacht beendigte 
den Siegeslauf der österreichischen Reiterei, welche auf deu 
Höhen südlich les Chelles ihre Vorposten aufstellte. — Der 
Gegner zog sich gegen Lyon zurück, während das I. Corps 
bei Villefranche, die Division Wimpffen bei Anse, das Re- 
giment Simbschen bei Plagnar, südlich des ersteren Ortes, 
spät Abends das Lager bezog. 

Der Divisions-ßefehl des Feldmarschall-Lieutenant Baron 
Wimpffen vom folgenden Tage, gab dem Regiraente für 
sein besonderes tapferes Verhalten das ehrendste Zeugniss; 
vorzüglich wurde in demselben Lieutenant Janksteiner 
gerühmt, welcher die zerstreute Mannschaft einer Division 
sammelte und mit derselben dem Feinde in die Flanke fiel : 
Major Bus an. Commaudant des 2. Bataillons, wurde wegen 



110 



Si-lllarhl 

M l.pn. 



seiner Entschlossenheit und umsichtigen Benehmens Sr. Ma- 
jestät dem Kaiser durch Feldmarschall - Lieutenant Baron 
Wimpffen besonders empfohlen und später mit dem Ritter- 
kreuze des Leopold-Ordens belohnt. 

In diesem Gefechte verlor das Regiment 
an Todten : 2 Officiere , Hauptmann Burkhardt, 

Oberlieutenant C a g n o u i, 
und 17 Mann; 
au Verwundeten : — 60 Mann ; 

,, Gefangenen: 1 Officier, der verwundete Hauptmann 

Wöber, und 7 Mann; 
„ Vermissteu: — 35 Mann. 

Zusammen ... 3 Officiere und 135 Mann. 

Marschall Augereau, obwohl einsehend, dass seine 
Kräfte jenen der Südarmee nicht gewachsen seien, glaubte doch 
zur Deckung Lyons noch eine Schlacht wagen zu sollen. Zu 
diesem Zwecke Hess er die Division Musnier eine sehr vor- 
teilhafte Aufstellung bei Limonest nördlich Lyon an jenem 
Punkte, wo die Strasse von Villefranche die. höchste Einsatte- 
lung des Gebirges übersetzt, schon am 19. März beziehen. 

Der Erbprinz von Hessen-Homburg, der jedoch die 
Schwierigkeiten, die ihn auf diesem Punkte erwarteten, kannte, 
schob die ganze Colonne Bianchi zur Umgehung dieser 
Stellung nach Südosten, — und Hess am 19. nur die Divi- 
sion Wimpffen nebst dem Reserve-Corps, von Anse directe 
auf Lyon vorgehen. 

Am Abend dieses Tages stand das Regiment im Lager 
bei les Echelles ; am 20. war dasselbe, sowie die ganze Armee, 
bereits um 7 Uhr Früh gefechtsbereit und stand auf der von 
les Echelles nach Lyon führenden Strasse en colonne zum An- 
griffe formirt. 

Um 1 Uhr Nachmittags, als der Feldmarschall- Lieute- 
nant Bianchi mit dem rechten Flügel der Armee von Dom- 
martin her auf der Strasse vou Moulins die Höhen nordöstlich 
Lyon erstiegen, und die sich ihm entgegenstellenden Divisionen 
Pannetin und Digeon mit. der Brigade Mumb (für diesen 
Tag dem 1. Corps zugetheilt) links umfasste und zurück- 
drängte, ging auch die Division Wimpffen nebst dem 
hessischen Corps zum Angriffe in der Front, gegen die Division 
M DSD i e r von Limonest in mehrereu Colouneu vor. 



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111 



Das Regiment Simbschen wurde an diesem Tage in 
3 Theile getrennt; das 2. Bataillon nebst dem ganzen Regi- 
mente Nr. 19 wurdon nach rechts detachirt, um die Verbin- 
dung mit der Coloune Bianchi zu unterhalten. 

Das l. Bataillon wurde nebst dem Reste der Division 
Wimpf'feu au der Strasse von les Echelles directe auf Li- 
monest dirigirt ; indessen sollte das 3. Bataillon die dominiren- 
deu Höhen zwischen der Saöne und Limonest in der rechten 
Flanke des Feindes gewinnen, und durch Demonstriren von 
dort, gegen deu Rücken des Gegners, den Frontal-Angriff 
unterstützen. 

Dio Division Musnier yertheidigte sich mit ausser- 
ordentlicher Sündhaftigkeit, und erst als die beiden französischen 
Divisionen des linken Flügels, von Bianchi vollends aus ihrer 
Stellung geworfen waren, ging auch Musnier unter bestän- 
digem Gefechte zurück , indem er trachtete, seineu Rückzug 
durch das 13. Kürassier-Regiment, das sich heute abermals 
auf die Division Wimpffen warf, zu decken. Dieser Caval- 
lerie-Angriff traf unter anderen Truppen auch das 1. Bataillou 
von Simbschen, das sich gegen wiederholte Attaquen zu 
vertheidigen hatte. 

Das 2. Bataillon fand während seiner Detachirung keine 
Gelegenheit in das Gefecht einzugreifen; vom 3. Bataillon 
wurden die Hauptleute Schmidt, Vogtberg und Ores- 
k o v ich mit ihren Compagien nach Gewinnung der vorerwähnten 
Höhe, dem erhaltenen Befehle gemäss, entsendet, um durch 
Demonstriren in der rechten Flanke des Feindes, den allge- 
meinen Augriff zu erleichtern, selbstverständlich, ohne bei der 
Schwäche dieser Abtheilungen nennenswerthe Resultate erzielen 
zu können. 

Nach hartem Kampfe gelaug es der Armee gegen 8 Uhr 
Abends , den Feind bis an die Vorstädte von Lyon zu 
drängen. 

Die Nacht machte dem Gefechte ein Ende, und Alles 
blieb in der iunegehabteu Aufstellung, eines weiteren Kampfes 
gewärtig. 

Am nächsten Morgen vor Tagesanbruch räumte jedoch 
der Feind Lyon; das Regiment brach aus seiner Aufstellung 
um 10 Uhr auf, defilirtc mit der ganzen Südarmee vor Sr. 
Durchlaucht dem Commaudireuden, Erbprinzen von Hessen- 



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112 



«•"- Homburg durch Lyon und lagerte vor der Stadt bei La 
Guillotiere, indessen Marschall Auge re au, gedeckt durch die 
Division Bardet, welche die Nachhut bildete, seinen Rück- 
zug im Rhöne-Thal auf Vieune nahm. 

Die Verluste vom 20. bezifferten sich beim Kegimente auf : 



Vrrluttr 
d«« K«fimcnU. 

MLiorawu. lodte 18 Mann 



Verwundete 1 Officier, Oberlieutenant Bodmann, und 
68 Mann. 

Vermisste 5i> Mann. 
Zusamraeu 1 Officier und 141 Mann. 
Nach Passirung von Vienne richtete Augereau seinen 
Rückzug längs der Rhöne gegen Süden, wohin ihm die Süd- 
armee folgte; das Hauptquartier kam nach Vienne. 

Am 28. stand das Regiment Simbschen im Lager 
bei la Frette, an der von Lyon nach Grenoble führenden 
Strasse. 

Nachts wurde das 1. Bataillon unter dem Befehle des 
Majors Busdn beordert, im Aprien-Thale gegen die linke 
Flanke der bei Chivens, der Division Feldmarschall-Lieutenant 
Ignaz Graf Hardegg gegenüberstehenden, von Genf heran- 
gekommenen Division Marchand vorzurücken. 

Das Bataillon war so glücklich, mit einer Jäger-Com- 
pagnie den 29. um 11 Uhr Vormittags im entscheidenden 
Augenblicke des Kampfes einzutreffen, den Feind durch einen 
überraschenden Flanken-Angriff zurückzudrängen, und im Ver- 
eine mit der Division Hardegg, die demselben entrissene 
Stellung, ungeachtet wiederholter heftiger Gegen-Angriffe, so 
lange behaupten zu können, bis der Feind durch eine auch in 
dessen Rücken, nach Rives, ausgeführte Bewegung der Division 
Wimpffen um seinen Rückzug besorgt, sich bis La Buisse 
gegen Voreppe zurückzog, daselbst jedoch neuerdings auf- 
stellte. 

rmimt» Das 1. Bataillon verlor in diesem Gefechte: 

^mSTET an Todten 13 Mann; 

an Verwundeten 21 Mann; 
an Vermissten i» Mann 
Im Ganzen 40 Mann. 

Obwol die fortgesetzten, glücklichen Operationen der Süd- 
arme* 1 die Franzosen bis an die Isere getrieben, und jede Gefahr 
für die Verbindungen der verbündeten Hauptarmee beseitigt 



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113 



hatten, wollte der Erbprinz von Hessen seine Offensive nicht •«*• 
einstellen und beschloss längs der Rhone hinab den Angriff 
gegen Augereau fortzusetzen, indess die Division Wimpf- 
fen die beiden, vor Grenoble befindlichen, Divisionen Mar- 
chand und Desaix im Schach halten sollte. Die Armee 
setzte daher ihren Vormarsch fort. 

Den 2. April stand das Regiment im Lager von Voiron, 0,™^ 
die 13., 15. und 16. Compagnie auf Vorposten vorwärts dieses * a v hi i«h. 
Ortes, an der über die Einsattlung des Gebirgszuges nach La 
Buisse führenden Strasse, und bis an die östlich derselben be- 
findlichen steilen Abhänge des, das Isere-Thal im Norden, be- 
grenzenden Gebirgs-Rückens. 

Die Division Wimpffen sollte an diesem Tage die 
feindliche Stellung bei Voreppe angreifen. 

Um 3 Uhr Nachmittags sammelte sich das Regiment 
Simbschen rückwärts der vorgedachten Einsattlung bei La 
Buisse, und griff die feindlichen Vorposten folgendermassen an: 

Vier Compagnien des 3. Bataillons unter Commando des 
Oberstlieutenants Leszczynsky rückten auf der Chaussee 
über La Buisse directe gegen Voreppe vor, während die 15. 
Compagnie östlich der Hauptstrasse auf einem Saumwege, gegen 
die im Gebirge östlich von Voreppe aufgestellten Abtheilungen 
vordrang. 

Diese Compagnie, später noch durch die 16. unterstützt, 
wurde bald in ein heftiges Gefecht verwickelt, da der Gegner 
auf diesem Punkte überlegen und durch Terrainverhältnisse 
begünstigt war. Doch gelang es der Standhaftigkeit der beiden 
Compagnien, den Feind vom Vordringen abzuhalten und ihn 
auf die Behauptung seines Postens zu beschränken, an welchem 
dem Gegner allerdings viel gelegen war, nachdem bei dem 
Verluste desselben auch die bei St. Julien kämpfenden feind- 
lichen Abtheilungen in ihrer rechten Flanke bedroht, zum 
Rückzüge genöthigt gewesen wären. 

Gegen diese Abtheilungen des Gegners war von St. 
Etienne her die 12. Compagnie vorgegangen, aber trotz aller 
Anstrengungen nicht im Stande, den Feind aus seiner Stel- 
lung zu vertreiben, sondern musste sich im Gegentheile selbst 
nach St. Etienne zurückziehen. 

Indessen wurde das Gros der feindlichen Vortruppen auf 
der im Thalo führenden Hauptstrasse, von dem Reste des 



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114 



•««• 3. Bataillons in der Front, und von dem auf der Strasse von 
Moirons im Isere-Thale vorgegangenen Regimente Hessen- 
Homburg Nr. 19 in der linken Flanke, gleichzeitig uud leb- 
haft angegriffen und bis über Voreppe zurückgeworfen. 

Der Rückzug des Gros, veranlasste auch den Rückzug der 
auf den östlichen Thalhängen aufgestellten feindlichen Abthei- 
lungen, welche den mehrfachen Angriffen der 15. und IG. Com- 
pagnie des Regimentes bisher den hartnäckigsten Widerstand 
entgegengesetzt hatten. 

Nach Beendigung des Kampfes bezog das Regimetit 
Abends mit dem 3. Bataillon eine Stellung südlich Voreppe, 
mit dem 2. im Gebirge bei Pomier und mit dem L, von 
welchem an diesem Tage nur die 2. Compagnie in's Gefecht 
gekommen war, südlich La Buisse. 
vjHu.t. Das Regiment verlor in dieser Affaire: 

». Apr« i»u. Todt : 7 Mann, 

verwundet: 1 Officier (Oberlieutenant Polzer) und 47 Mann, 
gefangen: 2 Mann, 

vermisst: 7 Mann; zusammen 1 Officier und 63 Mann»). 

Die Division Wimpffen verlor überhaupt 254 Mann 
an Todten und Verwundeten, worunter 7 Officiere; dagegen 
wurden den Franzosen 200 Gefangene und eine Kanone ab- 
genommen. 

Während die Süd-Armee solchergestalt Augereau bis 
über die Isere zurückgeworfen hatte, begaben sich bei der 
Hauptarmee entscheidende Ereignisse. 

Ungeachtet Napoleon's heroischer Vertheidiguug und 
der zahlreichen, von ihm erfochteneu Partial-Siege , die er 



*) In diesem Gefechte haben sich vom Regimente besonders aus- 
gezeichnet: Feldwebel Salomon der 15. Compagnie, welcher, als der 
Feind im Gebirge mit Uebermacht diese Compagnie zurückdrängte, 
einen fast unersteiglichen Felsen, an welchen der Feind seine rechte 
Flanke lehnte, mit einigen Freiwilligen erklomm, den Gegner über- 
raschend in der Flanke beschoss und durch diesen unerwarteten 
Angriff znm Rückzüge veranlasste; 

Gemeiner Bebessy der 17. Compagnie, welcher den verwundeten 
nud in der Dämmerung von einem Feinen herabgestürzten Überlieutenant 
Polzer mit eigener Lebensgefahr der drohenden feindlichen Gefangen- 
schaft entriss. 

Feldwebel Salomon wurde mit der goldenen, Gemeiner Bebessy 
mit der silbernen Medaille belohnt. 



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115 



hauptsächlich dadurch erkämpfte, dass er, seinen Truppen colos- >««- 
sale Marschleistungen auflegend, sich mit vereinten Kräften 
bald auf die eine, bald auf die andere der getrennten Colonnen 
der Verbündeten warf, wurde er durch die Uebermacht der 
letzteren wnfasst, und standen die verbündeten Armeen vor 
Paris, ohne dass er den Angriff auf diese Stadt verhindern 
uud zu ihrer Rettung rechtzeitig herbeieilen konnte. Paris 
fiel am 30. März; Napoleon wurdo der Krone verlustig er- 
klärt, nahm in Fontainebleau von seinen Truppen Abschied 
und wurde nach Elba geleitet, auf welcher Insel mau für ihn 
ein Schatten-Kaiserthum geschaffen hatte. 

Mit dem Gefechte bei Voreppe endete auch bei der Süd- 
Armee der Feldzug 1814. Obwohl diese Armee am 9. April 
noch einmal gegen Greuoble vorrückte, um den südlich Che- 
valons aufgestellten rechten Flügel Augereaus anzugreifen, 
so kam doch dieser Angriff nicht mehr zu Stande, nachdem 
die Nachrichten von dem Einrücken der verbündeten Armee 
in die Hauptstadt Frankreichs und der daselbst vor sich ge- 
gangenen Umwälzung einliefen, sowie der bei der Haupt-Armee 
abgeschlossene Waffenstillstand auch hier, am 12. April in 
Wirksamkeit trat. 

Es ergibt sich hier der Ort, um auch dor Thätigkeit der , £7'££; dlfr 
Grenadier-Division des Regimentes zu gedenken. "^JT 

Befehligt vom Hauptmaune Brebillovich war dieselbe 
mit der Grenadier-Division des Regimentes Erzherzog Franz 
Carl Nr. 52 in ein Bataillon vereint, und stand unter Com- 
mando des Oberstlieutenants Faber letzteren Regiments, 
während des Fehlzuges 1812 in der Garnison zu Graz. 

Bei Beginn des Feldzuges 1813 zur Armee uach Italien 
beordert, nahm dieses Bataillon erst an den Kämpfen des 
nächstfolgenden Jahres unmittelbaren Autheil. 

Dem österreichischen Feldherru in Italien, dem Feldzeug- 
meister Hiller, der seine Operationen an der Drau, der da- 
maligen österreichischen Grenze, begonnen hatte, war es ge- 
lungen, mit tJO.OUO Mann die italienisch-französische Armee 
unter dem Viceköuig Eugen bis an die Etsch zurückzu- 
drängen. König M ii rat von Neapel, früher an der Seite 
Eugen's kämpfend, zog nach Napoleons Niederlage bei 
Leipzig seine Truppen über den Po. und verhielt sich einige 
Zeit neutral, um sich später von seinem Schwager loszusagen 

ö* 



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116 



«»u. und im Interesse der Erhaltung seiner Krone sich an die Ver- 
bündeten anzuschließen. Dadurch war Eugen so geschwächt, 
dass er an der Etsch sich nicht halten konnte; er ging daher 
an den Mincio zurück und lehnte seine Flügel an Mantua und 
Peschiera. 

RrhUcbt am Bei Beginn des Feldzuges 1814 standen die Oester- 

Mincio. . 

s. pebru» i«m. reicher unter Commando des Feldmarschalls Bellegarde, 
welcher annahm, dass Eugen, von Murat veilassen, nun- 
mehr seinen Rückzug auch jenseits des Mincio fortsetzen werde. 
Er brach zu dessen Verfolgung auf, und wollte den Fluss in 
3 Colonnen bei Pozzolo, Borghetto und Monzambano über- 
schreiten, während Eugen, noch ungewiss über Murats 
ferneres Verhalten, die bei Villafranca und Valeggio eben in 
der Concentrirung befindlichen Oesterreicher durch einen über- 
raschenden Angriff sich vom Halse schaffen wollte; in Folge 
dieser beiderseitigen offensiven Unternehmungen kam es am 
8. Februar 1814 zur Schlacht am Mincio. 

Die Dispositionen Eugen's gingen dahin, dass eine 
Colonne seiner Armee von Monzambano gegen Valeggio vor- 
gehe, um den Gegner in der Front festzuhalten, während die 
französische Hauptmacht von Guito und Mantua aus die linke 
Flanke Bellegar de's entscheidend angreifen würde. 

Die Oesterreicher aber übersetzten gleichzeitig mit dem 
Centrum und dem Gros der Armee den Mincio bei Valleggio, mit 
dem linken Flügel, der unter Feldmarschall-Lieutenant M e r v i 1 1 e 
aus der Brigade Vöcsey, der Grenadier-Brigade Stutter- 
heim (6 Bataillons) und der Cavallerie - Brigade Wrede 
(Savoyen- und Hohen zol le rn -Dragoner, dann Carl- 
Uhlanen) bestand, bei Pozzolo; am äussersteu linken Flügel bei 
Roverbella deckte die Division Mayer den Uebergang über 
den Fluss gegen eine Unternehmung von Mantua oder Goito her. 

Während nun Bellegarde bei Valeggio gegen die 
Schwäche der Franzosen traf und rasche Fortschritte machte, 
stiess Eugen zwischen Pozzolo und Belvedere mit seinem 
Gros auf den schwachen linken Flügel der Oesterreicher. 

Dio Division Mayer war bald zurückgedrängt und zog 
sich fechtend gegen Villafranca, iudessen der Vice-König mit 
seinem Gros sich gegen Pozzolo wendete, wo er auf Mer- 
ville's Truppen stiess, unter denen sich die Grenadier-Divi- 
sion des 48. Regiments im Bataillon Faber befand. Die Bri- 



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117 



gade V6csey hatte um diese Zeit, 10 Uhr Vormittags, den »»«• 
Mincio schon passirt. 

Merville dergestalt in seiner linken Flanke überrascht, 
stand in 2 Treffen, Front gegen Pozzolo, zum Uebergango 
bereit; er warf seine Reiterei dem Feinde entgegen, um unter 
ihrem Schutze Zeit zur Veränderung seiner Front zu ge- 
winnen, und entwickelte dann seine Truppen zwischen Pozzolo 
und Ramelli, Front gegen Süden, wobei das Grenadier-Batail- 
lon Faber auf den äussersten linken Flügel gegen Ramelli 
zu stehen kam. 

Der österreichischen Rückzugslinie zunächst liegend, war 
dieser Flügel auch den heftigsten feindlichen Angriffen aus- 
gesetzt. 

Namentlich litten die Grenadiere sehr durch das feind- 
liche Geschützfeuer, da sie stets von Angriffen der feindlichen 
Cavallerie bedroht, sich nur in Divisionsmassen bewegen konn- 
ten ; das feindliche Geschütz schleuderte ganze Reihen nieder. 

Um die Brücke bei Pozzolo zu schützen und die Brigade 
VScsey im Rücken zu decken, war ein Grenadier-Bataillon 
(Baron Purczell) dahin detachirt worden; es blieben somit 
nur 5 Bataillone zwischen Pozzolo und Ramelli verfügbar. 
Von feindlicher Seite rückten dagegen immer neue Truppen 
in die Linie, verlängerten dieselbe und überragten den linken 
Flügel der Grenadiere dergestalt, dass das 2. Treffen zur Ver- 
längerung des ersten vorgezogen werden musste, und nun die 
ganze Division in einem einzigen Treffen formirt, einen mör- 
derischen Kampf gegen 3fache Uebermacht zu bestehen hatte. 

Feldmarschall Bellegarde, der bei Vallegio beschäftigt, 
zu spät die Gefahr erfuhr, in welcher sein linker Flügel und 
mit ihm die ganze, zum Theil schon am rechten Mincio-Ufer 
befindliche Armee schwebte, sendete Anfangs nur die Brigade 
Quosdannovich und das Regiment Deutschmeister, der 
Division Merville zur Unterstützung. 

Diese Division hatte aber nebst zwei feindlichen Reiter- 
Brigaden, Pereymoud und Bonnemain, die Infanterie- 
Divisionen Quesnel und Rouyer, welchen noch die Divi- 
sion de Couch i als Reserve folgte, gegen sich; ihr linker 
Flügel war stets mit Umgehung bedroht, und die Cavallerie- 
Brigade Bonnemain machte auf die hier stehenden Massen 



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118 



>»<«• der Grenadiere von den Regimentern Simbscheu, Franz 
Carl und Jellachich wiederholte heftige Angriffe. 

Inzwischen hatte sich französische Infanterie der Häuser 
Vanoni und Ramelli bemächtigt, und sahen sieh hierdurch die 
Grenadiere zu einer rückgängigen Bewegung genöthigt. 

Bis nördlich Ramelli zurückgedrängt, bezogen sie dort 
eine neue Stellung und lösten den dritten Theil in Plänkler 
auf; nun entspann sich daselbst ein heftiges Gefecht in zer- 
streuter Schlachtordnung; — um jeden Baum, um jeden Acker 
wurde hartnäckig gekämpft; Massen rückten gegen Massen 
vor, und suchton wechselseitig die Linien des Gegners zu 
durchbrechen. 

Ein französisches Bataillon drang endlich in das Inter- 
valle zwischen S a v o y e n-Dragonern und den Simbschen- 
Grenadieren ein. 

Das Bataillon Faber bot Alles auf, um durch Gegen- 
angriffe den weit überlegenen Feind zurückzudrängen, aber 
vergebens. Da es von den anderen Bataillonen, welche uicht 
minder bedrängt waren, uicht unterstützt werden konnte, musst^ 
es weichen, was zur Folge hatte, dass die Linie l'ozzolo- 
Guerni vorlassen wurde, und die gau/.e Division M er Tille 
sich eine halbe Stunde rückwärts in der Höhe der Häuser 
und Guernini und Mazzi aufstellte. 

Diese Casinen waren nun der einzige Stützpunkt der 
Grenadiere, welchen sie auch heldenmüthig gegen den wieder- 
holt angreifenden Feind vortheidigten ; Hügel von Todten um- 
gaben die Häuser, und bezeugten die Tapferkeit des Angreifers, 
sowie die Standhaftigkeit der Vertheidiger. 

Ermattet von dem ungleichen Kampfe, zogen sich endlich 
die Grenadiere gegen den rechton Flügel in der Richtung der 
Häuser Furoni zurück. 

Als Geneialmajor Quosdan no vi eh um 3 Uhr Nach- 
mittags mit dem Infanterie-Regimeute St. Julien Nr. 61 zur 
Unterstützung anlangte, wurde wieder gegen die Häuser von 
Mazzi vorgerückt und selbe durch die Grenadiere und das vor- 
erwähnte Regiment genommen; in Folgo erneuerter, verstärkter 
Angriffe des Feindes, gingen sie aber wieder verloren. 

Die Lage der Division Merville war durch alle diese 
Ereignisse eine äusserst bedenkliche geworden ; die Truppen waren 
zum Aeussersten erschöpft und entbehrten der Munition. Sie 



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119 



irfirden auch zu jedem ferneren Widerstand unfähig gewesen ">*• 
sein, hätten nicht zwei neu eintreffende Batterien den fortge- 
setzten Angriffen des Gegners mindestens momeutane Schranken 
gesetzt. 

Die Grenadier - Division Siinbschen hatte um diese 
Zeit nicht nur einen ausserordentlichen Verlust an Mannschaft, 
sondern auch den ihres Bataillons-Commandanten und aller 
ihrer Officiere, welche sämmtlich verwundet waren, zu 
beklagen; Feldwebel Molnär commandirte den Rost der 
Divisiou. 

Endlich langte auch das Regiment Deutschmeister 
zur Unterstützung au. Ein neuer Sturm von einigen Compagnien 
dieses Regimentes auf die Häuser von Mazzi ausgeführt, und 
von den Grenadieren unterstützt, gelang endlich — und diese 
Häuser, sowie die Stellung dor Grenadier-Division wurden nun 
bis Abends behauptet. 

Nur durch die erfolgte Wiederoberung von Mazzi, konnte 
die Armee ihren Rückzug nach Villafranca bewerkstelligen; 
doch hatte sie an diesem Tage, und zwar grösstenteils von 
der Division Merville, 5000 Todte und Verwundete und 2000 
Gefangene verloren. 

Die Grenadier-Division S im buchen, verlor aussor ihrem v«*»... 
schwer verwundeten Bataillons-Commandanten Oberstlieutenant dm*«. 
Faber, von f> Officieren und 183 Mann, welche bei Beginn ' F,bn *" " 
des Gefechtes präsent waren : 

Todt: 18 Mann. 

Verwundet: 6 Officiere, Hauptmann Brebillovich und 
Wania, Oberlioutenant Sag er, Pindershofen, Lieutenant 
Hallegg und Csemitzky, 96 Mann. 

Gefangene: 1 Mann. 

Vermisst: 5 Mann. 

Zusammen : 6 Officiere und 120 Mann, somit alle Officiere 
und */s der Mannschaft. 

Durch das endliche Eingreifen Murats nach der Schlacht 
am Mincio, zu Gunsten der Oesterreicher ward Eugen zum 
weiteren Rückzüge gegen Westen bewogen. Der Waffenstillstand 
in Folge der Ereignisse vor und in Paris, tiat in Wirksamkeit, 
bevor sich noch weitere entscheidende Ereignisse abspielten, 
und machte auch auf diesem Kriegsschauplatze den Feind- 
seligkeiten ein Ende. 



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120 



Das Regiment wurde nach den eingestellten Feindselig- 
o.r.»....i„ keiten nach Grenoble und spater nach Chambery in Quartiere 

(Srr'H.iMc und « 
Ch.mh«ry. Verlegt. 

Apfi u.». m>i Hier wurde den 8. Mai die Mannschaft des 2. Bataillons 
in das 1. und 3. Bataillon oingetheilt, und der Cadre des- 
selben zur Wiederformirung nach Ungarn entsendet. Das Re- 
giment selbst, marschirte nach geschlossenem Frieden über 
den Mont Cenis nach Italien und traf den 17. Mai in Turin 
ein, wo es mit dem ganzen Corps Bianchi beim feierlichen 
Einzüge, des über 15 Jahre aus seiner Residenz verdrängten 
und durch die Franzosen seines Landes beraubten Königs von 
oanfm Sardinien, Victor Emanuel, paradirte, den 21. aber als 

in AI. ..»ii. In«. ' » r 

*' M "' l ^,* 4 . ,, JuU Garnison in, die Festung Alessandria abrückte. 

Am 12. Juli marschirto das Regiment von hier als Be- 
«y«jy> satzuug nach Mantua, wo es am 21. desselben Monats eintraf. 



U Av't» ««'s 1* September rückte das in Ungarn neu errichtete 
4. , und am 10. das dortsei bst ergänzte 2. Bataillon in Man- 
tua ein. Die eingetretene Ruhe erlaubte es, sich nun der Er- 
ziehung der sehr bedeutenden Zahl junger Mannschaft, der 
Bildung und Uebung zahlreicher junger Officiere zu widmen, 
bis solche durch unvermuthete neue Ereignisse bald unter- 
brochen weiden sollte. 



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121 



Beilage Nr. 7. n«u. g e Nr. 7. 

Verluste des Regimentes im Feldzuge 1814 in Frankreich. 

Officicre. MiiDMactuft 



EliiKehlletwunir tou Belfort. Jltmer 1814 



Todt . 




2 






2 


Zusamm< 


jn . — 


4 


Gefecht bei Clerey. 4. Februar 1814. 






Todt .... .... 


2 


32 




1 


55 






17 


Ztisainnii 


en 3 




Gefecht bei Macon. 11. MSra 1814. 






Todt . 


1 


8 






63 


( Info nrrnn itn/1 varmiflet 


| 


17 
1 1 




en G 


KM 

DO 


Treffen bei St Georges. 18 MKrz 1814 








. . . 2 


17 






«0 




. . 1 


7 


TT» 1— ■ lanl 




35 


Zusamm 


en . 3 


13i» 


Schlacht bei Lyon 20 Marz 1814. 










18 






68 






55 


Zusamm« 


»n . 1 


141 


Gefecht bei ChUens. 2». MÄrz 1814. 










13 






•21 






5 


Zusauim 


en . 


40 



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Brill*» Nr. 7 

Gefecht bei Voreppe. 8. April 1814 

Todt ... - 7 

Verwundet 1 47 

Gefangen und vermisst ... — 9 

Zusammen 1 63 

Keblaeht am Minclo. 8. Febraar 1814. 

Todt — 18 

Verwundet 6 % 

Gefangen — 1 

. - B 

. 6 120 

«JttMimnit-Verlust im Feldzuge 1814 in Frankreich 20 689 



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1815. 



Im Feldznge in Mittel- und Unter-Italien. 



Nach der Wiedereinsetzung der Bourbons zeigte sich in 
Frankreich bald Unfriede und Parteiung. Die neue Regie- 
rung, durch die Warten der Verbündeten gestützt, verletzte 
die Eitelkeit des Volkes, zahlreiche werthvolle Errungen- 
schaften der Revolution wurden ihm entrissen, uud die Er- 
innerung an die. mit dem gewaltigen Bezwinger Europa's ent- 
schwundene Aera des Ruhmes und der Siege leuchtete den 
Unzufriedenen wie eine fata morgana, mit um so verlockende- 
ren Farben. — Die auf dem Congresse zu Wien versammel- 
ten Fürsten waren uneinig über viele Fragen der Thcilung des 
zurückeroberten Gebietes, — die Völker selbst unzufrieden, da 
sie für die Forderungen inneier Freiheit nur schwaches Gehör 
fanden, und Napoleon, über alle Vorgänge wohl unterrich- 
tet und von seinen Anhängern mit Versprechungen überhäuft, 
durfte wohl den Plan fassen, sich wieder in den Besitz des 
verlorenen Thrones zu setzen und die Hoffuuug hegen, dass 
die Uneinigkeit der Mächte ihm Zeit lassen würde, sich auf 
demselben zu behaupten. Ende Februar verliess er an der 
Spitze von 1200 seiner ihm belasseneu Garden, dann mit eini- 
gen aus Polen und Corsen gebildeten Freiwilligen-Abtheilun- 
gen die Insel Elba und landete am 1. März 1815 bei CanDes 
an der südfranzösischeu Küste, zog, während alle Truppen, 
die ihu bekämpfen sollten, sich um seiue Fahne schaarten, 
unter dem Jubel der Bevölkerung durch fcüd-Frankreieh, und 



124 



»»* am 20. März in Paris ein, aus dein Ludwig XVIII. Tags 
vorher entflohen war. 

Kaum hatte Napoleon den Thron wieder bestiegen, 
so gab er den verbündeten Souverainen über seine friedfer- 
tigen Absichten die bündigsten Erklärungen. Konnte man 
solchen Versicherungen nach den gemachten Erfahrungen 
schon wenig Glauben schenken, so forderte überdiess die, nach 
Napoleons Rückkehr von seinem Schwager Murat, dem 
König von Neapel, an Oesterreich ergangene Kriegserklärung, 
das gerechte Misstrauen der Verbündeten heraus. — Napo- 
leon wurde in die Acht erklärt und der gemeinsame Krieg 
gegen denselben beschlossen. 

Die Feindseligkeiten begannen in Italien zuerst, woMurat 
schon am 22. März mit 36.000 Mann aufgebrochen war, und 
30.000 Mann gegen den unteren Po, 60<K) Mann seiner Garde je- 
doch gegen Toscana dirigirte; erst am 30. März erklärte er den 
Krieg und Oesterreich niusste nun eilends alle in Italien ste- 
henden Truppen, deren Commando der General der Cavallerie 
Graf Frimont erhielt, am Po coucentriren. Bis Anfangs 
April sammelten sich gegen '40.000 Mann, von denen 3000 
Mann unter Nugeut gegen Toscana vorrückten, indess 8000 
Mann unter Feldmarschall-Lieutenant Bianchi in der Ro- 
magna Aufstellung genommen hatten. 

Beim Anrücken der neapolitanischen Hauptmacht con- 
centrirte Bianchi seiue Truppen bei Bologna und wendete 
sich von dort nach Modeua; als Murat mit dem linken 
Flügel ihm folgte, musste er sich am 4. April auch über die 
Secchia und gegen Keggio zurückziehen. Während nun M u r a t 
mit dem rechten Flügel sich in vergeblichen Angriffen auf 
die Citadelle von Ferrara und den verschanzten Brückenkopf 
von Occhiobello, welchen Feldmarschall-Lieutenant M o h r gegen 
die Divisionen Ambrosio und Carascosa heldenmüthig 
vertheidigte , abmühte, ergriff Bianchi die Offensive am 
rechton Po-Ufer. 

An dieser betheiligte sich auch das 48. Infanterie-Regi- 
nient S imbschen, welches seine Eintheiluug in der Division 



S 7. e n i t z e r erhielt. Die Division Mohr hatte den Po bei 
Borgoforte zu übersetzen und sich den zum Angriffe der 




Feldmarschall-Lieutenant Baron Mohr und der 



Brigade General 



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125 



Secchia-Linie bestimmten Trappen am linken Flügel anzu- w» 
schliessen. 

Das 3. Bataillon des Regimentes rückte bereits am 
7. April aus Mantua ab, besetzte am rechten Ufer des Po 
S. Benedetto, Gonzaga und Guastalla, und schob zur Sicherung 
Abtheilungen an die Secchia, zum Theile selbst über die- 
selbe vor. 

Am 9. ging das 1. Bataillon, welches die Besatzung des 
Brückenkopfes Borgoforte zu bilden hatte, dahin ab. 

Der Stand dieser zwei Bataillone betrug an diesem Tage 
2214 Streitbare. 

Am 10. traf die gegen Mirandola auf Vorposten stehende imum«».*». 
17. Compagnie das Unglück, dass dieselbe auf der Strasse ^"/.Xu. 1 u> 
nach Mirandola, während des Abkochens in dem Hofe eines ,0 - A P ri ' »•'*• 
grossen Bauernhauses vom Feinde überfallen wurde. Die 
Mannschaft hatte kaum Zeit die Gewehre zu ergreifen, for- 
um!" sich jedoch schnell und schlug den feindlichen Angriff, 
allerdings nicht ohne Verlust, ab. 

Oberlieutenant und Compagnie-Commaudant Piskorecz 
wurde schwer verwundet und gerieth in Gefangenschaft, 
ausserdem blieben 2 Mann todt, 15 Mann wurden verwundet 
und 17 Mann fielen dem Feinde in die Hände. 

Am 11. April war eine allgemeine Vorrückung gegen immu »>d 

_ itÜrmuiiK von 

Carpi befohlen. Vom Regimente hatte nur das 3. Bataillon w 
an derselben Theil zu nehmen. 

Murat hatte den mit hohen Mauern versehenen Ort, 
dem General Pcpe mit 4 Bataillons der Division Caras- 
cosa zur Verteidigung anvertraut. 

Die 8. Division des Regiments stand au diesem Tage 
im Lager bei Mula; gegen 3 Uhr Nachmittags hatte sie sich 
hinter einem kleinen Kanal, rechts der nach Carpi führenden 
Strasse aufzustellen und erhielt hier bald den Befehl, zur 
Unterstützung des im Gefechte begriffenen 9. Jäger-Bataillons 
gegen Carpi vorzugehen, dessen Besatzung, durch die hohen 
Mauern geschützt, sich bisher muthig vertheidigte. Die 8. Di- 
vision trat bald in das Gefecht, ohne jedoch gegen die feste 
Umfassung der Stadt etwas ausrichten zu können. 

Während das 9. Jäger-Bataillon und die 8. Division des 
Regimentes die Wirkung der dem nördlichen Thore gegenüber, 
auf der Strasse nach S. Benedetto aufgefahrenen Artillerie 



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126 



w». abwarteten, umgingen dio anderen 4 Compagnieu des 3. Ba- 
taillons von S i mbschen unter Führung des Oberstlieute- 
nants Leszczynsky den Ort im Osten, und trafen südlich 
desselben auf der Strasse nach Modena eben im rechten Augen- 
blicke ein, um die zur Verstärkung der Besatzung herbeige- 
eilten Truppen des Feindes zum Rückzüge nach Modena zu 
nöthigen. und dergestalt das von Norden und Westen bereits 
angegriffene Carpi, auch im Osten und Süden vollständig zu 
isoliren. 

Mittlerweile war es der Artillerie gelungen, das nörd- 
liche Thor von Carpi einzuschiessen, so dass das 9. .läger- 
Bataillon, unterstützt von der 8. Division des Regimentes, 
durch dasselbe in die Stadt eindringen kounte. Der Gegner, 
in Verwirrung gebracht, suchte sich auf der Strasse nach 
Mirandola zu retten, was jedoch nur theilweise gelang, indem 
12 Officiere und 500 Mann deu auf dieser Strasse stehenden 
Truppen als Gefangene in die Hände fielen. 

Die Verluste des Regimentes in diesem Gefechte be- 
ziffern sich: 

Todte 8 Mann. 

Verwundete Hauptmann Loy und . . 18 „ 

Vermisst 3 „ 

Zusammen 1 Officier und 29 Manu. 

Die Truppen der Brigade Szouitzer bezogen nachdem 
Gefechte die Vorposten an der Secchia, hinter welchen Fluss 
sich die Neapolitaner zurückgezogen hatten. 

Am Abend dieses Tages traf auch das 1. Bataillon au 
der Secchia ein und blieben von nun an beide Bataillone 
unter Commaudo des Oberstlieutenaut Leszczynsky vereint. 

Um diese Zeit erhielt Murat die Nachricht von aus- 
gekrochenen Unruhen im eigenen Laude, von der bevorstehen- 
den Landung englischer uud sicilianischer Truppen im Neapo- 
litanischen, und beschloss deshalb den Rückzug, den er über 
Forli und Ceaeua gegen Ancona nahm. 

General der Cavallerie Frimont hatte den kühnen 
Plan gefasst, die neapolitanische Armee vom eigenen Land"' 
abzuschneiden, dadurch, dass ei der neapolitanischen Armee 
nur circa die Hälfte seiner Streitkräfte umcr Felduiarscball- 
Lieutenant Neipperg directe auf Ancona folgen liess, in- 
dessen Feldmarschall-Lieutenaiit Biauchi mit der anderen 



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Hälfte über Florenz und Foligno, dem König von Neapel auf 
seinem Rückzüge, für welchen er den weiteren Weg hatte, zu- 
vorkommen sollte. 

Deingemäss nahm der Feldmarschall-Lieutenant Neip- 
perg mit 18.000 Mann den Weg durch die Romagua in 
die Marken, um Murat zu folgen, welch' letzterer trotz 
eines siegreichen Arrieregarde-Gefechtes am Ronco, zwischen 
Forli und Cesena, sich ununterbrochen verfolgt, aber nicht 
gedrängt, bis Macerata (südlich Ancona) zurückzog, um sich 
dort mit den aus dem Toscanischen, über Perugia und Foligno 
heranziehenden Garden zu vereinigen. 

Mit circa 20.000 Mann, darunter die Division Feldmar- 
schall-Lieutenant Mohr mit dem 48. Regimente S i m b s c h e n, 
war Feldmarschall - Lieutenant Bianchi in Florenz zu 
Nugent gestossen, und den neapolitanischen Garden auf dem 
Fusse über Foligno und Camerino auf Tolentino gefolgt. 

Am 23. April, als sich Murat noch in Pesaro befand, 
hatte Bianchi bereits Foligno erreicht und war Murat 
somit bereits im Rücken genommen, bevor er die Absichten 
B i a n c h i's durchschaute. 

Am 1. Mai Abends lagerten circa 16.000 Mann Oester- 
reicher bereits Östlich Tolentino; Neipperg mit 12.000 
Mann stand nördlich Corinaldo am Cesano gegen Murats 
rechten Flügel (4000 Mann unter Carascosa), indessen 
Nugent mit 5000 Mann sich mehr gegen Südosten über 
Terni und Rieti gegen Autrodocco gewendet hatte, wo er die 
feiudlichen Divisionen Montigny und Man tos mit 8000 
Mann vor sich fand, die den linken Flügel Murats bildend, 
auch dessen Verbindungen mit Capua zu decken hatten. 

Feldmarschall-Lieuteuant Bianchi erhielt nunmehr das 
Commando über die ganze, in Mittel-Italien eingerückte Armee; 
indessen General der Cavallerie Frimont in Ober-Italieu 
allein befehligte. 

Am 2. Mai, früh Morgens, setzte sich M u r a t mit seiner 
Hauptmacht, circa 25.000 Mann stark, gegen Tolentino in 
Bewegung, um die Oesterreicher unter Bianchi dort anzu- 
greifen und sich mit Gewalt den Weg nach Neapel zu öffnen. 

Am linken Flügel der, von Bianchi ä cheval des 
Chieuti-Thales, mit den Flügelu auf den Höhen, mit dem 
Centram im Thale gewählten Stellung, staud die Division Feld- 



128 



»i* marschall- Lieutenant Mohr. Vom 48. Regiment erhielt das 
1. Bataillon seine Aufstellung links der Strasse im Chienti- 
Thale bei der Osteria dell' arancia, hinter dem Bache von 
Cassone; das 3. auf den Höhen von Madia gegen Carmaggio. 
Der streitbare Stand des Regimentes betrug 1848 Mann. 
bcUmu Den 2. Mai, gegen 11 Uhr Morgens begann das Gefecht 

i. und 3. Mal mt>. bei den Vortruppen, welche heftig angegriffen, sich auf die 
Stellung des Armee-Corps zurückzogen. Das 1. Bataillon Simb- 
schen wurde zu ihrer Aufnahme und Unterstützung auf den 
linken Thalbegleitungshöhen bei der Kapelle Sta. Lucia auf- 
gestellt; hier hatte dasselbe wiederholte, mit grosser Tapfer- 
keit ausgeführte Angriffe abzuweisen, musste jedoch dem über- 
mächtigen Drängen des Feindes nachgeben und fechtend gegen 
Cantogallo weichen, nachdem es dem Feinde gelungen war, 
sich des in der linken Flanke des Bataillons gelegenen Monte 
Milone zu bemächtigen*). 

Gegen Abend wollte der Feind von Monte Milone. gegen 
Vedova und Cantogallo herabsteigen, da rückte General Sze- 
nitzer mit 4 Bataillonen, worunter auch das 3. des Regi- 
ments, mit klingendem Spiele gegen Monte Milone vor; die 
Neapolitaner wichen überall zurück und stellten sich erst am 
Räude des Gehölzes vor Milone wieder auf, wo sie aber wegen 
der einbrechenden Nacht nicht mehr angegriffen wurden. 

Am 3. Morgens versuchte der Feind den Ort Cassone zu 
nehmen, uud liess denselben durch eine Batterie nicht ohue 
Wirkung beschiessen; seine Garden übersetzten eine vorliegende 
Schlucht und schritton mit vieler Tapferkeit zum Angriff. 

Das 1. Bataillon des 48. Regiments und rechts desselben, 
im Gehölze postirte Jäger- Abtheilungen, leisteton den tapfer- 
sten Widerstand ; der Ort wurde mehrmals verloren und wieder 
erobert; es wurde mit dem Bajonnete tapfer gefochten und 
lauge blieb der Besitz dieses Punktes zweifelhaft. 

*) Bei dieser rückgängigen Bewegung wurde Obcrlictitennnt 
Stankovits vor der Osteria di Monte-Milonc mit einigen Tapferen 
durch die neapolitanische Cavallerie von der Brücke abgeschnitten. Er 
Hei von mehreren feindlichen Kugeln durchbohrt, und starb den Tod 
des Helden. 

Seine Brust zierte schon seit 19. April 1 ft< K » die goldene Tapfer- 
keits-Medaille; die wenige mit ihm gewesene Mannschaft wurde zum 
grössten Theile zusammengehauen. 



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129 



Endlich gelang es dem Feinde, sich iu dem Orte zu be- 
haupten, während das 3. Bataillou sammt den Jägern ge- 
nöthigt wurde, »ich über den tief eingeschnittenen Bach in 
das Gehölz zurückzuziehen. 

Der Feind Hess sogleich bei Cassone Geschütz aufführen, 
und schickten die Garden sich an, auch über den Bach zu 
setzen; es lag Alles daran, diesen Uebergang zu verhindern, 
und Feldmarschall-Lieutenant Mohr bot Alles auf, das be- 
gonnene feindliche Unternehmen scheitern zu machen. Die 
unter seinem Commando gestandenen Truppen, worunter auch 
das 1. Bataillon des 48. Regimentes, wetteiferten an Tapfer- 
keit, und dio neapolitanischen Garden wurden, so oft sie os 
auch versuchten über die tiefe Schlucht des Baches zu setzen, 
jedesmal mit mörderischem Feuer empfangen und mit grossen 
Verlusten zurückgoworfen. 

Auch gegen die Höhe von Madia, wo das 3. Bataillon 
aufgestellt war, versuchte der Feind während dieser Zeit meh- 
rere heftige Angriffe. Den vereinten Anstrengungen der dort 
in's Gefecht gekommenen Truppen gelang es jedoch, sich gegen 
denselben zu behaupten. 

Gegen Mittag entschied endlich das Eingreifen frischer 
Truppen, namentlich des Regimentes Chasteler und einer 
Escadron Toscana-Huszaren , so wie die Wirkung dreier mit 
grosser Mühe auf die Höhe geschafften Geschütze am linken 
Flügel, den Sieg für die Oesterreicher. Als die dort einge- 
tretene günstige Wendung des Gefechtes bemerkt wurde, 
schritt auch das Centrum wieder zum Augriffe ; Cassone wurde 
dem Feinde entrissen, und der Feind auch über die zwischen 
Cantogallo und Cassone herabführeude Schlucht zurückge- 
worfen. 

Nun erfolgte der allgemeine Rückzug des Feindes, der 
von den Oesterreichern bis zu einbrechender Dunkelheit ver- 
folgt wurde. 

Die 2 Bataillone des Regimentes bezogen ein Lager bei 
Sta. Lucia. 

Iu diesen zwei Tagen hatte das Regiment verloren: i0 ,\ ci 

Todt : Oberlientenant S t a n k o v i t s und 20 Mann. * 1 8 »'* 

Verwundet: Hauptmann Meszaros, Fähnrich Nagy 
und Szeter und 99 Mann. 

9 



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130 



»•«*■ Gefangen: 1 Mann. 

Vermisst: 20 Mann. 

Zusammen: 4 Officiere, 140 Mann*), 

Beide Bataillone des Regimentes, mit der ganzen Divi- 
sion des Feldmarschall-Lieutenant Mohr, rückten den andern 
Tag durch das Chiente-Thal auf der Strasse vor, und besetzten 
die von Macerata nach Fermo führende Rückzugslinie des 
Feindes, der auf schlechten Saum- und Fusswegen über das 
Gebirg« in der grössten Auflösung nach Oittanuova und Pes- 
cara flüchtete. 

Ein grosser Theil der Gepäckswagen des Königs, die 
Feldapotheke, eine ungeheuere Mengo anderer Bagagewagen, 
mehrere Laffeten und Munitionskarreu blieben auf der Strasse 
steheu und fielen den österreichischen Truppen in die Hände. 

Feldmarschall-Lieutenant Bianchi überliess die Ver- 
folgung allein der Division Mohr, und nahm mit der Haupt- 
armee über Foligno umkehrend den kürzeren Weg nach 
Neapel. 

Die Division F. M. L. Mohr verfolgte den Feind 
über Fermo, längs der Meeresküste, gegen Süden bis Pescara ; 
da sich aber die neapolitanischen Corps durch Disciplinlosig- 
keit und eingerissene Desertion gänzlich auflösten, so kam es 
zu keinem grösseren Gefechte mehr. 

Nur am 10. fiel noch ein kleines Gefecht zwischen einer 
eingeschifften Abtheilung des Regimentes Simbschen und 
der Bemannung einiger kleiner neapolitanischer Transports- 
schiffe vor, welches seiner Eigenthümlichkeit wegen bemerkt 
zu werden verdient. 
wr<».hm« Oberlieutenant Lohr des Regimentes, mit einer halben 

ViV,r'h'oh. S ru!' re Compagnie desselben zu Porto di fermo statiouirt, bemerkte 
io. m.i i»u. am 9. Mai Nachmittags verschiedene neapolitanische Küsten- 
Fahrzeuge, die mit Vorräthen nach Ancona segelten, wo ein 
Regiment des Feindes als Besatzung geblieben war. 

Dieser unternehmende Officier fasste sofort den Ent- 
schluss, sich jener Schiffe zu bemächtigen ; er schiffte sich un- 
verweilt mit 50 Mann des Regiments auf 2 eben vorhande- 

*) Für besondere ausgezeichnetes Verhalten in dieser Sehlacht 
erhielten: Oberetlieutenant Leszczy nsky, Hauptmann Mcszaros 
und Fähnrich Michael Nagy den sicilianischen St. Ferdinand 8- 
Verdienstorden. 



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131 



nen segelbereiten Barken ein und fuhr den Neapolitanern »»■ 
entgegen. Nachdem er die Nacht auf der See zugebracht, er- 
reichte er am Morgen des 10. drei feindliche, mit Frucht und 
Wein beladene Schiffe, die er sogleich angriff und nach kur- 
zem Gefechte nahm; ein viertes Schiff, das später herbeikam, 
wurde nach schwacher Gegenwehr der Bemannung gleichfalls 
genommen. Nun erschienen jedoch weitere bewaffnete Schiffe, so 
dass es Oberlieutenant Lohr gerathen fand, gegen den Hafen 
von Ascoli zu segein, um die erbeuteten Schiffe zu bergen. 

Hart verfolgt, lief er glücklich dort ein, und brachte 
auch seine Prisen in Sicherheit, hauptsächlich durch den 
glücklichen Ümstand, dass eben eine, auf der Küstenstrasse 
vorbeimarschirende österreichische Feldbatterie bei Ascoli ein- 
traf, durch ihr sofort eröffnetes Feuer die verfolgenden feind- 
lichen Schiffe vom Ufer fernhielt und endlich gänzlich ver- 
scheuchte. 

Das Gros des 4S. Regiments langte mit der Divi- 
sion Mohr am 13., nach einem sehr beschwerlichen Mar- 
sche, an der Pescara an, und konnte dieser Fluss, da der 
Feind die beiden Brücken über denselben abgebrannt hatte, 
nur mit grosser Mühe passirt werden, indem die Truppen, bis 
an die Brust im Wasser, denselben durchwateten. 

Der Feind wurde weiter gegen Capua verfolgt. 

Den 18. rückte die Division Mohr in das Lager zwi- 
schen Calvi und Sopranese und später, noch an demselben 
Tage, bis Casalanza, wo sich das Hauptquartier des comman- 
direnden Genorals Baron Bianchi befand. — Murat setzte 
seinen Kückzug bis an den Volturno fort; hinter diesem 
Flusse, und bei Capua, wollte er seine Corps versammeln ; 
doch waren ihm von seiner ganzen Armee nur 8000 Mann 
geblieben. Am 18. war auch eine englische Flotte vor Neapel 
erschienen , welche die Königin zur Auslieferung der Flotte 
zwang. Murat übergab das Commando der Armee an C a- 
rascosa und eilte selbst nach Neapol. In des Königs Ab- 
wesenheit schloss General Carascosa am 20. Mai mit Fold- 
marschall - Lieutenant Bianchi eine Militär - Convention, 
welche nebst einem Waffenstillstände , die Uebergabe des 
Königreiches Neapel — mit Ausschluss Gaeta's, Ancona's und 
Pescara's — an die Oesterreicher stipulirte. 



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132 



TOII 



Hiemit war der Feldzug in Italien vorläufig, — durch 
Napoleon' s Niederlage am 18. Juni bei Waterloo und 
deu darauffolgenden zweiten Pariser Frieden, erst definitiv, 
beendet. 

Die Oesterreicher occupirten nun das ganze neapolita- 
nische Gebiet ; schon am 21. rückten die kaiserlichen Truppen 
iu Capua eiu, und am 22. Mai setzte die Division Mohr 
ihren Marsch nach Apulien fort, wo das 48. Regiment am 
31. desselben Monates in Foggia eintraf. 

Ein Tbeil der im Neapolitanischen stehenden kaiserlichen 
Truppen, wurde später zur Occupations - Armee nach Frank- 
reich abgesendet ; auch das 48. Infanterie-Regiment wurde hiezu 
gewählt und erhielten Anfangs Juli beide Bataillone des Re- 
giments den Befehl, nach Neapel zu marschiren, wo sie am 
12. Juli eingetroffen, mit 2 Jäger- Bataillonen, l Bataillon 
■ t Mml' Grenzer, 1 Piounier-Compagnie, 1 Division König von Eng- 
land-Huszaren und 1 Cavallerie-Batterie auf 68 Transpurts- 
Fahrzeugen (meist gemietheten Kauffahrtei-Schiffen) einbarkirt, 
und unter Leitung eines englischen Linienschiffes nach einer 
12tägigen glücklichen Fahrt, am 24. zu Villafranca und Nizza 
an'.- Laud gesetzt wurden. 

Nach kurzer Rast marschirten beide Bataillone über den 
Grenzfluss Var nach Sudfrankreich, trafen am 26. in Cannes 
ein und vereinigten sich dort mit dem Regimentsstabe und 
Anku-n a« dem 2. Bataillone. Wie schon erwähnt, hatte das 2. Bataillon 
HM.ta.kNiA. vor Ausbruch des Feldzuges 1815 sich neu augmentirt und 

*&. Juli ISIS. 

war, während das 4. Bataillon als Besatzung in Legnago zu- 
rückbleiben musste, unter Führung des Regiments-Coraman- 
danten Obersten Dressery am 1. Juni von Mantua nach 
Bologna, dann aber, vom 20. Juni ab, auf der Strada Emilia, 
über Alessandria und den Col di Tenda nach Cannes mar- 
sch irt, wo es am 25. Juli eingetroffen war. 

nESSmE* au nun aus ^ Bataillonen bestehende Regiment bezog 

«,.<i £i.™«u, <««c al itonirungs-Quartiere zu Aix, Nismes, Loriol und Concur- 
j«h w. oc tob .r renz Die Grenadier-Division des Regiments, unter Commando 
des Obersten Faber von Hessen-Homburg Infanterie Nr. 19 
hat zwar an dem Feldzuge 1815 im Armee-Corps des Gene- 
rals der Cavallerie Frimont inSüdfrankreich Antheil 
genommen, jedoch keine Gelegenheit gehabt, einer feindlichen 



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133 



Affaire beizuwohnen. Dieselbe cantonirte mit Theilen der 11 
Occupations-Arinee in der Umgegend von Lyon. 

Nach Abschluss des zweiten Pariser Friedens, der erst*';"; «, 
am 20. November zu Stande kam, wurde ein Theil der Occu- Nu " m 
pations-Truppen in die k. k. Staaten zurückverlegt. — Auch 
das 48. Regiment Simbschen*), das im November 1815 

•) Simbschen, Josef Anton Freiherr von, Feldzeugraeister, 
geheimer Rath, Inhaber des 48. Infanterie-Regiments, war zu Siebendorf 
in Siebenbürgen im Jahre 1745 geboren. Sohn eines Majors, betrat 
Simbschen im 16. Lebensjahre als Cadet bei Puebla- Infanterie die 
militärische Laufbahn und avancirte nach Jahresfrist zum Lieutenant 
bei Szechen y-IIu&zaren. 

Vielseitig gebildet, Hess sich Simbschen in mannigfachen 
Stellungen zur besonderen Zufriedenheit verwenden. Nachdem er den 
bairischen Erbfolgekrieg als Hauptmann im Gencralstabc mitgemacht 
hatte und nach dem Teschner Frieden zum Ottotfaner-Regimente 
Obersetzt wurde, ernannte ihn Kaiser Josef im Juni 1783 zum Major 
und Marine-Commandanten in Zengg, wo er mehrere Jahre an dem 
versuchten Aufschwung der neuen Schöpfung wirkte. 

Der TQrkenkrieg bedingte Simbschen 's erneuerte Eintheilung 
in den Generalstab, wo er mit unermüdeter Thäti^keit und Umsicht 
seinem Commandirenden zur Seite stand, und in Würdigung der be- 
sonderen Verdienste, in rascher Folge zum Oberstlieutenant und Oberst 
befördert wurde. Er kam dann auf kurze Zeit in das erste Banal- 
Grcnz-Regiment , beim Ausbruch der Revolutionskriege aber wieder als 
Gcneralstabs-Chef zum Feldzeugraeister de V i n s, der ihn im Türken- 
kriege kennen gelernt und mit grossem Vertrauen ausgezeichnet hatte. 
Kurz vor seiner Beförderung zum Generalmajor, war ihm bei der Ein- 
nahme der Verschanzungen im Genuesischen am 24. Juni 1795 die 
Gelegenheit zur Auszeichnung günstig, da er die erste Colonne an der 
Meeresküste führte, die Stellung am Torrente Giuliano behauptete und 
zu ihrer Sicherung Truppen dahin dirigirte. 

Im September 1799 avancirte Simbschen zum Feldmarschall- 
Lieutenant und wurde bald darauf Inspector der deutschen Reichs- 
truppen. 

Die Erfahrungen, welche sich der kenntnissreiche Officier, der 
noch den siebenjährigen Krieg mitgemacht — durch eine Reihe von 
Jahren gesammelt hatte, erwiesen sich im Jahre 1806, wo er in der 
Schlacht von Caldiero den rechten Flügel commandirte, von tiefein- 
greifenden Folgen. 

Seine Truppen zählten 8 Infanterie- Regimenter, 5 Bataillone 
Grenzer und 8 Schwadronen Huszaren. Sie hatten unter Simbschen's 
Leitung die ausgedehnten Verschanzungen in der Stellung bei Caldiero 
von Belfiore die Porcilc bis lllasi erbaut, und wurden durch mehr als 
einen Monat mit der Lage der Position so gründlich vertraut gemacht, 
dass sie bei eintretender Verteidigung alle Vortheile des Terrains zu 



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134 



AboMnch web in der Person des Feldmarscball-Lieutenants Baron R a d i v o- 

Otirr-Iulleo. (i»r 

ui ü'"rt'"Jr»T. n * j v i c h einen ueuen Iuhaber erhielt, rückte nach Ober-Ita- 
s U vi,r. hi. D«».r.]j )>n ^ wo ( j ftr £ t;jh m j t j eB1 | lt U( } 2. Bataillon in Verona, 

(1ms ;». Bataillon in Palua und die Grenadier-Division in Mai- 
land einrückten, während das 4. Bataillon sich aufzulösen und 
seine Officiere au die übrigen Bataillone abzugeben hatte. 

Mit dem Eintreffen in diesen neuen Garnisonen schloss 
eine ereigniss- uud ruhmreiche Epoche des Regiments, das 
durch 16 Jahre an allen Kämpfen der Napoleonischeu Aera, 
in Schlachten uud Gefechten häufig hervorragenden, immer 
aber ehrenvollen Antheil genommen hatte. — In den eisigen 
Gefilden Russlands, in Polen, Deutschland, Frankreich 
und Italien wehten seine siegreichen Fahnen, und der weite 
Raum zwischen dem mittelländischen Meere, der Saale und 
dem Niemen, zwischen der Seine und der Adria umschliesst 
die Gräber seiner tapferen Söhne, die den Ruhm des Regi- 
ments mit Blut und Leben erkaufeu halfen. 

Es war eine grosse Zeit! Eine unvergleichliche Zeit er- 
habenster Anstrengungen, — gross in ihren Zielen, gross in 

benützen verstanden, und jeder Abtheilungs-Commandant über seine 
Obliegenheit vollkommen unterrichtet war. Diese aus mehreren ge- 
schlossenen Redoutcn, Flechen und Laufgräben gebildete Stellung 
wurde dem Feldmarschall-Lieutenant Simbschcn von dem Flügcl- 
Commandanten der Armee, General der Cavallcric Grafen Bellegardc 
am 28. Octobcr zur Verteidigung anvertraut und durch vier Tage mit 
einer so heldenmüthigcn Ausdauer behauptet, das Erzherzog Carl in 
der Relation vom 17. November dem Feldmarscball - Lieutenant und 
seinen Truppen für die bewiesene Tapferkeit das höchste Lob zollte. 

General Molitor, der sich vergebens in Angriffen gegen die 
Verschauzungen erschöpfte, beschloss eine Umgehung des österreichischen 
rechten Flugeis, indem er das auf domiuirender Höhe liegende Dorf 
Colognola mit dem 60., 5. und 23. Regimente zu erreichen trachtete. 
General Simbschen dieses Vorhaben gewahrend, sandte rasch Truppen 
nach Colognola, und führte mit 3 Bataillonen gleichzeitig einen Angriff 
gegen Flanke und Rücken Molitor's aus, der desscu Truppen in 
Verwirrung und zum Rückzüge brachte. General Molitor musste sich 
mit Verlust von 500 Todten, 1000 Verwundeten, 500 Gefangenen und 
3 Fahnen nach Ca dell'ara zurückziehen. 

Für diese That erhielt Simbschcn den Maria-Thcresicn- 
Orden. 

1809 zum Feldzeugmeister befördert, wurde er Präsident des 
Appellations-Gerichtes, 1810 Inhaber des 48. Infanterie-Regiments, und 
starb zu Wien. 



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ihren Resultaten; — eine unerschöpfliche Quelle herrlichster 
Erinnerungen für den Soldaten! Voran, die in dämonischer 
Grösse leuchtende Gestalt des grossen Corsen, der gewaltig 
wie der Kriegsgott selber in die Geschicke der Menschen ein- 
griff, der Throne stürzen und Kronen verschenken durfte; 
um ihn her die strahlenden Helden alle, die gegen und für 
ihn gekämpft! 

Welche Fülle von Patriotismus, von Todesverachtung 
und Selbstverläugnung in allen den Tausenden und Tausen- 
den von Kriegern, die in den ruhmreichen Thaten zweier De- 
cennien Erinnerungen und nachahmungswürdige Beispiele für 
zwei Jahrtausende häuften, und der Nachwelt Probe und 
Massstab gaben für die ganze Grösse dessen, was vereinte 
Kraft und Kriegertugend zu leisten vermögen! 



136 



Mta* Nr. *. Beilage Ar. 8. 



Verluste des Regimentes im Feldzuge 1815 in Mittel- und 

Unter-Italien. 



Ueberfall bei Jflrandola. 10 April 1815. 

Todt — 2 

Verwundet — 15 

Gelangen 1 17 

Zusammen . . 1 34 

Gefecht and Erstürmung Ton Carpi. 11. April 1815. 

Todt - 8 

Verwundet 1 18 

Vermisst . . . — 3 

Zusammen . . 1 2!) 

Schlaeht ton Toleutino. 2. und 3. Mal 1815. 

Todt 1 20 

Verwundet 3 99 

Gefangen - 1 

Vermisst — 20 

Zusammen . . 4 140 

(iesainmt- Verlust Im Feldzuge 1815 In Italien. . 6 203 



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1810-1821. 



Die ersten friedlichen Jahre, welche den Kriegen der v****««* 
napoleonischeu Aera folgten , brachten für das Regiment " ,ch u » ,B « ,i< "' 

* D ' ° M»l INI« bl.Orli.l 

unangenehme Verhältnisse, indem dasselbe die Bestimmung mt - 
erhielt, in Dalmatien einen Pest-Cordon längs der türkischen 
Grenze zu ziehen. 

Vorerst hatte das 3. Bataillon aus Padua allein diesen 
Dienst zu übernehmen; am 13. December 1815 verliess das- 
selbe sonach seinen Garnisonsort, und marschirte nach Venedig, 
um dort am 20. December zur Ueberfahrt nach Zara einge- 
schifft zu werden, wo es am 10. Jänner 1816 eintraf. Der 
Cordon wurde Anfangs längs der Kerka bis Zara vecchia, 
später jedoch vom Triplex-Confinum über Bielibreg, Kamensko 
bis zum Fort Opus an der Narenta bezogen. 

Die Hartnäckigkeit und fortschreitende Ausbreitung der 
Seuche hatten zur Folge, dass noch zwei Bataillone des Regi- 
ments nach Dalmatien beordert wurden. 

Am 27. Mai 1816 rückte das Regiment mit dem 1. und 
2. Bataillon von Verona nach Venedig ab, wurde daselbst am 
5. Juni eingeschifft, und lief am 13. im Hafen von Zara ein. 

Drei Compagnien mit dem Regiments-Stabe blieben dort 
als Besatzung, die übrigen Compagnien besetzten die bis nun 
vom 3. Bataillon innegehabte Postenkette; wogegen letzteres 
im Monate August nach Ragusa abging, um dort den gleichen 
Dienst an der türkischen Grenze zu versehen. 



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138 



Das 4. Bataillon war schon im November 1815 aus 
Italien nach Körinend in Ungarn marschirt, wo dasselbe auf- 
gplöst, die Officiere und ein Theil der Mannschaft in die drei 
übrigen Bataillone eingetheilt, der Rest aber auf Urlaub ge- 
setzt worden war. 

In diesen Aufstellungen blieb das Regiment bis zum 
Jahre 1819. 

,"!3Y%*£. Im OctobiT 18,9 wurde das Regiment durch Prinz 
örttlT"«». Hessen-Homburg Infanterie Nr. 19 auf dem Cordon ab- 
gelöst, und kehrte mit dem Stabe und den zwei ersten Batail- 
lonen zur See nach Italien zurück. 

Ein Theil der Transportschiffe wurde durch stürmische 
Witterung verschlagen und die Landung verzögert, so dass 
sich das Regiment erst am 15. November in Padua wieder 
vereinigte. 

feÄ'iÄ. Das 1. Bataillon wurde nach Mantua, das 2. mit dem 
t Kegimcntsstabe nach Brescia verlegt. 

Das 3. Bataillon war schon im Mai 1819 als Besatzung 
r.b„.ri«i. . q Cattaro eiQgerüci^ un( ] verblieb dort auch nach dem Ab- 
märsche der ersten zwei Bataillone. 



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1821. 



Im Feldznge in Neapel. 

Zu Boginn des Jahres 1821 war in Neapel eine Militär- 
Revolution ausgebrochen; es wurde eine Constitution procla- 
mirt, der vollständige Anarchie folgte. Der Congress zu 
Laibach beschloss zur Wiederherstellung der Ordnung die be- 
waffnete Intervention, und wurde Oesterreich mit Ausführung 
derselben betraut. 

Demgemäss sollte eine Armee von 50.000 Mann unter 
dem General der Cavallerie Baron Primont in Neapel ein- 
rücken; diese Armee hatte aus 5 Divisionen zu bestehen, von 
denen drei das Centrum zu bilden hatten; in einer dieser 
Centrums-Divisionen uuter Feldmarschall-Lieutenant Prinz v. 
Hessen - Homb urg und in der Brigade Generalmajor 
Söldenhofen fand das 48. Regiment Radivojevich seine 
Eintheilung. 

Am 8. Februar 1821 brach dasselbe mit dem 1. und 2. 
Bataillon aus Mantua und Brescia auf, passirte im Divisions- 
Verbande am 11. Februar den Po bei S. Benedetto, und mar- 
schirte über Modena nach Bologna; überschritt Mitte Februar 
in einigen sehr beschwerlichen Märschen die Apenninen, und 
traf ohne Kampf mit der westlichen Colonne der Armee am 
16. März in Rom ein, wo das Regiment nördlich der Stadt, 
an der Tiber bei Ponte Molle, ein Lager bezog. 

Indessen hatte dio östliche Colonne der Armee unter 
Feldmarschall-Lieutenant Baron Mohr bei Rieü ein sieg- 



140 



» OT1 - reiches Treffen gegen die Neapolitaner unter P e p e bestanden, 
und verfolgte dieselben über Antrodocco durch die Abruzzeu; 
das Rebellenheer ging alsbald in vollständige Auflösung über, 
während sich beide Colonnen der österreichischen Armee nun- 
mehr concentrisch gegen Capua bewegten, um, mit Besitz- 
nahme dieser Stadt, des Aufstandes Wurzeln zu erfassen. 

Die westliche Colonne unter Frimont selbst, Hess eine 
Besatzung in Rom zurück, bei welcher auch das 1. Bataillon 
des Regiments eingetheilt wurde, während das 2. Bataillon 
mit der Division Hessen-Homburg den Marsch gegen 
Capua fortsetzte, wohin später auch das 1. Bataillon des Re- 
giments folgte 

Als die ganze österreichische Armee vor Capua vereinigt 
war, wurde diese Stadt und Festung mittelst Convention am 
21. März von den Neapolitanern übergeben; das 1. Bataillon 
des Regiments besetzte Sta. Maria da Capua, während die 
Armee sich gegen Neapel wendete, wo sie am 24. März unter 
dem Jubel der Bevölkerung, deren ordnungs- und friedliebender 
Theil sich weitaus in der Majorität befand, einen feierlichen 
Einzug hielt. Das 2. Bataillon nahm an diesem für die öster- 
reichische Armee ebenso ehrenvollen als freudenreichen Ein- 
märsche Theil. Das 1. Bataillon raarschirte erst Ende Monats 
von Sta. Maria da Capua ab, traf am 3. April in Portici ein, 
und bezog in Torre del Greco und Torre Annunciata Canto- 
nirungs-Quartiere. 

Der Division Feldmars chall - Lieutenant W a 1 1 m o d e n 
wurde die Pacificirung des Landes übertragen, und hatte das 
>i„.rj.iffunK »«eh Regiment Radivojevich an derselben Theil zu nehmen, 
». m.i ism. indem es in die Brigade Generalmajor v. Rötsey*) eingetheilt, 

*) Generalmajor Adam Rötsey de R6tse zu Särd bei Magyar 
Igen in Siebenbürgen 1775 geboren, trat mit dem Bataillon des Regi- 
mentes Samuel Graf Gyulai Nr. 32, bei der Neu-Erricbtung des Re- 
giments Nr. 48. in dasselbe, machte bis zum Jahre 1809 alle Kämpfe 
dieses Regiments mit, wurde bei Magnano 5. April 1799 verwundet und 
avancirte bei V u k a s s o v i c h-Infanterie bis zum Hauptmann. 

1809 zum Major befördert, trat er 1812 als Oberstlieutenant in 
das Regiment Hieronymus Golloredo Nr. 33, wurde 1813 Comraan- 
dant dieses Regimentes und erwarb sich in der Division Feldmarschall- 
Lieutenant B i a n c h i in der Schlacht bei Leipzig beim Sturme auf 
Dölitz, den Theres ien-Orden. 

Rttsey machte den Feldzug 1821 in Neapel als Brigadier mit 
und blieb bis zum Jahre 1826 in dieser Stellung zu Palermo, wurde 



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141 



und im Hafen vou Neapel am 29. Mai nach Palermo einge- um- 
schifft wurde. 

Den 31. früh Morgens war die Küste Siciliens in Sicht, 
gegen Abend erfolgte die Ausbarkirung. 

Das l. Bataillon, befehligt vom Major von Kuben- °£^ ü ,n 
dunst, verblieb in Palermo als Besatzung, das 2. und der b »] A *»{, , J*^ 
Stab unter Ccmmando des Obersten Leszczynsky, nach 
Trapani bestimmt, rückten am 4. Juni dort ein, und ver- 
blieben daselbst bis zum 27. September, an welchem Tage 
das 2. Bataillon, vom Regimente Kaiser Infanterie abgelöst, 
nach Palermo zurückmarschirte. 

Hier blieb das Regiment nunmehr vereint als Garnison 
bis zur gänzlichen Räumung Siciliens durch die österreichischen 
Truppen im Jahre 1826. 

später Feldmarschall-Lieutenant and Inhaber des 2. Infanterie-Regi- 
mentes. — 1831 bei der Intervention in der Romagna thätig, erhielt er 
1839 die Stelle eines commandirenden Generals in Galizien, die er durch 
7 Jahre versah, wofür er zum Feldzeugmeister und geheimen Rath, 
sowie zum 2. Capitän der ungarischen Leibgarde ernannt wurde. 

Im Jahre 1848 am 3. October zum ungarischen Minister-Präsi- 
denten ernannt, contrasignirte er jene kaiserlichen Manifeste, welche 
Ungarn in Kriegszustand erklärten und den Banus mit dem Oberbefehle 
der Truppen in jenem Kronlande betrauten. 

Von den Ungarn gefangen genommen und längere Zeit in Ge- 
wahrsam gehalten, wurde Retsey im Jänner 1850 bei Auflösung der 
Garde nach 61jähriger Dienstleistung pensionirt, und starb zu Wien am 
26. October 1852, den Ruf eines ausgezeichneten Soldaten, — eines 
wahren Patrioten und treuen Anhängers der Dynastie — hinter- 
lassend. 



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1822-1830. 



Option »on Am 12. Jänner 1822 sollte ein Aufstand von Seite eiui- 
!«*» i.i. Aprii isM.ger unzufriedener Landgemeinden gegen die sicilianiscbe Re- 
gierung und dio dieselbe unterstützenden Oesterreicher statt- 
finden, wobei die Aufrührer, den später öffentlich bekannt ge- 
gebenen gerichtlichen Acten zufolge, eine zweite sicilianiscbe 
Vesper in Scene zu setzen beabsichtigten ; die gesammte öster- 
reichische Mannschaft wollte man an einem Tage mittelst 
der ausgetheilteu Lebensmittel vergiften, sich aller Officiere 
durch üeberraschung und Gewalt bemächtigen, und diese 
durch Mord einzeln bei Seite schaffen. 

Zum Glücke für die Truppen kamen die Behörden die- 
sem Projecte noch bei Zeiten auf die Spur; die Verhaftung 
des grössten Theiles der Verschworenen, die Hinrichtung von 
9 der Schuldigsten, die Verurtheilung der Uebrigen zu länge- 
rer oder kürzerer Haft, vereitelten den Plan und hatten die 
Entwaffnung nicht nur der Hauptstadt, sondern auch der gan- 
zen Insel zur Folge. 

Zur Vollziehung dieser Entwaffnung wurden mehrere 
mobile Colonnen gebildet, welche, von königlichen Com- 
missären geführt, das Innere des Landes durchzogen. 

Die von allen österreichischen Truppen stets beobachtete 
strenge Mannszucht, die gute Haltung derselben, die humane 
Behandlung der Landesbewohner von Seite der Officiere und 
der Mannschaft, verschafften alsbald allen Abtheilungen des 
kaiserlichen Heeres bei den Insulanern hohe Achtung und 
Sympathie, die sich in der Folge noch steigerte uud bei jedem 
Anlasse kundgab. 



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143 



Am 2. October 1822 verlor das Regiment in Palermo »-* 
seineu tapferen Obersten v. Leszczynsky durch den Tod, 
und übernahm der zum Obersten ernannte Oberstlieutenant 
Kaufmann vom Regimente E s z t e r h ä z y Nr. 32 das Com- 
maudo desselben. 

Im Monate April 1823 marschirte das 3. Bataillon nach X mSS&£'r<m 
einer mehr denn 7jährigen Garnisonirung in Dalmatien von 1 """"r"" 
Cattaro nach Raab, von wo es am 28. August als Garuison Apn " Ma - 
nach Comorn abging. 

Im Beginne des Jahres 1826 wurde die Räumung der 
nunmehr vollständig pacificirten Insel Sicilien beschlossen, und Ki B «ddn»i dM 
hatten daher sämmtliche dort befindliche Truppen (das R^'- |,K "{x^^" k 
ment Radivojevich Nr. 48, das Infanterie-Regiment Kai- ^^^^T" 
ser Nr. 1, das 3. Bataillon von Kaiser Alexauder Nr. 2, 
das 11. Jäger-Bataillon und eine Abtheilung Kaiser-Chevaui- 
legers) nach Neapel zu übersetzen. 

Das Regiment wurde am 9. April 1826 im Hafen von 
Palermo eingeschifft und am 12. desselben Monats in Neapel 
an's Land gesetzt. 

Von hier setzte sich der Regiments-Stab mit dem 1. Ba- 
taillon am 21. und das 2. Bataillon am 24. April in Marsch, 
um nach einem mehr als 5jährigen Aufenthalte im König- 
reiche beider Sicilien in die k. k. Staaten zurückzukehren. 

Am 3. Mai traf das 1., den 6. Mai das 2. Bataillon in 
Rom ein. 

Seine Heiligkeit der Papst Leo XII. dehnte das bereits Ank» n n »««j 
abgelaufene Jubeljahr auf die in diesem Zeiträume durch die dc " 
Hauptstadt der Christenheit marschirenden, österreichischen 
Truppen aus; beide Bataillone des Regiments waren im Pa- 
laste der Basilica des heiligen Johannes Lateranensis unter- 
gebracht. Nachdem sämmtliche Katholiken ihre Andacht ver- 
richtet hatten, wurde dem ganzen Regimente von Sr. Heilig- 
keit unter grossem Gepränge und glänzender Assistenz der apo- 
stolische Segen ertheilt. 

Nach dieser Ceremonie hatte das Officierscorps die Ehre, 
vom Papste empfangen zu werden. 

Zur Erinnerung an diese Feier und die Anwesenheit des 
Regimentes in Rom wurden dem Regimente von Sr. Heilig- 
keit zwei silberne Porträt-Medaillen, welche eine auf diese 



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144 



w»-i«o. Ereignisse Bezug habende Inschrift tragen, zum Geschenke 
gemacht. 

Der Stab und das 1. Bataillon trafen am 30. Mai in der 
Friedensstation Cremoua, das 2. Bataillon an demselben Tage 
uamboo i n in Mantua ein. Von Cremoua aus wurde auch Pizzighet- 

I f ;:i im UD<1 

Br.«u. ^QQg besetzt. Nach mehrfachem Wechsel der Bataillone uuter- 

Junl IHM bl. 

Meisau, einander traf im Jahre 1829 ein Bataillon von St. Juhen-In- 
fanterie Nr. 61 in Mautua ein, und trat daher das 2. Bataillon 
am 1. Juli von dort seinen Marsch nach Cremona an; nach 
3monatlichem Aufenthalte daselbst bekam es mit dem Regi- 
ments-Stabe die Bestimmung als Garnison nach Brescia, von 
wo es ein Wach-Detachement mit einem Officier in der Berg- 
feste Rocca d'Anfo am Idro-See unterhielt. 

Den 16. August d. J. fand nach dem am 15. Juli zu 
K« a g ^?» B * n o'hib.r. Verona erfolgtem Ableben des Regiments-Inhabers und Com- 
l * A " , " , ' ,8W - mandirenden im lombardisch-venetianischen Königreiche, Feld- 
marschall-Lieutenant Radivojevich, die Verleihung des 
Regiments an den General-Major Gollner von Goldnen- 
fels statt, welchen Se. Majestät der Kaiser mittelst Aller- 
höchster Entschliessung vom 17. December 1829 zum Feld- 
marschall-Lieutenant und Di visionär in Mailand ernannte*). 
ji v .rh„.ch Die italienischen Staaten schienen seit der 1821 nieder- 

geschlagenen Revolution vollends beruhigt. 



*) Gollner von Goldnenfels Alois, Sohn eines Officicrs, zu 
Fiutnß 1772 geboren, zeichnete sich schon in der Schlacht bei Jemappes 
6. November 1792, wo er zweimal verwundet wurde, aus. Als Lieutenant im 
Wurmser 'sehen Freicorps 1795, wurde er abermals schwer verwundet, 
avancirte in Folge seiner besonderen Verwendbarkeit rasch, war 1805 
Gcneral-Commando-Adjutant in Wien, 1809 Major und Corps-Adjutant 
beim Reserve-Corps des Fürsten Liechtenstein, und zeichnete sich 
obwol verwundet — durch seine fortgesetzte heroische Thäiigkeit 
beim Sturme auf Esslingen dergestalt aus, dass er zum Obersten be- 
fördert wurde und den Theresien-0 rden erhielt. — Beim Abmärsche 
der Armee nach geschlossenem Waffenstillstände bei Znaym, als Feld- 
marschall Fürst Liechtenstein das Armee-Conimando übernahm, wurde 
Gollner dessen General- Adjutant. 

1810 in den Freiherrnstand erhoben, avancirte er 1829 zum Feld- 
marschall-Lieutcnant und wurde Divisionär in Mailand bis er im Jahre, 
1834 nach 43jähriger Dienstzeit in den Ruhestand trat. — Seit 1H29 
Inhaber des 48. Infanterie-Regiments, starb Baron Gollner am 6. 
März 1844 in Wien. 



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145 



Der Hofkriegs-Rath beschloss daher, aus Ersparungs- 
Gründen , mehrere in entlegenen Provinzen garnisonirende 
Regimenter, ihren Werbbezirken näher zu bringen. 

In dieser Absicht traf auch das Regiment G o 1 1 n e r der 
Befehl, mit beiden Bataillonen und der Grenadier-Division, 
welche in Mailand mit den Divisionen der Regimenter Nr. 34 
und 52, das Grenadier-Bataillon Oberstlieutenant Wania ge- 
bildet hatte, nach Niederösterreich abzumarschiren. 

Das 2. Bataillon machte dem in seinen Werbbezirk ein- 
gerückten Regimente Haugwitz Nr. 38 in Brescia Platz, 
und vereinigte sich mit dem über Mantna herangekommenen 
1. Bataillon in Verona; das vereinte Regiment setzte dann am 
24. Mai seinen Marsch über Treviso, Udine, Pontafel, Klagen- 
furt und Judenburg fort , und erreichte am 3. Juli Wr.-Neu- o.™*. „ ■„ 



stadt, von wo der Regiments-Stab mit 4 Compagnien des 2. Ht W ™i',Twi™ 

• ° r ° »ml darurrvn«. 

Bataillons nach St. Pölten verlegt wurde, und am 9. Juli«»" ^^»i-r 
dortselbst eintraf. 

Die 5. Division, sowie die Grenadier-Division, welche dem 
Regimente gefolgt war, kamen nach Wien, das 1. Bataillon 
hingegen in die Umgebung der Residenz nach Laxenburg, 
Mödling und Petersdorf als Garnison. 

Die Pariser Juli-Revolution entzündete allerorts unzu- 
friedene Gemüther und der GährungsstofF, der sich unter den 
Bevölkerungen grosser Städte stets reichlich angehäuft findet, 
brachte auch in Wien die Leidenschaften der social-demok ra- 
tischen Partei zum jähen Aufwallen, das sich in stürmischen 
Auftritten Luft maehte. 

Das Benehmen eines Zollbeamten, der einem armen Weibe Volk'tntntill In 
für eine unbedeutende Quantität des bei ihm vorgefundenen SO. Aufuat IS30. 
Mehles, bei der Lerchenfelder-Linie mit roher Gewaltthätigkeit 
die Verzehrungssteuer abnahm, war Anlass, dass das erbitterte 
Volk, sich zu Tausenden gegen die Finanz-Aufseher zusammen- 
rottete, und die zur Herstellung der Ruhe herbeigeeilte Caval- 
lerie-Bereitschaft des 5. Kürassier-Regiments Auersperg mit 
Pflasterstein-Würfen empfing, wobei mehrere Kürassiere ver- 
wundet vom Pferde stürzten. 

Das Volk tobte und wflthete in den drohendsten Aus- 
drücken ; zugleich ertönten laut von allen Seiten die Aulforde- 
rungen: „den Parisern gleich, alle Behörden zu vertreiben - , 
worauf die Zollamts-Gebäude, aus welchen sich die Beamten 

10 



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146 



bereits geflüchtet hatten, geplündert, sämnatliche Thüren und 
Fenster, sowie alle Möbel zertrümmert, und mit den Steinen 
des aufgerissenen Strassenpflasters Barrikaden gebaut wurden. 

Der Tumult hatte seinen Höhepunkt erreicht, als um 
10 Uhr Abends Hauptmann Hennersdorf mit der im 
Josefstädter Transporthause bequartirten 10. Compagnie des 
Regiments, Befehl erhielt, einzuschreiten. 

Dem ebenso energischen als geschickten und besonnenen 
Benehmen dieses Officiers und seiner Compagnie gelang es, 
den erhaltenen Auftrag zu vollziehen, und ohne einen Tropfen 
Bürgerblutes vergossen zu haben, die Ruhe herzustellen. 

Hauptmann Hennersdorf Hess in einiger Entfernung 
von der Linie im Angesichte der tobenden Masse die Gewehre 
scharf laden, und rückte dann geschlossen, mit gefälltem Ba- 
jonete ganz laugsam gegen das Centrum des Volksknäuels 
vor. Nur allmählig und mit vieler Mühe gelang es ihm Raum 
zu gewinnen, indem die empörte Volksmasse mehr dem be- 
schwichtigenden Zureden, als der physischen Gewalt wich, bis 
endlich das Linien-Thor erreicht und besetzt wurde. 

Um nun das Volk zu zerstreuen, und die Umgebung des 
Zollhauses zu säubern, detachirte Hauptmann Hennersdorf 
gegen jede der nach der Linie führenden drei Strassen je einen 
Zug, welchen Abtheilungen es gelang, allerdings nicht ohne 
Schwierigkeiten, und erst nach wiederholten Anschlagen der 
Gewehre und Verhaftung der Wüthendsten, die Strassen auf 
einige Hundert Schritte im Umkreise des Linien-Amtes frei 
zu machen, und die grösste Zahl der Tumultuanten bis Mitter- 
nacht zu zerstreuen. 

Von dem revolutionären Fieber, das der Pariser-Aufstand 
in Europa verbreitete, ergriffen, erhob sich im September 
Belgien, im November Polen, und zeigten sich auch in Italien 
staatsgefährliche Symptome; Truppenverstärkungen wurden 
daher in das Lombardisch -Venezianische entsendet, und ver- 
x.r.ch n .rh Hess auch das Regiment seine bisherigen Garnisoneu, um vor- 

Sic i * nii nrk 

f»pt« 0 .iKr »»so. läufig nach Steiermark zu rücken, wo im September der 
Regiments-Stab mit dem 2. Bataillon in Graz, das 1. Bataillon 
in Cilli eintrafen; von letzterem wurde die 5. und (>. Com- 
o«™i...„ in o™. pagnie nach Neustadtl iu Krain detachirt, um den verwegen«! 

s-pul'!".'^, Unternehmungen einiger über die Grenzen eingeschlichenen 
Räuberbanden ein Ziel zu setzen. 



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> 



1831. 



Nachdem für das Jahr 1831 die ungarischen Stände wr^*..«^ 
Completirung ihrer Regimenter 20.000 Rekruten mit einer*» w»«^ «*■ 
10jährigen Capitulation laudtagsmässig bewilligt hatten, er- 
folgte im Februar und März deren Aushebung, wovon beinahe 
2000 dem Regimente sowohl aus den eigenen Werb-Comitaten 
Oedenburg, Eisenburg und Zala, als auch aus dem Somogyer 
Comitate zufielen. 

So war das Regiment nuu im Stande, sich den Aller- 
höchsten Bestimmungen gemäss auf einen Stand von 200 Ge- 
meinen per Compagnie zu setzen, und nach Anordnung des 
k. k. Hofkriegsrathes aus den Halb-Invaliden eine Reserve- 
Division mit l. April aufzustellen. Diese übernahm nun 
in Oedenburg, wo sich auch seit dem Jahre 1822 die Rech- 
oungs-Kanzlei befand, die Geschäfte des gleichzeitig aufge- 
lösten Werb-Commandos. 

Während nun das Regiment die Abrichtung der nenge- 'S?'* 1 ."** 
gestellten Mannschaft in Rücksicht auf die zu gowärtigenden *>■ Mi ™ '*» 
ernsten Ereignisse auf das Eifrigste betrieb, brachen in dem 
nach Nationaleinheit strebenden Italien zuerst in Modena, 
dann in Bologna und den römischen Delegationen, zuletzt auch 
in Parma sehr ernste Unruhen aus. 

Das Regiment G oll n er, welches schon beim Einnicken 
in Steiermark im Falle des Bedarfes zur Disposition des Com- 
mandirenden der Armee in Ober-Italien stand, und mit dem 
vollständigen Feldiuateriale, Fuhr- und Packwesen ausgerüstet 
war. bekam gleichzeitig, als die Nachricht einlangte, dass 
österreichische Truppen Modena, Ferrara und Parma besetzten, 
Befehl, mit den beiden Bataillonen nach Karnthen zu rücken. 

Der Regimentsstal). welcher mit, 4 Compaguien des 
2. Bataillons am 20. März von Graz über Marburg aufbrach, 



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148 



"'^'rTJId iJ* &m m ' t dem l' Bataillon nach Klagenfurt; 4 Compagnien 



Klftgctlftirl und im 



U bb wmmi.^ 8 ^. Bataillons (die (>. Division war schon einen Monat zuvor 



von Graz uach Judenburg verlegt) erhielten Stationen im 
Lavantthale, und zwar zu St. Andrä (7. Compagnie), Wolfs- 
berg (9. und 10. Compagnie) und St. Leonhard (8. Compagnie). 
°£"n SSSte Schon vor dem Ausmarsche aus Graz wurde der bis- 
heiige Oberst Franz Kaufmann Edler von Frauens tein- 
burg mit 9. März zum Generalmajor und Brigadier in Kla- 
genfurt ernannt. An dessen Stelle kam der Oberstlieutenant 
Heinrich Baron Wetzlar, von W a c q u a n t - Infanterie 
Nr. 62, als Oberst und Regiments-Commandant zum Regi- 
mente Nr. 48. 

'Cord" Während Oesterreich durch Besetzung der insurgirten 
m. juu «Mi. r ö m i sc h en Marken im Süden das moralische Uebel der Revo- 
lution «an seine Grenzen zu bannen hoffte, drang im Norden 
der Monarchie eine furchtbare Seuche, die asiatische Brech- 
ruhr (Cholera) in Galizien ein, breitete sich mit ausserordent- 
licher Rapidität in der Theisagegend aus und zog, auch aus 
der Moldau und Wallachei eindringend, die Donau aufwärts. 

Das schnelle Umsichgreifen dieses Uebels Hess wenig 
Zeit zum Studium desselben, man glaubte daher, wie bei einer 
anderen Epidemie, durch einen Militär-Cordon entgegenwirken 
zu müssen. 

Es wurde demgemäss, mindestens zur Sicherung der 
deutschen Erbländer, längs der Westgrenze Ungarns eine 
militärisch besetzte Sanitätslinie gezogen, in welche auch das 
Regiment mit 2 Bataillonen am 20. Juli aus Kärnthen und 
mit dem 3. Bataillon am 10. Juli von Raab her einzurücken 
bestimmt wurde. 

A««...ungd« Am L August war die Besetzung des Cordons, welcher 

CbnlenvC'urdona. 

•i. bis Anfangs November unterhalten wurde, vollendet. 



Nach Auflösung des Cholera -Cordons marschirte das 
3. Bataillon aus seinen zuletzt innegehabten Cordons-Stationen 
nach Klagenfurt, wo es am 13. November einrückte. 

Durch diese Verlegung in den Bereich des inneröster- 
reichischen General-Commandos kam dieses Bataillon nach 
einer zwölfjährigen Trennung wieder in den unmittelbaren 
Verband des Regimeutes. 

Das 1. und 2. Bataillon bezogen Mitte November Winter- 
i^tu'iYrT^.Cantonirungen an der ungarischen Grenze. 



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1832. 



Das General-Commando in Graz fand beim Beginne dos «"»••»» «■«'"- 

C und Cilli. 

Frühjahres 1832 behufs besserer Unterkunft der Truppen noth-**™ «■ *•» ,M » 
wendig, bei dem 1. und 2. Bataillon des Regimentes eine Dis- 
locations - Veränderung vorzunehmen, und demzufolge das 2. 
Bataillon aus seiner bisherigen Wintorcantonirung an der 
ungarischen Grenze, am 20. März nach Graz, und das 1. Ba- 
taillon nach Cilli zu verlegen. 

Doch kaum war es dem Regimente vergönnt, die durch 
den Dienst im Cholera - Cordon unterbrochene Ausbildung 
der jungen Mannschaft wieder aufzunehmen, als die Ruhe 
Deutschlands , namentlich Baierns , durch Umtriebe deutscher 
Demagogen bedroht wurde, und die Bundesversammlung in 
Frankfurt militärische Gegenmittel zu ergreifen beschloss. 

Baiern hatte schon vorher den Feldmarschall Wrede 
mit unbeschränkter Vollmacht und einer angemessenen Truppen- 
zahl nach der Rhein-Pfalz entsendet; Oesterreich hingegen 
einige Bataillone nach Vorarlberg geschoben, denen alsbald 
ein entsprechend starkes Corps nachfolgen sollte. 

Mitte Mai befand sich Se. Majestät der Kaiser Franzi, 
für einige Wochen in Graz. Hier hatte Allerhöchst Derselbe, 
aus Anlass einer stattgehabten Production des 2. Bataillous 
mit der vortrefflichen Haltung und Manövrirföhigkeit der kaum 
einjährigen Soldaten, die vollste Zufriedenheit ausgesprochen 
und das Regiment Gollner in das Armee-Corps, das zur 
Unterstützung der deutschen Bundesbeschlüsse in Vorarlberg 
aufgestellt wurde, bestimmt. 

Das 2. Bataillon mit dem Regiments-Stabe brach demnach aw«^.. 
am 27. Mai von Graz, das 1. am 30. von Cilli, das 3. am ™Th« iL... 



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150 



tva - 31. von Klagenfurt auf, und gelangten dieselben durch das 
Puster-Thal, über den Brenner nach Innsbruck, von wo das 
Regiment alsbald seinen Marsch nach Vorarlberg fortsetzte, um 
dort der unter Comuiando des F. M. L. Baron Koudelka 
sich fonnirenden Bereitschafts-Division einverleibt zu werden. 
Il^'a'dvm", Das in Vorarlberg zuerst eingetroffene 3. Bataillon wurde 

Ii 11 IIB 

a.u.« Mi im» am 31. Juni in den Ortschaften Dornbiru, Wohlfurth, Lauter- 

Mai i -■ i 1 

ach, Hohenems, Götzis und Rankweil untergebracht ; das 2. 
Bataillon cantonirte am 3. Juli in den nächst gelegenen und 
Privaten gehörigen Klostergebäuden Mererau's, indessen das 
1. Bataillon am 5. Juli in Bregenz einrückte, wo der Regiments- 
Stab bereits früher eingetroffen war. 

F. M. L. Koudelka hatte in Rücksicht der damaligen 
schwierigen Verhältnisse, ausserordentliche Instructionen er- 
halten, und wurde unmittelbar an den, zu Frankfurt am Main 
versammelten, deutschen Bundestag gewiesen. 

Die umfassenden militärischen und politischen Vorkeh- 
rungen der Bundes-Versammlung genügten, um die drohende 
Bewegung im Keime zu ersticken, ohne dass die traurige Not- 
wendigkeit eines bewaffneten Einschreitens eintrat. 

Die Truppen in Vorarlberg bewegten sich daher bald 
in vollkommen friedlichen Verhältnissen und gaben sich mit 
Eifer und Müsse der kriegerischen Ausbildung hin. 
tta»»**«* Der herannahende Winter fand das Regiment noch in 

IUI«. II. u. nirb ° 

ocJ^'im seiueu im Sommer bezogeneu Stationen; da jedoch das kleine 
Vorarlberg für die Truppen der ganzen Division zu beschränkt« 
Winter-Cautonirungeu bot, so wurde ein beträchtlicher Theil 
der Truppen, unter diesem auch das 3. Bataillou, zum Ab- 
märsche nach Tirol bestimmt. 

Der Marsch dahin geschah divisionsweise, mit einem Tag 
Intervalle. 

Die 7. Division trat die Bewegung am 9. November an, 
und wurde in's Ober-Innthal, von Landeck bis Nauders, die 
8. Division nach Mals und Glums verlegt; die 9. Division kam 
in das Vintschgau nach Schlanders zu stehen. 



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1833-1840. 



Nachdem die Passage über deo Arlberg wieder offen war, »m*«»* 
rückte das 3. Bataillon aus seinen Winter-Cantonirungen in rtt ^'l' mj 
Tirol wieder zum Regimente Dach Vorarlberg ein , und bezog 
die Mererau bei Bregenz, wohingegen das 2. Bataillon in die 
Ortschaften Lauterach, Dornbirn, Hohenems, Feldkirch und 
Bludenz zu liegen kam. 

Das Regiment verblieb von nun an bis zum Jahre 1840 
in Vorarlberg, mit dem Stabe in Bregenz, während die ein- 
zelnen Bataillone zu wiederholten Malen ihre Stationen 
wechselten. 

Die wichtigsten Ereignisse dieser siebenjährigen Epoche 
sollen im Folgenden nur kurze Erwähnung finden: 

Am 3. October 1835 marschirte das 3. Bataillon nach „* u "r h d «* s ; 

Bataillon« nach 

Brixen in Tirol, wo es den Wachdienst bei den fortificatorischen 0c *£™ lUi . 
Arbeiten und Magazinen der im Baue begriffenen Franzensfeste 
zu bestreiten hatte. 

Der Stand der Compagnien wurde aus Anlass der einge- 
tretenen friedlichen Verhältnisse, im Jahre 1837 vom Hof- 
kriegsrathe auf 140 Gemeine herabgesetzt, und der Chargen- 
Cadre vermindert. 

Als Sc. k. Hoheit der Herr Erzherzog Franz Carl im££SX*!i5 
October 1837 die Militär - Etablissements und die meist der 
Vollendung sich nähernden Fortifications - Arbeiten bei Brixeu 



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152 



ObrrM Peter Kd 
ler v. Mi'UlbnUnd, 



,MT - inspicirte, war auch die äusserst beschwerliche Dienstleistung 
des Bataillons zur Sprache gekommen, und sicherte Sr. k. 
Hoheit demselben die baldige Ablösung zu. 

An Stelle des 3. wurde in Folge dessen das 2. Bataillon 
zur Versehung des Wachdienstes nach Brixen bestimmt, und 
wurde der Wechsel dergestalt eingeleitet, dass das 2. Bataillon 
den 13., 14. und 18. November divisionsweise von Bregenz 
nach Tirol abging, indessen das 3. Bataillon in drei Marsch- 
Echelons am 26., 27. November und 1. December über Inns- 
bruck den Marsch nach Vorarlberg autrat, und an Stelle des 
mittlerweile nach Bregenz verlegten 1. Bataillons die Canto- 
uirung in der Mererau bezog. 

An Stelle des mit der Beförderung zum General vom 
Regimente scheidenden Obersten HeinrichPreiherrWetz- 
lar von Plankenstein, wurde Oberstlieutenant Peter 
Edler von Moulholand in das Regiment transferirt, und 
bei gleichzeitiger Vorrückung zum Obersten auch zum Coruman- 
danten desselben ernannt 

MduMMahfMt Am 18. August hatte das 3. Bataillon an der feierlichen 
SfrSSESSZ *u Schlusssteinlegung und Einweihung der neu erbauten Franzens- 
feste, wobei Ihre Majestäten der Kaiser Ferdinand, die 
Kaiserin und der gesammte Hofstaat gegenwärtig waren, 
Antheil zu nehmen. 

Die deutschen Verhältnisse Hessen durchaus keine Gefahr 
mehr befürchten, und entfiel sonach auch die Notbwendigkeit 
einer Bereitschaftstruppe in Vorarlberg. 

Es wurde demnach die Brigade zu Vorarlberg aufgelöst, 
und das 1. und 2. Bataillon nach Laibach , das 3. Bataillon 
aber nach Pest bestimmt. 

M. r .rh d« i. «.d Demzufolge trat das 3. Bataillon am 2. Mai, das 1. Ba- 
i.rih„h°n«b 'taillon mit dem Regimentsstabe am 4. , beide aus Bregenz, 

AKram und r«rl- n " 

""das 2. Bataillon jedoch am 15. Mai aus Brixen, den Marsch 
in die neuen Garnisonsorte an. 

Das 1. und 2. Bataillon gingen durch Tirol, Kärnten, 
Krain bis nach Laibach, wo der Regimentsstab am 7. Juni 
eintraf und die Weisung erhielt, mit dem 1. Bataillon nach 
Agram zu marschiren, das 2. Bataillon aber nach Carlstadt zu 
dirigiren. " 



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153 



Hiernach trafen der Regimentsstab und das 1. Bataillon. o«r.L.<ni„ 

•-ml t ml 



•itii 17. Juni in Agrani und das 2. Bataillon am 11. Juni in JuB 
Carlstadt ein; wo das Regiment unter das Commando des 
Divisionärs Feldmarschall - Lieutenant Baron W ö b e r und des 
Brigadiers General - Major v. Mederer, nach dessen Tode 
aber unter jenes des General-Majors von S i m u n i c h gestellt 
wurde. 



Das 3. Bataillon marschirte über Wien nach Pest, wo 



Muorli dr« 3. Bs 
laillon« Ohrr Wim 



am 20. Juni eintraf. 



uarh l'ixt. 

Mit dem Eintreffen des 3. Bataillons in Pest wurde die 
im Jahre 1831 errichtete Reserve-Division in Oedenburg aut- 



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1841. 



Sowie im Jahre 1831 wurde auch in diesem Jahre die 
allgemeine Rekrutirung in Ungarn vorgenommen, da die im 
Jahre 1831 gestellten Leute ihre zehnjährige Capitulation voll- 
endet hatten. 

Von den gestellten Rekruten erhielt das Regiment 
2000 Mann, so zwar, dass jede Compagnie auf den Stand von 
nahezu 200 Gemeinen gesetzt werden konnte. Die Abrich- 
tung dieser neu gestellten Leute hatte noch nicht begonnen, 
als der Hofkriegsrath die Weisung ertheilte, die Capitulanten 
des Jahres 1831 zu entlassen und den Locostand auf 100 Ge- 
meine per Compagnie dadurch zu redueiren, dass sämmtliche 
Leute, welche über den angegebenen Locostand ausfallen, bis 
zur Einberufung auf Urlaub zu setzen sind. 

In Folge dieser Anordnungen erfolgte in den Monaten 
Juni, Juli und August successive die Entlassung der genann- 
ten Capitulanten, ebenso auch die Beurlaubung der über den 
Locostand ausgefallenen Rekruten. 
'aimnwjiMjMia Seine Majestät der Kaiser geruhte über Bitte des Regi- 

1. u. 1. lUtaillon, » » «9 

ii. °ci«brriMi. ments-Conunandos zu bewilligen, dass dem 1. und 2. Ba- 
taillon des Regiments an Stelle der sehr schadhaften alten, 
neue Fahnen erfolgt werden dürfen. 

Nachdem selbe dem Regimento aus Graz zugekommen 
waren, erfolgte am 11. October 1841 die Einweihung der- 
selben durch den Agramer Diöcesan-Bischof v. Haulik in 
der Domkirche mit all' jenen Feierlichkeiten, die bei solchen 
Anlägen herkömmlich sind; hierzu concentrirte sich das 1. 



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155 



und 2. Bataillon in Agram mit Ausnahme der 10. Compag- 
nie, welche in der Feste Czettin im Dienste verblieb. 

Die alten Fahnen wurden dem Zeughause in Carlstadt 
übergeben. 

Für die Fahne des 1. Bataillons widmete die Fürstin 
Josefine Liechtenstein ein goldgesticktes Band, auf 
dessen einer Seite die Worte: ,,Für Gott, Kaiser, Ehre und 
Vaterland" — auf der anderen jedoch der Name: „Fürstin 
Liechtenstein, geborne Landgräfiu von Fürstenberg" 
gestickt waren. 

Zur Fahne des 2. Bataillons verehrte die Fürstin Ma- 
ria Eszterhäzy gleichfalls ein goldgesticktes Band, auf 
dessen einer Seite die Worte: „Becsület a vit£z jutalrmv 4 - 
auf der anderen der Name: „Fürstin Maria Eszterhäzy. 
geborene Fürstin Liechtenstein" ersichtlich sind. 

Bei der Einweihung dieser Fahnen vertrat die Stelle der 
Fahnenmutter — für beide Fürstinen — die Gemaliu des 
Obersten Edlen von Moulholand. 

Gegen Ende des Jahres 1841 erfolgte der Abmarsch des a.rwh a«. f. 

]iaUill"n* von 

3. Bataillons von Pest nach Raab, wo es am 29. October r "' ■-«* K " h 

»1. Oc»« IMI. 

eintraf. 



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1842-1844. 



Die nächsten Jahre gingen ohne beuierkenswerthe Er- 
eignisse vorüber; das Jahr 1844 findet das Regiment noch in 
seinen Garnisonen, Agram, Carlstadt, und das 3. Bataillon in 
■u*2£S „ d ."„ Raab. Anfangs April desselben Jahres wurde angeordnet, dass 
H " ,n i;«M r ! ,ud,, der Regimontsstab von Agram mit dem 2. Bataillon aus 
Aprn im*. £ ar i gta( j t nacn Fiume, — das 1. Bataillon aus Agram nach 

Carlstadt zu verlegen sei, und gleichzeitig anbefohlen, dass 
das 1. Bataillon auch den Wachdienst in Zengg mit 2 Com- 
pagnien und das Wach-Detachement zu Carlopago mit 1 Offi- 
cier und 80 Mann zu bestreiten habe. 

Demzufolge brach das 1. Bataillon mit der 1., 2. und 
3. Compagnie am 20. April von Agram auf und traf am 
21. in Carlstadt ein. Die 5. und 6. Compagnie, welche als 
Garnison nach Zengg bestimmt waren, verliessen Agram am 
16. Mai und trafen am 25. desselben Monats in Zengg ein. 
'"u'SdTJuudt"" Die 10-» 11. und 12. Compagnie, welche am 21. April 
M^tJuw? 1 von Carlstadt abmarschirten, langten am 26. April : die 4., 
7., 8. und 9. Compagnie, welche am 30. April von Agram ab- 
gingen, rückten am 8 Mai, in der neuen Garnison Fiume ein. 
Das Wachdetachement zu Carlopago wurde später aus der 5. 
und 6. Compagnie zusammengesetzt. 

Die 4. Compagnie wurde im August nach Carlstadt beor- 
dert, und gelangte somit wieder in deu Verband des 1. Ba- 
taillons. 

v ™ "SÄ* Das 3. Bataillou erhielt vom General-Commando zu Ofen 
•'•"""""*" bu " den Befehl, nach dorn Einrücken des 3. Bataillons Hessen- 



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Homburg Infanterie Nr. 19. in Raab, sich von dort nach 
Stuhlweissenburg, welcher Ort dem Bataillon als zukünftige 
Garnison bestimmt war, in Marsch zu setzen. 

Dieser Anordnung zufolge setzte sich das Bataillon am 
9. November in Marsch und traf am Iß. desselben Monats in 
Stuhlweissenburg ein, von wo es ein Wachdetachemeut vou 
1 Officier und 80 Mann nach Fünfkirchen entsendete. 



1845- 1840. 



t~« a*. Den 6. März 184f> verschied der Regiments-Inhaber Feld- 

Kr.ua.. Inhaber» 

Baron Ooibrer. mar schall- Lieutenant Alois Baron G ollner v. Goldnen- 
fels in Wien. Dessen Begräbniss fand am 8. statt, und 
wohnten demselben die Officiere der Grenadier-Division, und 
eine Deputation des Regimentes bei. 
ÄÄrSt Am 25. März 1845 wurde der Oberst und Regiments- 
u Commaudant Edler v. Moulholand zum General-Major und 
Biigadier in Pest ernannt; das Commando des Regiments 
übernahm Oberstlieutcnant von Braunhof ad interim. 

Seine Majestät der Kaiser geruhte mittelst Allerhöchsten 
V'TamVr'°ri,.ir N*'iehlschreibens vom 10. Mai Se. kaiserliche Hoheit den 
^;;'\Xtk K ^liirchlauchtigsten Herrn Erzherzog Ernst*) zum Oberst-ln- 
" ü' l M.i , '.M»!' r haber des Regiments, und zum 2. Inhaber den Feldmar- 



Knienmmtc Hr. 



*) Ernst (Carl Felix Maria, Rainer, Gottfried Cyriak) 
kaiB Prinz, Erzherzog von Oesterreich, — zweiter Sohn Se. k. k. Hoheit 
des E. II. Rainer, k. k. Fcldzeugmeisters und Vice-Königs im lombar- 
ilisch-venet. Königreiche, — geboren den 8. Anglist 1824, Ritter des gold 
Vliesses, Grosskreuz des kais. osterr. Leopold-Ordens, Kriegs-Dccoration 
des Militär-Verdieust-Kreuzes, k. k. General der (avallerie, trat frilli 
in die militärische Laufbahn 

Im Jahre 1818 zeichnete sich derselbe als Brigadier und Stations- 
('ommandant in Lodi aus und war die Erhaltung der Ruhe und Ordnung 
in dieser Stadt, inmitten der allgemeinen Empörung nur den ebenso 
umsichtigen, als energischen Anordnungen des Erzherzogs zu danken. 
Den Keldziigen lHtS und 18111 wohnte Erzh. Ernst als Cavallerio- 
Brigadier in Italien bei, und betheiligte Bich an den meisten Gefechten 



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159 



schall-Lieutenant Leopold Ritter Wissiak v. Wiesen hör st i«*»-im6. 
zu ernennen. 



und Schlachten in hervorragender Weise, wofür demselben in Aner- 
kennung seiner Verdienste das Militär- Verdienstkreuz zuerkannt wurde. 
Ueberdiess Anfangs Juni 1850 zum Feldmarschall-Lieutenant ernannt, 
finden die nächsten Jahre den Erzherzog als Divisionär in Pressburg, 
vor dem Feldzuge 1859 als Commandanten des XI. Armee-Corps in 
Pest. Während des Feldzuges übernahm Se. k. Hoheit das wichtige General- 
Commando zu Laibach als commandirender General, später .las Com- 
mando des III. Armee-Corps in Kärnten und Krain. 

Das III. Armee-Corps fand im Kriege 18G6 Beine Eintheilung bei 
der Nord-Armee, und führte in der Schlacht bei Königgrätz den opfer- 
vollen, heroischen Kampf bei Sadowa und Lipa, in welchem es seine 
Position gegen alle Angriffe der Preussen behauptete, und nur durch 
die Zertrümmerung des österr. rechten Flügels zwischen Chlum und 
Rozbificz zum Rückzüge genöthigt wurde. Erzh. Ernst erhielt für 
die in dieser Schlacht geleisteten ausgezeichneten Dienste das Grosskreuz 
des Leopold - Ordens , im Frühjahre 1872 aber die Ernennung zum 
General der Cavallerie. 




1847 



M.r.c», .)«.. mg*. Nach 3jährigem Aufenthalte in Fiume erhielt das Kc- 

ii»ch Trir*t untl ^ 

u<1 "- mment Marschbefehl ; und zwar rückte atn 9. Juni das 1. Ba- 

Juni IM". b 

taillou über Triest nach Gör/, das 2. Bataillon mit dem Re- 
gimentsstabe am 11. nach Triest, wo es am 14. eintraf und 
mit 5 Compagnien in der grossen Kaserne, — mit der 10.Com- 
pagnie in die St. Veits-Schanze verlegt, und in die Division 
des Feldmarschall-Lieutenants Gyulay und in die Brigade 
General-Major v. Pontis eingereiht wurde. 

Im Monate September concentrirte sich das ganze Regi- 
ment behufs Vornahme grösserer Manöver in Görz, von wo 
Anfangs October der Stab und das 2. Bataillon wieder nach 
Triest zurückkehrten. 
n.r.rh de. Reg,.. Nach Verlauf von 6 Monaten, während welcher Zeit sich 

nitrli Vlt-enxa. 

i»^,.,bcr i-4T. sowohl das 1. Bataillon in Görz als auch das 2. in Triest die 
lebhaftesten Sympathien der Bewohner erworben hatten, er- 
hielt das Regiment am 23. Deceniber die Nachricht, dass 
Seine Excellenz der Herr Feldmarschall Graf Radetzky be- 
schlossen habe, dasselbe nach Italien zu ziehen. 

Beide Bataillone sollten am 27. December Abends mit- 
telst Dampf booten nach Venedig befördert werden. 

Wegen der eingetretenen heftigen Bora konnten jedoch 
die Schiffe mit dem zuerst oinbarkirten 2. Bataillon erst gegen 
3 Uhr Früh die Anker lichten, und langten am 28. um 
1 Uhr Nachmittags in Venedig au. wo das Bataillon sofort 
einwaggonirt und mittelst Eisenbahn nach Viceuza gebracht 
wurde. 



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Abends traf das Bataillon in Vicenza ein, wo es in der 
San Francesco- und Tomniaso- Kaserne bequartiert wurde. 

Das 1. Bataillon konnte auf dein Seewege nicht beför- 
dert werden, da die stürmische Witterung anhielt; es bekam 
daher Befehl, zu marschiren, worauf es am 30. December 
aufbrach. 

Es marschirte über Palmanuova, Codroipo, Pordenone, 
Coneglianu, Treviso und laugte am 7. Jäuuer 1848 mit 4 Com- 
pagnien in Vicenza an ; die 1. Division war früher von Castel- 
Irauco aus beauftragt worden, das Detachement vou P ro- 
ll aska Infanterie Nr. 7 in Bassauo abzulösen. 



Ueichlalita de. «8. Linien lu!. K«g. 



11 



1848. 

Während der Bevohtion und im Feldznge in Italien. 



M«»d.ii»cb Am 11. Jänner erhielt der Regimentsstab und das 

jsmi.riM«. 2. Bataillon den Befehl zum Abmärsche nach Verona; das 
1. Bataillon hingegen musste mit 4 Compagnien als Be- 
satzung von Vicenza bis zum Anlangen anderer Truppen zu- 
rückbleiben. 

Ersteres rückte über S. Bonifacio am 12. Jänner in 
a.mi.«Dm Verona ein und wurde in der Kaserne S. Spiridione unter- 

Verona. 

jinn« bu nur* gebracht. 

Erst nach Einlangen des Regimentes Hohenlohe Nr. 17 
in Vicenza, marsch irten 4 Compagnien des 1. Bataillons am 
4. Fobruar, die 1. Division aus Bassano aber nach ihrer Ab- 
lösung durch P i r e t Infanterie Nr. 27 am 23. Februar nach 
Verona, wo erstere in Proccolo, letztere in S. Spirito ein- 
quartirt wurden. 

In dieser Zeit unterstand das Regiment dem Festungs- 
Commandanten Feldmarschall-Lieuteuant Grafen Eitz und 
gehörte zur Division Feldmarschall-Lieutenant Graf Ludolf 
in die Brigade Generalmajor Samuel Graf Gyulay. 
■SSniS Am 24 - Februar wurde dem Regimente in Verona das 
Q £« m Ä",. Glück zu Theil, mit 2 Bataillonen vor Sr. Excellenz dem 
**• r,br " r ,8 **' Foldmarschall Grafen Radetzky die Revue zu passiren und 

das schmeichelhaftste Lob zu ernten. 
Ulc "SSum?" l " Nach Beendigung der französischen Kriege, in denen die 
wir« i8«. Italiener unter dem französischen Joche schwere Opfer bringen 



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1Ö3 



mussten, sahen sich dieselben durch die Entscheidung der 
Waffen dem österreichischen Einflüsse anheimgegeben. Theils 
durch französische Eifersucht, theils durch eigenen Drang ent- 
stand unter solchen Umständen eine Partei, deren Ziel: „die 
Einigung und Befreiung Italiens", Anfangs kaum erreichbar 
schien, bald aber in Papst Pius IX., gewählt am 17. Juli 1846, 
eine mächtige Stütze finden sollte. Sein Regierungsantritt 
brachte liberale Reformen für den Kirchenstaat; sein Beispiel 
und seine liberalen Gesinnungen rissen die sämmtliche Geist- 
lichkeit in der Richtung politischer Reformbestrebuugen mit, 
und gewann die Nationalpartei somit einen mächtigen Bundes- 
genossen, der es ihr ermöglichte, in sämmtlichen mittel- und 
süditalienischen Staaten einen Wechsel der Regierungssysteme, 
constitutionelle Verfassungen, theilweise Pressfreiheit und son- 
stige liberale Zugeständnisse zu erpressen. 

Hatte man Anfangs Pius EX. als das Haupt der Reform- 
partei betrachtet, so wurden jedoch seine Intentionen von 
revolutionären Ultras bald überholt. 

In ganz Italien schlugen die Flammen der Empörung 
auf und das lombardisch-venetianische Königreich — der Be- 
sitz des mächtigen Oesterreich — befand sich in furchtbarer 
Gährung; je mehr man die Macht des Kaiserstaates fürchtete, 
um so glühender ward der Hass gegen die „deutschen Unter- 
drücker'', uud namentlich gegen den Soldaten, in dem man 
nur den barbarischen Henker italienischer Freiheit erblicken 
wollte. 

Reibungen und Zwistigkeiten Oesterreichs mit dem 
Oberhaupte der Christenheit, das plötzlich als Volksbeglücker 
auftrat, schürten den Hass der Italiener bis zum Fanatis- 
mus, und als vollends Ende Februar in Paris der tolle Frei- 
heitssturm losbrach, flog die Furie der Revolution durch ganz 
Europa. 

Studententumulte in Padua, Cigarren-Cravalle in Mai- 
land, Attentate gegen Officiere und Schildwachen, masslose 
Hetzereien der Presse, Scaudalo in den Theatern und Demon- 
strationen jeder Art auch in den Provinzial - Städten, ver- 
rietheu schon von Neujahr 1848 ab die aufgeregte und feind- 
selige Stimmung der Bevölkerung. 

Die Lage der österreichischen Regierung uud der sehr 
zersplitterten schwachen Garnisonen wurde um so kritischer, 



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164 



als die sardinische Regierung Anfangs März mit der Einheits- 
partei gemeinschaftliche Sache machte, und in den päpstlichen 
Staaten und dem Toscanesischeu offen der Kreuzzug gegen 
Oesterreich gepredigt wurde. 

Es wurde der Belagerungszustand über das lombardisch- 
venetianische Königreich verhängt und Angesichts der vielen 
Conflicte, welche die Civilbevölkemng mit dem Militär pro- 
vocirte, auch zu anderen Vorsichtsmassregeln gegriffeu, der er- 
schwerte doppelte Dienst endlich den Truppen, durch die mit 
11. März bewilligte halbe Mobilitätszulage erträglicher ge- 
macht. 

H^V.« n U kr»p?t n Aber auch die Verhänguug des Kriegszustandes konnte 
die übermächtig gewordene revolutionäre Bewegung nicht mehr 
dämmen. 

Als die Nachricht von den Wiener Märzereignisseu nach 
Mailand gelangte, wurde das dortige Gubernial-Gebäude am 
17. März gestürmt. Die alarmirten Truppen konuten kaum 
die wichtigsten Puukte behaupten. 

Nachdem der Feldmarschall am 20. März den Befehl 
zur Räumung der inneren Stadt Mailand gegeben hatte und 
die Truppen am 21. Früh am Glacis des Castells angelaugt 
waren, liess Graf Radetzky, da der Kampf allenthalben 
fortdauerte, der Stadt ankündigen, dass er bei noch länger 
fortgesetztem Widerstande dieselbe uuverweilt bombardiren 
lassen werde. 

Am 21. schienen die Bewuhner von dem anhaltenden 
Kampfgetöse und Geschützdonner geängstigt und es sehuteu 
sich die meisten nach dem Ende der blutigeu , auch für deu 
friedliebenden Bürger unheilvollen Seeneu, deren drückende 
Folgen uoch durch den Mangel an Lebensmitteln empfindlich 
gesteigert wurden. Bis dahin hatten die Leiter der Verschwö- 
rung, an deren Spitze der Graf Casati stand, uoch nicht ge- 
wagt, dem Volke gegeuüber den Abfall von Oesterreich aus- 
zusprechen, aber au diesem Tage Nachmittags sah man Tele- 
graphen auf deu Thürmeu errichteu, um mit selben sowohl 
nach Aussen zu correspoudiren, als auch die Bewegung nach 
Innen leiten zu köuueu. Luftballons nach Nord und Nord- 
westen treibend, sollten dem Laude die heute erlasseue Pro- 
elamatiou der Mailäuder Rebellen zutrageu, in welcher die 
Lombardie und die Völker Italiens offen zum Kampfe gegeu 



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Oesterreich und zur Befreiung vom Fremdenjoche aufgefordert 
wurden. Alle neu ergriffenen Massregeln zeigten bereits einen 
wohlcombinirten Plan. 

Foldmarschall Graf Radetz ky wollte nicht sofort zum 
Aeussersten schreiten und die schöne und reiche Stadt durch 
ein Bombardement zerstören ; er wollte zuerst versuchon, durch 
Heranziehung aller in der Provinz disponiblen Truppen Mai- 
land einzuschliessen, um es durch Hunger zur Uebergabe und 
Unterwerfung zu zwingen. Allein die ausgesendeten Couriere 
und Ordonnanzen konnten nicht mehr durchkommen, da der 
Aufruhr auch im Landvolke, besonders in der Umgebung 
Mailands, Bundesgenossen gefunden hatte. 

Einstweilen erhielt der Feldmarschall von allen Seiten 
betrübende Nachrichten. 

Ueberall hatte die Empörung ihr blutiges Panier auf- 
gepflanzt. 

In den Herzogtümern Parma und Modena fielen taglich 
gewaltsame Auftritte vor. 

In Lodi hatten die von Sr. kais. Hoheit dem Herrn Erz- 
herzog Ernst als Stadtcommandanten getroffenen Massregeln 
viel zur Erhaltung der Ruhe und Ordnung beigetragen. Se. kais. 
Hoheit hielt nur mit einem kleinen Theile seiner Truppen die 
Stadt besetzt, das Gros derselben liess derselbe zur Sicherung 
der Brücke über die Adda auf dem linken Ufer dieses Flusses 
ein Lager beziehen. 

Die Truppen des General-Major Graf Strassoldo, der 
die Schweizer-Grenze in Como und Varese durch lauter kleine 
Posten zu bewachen hatte, waren trotz der getroffenen Vorsichts- 
Massregeln in einer kritischen Lage. 

General-Major Maurer hatte von Magenta aus, wo er 
zur Beobachtung des Ticino aufgestellt war, dem Feldmarschall 
die Meldung erstattet, dass, obwohl sich unter dem dortigen 
Landvolke gar keine Aufregung, ja vielmehr Bestürzung über 
die Vorfallenheiten in der Hauptstadt kundgebe, ihm dennoch 
die Lage der Dinge gefahrdrohend erscheine, zumal er Nach- 
richten von jenseits der Grenze erhalten habe, wonach es 
keinem Zweifel unterliege, dass zuerst Freischaaren und mobile 
Nationalgarden, dann aber piemontesische Truppen den Ticino 
überschreiten würdeu, zu welchem Behufe schon am 20. in 
Novara grosse Thätigkeit herrschte, und nach allen Aussagen 



166 



sich eine Macht von 35.000 Mann und 45 Geschützen daselbst 
sammle. An der Richtigkeit der Angaben, dass die Piemon- 
teson einen Einfall in die Lombardie beabsichtigen, Hess sich 
nicht mehr zweifeln , denn die Nachricht, dass der öster- 
reichische Gesandte Graf Buol, Turin verlassen habe, bestätigte 
dieselbe nur zu deutlich. 

Unter solchen Umständen entschloss sich Feldmarschall 
Graf Radetzky nach ötägigem Kampfe — wegen Mangel 
an Munition, Lebensmitteln und hinreichenden Kräften, um 
auch der von Piemont, Toscana und aus dem Kirchenstaate 
drohenden Invasion begegnen zu können, Mailand zu räumen, 
seine sämmtlichen zerstreuten Garnisonen in den Festungen 
Verona und Mautna zu concentriren und von dort ans mittelst 
offensiver, mit vereinter Kraft zu unternehmender Operationen, 
das insurgirte Land wieder zu unterwerfen. 

Dieser weise Entschluss rettet*' die braven Truppen v<»r 
Verrath und Meuchelmord, und erlaubte die volle Wahruug 
der militärischen Autorität, dem einzigen Hulte in der Rat- 
losigkeit und dem Unvermögen aller Behörden. 

Am 17. März schon verlicss der Vice-König, Se ki Hoheit 
Erzherzog Rainer Mailaud, welches am 22. März auch von 
den über Lodi zurückgehenden Truppen geräumt wurde. 

Am 17. nahmen die Unruhen auch in Verona ihren 
Anfang. Trotz des andauernden heftigeu Regens , rottete 
sich Abends vor der Wohnung des eben eingetroffenen Vice- 
Königs eine grosse Menge Volkes zusammen, schrie, tobte und 
verlangte die Proclamirung der Constitution. 

In Folge dessen, musste die Garnison die Allarmplätze 
besetzen, und bis Früh Morgens unter Gewehr bleiben. Die 
Haltung der Truppen mochte auf die unruhige Menge impo- 
nirend eingewirkt haben, den es fiel kein weiterer Fxcess vor. 

Am 21. und 22. März sollte das Regiment nach Brescia 
marschiren, um dort dem 1. Armee-Corps unter Feldmarschall- 
Lieutenaut Graf W rat isla w einverleibt zu worden; die Ge- 
walt der jüngsten Ereignisse jedoch, die ausgebrocheno Revo- 
lution in Brescia, sowie die mittlerweile eingetretene Not- 
wendigkeit der Räumung Mailand's, gaben den Entschlüssen 
des Feldmarschalls und commandirendeu Generals ganz neue 
Ziele, und so kam es zu diesem Marsche nicht mehr; das 
Regiment erhielt Befehl in Verona zu bleiben. 



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167 



In Folge der aus Mailand eingetroffenen Nachrichten, >•«• 
sollte auch in Verona am 20. ein Volksaufstand stattfinden, 
wobei es hauptsächlich auf die Besatzuug des Forts S. Feiice 
abgesehen war. 

Es wurden desshalb Massregeln zur Vereitlung dieser 
Absicht getroffen. Eine conibinirte, 34 Rotten starke Compagnie 
des Regimentes, hatte das genannte Fort, welches nur mit 2 
gegen die Stadt gerichteten 18 pfünd. Kanonen und 2, 10 
pfund. Hanbizen armirt war, zu besetzen. 

Die Thore der Stadt wurden gesperrt und durch je eine 
halbe Compagnie bewacht. 

Beim Vice-König stand eine Division, bei der Delegation 
eine Compagnie anf Wache; die Garnison hielt in der Nacht 
strenge Bereitschaft. 

Zahlreiche Insurgentenhaufen durchzogen das Land , und 
da auch in Verona sich Aufwiegler in grosser Anzahl zeigten 
und der Venrath allerorts eine günstige Gelegenheit erspähte, 
so wurde am 27. März die Armirung der Festung und 
aller Forts angeordnet, sowie die Munition aus den entlegenen 
Thürmen in die verschiedenen Werke übertragen. 

Der böse Geist, der die Lombarden und Venetianer damals 
erfüllte, erhob schon in der nächsten Nähe Veronas kühn sein 
Haupt; ein am 23. von Verona nach Brescia entsendeter 
Munitiontransport, wurde bei Desenzano von übelgesinnten 
bewaffneten Bewohnern dieser Stadt und ihrer Umgebung über- 
fallen, und die Bedeckungs-Mannschaft gefangen. 

Am 2t>. März rückte Feldmarschall-Lieutenant Baron Klnrflrkcn Arm 

PeMmuvrluül- 

d' Aspre aus Padua mit 5 Bataillonen Infanterie, einer Divi-Jf' d V^.*X*; 
sion des 8. Jäger-Bataillons, 6 Escadronen R e u s s - Huszaren, ' SJ^JSST 
3 Escadronen Windischgrätz - Chevauxlegers und 3 Batterien 
in Verona ein. 

Venedig, Treviso, Udine, Rovigo, Palmanuova, Osoppo, 
waren meist durch die Schwäche der militärischen Comman- 
danton, - bei Ausbruch der nach dem Mailänder-Aufstande 
überall losschlagenden Revolution, — in die Hände der Auf- 
rührer gefallen, die sich sofort der Zügel der Regierung 
bemächtigten, und durch terroristische Massregeln auch das 
flache Land ihrem Willen unterwarfen. 

Von welch' unermesslicher Tragweite der Verlust des 
Venetianischen für die Armee war, deren Verbindungen sämmt- 



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168 



»««• lieh unterbunden und auf die einzige Linie im Etschthale durch 
Tirol beschränkt wurden , und wie sehr die Armee auch in 
jenen Hilfsmitteln sich beschränkt sah, die sie dem eigenen 
Lande, wo sie nur auf die schmale Zone zwischen dem Mincio 
und der Etsch angewiesen blieb, zu entnehmen gedachte, 
ergibt sich ohne weiterer Erklärung. 

Gleich nach den ersten Nachrichten über den Abfall 
Venedig's, hatte Feldmarschall-Lieutenant d' A s p r o die Absicht, 
Padua, wo sich das Corps-Commando befand, der Insurrection 
Preis zu geben, und in Vicenza sämmtliche disponiblen Truppen 
seines Corps zu sammeln. Vicenza ist natürlich fest, und leicht 
zu vertheidigen. 

Feldmarschall-Lieutenant d' A spre wäre hier mit Verona 
und der Basis an der Etsch in enger Verbindung gestanden, 
hätte 'den Rücken der in der Lombardie operirenden Armee 
gedeckt, und die Verpflegs-Zone von der Etsch ostwärts bis 
an den Bachiglione verbreitert. Nichts destoweniger Hess sich 
Feldmarschall-Lieutenant d'Aspre durch die Sorge um die 
Sicherheit der Festungen bewegen, Vicenza aufzugeben und 
Verona zu besetzen, bis dasselbe von anderen Kräften genügend 
stark occupirt werden würde. 

Die erste Sorgo des Feldmarschall-Lieutenant d'Aspre 
war die Sicherung der Festungen Poschiera, Mantua, Legnago. 
Peschiora und Legnago wurden mit je einer Grenz-Divisiou 
besetzt; in das wichtige Mantua wurde das 48. Regiment 
Erzh. Ernst, in dessen Treue das vollste Vertrauen gesetzt 
^^^. ^ wnrde, als Besatzung bestimmt. Schon am 26. März um 
/rhu""'"« U Uhr Nachts erhielt dasselbe den Befehl: um 2 Uhr 
iiiomiim Mitternacht marschbereit bei Porta nuova versammelt zu sein, 

Mandl*»". 

m. Mir«!**, um sofort nach Mantua abrücken zu können. 

G. d. C. G o r c z k o w s k i, Festungs-Commandaut in Mantua, 
hatte schon mehrmals durch Couriere über die schon sehr be- 
drohte Lage Mantua's dringende Vorstellungen beim Gencral- 
Commando machen lassen, damit dieses wichtige Bollwerk des 
Landes nicht auch dem dort gährendeu Aufrühre anheimfalle, 
und in den Besitz der Rebellen gelange. 

Diese Befürchtung schien umso begründeter, als die Festung 
für eine Vertheidiguug völlig unvorbereitet und mit Ausnahme 
einer Escadron Huszaren und einem ungarischen Bataillon, nur 
von Truppen italienischer Nationalität, besetzt war. 



160 



Dem Regiment* fiel somit eine schwierige, nur durch 
Takt und festen Sinn lösbare Aufgabe zu. Der Regiments- 
Commandant Oberst von Braunhof versammelt»» vor der 
Front des Regiments das Officierscorps, hielt an dieses und 
an die Mannschaft eine kurze kraftvolle Ansprache, in welcher 
er auf die Motive (Erhaltung von Mantua) hinwies, wegen 
welchen das Regiment nicht nur einen bevschwerlichen und an- 
strengenden Marsch zu hinterlegen, sondern auch etwaige 
feindliche Ereignisse, die vor oder in Mantua eintreten könnten, 
zu bekämpfen haben würde. Oberst von B r a u n h o f erinnerte 
daran, dass nun die Gelegenheit gekommen sei, dem Regimente 
nouen Ruhm zu erwerben, — er appellirte an Patriotismus 
und Pflichtgefühl, indem er hervorhob, dass nun der Augen- 
blick da sei, um die geschworene Kriegertreue und den vollen 
Manneswerth zu beweisen. 

Diese Rede war von glücklichster Wirkung auf den Geist 
der Mannschaft. 

Um 3 Uhr nach Mitternacht setzte sich das Regiment 
in Bewegung, die t. Division bildete die Avantgarde; nur ein 
Fuhrwesenswagen, der das nothwendigste Gepäck für Stab und 
Kanzleien mitzufühlen hatte, begleitete die Truppe. 

Ohne Hinderuiss langte das Regiment in Villafranca an, 
und setzte nach einer Sstündigen Rast, ohne abgekocht zu 
haben, auf der Hauptstrasse bis Mozzecane, dann aber auf 
dem kürzeren Verbindungswege über Pellaloco den Marsch fort. 

Vom letztgenannten Orte bildet die Strasse, welche von 
hohen Pappelbiiumen dicht besetzt, und zu beiden Seiteu von 
breiten und tiefen Wassergräben eingefasst ist, ein Defile bis 
gegen Castiglione Mantuano, einem Dorfe, welches zu beiden 
Seiteu der Strasse liegt. 

Am Nordeiugauge dieses Ortes macht die Strasse vor 
Eintritt in denselbon eine Krümmung, und führt, zwischen 
HäusiTgruppen eingeengt, in die Hauptgasse des Dorfes. Diese 
Häusergruppen waren solid gebaut und bot die Osteria mit 
dem Einführtet bore unmittelbar an der Strasse einerseits, die 
Kirche mit dem Pfarrhofe und einer Mühle anderseits, dann 
das ungefähr 150 Schritte westlich derselben liegende alt*». 
Castell . mit hoh*>m , wohlerhaltenem Thurme und einigen 
zwischen Baumgruppen rück- und seitwärts des Castells gele- 



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170 



'»«*• genen Casinen, eine sehr feste, leicht zu verteidigende Stel- 
lung mit der Front gegen Norden. 

In der Nähe der genannten Osteria fand die Vorhut die 
Strasse durch einige Balken abgesperrt, und als sie dieses 
Hindern iss wegräumen wollte, fielen mehrere Schüsse aus dem 
Wirthshause und stürzten sich gleich darauf die bewaffneten 
Ortsbewohner, der Pfarrer mit einem Gewehre in der Hand 
an ihrer Spitze, auf die Tfete der Vorhut. 

Dieser unbesonnene Angriff, der (weil die Krümmung der 
dicht bepflanzten Strasse die nachfolgende Colonne des Regi- 
ments verdeckte) offenbar nnr in dem Glauben unternommen 
wurde, es blos mit einer kleinen Abtheilung zu thun zu haben, 
sollte den aufrührerischen Ortsbewohnern theuer zu stehen 
kommen. 

Die Vorhut löste sich sofort in Tirailleurs auf, das Gros 
des Regiments eilte im Sturmschritte herbei, Ort und Castell 
wurden umzingelt, durchsucht, der Pfarrer mit seiner bewaff- 
neten Horde im Pfarrhofe, wohin sie sich zurückzogen, ange- 
griffen, überwältigt, und was sich zur Wehre setzte, nieder- 
gemacht. 

In einer halben Stunde war der Widerstand gebrochen. 
Der Pfarrer, welcher einige Schuss- und Stichwunden erhalten 
hatte, wurde vom Oberarzte des Regimentes zwar verbunden, 
gab aber bald seinen Geist auf. Der Caplan und 16 Insur- 
genten wurden gefangen genommen, 30 Gewehre, viele Pistolen, 
blanke Waffen und Munition den Einwohnern abgenommen 
und der verbarrikadirte Pfarrhof der Plünderung preisgegeben. 
Jene Einwohner, die sich am Kampfe nicht betheiligt hatten, 
wurden unbehelligt gelassen. 

Tags zuvor war von demselben Pfarrer und an derselben 
Stelle, der vom Festungs-Commandanten in Mantua als Courier 
nach Verona entsendete Rittmeister Graf C a v r i a n i überfallen 
worden, und verdankte seine Freiheit nur der Rücksicht auf 
seiue Familie, welche in der Provinz Mantua begütert ist; 
doch musste der Rittmeister die mitgeführte Depesche über- 
geben. 

Zum Glücke hatte derselbe aber die Vorsicht gebraucht, 
eine zweite, falsche Depesche mitzunehmen, und gelang es 
ihm auf diese Art den aufrührerischen Pfarrer mit seiner Rotte 
zu täuschen. 



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* 



(tarni- <n in 
Maattia. 



171 

Nachdom die blessirten Gefangenen auf einen reqnirirten 
Wagen gebracht waren, marschirte das Regiment mit den Ge- 
fangenen, den abgenommenen WafTen nud der confiscirten 
Munition nach fast 2stündigem Aufenthalte über S. Antonio 
nach Mantua weiter. 

Die Nachricht von der wohlverdienten Züchtigung der 
Rebellen in Castiglione verbreitete sich in der Umgegend mit 
Blitzesschnelle: selbst in Mantua hatte mau bereits davon 
Kunde erhalten, und als mau erfuhr, dass das Regiment zur 
Verstärkung der Garnison nach Mantua gekommen sei, legte 
sich die bereits hochgradige Aufregung der Bewohner, so, dass 
das Regiment nach l'^stüudigem Warten auf dem Glacis der 
Festung, mit klingendem Spiele einziehen konnte, nachdem 
die Einwohner eine bereits fertig gebaute ungeheure Barrikade 
auf den einfachen Befehl hiezu selbst weggeräumt hatten. 

Nach lGstündigem Marsche war das Regiment um 6 Uhr 
Abends in Mantua eingenickt, ohne dass die feindselige M A **"£; ' 
Stimmung der Bewohner sich anders, als durch finstere Blicke 
zu äussern wagte. 

Kine Division besetzte sofort die Citadelle, die anderen 
Compagnien jedoch getheilt jene Kasernen, wo Abtheilungen 
italienischer Truppentheile bequartirt waren. 

Der Festuugs-Commandant setzte in das Regiment so 
unbedingtes Vertrauen, dass er gleich am anderen Tage (27. 
März) sämmtliche äusseren Forts nur von Abtheilungen des- 
selben besetzen Hess; die Festung wurde auch sofort in Ver- 
teidigungszustand gesetzt. 

Das Hauptaugenmerk war auf die Inundation und die 
Werke des äusseren Festungsrayous gerichtet. 

Am 30. März wurde Major Desimon des Regiments ««•••*«■- «imn* 

" ° Rtftn M«n«n». 

beauftragt, eine Recognoscirung nach Marcaria zu unternehmen; *>•>««. 
hiezu wurde ihm die 3. Division des Regiments, die 11. Com- 
pagnie des Regiments Hau gwi tz (Nr. 38, Lombarden) und 
1 Zug R e u s s - Huszaren unterstellt. 

Dieses Detachement marschirte unter den gebotenen 
Vorsichtsmassregeln auf der Cremoneser Strasse, mit dem Gros 
über Curtatone, Castellucchio, Ospitaletto gegen Marcaria, 
während ein Flanken-Detachement über Montanara, Grosette, 
S. Michele. dann längs dem Oglio nach Marcaria, ein anderes 
aber von Curtatone über Le Grazie, Carobbio und Casatico 



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172 



ism. his an jene Ueberfuhr am Oglio ging, bei welcher die Strasse 
nach Bozzolo den Fluss übersetzt. 

In Marcaria wurde die Spitze der Avantgarde von den 
Insurgenten mit Gewehrschüssen empfangen, jedoch nur ein 
Huszär an der Schulter leicht verwundet; als Major De Si- 
mon energische Massregeln ergriff, um den Ort von den 
Empörern zu säubern, wandten sich diese zur Flucht und 
eilten über den Oglio gegen Bozzolo zurück. 

Es waren lauter Fremde, die in Marcaria ihr Unwesen 
getrieben hatten; die Bewohner selbst gaben keine Veran- 
lassung zum Einschreiten, und waren sehr froh, von den sie 
belästigenden und bedrückenden Horden befreit worden zu sein. 

Die beiden Seitentruppen, welche mittlerweile zur Haupt- 
truppe einrückten, waren nirgends auf Insurgenten gestossen. 

Nach 1 '/^ständiger Rast wurde der Rückmarsch ohne 
Belästigung nach Mantua vollführt. 

Die schon früher eingegangenen Nachrichten von dem 
"uMtofiM Rückzüge des Feldmarschalls mit einem Theile der Armee 
gegen Verona, mit dem anderen gegen Mantua, fand am 
31. Marz ihre Bestätigung, da Abends gegen 5 Uhr die Divi- 
sion des Feldmarschall-Lieutenants Wohlgemuth in Mau- 
tua einrückte. 

Nach Rttcklassung zweier Bataillone von Rukavina 
Infanterie Nr. 61, einer halben Batterie und 1 Flügel Uhlanen 
zur Besetzung der Mincio-Brücke in Goito , bestand diese 
Division noch aus dem L und 2. Bataillon Gyulay Nr. 33, 

1. und 2. Bataillon Paum garten Infanterie Nr. 21, dem 

2. Bataillon Kaiser-Jäger, 2 1 /* Escadronen Kaiser-Uhlanen, 
M/ 8 Fuss- und 1 Cavalleric-Batterie. 

Der äussere Zustand dieser Truppen war ein bedauerns- 
werther; abgerissen, ohne Fussbekleidung, und von den seit 
18. d. M. unaufhörlich fortdauernden Kämpfen mit der empör- 
ten Bevölkerung, wie durch Hunger physisch herabgekommen ; 
doch war der Muth und die Zuversicht dieser Braven nicht 
gebrochen und das Vertrauen auf eine bessere Zukunft und 
in die weisen Verfügungen des greisen Feldmarschalls un- 
begrenzt. 

Der Abzug der kaiserlichen Truppen aus Mailand hatte 
in der Nacht vom 22. auf den 23. März begonnen und gingen 
dieselben über Lodi, Crema, Orzinovi, Manerbio und Monte- 



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173 

chiaro. Noch am Abend des 22. waren die zurückberufenen im* 
Brigaden Maurer vom Ticino, und Strassoldo von Como 
vor Mailand eingetroffen. 

Beim Abmärsche bildete nun die Brigade Graf S a ui u e l 
Gyulay die Avantgarde, dieser folgten: die Brigade Zobel 
mit den Beamten, Cassen, Bagagen etc., die Division Wei- 
g e 1 s p e r g mit den Brigaden C 1 a m und Schaffgotsche, 
dann die Brigaden Roth, Maurer und Strassoldo unter 
dem Feldmarschall-Lieutenaut Wocher, und endlich die 
Brigade Wohlgemuth als Arrieregarde. 

Wahreud nun durch das Einrücken der Division Wohl-i^j»««.'.- 

h«. h \ er- na . 

gemuth in Mantua die dortige Garnison auf eine beträcht- >- wn***. 
liehe Stärke gekommeo war, hielten die auf dem siiccessiven 
Rückzüge am Chiese concentrirten Truppen des 1. Corps, auf 
Befehl des Feldmarschalls einen Rasttag am 31., um sich vou 
den 14tägigen Strapazen uud Entbehrungen zu erholen. 

Das Regiment Ernst aber, nunmehr in Mantua ent- 
behrlich geworden, sollte in seinen frühereu Verband nach 
Verona zurückkehren. 

Am 1. April, um 11 Uhr Mittags, wurde der Marsch 
angetreten und nach ästündiger Rast in Villafrauca nach k J^7jLi 
Verona fortgesetzt, wo das Regiment um 12 Uhr Mitternachts 
eintraf und am Campo tiore ein Zeltlager bezog. 

Mit dem Regimente lagerten auf diesem Platze noch das 
Regiment Erzherzog Franz Carl Nr. 52, das IL Jäger- 
Bataillon, ein Bataillon S 1 u i u e r-Greuzer, eine Abtheiluug 
Piouniere, dann W indischgrätz - Chevauxlegers , Kaiser- 
Uhlaueu, Rade tzk y-Huszaren und eine Batterie. 

Nachdem das Armee-Hauptquartier den 1. von Deseuzano ^XlhI"^^ 
nach Casteluuovo gerückt war, langte es am 2. April mit der quartier lu 
Brigade Schaffgotsche uud dem grosseu Train in Verona au. i. i£a 



Am 3. besichtigte der Feldmarschall - Lieuteuaut und ^ 
2. Regimeuts-luhaber Ritter von Wissiak das Lager des^'.SV'" 
Regiments und Hess sich das Officier-Corps vorstellen, an 9 
welches er eine begeisternde Ansprache hielt. 

Erst bei seinem Eintreffen in Verona wurde es dem ""^."".X.' 
Feldmarschall möglieh, sich über die Verhältnisse im Veuetia- f^i^'' 
nischeu auf Grund glaubhafter Mittheilungen vollständig zu 
orientiren. Die Lage der Armee, welche auf die 4 Festungen 
uud die Laudzone zwischeu Etsch uud Mincio beschränkt 



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174 



ims. war, und als einzige Verbindung mit der Monarchie nur auf 
die Strasse durch das Etschthal zählen durfte, war traurig 
genug, und um so beklagenswerter, als die beiden schwachen 
Armee-Corps in der ihnen verbliebenen Basis weder Lebens- 
mittel, noch Pferde, noch Munition in ausreichendem Masse 
für längere Operationen vorfanden, und die trostlose Lage der 
Monarchie und die geringe Stabilität der Regierung, aus- 
reichende Hilfsmittel durch Zuschub aus den andern Pro- 
vinzen kaum erwarten Hessen. 

Die Schwäche seiner Armee bewog den Feldmarschall, 
das 1. Armee-Corps nicht in der ausgedehnten Stellung am 
Chiese zu belassen, sondern mit demselben eine Stellung hinter 
dem Mincio zu nehmen, während das 2. Corps Verona und 
die Etschlinie zu halten hatte. 

Das 1. Armee-Corps vollzog am 4. April seine rück- 
gängige Bewegung von der Chiese hinter den Mincio und 
nahm folgende Stellung ein: 

Das Hauptquartier in Villafranca; — die Division Wei- 
gelsperg Hess den Mincio von Goito bis Valeggio beobach- 
ten und cantonirte mit dem Gros in Roverbella. Die Division 
Schwarzenberg stand zwischen Villafranca und Oster ia 
del Bosco und hatte zur Beobachtung des Miucio von Pe- 
schiera bis Valeggio die leichte Brigade Strassoldo vorge- 
schoben. Die Division Wo eher stand in Verona, die Bri- 
gade Nugent in Mantua, indessen die Division Erzherzog 
Ernst, aus der Reserve-Cavailerie und Artillerie bestehend, 
in Verona und dessen Umgebung cantonirte. 

Oberst Baron Zobel wurde mit einem Bataillon Kaiser- 
jäger nach Südtirol mit der Weisung abgesendet, das Com- 
maudo über alle dort befindlichen Truppen zu übernehmen, 
die Judicarien und die Val Sugana von Insurgenten zu be- 
freien und so der Armee die einzige Verbindungslinie offen 
zu erhalten. 

itaMMM d« Ajm 9. April verliess das Regiment das Lager am Campo 

K«*tanic*thUnne 

i"^r u ^V,"l^fiore, um mit dem 1. Bataillun das Kloster und die Kirche 
J C'.'.*"' San Zeno in Monte, sowie die Festungsthünne an der öst- 
9. Apt-n ia«. Ugjjgjj u m f a8sun g V ou Porta S. Giorgio an bis zum Castel 
Sau Feiice ; mit dem 2. Bataillon dagegen die Vorwerke 
ausserhalb des geuanuteu Thores, und die Toscaua-Kaserne 
zu besetzen. 



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175 

Den grossen Kämpfen, welche das Jahr 1846 der öster- JJgJJjJj 
reichischen Armee beschieden hatte, gingen zahlreiche, klei- 
nere Gefechte als Präludium voran. W M,J 

Am 7. April bestand die Brigade Liechtenstein, 
welche von Verona zur Recognoscirung gegen Osten vorge- 
schoben wurde, bei Porio und Montebello ein glänzendes Ge- 
fecht gegen einige Tausend Insurgenten; Oberst Benedek 
nahm mit Abtheilungen seines Regiments in einem Schar- 
mützel bei Marcaria den über den Po vorrückenden toskani- 
schen Truppen schon am 6. April eine Abtheilung Reiter 



Mittlerweile hatte jedoch die piemontesische Armee, an 
deren Spitze sich König Carl Albert selbst befand, ohne 
Kriegserklärung sich der insurgirten Lombardie bemächtigt, 
in der ausgesprochenen Absicht: die dort herrschende Revo- 
lution zu unterstützen und die Befreiung dieser Provinz von 
der österreichischen Herrschaft zu erwirken. 

Carl Albert war den gegen Osten abziehenden Co- 
lonnen des Feldmarschalls auf dem Fusse gefolgt. 

Schon am 7. April kam es zwischen der piemontesischen 
Division Bava und der Brigade Wohlgemuth zu einem 
hitzigen Gefechte bei Goito, während es den Piemontesen im 
Laufe des 8. und 9. April gelang, sich auch bei Pozzolo 
und Monzambano den Uebergang über den Mincio zu er- 
kämpfen. 

Mit Einbruch der Nacht des 9. standen die zurückge- 
drängten Truppen des 1. Armee-Corps wie folgt: 

Brigade Strassoldo und Rath auf den Höhen von 
Brentino und Valeggio, — südöstlich dieses Ortes die Brigade 
Maurer; die Brigade Wohlgemuth östlich und die Bri- 
gade Clam westlich von Quaderni; die Cavallerie-Brigade 
Schaffgot8che bei Rosegaferro und endlich die Brigade 
Erzherzog Sigismund bei Villafranca. 

Am 10. blieb das 1. Corps in dieser Aufstellung. 

Nach Forcirung d#s Mincio durch den Gegner war der k«^»^*« b« 
Feldmarschall viel zu schwach, um demselben im freien Felde *^S£H l 4S m 
entgegentreten zu können; dagegen durfte man hoffen, OmSm^SZ 
einer Defensivstellung — unmittelbar auf Verona gestützt — " 
sich einige Zeit halten und gleichzeitig bis zu einer sich er- 
gebenden Gelegenheit zur Offensive der Armee einen grösse- 



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176 



»•«• ren Lager-Raum sichern zu können. Der Feldmarschall Liess 
daher in der Nacht vom 10. auf den 11. das 1. Armee-Corps 
eine concentrisch-rückgängige Bewegung ausführen, und die 
auf dem halbkreisförmigen Rideau am rechten Etschufer 2- 
bis 4000 Schritte von der Festung liegenden Ortschaften uud 
Weiler besetzen. In der Eile auszuführende Feldbefestigungen 
sollten diese Position verstärken. 

Die Cavallerie-Brigade Schaffgotsche mit den Re- 
serve-Batterien lagerte hinter dieser Stellung auf dem Glacis 
der Festung zwischen Porta uuova und S. Zeno. 

Recognoscirungs-Patrullen brachten am 10. April dem 
Feldmarschall die Nachricht, dass mehrere piemoutesische 
Colonnen mit zahlreichem Geschütze sich der Festung Pe- 
schiera genähert haben, dann, dass Insurgeutenhaufen aus der 
Lombardie unter Anführung des Mailäuders Manara von 
Salö nach Lacise über den See gekommen wären und Castel- 
nuovo und Cavalcaselle besetzt, sohin die Verbindung zwischen 
Peschiera und Verona unterbrochen hätten. — Um nun diese 
Verbindung wieder herzustellen, wurde General-Major Fürst 
Wilhelm T h u r u - T a x i s mit einem Bataillon H a u g w i tz-, 
einem Bataillon Pi re t- Infanterie, einer Division Windisch- 
grätz Chevauxlegers und der üpfündigeu Fussbatterie Nr. 4 
am 11. April vor Tagesanbruch gegen Castelnuovo entsendet. 

Der vom Feinde besetzt gefundene Ort wurde durch die 
Artillerie beschossen, dann gestürmt, und die Insurgenten 
nach hartnäckiger Gegenwehr mit grossem Verluste verjagt. 

Ungeachtet desseu wurde der Feldmarschall um das 
Schicksal Peschiera's, dem die Einschliessung und Belage- 
rung nahe bevorzustehen schien, besorgt; er beschloss daher, 
dessen Garnison zu verstärken. 
KM*«** «i« Am 13. April erhielt daher das l. Bataillon des 48. Re- 
.'* r ; ,, '. i 1 r ^ J . giments den Befehl, um 7 Uhr Früh vor Porta San Zeno 

19. April IMS, 

bereit zu sein, um, im Vereine mit der Brigade Gyulay, 
eine Division Sluiner-Grenzer und ei» Detachement Artillerie 
nach Peschiera zu geleiten, sowie dereu sicheres Einrücken 
dortselbst zu decken. 

Diese Unternehmung gelang ohne Störung, und trafen 
die Expeditions-Truppen mit ihnen das 1. Bataillon Erzherzog 
Ernst um 1 Uhr Naclits wieder in Verona ein. 



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177 



Am 15. April wurde das 2. Bataillon des Regiments, in 
ähnlicher Absicht der Brigade Erzh. Sigismund zugetheilt, 
welche einen grossen Proviant- und Schlachtvieh-Trausport 
nach Peschiera zu geleiten hatte. Auch diese Expedition wurde 
weder vom feindlichen Heere, noch von den Insurgenten be- 
lästiget. 

Unter Commando des Majors Desimon, marschirte das b«^«. d« 
1. Bataillon des Regiments, mit einer Division Windischgrä tz- Ja * c £Y M *T c iu.,». 
Chevauxlegers am 16. April nach S. Martino ab, um die dort '*• A « ,riI 
auf Vorposten stehenden 3 Compaguien des Banal-Grenz-Re- 
giments und einer Division Reu ss-Huszaren, vou der Brigade 
Fürst Liechtenstein, zu verstärken. 

Nachmittags um 4 Uhr wurde die nun verlängerte Vor- 
postenlinie derart gegen Strä und Caldiero vorgeschoben, dass 
die Vedettenlinie ihre Flügel an den Illasi-Bach lehnte und 
sich über die Höhen von Caldiero gegen Colognola zog. Iu 
Vago blieb eine Compagnie, die anderen 5 Compaguien mit 
der Chevauxlegers-Di vision, wurden in Strä, Caldiero und Rotta 
untergebracht. 

Gemischte Patrnllen wurden nach Belfiore de Porcile, S. 
Bonifacio, Illasi entsendet, um durch alle diese Massregeln, 
den Rücken Verona's gegen die Insurgenten von Vicenza zu 
decken. 

Theils um Nachrichten vom Feinde einzuholen, theils um 
die Umgebung Verona's von den Insurgenten rein zu halten, 
Hess der Feldraarschall auch Streif-Coramanden auf beiden 
Ufern der Etsch aussenden. 

Im Schlosse zu Bevilacqua (unweit Legnago) dessen Be- 
sitzer feindlich gesinnt war, hatten sich Freischaareu festge- 
setzt, und hinderten die Lieferung von Lebensmitteln aus jener 
Gegend. 

Oberst Hainzl von Sigismund- Infanterie Nr. 45 er- 
hielt am 10. April den Befehl, mit einem starken gemischten 
Detachement, einen Streifzug dahiu über Legnano zu unter- 
nehmen, während eine Abtheilung von S. Bonifacio aus, in 
die rechte Flanke der Insurgenten zu demonstriren hatte. 

Zu dieser Flankenbewegung wurde das, von den Vor- 
posten einstweilen abgelöste 1. Bataillou des Regimentes Erzh. 
Ernst mit einer Division W indisch g rät z- Chevauxlegers * 
verwendet, welches Detachement den Marsch um 6 Uhr Abeuds 

i <!.. 4». Uol.a Inf. IU». 12 



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178 



>•« antrat und über S. Bonifacio, Arcole, Cncca, Sabbione, Pressana 
zeitlich Morgens in Montagnana anlangte. Da es die ganze 
Nacht regnete, war dieser Nachtmarsch äusserst anstrengend. 
Leider erwies er sich überflüssig, da die Crociati, auf die erste 
Nachricht vom Anmärsche der Truppen, die ganze Gegend 
bis Monselice räumten. Das 1. Bataillon rückte demgemäss 
wieder in seine Stellung bei Strä-Caldiero, wo es erst am 18. 
eintraf. 

Am 24. April wurden diese Vorposten des 1. Bataillons 
in Strä-Caldiero von Verona aus. abgelöst. Das 1. Bataillon 
rückte nach Verona ein und wurde im Seminar-Gebäude be- 
quartiert, während das 2. Bataillon ein Zeltlager vor Porta Stuppa 
bezog. 

^ verwunde. Das mittlerweile auf den Kriegsfuss gestellte 3. Bataillon 
»wh7in"r.hi^ des Regimentes, welches bis nun in Stuhlweissenburg in Gar- 
nison gelegen war, wurde Ende April nach Jänoshäza dislocirt. 
v.. rockun* der Nach 14tägiger vollständiger Passivität, die nur durch 

PI MMBrUMB und n t • • 

^S^SSSSS 1 beiderseitige Recognoscirungen unterbrochen wurde, ging die 
L^ViXsciun'dc.piemontesische Armee endlich am 2<>. und 27. April ganz auf 
JM. und »7. April das linke Ufer des Mincio über, und besetzte mit ihrem 1. 

Armeecorps die Höhen bei Sona, Sommacampagna und Custoza, 
dann das Städtchen Villafranca; — das 2. Armeecorps der- 
selben bezog am 27. die Stellung von Sta. Giustina — Caatel- 
nuovo, den äussersten linken Flügel an den Gardasee lehnend. 
Die Reserve-Division besetzte Guastalla vecchia und Oliosi — 
die Cavallerie wurde bei S. Giorgio in Salice aufgestellt. Die 
Blokade von Peschiera übernahm die Brigade Pignerol zu 
beiden Seiten des Mincio. 

Während diese Bewegungen des Feindes vom Festungs- 
Commando zu Peschiera, dem Feldmarschall gemeldet wurden, 
lief die erfreuliche Nachricht ein, dass F. Z. M. Graf Nugent 
mit einem neugesammelten, aus 18.000 Mann bestehendem 
Armee-Corps, vom Isonzo her, die Operationen im Venetianischen 
begonnen habe, und schon am 23. April in üdine einge- 
rückt war. 

M.r.ri, d« R.ft.. Da nach allen Vorkehrungen des Feindes auch eine um- 
fassende Einschliessnng Mantua's nahe bevorstehend schien, 
und die Festung für diesen Fall eine Vermehrung ihrer Artillerie- 
Mannschaft bedurfte, übrigens das Armee-Commando beab- 
sichtigte, das in Mantua stationirte 2. Kaiser-Jäger-Bataillon 



». April IS«. 



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179 



durch 4 Compagnien Grenz-Truppen zu ersetzen, so wurde G. <•«- 
M. Baron Simbschen am 28. April beauftragt, mit einer 
aus dem Regimente Erzb. Ernst, 4 Compagnien Sluin er- 
Grenzer, einer Division Wiudischgräz-Chevauxlegers, 
Vi Cavallerie- und 1 j i Raketen - Batterie zusammengesetzten 
Brigade, — eine nach Mantua bestimmte Artillerie-Compagnie 
bis Belforte zu escortiren, wo dieselbe sammt den 4 Grenzer- 
Compagnien durch ein ähnliches, aus Mantua dahin entsendetes 
Detachement übernommen und in die Festung geleitet werden 
sollte. Der Marsch rausste wegen der grossen Nähe des Feindes 
mit grösster Vorsicht unternommen werden. 

Derselbe begann um 12 Uhr Mittags. Das 1. Bataillon 
hatte mit einem Flügel Chevauxlegers und der halben Raketen- 
Batterie die rechte Flanke der Brigade zu decken, und über 
Tombetta, Tomba, Castel d'Azzano, Vigasio bis Trevenzuolo 
zu marschiren, wo es Vorposten gegen Roverbella und Villa- 
franca ausstellen sollte. Das 2. Bataillon ging mit dem Gros 
über Tsola della Scala bis Castel Belforte, kam aber bei ein- 
brechender Nacht nach Roncoleva zu stehen, wo es sich gleich- 
falls durch Vorposten sicherte, und die Verbindung mit dem 
l. Bataillon des Regiments und mit dem im Castel Belforte 
aus Mantua bereits eingetroffenen 2. Kaiser-Jäger -Bataillon 
herstellte. 

Nachdem die Brigade, durch Abgabe der Grenzer und 
Artillerie, dann durch Ueberuahme des erwähuten Jäger- 
Bataillons, einer grossen Anzahl Waffen, uud bedeutender 
Vorräthe an Lebensmitteln, sich ihres Auftrages entledigt hatte, 
kehrte sie am 29. nach Verona zurück. 

Nach dem nachtheiligen Gefechte bei Pastreugo am 30. .i« 
April, in welchem die Division Wocher zum Rückzüge auf uwnm, 
das linke. Etschufer gezwungen wurde, nahm die Armee am 
l. Mai nachstehende Aufstellung ein: 

Auf dem der westlichen Festungsfront vorliegenden 
Rideau, dessen nördliche und südliche Enden sich bei Chievo 
und Tombetta an die Etsch lehnen, besetzte das 1. Armee- 
Corps mit den Brigadeu Clam und Strassoldo die Strecke 
von Tombetta bis Santa Lucia; von hier weiter über Sau 
Massimo, Croce-bianca bis Chievo stand das 2. Armee-Corps 
mit den Brigaden Gyulay, Liechtenstein und Taxis. 



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ISO 



Die Cavallerie-Brigade Schaff gotsc he des 2. Corps stand 
am Glacis der Festung, en Reserve. 

Die Stärke dieser Truppen stand mit der grossen Aus- 
dehnung dieser Linie in keinem Verhältnisse; — daher hatte 
man die Hauptzugänge zu dieser Stellung durch Verhaue ver- 
sperrt, eine Massregel, die sich im Laufe der Zeit als sehr 
vortheilhaft erwies. 

Die Brigade Wohlgemuth stand in Tantibalconi zur 
Beobachtung des linken Etschufers; — zu ihrer Unterstützung 
die Brigade Sigismund in Parona, dessen umliegende Höhen 
befestigt und mit 12Pfündern- und Raketen-Geschützen armirt 
wurden. Nur die Brigaden Maurer und Rath bildeten die 
Besatzung von Verona. 

Die Cavallerie-Brigade Schaffgotsche des 1. Corps 
lagerte am linken Etschufer vor Porta Vescovo. 




Das Regiment Erzh. Ernst in die Brigade G y u 1 a y des 
2. Corps eingetheilt, rückte dieser einzunehmenden Aufstelluug 



gemäss, am 1. Früh mit dem 11. Jäger- Bataillon, der Cpfiin- 
digen Fussbatterie Nr. 5 und einer Division Reuss-Huszaren, 
nach S. Massimo, wo nebst dem Brigadier GM. Graf Samuel 
Gy ulay auch der Divisionär F. M. L. Weigelsperg sich auf- 
hielt. Das 1. Bataillon nebst der Batterie besetzte den zur 
Vertheidigung vorgerichteten Ort — das 2. Bataillon bezog 
mit dem 11. Jäger-Bataillon, gegen Lugagnano, welcher Ort 
schon vom Feinde besetzt war, Vorposten; diese hielten ausser- 
dem 2 Casinen (Corte Salvi und Mezzdaglia) besetzt, und 
standen rechts mit den Truppen der Brigade Liechtenstein 
bei Sagramoso, links mit jenen der Brigade Strassoldo bei 
Pellegriuo, in dessen Nähe sie die Gehöfte Cava und Co- 
lombara besetzten, in Verbindung. 

In dieser Aufstellung fiel vom 1. bis o. Mai ausser Pa- 
trullen-Gefechten nichts von Belang vor, doch war man be- 
müht, so viel es Zeit und Verhältnisse gestatteten, die sehr 
ausgedehnte Gefechtsstellung am Rideau durch Mittel der 
Fortification haltbarer zu machen. Alle Zugänge, welche von 
Feindesseite gegen die in der Stellung liegenden Orte Chievo, 
Croce-bianca, S. Massimo, Sta. Lucia und Tombetta führten, 
wurden durch Abgrabuugen und Traversen gesperrt, die gegen 
den Feind sehenden Umfassungsmauern der Ortschaften, Ca- 
sinen und Höfe crenelirt, endlich zwischen den befestigten 



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Punkten wohl zu bestreichende Verhaue angelegt oder Jäger- 
gräben ausgehoben. 

Auf dem Kirchthurme in S. Massimo wurde ein Obser- 
vatorium eingerichtet, wo Officiere abwechselnd die feindliche 
Position und das Vorfeld zu beobachten hatten. 

Am 5. Mai Abends meldeten die Vedetten, dass auf- 
fallende Bewegungen, sowie vermehrte, bedeutend näher ge- 
rückte Wachfeuer beim Feinde wahrgenommen worden. In 
Folge dessen wurden über Nacht die Sicherungsmassregeln 
verschärft. 

Den 6. Mai um 6 Uhr Früh wurden vom Observatorium 
Bewegungen in der feindlichen Stellung wahrgenommen, welche 
die Absicht eines offensiven Actes von Seite der bisher mit 
dem Gros auf den Höhen von Pastrengo, Sta. Giustina, Sona 
und Sommacampagna gestandenen feindlichen Armee, auf die 
vor der Festung im weiten Halbkreise am Kideau hinlaufen- 
den Vertheidigungslinie der Armee, zweifellos erkennen Hessen. 

Aus der Art der feindlichen Vorrückung war ferner zu 
vermuthen, dass der Hauptangriff auf Sta. Lucia gerichtet sei, 
während Demonstrationen gegen alle andern Theile der Stellung 
diese Absicht verhüllen sollten. 

Es war 8'/;. Uhr Morgens, als der Feind, zuerst in der 
Richtung von Sommacampagna her, mit dichten Plänkler- 
schwärmen, gefolgt von starken Colonnen, gegen die Vorposten 
der Brigade Strassoldo herankam und sogleich ein leb- 
haftes Feuer eröffnete. Kurz darauf erfolgte auch die Vor- 
rückung auf S. Massimo. Die Vorposten zogen sich, vom weit 
überlegenen Gegner gedrängt, in die Gefechtsstellung zurück. 
Besonders vor der westlichen Umfassung von Santa Lucia 
nahm das Gefecht bald einen sehr lebhaften Character an. 

Die schwache Brigade Strassoldo bedurfte der Auf- 
bietung aller Kräfte, um ihre Positionen zu behaupten ; nament- 
lich das 10. Jäger-Bataillon im Friedhofe des Ortes, ver- 
richtete Wunder der Tapferkeit. Auch gegen die anderen 
Theile der Position der Brigade Strassoldo konnten die An- 
strengungen der feindlichen Garde-Grenadiere, welche hier in 
den Kampf eintraten, keinen nennenswerthen Erfolg erkämpfen, 
kaum nach mehrmaligen heftigen Stürmen einige Hundort 
Schritte Terrain gewinnen. 



Gleichzeitig mit diesen Vorgängon auf dem linken Flügel 
der Stellung, griff der Feind wie bereits erwähnt, gegen 
V*0 Uhr Morgens, auch die Vortruppen des 2. Coq>s an. Un- 
gefähr gegen 9 Uhr führte derselbe seine Batterien gegen- 
über S. Massimo auf und eröffnete ein zwar heftiges, doch 
wenig wirksames Feuer auf den von der 1. und 2. Corapagnie 
des Regiments besetzten Garten und die Kirche dieses Ortes; 
das feindliche Geschützfeuer verstummte, sobald es unserer- 
seits lebhaft und wirksam erwidert worden war. 

Das 2. Bataillon des Regiments, welches auf Vorposten 
stand, und die Verbindung links mit Santa Lucia unterhalten 
hatte, musste gleichfalls dem starken Andränge des Feindes 
weichen und in die Haupt-Gefechtsstellung zurückgehen ; be- 
werkstelligte aber diese rückgängige Bewegung nicht , ohne 
jeden günstigen Terraintheil benützt und vertheidigt zu haben.*) 

Gegen 10 Uhr unternahm eine auf der Strasse vou Sona 
vorrückende feindliche Colonne, einen Augriff auf S. Massimo, 
doch mit so geringem Nachdrucke, dass einige wirksame 
Kanonenschüsse hinreichten, denselben abzuweisen. 

Dieses angriffsweise Vorrücken des Feindes auf beiden 
von Sona und Sommacampagna herführenden Strassen, wieder- 
holte sich im Laufe des Vormittags noch mehreremale. 

Es war augenscheinlich, dass der Gegner vor S. Massimo 
einstweilen nur beschäftigen und die Aufmerksamkeit und 
Kräfte von Santa Lucia abziehen wollte. 

Nachdem nun nach einem mehrstündigen heissen Kampfe, 
dieser letztere Ort in den Besitz des Feindes gefallen war, 
trachtete der Gegner zwischen diesem Dorfe und S. Massimo 
die österreichische Stellung zu durchbrochen. F. M. L. Baron 
d'Aspre die Gefahr erkennend, sendete alle entbehrlichen 
Truppen in des Geguers linke Flanke, zur Unterstützung des 



*) Hei dieser Gelegenheit zeichnete sich Feldwebel Paul (»resky 
des Regiments, der in der Tirailleurkette, am äussersten linken Flügel 
stand, dadurch auB, dass er mit einigen schnell zusammengezogenen 
Kettengliedern, die vom Feinde schon besetzte Casa Pellegrini, von 
welcher aus die Picmontesen gegen die rechte Flanke der Brigade 
Strassoldo gedeckt vorrücken konnten, erstürmte, und insolange 
gegen wiederholte Angriffe behauptete, bis die 6. Division des Regi- 
mentes die Besetzung und Behauptung dieses wichtigen Punktes 
übernahm. 



183 



hart bedrängten 1. Armee- Corps. Hiezu erhielt auch das 
2. Bataillon des Regiments mit einer Compaguie des 11. Jäger- 
Bataillons den Befehl mit der Direction gegen Santa Lucia 
vorzurücken; es drang mit Ungestüm vor, erstürmte mehrere 
Casinen, setzte sich in denselben fest, etablirte eine Tirailleur- 
Linie zwischen denselben und an vorliegenden Steindämmen, 
wies in dieser Flankenstellung alle feindlichen Angriffe durch 
ein wohlgenährtes Feuer ab, und behauptete seine Position 
bis Abends. 

Um l Uhr Mittags griff der Feind in 3 Colonnen auch 
das Centrum des 2. Armee-Corps bei Croce-bianca an, wurde 
aber dort durch wirksames Geschützfeuer und durch das stür- 
mende Vorgehen des 9. Jäger-Bataillons bald zum Umkehren 
geuöthigt. — Ein zweiter Versuch, sich Croce-bianca's zu be- 
mächtigen, lief, für den Gegner ebenso unglücklich ab, denn 
mit heftigem Geschütz- und Kleingewehrfeuer aus den zur 
Vertheidigung hergerichteten Gebäuden empfangen , mussten 
sieb die Angreifer mit grossen Verlusten zurückziehen. 

Während dieser Gefechte bei Croce-bianca und S. Mas- 
simo hatte die aus Santa Lucia verdrängte Truppen-Division 
Schwarzenberg um 2 Uhr Nachmittags mit der Brigade 
Strassoldo hinter dem Rideau von Santa Lucia Stellung 
gefasst, um dem Gegner das Debouchiren aus dem Orte zu 
verwehren; die Brigade Clam stand beim Rondell zu beiden 
Seiten der Strasse vor Porta nuova und mit der Brigade 
Strassoldo rechts in Verbindung. 

Der Feind hatte es mehrere Male versucht, aus Santa 
Lucia zu debouchiren, wurde aber jedesmal durch concen- 
trisches Feuer zurückgewiesen. 

Nach 2 Uhr traf aus Verona ein Bataillon G e p p e r t 
Infanterie Nr. 43 bei der Brigade Strassoldo ein, und es 
wurde nun zum Angriffe auf Santa Lucia geschritten. Die 
Brigade Clam hatte den Feind durch eine Rechtsschwenkung 
in Flanke und Rücken zu nehmen. 

Die angreifenden Truppen, besonders das Bataillon G e p- 
pert, an dessen Spitze Oberstlieutenant Leutzendorff 
fiel, wurden von eiuem mörderischen Hagel von Kartätschen 
und Flintenkugeln empfangen, und wenngleich die ersten Häuser 
von Santa Lucia auf kurze Zeit genommen wurden, so konnten 
die Truppen doch die vereinten Anstrengungen des Feindes 



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184 



iw* nicht überwinden, und nur das weiter« Vorrücken der Bri- 
gade Clam gegen die feindliche rechte Flanke und eines 
Flügels Uhlanen im Centruin stellten das Gefecht insoweit 
wieder her, dass der Gegner auf den Besitz von Santa Lucia 
beschränkt blieb. 

Der Feldmarschall, welcher von der Bastion S. Spirito 
den Gang des Gefechtes beobachtete, Hess in diesem kriti- 
schen Augenblicke ein ungarisches Grenadier-Bataillon und 
das 1. Bataillon Sigismund nebst einer 12pfundigen Batte- 
rie den Besatzungstruppen Verona's entnehmen und in die 
1. Linie vorrücken; als diese Abtheilnngen bei der Division 
Schwarzenberg anlangten, war es bereits 4 Uhr. Es 
wurden nun Dispositionen zum weiteren Angriffe getroffen. 
Gleichzeitig mit dem einleitenden Geschützfeuer beim 1. Corps 
eröffnete auch Feldmarschall-Lieutenant d' A s p r e auf der gan- 
zen Linie des 2. Corps ein mörderisches Feuer. Dem hierauf 
folgenden kräftigen, auf der ganzen Linie, mit allen gesam- 
melten Abtheilungen unternommenen Angriffe hielt der Feind 
nicht länger Stand, und als die Colonnen des General- 
Majors Strassoldo im Vorstürmen in Santa Lucia anlang- 
ten, fanden sie den Ort bereits vom Feinde geräumt. 

Um 5 Uhr Nachmittags, nachdem das Gefecht 7 Stun- 
den gedauert hatte, war Santa Lucia wieder in österreichi- 
scher Gewalt, und um 6 Uhr Abends standen die Vorposten 
bereits in ihrer früher innegehabten Stellung. — So endete 
dieser für Oesterreichs Waffen rühmliche Tag mit einem Siege, 
den schwache Kräfte über einen bedeutend stärkeren Gegner 
davontrugen. 

Eine grosse Anzahl Waffen und Trophäen fiel in die 
Hände der vorrückenden Truppen. 

Der Sieg von Santa Lucia war von unberechenbare« 
Folgen. Die piemontesicho Offensive, welche in dieser Schlacht 
culminirte, erhob sich nimmer wioder zur früheren Energie; 
die Behauptung der Stellung auf dem Kideau von Verona 
wurde jedoch der Grundstein zu jenen späteren, schönen Sie- 
gen, welche Treue über Verrath erfocht, und welche die Welt 
mit gorechter Bewunderung für die österreichische Armee und 
ihre kriegerischen Tugenden erfüllte. 

Die Verluste des Regiments Erzherzog Ernst in dieser 
« Mai im» Schlacht waren sehr geringe. Vom Regimente blieb 1 Mann 



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185 



todt, 1 Mann war schwer und 2 Mann leicht verwundet ; 
dagegen hatten die Truppen des 1. am meisten engagirten 
Corps sehr beträchtliche Verluste erlitten. 

Am 12. Mai rückte ein 207 Mann starker Ergänzungs- 
Transport vom 3. Bataillon aus Ungarn zum Regimente ein. 

Den 1 4. rückte die Brigade Liechtenstein nach «" i. 

Chievo, die Brigade Erzherzog Sigismund nach S. Massimo 
und die Brigade Gyulay nach Croce - bianca ; das 1. Ba- 
taillon bezog vor dem Orte die Vorposten, das 2. Bataillon 
und das 11. Jäger-Bataillon besetzten Croce-bianca und einige 
Casinen in dessen nächster Umgebung. 

Am 19. Mai fand in der Besetzung des Rideau's aber- *•■» 

• Cklev« durch iU» 

mals eine Aenderung statt. fÄÜL 

Die Brigade Liechtenstein wechselte mit der Bri- 
gade Gyulay ihre Aufstellung, welch' letztere also nach 
Chievo zu stehen kam. Hier bezog mit dem 11. Jäger- 
Bataillon das 2. Bataillon des Regiments die Vorposten, wäh- 
rend das 1. Bataillon die Besatzung dieses Ortes bildete. 

Das unter Feldzeugraeister Graf N u g e n t gebildete Cor])«, gggR^ 
war während dieser Ereignisse im ununterbrochenen, sieg- r "£" ' " 
reichen Vordringen durch das Venetianische begriffen, stand 
am 12. Mai in Treviso und traf, in Erkrankung Nugent's 
vom Feldmarschall-Lieutenant Grafen Thum conimandiit, 
am 25. Mai in Verona ein. 

Dieses Armee-Corps, das seine Operationen am 17. April 
mit Ueberschreitung des Isonzo eröffnet hatte, und zur Ver- 
stärkung der Armee bei Verona bestimmt war, konnte sich 
mit dieser nicht früher vereinigen, weil die Unterwerfung der 
aufrührerischen Städte des Venetianischen, noch mehr aber die 
so schwierige Wiederherstellung der zerstörten Uebergänge 
über die zahlreichen Wasserlinien, endlich die Bewältigung der 
sich ihm wiederholt entgegenstellenden feindlichen Kräfte, ein 
schnelleres Fortkommen hinderten. 

Die in Verona einrückenden Truppen dieses Corps waren 
durch die mitgemachten Anstrengungen auch so ermattet, dass 
sich der Feldraarschall genöthigt sah, denselben einige Ruhe- 
tage zu gönnen. 

Die Behauptung des am 6. Mai so rühmlich vertheidigten 
Rideau lag dem Feldmarschall sehr am Herzen. Für die Defen- 
sive ein vortreffliches, in den Flankon geschütztes Schlachtfeld, 



KiHrn,, l.ini... 



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186 



gab ein auf demselben angelegter Gürtel von Befestigungen, 
auch eine bedeutende Erweiterung des Lagerraumes, für die bei 
Verona concentrirte Armee, und bot für den Fall einer gegen 
Westen beabsichtigten Offensive, einen geräumigen Versamm- 
lungsraum, sowie eine starke taktische Basis. In Erkenntuiss 
dieser Vortheile, Hess daher der Feldmarschall am oberen 
Kande des Rideaus, fünf grosse Redouten und zwei kleinere 
Zwischenwerke, mit sehr bedeutendem Aufzuge und im stärk- 
sten Profile erbauen, welche in einem Halbkreise von der 
Etsch bis wieder an die Etsch, die westliche Festungs-Front 
umgaben. 

Diese Werke wurden mit 12- und 18-Pfündern armirt, 
und sollten dieselben , wenn es die Zeit später erlauben 
würde, noch jedes mit einem gemauerten Blockbause und 
einer freistehenden Grabensmauer verstärkt werden. 

Am 26. erhielt die Armee in Folge des Einrücken» des 

«Irr Ann* f. O 

w. Mai w«. Reserve-Corps, eine neue Ordre de bataille, und wurde in 3 
Armee-Corps getheilt. 

I. Armee -Corps Feldmarschall - Lieutenant Graf Wra- 
tisla w. 

II. Armee-Corps Feldmarschall-Lieutenant d'Aspre. 

III. Armee- und Reserve - Corps Feldmarschall - Lieute- 
nant W och er. 

Die Brigade Gyulay kam in die Division Feldmarschall- 
Lieutenant Schaffgotsche des 2. Armee-Corps und bestand 
aus dem 1. und 2. Bataillon des Regiments Erzherzog Ernst, 
aus einem Bataillon St. Georger- Grenzer, dem 11. Jäger- 
Bataillon, 2 Escadronen Kaiser- Uhlanen und der 6pfundigen 
Fuss-Batterie Nr. 5. 

Mit der so reorganisirten Armee beschloss der Feld- 
marschall, die Offensive gegen den, durch den Misserfolg bei 
Santa Lucia erschütterten Gegner zu ergreifen. 

►•'»•*«• "•<* Nach der Schlacht hatte sich die sardische Armee nur 

l- w bis in die Linie Sta. Giustina, Sommacampagna zurückgezogen; 
im Besitze der Höhen von Sommacampagna, Sona, Sta. Giustina 
und des Plateaus von Rivoli, hatte der Feind diese Positionen, 
die ohnedem von Natur aus stark sind, noch durch die An- 
lage von Verscbanzungen bedeutend verstärkt. Ein directer 
Angriff auf diese starke Stellung, war trotz der erhaltenen 



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187 



Verstärkungen, bei dem Missverhältnisse der Kräfte nicht au w* 
wagen. 

Der Feldmarschall beschloss sonach, den Feind aus seiner 
Stellung wegzumanovriren, ihm durch eine weitausgreifende 
Bewegung nach Mantua um Flanke und Rücken Besorgniss 
einzuflösson, dadurch von Veroua abzuziehen, und, wenn er sich 
hiebei eine Blosse geben würde, seine zunächst erreichbaren 
Divisionen zu schlagen. 

Die Offensivbewegung wurde am 27. Abends um 87 t Uhr 
in 3 Colonnen angetreten: Vorposten sollten zur Täuschung 
des Gegners am Rideau, dann behufs Deckung der Vertheidigungs- 
arbeiten stehen bleiben, und wurden daher noch Nachmittags 
abgeltet; das 48. Regiment überliess seine Vorposten-Stellung 
an Abteilungen von Fürstenwärther Nr. 56 und Erzherzog 
Carl Infanterie Nr. 3. 

Das 1. Armee-Corps rückte auf der Strasse über Tomba, 
Vigasio, Trevenzuolo und Roneoleva nach Castel Belforte, wo 
es abkochte, und dann weiter seinen Marsch über Casa Rossi, 
Casa Pastori und Boschetto fortsetzte, nach 'Mantua, wo es 
am 28. um 2'/ 2 Uhr Nachmittags eintraf. Das 2. Armee-Corps, 
welches die 2. Colonne bildete (in ihr auch das 48. Regiment) 
nahm seine Richtung auf der Hauptstrasse bis Isola dellu 
Scala, von da sich jedoch rechts wendend, über Torre, Erbe. 
Pontepossaro, Sorga nach Castellaro, wo es ebenfalls abkochte, 
und dann den Marsch auf der gewöhnlichen Poststrasse, die 
von Legnago nach Mantua führt, weiter antrat. Dieses Corps 
traf um 11 Uhr Nachts, den 28. in Mantua ein, und lagerte 
auf dem Glacis vor S. Giorgio. Dem 2. Armee-Corps folgten 
auf derselben Strasse, die Infanterie-Brigaden Maurer und 
Rath des Reserve-Corps, nebst dem Brückentrain und der 
Artillerie- Reserve, welche sämmtlich iu Sorga abkochten, und 
dann wieder dem 2. Armee-Corps nachrückten. 

Die Colonue, bestehend aus der Cavallerie- Division des 
Reserve-Corps, nahm ihren Weg von Verona über Tombetta, 
Pozzo, Villafontana, Bovolone nach Nogara, wo sie abkochte, 
um dann ihren Marsch auf der Hauptstrasse nach Mantua 
fortzusetzen; wegen des weiten Weges, traf diese 3. Colonne 
erst in der Nacht des 28. in Mantua ein. 

Die Brigade Schulz ig des Reserve-Corps deckte deu 



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188 



■» Rücken der Colonncn und erroichte in derselben Nacht wieder 
die Armee. 

Während der Feldmarschall mit seinen Truppen Verona 
verliess, und mit einem kühnen und glücklich ausgeführten 
Flankenmarsche, knapp am Feinde vorüber, nach Mantua zog, 
hatte derselbe, um die Aufmerksamkeit des Gegners von dieser 
Bewegung abzulenken, den bei Rivoli stehenden Oberst Zobel 
beauftragt, vom Etschthale her, einen Scheinangriff auf die 
linke Flanke des Feindes in der Richtung gegen Garda und 
Bardolino zu unternehmen, und hiebei, wenn es thunlich sein 
würde, die Festung Peschiera mit Lebensmitteln zu versehen. 

rurt^J.«.' Nachdem der Feldmarschall seine sämmtlichen Truppen 

». m>i uo, in Mantua concentrirt hatte , liess er unter Zuziehung eines 
Theiles der Besatzung von Mantua, die verschanzten Linien 
von Curtatone und Montanara angreifen , um dadurch den 
äussersten rechten Flügel des Feindes zu umgehen, und ihn 
entweder zum Verlassen der Mincio-Linie, oder zur Annahme 
einer Schlacht zu zwingen, wodurch bei einem günstigen Re- 
sultate, in beiden Fällen, der Entsatz von Peschiera herbei- 
geführt worden wäre. 

Der Angriff auf diese Linie wurde in 3 Colonnen unter- 
nommen. Alle Truppen derselben gehörten dem 1. Armee- 
Corps an, so dass das Regiment an diesem Tage nicht zur 
Verwendung kam. 

Um 10 Uhr Vormittags begann der Kampf. Mit beispiel- 
loser Tapferkeit drangen die österreichischen Colounen im An- 
griffe vor, und hatten nach einem 3stündigem Kampfe die 
ganze, stark verschanzte Linie erstürmt, den Feind theils zer- 
sprengt, theils zum Rückzüge genöthigt. 

In diesem hartnäckigen Gefechte blieben österreichischer- 
seits 8 Officiere und 85 Manu todt; 28 Officiere und 491 Mann 
wurden verwundet. Der Feind verlor 4 Stabs- und 59 Ober- 
officiere, nebst 2000 Manu allein an Gefangenen; 5 Kanonen 
und eben so viele Pulverwagen wurden erbeutet. 

Die Brigade Gyulay stand am Abend nach dem Gefechte 
bei Panicella. 

Nachdem am 29. Abends, durch die Einnahme der ver- 
schanzten Linie am Curtatone, der Armee kein Hinderniss 
entgegen stand, um ihre weiteren Offensiv bewegungen fort- 



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189 

I 

setzen zu können, wurde sie in 2 Colonnen mit einer Rechts- «•«• 
Schwenkung gegen Goito und Ceresara disponirt. 

Das 1. Armee-Corps ging am 30. Früh über Rivalta,««*«« «««i u^. 
Sette-Frati und Sacca gegen Goito ; das Reserve-Corps auf *' M " 1 
derselben Strasse sammt der Cavallerie und Artillerie-Reserve 
bis nach Rivaita. 

Das 2. Armee-Corps erhielt die Richtung von Castel- 
lucchio über Rodigo nach Ceresara. 

Beim 1. Armee-Corps begann Nachmittags 2 Uhr ein 
hitziger Kampf vor Goito, durch die Brigade Benedek 
engagirt. 

Das 2. Corps, bei welchem die Brigade Gyulay die 
Avantgarde bildete, traf zur selben Zeit bei Ceresara ein, bei 
welchem Orte die ganze Division Schaffgotsche in ge- 
schlossenen Bataillons-Colonnen aufmarchirte, indessen die Di- 
vision Wimpffen bei Ca Gallo bereit gestellt wurde. Nach- 
dem das Armee-Commando jedoch die weitere Heranziehung 
des 2. Armee-Corps nicht wünschte, Hess Feldmarschall- 
Lieutenant d'Aspre bei einbrechender Nacht das 1. Bataillon 
des Regiments Vorposten, die übrigen Truppen aber in ihren 
Aufstellungen Bivouak's beziehen und abkochen. 

Das 2. Corps-Hauptquartier blieb in Ceresara. 

Da sich die Kräfte des Feindes, während des hartnäcki- 
gen Gefechtes bei Goito, und bis am Morgen des 31. voll- 
ständig entwickelt hatten und man sah, dass Guidizzolo, Cer- 
lungo und Cereta vom Gegner verhältnissmässig und kräftig 
besetzt waren, so nahm der Feldmarschall das Reserve-Corps 
nach Rivaita zurück — wohin derselbe auch sein Hauptquar- 
tier verlegte — und Hess das 2. Corps über Castellucchio 
näher an das erste heranrücken. Es stand sonach Mittags 
die Division Schaffgotsche in der Nähe von Caigole bei 
Santa Maria , hinter dem Caldone - Graben. Die Division 
Wimpffen nahm ihre Stellung hinter dem Scoglio Gongolino, 
über welchen zum schnellen Debouchiren einige Communica- 
tionen eröffnet wurden. Nachdem am selben Tage um Mittag 
ein heftiger Regen eingetreten war und dergestalt in Strömen 
fiel, dass in den Niederungen des Mincio das ganze Terrain 
ausser den Communicationen in einen grundlosen Zustand ver- 
setzt wurde, mussten auch die Operationen momentau ein- 
gestellt werden. 



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190 

Dieser Regen verwandelte den Lagerplatz des Regiments 
hinter dem Caldone-Bach in einen See; nirgends konnte man 
sich niedersetzen, sondern musste, bis auf die Haut durch- 
nasst und bis an die Knöchel im Wasser oder Kothe stehend, 
das Ungemach ertragen. 

In Folge dieses Unwetters blieben auch die Zufuhren an 
Lebensmitteln aus und konnte erst am 1. Juni Abends, also 
nach fast 48 Stunden, abgekocht werden; besonders fühlbar 
war überdies der gänzliche Mangel an Rauchtabak. 

Am 1. Juni musste die 3. Division des Regiments zwei 
Brücken über den Gongolino - Graben und die an denselben 
situirten Wohngebäude besetzen und zur Vertheidigung 
herrichten, um dieselben im Falle eines Augriffes von Goito 
her auf das Hartnäckigste halten zu können. 

Am 2. Juni, als der Rpgen etwas nachliess, wurde die 
Brigade Gyulay in der Richtung gegen Corlungo entsendet, 
um die Gegend längs dem Caldone-Bach zu durchstreifen : die 
Brigade langte gegen Abend iu Vasto und Vasto di Sopra an 
und lagerte dort, indessen das Greuz-Bataillou mit einer Di- 
vision des 2. Bataillons die Vorposten gegen Cerlungo und 
Guidizzolo bezog. Die Brigade bildete in dieser Stellung 
den äussersten linken Flügel der Armee. 

Die von den Streif-Commanden in den nächsten Tagen 
(2. und 3. Juni) eingelaufenen Nachrichten stimmten dahin 
übercin, dass der Feind beinahe alle seine Truppen von 
dem linken Miucio-Ufer an das rechte hinübergezogen, und 
am 2. bei Goito, Cerluugo, Cereta und Guidizzolo starke 
Avantgarden aufgestellt, die Reserven und das Gr<* aber auf 
den äusserst vorteilhaften Hohen von Volta zusammenge- 
zogen habe. 

Am 2. Früh überbrachte ein feindlicher Parlamentär den 
Rapport des Feldmarschall-Lieuteuants Rath über den Fall 
von Peschiera, und am 3. erfuhr endlich der Feldmarschall 
die Ereignisse seit dem 2(5. März in Wien und die daselbst 
bis zur Anarchie sich steigernde Unordnuug. 
hhmi m— Mit dem Falle von Peschiera war der Besitz Goito's, 

<.*«■» mm. oder noch anderer üebergangspnnkte über den Mincio un- 
nütz; der Feind stand kampfbereit, mit überlegenen Kräften 
iu der starken Defensiv -Stellung von Volta, und die Ereig- 
nisse in Wien machten die vorsichtige Führung der Armee 



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191 

doppelt zur Pflicht. Demnach entschloss sich der Feldmar- nm. 
schall, die Offensive in dieser Richtung aufzugeben, und durch 
eine rückgängige Bewegung die Armee wieder bei Mantua zu 
concentriren. 

Das I. Armee-Corps ging durch Mantua und stellte sich 
auf dem Glacis der Citadelle auf. 

Die Brigade Gyulay kam an diesem Tage nach Rodigo 
zu stehen, marschirte den 4. im Vereine mit dem ganzen 2. 
Corps, dessen Flanken und Rücken deckend, über Castellucchio 
und Montanara, durch Mantua, und auf der nach Legnago führen- 
den Strasse bis Stradella, wo das Regiment hinter dem Der- 
basco-Bache ä cheval der Strasse ein Lager bezog. Dem 2. 
Armee-Corps folgten die Reserven. 

In Mantua beschloss der Feldmarschall weiters mit der Operation RCRvn 

Vicrnt*. 

Armee bei Legnago über die Etsch zu gehen, und sich Vicenza's, * Jm»i im*. 
welches vom Nugent' sehen Corps nicht hatte genommen 
werden können, zu bemächtigen, um auf diese Art einen 
grösseren Rayon für die Verpflegung der Armee und auch eine 
weitere Basis für spätere Offensiv-Bewegungeu zu gewinnen. 

Desshalb marschirte am 5. das 1. Armee-Corps bis 
Bovolone, wo es für die Nacht ein Lager bezog. 

Das 2. Armee-Corps brach aus dem Lager bei Stradella 
auf, und rückte mit dem Brücken-Train über Nogara nach 
Sanguinetto, wo auch das Hauptquartier blieb. 

Die Mannschaft des Regiments wurde in Sanguinetto bei 
den Bewohnern bequartirt. 

Das Reserve-Corps, die Artillerie und Cavallerie folgte 
dem 2. Corps und übernachtete in Nogara. 

Am 6. sollte das 1. Armee-Corps bei Angiari mittelst 
Kriegsbrücken die Etsch passiren, es konnte jedoch, des hohen 
Wasserstandes wegen, keine Brücke geschlagen werden, es 
rausste das Corps durch Legnago marschiren, und in Bevi- 
lacqua über die Nacht verbleiben. 

Das 2. Armee-Corps mit dem Hauptquartier, dem Brücken- 
Train, der Reserve-Cavallerie und Artillerie, nebst der Cavallerie- 
ßrigade Schaffgotsche, marschirte nach Montagnana, wo 
gelagert wurde und die 11 und 12. Compagnie des Regiments 
die Vorposten bezog. 

Das Reserve-Corps, mit Ausnahme der Cavallerie-Brigade 
Schaffgotsche, welche bei dem 2. Corps verblieb, rückte 



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» 

192 



im* am rechten Ufer der Etsch über Bovolone und Villafontana 
nach Verona. 

Der Marsch dieses Corps hatte den Zweck, sowohl die 
Garnison von Verona zu verstarken, als auch den Feind dadurch 
glauben zu machen, dass sich die gesammte Armee nach 
Verona zurückgezogen habe. Am 7. hielt die Armee in ihren 
Aufstellungen bei Montagnana Rasttag. 

Die den Feldmarschall und die Armee bisher begleitenden 
Herrn Erzherzoge: Franz Josef, Albrecht, Karl Ferdi- 
nand, Wilhelm und Leopold wurden abberufen und 
gingen von hier aus nach Innsbruck ab. 

Zur Mitwirkung bei der Unternehmung auf Vicenza, 
niusste die Division Culoz, aus Verona nach S. Bonifacio 
rücken und erhielt die Weisung, am 10. über Brendola auf 
dem Höhenkamme der Monti Berici gegen Madonna del Monte 
oberhalb Vicenca vorzurücken. Im Einklänge mit dieser Be- 
wegung, marschirte nun das l. Armee-Corps am 8. Nachmittags 
von Bevilacqua über S. Ubaldo, das 2. Corps nach Barbarano, 
wo gelagert wurde. 

Von Montagnana wurde die 11. und 12. Compagnie des 
Regimentes Erzh. Ernst, mit einer Division R e u s s-Huszaren 
auf der Strasse nach Este entsendet, um die Gegend zu durch- 
streifen, und zugleich die rechte Flanke der Armee zu decken. 

Am nächsten Tage, den 9. Juni, war die umfassende 
Bewegung gegen Vicenza vollendet. 

Die 1. Division des Regimentes bezog Vorposten, und 
Abends rückte die 6. Division wieder beim Regimente ein. 
,f M h«u,.d Wie erwähnt, hatte am 10. des genannten Monats, die 

Division Culoz die Höhen der Monti Berici zunehmen, das 1. 
j un iiM8. Armee-Corps sollte sich mit derselben in Verbindung setzen, 
und mit der, aus der Brigade Clam und Srassoldo be- 
stehenden Division Schwarzenberg, längs der genannten 
Höhen und der Strasse von Este vorgehen, gleichzeitig aber 
auch mit der Brigade Wohlgemuth auf dem linken Ufer 
des Bacchiglione vorrücken, und sich daselbst auf der Strasse 
von Padua, mit dem sich vorbewegeuden 2. Armee-Corps zu 
verbinden. 

Das 2. Armee-Corps rückte an diesem Tage noch bis 
Torre di Quartesoto, kochte dort ab, und entsendete die Brigade 
Taxis gegen die Vorstadt S. Vito und Porta Sta. Lucia. 



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193 



Die Brigaden Sini bscheu und Gyulay, dann die Ca- ••«*• 
vallerie-Brigade Schaffgotsche, bildeten die Reserve. 

Schon Früh Ü 1 /* Uhr wurde von den Höhen der Monti 
Berici, Kanonendonner hörbar, und uiu 10 Uhr war bereits 
das Gefecht auf der ganzen Liuie der Höheu engagirt. 

Während nun das 1. und 2. Corps in der Ebene die 
Stadt immer enger einschlössen, die Vorstädte angriffen und 
vom Feinde säuberten, nahm die Division Culoz die für un- 
einnehmbar gehaltenen Schanzen auf dem M. Berico und bei 
Madonna del Monte, nach einem verzweifelten Kampfe gegen 
das 1. und 2. päpstliche Fremden-Regiment. 

Indessen diese schönen Erfolge auf den Höheu erkämpft 
wurden, entspannen sich theilweise sehr hitzige Gefechte bei 
den Stadt-Thoren, welche sämmtlich befestigt waren, und 
allen Anstrengungen der Oesterreicher spotteten; namentlich 
focht die Brigade Liechtenstein einen opfervollen Kampf 
bei der Porta Padua, wo sie in den letzten Phasen desselben 
gegen Abend durch die Brigade Gyulay mit dem 48. Re- 
gimente Erzh. Ernst unterstützt werden sollte. Schon hatte 
dieses letztere seine Sturmcolonnen formirt und erwartete das 
Zeichen zum Angriffe, als der Feind, dessen Position in der 
Stadt durch den Verlust der dominirenden Höhen unhaltbar 
geworden war, eingeschüchtert durch eine heftige Beschiessung 
und unter dem erdrückenden Bewusstsein, dass seine Rück- 
zugslinie abgeschnitten sei, die weisse Fahne hisste und nach 
Hstündigem erbittertem Kampfe eine Capitulation unterzeichnete. 

Am 11. zogen die feindlichen Truppen mit Waffen und vi«^", 1 '"'*« 
Gepäck ab, und uusere Truppen besetzten sogleich die Stadt, n!*j£i" 
welche sich dem Feldmarschall Grafen Radetzky auf Gnade 
und Ungnade hatte ergeben müssen. 

So war das schwierige Unternehmen gelöst, und hatte 
die Einnahme von Vicenza noch die bedeutsame Folge, dass 
die Stadt Padua, die durch den Abzug der päpstlichen Truppen 
sich von jeder Garnison entblösst, und der Plünderung durch 
den Pöbel ausgesetzt sab, sich sogleich den dorthin entsendeten 
Truppen ergab. 

Während von den beiden Armee-Corps die Bewegung 0 '' Wrh, *** 
gegen die Stadt Vicenza vollführt wurde, fasste der Feind 
den Entschluss: die bei Rivoli detachirte Brigade Zobel von 
dem Plateau daselbst zu vertreiben und so der österreichischen 

4« «. Ltota-Ur..«.,. 13 



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194 



Armee im Venetianiscben , die letzte Verbindung mit den 
übrigen Provinzen der Monarchie zu entreissen. 

Am 10. Juni geschah der Angriff mit 6 bis Hfacher Ueber- 
legenheit. Ringsum von einem übermächtigen Feinde ange- 
griffen, konnten sich die schwachen Abtheilungen nicht be- 
haupten und zog sich die Brigade Zobel fechtend nach 
Preabocco zurück, wo sie eine neue Stellung zu beiden Seiten 
der Etsch bezog. Durch den Verlust der Stellung bei Rivoli 
war aber die Verbindung zwischen Verona und Tyrol verloren. 

Feldmarschall Radetzky hatte die Wegnahme des 
Plateaus von Rivoli, während seines Zuges nach Vicenza vor- 
ausgesehen; er konnte jedoch seine Kräfte weder durch De- 
tachirung bedeutender Truppen-Abtheilungen dahin schwächen, 
noch seine viel wichtigere Unternehmung gegen Vicenza auf- 
schieben. 

fc d. r Er beschloss jedoch von Vicenza aus die Verbindung 
" «"mit Tyrol über Schio durch die Val Arsa zu eröffnen und 



Vir«' ni» 

Behl« 



». Jon.«, entsendete zu diesem Zwecke am 12. die starke Brigade 
Simbschen des 2. Armee-Corps; sie entwaffnete Schio, Hess 
die Gebirgsstrasse über Piano delle Fugazze und durch Val 
Arsa nach Roveredo wieder herstellen, worauf diese Brigade 
schon am 15. Abends in Roveredo einrückte und sich daselbst 
mit dem, in Südtyrol befindlichen 3. Armee-Corps in Ver- 
bindung setzte. 

tjl M Um Verona zu sichern, musste noch am 11. Abends die 
a™«.?"«« Division C u 1 o z aufbrechen und nach Verona zurückmarschiren, 
v, v"on." eh wo sie in der Nacht des 12. eintraf. Das 1. Armee-Corps 
"■ "f-m'"" wurde am 12. dahin beordert und rückte schon am 13. Mittags 
in Verona ein, während am 12. auch der Feldmarschall dahin 
geeilt war. 

Die ermüdeten Truppen genossen theils im Lager bei 
Verona der wohlverdienten Ruhe, theils kochten sie ab, als 
plötzlich der Anmarsch bedeutender feindlicher Streitkräfte, 
mit starker Artillerie und Brückentrain in der Richtung von 
Villafranca nach Albaredo an die Etsch gemeldet wurde. Gleich- 
zeitig wurden unsere Vorposten von feindlichen Abtheilungen 
lebhaft angegriffen; da aber die allarmirten Truppen von den 
Bivouaks und Kasernen auf das befestigte Schlachtfeld eilten 
und sich daselbst in impouirender Zahl und Haltung dem 
Gegner zeigten, gerieth die feindliche Bewegung bald in's 



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195 



Stocken, und wurden bis gegen Abend von Patnillen und den »«• 
Posten auf den Observations-Thürmen die rückgängigen Be- 
wegungen des Feindes gemeldet, der in der Dunkelheit der 
Nacht sich beeilte, seine früheren Stellungen auf den Höhen 
von Sona zu erreichen. 

Diese feindliche Offensiv-Bewegung hätte den Feldmar- 
schall mit seiner Armee vor Viceoza überraschen sollen; 
der Entschluss hiezu war aber um volle 8 Tage zu spät ge- 
fasst, und das imposante Auftreten vor Verona mit zwei 
Armee-Corps belehrte den Gegner hinlänglich über seinen 
Irrthum. 

Die österreichische Armee, von Erfolg zu Erfolg eilend, 
den der richtige Blick des verehrten Feldherrn so sicher vor- 
zubereiten wusste, sah mit doppeltem Vertrauen und anhäng- 
licher Liebe zu ihrem greisen Führer auf, und riesengross 
wuchs in der siegreichen Truppe das Gefühl ihrer Unüber- 
troffenbeit in Schlachten und Märschen heran. 

Am 12. Juni nach Abzug des 1. Corps musste das Re- Be»etian( Ar, 

giment Erzherzog Ernst den Monte Berico besetzen und **** <u " 
. _ I», j, 1B , 

täglich durch eine andere Compagnie bei Casa Vecchia und 
Casa di Cima die Vorposten beziehen lassen. 

Die Brigade-Batterie mil 4 Feld-Mörsern wurde so pla- 
cirt, dass sie die Stadt und die Eisenbahn im Bedarfsfalle be- 
schiessen konnte. Das 11. Jäger-Bataillon besetzte dagegen 
Ca Carcano bei Porta Lupa. Das St. Georger Grenz-Bataillon 
wurde zum innern Dienste in Vicenza verwendet. 

Am Isonzo wurde schon Ende Mai ein zweites Reserve- ElBn . hB1 . 
Corps für die venetianische Armee unter Feldmarschall-Lieu- f^Tim. 
teuant Baron Weiden organisirt. Dieses begann im Juni 
seine Operationen und nahm nach eiuem 12stündigen Bom- 
bardement Treviso. Durch diesen Erfolg wurde der directe 
Postverkohr durch die venetianische Provinz mit der Monar- 
chie wieder hergestellt, der Aufstand im venetianischen Flach- 
lande besiegt und die Haupt- Verbindung der kaiserlichen 
Armee mit den innerösterreichischen Provinzen wieder eröffnet. 

Die feindlichen Truppen, welche beiläufig 4000 Mann 
stark Treviso vcrtheidigteu, zogen sich laut abgeschlossener 
Capitulation über Ponte Lagoscuro hinter deu Po zurück und 
verpflichteten sich, 3 Monate, vom Tage des Ueberganges über 



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J. Corp«. 



196 

den Po, nicht gegen die Truppen Sr. Majestät des Kaisers zu 
dienen. 

Von Treviso wendete sich das Reserve-Corps unter W e I- 
d e n gegen Venedig und schloss dasselbe von der Landseite 
ein; die Belagerung des Forts Malghera wurde sofort vor- 
bereitet. 

Indessen stand das Regiment noch immer in Vicenza; 
vom 18. Juni angefangen rückte taglich eine andere Brigade 
zur Revue aus — An diesem Tage wurden vor der ausgerück- 
ten Brigade Liechtenstein vom Corps - Commandanten 
Feldmarschall-Lieutenant d'Aspre die als Anerkennung der 
Tapferkeit und Ausdauer in der Schlacht am (J. Mai zuer- 
kannten Ehrenzeichen und Belohnungen an die Mannschaft 
vom Feldwebel abwärts vertheilt*). 

R«r b . m "' n r vi«n.. In der Stellung am Monte Berico blieb das Regiment 
iSbOtiiSStetaibil 6. Juli; am 5. Abends erhielt die Brigade Gyulay 
«. Jan iMa. Marschbefehl und rückte am 6. Abends 5 Uhr gegen San 
Bonifacio , kam Nachts daselbst an und bivouakirte. — 
Den 6. brach das hier vereinigte Armee-Corps Nachmittags 
2 1 /* Uhr aus dem Lager bei S. Bonifacio auf und marschirte 
gegen Verona, wo die Division Wimpffen mit der Brigade 
Liechtenstein inS. Michele, mit der mittlerweile aus Ro- 
veredo wieder eingerückten Brigade Simbschen, bei Montorio 
Front gegen Osten Stellung nahm. 

Die Brigaden Gyulay und T a i i s übersetzten bei S. Mi- 
chele mittelst einer Kriegsbrücke (bei Ca Burri) die Etsch und 
bezogen ein Lager bei Sta. Catterina, wo sie als 2. Treffen zur 
Unterstützung der bei Tombetta postirten Truppen aufgestellt 
wurden. 

«.JSSSSo^Tm Nachdem das 2. Armee-Corps in der ihm angewiesenen 
Stellung angelangt war, besuchte der Feldmarschall alle Lager- 
plätze und Aufstellungen der Truppen ; so am 10. das Bivouak 
von Sta. Catterina, wo er vom Regimente mit begeistertem Jubel 
empfangen und begrüsst wurde. 



*) Vom Regimente erhielten der Feldwebel Paul Grcsky der 
12., und Corporal Johann Biro der 8. die grosse silberne Tapferkeifs- 
Medaillc; die Gemeinen Josef Taka es, Franz Pal y, l'aul Janeso 
und Johann Billege der 8. Compagnie je zwei Stück Ducaten 
in Gold. 



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197 



Seit dem 3. des Monats hatten sich ungefähr 12.0M Mann 
des Weiden' sehen 2. Reserve-Corps von Treviso aus in 
Marsch gesetzt und sich bei Legnano hinter der lasch gesam- 
melt Aus diesen Truppen wurde das 4. Armee-Corps gebil- 
det ; es bestand aus den Brigaden Fürst Liechtenstein, 
Graf Degenfeld und Oberst Graf Draskovits und wurde 
unter den Befehl des General-Majors Culoz gestellt; ebenso 
waren die in Süd-Tirol stehenden Truppen nunmehr Concen- 
trin und wurden als 3. Corps den Befehlen des Feldmarschall- 
Lieutenant Grafen Thum untergeordnet 

Dem Feldmarschall schien endlich der Augenblick ge- 
kommen, um mit seiner, nunmehr bedeutend verstärkten Armee M Ju " tw 
aus Verona herauszubrechen, den Gegner durch einen Haupt- 
schlag, aus seinen nun schon seit 4 Monaten behaupteten 
verschanzten Stellungen herauszuwerfen und so eine Entscheidung 
herbeizuführen. 

Zum Angriffe der feindlichen Stellung auf den Höhen 
von Sona und Sommacampagna für den 23. war folgende Dis- 
position vom Feldmarschall erlassen worden : 

„Die seit 12. in und um Verona concentrirte Hauptarmee 
unter dem persönlichen Befehl des F. M. Graf Radetzky, 
rückt in 3 Colonnen gegen die feindliche Position bei Sona- 
Sommacampagna." 

„Den rechten Flügel der Armee bildet das 2. Armee- 
Corps, unter dem Befehl des F. M. L. d' Aspre; den linken 
das 1. Armee-Corps, unter dem Commando des F M. L. 
Wratislav; — als Unterstützung zwischon beiden folgt das 
Reserve-Corps unter den Befehlen des Feldmarschall-Lieutenant 
Baron Woche r." 

„Das 2. Armee-Corps erhält die Weisung: von S. Massimo 
über Lugagnano gegen Mancalacqua vorzugehen, und nach 
Umständen, auf Sona selbst, oder auf die Einsattlung zwischen 
diesem Orte und Sommacampagna vorzudringen, dann die 
Richtung auf S. Georgio in Salice zu nehmen." 

Dieser Angriff, grösstenteils unter dem Commando des 
F. M. L. Graf W i m p f f e n, wurde mit den 3 Brigaden 
Fürst Friedrich Liechtenstein, Kerpan undGyulay 
unternommen. Rechts hatte dieses Corps die 4., durch das 
Infanterie-Regiment Fürstenwärther Nr. 56 verstärkte 
Brigade Fürst EduardSchwarzenberg, und die Cavallerie- 



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198 



im«. Reserve-Brigade Schaffgotsche gegen Santa Giustina deta- 
chirt, um den Gegner durch einen Scheinangriff zu täuschen. 

Das 1. Armee-Corps hatte den Befehl, in enger Ver- 
bindung mit dem 2., auf der geraden Strasse von Santa Lucia 
auf Sommacampagna vorzurücken und daselbst den äussersten 
rechten Flügel des Gegners, mit den Brigaden Wohlgemut h, 
Supplikatz und Strassoldo anzugreifen, die -i. Brigade 
Clam aber, über Accademia und Ganfardine zur Deckung 
peiner linken Flanke nach Custoza zu dirigiren. Ausserdem 
hatte eine Infanterie-Abtheilung nebst 4 Escadronen der Brigade 
Er/h. Ernst über Dossobuono gegen Villafranca zur Beob- 
achtung des letzteren befestigten Ortes entsendet zu werden. 
Die Hauptcolonne des 1. Armee-Corps sollte Sommacampagna 
nehmen, dann die Höhen von Berettara und Casanuova ober- 
halb dieses Ortes zu erreichen, hierauf womöglich über 
Guastalla nach S. Rocco di Palazzolo vorzudringen suchen, 
und mit den Vortruppen in der Richtung gegen Oliosi, sich 
an den Ufern des Tiouo festsetzen. 

Das Reserve - Corps endlich hatte den Befehl, von S. 
Massimo, auf der Strasse über Casone gegen la Teruja und 
Rasola vorzurücken; die Cavallerie-Brigade Erzh. Ernst unter 
dem Befehle des F. M. L. Fürst Taxis, sowie die Reserve- 
Batterien folgten deu 3 Infanterie- Brigaden Erzh. Sigismund, 
Maurer und Haradauer des Reserve-Corps uach, welch' 
letztere unter dem Commando des F. M. L. Graf H a 1 1 e r 
standen. 

Der allgemeine Vormarsch war um 1 Uhr Früh fest- 
gesetzt ; allein vor Mitternacht brach ein heftiges Gewitter los, 
das all«* Wege in Giessbächo verwandelt«; dieser Umstand und 
die eingetretene totale Finsteruiss machten jede Bewegung 
unmöglich. Es musste gehalten werden, und erst nachdem sich 
gegen Morgen das Unwetter gelegt hatte, konnte der Marsch 
fortgesetzt werden. 

Die Brigade Gyulay mit dem Regiments Erzh. Ernst 
bildete die Avantgarde des 2. Corps; ihr folgten die Brigaden 
Liechtenstein und Kerpan nach. 

Als nun die Brigade Gyulay am Fusse der Höhen bei 
la Zina gegen 6 Uhr Früh angelangt war, nahm sie vor der 
Hand eine gedeckte Aufstellung, in welcher sie ungefähr eine 
Stunde verblieb, um abzuwarten, bis die Truppen rechts und 



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199 



links derselben auf gleicher Höhe in Gefechtsbereitschaft 
standen. 

Das Brigade-Commando führte an diesem Tage Oberst 
Pergen von Haugwitz-Infantorie Nr. 38, — das Regi- 
ments-Couimando Oberstlieutenant Odelga — nachdem G. M. 
Graf G y u 1 ay und Oberst-Kegiments-Commandant von B r a u n- 
hof schon seit längerer Zeit erkrankt waren. 

Ungefähr um 7 Uhr Früh, formirte die Brigade Gy ulay 
zwei Angriffs-Colonnen, wovon die südliche, unter dem Com- 
mando des Oberstlieutenants Odelga des Regiments, die 
Bestimmung hatte, die südlich von Sona gelegene Höhe zu 
erstürmen, und eine Umgehung durch die Schlucht zwischen 
Madonna del Monte und obiger Höhe zu vollführen. 

Diese Colonne bestand aus 2. Compagnien St Georger- 
Grenzer, dem 2. Bataillon des Regimentes Erzh. Ernst, 3 
Geschützen und aus einer Abtheilung Brigade-Pionniere unter 
Commando des Oberlieutenants Mayersberg des Regiments, 
nebst einer Uhlanen-Abtheilung. 

Die nördliche Angriffs-Colonne, welche Major Desimon 
des Regiments befehligte, bestand aus dem 11. Jäger-Bataillon, 
dem 1. Bataillon des 48. Regiments, 3 Geschützen, einer Ab- 
theilung Pionniere und ebenfalls einer kleinen Abtheilung 
Uhlanen. 

Diese nördliche Colonne war bestimmt, Sona in der Front 
anzugreifen. 

Als Reserve folgten unter Commando des Rittmeisters 
Ahsbahs, 4 Compagnien dos Warasdiner-St. Georger-Grenz- 
Regiments und der Rest der 2. Escadron von Kaiser- Uhlanen. 

Die Division Grenzer und das 11. Jäger-Bataillon war 
in Tirailleure aufgelöst, welchen die beiden Bataillone E. H. 
Ernst in Divisions-Colonnen formirt, folgten. 

Um Vl % Uhr begann die Vorrückung; es wurden die 
feindlichen Pläukler zum Weichen gebracht, und wenngleich 
jede Höhe mit Schanzen gekrönt, jeder Ort und jedes Haus 
durch Befestigungen und Barrikaden verstärkt war, jedes ein- 
zelne Haus von Vertheidigern strotzte, welche gewöhnlich eine 
3- bis 4fache Feuerlinie unterhielten und die stürmenden Ab- 
theilungen mit einem mörderischen Geschütz- und Gewehr- 
Feuer empfingen, so gelang es doch dem Ungestüm und der 
Todesverachtung der Brigade Gyulay jedes Hinderniss zu 



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200 



überwältigen. Stürmend wurden die terrassenförmig sich erhe- 
benden Höhen erstiegen ; stürmend jeder Abschnitt, jedes Haus, 
jeder Garten genommen. 

Nach 3stündigem erbittertem Kampfe, der von den An- 
greifern auf der ganzeu Linie mit gleicher Bravour geführt 
wurde, war der Feind, der sich tapfer vertheidigt hatte, über- 
wunden. 

Um Uhr Vormittags waren alle Schanzen genommen, 
Höhen, Häuser und Höfe erstürmt, und der Feind gegen den 
Mincio im Rückzüge. 

Das 48. Infanterie-Kegiment hat sich in diesem Kampfe 
seines alten Hufes würdig gezeigt; es löste seine Aufgabe mit 
glänzender Bravour. 
VMtMiata Seine Verluste betrugen an Todten: 1 Officier (Ober- 

lieutenant Swastits) und 22 Mann; an Verwundeten 4 Offi- 
ciere (Lieutenant Korren, Lieutenant Budissavlevich, an 
seinen Wunden bald darauf gestorben), Lieutenant Jacob 
Karner und Georg Jovanovich mit 74 Mann.*) 



KrgWnU, 
»». J»U IM*. 



*) Zahlreiche tapfere Thaten Einzelner, von den Officieren nnd 
der Mannschaft, hat die Geschichte aus diesem Kampfe aafhewahrt, von 
denen nur die hervorragendsten hier ihre Stelle finden sollen. 

Oherlieutenant Swastits passirte beim Sturme auf die Höhen 
eine crenelirte Gartenmauer, deren Veitheidiger durch ihr flankirendes 
Feuer dem Regimente grosse Verluste zufügten. 

Oherlieutenant Swastits sammelte Bchnell 15 bis 20 Mann, welchen 
sich noch Corporal Michael Szuppi der 3. Compagnie mit seinem 
ganzen Zuge freiwillig anschloss, stürzte sich mit dieser kleinen Ab- 
theilung auf eine, in den Garten fuhrende hölzerne ThUr, Bprengte 
dieselbe und erschien plötzlich in der Mitte der Feinde, welche den 
Garten besetzt hielten ; dieselben stutzten einen Augenblick, da sie aber 
bald ihre Ucberlegenheit erkannten, zwangen sie den Oberlieutenant 
zum Rückzüge. Nichtsdestoweniger unternahm derselbe einen zweiten 
Versuch, ungeachtet des heftigen Feuers in den Garten einzudringen, 
wurde jedoch dort von einer geschlossenen Abtheilung angegriffen, 
nmsste nun vom weiteren Angriffe abstehen, und war die kleine Ab- 
theilung des Regiments gezwungen, sich unter dem mörderischen Gcwehr- 
ffuer des Feindes abermals durch dieselbe schmale Thür zurückzu- 
ziehen, bei welcher Gelegenheit dem Oberlieutenant Swastits mehrere 
seiner Braven verwundet und getödtet wurden. 

Nun wollte der Feiud selbst aus dem Garten hervorbrechen, doch 
hielt ihn die gut postirte Abtheilung des Obtrlieutetiant Swastits, 
sowie das besondere gut gezielte Feuer, das die schmale Thüröffnung 
bestrich, in Respekt; plötzlich ertönte eine Decharge über die Mauer- 



201 



Nach gelungenem Angriffe wurde die Brigade Graf Gyn- £gs£* 
lay auf den eben erstürmten Höben gesammelt, und zur Ver- 
folgung des eilig retirirenden Gegners nacb Castelnuovo diri- 
girt, von wo aus die Cavallerie allein dem Feinde folgte, in- 
dessen die Infanterie des 2. Corps Lager bezog. 



kröne herab, und Oberlieutenant S w a s t i t s sank, von 2 Kugeln in die 
Brost getroffen, todt zu Boden, während Corporal Szuppi und Ge- 
meiner Raizner, welche durch die ganze Zeit nicht von seiner Seite 
gewichen waren, unversehrt blieben, trotzdem ihre Mäntel von vielen 
Kugeln durchlöchert wurden. 

Durch stärkere Abtheilungen des> Regiments, welche theils zur 
Unterstützung herbeieilten, theils auf der anderen Seite den Feind mit 
Verlust der Riickzugslinie bedrohten, verlor der Gegner endlich diesen 
festen Punkt und musste sich in der Richtung von S. Giorgio in Salice 
zurückziehen. 

Die Officiere gingen beim Sturme uberall mit schönem Beispiele 
voran, begeisterten die Mannschaft, und kämpften stets in den vor- 
dersten Reihen. 

Um auch nach Verdienst der braven Mannschaft des Regiment?* 
zu gedenken, seien von den zahlreichen tapferen Handlungen dieses Tages 
weiiigstens folgende hier aufgenommen: 

Gemeiner Jakob Wollner der 12. Compagnie riss den Feinden 
die Gewehre aus den Schiesslöchern heraus, feuerte danu selbst hinein, 
benahm sich Überhaupt in dieser Schlacht tollkühn und verwegen und 
spornte durch Beispiel und Zuruf seine Kameraden zur Nacheiferong an 

Zimmermann Michael Csäkäny der 3. Compagnie war immer 
an der Tele der Colonne und durch äusserste Anstrengungen und unter 
dem heftigsten Gewehrfeuer bemüht, künstliche Hindernisse aus dem 
Wege zu räumen; er wirkte durch seine Uncrschrockeuheit mächtig auf 
die andere Mannschaft ein. 

Gemeiner Josef Verrasztö der 2. Compagnie Hess sich durch 
einige Kameraden auf eine Gartenmauer heben, nahm reitend auf selber 
Platz und schoss aus dieser Stellung in tollkühnem Muthe ununter- 
brochen in einen zweiten, vom Feinde besetzten Garten, indem er sich 
die geladenen Gewehre zureichen liess. 

Exproriis-Corporal Friedrich St ranner der 6. Cumpagnie, 
zeichnete sich dadurch besonders aus. dass er ein Haus, welches vom 
Feinde besetzt war, und von wo aus unseren Colonnen im Vorrücken 
grosser Schaden durch flankiremles Feuer zugefügt wurde, mit mehreren 
Leuten stürmte. Von der feindlichen Besatzung zurückgedrängt, liess 
er sich dennoch nicht abhalten, den Angriff zu wiederholen, wobei 
es ihm gelang, den weit überlegenen Gegner glücklich aus dem Hause 
zu vertreiben, und so das Vorrücken der eigenen Colonnen zu er- 
leichtern. 



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202 



ins. Eben hatte da« Regiment sein Bivouak bei Castelnuovo 

etablirt, als der tapfere Brigadier Oberst Graf Pergen, der 
das Regiment znm Siege geführt hatte, *) plötzlich im Lager 
erschien ; hoch in seiner Rechten hielt er eine goldene Tapfer- 
keits-Medaille und verkündete mit lauter Stimme: 

„ Kinder! Dies schickt Euch einstweilen der Feldmar- 
schall, weitere Belohnungen werden folgen." 

Ein stürmisches ßljen empfing den tapferen Interims- 
Brigadier und die Ehrengabe des Feldmarschalls. 

Es wurde vom Regimente einstimmig Corporal Szuppi, 
für sein lobenswerthes Ausharren an der Seite des gefallenen 
Oberlieutenants Swastits, und sein hingebend tapferes, an- 
eiferndes Benehmen, zum Träger der goldenen Medaillo ge- 
wählt, und dieselbe unter tausendstimmigem täljenrufen, durch 
Oberst Graf Per gen an die Brust des Tapferen geheftet. 

Abends war fast das ganze 2. Armee-Corps im Bivouak 
bei Castelnuovo versammelt. 

Eine Abtheilung der Brigade Fürst Edmund Schwar- 
zenberg, welche über Bussolengo vorgerückt war, besetzte 
Sandra. 

Die Brigaden des 1. Armee -Corps lagerten bei Oliosi 
und auf dem Monte vento, und hatten Vorposten am Mincio; 
die Brigade Clam, den äussersten linken Flügel bildend, 
bivouakirte in Custoza, auf dem Monte Torre und Mamaor. 
Das Hauptquartier mit dem Reserve-Corps blieb am 23. in 
S. Giorgio in Salice. 

Somit war an diesem Tage die feindliche Mitte durch- 
brochen; es standen die österreichischen Truppen mit ihren 
Vorposten am Mincio, und hatten den Schlüssel der Position, 
nämlich Custoza, in ihrem Besitze. 

Am 24. Mittags erhielt die Brigade Gyulay den Befehl 
?Tmim* gegen Rivoli zu marschiren , um dem S.Armee-Corps, welches 
schon am 22. die Weisung erhalten hatte: — die feindliche Stel- 
lung am Monte Baldo zu nehmen, am 23. über Rivoli gegen 
Peschiera vorzurücken, und sich mit der Hauptarmee zu ver- 
einigen, — durch einen Angriff in Flanke und Rücken des Fein- 



*j Oberst Graf Pergen erhielt für die ausgezeichnete, ebenso 
tapfere als geschickte Leitung der Brigade nnd den mit derselben bei 
Sona erkämpften Erfolg, daB Ritterkreuz des Maria-Tberesien-Ordens. 



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203 



«. Juli 1MM. 



des, hilfreiche Hand zu bieten. Doch war die Brigade kaum «* 
l 1 ', Stunden von Castelnuovo gegen Rivoli abgerückt, als man 
die Avantgarde des 3. Corps schon in der Richtung gegen 
Cavalcaselle debouchiren sah , daher die Brigade auch wieder 
in ihr Lager zurückkehrte. 

Nachmittag liess der Feldmarschall durch die Brigade 
Strassoldo Valeggio besetzen, das Reserve-Corps bei Sa- 
lionze, wo eine Kriegsbrücke errichtet worden war, sowie bei 
Monzambano, die Brigade Wohlgemuth des L Corps den 
Mincio übersetzen, — die Oertlichkeiton und Anhöhen jen- 
seits, nach Vertreibung des Feindes, occupiren. 

Gegen 3 Uhr Nachmittags erhielt das 2. Corps den Be- 
fehl, am 25. um 2 ühr Früh aufzubrechen, mit 3 Bri- 
gaden bei Salionze den Mincio zu passiren und die 4. Brigade 
nach Cavalcaselle zur Einschliessung von Peschiera vorzu- 
schieben. 

Noch vor dem am 22. erfolgten Aufbruche der Armee., (ir ' rr J; t 
aus Verona, hatte die bei Nogarole und Legnago stehende g „ niro .^ p . Kn , 
starke Brigade Simbschen den Befehl erhalten, gegen 
Sommacampagna zu marschiren, und beim Anlangen auf dem 
Scblachtfelde statt der Brigade Clam Custoza zu besetzen. 

Um 5 Uhr Abends den 24. langte diese Brigade auch 
successive in Sommacampagna au ; da die Truppen aber ziem- 
lich erschöpft waren, so liess General-Major Simbschen 
seine Truppen unter dem Schutze von Vorposten in Somma- 
campagna sammeln und rasten. 

Der rechte Flügel der piemontesischen Armee war aus 
der Ebene dieser Bewegung des Generals Simbschen un- 
vermerkt gefolgt, erreichte ihn bei Sommacampagna, grifif ihn 
überraschend mit 4 Colonnen an und zersprengte diese Bri- 
gade, bevor ihr Hilfo gebracht werden konnte. Gleichzeitig 
bemächtigten sich die Piemontesen Custoza's, von wo die 
Brigade Clam bereits auf den Monte vento vorgerückt war. 

In Folge dieses Unfalles musste die Armee eine Front- 
Veräuderung gegen Süd-Osten vornehmen. «• j«h um. 

Die Front der österreichischen Armee, welche, wie er- 
wähnt, schon am 24. mit Theileu den Mincio überschritten 
hatte, sah nun nach Süden und reichte von Valeggio bis 
Sona; als Reserve stand das 3. Corps noch bei Cavalcaselle. 
Nach der für den 25. ausgegebenen Disposition sollte nun auf 



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204 



im. der ganzen Linie angriffsweise gegen den in der Strecke Cu- 
stoza - Sommacainpagna stehenden Gegner vorgegangen werden. 
Die Brigade Gyulay erhielt noch in der Nacht die Weisung, 
über S. Giorgio in Salice gegen Monte Godi und Sommacain- 
pagna vorzurücken, den Feind anzugreifen und von den Höhen 
zu vertreiben. 

Die Brigade Erzherzog Ernst blieb in der Nähe von 
Oliosi postirt, während das 3. Armee-Corps sich bei Castel- 
uuovo, als Reserve aufzustellen hatte. Die Brigade Gyulay 
langte gegen Anbruch der Morgendämmerung in S. Giorgio 
in Salice an und traf hier auf das Regiment Hayn au Nr. 57, 
ein Bataillon Nugent Nr. 30 und die Batterie der Brigade 
Simb sehen; — marschirte dann durch das Dorf bis auf 
eine südlich desselben gelegene Höhe, recognoscirte die feind- 
liche Stellung und liess durch Abtheilungen die Kuppe Ma- 
donna de] Monte und Sona besetzen. 

Um 11 Uhr Vormittags wurde in 3 Colonnen zum An- 
griffe von Sommacampagna, den rechten Flügelstützpunkt des 
Feindes, geschritten; und zwar ging das 11. Jäger- Bataillon 
über Madonna del Monte längs des Höhenzuges gegen Süden 
vor. um den feindlichen rechten Flügel bei Progno anzu- 
greifen. 

Vier Compagnien des Warasdiner St. Georger-Grenz- 
Regiments rückten in der Einsattlung südlich Monte delle Sore 
(wo jetzt die Eisenbahn durchführt, dann über Palazzo vor, 
und sollten ihren Angriff durch jene Thalsenkung vollführen, die 
von Brognolo gerade in südöstlicher Richtung nach Somma- 
campagna zieht 

Die beiden Bataillone des Regiment« Erzherzog Ernst 
formirten geschlossene Bataillons-Colonnen, nahmen die Rich- 
tung über Montesoro nördlich Casazze vorbei, Hessen den Pa- 
lazzo Broguolo links, und sollten sich mit den 4 Grenz-Com- 
pagnien in der Linie Casazze-Brognolo zum vereinigten Front- 
angriff auf Sommacampagna verbinden. 

Zwei Compagnien Warasdiner Grenzer und die 2. Esca- 
dron von Kaiser-Uhlanen bildeten die Reserve. Die Brigade- 
Batterie wurde getheilt, um sie in dem durchschnittenen und 
stark bedeckten Boden leichter bewegen und verwenden zu 
können. 



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205 



Um 12 1 ;, Uhr begann das Gefecht. Die Sonne brannte 
glühend heiss herab, eine tropische Hitze wirkte lähmend auf 
Geist wie Körper; doch der Muth der Truppen und ihre 
Kampflust blieben unerschüttert. 

Die Batterie eröffnete ihr Feuer und richtete ihre Ge- 
schütze auf jene des Feindes, welche zum Theile auf der 
Kuppe südlich Casa S. Piero, theils auf dem steilen Runde nord- 
westlich von Sommacampagna standen, und leiteten auf diese 
Art das Gefecht ein. Da die feindliche Artillerie sehr vor- 
teilhaft aufgestellt war, leistete sie lange Widerstand, und 
demontirte sogar ein Geschütz der angreifenden Batterie. 
Indessen waren die Plänkler des 11. Jäger-Bataillons und die 
4 Compagnien der Grenzer auf der Höhe und in der Schlucht 
vorgerückt, das Regiment Erzherzog Ernst mit seinen Co- 
lonnen einige Hundert Schritte vor dem steileu Rande, wo ein 
Theil der feindlichen Artillerie stand, angelangt, und musste 
hier als Pivot stehen bleiben, um die obenerwähnten Abtbei- 
lungen, d. h. den linkeu, schwenkenden Flügel der Brigade, 
vorkommen zu lassen. Obwohl durch die reiche Baumcultur 
zum Theile verborgen und hinter einer leichten Terrain welle 
einigermassen geschützt, stand doch das Regiment hier im 
Bereiche des feindlichen Kartätschenfeuers ; glücklicherweise 
hatte der Feind seine Geschütze zu hoch gerichtet und 
gingen mehrere Lagen über die Abtheilungen des Regiments 
hinweg, ohne irgend Jemanden zu treffen. Die Kampflust der 
Mannschaft war kaum zu zügeln-, Alles drängte mit Ungeduld 
nach vorwärts, und als endlich der Zeitpunkt kam — das Re- 
giment losbrechen durfte, stürzte es, ohne einen Schuss zu 
thun, unter schallendem „Hurrah" mit gefälltem Bajonete vor; 
im Laufe hinterlegte es den einige Hundert Schritte betragenden 
Raum, der es vom Gegner trennte, erklomm den steilen 
Rand, vertrieb die Geschütze, warf sich stürmend auf die 
herbeieilenden feindlichen Abtheilungen und trieb sie von Ab- 
hang zu Abhang, von Haus zu Haus. — Ungeachtet vieler 
Verluste wurde der Feind in den Ort geworfen. 

Diese erste Anstrenguug in der beinahe unerträglichen 
Hitze des Tages war aber eine so gewaltige gewesen, dass 
Hunderte von Soldaten erschöpft zu Boden sankeu und erbt 
nach einer Pause von einigen Minuteu, angeeifert durch das 
opfervolle Beispiel der Officiere, neuerdings zum Sturme schritten. 



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Unaufhaltsam verfolgt, vom 11. Jäger-Bataillon und den Waras- 
diner-Grenzern in der rechten Flanke und im Rücken gefasst, 
von Position zu Position geworfen, musste sich der Feind 
endlich zur völligen Räumung Sommacampagna's entschließen, 
umsomehr, als auch die aus Verona, in seiner rechten Flanke 
eintreffende Brigade Per in, in das Gefecht eingriff. 

Von Soinmacampagna wendete sich das Regiment nun 
rechts, um die Brigade Liechtenstein, welche gegen la 
Berettara im schweren Kampfe stand, zu unterstützen; auch 
aus dieser Stellung wurde nun der Gegner mit vereinten 
Kräften geworfen und über den Monte Boscone durch das 
Staflalo-Thal verfolgt. 

Nun eilte der Feind gegen Villafranca in wilder Flucht, 
welche das Feuer einer schnell aufgeführten Raketen-Batterie 
noch beschleunigte; viele Karren und Bagagen, wie jene des 
Herzogs von Genua, fielen in die Hände der Sieger. 

Mit gleicheu Anstrengungen hatten alle übrigen Truppen 
der Armee, auf der ganzen Linie Valeggio-Custoza-Somma- 
campagna gefochten; uud wenngleich um 4 Uhr Nachmittags 
moraeutan die Ueberlegenheit des Feindes, sich besonders bei 
Custoza fühlbar machte, selbst der Ausgang der Schlacht 
zweifelhaft zu werden schien, so wurde der Gegner doch nach 
einer kaum '/ 4 stündigen Pause, vom Neuen mit solcher Energie 
angegriffen , dass er aus allen seinen Stellungen um ß Uhr 
Abeuds geworfen war, und der Feldmarschall neuerdings Meister 
des Höhenzuges vou Custoza blieb. 

So war die beinahe doppelt starke piemontesische Armee 
nach hartem 3tägigen Kampfe auf jenen Höhen besiegt worden, 
wo sie bereits unüberwindliche Herrin zu sein glaubte. 

Die Verluste der österreichischen Armee wareu nicht 
Unbedeutend; das Regiment Erzh. Ernst verlor 8 Todte von 
der Mannschaft; verwundet waren 2 Stabsofficiere (Oberst- 
lieutenant Odelga und Major Desimoni nebst 40 Mann.*) 

*) Von der Mannschaft des Regimentes zeichneten sich Viele 
durch besondere Tapferkeit aas: 

Gemeiner Stefan Honrath der 8. Compagnie rettete bei Er- 
stürmung der Höhen von Sommacarapagna dem verwundeten Hauptmann 
Mikulits des !>. Jäger-Bataillons (von der Nachhar-Brignde Liechten- 
stein» das Lehen, indem er einen feindlichen Soldaten in dem Augenblicke 
niederstach, als dieser deu hinsinkenden Ofticier mit dem Bajonet durch- 
bohren wollte. 



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Der Feind zog sich gegen Goito zurück. Sowohl die <>♦» 
gänzliche Erschöpfung der Truppen, die einen zehnstündigen 

Er brachte hierauf den genannten Hauptmann aus dem feindlichen 
Schussbereiche vollends in Sicherheit, und kehrte wieder in das Gefecht 
zurück, wo er dem Feldwebel Paul Billitsits bei Eroberung einer 
Kanone thätig Hilfe leistete. 

Feldwebel Ludwig Hoyn der 3. Compagnie sammelte zerstreute 
Leute verschiedener Abtheilungen, welche wahrend des anstrengenden 
Kampfes in sengender Hitze wegen Erschöpfung zurückgeblieben waren, 
und führte sie in die erste Gefechtslinie vor. 

In seinem Vorrücken stiess er auf ein, vom Feinde stark be- 
setztes Gebäude, griff es an, musste jedoch der überlegenen Verthei- 
digung weichen. 

Trotz des Misslingens des ersten Angriffes, gab er sein Vorhaben 
nicht auf; durch kräftige, eindringliche Worte wusste er den Muth 
seiner Leute zu beleben, welche sich herzhaft seiner weiteren Führung 
anschlössen, und unter seiner einsichtsvollen kühnen Leitung den Feind 
mit stürmender Hand aus dem Hause warfen und mehrere Gefangene 
machten; bei dieser Gelegenheit wurde Feldwebel Hoyn durch einen 
Schuss schwer verwundet. 

Feldwebel Johann Räba der 12. Compagnie war mit einem 
Zuge bei der Brigade-Batterie als Geschützbedeckung commandirt, und 
hatte sich, als die Bedienungsmannschaft bei den Haubitzen bereits 
sehr ermüdet war. nicht nur durch das eifrige Zutragen von Munition 
hervorgethan, sondern griff mit seinem Zuge eine starke feindliche In- 
fanteric-Abtheilung, welche sich der Haubitzen bemächtigen wollte, mit 
Ungestüm an, und rettete so die beiden Geschütze. 

Corporal Carl Köpf der 7. Compagnie, war beim Angriff auf 
das, vom Feinde stark besetzte Rideau und seine Artillerie - Stellung 
bei SommacampaKiia, der Erste voran und auf dem Uideau; eiferte 
mit Worten und Beispiel die Mannschaft an, so dass seine persönliche 
Einwirkung den besten Erfolg erzielte 

Gemeiner Leonhard Käfer der 1. Compagnie trug den ver- 
wundeten Major Bauer des 11. Jäger-Bataillons, trotz heftigen Kugel- 
regens aus dem Gefechte, wusch und verband dessen Wunde, führte 
selben, nachdem bald darauf das Gefecht bei Sommacampagna endete, 
in diesen Ort und als er diesen Stabsofficier in Sicherheit wusste, 
kehrte er wieder zurück und nahm regen Antheil an der Erstürmung 
von Casa Berettara. 

Zahlreiche Namen wären noch zu nennen, wollte man alle jene 
anführen, die sich besonders hervorgethan hatten: Feldwebel Eduard 
Birnstingel der 2. Compagnie, Feldwebel Ludwig Fendt der 9., 
Feldwebel Csossich der 11., Josef Gottmann der 1. Compagnie, 
Corporal Michael Horväth, Gefreiter Mathias Ugrinorits der 
7. Compagnie, Genieiner David Buku ve t z d. 10., Leopold Schmidt 
der 6. und Josef Weis«« der 11. Compagnie. verrichteten jeder her- 
vorragend tapfere Thaten, wie den überhaupt die ganze Mannschaft 
von Kampflust und regem Wetteifer erfüllt war. 



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l>08 



Kampf bestanden hatten, als auch die Dunkelheit der Nacht 
machten eine Vorrückung in die Ebene, und Verfolgung des 
Feindes im grösseren Style unmöglich; doch sendete der Feld- 
marschall dem 1. Armee-Corps nach Valeggio den Befehl, noch 
in der Nacht alle verfügbare Cavallerie und Geschütze gegen 
Quaderni und Sei vie, zur Verfolgung zu entsenden. 

Die Nacht und den Tag nach der Schlacht stand die 
Brigade Gyulay in Sommacampagna. 

Am 26. Früh 7 Uhr rückte das Regiment in der Brigade, 
u. j»n im». Qber die Höhe Belvedere auf die Haide Prabiano, wo sich das 
ganze 2. Armee-Corps sammelte, den Marsch nach Valeggio fort- 
setzen, dort abkocheu, den Mincio überschreiten und gegen 
Volta abmarschiren sollte. 

Das Defilee an der Brücke hielt aber den Marsch des 
Corps derart auf, dass das Regiment erst in der Nacht 
Valeggio passirte, wozu noch der Umstand den Marsch der 
Brigade Gyulay verzögerte, dass sich auf der Strasse nach 
Volta der Artillerie-Park und der Brücken-Train des 1. Armee- 
Corps verfahren hatte, somit nur in einfacher Reihen-Colonne 
marschirt werden konnte. 
r.rferM bei V IU. Mittlerweile war die Avantgarde des 2. Corps in Volta 
Ju " um 4 Uhr Nachmittags des 26. von überlegenen feindlichen 
Kräften angegriffen worden, hatte aber seine Stellung im Orte 
mit Hilfe der Brigade Kerpan behauptet; doch dauerte das 
hartnäckige Gefecht bis tief in die Nacht hinein. Zeitlich 
Früh den 27. begann der Kampf von Neuem : es kam noch 
die Brigade Schwarzenberg zu Hilfe, und je näher die 
Brigade Gyulay gegen Volta gelangte, desto mehr beschleunigte 
sie ihren Schritt, — desto schneller ging ihr Marsch, der 
zuletzt in der Nähe des Gefechtsrayons in ein förmliches unge- 
duldiges Laufen ausartete. Auf einer Höhe nördlich Volta wurde 
in Gefechtsaufstellung übergegangeu. Das 48. Regiment mit 
Hayn au- Infanterie Nr. 57 bildeten Bataillons-Colonnen im 
1., das Grenz- und 11. .läger-Bataillon im 2. Treffen; die 
Cavallerie und Artillerie im 3. Treffen. 

So georduet hielt die Brigade hinter dem linken Flügel 
des 2. Corps, kam aber nicht mehr in das Gefecht, da unge- 
fähr um 10 Uhr die feindlichen Augriffe auf allen Punkten 
zurückgewiesen waren, und der Feind einen fluchtähnlicheu 
Rückzug begann, welcher durch Abtheilungeu von Reuss- 



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209 

Huszaren, Ba vorn - Dragoner und Kaiser - Uhlanen, bis gegen 
Goito verfolgt wurde; nur unter dem Schutze seiner viel stärkeren 
Artillerie konnte sich der Gegner wieder raillireu. 

Einige Zeit nach beendetem Gefechte erschienen im Lager 
die piemontesischen Generale, Bess und Rossi, nebst dem 
Artillerie-Obersten de Lamarmora, um im Namen ihres Königs 
einen Waffenstillstand zu begehren. 

Der Feldtnarschall nahm ihre Vorschläge nicht an, sondern 
Hess andere Bedingungen au den König von Piemont stellen. 

Nachdem man die Antwort hierüber erst am andern 
Tage, den 28. Morgens erwartete, wurden die weiteren Feind- 
seligkeiten einstweilen eingestellt, und alle drei Armee-Corps 
blieben in und um Volta concentrirt, im Lager; das Haupt- 
quartier kam nach Valeggio, das 3. Armee-Oorps hatte 
Peschiera zu beiden Seiten des Mincio einzuschliesseu. 

Den 28., nach dem Abkochen erhielt die Armee weiterenn.r.eb «•« r.*. 

mit il*m i. Anni-r 

Marschbefehl, da die Propositionen des Marschalls vom Könige §XÄ* 
nicht angenommen wurden. «.j-uum«. 

Zur Verfolgung des Feindes setzte sich die Armee in 
der Richtung gegen Cremona in Marsch. 

Das Reserve-Corps marschirte nach Goito, von dort nach 
Rodigo: das 2. Corps folgte demselben bis Cerlungo nach, und 
rückte von dort nach Gazzoldo, um hier zu lagern. Das 1. 
Armee-Corps bewegte sich Anfangs über Cereta, dann aber 
gegen Piubega, wo es bivouakirte. 

Während dieses Marsches konnte mau sich, von dem 
einer Flucht gleichenden Rückzüge der piemontesischen Armee, 
die Ueberzeugung verschaffen, da das ganze vou unseren Truppen 
durchzogene Terrain, mit weggeworfeneu Rüstungen besäet 
war; Tausende von Csako's und Tornistern lagen zerstreut 
umher. 

F. M. L. Barou Hayn au übernahm mit 28. Juli das 
Commando des ö., und F. M. L. Graf Thum, jenes des 4. 
Armee-Corps. 

Das Regiment lagerte am 28. auf einer Wiese, südlich 
von Gazzoldo. 

Am 2'.>. rückte das 
Chiese bis Casalromauo , 

14 



< I. Armee-Corps bei Asola über die w ,i, w v .r. 
i, das 2. über Redondesco, Mosio, **«*• "SÄT 



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210 



»•«• Valli, Acquanegra, Bizzolano nach Canneto, wo beide ihre Vor- 
posten bis au den Oglio poussirten 

Das Regiment bivouakirte rückwärts des Ortes Canneto 
zwischen Weingeländen. Das Reserve-Corps mit dem Haupt- 
quartier blieb in Acquanegra. Das 4. Corps rückte aus Mantua 
bis Marcaria und besetzte mit der Avantgarde - Brigade 
Benedek, den Ort Bozzolo. 
M.r.ri^.m *». i>i. Am 30. rückte die Armee in 2 Colonnen über den Oglio; 

das 1. Armee-Corps übersetzte ihn mittelst einer Kriegsbrücke 
bei Isola Dovarese, und rückte bei Cigognolo auf die Poststrasse 
gegen Gadesco vor, stiess auf die feindliche Arrieregarde, 
nahm ihr eine Kanone sammt 3 Karren ab, und jagte selbe 
bis S. Feiice zurück. 

Das 2. Armee-Corps ging über die Brücke bei Canneto; 
marschirte über S. Lorenzo di Picenardi und sodann über 
Torre d'Angiolini, Pozzo, Baronzio, Isoletto, Vighizzolo, Gazzo 
bis nach Ca di Marozzi, von wo die Brigade Liechtenstein 
bis S. Ambrogio vorgeschoben wurde. 

Das Regiment lagerte mit Baron Hayn au- Infanterie 
Nr. 57 ausserhalb Gazzo, südlich der Strasse. 

Das Reserve-Corps rückte von Canneto bis Cigognolo, 
wo sich auch das Hauptquartier etablirte; das 4. Corps 
bis Solarolo, — die Avantgarde - Brigade Benedek bis 
Vedesetto. 

Am 31. Früh erschien der Corps-Commandant F. M. L. 
d'Aspre im Lager des Regiments, und heftete dem Gemeinen 
Leonhard Käfer, welcher den verwundeten Major Bauer 
des 11. Jäger-Bataillons bei Sommacaropagna aus dem Gefechte 
zurückgetragen hatte, die grosse silberne Tapferkeits-Medaille, 
an seinem eigenen Theresien-Ordens-Bande, vor der in'? Gewehr 
getretenen Fahnenwache, und dem versammelten Officiers- 
Corps, an die Brust; bei welcher Gelegenheit er in einer 
begeisternden Rede das heldenmüthige Benehmen des Regiments 
am 23. und 25. besonders hervorhob. 

Da Nachrichten eingelaufen waren, dass die Stadt Cre- 
mona während der Nacht von den piemontesischen Truppen 
verlassen worden sei, und selbe sich bei Pizzighettone über 
die Adda zurückgezogen hatten, nachdem auch später eine 
Deputation im Hauptquartier zu Cigognolo anlangte, welche 



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211 



die vollkommene Unterwerfung der Stadt anzeigte, so rückten «»« 
die Truppen gegen die Adda wie folgt vor: 

Das 1. Armee -Corps marschirte rechts um die Stadt 
Cremona herum nach Tarfengo ; das Reserve-Corps folgte diesem 
nach, und lagerte, nach Zurücklassung der Brigade Hara- 
d a u e r in Cremona als Besatzung, bei Luignano ; das 2. Corps 
rückte mit klingendem Spiele und fliegenden Fahnen durch 
Cremona nach Ca nuova, wo eine halbe Stunde gerastet, dann 
aber der Marsch über Sesto, Fengo und Grumello nach Za- 
nengo fortgesetzt wurde, wo das ganze Corps auf einer grossen 
Ebene lagerte. Das 4. Corps ging links um die Stadt bis 
Acquanegra, das Armee-Hauptquartier war in Sesta. 

Am 1. August brach die Armee Früh wieder auf, und 
da Pizzighettone noch vom Feinde besetzt war, musste das 1. «■•*•««•. 

° 1. Au (tun IM«. 

und 2. Corps nach Formigara marschiren, woselbst eine Brücke 
über die Adda geschlagen wurde, auf welcher das 1. Armee- 
Corps übersetzte, und nach Camairago rückte, während das 2. 
demselben folgte, aber nur bis Cavacurta marschirte, woselbst 
es im Lager blieb. 

Das Regiment bivouakirte im Orte. 

Das Reserve-Corps lagerte in S. Bassano, das 4. Corps 
rückte bis nach Maleo, musste sich aber den Uebergang über 
die Adda bei Crotta d'Adda erzwingen ; das Armee-Haupt- 
quartier kam nach Formigara zu stehen. 

Feldmarschall Graf Radetzky Hess die Truppen des 
l. und 2. Armee-Corps beim Uebergang über die Adda, der 
unter allgemeinem Jubel vor sich ging, vorbeidefiliren. 

Im Verlaufe dieses Tages erfuhr der Feldmarschall durch 
Kundschafler und Vorposten, dass der Feind sich plötzlich 
von seiner früheren Rückzugslinie, welche gegen Piacenza und 
Pavia zu gehen schien, abgewendet, und mit seinen Haupt- 
kr&ften in der Richtung gegen Lodi, mithin gegen Mailand 
gezogen habe. 

Demgemäss rückte das 1. Armee -Corps von Camairago*»"«* "»«»• 
bis Pompola, wo es ä cheval der Strasse lagerte und die Bri- *• *■«*»•»- 
gade Strassoldo bis Ca de Bolli vorpoussirte. Das 2. Armee- 
Corps marschirte über Casalpusterlengo auf der Hauptstrasse, 
die Richtung gegen Lodi einschlagend, bis Muzza Piacentina. 
Beide Armee-Corps hatten Gefechte mit der feindlichen Arriero- 



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212 



wa garde zu bestehen Das Regiment lagorte in Muzza bei einer 
Muhle auf dem verlasseneu Lagerplatze der Piemontesen, und 
Hess sich das von denselben hinterlasseue, zur Verkeilung 
bereit gestellte Brod, sowie deren Menage, die man in den 
Kochkesseln fertig zubereitet fand, munden. 

Die 3. und 4. Compagnie des Regiments, hatten der 
Sicheruug des Corps - Quartiers wegen , Vorposten rings um 
Muzza aufzustellen. Das 4. Armee - Corps entsendete nach 
Guardamiglia die Brigade Benedek zur Beobachtung des Po- 
Ueberganges, rückte selbst bis Casalpusterlengo vor, und pous- 
sirte nach Orio an den Lambro, in der Richtung gegen Pavia, 
die Brigade Graf Draskovits. 

Das Reserve-Corps lagerte bei Castiglione und Ca Colom- 
bina, das Hauptquartier kam nach Tirauo. 

Noch am Abend hatte die Brigade Fürst Edmund 
Schwarzenberg vom 2. Corps, Lodi besetzt, da der Feind 
sich gegen Mailand zurückgezogen hatte. 

"' """ iJTii * n der FrUÜ dps August rückte das 1. und 2. Armee- 
£££T£i. Cor P s ' da eine Deputation der Stadt Lodi, dem Feldmarschall 
ihre Unterwerfung meldete, durch selbo und seitwärts gegen 
Melegnano; das 1. Corps nahm Stellung bei Tavazzano, das 
2. bei Lodi vecchio, das Reserve - Corps rückte iu Lodi selbst 
ein , wo auch das Hauptquartier des Feldmarschalls verblieb. 

Das 4. Corps schob die Brigade Benedek bis S. Rocco 
zur Beobachtung des Po gegen Piacenza vor; diese Brigade 
hatte dort stehen zu bleiben, während das Corps selbst über 
Corte-Olona nach Pavia vorrückte, diese Stadt, welche gleich- 
falls eine Erg^beuheits-Deputatiou entgegen gesendet hatte, be- 
setzte, und am Gravellone Vorposten aufstellte. 

In Lodi vecchio lagerte das Regiment mit noch anderen 
Truppen des Corps, auf einer grossen Wiese, ausserhalb des 
Ortes, wo es Nachmittag von einem furchtbaren Hagelwetter 
überrascht wurde; die Schlössen wareu so gross, dass viele 
Menschen uud Pferde verwundet wurden, und sich Alles auf 
die Dauer dieses Unwetters in Häuser, Scheunen und Remisen 
flüchten musste, um momentanen Schutz zu finden. 
ttwiMume mm Am 4. rückte die Armee von Lodi gegen Mailand; u. z. 
vor . i« »i..u. ja S |. Armee-Corps von lava/.zano ül>er Melegnano auf der 
grossen Poststrasse in die Hohe von Trivulzo, das 2. Corps, 



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213 



von Lodi vecchio über Salerano, wo es den Lambro passirte 
über Cerro, Riozzo gegen Vigentino und Nosedo. 

Beide Armee-Corps hatten die Weisung ihre Vorposten 
bis ungefähr eine viertel Miglie Entfernung von den Wällen 
Mailands vorzusendeu. Das Reserve-Corps rückte nach S. Donato. 

Bei Ca Verdi entspann siel» ein Gefecht mit den piemonte- 
sischen Truppen, welche eine Stellung vor Mailaud genommen 
hatten. Das l. Corps hielt den Feind hier so lange in der Front 
fest, bis die rechte Flügel-Brigade, unter dem Commando des 
GM. Grafen Clam, dem Feinde links, so wie das parallel mit 
dem 1. marschirende 2. Corps, demselben rechts in die Flanke 
manövrirte. 

Als das 2. Corps bei Chiaravalle angelangt war. erliess 
F. M. L. d'Aspre folgende Disposition zum Angriffe auf die 
Stellung vor Mailand: „Die Brigade Liechtenstein hat 
Stellung zwischen Nosedo und Vajauo zu nehmen, während 
die Brigade Schwarzenberg sich Vigentino's zu bemächtigen 
angewiesen wird." Die beiden anderen Brigaden sollten in 
Chiaravalle in Reserve aufgestellt bleiben. Doch wurde das 
Regiment Erzb. Ernst und die Brigade-Batterie bald darauf 
in Thätigkeit gesetzt. Das 1. Bataillon des Regiments mit 
den Geschützen wurde der Brigade Liechtenstein, das 
2. Bataillon dagegen der Brigade Fürst Edmund Schwarzen- 
berg als Unterstützung zugewiesen. 

Vor Nosedo, Vajano und Vigentino hatte der Feind ver- 
schieden e Casinen besetzt, wurde aber aus allen diesen Höfen, 
sowie auch aus den genannten Ortschaften selbst durch Ba- 
jonnetangriffe vertrieben, und nach Mailand geworfen. 

Das 1. Bataillon des Regiments, befehligt vom Haupt- 
mann Gustav Baron Wetzlar, welcher sich schon bei Sona 
und Sommacampagna durch thatkräftiges energievolles Be- 
nehmen auszeichnete, wurde während dieses Gefechtes mit 
einem Bataillou Oguliner Grenzer vereint, von Nosedo aus, 
durch den Hauptmann Kuhn des Generalstabes zur Unter- 
stützung der bei Casa Gambaloita nahe an der Porta Romana 
stehenden Brigade Strassoldo dahin vorgeführt, wo es an 
der Seite des 10. Jäger-Bataillons sofort in den Kampf trat 
und im Vereine mit diesem und dem Oguliner-Bataillon den 
Feind bis au die Porta Romana zurückdrängte. Bei dieser 



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214 



•»«• Gelegenheit hat sich die 3. Compagnie des Regimentes unter 
Commando des Lieutenant Töke"ssy, durch besondere Kühu- 
heit ausgezeichnet 

Auf der Poststrasse bei Ca Bianca und Toppa hatte sich 
eine feindliche Batterie etablirt, die dem eigenen 1. und dem 10. 
Jäger-Bataillon, welch' letzteres sich verschossen hatte, grosse 
Verluste verursachte; Lieutenant Tökessy stürmte nun mit 
seiner Compagnie, trotz kräftiger Vertheidigung Ca Bianca 
und Toppa. besetzte diese beiden Häuser und vertrieb von 
hier aus durch wohlgezieltes Feuer die feindliche Batterie, 
welche sich eiligst gegen Porta Romana zurückzog. Die Com- 
pagnie hatte hiebei 3 Todte und 5 Verwundete. Das 1. Ba- 
taillon behauptete sich nun in den eroberten Casinen. 

Das 2. Bataillon, der Brigade Schwarzenberg zu- 
getheilt, rückte bis Vigentino vor, hatte den Auftrag, mit 
2 Geschützen zur Sicherung der äusserten linken Flanke, sich 
des Dorfes Morivione zu bemächtigen und sich dort zu be- 
haupten. Der Feind war bald aus diesem Orte vertrieben, und 
gegen Porta Ticinese verjagt; hierauf wurden mehrere vor- 
teilhaft liegende Häusergruppen besetzt und wiederholte An- 
griffe des Feindes kräftigst zurückgewiesen. Das Bataillon er- 
hielt später eine Unterstützung von drei Compagnien Kaiser- 
Infanterie Nr. 1. 

In der Nacht vom 4. auf den 5. August kamen die bei- 
« a '»...na«, den piemontesischen Generale Rossi und Lazzari in das 
Hauptquartier des Feldmarscballs mit dem Antrage von Seite 
des Königs von Sardinien: die Stadt Mailand und das lom- 
bardische Gebiet mittelst Convention zu räumen. Als man 
über die Bedingungen nicht ganz einig werden konnte, wurde 
die Bitte um Bewilligung der Convention den 5. gegen 5 Uhr 
Nachmittags von einer Deputation der Stadt Mailand er- 
neuert und hierauf dieselbe geschlossen, gemäss welcher die 
österreichische Armee am 6. um 12 Uhr Mittags in Mailand 
einziehen sollte, die piemontesischen Truppen aber an diesem 
Tage früh Morgens die Stadt zu verlassen und in 2 Märschen, 
mithin bis 7. Abends den Ticino zu überschreiten und das 
lombardische Gebiet zu räumen hatten. 

u««t *^ **•*•• Noch am 5. Nachmittags sammelte sieb das Regiment 
c . iiüx». un( i lagerte bei Ca Bianca und Palestrina. 



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215 



Auf die dringende Bitte des Podestä von Mailand, zur w«. 
Vermeidung der Plünderung der Stadt durch den Pöbel, selbe 
mit der Armee noch vor Mittag zu besetzen; nachdem 
alle Barrikaden in der Stadt durch die Bevölkerung weg- 
geräumt und das an manchen Stellen aufgerissene Pflaster 
wieder zur Passage hergestellt worden war, geschah mitbin der 
Einmarsch schon am 6. August um 10 Uhr Früh. 

An der Spitze des 2. Corps, dessen Avantgarde zu bilden 
die Brigade Gyulay die Ehre hatte, hielt der Feldmarsehall 
seinen Einzug in Mailand. Ruhe und Ordnung wurden in der Stadt 
hergestellt und die Sorge fflr selbe dem für Mailand ernannten Gou- 
verneur Feldmarschall-Lieutenant Fürst Felix Schwarzen- 
berg übertragen. Die Brigade Gyulay besetzt« das Castell 
von Mailand, wo das Regiment im ersten Hofraume bivoua- 
kirte, während alle übrigen Truppen des Corps auf der Espla- 
uade des Castells lagerten. 

Grenzenlose Freude und Jubel erfüllte alle Truppen, da 
nun, nach kaum litägigen Kämpfen und Märschen das Gebiet 
der Monarchie von den Ufern der Etsch bis zu jenen des Ticino 
vom Gegner befreit war. 

Am 7. August erliess der Feldmarschall folgenden Armee- Armeebefehl, 
befehl : 

„Als ich Euch meine Ueberzeugung aussprach, dass 
an Euerer Treue und Tapferkeit die Versuche einer auf- 
rührerischen Fraction wie Glas am Felsen brechen 
werden, stand mein Vertrauen auf Euch unerschütter- 
lich fest. Ihr habt es glänzend gerechtfertigt, Ihr seid von 
Sieg zu Sieg geschritten; in dem kurzen Zeiträume von 
14 Tagen seid Ihr als Sieger triumphirend von der Etsch 
bis zum Ticino vorgedrungen. Von den Wällen Mailands 
weht wieder das kaiserliche Panier, kein Feind steht 
mehr auf lombardischem Boden. - Ihr habt einen Völker- 
und Fürstenbund gelöst, der, die Heiligkeit der Tractate 
und alten Rechte vergessend, uns unsere Grenzen jen- 
seits der Alpen nehmen wollte/' 

„Soldaten! Im Namen des Kaisers und des Vater- 
landes danke ich Euch, — Ihr habt Euch um den Thron 
und das Vaterland vordient gemacht, Euere Siege werden 
dem Vaterlande wieder Frieden bringen; sollte aber 



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216 



der Feind in seiner Verblendung uns noch einmal anzu- 
greifen wagen, so werden ihn Euere Siege lehren, was 
Oesterreichs siegreiches Heer vermag, welches, anhäng- 
lich seinem Kaiser und Vaterlande, dem Tode freudig 
in's Auge sieht, wenn man sein Höchstes und Heiligstes 
bedroht 44 

R a d e t z k y. 

Von Seite des Königs von Piemont wurde dem Feld- 
*p?.'"ur«^h! ,, marschall ein dreitägiger Waffenstillstand augetrageu, jedoch 
nur gegen die unbedingte gegenseitige Auswechslung der bei- 
derseitig während des Feldzuges gemachten Gefangenen; er 
wurde vom Feldmarschall angenommen. 

Am 9. August entsendete König Carl Albert seinen 
Chef des Generalstabes nach Mailand in das österreichische 
Hauptquartier, um daselbst zum Behufe von Friedens-Unter- 
haudluugen einen 6wöcbentlichen Waffenstillstand zu erlangen, 
welcher auch an diesem Tage zum Abschlüsse kam. Der Ticino, 
als die Grenze beider Staaten, wurde als Demarcationslinie ge- 
wählt Die im Besitze der Piemontesen befindlichen Festungen, 
dann die Herzogthümer Modena, Parma, Piaeenza mussten 
geräumt werden ; endlich sowohl die Landtruppen als die Flo- 
tille des Königs von Sardiuien, die Stadt, die Forts uud Häfen 
von Venedig verlassen und iu die sardinischen Staaten zurück- 
kehren. In Folge dieser Convention wurde Peschiera am 10. vom 
3. Corps übernommen, und auch alle alliirteu Truppen der 
piemontesischen Armee aus den gebirgigen Landeatheilen des 
Brescianischen und Bergainaskisehen, welche sie noch besetzt 
hielten, in die Schweiz und Piemont zurückzogen. 

"'■«mK!**" Zur Entwaffnung der insurgirton Bezirke von Brescia und 

». A-gu.« im* Bergamo wurde das 2. Corps bestimmt, und erhielt die Brigade 
Gyulay am 13. Marschbefehl. Das Regiment fuhr Nach- 
mittags mittelst Eisenbahn bis Treviglio, wo sich die Brigade 
und das Corps sammelte. 

Den 14. lagerte das Regiment in Antignate, den 15. 
ausserhalb Coccaglio uud am 16. rückte es gegen Brescia vor. 

In Ospitaletto vereinigte sich das ganze 2. Corps, daiiu 
wurde der Marsch nach zweistündiger Rast fortgesetzt. 



Wnff.n.Ull.undii 
Abichluai 



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217 

Eine Deputation mit den Schlüsseln der Stadt, traf beim 
Corps-Comniandauteu erst beim Anlangen der Truppen vor 
Breseia ein. Hierauf inarschirten zwei Brigaden um Brescia 
herum und besetzten die Porta S. Giovanni, Porta Pille, Porta 
S. Nazzaro und S. Alessandro; eine Brigade blieb am Campo 
Marzo ; das Regiment Erzherzog Ernst allein musste als 
Probirstein für die Gesinnung der Brescianer die ganze Länge 
der Stadt, von der Porta S. Giovanni bis Porta Torrelunga 
durchziehen, und mit dem 2. Bataillon dieses Thor, mit dem 
1. das Castel besetzen; der Rest der Brigade Graf Gyulay 
das 11. Jäger-Bataillon, die St. Georger-Grenzer und Haynau- 
Infauterie wurden in die Kasernen verlegt. Die Batterie- uud 
Cavallerie - Abtheilung der Brigade Gyulay bivouakirte in 
den Giardini publici. 

In Brescia blieb das Corps bis zum 18. stehen; am 19. 
wurde gegen Bergamo marscliirt. in Palazzuolo bivouakirt, A "*"• , ,MR 
und am 20. der Einzug in Bergamo gehalten, wo das Regi- 
ment in das Schulgebäude zu liegen kam. Haynau-Infan- 
terie Nr. 57 war allein als Besatzung in Brescia zurück- 
geblieben. 

Da die Truppen Garibaldis aus dem Canton Ticino und ^.Är^." 
aus Piemont Einfalle in die Lombardie machten, sich in Arona St. AogiiMt tili 
am La<ro maginor« mehrerer Barken und der beiden Dampt- y» 1 *"'" 1 * 

" o"> r durch da» Uc»rt 

schiffe bemächtigten, gegen den Willen der piemontesischen 
Regierung eine Landung in Luino auf österreichischem Gebiete 
bewerkstelligten, endlich die ganze Gegend um Varese neuer- 
dings aufzuwiegeln begannen, so erhielt das 2. Armee-Corps 
den Befehl, Truppen gegen Garibaldi zu senden und die wich- 
tigsten Punkte zu besetzen, um jeden Aufstandsversuch zu 
parallisireu. Die hiezu bestimmten Truppen des Corps brachen 
zu verschiedenen Stunden des Tages am 21. auf, und verfolgten 
die. Richtung gegen Lecco. 

Das Regiment Erzherzog Ernst marschirte von Bergamo 
um 2 1 /, Uhr Nachmittags ab, und rückte über Ponte 8. Pietro, 
Pontila, Cisanno. Vercurago und Chiuso gegen Lecco, wo es 
um die Mitteruachtsstunde anlangte, und in den Gassen der 
Stadt lagerte. Tags darauf wurde das Regiment auf bereit 
gehaltenen Dampfschiffen eiubarkirt, und fuhr bis Como, 
wo es um iVj t Uhr Mittags landete, und die Kasernen 



am 

1 



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bezog, indessen die 1. Division des Regiments im Vereine mit 
dem 11. Jager-Bataillon bei Rebbio Vorposten ausstellte. 

Am 23. wurde nach Varese marschirt, bivouakirt und 
von der 2. Division des Regiments Vorposten bezogen ; den 
24. aber nach Sesto Calende abgerückt, der Ort besetzt, und 
ringsum gesichert; nach ltägiger Rast wurde am 26. ein all- 
gemeiner Streifzug gegen Garibaldi unternommen , der bis 
jetzt allen Truppen des 2. Corps auszuweichen gewusst 
hatte. Die verschiedenen Abtheilungen des Corps hatten in 
mehreren Colonnen, auf verschiedenen Strassen zu recognosciren ; 
so war das Regiment angewiesen, die Gegend von Vergiate 
Mornago, Ternate und S. Maria, — das 11. Jäger-Bataillon 
aber die Linie über Angera nach Ispra — zu durchstreifen. 
Endlich, in Morrazone stiess das Regiment Kinsky Nr. 47 
auf die Garibaldianer, und schlug sie nach heftiger Gegen- 
wehr in die Flucht; gegen Abend sammelte sich die Brigade 
Gyulay wieder in Sesto Calende. 

Nachdem sich die Garibaldischen Truppen thcils gegen 
H« P i e mb.r ««« Luino zurückzogen, und nach und nach aufgelöst hatten, theils 
auf Schweizerboden flüchteten, so waren hiemit alle Feind- 
seligkeiten beendet. 

Das 2. Corps erhielt seine Bestimmung nach Mailand; 
die Brigade Gyulay trat den Marsch am 7. September an, 
und wurde den 9. in Mailand, wo der Feldmarschall Graf 
Radetzky die Brigade beim Einmärsche vor sich defiliren 
liess, in der Kaserne bei Porta Ticinese untergebracht. 
F.idmr..* *« {Jm die mittlerweile von Seiner Majestät verliehenen 
i... £pumLViMB Auszeichnungen und Decorationen den Betheiligten auf würdige 

Von 1 ■■■> TA Ii "-Hfl . 1 1 

nd erhebende Weise zu übergeben, faud am 10. September 
auf dem Cainpo Marzo eine grosse Kirchenparade statt, wozu 
die Truppen des 1., 2. und Reserve-Corps in voller Parade 
ausrückten. 

Nach der Messe wurden alle mit Decorationen zu be- 
theilenden Individuen vor die Front berufen und Jedem, 
durch den Feldmarschall eigenhändig das Ehrenzeichen au die 
Brust geheftet*). 



*) Vom Regimente Erzherzog Ernst Nr. 48: 
Corporal Michael Szuppi der 3. Coropagnie, welcher schon 
im Lager von Castelnuovo mit der goldenen Medaille betheilt worden 



219 



Oeffeutlich belobt wurden: 

Hauptmann A ndreas Kardos s, Georg und Dominik 
von Rukavina, Gustav Baron Wetzlar, Oberlieutenant 
Franz Mayersberg recte Pajer, ünterlieutenant J o h an n 
Artuer, Franz Grobois, Julius Obhlidal, Josef 
Artner, Jakob Dudevszky und Johann Tökössy. 

Nach erfolgter VertheiluDg der Decorationeu, wurde vor 
dem Feldmarschall Grafen Radetz ky detilirt uud das Re- 
giment bei dieser Gelegenheit durch seineu Inhaber, Sr. kais. 
Hoheit G. M. Erzh. Erust vorgeführt. 

Am 15. wurde eine neue Ordre de bataille bekannt ^^pu«"^"" 
gemacht, in Folge deren das Regiment in das 4. A rmee-Corps'» "«i»"»«»« 
des F. M. L. Graf Thum, Division F. M. L. Baron Rath, 
Brigade G. M. Graf Wengersky eingereiht wurde und die 
Bestimmung nach Piacenza erhielt. 

Das Regiment marschirte sonach am 1(3. nach Melegnano. 
am 17. nach Lodi, am 1H. nach Casalpusterlengo und den 19 
nach Piacenza, wo es in 5 Kasernen untergebracht wurde. 

Mit dem Regimente lagen noch ein Bataillon Sluin er- 
Grenzer, ein Bataillon des Warasdiiier-Krouzer-Grenz-Regimentes. 



war, erhielt da« russische Georgs-Ordens-Kreuz 5. Classe nebst 
10 fl. als Geschenk. 

Mit silbernen Tapferkeits-Medaillen 1. Classe wurden betheilt: 
Cadetfeldwebel E'luard Birnstingel der 2., Feldwebel Ludwig 
Fendt der 9., Corporal Quafehlwcbel J o h a n n Rä ha der 12., Corporal 
Johann Plander, Andreas Nothnagel, der 10, Gefreiter 
Mathias Ugrinovits der 7., Gemeiner David Buckovetzder 10., 
Leopold Schmidt der 5., Johann Weiss der 11. Compagnie. 

Mit der silbernen Tapferkeits-Medaille 2. Classe, welche Seine 
Majestät der Kaiser, statt den in der Armee üblich gewesenen Geld- 
Belohnungen neu einzuführen angeordnet hatte, wurde Feldwebel 
Josef Gottmann der 1., Ludwig Hoyn der 3., Paul Billisits 
der 8., Boso Csositz der 11 , Corporal Ladislaus Varga der 12., 
Johann Forro der 9., Peter Simon der 12, Georg Albert der 
11., Carl Köpf der 7, Gefreiter Michael Leser der 12, Stefan 
B o r b ä 8 der 12., Tambour Josef Derdäk der 1 2., Gemeiner Herr- 
mann Lemberger, Stefan Koväts der 2., Josef Pinter 
der 5, And reas Hofer, S te t an H u s z ti der !>., Alexander 
Koväts. Stefan Nemethderl., Ladislaus Görbitz der 
12 1 Anton Wutzclhofer der 10., Moriz Sommer, Anton 
Fautom der 7. uud Michael Csapö der 10. Compagnie betheilt. 



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220 



dann eine Division Erzh. K ar 1 - Ulilanen daselbst in Garnison 
und unterhielten abwechselnd die Vorposten bei S. Antonio, 
gegenüber der piemontesischen Aufstellung an der Trebbia. 

Auf der grossen Po-Insel zwischen dem Po und der 
Stadt, dann auf der Nordseite von Piacenza wurden Feldver- 
schanzungen aufgeworfen, und an der Südseite die Inundation 
durch den Riffiuto-Bach eingeleitet. 

In diesen Garnison«- Verhältnissen blieb das Regiment 
bis nach der Schlacht von Novara. 

Krturai... m d.r Wir müssen unsere Blicke nun auch den übrigen Ab- 
theilungen des Regiments zuwenden. 

Die Grenadier -Division des Regimeutes, im Bataillon 
Auernhammer, mit jener des 19. Infanterie-Regimentes 
Schwarzenberg und des 60. Infautcrie-Regimentes Wasa 
vereint, war noch in Wien in Garnison, als das Regiment 
im Jahre 1847 nach Italien abmarschirte. 

Während der März-Tage des Jahres 1848, wurde dieses 
Bataillon Zeuge der traurigen Vorgänge in der Residenz und 
jubelte voll Freude, als es im August 1848 als Verstärkung 
zur Armee nach Italien abgehen durfte; das Bataillon nahm 
seiuen Weg von Mürzzuschlag nach Laibach mittelst Eisenbahn, 
dann über Verona per Fussmarsch nach Mailand, wo es nach 
Abschluss des Waffenstillstandes eintraf und zur Garnison ein- 
geteilt wurde. 

Brei««!... bei™ ». Das 3. Bataillon des Regiments stand zur Zeit, als das 
Regiment nach Italien aufbrach, unter dem Interims-Commando 
des Hauptmanns von Annaker, in Stuhlweissenburg in Gar- 
nison, in der Division des F. M. L. Baron Boyneburg; 
musste aber, zur Dämpfung der Excesse, welche das Landvolk 
gegen verschiedene Judengemeinden beging, zu Ende des 
Monates April, u. z. mit der 13, 14. und 15. Compagnie in 
das Zalaer-Comitat nach Zala-Egerszeg, mit der 16., 17. 
und 18. Compagnie, unter den Befehlen des Hauptmauns- 
Bataillons-Commandanten von An na kor, in das Eisenburger 
Comitat nach Steinamanger abgehen, wo diese Abtheilungen 
bis 6. Mai 1848 verblieben. Au diesem Tage marschirten die 
3 letztgenannten Compagnien über Vep und Särvär nach 
Jänoshäza, standen bis zum 11. Mai dort in Garnison, mussten 



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221 



aber schon am 12. nach Veszprim abmarschiren. Am 29. Mai 
trafen diese Compagnien bei Fürstenfeld an der steirischen 
Grenze ein, wurden von dort wieder nach Csakathuru beordert, 
wo sie sich mit dem nahten Flügel des Bataillons, welcher 
bereits dort eingetroffen war, vereinigten, und an der Drau 
vis-a-vis der k. k. Grenztruppen die Vorposten zu beziehen 
hatten. 

Dieser Umstand allein schon gibt ein beredtes Zeugniss 
von der eigentümlichen Lage, in welche die k. k. Truppen 
in Ungarn gerathen waren. 

Diese letzteren Anordnungen gingen vom Regierungs- 
Commissär Csänyi aus. Es ist bekannt, dass die Magyaren 
schon am 22. März 1S48 ein eigenes Ministerium erhielten, und 
dass sämmtliche in Ungarn dislocirteu Truppen den Befehlen 
des ungarischen Kriegsministeriums untergeordnet wurden; 
daher alle Anordnungen, Beförderungen etc., welche dieses 
Ministerium beim 3. Bataillon vornahm, ihre volle Giltigkeit 
hatten, sohin auch beim Regimente alle derlei Veränderungen 
für dieses Bataillon, bis inclusive 4. October in den bezüglichen 
Standesbefehlen durchgeführt wurden. 

Es ist weiters bekannt, dass die magyarische und kroatische 
Partei, wegen Entscheidung des Streites in Ungarn, der sich 
um die Berechtigung der Nationalitäten drehte, an den 
Allerhöchsten Hof in Innsbruck appellirten, und dass dem 
Drange der Umstände gemäss die ungarische Partei den Sieg 
davontrug, in Folge dessen Kossuth am 11. Juli vom Land- 
tage 100.000 Manu und 42 Millionen Gulden forderte, um 
Oesterreich in seinem Kampfe mit Italien zu unterstützen, 
welche Forderungen auch vom ungarischen Reichstage bewilligt 
wurden. 

Der ungarisch-croatischen Conferenz in Innsbruck, war 
eiuo zweite in Wien gefolgt, die sich aber wegen den gestellten 
Forderungen der Croaten zerschlug. 

In eine Auflösung des ungarischen Ministeriums und 
Herstellung der alten Verhältnisse Croatieus zur Monarchie, 
wollte Graf Batthyäni als ungarischer Ministerpräsident 
nicht willigen, und wurden sonach die Unterlundlnngen abge- 
brochen. Hiermit waren die Würfel gefallen. 



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222 



PiBwifji— i der Der Bau us entschloss sich, uachdeiu der friedliche Aus- 

Urtnr r nippen 

''"^iu.™"?"' gleich gescheitert war, gegen die Hegemonie-Bestrebuugeu der 
w ""u™u' n Jrr Ungarn aufzutreten, und für die Erhaltung der bestehenden 
Verhältnisse uud die Wünsche Croatiens, das die ungarische 
Oberherrschaft perhorrescirte, das Schwert zu ziehen. 

Ein gewagtes Unternehmen, mit den schwachen, ihm zu 
Gebote stehenden Mitteln. 

Der Schritt war um so mehr gewagt, als der Banus durch 
sein Benehmen sich in thatsächlichen Widerspruch mit allen, 
allerdings dem Innsbrucker Hofe abgedrungenen Concessionen 
an Ungarn, setzte. 

Der Banus kannte aber seine Grenzer und sie ihn; 
durch sein leutseliges Benehmen hatte er sich die Herzen der 
Grenzbevölkerung schon früher gewonnen und als er mit be- 
redten Worten, den Aufruf zu den W r affen mit dem Motto: 
„Für den angestammten Herrn und Kaiser" — in der Grenze 
ertönen Hess, erhob sich das ganze kaiserliche Grenzland. 
Bald standen 50.000 Grenzer mit 40 Geschützen und 1000 
Pferden an der Drau unter den Waffen. 

Dieses Heer theilte der Banus nun in 3 Armee-Divi- 
sionen und G Brigaden ein. 

Den 11. September hatte er zum Drau-Uebergauge be- 
stimmt. 

vorp«,.i™.,f. Das 3. Bataillon des Regiments, dessen Commando mittler- 

.(• llunK de» 3. ° 

urV,"'"^'! *u d d'r we il t ' Major von Begg übernommen hatte, unterhielt wie 
>eroits erwähnt, auf der ungarischen Seite die Vorposten längs 
dem Drau-Flusse, von der steierischen Grenze an. 

Dies- und jenseits der Drau sah man also Soldaten in 
des Kaisers Bock, und mit des Kaisers Fahnen sich feindlich 
gegenüber stehen. Unselige und schwere Zeit für jeden Patrioten 
und Ehrenmann ! 

Die Officiere des Bataillons konnten kaum dem Gedanken 
Raum geben, dass der Banus von Croatien, der erst kürzlich 
durch ein kaiserliches Manifest aller seiner Würden entsetzt 
und zur Rechenschaft gezogen worden war, es wagen würde, 
mit den Waffen in der Hand, den ungarischen Boden zu be- 
treten. Es war hier schwer zu unterscheiden, auf welcher Seite 
sich das Recht befinde, weil die Officiere mit den Vorgängeu 



Urem Truppen. 



in Wien und Post um so weniger bekannt waren, als ihnen 
der ungarische Hegierungs - Commissär C s ä n y i natürlicher 
Weise nur solche Nachrichten zukommen Hess, die zum Vor- 
theile für das Benehmen der Magyaren sprachen; der Zweifel 
erhielt dadurch noch weitere Nahrung , dass viele Erlässe, 
Befehle, Aufrufe etc. von Seiner kaiserlichen Hoheit, dem 
Erzh. Stefan, Reichspalatin von Ungarn, gefertigt waren. In 
solcher Ungewissheit und Ratlosigkeit standen die Vorposten 
des 3. Bataillons an der Ürau, in banger Erwartung der 
Dinge, welche die nächste Zukunft bringen würde. 

Am 12. passirte von der Armee des Banns blos die 
Avantgarde, und die Division Kempen die Drau über die 
feste Brücke bei Warasdin und rückte bis Nedelicz und Strigau. 

Die Vorposten des 3. Bataillons Erzh. Ernst mussten Mek*»d n a. 

* B«UHImn, iini< 

sich hinter die Mur ziehen. tuÄ" 

Den 13. ging auch die Truppen - Division Schmidt 
über die Drau und lagerte bei St. Helena, während die Avant- 
garde des Banus bis Mura-Szerdahely vorgeschoben wurde. 
Die Division Kempen übersetzte an diesem Tage schon die 
Mur bei Räcz-Kanizsa mittelst Plätten, und besetzte Lendva. 

Das 3. Bataillon des Regiments zog sich noch am 12. 
bis Letenye zurück. 

Den 13. rückte die Division Hartlieb von Warasdin 
nach Csakathurn. die Division Schmidt von St. Helena nach 
Hodosän und am selben Nachmittage noch nach Letenye. 

Das 3. Bataillon kam daher nach Gross-Kanizsa zu stehen. 

Mittlerweile wurde die Proklamation des Banus, die 
er an die Ungarn richtete, in Gr. Kanizsa bekannt, und es 
wurde Major von Begg, von Seite des Brigadiers General von 
Teleky in das Lager des Banus abgesendet, um mit selbem 
Rücksprache zu pflegen, und allenfalls Marschpläne für die 
Truppen der Brigade des genannten Generals, u. z. das 
3. Bataillon des Regiments, zwei Bataillone Was a-Infanterie, 
eine tipfündige Fussbatterie und eine Division Nikolaus- 
Huszaren, für den freien Abzug nach Steiermark, zu erhalten. 
Diese Marschpläne konnten nicht ertheilt werden und musste 
die Brigade Teleky (mit ihr das 3. Bataillon des Regiments) 
noch ferner in ihrer zweideutigen Lage ausharren. hmi ttm & 

Das 3. Bataillon des Regiments wurde nun nach Stuhl- 8^^««*^, 
weisseuburg und von da nach Märton-Väsär verlegt, wo es ,nd,lri ' * n ,,le 



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224 



"M* bis zum 10. October im Lager verblieb, und nachdem General- 
major Graf Teleky das Commando der Brigade niederlegte, 
in die Brigade Horvath eingotheilt wurde. Mit dieser trat 
es dann in jenes ungarische Corps, dass ungefähr aus 20.000 
Mann bestehend, unter F. M L. Moga's Befehl an die Leitha, 
dem Banus nachmarschirte. 

Das 3. Bataillon wurde absichtlich, da man sich der 
Sympathie desselben noch immer nicht versichert wusste, weil 
es die kaiserlichen Abzeichen, namentlich seine Fahne, nicht 
ablegen wollte, mit durchaus neu errichteten National-Truppen 
umgeben, und das Benehmen des Bataillons strengstens über- 
wacht. Jene Truppen bestanden ans den Honved-Bataillons 
Nr. 1, Nr. 7, dem 2. Pester- und dem 9. Neograder-Bataillon ; 
ferner aus 2 gleichfalls terrorisirten Divisionen von Preusseu- 
Infanterie Nr. 34, dann 2 Escadronen H u nyad y -Huszareu 
und einer HonveVl-Batterie. 

In Marton-Vasar brachten die bereits in Keszthely um 
ihre Quittirung eingeschrittenen Officiere des Bataillons ihr 
Gesuch erneuert vor, allein man antwortete denselben, dass 
in Kriegszeiten Niemandem zu quittiren gestattet sei. und dass 
Jeder, welcher einen Fluchtversuch machen würde, mit dem 
Strange hingerichtet werden wird. 

Das Bataillons -Commando überging an den Hauptmann 
von Simon, der von der ungarischen Regierung zum Major 
befördert wurde. 

Treffe« Unter solchen Umständen musste das 3. Bataillon am 

St-tiwecbat. 

3o. och« tu». 30. October au dem Treffen bei Scbwechat, welches mit dem 
Rückzüge der Ungarn nach Parndorf endete, Antheil 
nehmen. 

Feldmarschall Fürst W indisch grätz erliess einen 
Aufruf an den Feldmarschall - Lieutenant Moga, sowie an 
sämmtliche in Ungarn befindliche k. k. Generale, Stabs- und 
Ober-Officiere, worin er sie befehligte, sich uuverweilt, sammt 
ihren unterstehenden Truppen , unter sein Commando KU 
stellen. 

Dieser Aufruf wurde am 12. November erneuert, und die 
Frist zu freiwilliger Rückkehr, bis znm 26. November aus- 
gedehnt. Nach dem Verstreichen dieses Termines sollte Jeder 
als Verräther und Rebell angeschen, und nach dt-r Strenge 
der Kriegsgesetze behandelt werden. Der Aufruf hatte nicht 



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225 



die gehoffte Wirkung; eben so weuig die von Seiner Majestät "** 
dem Kaiser, aus Olmütz erlassenen Proclamationen, da die 
Häupter der ungarischen Revolution, namentlich aber Kossuth, 
welcher sich zu jener Zeit gerade bei der oberen Donauarmee 
in Pressburg befand, Alles aufboten, um die Truppen durch 
uurichtige Darstellung der Verhältnisse, durch trügerische 
Lehren und Schlüsse in dem Wahne zu bestärken, dass sie 
sich auf gesetzlichem Boden befänden, und zur Vertheidiguug 
der bedrohten ungarischen Constitution, bei Eid, Ehre und 
Pflicht verbunden seien. Wo diese Sophismen keinen Anklang 
fanden, wurde durch Terrorismus, Aussicht auf Beförderung 
oder durch Gold, u. dgl. Vorführungs-Mittel eingewirkt. 

Als mittlerweile die vom Feldmarschall Fürsten W in- 
disch grätz an das reguläre Militär erlassene Aufforderung, 
sich an ihn anzuschliessen, dem Offieiers-Corps des 3. Batail- 
lons bekannt wurde, quittirtcn Hauptmann Vajda, Oberlieu- 
tenant Konrad von Mederer und Lieutenant Popovich 
sofort erneuert ihre Chargen, indessen Major vou Begg um 
seine Peusiouirung bat; die ungarische Regierung internirte 
hierauf diese Officiere in Oedenburg, wesshalb dieselben auch 
dem vorerwähnten Treffen bei Schwechat nicht mehr beiwohn- 
ten. Nachdem ein ehrenhafter Austritt jenen Officieren, welche 
gegen Ehre, Pflicht und Ueberzeugung unter den Fahnen der 
Tnsurrection nicht dienen wollten, unter keiner Form gestattet 
wurde, so wendeten die meisten Officiere alle erlaubten, ja 
selbst unerlaubten Mittel an, um sich dem Dienste in der 
Revolutions-Armee zu entziehen. So hatte sich Oberlieutenant 
Steigerhof in Promontor (bei Ofen), Lieutenant Schatz 
iu Vesprim. Hauptmann Brunner und Wenke in Raab, 
Oberlieutenant Koller in Stuhlweissenburg und Lieutenant 
Kohaut in Oedenburg krank gemeldet. 

Nachdem Feldmarschall-Lieutenant Moga im Treffen m««i. ««« 3. 
bei Schwechat in Folge eines Sturzes vom Pferde undienstbar T), "" u - 
geworden, wnrde das Commando dieser Armee an Arthur 
Görgey übertragen, der nun 5 Brigaden zwischen Kittsee 
und dem Neusiedler See und 2 Brigaden bei Pressburg auf- 
stellte. — Die Brigade Horvdth aber, in welcher sich das 
3. Bataillon des Regiments befand, wurde nach Tyrnau auf 
den äussersten rechten Flügel geschoben, von wo dieselbe Ab- 



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220 



theilungeu bis Szenitz und Jablonitza an die österreichisch- 
mährische Grenze detachirte. 
K«Mm«. r vh.n. österreichische Armee unter Feldmarschall Fürst 

n £u%£? W indisch g r ä t z begann nach der Einnahme und Pacifici- 
ruug der Residenz und Vervollständigung der notwendig- 
sten Feldausrüstung um Mitte December ihre Offensive gegen 
Ungarn. 

Während die Hauptarmee am rechten Donau-Ufer sich 
gegen Raab dirigirte, begleitete die Division des Feldmar- 
schall - Lieutenant Simunich diese Bewegung am linken 
Donau-Ufer in der Flanke, indessen ein vonNugeut in 
Steiermark organisirtes Reserve-Corps auf Körmend, — General 
der Cavallerie Graf Schlick mit dem galizischeu Corps, auf 
Kaschau vordrang. 

vnrTflrk« d« Der allgemeinen Disposition gemäss war Feldmai schall- 

,ta 5jJ*w* Lieutenant Simunich am 14. zum Angriffe von Jablonitza 
,M "in drei Colonnen gegen die feindliche Stellung hinter den 
weissen Karpathen vorgerückt. 

Ihm standen etwa 3000 Mann entgegen, worunter das 
3. Bataillon des Regiments. 

Nach kurzem Widerstande zogen sich die ungarischen 
Heeres-Abtheilnngen gegen Nädas und von da weiter gegen 
Tyrnau zurück, wobei sie sich durch schnell und geschickt 
vorgelegte Hindernisse der raschen Verfolgung zu entziehen 
wussten. 

Die Truppen des Feldmarschall-Lieutenants Simunich 
bezogen Abends vorwärts Nadas ein Lager. 

Am 15. hielten die österreichischen Colonnen einen Rast- 
tag, währenddem gegen Jekö recognoscirt wnrde. 

Die Brigade Horväth mit dem 3. Bataillon setzt« 
mittlerweile ihren Rückzug über Tyrnau bis Szered an der 
Waag fort. Als aber aus Comorn Verstärkungen entgegen- 
kamen, kehrte die ganze Colonne in der Nacht vom 15. auf 
den 16. unter Guyous Führung wieder nach Tyrnau zurück 
und besetzte nun die Stadt mit 8- bis 9000 Mann. 

Am 16. setzte der Feldmarschall-Lieutenant Simunich 



i« D^™"i m» sem< * u barsch gegen Tyrnau fort, traf zwischen 3 und 4 Uhr 
Nachmittags bei starkem Nebel vor dieser Stadt ein, Hess 
Angriffs-Colonuen formiren, das Geschützfeuer beginnen und 



227 



nach einer Weile auf die vom Feinde vor der Stadt bezogene 
Stellung mit gefälltem Bajonete losgehen. Gegen 6 l / 8 Uhr 
Abends war Feldmarschall-Lieutenant Siinuuich Herr der 
Stadt, und der Feind, durch die Dunkelheit der Nacht begün- 
stigt, in regelloser Flucht gegen Szered und Cziffer begriffen. 

Die Division Simunich eroberte in diesem Gefechte 
5 Kanonen und machte 8 Officiere und 790 Mann zu Gefan- 
genen. Unter diesen letzteren befanden sich 4 Officiere und w.a>„.ireok.i«* 

° ilr«i«rr ComiMfnitii 

230 Mann mit der Fahne vom 3. Bataillon des Regiments, \?Jm?u 
respective 3 ganze Compagnien, die im Bahnhofe als Reserve H1 Ty™u."' 
stehen gelassen, die langersehnte Gelegenheit gefunden hatten, 
ohne einen Schuss gethan zu haben, in die Reihen ihrer Ka- 
meraden zurückzukehren, während die übrigen 3 Compagnien, 
welche in der Stadt mit Honved-Abtheilungen vermengt, ver- 
wendet, bald in die allgemeine Flucht mit verwickelt wurden, 
auch fernerhin dem ungarischen Terrorismus zum Opfer fielen. 

Jene freiwillig übergetretenen Compagnien wurden vom 
Feldmarschall-Lieutenant Simunich zuerst nach Olmütz und 
von dort auf ihre eigene Bitte nach Italien zum Regimente 
gesendet. 

Folgendes Schreiben des Feldmarschalte Windisch- 
grätz an den Feldmarschall Radetzky, welches der letz 
tere dem Regimente übermittelte, möge hier seinen Platz 
finden und den Officieren und der Mannschaft dieses Batail- b '' 



Ions Gerechtigkeit widerfahren 

Praes. Nr. 77 vom 4. Jänner 1849. 
„Der Herr Feldmarschall-Lieutenant Truppen-Divi- 
sionär Baron Wetzlar zeigt mir soeben an, dass am 
20. December 1848, 792 Mann Kriegsgefangene nebst 
10 Officieren in Olmütz angekommen sind, die bei Tyrnau 
in Gefangenschaft geriethen, worunter sich 3 Compag- 
nien mit 230 Mann nebst 4 Officieren des 3. Bataillons 
Erzherzog Ernst Nr. 48 befinden, welch' letztere, ohne 
einen Schuss zu thun, bei der Annäherung sich sogleich 
ergaben." 

„Dieses Bataillon hat die kaiserlichen Farben nicht 
abgelegt, und die Fahne, trotz mehrmaliger Versuche 
Kossuth's, solche gegen eine Nationalfahne auszu- 
wechseln, nicht abgegeben, selbe daher wieder zurück- 
gebracht*. 

15* 



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228 



„Die Mannschaft hat sich auch während des Marsches 
von Tyrnan nach OlmGtz musterhaft benommen, und nach 
ihrem Einrücken die Bitte vorgebracht, sie nach Italien 
zu ihrem Regiment« zu senden, da sie nichts sehnlicher 
wünsche, als ihrem Monarchen zu dienen. Wie ich Euer 
Excellenz bereits unterm 19. December d J. zu eröffnen 
hatte, ist schon damals die Einleitung getroffen worden, 
dass die Mannschaft des Regiments Erzherzog Ernst und 
von den HouveMs jene, die zur Dienstleistung überhaupt 
geeignet sind, zur Completirung der ungarischen Regi- 
menter nach Italien abgesendet werden. Diese Verfügung 
werde ich aufrecht erhalten, glaube aber Euer Eicelleuz 
von dem Benehmen des Bataillons Erzherzog Ernst, was 
die Absicht des freiwilligen Uebertrittes voraussetzen lässt, 
die Mittheilung machen zu sollen". 

Hauptquartier Raab, deu 28. December 1848. 

Windischgrätz. 

Noch vor Abschluss des Jahres 1848, wurden vermöge 
"*''"""" Allerhöchster EntSchliessung Seiner Majestät des Kaisers vom 
31. November, Oberstlieutenant Carl Ritter von Odelga 
und Major Moriz Desimon Ritter von Sterufels, für 
deren ausgezeichnetes Benehmen in der Schlacht von Somnia- 
campagna mit dem Orden der eisernen Krone 3. Classe, sowie 
Oberarzt Dr. Johann M 1 a d e k des Regiments für sein opfer- 
muthiges, hingebendes Benehmen vor dem Feinde, mit der 
kleinen goldenen Verdienstmedaille decorirt. 
Thron Rotrliriair Diese Auszeichnungen waren die letzten von Sr. Majestät 
^.u*r"K«»r dem Kaiser Ferdinand verliehenen, denn als am 2. December 
"*■» Kaiser F o rd i n an d die Krone niederlegte, und Allerhöchst dessen 
Bruder Erzherzog Franz Carl auf sein Nachfolgerecht ver- 
zichtete, ergriff des letzteren Sohn, der jugendliche Erzherzog 
Franz Josef, mit kräftiger Hand das kaiserliche Scepter. 

Militärisch erzogen, dem Kriegerstande auf das Ent- 
schiedenste geneigt, hatte Erzherzog Franz Josef im Feld- 
zuge der Armee im Jahre 1848 an der Seite des gefeierten 
Marschalls Radetzky alle Gefahren, Mühseligkeiten und An- 
strengungen der Truppen getheilt, in der Schlacht von Sauta 
Lucia am 5. Mai, mit grosser Uneischrockenheit dem feind- 
liehen Feuer getrotzt, und sah die Armee mit Begeisterung 



J..ef 1. 



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22<) 



nun zu dem jugendlichen, ritterlichen Herrscher empor, der 
ihr aus ihren eigenen Reihen emporgestiegen zu sein schien, 
und unter dessen erste Regierungs-Thaten es gehörte, seiner 
Armee das ehrendste, edelste Zeugniss kaiserlichen Vertrauens 
zu geben, indem den k. k. Truppen die bei einem Regierungs- 
Wechsel sonst übliche Erneuerung des Eides, Allergnädigst er- 
lassen wurde. 

Mit Begeisterung hatte die Armee die Nachricht auf- 
genommen, dass sie diesen ihr so wohlbekannten erlauchten 
Sprossen des angestammten Kaiserhauses hinfort als Herrscher 
und obersten Kriegsherrn zu verehren habe, und in Aller 
Herzen erblühte nun frohe Hoffnung auf eine glückliche Zu- 
kunft des schwer geprüften Vaterlandes. 



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230 



Mb* Nr. ». Beilage Nr. 9, 

Verluste des Regimentes im Feldzuge 1848 in Italien. 

Offlciere. lUnn»chaft. 

Schlacht hcl Santa Lucia. 6. Mai 1848. 

Todt ... - 1 

Verwundet ... — 3 

Zusammen - T~ 

Sefalacht bei Bona. 23. Juli 1848. 

Todt 1 22 

Verwundet _4_ 74 

Zusammen 5 96 

Schlacht hei Castoza. 26. Juii 1848. 

Todt - 8 

Verwundet 2 40 

Zusammen . 2 48 

Gefecht hei Hailand 4 A neust 1848. 

Todt — 3 

Verwundet — 5 

Zusammen — 8 

Gcsammt-Verlost des Rerimentes im Feldzuge 

1848 In Hallen 7 1S6 



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1841). 



Im Feldzuge in Italien. 

Bei Beginn des Jahres 1849 stand das Regiment Erl- {^SSHHSta* 
herzog Ernst noch in Piacenza und wirkte bei den fortifica- 
torischen Arbeiten, zur Verstärkung dieses wichtigen Po-Ueber- 
gangs-Punktes mit. 

Seit der Revolution in Wien im Monate October 1848. 
sowie seit Beginn des Feldzuges gegen den ungarischen Auf- 
stand, erhob auch die italienische Propaganda neuerdings ihr 
Haupt, und äusserte ihre Thätigkeit unter Anderem auch da- 
durch, dass sie Soldaten ungarischer, polnischer und italienischer 
Nationalität, durch alle nur erdenklichen Mittel zum Treu- 
bruche zu verleiten suchte. Zu Alessandria hielt sich der. 
von der revolutionären ungarischen Regierung beglaubigte Ge- 
sandte am Turiner Hofe auf; dieser hatte us besonders auf 
die Mannschaft des Regiments abgesehen. Beinahe täglich 
gelangten ungarische Proclamationen in Prosa und Versen 
in die Hände der Manuschaft, die zur Verletzung des Fahnen- 
eides, zum Verrathe und zur Desertion aufforderten. Auf den 
Wachen, vor und in den Kasernen, vor den Wohnungen der 
Officiere, in Gasthäusern etc. wurden selbe in Hunderten von 
Exemplaren aufgefunden: besonders ein im neutralen Rayon 
zwischen den beiden Vorposten versteckt gelegenes Wirthshaus. 
wurde von den Piemontesen dazu benutzt, um die Mannschaft 
des Regiment* dahin zu locken und zu verfuhren. 



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232 



w» Einige eidvergessene Leute widerstanden auch diesen 

Lockungen nicht. 

Bald jedoch wurde man durch die Anzeige des Gemeinen 
Georg Riegler der 7. Compagnie, welchen die Piemontesen 
ebenfalls zur Desertion verleiten wollten, und der sich selbst 
dem gewaltsamen Anhalten, durch List und eilige Flucht zu 
entziehen wusste, auf den Schlupfwinkel der Verführer auf- 
merksam gemacht, und konnten die Behörden durch militä- 
rische Besetzung dieses Objectes jenem ehrlosen Treiben end- 
lich ein Ziel setzen. Doch wagten später zwei parmaische Grafen, 
wovon einer in piemontesischen Diensten stand, und die Ritt- 
meisters-Charge bekleidete, die Mannschaft des Regiments selbst 
auf ihren Arbeitsplätzen beim Befestigungsbaue zu haranguireu, 
und zum Uebertritte in Piemonts neu errichtete Cavallerie , wo 
sich bereits viele Ungarn befinden sollten, zu bereden. 

Durch das umsichtige Benehmen des Gemeinen Pikö 
gelang es jedoch, des Einen der Verführer, des Conte Cal- 
ziatti habhaft zu werden, und ihn der kriegsrechtlichen Be- 
handlung zuzuführen. Gemeiner Pikö erhielt für sein lobens- 
werthes Benehmen und für seine loyale Gasinnung eine 
Belohnung von 100 Stück Ducaten in Gold. 

Wm uSSS 9 mST Am 12. Jänner 1849 langte beim Regimente wieder eine 
M^liiü». Anzahl Tapferkeit« - Medaillen ein, zur Verleihung an jene 
iT .i*„«cr brave Mannschaft dos Regiments , welche bei der grossen 
Decorationen- Vertheilung am 10. September 1848 in Mailand 
nicht betheilt werden konnte. 

Am 14. erfolgte die Vertheilung der Medaillen*), nach 



*) Die gold. Tapferkeits-Med. erhielt Feldwebel Ludwig Hoya 
Die silberne Tapfcrkeits-Medaille I. (.'lasse : Feldwebel Pau] 
Hillitsits der Zimmermann Michael Csakany der 3., Gemeiner 
Josef Verrasztö der 2, Gemeiner Stefan Ilorvath der 8. und 
Gemeiner Josef W oll u er der 2. Compagnie. 

Die silberne Tapferkeit« - Medaille II. ( lasse Cadet-Feldwebcl, 
nunmebr Lieutenant, Kosmas Brankovits der 9., Expropriis, 
nunmehr Lieutenant Eduard G lassen der 2., Corporal Stefan 
Töth der 11., Feldwebel Johann Horväth der 8 , Feldwebel 
Michael Horväth der 12., Corporal Johann Kienreich der 4., 
Corporal Johann Szabo der 2., Gefreiter Johann Hirsch der 1.. 
Gefreiter Daniel H us zti der 2., Gefreiter Josef Sin ekal der 3., 
Gefreiter Ladislaus Nyirj der 7., Gefreiter Johann Szakaly der 



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einem vorausgegangenem Gottesdienste auf feierliche Weise, in 

Gegenwart des Corps-Conimandanten Feldmarschall-Lieutenant 

Grafen Thum. 

Der Regiments - Commandant Oberst von Braunhof 

hielt bei diesem Anlasse folgende Ansprache: 

„Soldaten! Abermals hat die Gnade unseres Allor- 
gnädigsten Monarchen, auf Anempfehlung unseres väter- 
lichen Föhrers, des Feldmarschalls Grafen Radetzky, 
dem Regimente Beweise Allerhöchster Anerkennung zuge- 
weudet, durch Belohnung der Verdienste jener Tapferen, 
die sich in den Gefechten von Sona und Sommacampagna 
besonders hervorthaten.* 

„Zwei Orden der Eisernen Krone, zwei goldene, — 
17 grosse und 45 kleine silberne Tapferkeits-Medaillen 
uud ein russisches Georgs- Kreuz legen äusseres Zeugniss 
ab, von dem herzhaften Benehmen des 48. ungarischen 
Infanterie-Regiments, gegenüber den Feinden seines Kaisers 
und Herrn." 

„Tragt sie würdig! wie ihr sie verdientet"!" 

„Sie seien Euch eine Bürgschaft der steten Sorgfalt 
Eurer Vorgesetzten, denen Euer Wohl so warm am 
Herzen liegt" „Vertraut, gehorcht Ihnen wie bisher, so 
auch fernerhin." 

„Ich erinnere nicht an den heiligen Schwur Eurer 
Treue. Der Monarch hat ja selbst ihn zu erneuern, seiner 
ganzen Armee erlassen, in der innigen üeberzeugung von 
ihrer alten Anhänglichkeit an ihren Herrn und Kaiser. 
Ihr wisst dieses kaiserliche, huldvolle Vortrauen zu ehren 
und zu rechtfertigen, da die unzähligen Versuche schänd- 
licher Verführung, die sich täglich ergeben, an Eurer Pflicht- 
treue scheitern, wie sie an der Treue Eurer Kameraden 
vom 3. Bataillon gescheitert sind, welche inmitten allge- 
meiner Empörung, aller Verheissungen und Drohungen 
einer rebellischen Regierung zum Trotz, ihr Palladium, 



12., Tambour Josef Wutzier der 1., Gemeiner, nunmehriger Corporal 
Johann Kositz der 7. Compagnie. Gemeiner Josef Horväth und 
Michael Re issner der 3., Getneiucr Georg Talmas der •>., Ge- 
meiner Johann Strommer der 7., Gemeiner I asper Angyan der 
8. und Gemeiner Ignaz Csekey der 7. Compagnie. 



intrhl. mm. 



von Harrilnlcii 
l*. Mär* IM9. 



234 

ihre Fahne, fleckenlos erhielten, treu ihrer Ehre und 
ihrem Schwur." 

Gegen Ende des Monats Februar langten jene 230 Mann 
.HÄl'r^udes 3. Bataillons beim Regimente an, welche in Tyrnau sich 
'"wi dern F. M. L. Simunich ergeben hatten. Durch diese sehr 
erwünschte Verstärkung wurde das Regiment wieder auf die 
Stärke von 100 Mann per Compagnie gebracht. 

w^LuluädL? Der Bürgerkrieg in Ungarn, die Versprechungen und 
ni * eifrigen Rüstungen Roms sowohl, wie Toscanas, im Vereine 
mit dem Drängen der Actionspartei und der lombardisch- 
venetianischen Ultras, welche Aussichten auf eine allgemeine 
revolutionäre Schilderhebung eröffneten, verleiteten König 
Karl Albert nochmals an das Schwert zu appelliren. und 
in unglaublicher Verblendung den Waffenstillstand zu kündigen, 
der ihm grossmnthiger Weise, behufs Abschlusses eines defini- 
tiven Friedens bewilligt worden war. 

Feldmarschall Graf Radetz ky verkündete dies Ereigniss 
seiner Armee mit folgenden Worten: 

Armeebefehl, 12. März 1849. 

„Soldaten! Euro heissesten Wünsche sind erfüllt. 
Der Feind hat den Waffenstillstand aufgekündigt. Noch 
einmal streckt er seine Hand nach der Krone Italiens 
aus, daher soll er erfahren, dass sechs Monate nichts 
an Eurer Treue, an Eurer Tapferkeit, an Eurer Liebe für 
Euren Kaiser und König geändert haben. 

„Als ihr aus den Thoren Verona's auszöget, und 
von Sieg zu Sieg eilend, den Feind in seine Grenzen zu- 
rücktriebt, gewährtet ihr ihm grossmüthig einen Waffen- 
stillstand, denn er wollte den Frieden unterhandeln; so 
sagte er. Doch statt dessen hat er sich zum Kriege gerüstet." 

„Wohlan denn, auch wir sind zum Kriege gerüstet. 
Den Frieden, den wir ihm grossmüthig geboten, wollen wir 
in seiner Hauptstadt erzwingen." 

„Soldaten! Der Kampf wird kurz sein; es ist der- 
selbe Feind, den ihr bei Santa Lucia, bei Sommacampagna. 
bei Custoza, bei Volta und vor den Thoren Mailand'» be- 
siegt habt! Gott ist mit uns, denn unsere Sache ist die 
gerechteste. Auf denn, Soldaten ! noch einmal folgt Eurem 
greisen Führer zum Kampfe und Siege. Ich werde Zeuge 



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235 



sein Eurer tapferen Thaten und es wird der letzte Act «•*•• 
meines langen, frohen Soldatenlebens sein, wenn ich in der 
Hauptstadt eines treulosen Feindes, die Brust meiner 
wackern Gefährten mit dem blutig und ruhmvoll errungenen 
Zeichen ihrer Tapferkeit werde schmücken können." 

„Vorwärts also, Soldaten, nach Turin! lautet die 
Losung, dort finden wir den Frieden, um den wir kämpfen. 
Es lebe der Kaiser!" 

Hauptquartier Mailand, 12. März 1849. 

Uadetzky. * 

An Zahl war die piemontesische Armee der österreichischen Brideraritin« Uns» 
überlegen. Im Augenblicke der Aufkündigung des WaffenstiH-yj^^J^ 
Standes war das sardische Heer circa 120.000 Streiter stark, 
wovon auf die Operations-Armee bei 100.000 Mann, mit 168 
Geschützen kamen. 

Dem Feldmarschall standen höchstens 59.000 Mann im 
freien Felde zu Gebote. Er konnte aber mit vollem Vertrauen 
auf das, durch seine früheren Siege gesteigerte Kraftgefühl seiner 
Truppen und ihre compakte Organisation bauen , welche ihm 
selbst mit der Minderzahl, kühnere Bewegungen, bei voller 
Aussicht auf Erfolg gestatteten. 

Doch war die Lage des Feldmarschalls keinesfalls ge- 
sichert, da der Krieg im Inneren der Monarchie alle Kräfte 
absorbirte, so dass ein verfehlter Schlag am Ticino diese 
Armee isolirte, und ohne Hilfe im fernen Lande Hess. 

Die Piemontesen hatten die Concentrirung ihrer Armee 
dergestalt eingeleitet, dass nach Verlauf der achttägigen Auf- 
kündigungsfrist, der allsogleiche Ausbruch der Feindseligkeiten 
mit Gewissheit vorauszusetzen war. 

Der piemontesische Ober-Commandant, General C b r l a- 
novsky zog seine Hauptstärke in dem Städtedreieck zwischen 
Novara, Vigevano und Vercelli zusammen, dehnte aber seinen 
äussersten rechten Flügel bis an die Grenzen des Herzog- 
thumes Parma aus, und schob auf seiner Linken eine Division 
bis an die Ufer des Lago Maggiore vor, dergestalt, dass seine 
Truppen auf einem Kaume von 15 Meilen Front vertheilt, der 
rechte Flügel überdies durch den Po vom Centrum getrennt 
war. Der weitgedehnte rechte Flügel hatte die Bestimmung, im 
Falle die Offensive, welche man beabsichtigte, ergriffen würde, 



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236 



,w * auf dem rechten Po-Ufer gegen Parma und von da, gegen 
den mittleren Po vorzumarscbiren, um selben in der Höhe von 
Brescello im Rücken des österreichischen Heeres zu über- 
schreiten. 

< <.D«nirir« B « d rr Gestützt auf diese, österreichischer Seits bekannte Auf- 

k. k. OüUrr. Armtr 

M f.tu. s tellung des Gegners, beschloss der Feldmarschall die feind- 
liche Front in ihrer Mitte zu durchbrechen, wozu sich am 
besten ein Stoss bei Pavia und über den unteren Ticino 
empfahl. Demgemäss Hess der Feldmarschall alle Truppen, die in 
• der Lombardie in verschiedenen Garnisonen zerstreut standen, 
derart in Marsch setzen, dass sie noch rechtzeitig am unteren 
Ticino eintreffen konnten. 

Es blieben diesem Plane gemäss, in der ganzen Lom- 
bardie nur die Castelle von Mailand, Brescia und Bergamo; 
in den Herzogthümern jenseits des Po aber, der Brückenkopf 
von Brescello und die nahe im Manövrir-Bereiche der Armee 
liegende Festung Piacenza besetzt. 

Das 48. Regiment, mit den bereits genannten Grenz- 
Batailloneu und dem Regimente Wo eher Nr. 25, blieb als Be- 
satzung in der Festung Piacenza, und musste, mit Ausnahme 
der Grenadier-Division zu seinem Leidwesen auf die Ehre ver- 
zichten, an den rühm- und siegreichen Kämpfen der mobilen 
Armee Antheil nehmen zu dürfen. 

Um den Feind über seine wahren Absichten zu täuschen, 
liess der Feldmarschall am 16. und 17. März, mithin 4 Tage 
vor dem Ausbruche der Feindseligkeiten, blos die Truppen des 
Avantgarde -Corps, wie zur Deckung eines Rückzuges am 
Ticino stehen: die gesammten übrigen in und um Mailand 
liegenden Truppen aber eine rückgängige Bewegung nach Lodi 
und S. Angiolo machen, welche natürlich dem Feinde sogleich 
bekannt wurde und ihn in dem Glauben bestärken musste, 
dass sich die österreichische Armee hinter die Adda zurück- 
ziehe, und Mailand freiwillig zu räumen gesonnen sei. 

Am 18. und 19. jedoch dirigirten sich dieselben Truppen, 
sowie das Gros des am Ticino stehen gebliebenen Corps, endlich 
das 4. Corps von Piacenza und das 3. von Brescia kommend, 
gegen Pavia. während man in Mailand und jenseits des Ticino 
sie im vollen Rückzüge gegen Piaceuza oder Cremona be- 
grifl'en wähnte. 



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237 



Am 17. März in S. Angiolo wurde das Grenadier-Ba- ■*»• 
taillon Ritter von Marziani, bestehend aus den Grenadier- F M ",Ä* J[ ; [ > ; i, ;; i 
Divisionen des Regiments Erch. Ernst Nr. 48, dann der Re-^ü™"..,. 
gimenter Fürst Schwarzenberg Nr. 19 und Prinz W a s a 
Nr. 60, zur Bewachung des Hauptquartiers des Feldmarschalls 
bestimmt; hier Hessen sich zwei Grenadiere im Namen ihrer 
Kameraden durch den Obersten M arzian i dem Feldmarschall 
vorstellen, und baten denselben im Namen des Bataillons dringend 
um Verwendung in der nächsten Schlacht. Der Feldmarschall 
verhiess ihrer Bitte freundlich Gewährung und belobte die 
ungarischen Grenadiere ihrer eben bethätigten lobenswerthen 
Gesinnung wegen. 

Den 19. Abends war die Armee bei Pavia versammelt. 

Punkt 12 Uhr Mittags den 20. März, mit gewissenhafteri>»H.r.c».r«-i ( ,„ .i- 
Beobachtung der Ablaufstunde des Waffenstillstandes, über- Ti ?X. "Ä^'J" 
schritten die kaiserlichen Truppen den Ticino und fanden An- *° 
fangs wenig Widerstand. — Die Armee machte dann eine 
Rechtsschwenkung gegen Norden und zog am rechten Ufer 
des Ticino in die rechte Flanke des Feindes. 

Ein grosser Theil der Kräfte des Königs stand bei No- a ^^" 
vara und Vigevano. Der Punkt Mortara war stark besetzt *>• 
Hier stiess die österreichische Vorhut unter Befehl Sr. kaiser- 
lichen Hoheit des Erzherzogs Albrecht auf den Feind; — 
es entspann sich ein heftiges Gefecht, welches mit der Erstür- 
mung der Stadt durch die Oesterreicher endigte. 

Gegen 1000 Gefangene, 5 Kanonen, 10 Pulverkarren 
und eine Kriegscassa waren die Trophäen dieses glänzenden 
Gefechtes. 

Während dieses Kampfes in Mortara fochten die Bri- 
gaden Strassoldo und Wohlgemuth des 1. Armee-Corps 
nicht minder glänzend bei Gambolö, gegen eine von Vigevano 
kommende feindliche Colonne. Durch den Angriff von Süden 
her vollkommen überrascht, konnte sich die feindliche Armee 
einem entscheidenden Kampfe nicht mehr entziehen. — Sie 
veränderte ihre Front gegen Süden und nahm die Schlacht 
in der Stellung bei Olengo südlich Novara an. 

Das die Avantgarde bildende 2. Corps unter dem Be- "^uett wo« 
fehl des tapferen Feldzeugmeisters Baron d' A s p r e niarschirtc «. w*r* im». 
am 23. März von Vespolate auf Olengo und stiess daselbst 
auf den Feind, der die dortigen Höhen besetzt hielt. 



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238 

»•w Die unerwartete Stärke des Gegners zwang dazu, den- 

selben in einem opfervollen Kampfe pinige Stundeu hinzu- 
halten, bis das 2. Corps von dem hinter ihm marschirenden 3. 
unterstützt werden konnte. 

Feldmarschall-Lieutenant Erzherzog A 1 b r e c h t , welcher 
die Avantgarde-Division des 2. Corps comuiandirte, hielt mit 
Heldenmuth durch 3 Stunden allein den ungleichen Kampf ; bis 
4 Uhr Nachmittags fochten 20.fXX) Oesterreicher gegen 
50.UOO Piemontesen, die immer neue Truppen in's Gefecht 
brachten. Die Lage war so kritisch, dass das 2. Corps, um sich 
vor der stets drohenden Ueberflügelung zu schützen, in Einem 
Treffen aufgelöst focht, dass die successive eintreffenden Ab- 
iheilungen des 3. Corps nur eiligst auf die beiden bedrohten 
Flügel bataillonsweise entsendet wurden, und dass endlich 
das herbeieilende Reserve-Corps um 6 Uhr Abends hinter dem 

2. und 3. entwickelt werden musste. 

Schon Vormittags, als der Kampf beim 2. Armee-Corps 
ernster wurde, war das 4. Corps und hinter diesem das 1. 
jenseits der Agogna auf die Rückzugslinie des Feindes diri- 
girt worden, doch wurde es Abend, bevor auch nur das 4. Corps 
bei Novara eingreifen konnte; — dann aber machte sich durch 
den Druck, den es in des Gegners Flanke übte, vorerst eine 
bedeutende Erleichterung in der Front fühlbar, bis endlich 
der Gegner den Rückzug antrat, der bald in regellose Flucht 
ausartete, und da alle anderen Wege schon von den Oester- 
reichern occupirt waren, die Richtung gegen Norden in's Ge- 
birge nahm. 

Die Verluste waren auf beiden Seiten bedeutend, na- 
mentlich sehr schmerzlich beim 2. österreichischen Corps. 

Der Kampf hatte von 10 Uhr Morgens bis spät in die 
Nacht gedauert und endete mit einem vollständigen glänzen- 
den Siege über die feindliche Armee, am 4. Tage nach Eröff- 
nung der Feindseligkeiten. 

Die Grenadier-Division, welche im Reserve-Corps dem 

3. Corps auf dem Fusse folgte, langte erst um 4 Uhr Nach- 
mittags auf dem Schlachtfelde von Novara an. Die Grenadier- 
Brigade des Reserve-Corps wurde in Gefechtsaufstellung ent- 
wickelt und zum Einschreiten bereit gehalten. Doch war, 
bevor noch ein Angriffsbefehl eintraf, mit dem Eingreifen des 

4. Armee-Corps das Schicksal der Schlacht entschieden und der 



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239 

Gegner im eiligsten Rückzüge, so dass die Bitte der Grenadiere »•*•• 
um Verwendung im Kampfe unberücksichtigt bleiben musste. 

üm den glücklichen Ausgang der Schlacht hat sich, neben 
dem Commandanteu des 2. Armee-Corps Feldzeugmeister Baron 
d' Aspre, besonders der heldenmüthige Commandant der Vor- 
hut-Division, Se. k. k. Hoheit der Erzherzog Albrecht, ver- 
dient gemacht, der, um seine eigenen Kräfte zu prüfen, sich 
ein Divisions-Commando von Sr. Majestät erbeten hatte, und 
mit dieser Division mit unerschütterlicher Tapferkeit uud Ge- 
schicklichkeit sich im schwersten Kampfe gegen feindliche 
Uebermacht zu behaupten wusste. 

König Carl Albert, der mit dem Verluste dieser Tto»»»«-«»»» 

0 dfi Kttnig* Carl 

Schlacht alle seine Pläne und Hoffnungen gescheitert sah, 
harrte bis zuletzt auf den Stadtwällen von Novara aus; 
als seine ganze Armee im Rückzüge und Alles verloren war, 
berief er seine Söhne und seine Generale und erklärte, sein 
Wirken sei zu Ende, er könne dem Laude keine Dienste mehr 
leisten, und nachdem er vergebens den Tod im Kampfe ge- 
sucht habe, so erübrige ihm nur mehr die Niederlegung der 
Krone. 

Noch in derselben Nacht führte er diesen Entschluss aus, 
indem er dem Throne zu Gunsten seines ältesten Sohnes 
Victor Emanuel entsagte und sich sofort nach Portugal 
begab, wo er später an gebrochenem Herzen starb. 

So war denn in einem 4tägigen Feldzuge die piemonte- 
sische Armee vernichtet und in einem Zustande der Auflö- 
sung, der keine Wiederaufnahme der Feindseligkeiten mehr 
gestattete. Unter solchen Umständen waren es nur politische 
Rücksichten von höchster Bedeutung, welche den Feldmarschall 
vom Marsche nach Turin abhielten. 

Der juuge König Victor Emanuel hatte eine persön- 
liche Zusammenkunft mit dem Feldmarschall, die am 24. März 
Nachmittags im Hofe eines Bauernhauses von Vignale, eine 
halbe Stunde von Novara entfernt, stattfand, in welcher 
ein Waffenstillstand behufs Friedensverhandlungen zum Ab- 
schlüsse kam. 

Am 26. erhielt das 2. Armee-Corps unter dem Feldzeug- aJ^SSm!« 

r 11 Flrruonl In dl* 

meister Baron d' Aspre in seiner dermaligen Aufstellung bei ««.ogthn«,«. 

r U O nn <t M«r«rb du» 

Novara den Befehl, die Herzogthümer Modena, Parma und K ,'fJ™.r«".>"b 
Piacenza zu besetzen. In Folge dieses Befehles überschritt „. 7m». 



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240 



«m» das Corps am 2. April 1849 den Po und rückte in die Festung 
Piaconza ein. 

Zwei Tage vor seinen Truppen war der Comtnandaut 
dieses Corps, Feldzeugnieister Baron d'Aspre, schon iu l'ia- 
cenza eingetroffen und hatte der Brigade Weugersky des 
4. Corps, zu welcher das Regiment Erzherzog Ernst gehörte, 
den Marschbefehl nach Piemout überbracht, da das 4. Corps 
des Feldmarschall-Lioutenants Grafen Thum, vermöge der 
Waffenstillstands-Couveution, deu Gebietstheil zwischen Po, 
Tessin und Sesia, die „Lomellina - genannt, zu besetzen au- 
gewiesen war. 

Die Brigade Graf Wengersky, mit ihr das 48. Regi- 
ment, rückte am 2. April von Piacenza ab, um für die am 
selben Tage einrückenden Truppen des 2. Armee-Corps Raum 
zu geben, und golangto bis Orio, marschirte am 3. bis Bel- 
giojoso und am 4. bis Pavia. — Dort erhielt die Brigade den 
Befehl, den Regimentsstab von Erzherzog Ernst Infanterie 
mit dem l. Bataillon am f>. nach Garlasco, das 2. Bataillon 
aber unter Detachirung einer Compagnie zur Bewachung des 
Po-Uebergauges bei Mezzana Corti nach S. Nazzaro zu ent- 
senden. 

Brf.m.run R h... Den 15. April wurde der Regimentsstab nach S. Nazzaro 

OlM'r.trn vnn " 

n™"r n Ä:,'" verlegt, wo der zum General-Major beförderte Oberst von 
i5. Apruiwo. Braunhof das Regimen ts-Commando an Oberstlieutenaut 
Ritter von Desimon übergab. 

Am 16. April gelangte der Regimentsstab mit der 1., 2., 3. 
und 4. Compagnie nach Mede, die 5. nach Torre Beretti und 
die 6. nach Pieve del Cairo. 

< g"^* nr*?y Hier wurde die Beförderung des Oberstlieutenant von 
Desimon zum Obersten und Regiments-Commandanten, des 
Majors Gustav Baron Wetzlar zum Oberstlieutenant und 
Commandanten des 1. Bataillons, bekannt gegeben. 

ri£«'i?£ 1° Mede erhielt das Regiment die Weisung, mit Ein- 

r u.u u iri«m d n« 3 ii schluss der Reserve-Division, das 3. Bataillon zu errichten; 
f>. im mm da a l 8 Aufstellungspunkt für dieses Bataillon die Station 
Cilli bestimmt wurde, so musste der Cadre für dasselbe unge- 
säumt dahin abgesendet werden. Am 8. Mai verliesscn 18 
Officiere, 40 Corporale und 03 Gefreite zu diesem Behufe das 
Regiment. 



Nach mehrfachen Dislocations - Aenderungen erhielt das 
Regiment die Weisung, sich marschbereit zu halten, um auf den 
nächsten Befehl nach Venedig zum Cernirnugs-Corps abrücken 
zu können : der endlich»' Fall Venedigs, durch Bezwingung des 
Brückenkopfes Malghera, setzte jedoch bald der Marschbereit- 
schaft des Regimentes ein Ziel. 

Mit Kode September 184» hörte die Occupation «leÄ'Ä^i,, 
Lomellina auf, und es mussten die österreichischen Truppen 
wrtragsmässig den piemontesiseben Boden verlassen; das Regi- 
ment Krau. Ernst marschirte vorläufig vom SO. September 
bis l, Oetober nach Mailand, wo es den Befehl erhielt als 
Garnison nach Bergamo abzugehen. In Folge dessen schied das- 
selbe aus dem Verbände des 4. Armee-Corps, um in das 3., u. z. 
in die Division des F. M. L. A iroldi, Brigade G. M. Spiegel- 
berg einzutreten. 

Als das 1 . Bataillon, welches am 5. Oetober von Mailand 
ahmarsehirte, in Bergamo eintraf, herrschte eben dort die Cholera, 
welche sofort auch die Mannschaft ergriff und 10\ derselben 
hinraffte: in Folge dessen wurde der Marsch der anderen 
Abtheiinngen sistirt, so dass der Regimentsstab und das 2. 
Bataillon erst am i). November in Bergamo einrücken durften. 

Die Grenadier-Division des Regimentes war, im Grenadier- k«.!««!... m a« 

° OfMMlto» 1)1, i,. 

Bataillon Marziani. nach der Schlacht von Novara mit dem 
1. Reserve -Corps nach Mailand, von dort aber am 12. Mai 
über Melegnano. Lodi, Piacenza, Parma, Reggio und Modena 
nach Bologna marschirt. 

Das Grenadier-Bataillon Marziani war mit mehreren 
andern Trnppenabtheiluugen des Reserve- und 1. Armee-Corps 
als Verstärkung jener Truppen bestimmt, die dem F. M. L. 
Graf W impften zur Vertreibung der Empörer und Her- 
stellung der gesetzlichen Zustände in der nördlichen Hälfte 
des römischen Gebietes, zugewiesen worden waren. 

In den Herzogthümern und Toscana, wo dem F. Z. M. 
d' A sp r e die gleiche Aufgabe zugefallen war, fand man ausser in 
Livorno fast gar keinen Widerstand. F. M. L. Graf W impf fen 
dagegen, dem später noch G. d. C. Gorzkowsky mit 
einer starken Brigade zu Hilfe kam, war am 8. mit drei Bri- 
gaden vor Bologiiii eingetroffen und wurde genöthigt. die im 
Verteidigungszustand.' befindliche Stadt, durch eine energische 
Beschiessung. zu bezwingen 

OnclucbU- 4(1 4». Linien luf. Heg. IC) 



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M»r.rh der 
(ir. r I>iri. 



Am 22. traf auch das Grenadier-Bataillon Marz i an i 
eben noch rechtzeitig in Bologna ein, um dem Einzüge in die 
Stadt, welche an diesem Tage erst capitulirt hatte, beizuwohnen. 
Das Bataillon blieb in Bologna in Garnison. 
Hauptmann Theodor Stolz des Regiments übernahm 
an Stelle des zum General beförderteu Obersten von Mar zi a n i 
ad Interim da.s Commando dos Grenadier-Bataillons und über- 
gab selbes Ende September 1849 an den zum definitiven 
Commandanten ernannten Oberst Woyczihovsk y von Prinz 
Was a- Infanterie. 

Nachdem die Ruhe in allen Thailen Italiens hergestellt 
war, wurden die Truppen in den Herzogthümoru und in der 
Romagua bedeutend vermindert, daher die Grenadier-Division 
des Regiments mit dem Bataillon Woycziho vsk y im Mo- 
nate October 1849 nach Verona in Garnison verlegt wurde. 
A.Mtouc Mri Da der Chargeu-Oadre des 3. Bataillons, wie bereits er- 

Hrri- Munt- de» 

v;,,!"c1':;°mtr ffälint ' schon im Monate Mai vom Regimente aus S. Nazzaro 

r,M,, und Pavia nach Cilli abgesendet war, wurde zwar mit der 

Aufstellung des 3. Bataillons begonnen, doch war der Maun- 
schafts-Zuwacbs ein sehr spärlicher. Erst nach der Pacificatiun 
Ungarns konnten nach und nach kleinere Transporte zugewiesen 
werden. Am 30. November wurde das Bataillon mittelst Eiscu- 
bahu nach Leobeu, und von da am 31. December 1849 wieder 
nach Graz dislocirt, wo sich dasselbe vollkommen auf den 
Kriegsstand ergänzte. Das Bataillon rommandirte der raugälteste 
Hauptmann Ignaz Edler von Annacker. 
Krrf.,«,., .i» Verlaufe der Monate Februar, März und April 1850, 

, Kr'-""^^^iuni?'wurde auch das Regiment und die in Verona detachirte Grena- 

II u«,M.. 

dier-Division durch strafweise eingereihte Honveds auf den 
Kriegsfuss completirt, und die Bekleidung, Ausrüstung, Armi- 
rung und Abriehtiing der zahlreichen neu Eingetretenen mit 
aller Energie betrieben, so zwar, dass das Regiment in kür- 
zester Zeit in voller Stärke und in jeder Beziehung kriegs- 
tüchtig dastand. 



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1850. 



In der Garnison Bergamo blieb das Regiment bis zum*™»«« 
2(5. Juli 1850. Vou diesem Tage an marsehirte es über Verona ' 
nach Venedig und traf am 4. August 1850 dort ein. 

Mit dieser Garrisons -Veränderung trat das Regiment in 
das D. Armee-Corps des Feldmarschall-Lieutenant Graf Sehaff- 
gotsehc, in die Division Feldmarschall -Lieutenant Graf 
F a I k e u Ii a i n, Brigade General-Major Baron Reischach ein. 

Der durchlauchtigste Regiments-Inhaber Seine kaiserliche ■ r T yffi *jjgg, || 
Hoheit Erzherzog Ernst wurde mit Allerhöchster Kutschlies- F K Vi' n ;l7 , . , .~ 
sung vom 1. Juni 1S50 zum Feldmarschall-Lieuteuaut, Oberst- "^"1!"!" 

«H.rr.lcn 

lieiitenant Baron Wetzlar den 6. Juli 1850 /.um Obersten 
bei Prinz VV asa- Infanterie Nr. 00 ernannt. 

Mit Allerhöchster Kntschliessung vom 22. October 1849 v,. rt b„ii„„, ,..„ 
hatte Se. Majestät geruht, für Üfficiere des Soldatenstandes, X'."« 3". 
weicht* im Kriege durch hervorragenden Eifer und Thatkraft «''jIThw"' 
besonders erspriessliebe Dienste geleistet, das Militär- Verdienst- 
kreuz zu stiften. 

Am 11. Juli 1850 traf der nachstehende Armeebefehl 
Seiner Excellenz des Armee-Commandanten Feldmarschall Graf 
Radetzky mit 14 V-rdienstkreuzen beim Regiment« «in. 

JJm die meinem Herzeu theuerste Pflicht zu er- 
füllen, die persönlichen Dienste der Einzelnen, der mir 
seit dem Ausbruche der Empörung untergeordneten Armee 
dankbar anzuerkennen und zu lohnen, hatte ich an die 
Stufen des Thrones meine Bitte niedergelegt, damit jenen 

16* 



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244 

im». Generalen, Stabs- und Ober-Officieren, welche von mir 

im Namen Seiuer Majestät des Kaisers Ferdinand, 
sowie später, für die in den beiden hieriändigen Feld- 
zügeu, vor dem Feinde und in anderer Sphäre geleisteten 
ausgezeichneten Dienste, mit der Belobung belohnt wur- 
den, nunmehr das Militär- Verdienstkreuz, als gleichzeitige 
Allerhöchste Anerkennung verliehen werde. u 

„Seine Majestät unser allergnädigster Kaiser und Herr 
geruhten diese meine Ritte huldreichst entgegen zu nehmen 
und zur Auswahl der Würdigsten, die Zusammenstellung 
einer Commission anzuordnen.'* 

r Die von dieser Commission in der Allerhöchst ge- 
nehmigten Zahl vorgeschlagenen Generale, Stabs- und 
Oberofficierc, erhielten mit der Allerhöchsten Erschlies- 
sung vom 7. .luli iHfM» die allergnädigste Bestätigung 
durch die Verleihung des Militär -Verdienstkreuzes , wobei 
Seine Majestät in Gnade die ursprünglich bestimmte Zahl 
noch zu erhöhen geruhten." 

„Es erhalten demnach diese Auszeichnung vom In- 
fanterie-Regiment* Erzherzog Ernst Nr. 48: Seine kais. 
Hoheit der Herr Feldmarschall-Lieutenant und Regiments- 
Inhaber Erzherzog Emst, Oberstlieutenant Gustav 
Baron Wetzlar, die Haupt leute Andreas Kardoss, 
Georg von R u k a v i n a , Albert L e c h n e r , Franz 
Mayersberg, Franz La tschat und Carl Falk: 
die Oberlieutenauts Ludwig Neulinger, Adam Wii- 
kellich, Johann Tökössy, Jacob Dudevsky, 
Franz Grobois, Josef Artner, Julian Obhlidal 
und Johann Artner." 

„Ferner Hude ich folgenden Individuen, deren Leistun- 
gen bisher ohne Anerkennung geblieben sind, für ihr ta- 
pferes Benehmen vor dem Feinde und sonstige Verdienst- 
lichkeit, meinen Dank durch deren öffentliche Belobung 
auszudrücken. Vom Infauterie-Regimeute Erzherzog Ernst 
Nr. 48 den Hauptleuteu Theodor Stolz und F r i e d r i c h 
Grobois." 

„Schliesslich erfülle ich noch eine heilige Pflicht^ 
indem ich Jener rühmend erwähne, die in Folge früherer 
Auszeichnungen zwar schon belobt wurden, während 
den späteren Ereignissen jedoi-h entweder den Helden- 



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245 

tod faiuleu, oder au Wunden und sonstigen Krankheiten '«"• 
im Dienste starben, und denen also eine wohlverdiente, 
sichtbare Belohnung nicht mehr zu Theil werden konnte/ 
.Einer dieser Tapferen war vom lufanterio-Regimeut 
Erzherzog Ernst Hauptmann Dominik v. Kukavina, 
gestorben am 10. September 1841) an der Cholera zu 
Bergamo." 

Zur selben Zeit gelangten auch an alte jene Ofticiere 
und Soldaten des Regiments, welche bei der Herstellung der 
gesetzlichen Ordnung im Kirchenstaat« mitgewirkt hatten. 
Krinneruims-Medaillen mit den päpstlichen Insignien. 

Das :$. Bataillon erhielt im Mouat April 1850 Marsch- «u. 
bet'ehl: von Graz ging dasselbe mittelst Eisenbahn bis Laibach < . iuu'Ä»»'. r " ., 

TT • 'ir,i« nmtilri'vi... 

und von dort mit Fussmärschen über Gorz, I'diue nach Tic- »fiui»« 
viso. Im Monat September 1*50 wurde dasselbe der Brigade- 
Concentrirung bei Gorz zugezogen, verblieb dort 3 Wochen 
und kehrte dann nach Treviso zurück. 

Die deutschen Verwicklungen, namentlich aber die chur- i>,- e,.,^!— .» 

... I>ciit.cbl»ml. 

hessischen, sowie die schleswig-holsteinischen Angelegenheiten n««.*« .i., 

0 o 4. Armer < \y- 

nahmen im Verlaufe des Sommers 1850 eine solche drohende*"; "/.X,! Vv! " 
Wendung an. dass sie bald zu einem blutigen Kriege zwischen""''"**-^*«" 
den /( wei deutschen Grossstaaten, Oesterreich und Preussen, 
Veranlassung gegeben hätten. 

Da sich Preussen sammt der von ihm gebildeten 
Union kleiner, deutscher Fürsten der I'olitik und den Vor- 
schritten des Hundes nicht fügen wollte, andererseits aber 
jeuer Revolution Vorschub leistete, die es im Grossherzogthume 
Baden selbst so energisch bekälmpft und im eigenen Lande mit 
Recht verfolgt hatte . so war damit ein Conflict zwischen 
beiden Staaten gegeben, der Oesterreich Veranlassung zur Con- 
eentrirung seiner Armee in Böhmen, Mahren und Schlesien, 
sowie zum Einschreiten de* österreichischen, in Vorarlberg ste- 
henden Armee-Corps in Deutschland not. 

Am 1. November marschirte bereits das 14. Jager-Ba- 
taillon mit einer baierischen Division nach Churhesscn, welchen 
Truppen später das 4. . in Biegen/, concentrirte Armee- 
Corps unter dem Befehle des Feldmarschall- Lieutenants von 
Legedi ts nachfolgte, um Hamburg und einen Theil des 
schleswig-holsteinischen Gebietes zu besetzen. Im Uebrigeu 
wurden die meisten Truppen der Armee von allen Theilen der 



« 



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246 



Monarchie in Bewegung gesetzt, im Lauf«' d«>s Novembers in 
Böhmen, Mähren und Schlesien concentrirt und successive bis 
an die preussische Grenze vorgeschoben. 

»iiwm,,»^. Auch das in Venedig garnisouirende Regiment Erzherzog 
>, vr,„h f r Krnst erhielt den Befehl, mit allen 3 Bataillonen nach Ben- 
nien abzurücken. 

Am 13. November wurde das 1. und 2. Bataillon mit 
dem Regiments- und Brigadestabe auf den drei Kriegsdam- 
pferu „Maria Anna'*, „Germania** und „Custo/.a'* einbarkirt 
und nach Triest überschifft ; von dort wurde der Marsch am 
14. über Sessaua, Adelsberg, Laibach fortgesetzt und dann 
mittelst Eisenbahn Mür/.zuschlag am 20. erreicht, lieber den 
Semmering wurde nach Gloggnitz am 2i. warschirt und laugte 
•las Kegimeut am selben Tage mittelst Eisenbahn in Wien an, 
wo So. Majestät der Kaiser dasselbe auf dem Bahnhofe 
erwartete und nach vorhergegangener Aufstellung und Besich- 
tigung vor sich defilireu liess. Am 23. gelangte das Kegi- 
meut mittelst Eisenbahn von Wien nach Pardubitz, hielt dort 
am 24. Hasttag und marschirte am 2ö. nach Ohlumetz, wo der 
Kegimentsstab mit der 0. Compaguie verblieb. Das 1. Bataillon 
wurde in der Umgebung von Chlumetz, das 2. Bataillon aber 
in Gross- uud Klein-Hlüsitz und Concurreuz bequartirt. 

Das 3. Bataillon, welches schon am 3. November 1S50 
von Treviso den Marsch angetreteu hatte, war in Eilmärschen 
über Gorz bis Laibach gekommen, dann aber ebenfalls mit 
der Eisenbahn bis Pardubitz betordert worden, wo es einige 
Tage früher als der Kegiuientsstab anlangte und iu Neu-Bid- 
schow und Umgegend compaguieweise untergebracht wurde. 
Die Grenadier-Division rückte erst am 11. November von Ve- 
rona ab, marschirte über Treviso bis Graz, ging von dort 
mittest Eisenbaliu nach Wien, wo sie 14 Tage verblieb, um 
dann von Wien bis Pardubitz wieder mit der Eisenbahn be- 
fördert und iu Uermaumiestet/. untergebracht zu werden. 

Das Regiment wurde bei seinem Anlangen in Böhmen 
iu die Division des Feldmarschall-Lieutenants Baron Cordon 
eingetheilt. 

v-r. ichun« Ar. Am 2. December rückte das Kegiment aus den versehie- 
"ÄiSSHi""'' *1^ucmi Stationen bis Jungbun/.lau vor, wo der Kegimentsstab 
"""und das 1. Bataillon verblieben; das 2. Bataillon wurde uach 



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247 



Weisswasser und Ooncurrcuz, das 3. Bataillon nach Hühner- '«•• 
wasser verlegt, wo dieselben am 3. Deceraber anlaugten. 

Doeh schon am 8. erhielt das Regiment die Weisung, 
in seine frühereu Cantonirungs-Stationeu zurückzukehren, wor- 
auf es am 11., 12. und 13. in den vorher genannten Quar- 
tierbezirken wieder eintraf. Die Grenadier-Division war aus 
ihrer Station Hermanmiestetz nicht bewegt worden. 

Mit 27. November wurde Oberst v. Desimon «im 

HrTuritaruiiK dt . 

General - Major. Oberstlieutenaut von Meskö zum Obersten .u.'" 
und Regiments -Commandauteu befördert. Der Abgang des*« o»««5:* 
Generalen Kitter v. Desimon, welcher seit dem Jahre WISJ*?*!^"** 
vom Fähnrich bis zum Generalen durch volle 3<> Jahre im 
Regimente gedient hatte, rief umsomehr das allgemeine Be- 
dauern hervor, als er durch humanes und leutseliges Be- 
nehmen auch die Liebe und das Vertrauen aller Untergebenen 
erworben, und stets als braver Soldat iu treuer Pflichterfüllung 
und Tapferkeit vor dem Feinde dem Regimente vorangeleuchtet 
hatte. 

Trotz aller Vorbereitungen kam es nicht zum Kriege. 

Nachdem iu Warschau, unter russischer Vermittlung, 
t'onferenzen stattgefunden hatten, in denen neue Confliete ent- 
standen, so wurde zu deren Lösung und Beseitigung anderer 
streitiger Punkte eine neue Zusammenkunft in Olmütz im 
Mouate December veranstaltet. 

Preussen gab in Olmütz seine, vis-ä-vis der anderen 
deutschen Milchte eingenommene Stellung auf. und willigte in 
alle Forderungen Oesterreichs ein ; diese Nachgiebigkeit, welche 
durch die rasche Coneentrirung der österreichischen Armee in 
Böhmen wohl nicht unwesentlich gefördert sein mochte, besei- 
tigte den ernst drohenden Couflict und verhinderte den Aus- 
bruch des Krieges. 

In Folge dieses günstigen Verlaufes der Friedensuntcr- 
haudluugen ordnete Se. Majestät noch im Laufe des Monats 
December das successive Zurückziehen der Armee von der 
preussischeu Grenz« an. 



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1851. 



ii.nch d« Rcgn. Das Regiment und die Gn;iiacli«rdivisic»n erhielten nun- 

Mrh M»hr*n und B 

Mn»»V i .ui. i n"r mehr ihre Eintheilung im 2. Armee-Corps, welches in Mähren 
und Schlesien seine Standorte y,u nehmen hatte. 

Der Stab mit dem 1. Bataillon marschirte am 22. Jänner 
bis Pardubitz, ging von hier mittelst Eisenbahn nach Hohen- 
stadt, und marschirte dann über Schönberg, Römerstadt, 
Freudenthal, bis er am 28. Jänner in Troppau eintrat. 

Das 3. Bataillon folgte dem 1. im Abstände eines Tag- 
marsches, liess aber die 13. und 14. Compaguie in Freudon- 
thal, die 15. in Altstadt, die lü. in Kugelsberg, so dass nur 
die 17. und lb. Compagnieam 2*J. Jänner Zuckmautel erreichten, 
wo sie gleichfalls Quartiere bezogen. 

Hinter dem 3. war das 2. Bataillon in Marsch gesetzt 
worden : es traf am 2\). Jänner in Jägerudorf ein, wo der 
Bataillons-Stab mit der 4. und (I. Division in Garnison verblieb, 
indessen die 5. Division nach Hotzenplotz dirigirt wurde. 

Die Grenadier - Division endlich, marschirte t-rst am 
1. Februar von Herinanmiestotz nach Pardubitz ab, und wurde 
am 2. Februar mittelst Eisenbahn nach Brünn, ihren neuen 
Garnisonsort überführt. 

Mit dieser Garnison«- Veränderung trat das Regiment 
in die Brigade das G. M. Graf Thun und die Division F. M. L. 
Baron Barko. 

rTn"rrV'!^. ,, " ( Anlässig einer, zwischen Sr. Majestät dem Kaiser und 
nmum. ,, '' ,n Kaiser von Russland vereinbarten Zusammenkunft zu 
Olmütz, hatte sich auf Allerhöchsten Befehl das 2. Armee- 



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249 



Corps unter Commando dos G. d. C. Grafen Schlick in und »•», 
um Ol mutz zu concentriren. 

Das Regiment Krzh. Ernst und dessen Grenadier-Divi- 
sion wurde hierzu beigezogen, und marschirte der Kcgirueuts-StaU 
mit dem I. Bataillon am 14. Mai von TroppSU ah und traf 
am 17. in Gross-Wisternitz und l'raslavitz ein: das 2. Bataillon 
verliess am 14., das 3. aber am 15. seine Stationen, und 
langten beide am 1S., n. z. ersteres in Chwalkovitz und Um- 
gebung, letzteres in Loschau und Concurrenz ein. Die 
Grenadier-Division kam am 21. von Brünn in Olmütz an. und 
wurde in Holicz het|uartirt. 

Am 24. Früh wurde Sr. Majestät der Kaisei in Oltnütx 
empfangen, und Tags darauf den 25. auf der Niinlaner-IIaide 
das Armee-Corps eu Parade besichtigt. 

Den 28. wurde Rasttag gehalten und Nachmittags um 
»» Uhr dem Kaiser von Kusslaud. bei seinem Kintreffeu, ein 
festlicher Empfang bereitet. 

Am Hl. Mai waren alle Festlichkeiten beendet, nachdem 
zuerst der Kaiser von Kusslaud, Abends auch Se. Majestät. 
Olinütz verliessen 

Schon am 1. Juni begann ein Theil des Armee-Corps **r>*™k *» 
seinen Kuckmarsch in die früher innegehabten Stationen. J^"*j Hni 
Auch das Regiment trat an diesem Tage .seine Bewegung 
an . mit der sich ein theilweiser Wechsel der Stationsorte 
verband, so zwar, dass der Stab mit dem Ji. Bataillon über 
Domstadtl und Kunzendorf nach Troppan, das 2. Bataillon 
über Bäru, Benisch nach Jügerndorf und Hotzeiiplota und das 
1. Bataillon über Sternberg, Loiting nach Freudenthal mar- 
sch irten, von wo die 1. und 2. Compagnie nach Zuckmautol. 
die :i. aber nach Kngelsberg detachirt wurde. Die Greuadier- 
Division rückte gleichfalls in ihre frühere Garnison Brünn ein. 

Wie andern Orts erwähnt, hat jene Abtheilung desv. .,,,„,-..,,.■ 

ehemaligen 3. Bataillons, welche sich in Tvrnau an die kaisi'r- ,, - ,, "^«lk 
liehen Truppen unter F. M. L. Simunic h ergeben hatte, T,*; 
die kaiserliche Fahne mitgebracht. — das Fahnenbaud war 
jedoch bei dem Bataillons-Commandanten, Major von S i ni o n, 
der dasselbe aufbewahrte, zurückgeblieben. 

Durch die Huld und Miuiiriceiiz Ihrer kais. Hoheit der 
durchlauchtigsten Frau Erzh. Sophie, erhielt d«*is 3. Bataillon 



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250 



|*i xu der so treu bewahrten Fahne, ein neu««, kostbares Fahaeil« 
band mit dem bezeichnenden Motto: -Treue führt zum Siege" 
als Geschenk. 

.s««ndr.h„.b Im Monate September conceutrirteu sich die Batailloue 

:.,.i«n.hrr.ocwi«rin ihren St« bsstationen und übten dort Kvolutionen. im Sinue 
des im Frühjahre erschienenen ueuen Exercier-Reglemonts ; am 
28. selben Monats kehrten aber die Compagnien wieder in ihre 
früheren Garnisonsorle zurück, und gelaugte hier im Monate 
Ootober eine Ktandes-Reductiou zur Durchführung, jede Com- 
pagnie behielt 4 OtThciere und in Summa 127 Mann; der 
Keat der Chargen und Mannschaft wurde mit Urlaub iu die 
Heimath entlassen. 
'V^uin*«'" ^ )as Uataillon, welches im Monate November 1850 nach 
Oedenburg dispouirt worden war, wurde im Monate März mit 
der 1«). Division nach Baden und Concurremc, mit dem Ba- 
taillousstabe und der 11. Division nach Wiener-Neustadt, mit 
der 12. Division nach Frohsdorf und Katzelsdorf in Nieder- 
österreich verlegt, und in diesen Stationen auf deu Kriegsfuss 
gestellt. 

K ÄÄ*' Am ^ ,,uui wu,,l, ' ü Compagnien in Wiener Neu- 
w.J«awM. .stadt zusammengezogen und fand daselbst am 15. Juni die 
Fahnenweihe des Bataillons im Parke der Militür-Academie 

statt, 

m« rh d« Zu Anfang des Monats Juli erhielt das Bataillon Marseh- 

UMbIUmh und. ° 

Ju " befehl: es rückte am 5. .Juli der Bataillonsstab mit der 10. 
und 11. Division nach Keszthelv ab. die 12. Division wurde 
nach Veszprim detaehirt ; am 12. September wurde das ganze 
Bataillon nach Dodenburg dislocirt, erhielt aber schon am 
21» September neuerdings Befehl zum Abmärsche n. z. nach 
Komoru, woselbst das Bataillon nunmehr als stabile Garnison 
verbleiben sollte. 



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1852. 



Mit dem Helium; des Jahres lS. r >2 verlor das Regiment „.. 
seinen bisherigen Cowinandaütei] Oberst Sie Tau Meskovou 
Felsö Kubinv. welcher mit Oberst Anlun Szabö des Fürst 
Thuru-Taxis 50. lufauterie-Kegiments seinen Dieustesposten 
über Allerhöchste Anordnung zu tauschon hatU'. Am 8. April 
trafen heim Kogiinente r>(H) Rekruten ein, welche in gleicher 
Zahl ;in die Compaguieu vertheilt wurden; an ihrer Stelle 
wurden ebenso viele Leute in ihre Heimath mit Urlaub ent- 
lassen. 

Am 20. April verschied zu Wien der 2. ltegimeuts-lu- 
haber F. M. L.Leopold Kitter Wissiak von Wies»- n-' A^r"" 
hörst, und ernannte Se. Majestät mit Allerhöchster Knt- *„,!'.',',!!, T..*. 
Schliessung dtto. Ofen am 25. Juni 1.SÖ2 den F. M. L. VÜ ",",„ 
und Corpe-Gouiinandanten Eduard Graten Wengerskv von •»»»• 
Hugerschütz /um 2. Kegiments-Iühaher. 

Zu den Herbst Übungen in yrösseren Körpern wurden die ■ ■»'• 

Bataillone in den Stabsorteu concentrirt, mit Filde August u^Z'uil. 
aber das 1. Bataillon und die in Folge Allerhöchster Knt- *'■*"•« ,sw - 
Schliessung bereits zur Auflösung bestimmte Grenadier-Division 
aus Brünn zur Regimonts-Couceutriruug nach Troppau ge- 
zogen. Am 2. .September musste das :i. Bataillon nach Teschen 
abrücken und die 1H. Compagnie nach Bielitz detachiren. 

In Folge einer durchgreifenden Aenderung im Systeme 
des Äiüitär-Krziehungs- Wesens wurde eine grosse Zahl von ( , *:/£';:;,*; . 
Militiir-Bildungs-Anstalteu ins Leben gerufen, welche mit Be- 
ginn des Wintereurses von 1852/3 ihre Thätigkeit eröffnen 
sollten ; die seit mehr als einem halben Jahrhundert bestandenen 
Regiments-Krziehungshäuser hatten mit diesem Zeitpuncte auf- 
gelöst zu werden und wurde mit denselben eine Institution 



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252 



'"»■ aufgehoben, die .sich längst überlebt hatte. Die Zft^lin«_;e des 
eigenen Regimcnts-Erziehunge-HaiMies zu Knst am Xeusiedler- 
See wurden ihren Alterklassen entsprechend in anderen neu 
errichteten Militär-Instituten untergebracht. 
Anf.uii HnK .1. . Auf Anordnung des Armee - Ober - Kommandos erfolgt« 

hüjakniun, .\ u |«tellung eines aus 4 Kompagnien bestehenden Depot- 
Bataillons, dagegen hatten sich die bestehenden 4. Bataillon« 
mit den Regimentern zu vereinigen. Die Depot - Bataillons 
sollten selbstständig sein, und hatten hauptsächlich die 15e- 
stimmuug, einen Cadre für die Wafl'eniibuugeti der zahlreichen 
Urlauber zu bieten. 

D'-r Stand de> Bataillons war für den Frieden mit 4 
Officicrcn und »50 (iemeinen. dann einer entsprechenden Zahl 
von UnteiofHch'i'eii per Kompagnie festgeseset/.t worden. 

Das 4. Bataillon, seit dem Monate Mai nicht mehr in 
Körnern, sondern in Oedenburg stationirt. trat, am <i October 
behufs seiner Vereinigung mit dem Kegimente den Marsch 
nach Mähren an, wo es mittelst Eisenbahn schon am VJ. des- 
selben Monats in Bielitz eintraf 

Vor dem Abmärsche, war der ehemalige Kommandant 
des 4. Bataillons Major Adolf Korb mit einem Theil» des 
Chargen-»; 'adres, /.ur Aufstellung des Depot-Bataillons iu Oeden- 
burg zurückgeblieben; der Mannschaftsstaud des letzteren 
wurde dann durch die aus den ersten .'5 Bataillons ausgesuchte, 
am längsten dienende Mannschaft ergänzt. 

Das Kommando des 4. Bataillons übernahm der Haupt- 
mann Friedrich G r o b o i s. 



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18651 



Das Jahr 18f>3 brachte im Februar eine Standes-Er- 
hohnng. im Monate Juni jedoch eine abermalig«» Reducirung. 
in Folge welcher Massi egoin, zahlreiche Dislocationswechsel 
stattfinden mussten. — ohne dass das Regiment jedoch im 
grossen Ganten seinen Bequartierungsbereich verlassen hätto. 

Am 28. Juni beging »las Depot-Bataillon die Feier der v*t* 

Einweihung seiner Fahne. — Pathenstelle vertrat hiebei Ihre *" ° m * n * ,ar '- 
kais. Hoheit die Frau Erzh. Elisabeth von Oesterreich, geb. 
Princessin von Savoyen-Cariguan. Gemahlin Sr. kais. Hoheit 
des durchlauchtigsten Erzh. Rainer, und Mutter Sr. kais. 
Hoheit des Herrn-Regiments-Inhabers Erzh. Ernst. 

Das Fahneuband, welches Höehstdieselbe dem Bataillon 
spendete, trug auf grünem Sammtgrunde mit Goldstickerei 
die Namen „Auenhayn, Sona," auf der andern Seite die 
Widmung „Elisabeth Erzh. von Ostreich, geborne Princessin 
von Savoyen-Carignan." 

Seine Majestät der Kaiser ordnete am 28. Juli lHftf < ..„«.„.trin...« 

* dreier Armer- 

die Ooncentrirung dreier Armee-Corps in der Stärke von 40.000" i>*> ''in.au 
Mann bei Olmütz an. und w urden die aus Oesterreich, Ungarn, 
Mähren, Schlesien und Böhmen zusammenrückenden Truppen 
den Befehlen des Generalen der Cavallerie Grafen Wratislaw, 
unterstellt. 

Diese grosse Truppen-Ansammlung fand ihren Anlass in 
>lei im Herbste .1. J. Jahres stattfindenden Buiides-Inspeetion, 
dann aber auch in der Zusage Sr Majestät des Kaisers 



254 



N i c o 1 a u s v. Russland, den Herbstniauövern der österreichischen 
Armee-Corps beiwohnen zu wollen. 
»ÄS?. ET Anlässig dieser Concentrirung zu Olmfitz, hatte die 
"^T^nSJT'Brig&de G. M. Graf Thun sich noch im Laufe des Monats 
August, behufs der Uebungen in grösseren Körpern bei Troppau 
zu versammeln, und cantonirten alle Abtheilungeu des nun- 
mehr vereinten Regiments in der Umgebung dieser Stadt. 
M-r»'.^. M^.. Am 11. September begann der Marsch in das Lager von 
: '"" ,, '' r "olmütz ; das zuerst abrückende :5. Bataillon traf am Iii., 
das 1. und 4. Bataillon mit dem Regimentsstabe den 14., das 
2. Bataillon den 15. September im Lager ein : an diesem Tage 
waren auch alle anderen Truppen, welche zu dem Armee- 
Corps gehörten, in dem grossartigen Lager eingetroffen. 

Die 3 Armee-Corps hatten eine Gesamrat-Stärke von 
40.203 Mann mit 10 «45 Pferden. 
A,.k„..ft « r . M.jc Am 15. September Abends 5 Uhr traf auch Se. Majestät 
^ffffirT-ry - der Kaiser in Olmütz ein. 

Ausser dem Kaiser von Btt8ßla nd waren noch Gross- 
fürst Nicolaus, Prinz Wilhelm von Preusseu, Prinz 
Karl von B a y e r n, der Herzog von M o d e n a, sowie zahl- 
reiche Gäste aller Heere Europa's bei der am Kl. statt findenden 
grossen Parade anwesend. 

Das Regiment wurde bei dieser Gelegenheit durch Seiue 
kais. Hoheit den Herrn F. M. L. und Regiments- Inhaber 
Erz b. Brust den Majestäten vorgeführt. 
«tUum 4. M*»r». Die Uebungen dauerten nun bis 30. September fort und 
nahmen einen immer grossartigeren Charakter an; am ge- 
nannten Tage fand ein durch alle 3 Armee-Corps ausgeführtes 
Manöver statt und war hiemit der Reigen dieser im grössten 
Style angelegten Uebungen. welche die Bewunderung sämmt- 
I icher anwesender fremder Militärs erregten, würdig abge- 
schlossen. Schon am 1. October setzten sich viele Truppen 
wieder nach ihren Garnisonsorten in Marsch. 

Auch das Regiment Erzh. Ernst rückte wieder in seine 
früheren Garnisonen nach Schlesien ein, gab jedoch, da 
gleichzeitig eine abermalige Reducirnng des Maunschaftsstandes 
angeordnet worden war, das 2. und 3 ßatailloti zur Ver- 
stärkung der Garnison in OlmQtft ab. 



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1854. 



Der zwischen der Pforte und Russland, augeblich wegen 
Benützung der heiligen Stätte in Palästina durch die griechischen 
Christen ausgebrochen** Conflict, durch welchen Oesterreich, 
wegen der Nähe des voraussichtlichen Kriegsschauplatzes und 
durch die Schädiguug und Sperrung seines Handels auf der 
unteren Donau sehr empfindlich berührt wurde, hatte schon 
im December 18ö:i eine Couferenz der vier Grossniächte in 
Wien zur Folge, um die Vermittlung des Streites zwischen 
Kusslaud und der Pforte zu versuchen. 

Oesterreich hatte der russischen Regierung beständig von 
agressiven Schritten abgeratheu ; die Besetzung der Doiiau- 
furstenthümer getadelt und von der russischen Regierung das 
offene Versprechen erhalten, dass sie die Selbstständigkeit der 
Pforte nicht antasten und keine Eroberungen anstreben wolle 

Im Vertrauen auf diese Versprechungen wurde die öster- 
reichische Armee im Monat October 1853 auf den mindesten 
Friedensstand herabgesetzt. 

Als Russland nun doch daa Ultimatum der Friedens- 
konferenz mit Ueberschreitung der Donau, respective mit Er- 
greifung der Offensive, beantwortete und in Folge dessen am 
28. März von Seite der Westmächte die Kriegserklärung an 
Russland abging, befand sich die österreichische Regierung iu 
sehr peinlicher Lage. Alle politischen und Haudelsintere^sen 
schrieben ihr eine antirussische Richtung vor und dennoch 
widerstrebten die freundschaftlichen Beziehungen, welche seit 
lange zwischen beiden Höfen bestanden, einem Bruche. 



25t; 



"■«- So stark aber auch die Gefühle der Dankbarkeit, so 

innig auch die Sympathien des österreichischen Hofes für den 
russischen swiu mochten, das Interesse des Kaiserstaates forderte 
dringend eine Anspannung der militärischen Kräfte, und forderte 
die russische Rücksichtslosigkeit deren baldige Verwendung 
um so mehr heraus, als durch die vorgenommene Absperrung 
der Donau-Mündungen. Oester reich directe getroffen wurde. 

Nachdem nun Oesterreich mit Prelis seil eine mi- 
litärische Convention abgeschlossen hatte, mittelst welcher 
beide Regierungen sich gegenseitig den Vollbesitz ihrer Staaten 
garantirteu und sich verpflichteten, ausserdem die Interessen 
und Hechte Deutschlands gegen jeden Angriff gemeinschaftlich 
zu vertheidigen, befahl seine Majestät der Kaiser, ausser dem 
schon Ende Februar 18.">4 unter Befehl des F. M. L. Grafen 
Coronini aufgestellten, 5U.0UO Manu starken Observations- 
Corps an der serbischen Grenze, auch die ganze dritte und 
vierte, daun einen Theil der ersten Armee auf den Kriegsfuss 
zu setzen. 

n"wnu ?Ür Mit 20. Mai nahm in Folge dessen auch das 4M. Regimen! 
m™17£;u den Kriegsstand an und erhielt Hude Juni den Refehl : zu der 
m» i iv., in Galizien, der Bukowina und Siebenbürgen aufzu- 
stellenden Armee abzurücken. 

Das Regiment hatte nach Taruow in Galizien abzugehen. 
Am 4. Juli setzte sich das 2. Bataillon in Bewegung, mar- 
schirte nach Tarnow, wohin ihm das 3. folgte; der Regiments- 
stab und das 1. Bataillon brachen am F>. von Troppau auf 
und nickten von Teschen an, dem H. Bataillon nach Der 
Regimentsstab kam nach Tarnow, das l. Bataillon dagegen 
bezog Zbyltowskagora. 

Das Brigade-Commando übernahm in Tarnow GM. von 
M a n dl. 

In Folge Anordnung des Arinee-Obereommandos sollt«' 
das Regiment ein Greuadier - Bataillon zusammenstellen und 
dafür die 1., 7., 13. und 19. Compagnie neu errichten. 
Der Befehl hiezu war dem Depot-Bataillon Ende Juli 1Sr>4 
zugegangen, und bereits am 16. August gingen diese vier 
neu aufgestellten Coiupairnien vollkommen adjustirt uud aus- 
gerüstet unter Gommamio des Majors Johann Vagvou 
mittetet Eisenbahn über W ien nach Galizien ab. 



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257 

Das 2. Bataillon erhielt am 30. Juli Befehl zum Marsche ,«•■ 

■Mb n»< n 



nach Jaroslau, wo es am 8. August eintraf, aber sofort wieder ( 
weiter bis Przemysl marschiren musste, um sich mit dem 
Regimento zu vereinigen, welches sich am 7. und 8. August 
über Tuchow, Przemysl nach Monastarziska in Marsch gesetzt, 
aber in Przemysl am IG. Haltbefebl empfangen hatte. 

Das vereinigte Regiment wurde nun bei Przemysl be- 
quartirt. 



reichischen Armee und deren bedrohliche Ansammlung in 
Siebenbürgen und der Bukowina, folglich in Flanke und Rücken 
der russischen Donau-Armee, welche die Walachei und die 
Moldau occupirte. sah sich das russische Armee-Coinmaudo 
täglich in der Gefahr seine schmale Verbiuduugsliuie im Detile" 
von Foksany durch einen Vorstoss der österreichischen Armee 
gegen den Pruth zu verlieren, und entschloss sich daher die 
russische Regierung dem österreichischen Drucke nachzugeben, 
und die bisher standhaft verweigerte Räumung der Donau- 
Fürsteuthümer anzubefehlen. 

Die hierüber eintreffenden Nachrichten, sistirten natur- 
gemäss jede weitere Bewegung der Truppou in Galizieu, da 
eine offensive Beweguug gegen Russland, nachdem das öster- 
reichische Interesse nunmehr in den Fürstentümern und an 
den Donau-Mündungen gewahrt war, durchaus nicht in Ab- 
sicht stand. 

Daher erhielten alle im Monate August gegen die rus- 
sische Grenze in Marsch gesetzten Truppen auch sofort den 
Befehl zur Umkehr. 

Das Regiment Erzherzog Ernst marschirte zwischen 
UK August und t>. September nach Taruow zurück, wo es 
seine früheren Dislocationen bezog Da« Grenadier - Bataillon 
wurde dort mit dem Regimentsstabe vereint. 




de. «. l.-.nicn Ib/. Ucu. 



17 



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1855 



K.iu,enw,iibe ■>«• Das Grenadier-Bataillon des Regiments feierte in Tarnow das 
11 Juni Fest seiner Fahnenweihe am 12. Juni 1855 auf die solennste 
Weise. Ihre Majestät die Kaiserin Elisabeth hatte huld- 
vollst geruht, die Stelle der Fahnenmutter anzunehmen, und 
dem Bataillon ein kostbares goldgesticktes Fahnenband mit 
der Inschrift: „Sta. Lucia 6. Mai, Sona 23. Juli und Somma- 
campagna 25. Juli 1848" zum Geschenke zu machen. 

Inzwischen war es mehr als wahrscheinlich geworden 
dass sich Oesterreich mit seiner iu Siebenbürgen, der 
Bukowina und in Galizien kriegsbereiten Armee, den- 
noch am Kampfe mit Russland betheiligen werde; die 
Donau-Fürstenthümer waren, um deren fernere Neutralität zu 
sichern, bereits durch die österreichische Armee uuter Feld- 
zeugmeister Graf Corouiui besetzt worden. 

Da änderte der zu Taganrog plötzlich erfolgte Tod des 
Kaisers Nico laus, dem sein friedliebender, humaner Sohn 
Alexander auf dem Czarenthron folgte, plötzlich alle Ver- 
hältnisse. 

Russland war nun unter österreichischer Vermittlung 
zum Friedensschlüsse geneigt , und während sich hiezu die 
Diplomaten in Paris versammelten, wurde die Österreich ische 
Armee auf den Friedensfuss gesetzt. 

Das Regiment Erzherzog Ernst traf der Marschbefehl 
in Tarnow am 25. Juni, dasselbe hatte nach Prag abzurücken 
und dort iu das 1. Armee-Corps des Feldmarschall-Lieutenant 
Graf Clam u. z. in die Division Fürst Eduard Liechten- 
stein, Brigade Generalmajor Mandl zu treten. 



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259 

Das Regiment begann den Marsch mit dem Grenadier- *«r,ci. .i„ n.*. 
Bataillon und dem Regimentsstabe am 30. Juni; diesen folgte -7 !"**% 
successive das 3., 1. und 2. Bataillon nach. Die Route wurde*" ™;j , ™:: ta " d ' 
Ober Bochnia, Bielitz, Teschen und Mähr.-Ostrau genommen, 
von dort angefangen jedoch, wurde das Regiment mittelst 
Eisenbahn bis Prerau geführt. Hier hatte dasselbe behufs 
Entlassung der überzähligen Mannschaft einen mehrtägigen 
Aufenthalt zu nehmen, und wurden sämmtliche Abtheilungen 
in der Umgebung von Prerau, Kremsier, Leipuik und Hullein 
bequartirt. Diese Unterkünfte wurden zwischen 17. und 21. Juli 
bezogen. 

In diesen Dislocationen setzte sich das Regiment auf den 
Stand von 125 Mann per Compagnie. 

Die Plflgelcompagnien der Bataillone wurden ganz auf- 
gelöst; dagegen die, Grenadier-Compaguien in die bezüglichen 
Bataillone eingetheilt, und dio aufzulösenden Compagnien, sowie 
die Ueberzahl an Mannschaft zur Beurlaubung mittelst Eisen- 
bahn nach Oedeuburg abgesendet. 

Den 27. Juli war die Redueiruug des Standes durch- 
geführt, und wurde der Regimeutsstab, die 1. und 3. Grenadier- 
Compagnie, dann das 2. Bataillon mittelst Separat-Militär- 
Traius nach Prag befördert, denen am 28. das l. uud 3. Ba- 
taillon in gleicher Weise folgten. 

Das 4. Bataillon, welches sich auf Mann per Com- 

. 4. »■■iis ni.h 

pagme zu setzen hatte, rückte am 24. August nach Oeden- 

bürg ab, und bewerkstelligte dort seine Standes- Verminderung, ^'^"i",'^ 

indessen das Depot-Bataillon dort gauz aufgelöst wurde. 



17* 



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1856-1858. 



w«h«.i im D er Oberst Regiments - Commandant Anton S z a b ö 

wurde Ende 1855 zum General-Major befördert und der 
Oberstlieutenant Carl Osinölski von B o n c z a, im Monate 
August 1856 aus dem zeitlichen Pensionsstande eingetheilt, 
zum definitiven Regiments-Commandanten mit Belassung in 
seiner Charge ernannt. 
ÄÄ",!;: üüter dem 8 - December 1856 gab das Armee-Ober- 
er Am,... ( ' ominan( j 0 eine neue Ergänzungs-Bezirks-Eintheilung bekannt, 
nach welcher der Rayon der Stadt Oedenburg mit dem gleich- 
namigen Comitate an das Regiment Baron Hess Nr. 49, des- 
gleichen die Städte und Landbezirke Steinamanger, Güns, 
Güssiug, Kleinzell, Könnend, Ober-Warth, Särvar und Vasvar 
des Eisenburger Comitates an das Infanterie-Regiment .Fürst 
Schwarzenberg Nr. 19 abgetreten werden mussten; dem 
Regiment Erzherzog Ernst wurde Gross-Kanizsa als Depot- 
Station, das Zalaer und Somogyer Comitat, dann die Bezirke 
St. Gotthardt und Olsnitz (Mura Szombath) des Eisenburger 
Comitates zur Ergänzung zugewiesen. 

Dieser Aenderuug zufolge marsch irte das 4. Bataillon 
am 17. October unter Mitnahme aller Augmeutatious-Vor- 
räthe uud Kanzleien nach Gross-Kanizsa ab. 
nSSISmSSt l ,n Laufe des Jahres 1858 wurde das Regiment als Be- 
satzung in die Fe*stung Theresienstadt bestimmt, wo dasselbe 
im Mai des genannten Jahres eintraf. 



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1859 



Im Feldznge in Italien. 

Die im Jahre 1848 und 1849 durch die österreichischen 
Waffen erfochtenen Siege, hatten nicht vermocht den re- 
volutionären Brand, der ganz Italien ergriffen hatte, völlig 
zu ersticken, weil österreichische Grossmuth dem Hauptgegner, 
Sardinien, einen billigen Frieden gewährt hatte, vor allem aber 
demselben alle Mittel liess, um b?i nächster Gelegenheit aber- 
mals sich zum Kriege erheben zu können. 

Als Napole on der III. sich auf seinem Throne durch den 
glücklichen Ausgang des Krim-Krieges sicher wusste, und als 
Vorkämpfer des Romanismus und des Nationalitäten-Princips, 
sich zum Gönner Italiens aufgeworfen hatte — scheinbar in 
völliger üueigennützigkeit, wie aber die Folge lehrte, nur um 
es zum abhängigen Vasallen - Staate zu machen, und dem 
unerwünschten F/influsse Oesterreichs in Italien, den fran- 
zösischen zu substituiren — durfte die noch immer ver- 
grössorungssüchtige sardinische Regierung, mit dem mächtigen 
Bundes-Genossen Frankreich im Rückhalte, immer kühner ihr 
Haupt gegen Oesterreich erheben. 

Piemont rüstete mächtig zum Kriege, österreichische 
Anfragen wurden ausweichend beantwortet, und verkündeten 
vielfache Anzeichen den nahen Sturm. Noch fingirte Sardinien 
diplomatische Unterhandlungen, als bereits die französischen 
Truppen gegen Italien auf dem Marsche waren, und au dem 
Tage , an welchem in Turin das österreichische Ultimatum 



202 



wegen der Abrüstung übergeben wurde, hatten französische 
Truppen schon pieniontesiscbeu Bodeo betreten. 

Der österreichischen Kriegs-Erklänuig folgte jene von 
Frankreich, und am 23. April der Einmarsch von 100.000 
Oesterreichern in die Lomellina. 
M»r.fh »o.. Zu dieser Zeit stand das Regiment Erzh. Ernst noch 

".^jK.mnrü unter friedlichen Verhältnissen in Theresienstadt ; als die daselbst 
A^rti hm. garnisouirenden Bataillone italienischer Regimenter auf Kriegsfuss 
gesetzt wurden, musste das Regimeut diese Festuug räumen 
und marschilte Ende April da« 3. Bataillon nach Kamnitz, der 
Regimentsstab und das I. Bataillon nach Böhmisch-Leipa und 
das 2. Bataillon nach Auscha, um bis zum Abmärsche nach 
Italien dort zu verbleiben. 

Am 25. April erhielt das Regiment den Befehl zur 
sofortigen Anuahme des Kriegsstandes , zur Zusammen- 
ziehung der 4 Grenadier-Compagnien in eiu Grenadier-Bataillon, 
sowie zur Aufstellung der Ersatz-Compaguien und des Depot- 
Bataillons. Nach dreiwöchentlicher fieberhafter Thätigkeit stand 
das Regiment um Mitte des Monats Mai kriegsbereit da. 
M.r.,h.i,. Inzwischen wurde auch das 4. Bataillon, auf vollem 

rJXnZ^n» Kriegs-Stande, als Besatzuugstruppe nach Josefstadt abrücken 
' ,u '*'"""' gemacht, uud in Gross-Kauizsa das Depot-Bataillon mit dem 
Stande von 100 Mann per Compagnie aufgestellt. Der IG. Mai 
brachte die Anordnuug des Armee-Obercommaudos zur Er- 
höhung des Standes beim Depot- Bataillon aul 180 Gemeine 
per Compagnie, und zur Neuaufstellung eines 5. Bataillons. 
Es stand somit Ende Mai das Regiment mit 1 Greuadier- 
und 3 Feld-Bataillonen um Böhmisch-Leipa, das 4. Bataillon 
in Josefstadt; das 5. Bataillon wurde später als Besatzuugs- 
truppe nach Esseg in Marsch gesetzt, das Depot-Bataillon in 
Gross-Kanizsa belassen. 

Am 18. Mai erging an das Regiment der Befehl sich 
in Theresienstadt zu conceutrireu , die noch uothweudigen 
Ausriistungs-Massregelu durchzuführen, uud sich für alle folgen- 
den Eventualitäten bereit zu halten ; demzufolge rückte das 
Regiment am 18. aus den innehabenden Stationen ab, und traf 
am 19. in Theresienstadt ein. 
Anw« .1- Endloser Jubel ertönte, als am 20. Mai der Befehl bekannt 

w'mmpw rWben wurde, das* das Regiment am 22. als Avantgarde des 
aas Böhmen nach Italien bestimmten, unter Corainaudo des 



1». M.l IM«. 



uigmze 



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263 

F. M. L. Eduard Graf Cl am -Gallas, stehenden 1. In- »m. 
fantorie-Arnice-Corps abzumarschiren habe. Dieses Armee- 
Corps bestand aus 2 Divisionen, in deren erster, unter Com- 
mando des F. M. L Baron Cordou, das Regiment in die 
Brigade G. M. Graf Hoditz eingetbeilt war; es ging durch 
Deutschland mit der Eisenbahn über Dresden, Hof, Nürnberg, 
Augsburg, München nach Innsbruck, von hier zu Fuss nach 
Bötzen. 

Die Fahrt durch Deutschland glich einem Triumphzuge; 
nicht mir das Militär und die, von Seite der fremden Staaten 
zum Empfange bestimmten Deputationen und Ausschüsse, 
sondern das ganze Volk betheiligte sich an dem glanzenden 
Empfange und der grossartigen Bewirthung der kaiserlichen 
Truppen, um seine Sympathie für die österreichische Sache in 
demonstrativster Weise darzuthun; Officiere und Soldaten wurden 
auf den BahuhöTeu stürmisch begrüsst, und wie alte Bekannte 
unter Händedrücken und herzlichen Worten umrungen. 

Von Bötzen geschah am 29. die Weiterbeförderung 
mittelst Eisenbahn. 

Entgegen der ursprünglichen Bestimmung directe nach E ^ k « h « *» 
Mailand zu fahren, harrte des am 29. in Bergamo ein- oSw^TÄ 
treffenden Regimentes der Befehl, die ausgedehnte Eisenbahn- 
strecke zwischen Bergamo und Brescia zu decken, und vor- 
züglich die aus dem Serio- und Oglio-Thale mündenden Defileen 
im Auge zu behalten. Diesem Befehle zu Folge blieb das 2. 
Bataillon in Bergamo, und erwartete daselbst den Brigade- 
und Regiments-Stab mit dem Grenadier- und 3. Bataillon, 
während das 1. Bataillon schon in Brescia Halt machte und 
nach Zurücklassung der unter Commando des Hauptmanns 
Korren gestellten 2. und 3. Compagnie, nach Palazzolo 
rückte. 

Dem schwierigen Sichemngs-Dienste in der bis gegen 
Ponte Pietro, Almenuo, S. Salvatore, Torre Boldone und Se- 
nate ausgedünnten Strecke, dann der zahlreichen Patrulli- 
rungen von Bergamo südwärts längs der Eisenbahn bis nach 
Verdello und südwestlich gegen Grumello unterzog sich das 
Regiment nun mit Eifer und Ausdauer, wenngleich demselben 
die baldige directe Beteiligung am Kample dankbarer und 
wünschenswerter erscheinen mochte. 



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Das in Palazzolo gebliebene l. Bataillou hatte daselbst 
den Bahnhof besetzt, ein Ofticiersposten stand in Gruinello; 
es patrullirte gegen Seriate und Breseia und war durch die 
in Coccaglio stehende 2. und 3. Compagnie mit dem in letz- 
terer Stadt am 31. Mai eingetroffenen Grenadier-Bataillon vom 
Inlanterie-Regimente Erzherzog Josef Nr. 37 in Verbindung. 

In Bergamo selbst waren die Bataillone des Regiments 
Erzherzog Ernst in Kasernen untergebracht. In der Stadt 
gährte es mächtig. Ein Zug Artillerie uud pr. Bataillon eine 
Compaguie hatten strenge Bereitschaft; in der Nacht durch- 
streiften starke Patrullen die Stadt und der Bahnhof war 
durch eine halbe Ompagnie besetzt. 

Während dieser Vorgänge beim Regimente stand die Armee 
auf feindlichem Boden zwischen dem Po, Ticino und der Sesia mit 
dem Centrum ungefähr in Mortara, in einer strategischen Auf- 
stellung. Die kürzeste und natürlichste Angriffsrichtung der franco- 
sardischen Armee ging ohne Zweifel durch das DeAle" von 
Stradella über den mittleren Po gegen das Festungsviereck; 
die österreichische Armeeleitung hatte daher vornehmlich um 
den eigenen linken Flügel besorgt zu sein. 

Aber die Schwierigkeiten bei einem eventuellen Po- 
Uebergange mochten dem gegnerischen Feldherrn, dem Kaiser 
Napoleon III., so gewaltig erscheinen, dass er sich lieber 
zu einem Flankenmarsche im Augesichte der österreichischen 
Armee entschloss und seine sämmtUchen Truppen mit Hilfe 
der Eisenbahnen, dann durch den Po, und die eben hoch 
gebende Sesia geschützt, am äussf-rsten linken Flügel in der 
Gegend von Novara vereinte, um am 4. Juni bei S. Martino 
mit dem rechten, bei Turbigo mit dem linken Flügel den 
Tessin zu überschreiten und dann auf Mailand vorzudringen. 

Angesichts dieser Bewegung der verbündeten Armee be- 
schloss der österreichische Armee - Commandant, Feldzeug- 
meister Graf Gyulay, durch einen Gegenangriff am linken 
Ticino-Ufer die feindliche Offensive zum Stehen zn bringen, 
und ordnete demgemäss den Rückzug m das linke Ufer und 
die Concentrirung der Armee gegen Magenta zu an. — Bei 
letzterem Orte standen Theile des eben in Italien angelangten 
1. Armee-Corps, das bei der zu gewärtigeuden Schlacht gleich- 
falls mitwirkeu sollte. 



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26» 



Die Concentrirung zur Schlacht auf dem linken Ufer um*** 
des Tessin gelang der österreichischen Armee im Laufe des am «. j un i tu«. 
4. Juni heftig entbrenuenden Kampfes nur theilweise, da das 
8. Armee-Corps am 4. Juni Abends nur bis Binasco ge- 
langte, übrigeus auch vom 1. Corps nur die Hälfte (die Divi- 
sion Feldmarschall-Lieutenaut Montenuovo), vom 5. Corps 
nur eine, vom 7. Corps nur zwei Brigaden, in Summe circa 
50.000 Mann, au der Schlacht Antheil nehmen konnten, un- 
geachtet dessen, dass sich noch 92.000 Mann des 1., b., 7., 
8., U. Corps und der Reserve-Division Urban auf dem 
Kriegsschauplatze befanden. 

Die Franzosen gingen in zwei Colonneu über den Ticino ; 
die südliche, unter Napoleon' s Commando mit den Garde- 
Grenadieren an der Tete, wurde unter verzweifelter Gegen- 
wehr wiederholt au den Fluss zurückgeworfen, und vermochte 
allein keinen Fuss breit Terrain zu erobern; die zweite, unter 
Marschall Mac Mahon, passirte etwas nördlicher bei Tur- 
bigo den Fluss, ohne im ersten Augenblicke wesentlichen 
Widerstand zu finden; später jedoch, als diese Bewegung ent- 
deckt wurde, focht mau auch hier mit grosser Erbitterung 
und gelang es erst Abeuds den vereinten Anstrengungen beider 
französischen Colonnen, der österreichischen Vertheidigung ihren 
Stützpunkt, Magenta, zu entreissen ; hiemit endete am 4. Juni 
bei eingetretener Dunkelheit die Schlacht. Der grösste Theil 
der Truppen, namentlich jene am linken Flügel der Oester- 
reicher, blieben die Nacht hindurch auf dem Schlachtfelde 
und wollte Feldzeugmeister Graf G y u 1 a y mit Heranziehung 
der nahestehenden Verstärkungen die Schlacht am 5. er- 
neuern, als er durch den unerwarteten Rückzug eines Theiles 
des rechten Flügels, an eine vollständige Vereinigung seiner 
Armee für den 5. nicht mehr denken konnte und den allge- 
meinen Rückzug an die Adda anbefehlen musste. — Napo- 
leon dagegen, sah seine Stellung bei Magenta durch die dro- 
hende Haltung des österreichischen linken Flügels so gefähr- 
det, dass er mit Ausnahme des 2. Corps Mac Mahon, das 
Magenta besetzt hielt, seine Truppen über Nacht vom 4. auf 
den f>. Juni hinter den Ticiuo zog. 

Die Schlacht war somit unentschieden, wurde jedoch von 
den Oesterreichern, durch den angetretenen Rückzug verloren 
gegeben. Französischer Seite nahmen an der Schlacht bei Ma- 



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genta Theil, das Garde-, das gauze II. und das. halbe III. uud 
IV. Corps, somit circa 50 IHK) Mann (nach französischen An- 
gaben) indess 107.000 Mann, welche sich noch auf dem 
Kriegsschauplätze befanden, nicht zum Kingreifen kamen. 

Die Verluste der österreichischen Armee betrugen 281 
Ofticiere und 10.000 Mann, jene der Franzosen sollen nach 
ihren Angaben sich auf 240 Officiere und 4500 Mann be- 
laufen haben. 

Während am 4. Juni die Schlacht von Magenta ge- 
schlagen wurde, war laut eingelangter Kundschafter- Nach- 
richten Garibaldi in Lecco eingefallen, hatte die recht- 
mässigen Behörden entfernt und ein Provisorium eingesetzt ; 
das Veltlin befand sich in offenem Aufstande. Auf diese Nach- 
richten erfolgte die Concentrirung des Regiments Erzherzog 
Ernst um Bergamo herum; doch mussten starke Abtheilungen 
in Gorle, Seriate und Gorlago aufgestellt bleiben, und die bei 
Ponte S. Pietro und Almenuo befindlichen Adda - Uebergänge 
beobachtet werden. Zur Schonung des sehr angestrengten Regi- 
ments hatte die berittene Gendarmerie zu patroulliren. 

Am ü. Juni Nachmittags gegen 5 Uhr kehrte eine, unter 
Führung des Gendarmerie-Rittmeisters von Perglas gegen 
Ponte S. Pietro entsendet gewesene Patrouille, mit der Mel- 
dung zurück, dass sie bei Annäherung au den genannten Ort, 
mit Flinten-Schüssen empfangen und zum Rückzüge gezwungen 
worden sei. 

Nun wurde das Regiment allarmirt, und eine Division 
des 2. Bataillons unter Commatulo des Majors von Udvar- 
noky mit 2 Geschützen gegen Ponte S. Pietro beordert. 

Major von Udvarnoky kam gegen 7 Uhr Abends 
nach Ponte S. Pietro, liess gegen die Barrikade, welche die 
Insurgenten auf der Brücke über den Brembo errichtet hatten, 
2 Kanonenschüsse abgeben, und selbe dann erstürmen. Mit 
lautem „Edjen* und gefälltem Bajonete stürzte sich die Division 
auf die Barrikade und nahm sie. Die Insurgenten zogen sich 
auf das rechte Ufer, dann längs desselben gegen Vaprio-Camoniea 
zurück ; im Dorfe selbst wurden die letzten Gewehrschüsse ge- 
wechselt, und nachdem man sich die Ueberzeugung verschafft 
hatte, dass Nichts mehr vom Feinde daselbst verborgen sei, 
auf der östlich von Ponte S. Pietro befindlichen Anhöhe ein 
Lager bezogen, uud die Vorposten gegen diesen Ort aus- 



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267 



ft. Juni 



gestellt. Um Ponte S. Pietro, für die Theilnahme am Auf- 
ruhr «'ine Coutribution aufzuerlegeu, wurde am 7. Juni in den 
Morgenstunden Lieutenant Julius von Ruzsa mit einem 
politischen Beamten nach S. Pietro gesendet, um der Orts- 
bevölkerung diese Contribution zu verkünden. 

Absichtlich irre geführt, kam dieser Officier, nicht wie 
befohlen, zum Major von Udvamoky, der östlich des Ortes 
stand, und dem Officier eine Assistenz mitzugeben hatte, son- 
dern gelangte directe in das Dorf, wo er von G ar iba ldi'scben 
Heitern gefangen, und nach Lecco abgeführt wurde. 

Am 7. Juni musste in Folge eines, gegen 4 Uhr Nach- 
mittags mittelst Courier eingetroffenen Befehls, Bergamo ver- 
lassen, und vom Regimente mit der ganzen Brigade General- 
major Graf Hoditz, der Marsch zur Vereinigung mit der 
Colonne Feldmarsehall-Lieuteuant Baron Urban cregeu Vaprio- ^«»«1 

° r Rrulmcut. In .Ii. 

Cainonica, wo der letztere von Varese aus eingetroffen war, ''^i;'™ f ^f; '• 
angetreten werden. 

Der Zweck dieser Bewegung war ein mehrfacher; die 
Schlacht von Magenta. obwohl unentschieden, galt doch als 
verloren, weil sich die österreichische Armee zurückzog, ohne 
geschlagen worden zu seiu; Garibaldi mochte den Auftrag 
haben, den Rückzug der Armee an den Mincio vom Gebirge 
ber iu der nördlichen Flauke zu stören, und hatte eben Feld- 
marschall-Lieutenant Urban den Befehl: durch Cotoyirung 
der Armee im Norden, eine solche Störung zu verhindern; 
die aufrührerischen Städte Bergamo und Brescia, wo der 
Verrath innerhalb der Mauern lauerte, waren jedoch nicht 
zu halten ; so schien es zweckmässiger, um keine Truppeu au 
opfern, sie aufzugeben, und die dieselben besetzt haltende 
Brigade Generalmajor Graf Hoditz dem Feldmarschall-Lieu- 
tenant Urban zuzutheileu. 

In der Rocca von Bergamo war von den, noch vor dem 
Einrücken der Brigade Hoditz diese Stadt verlassenden 
Truppen, eine Division des Infanterie-Regimeuts Erzherzog 
Carl Nr. 3 als Besatzung geblieben, welche sich nunmehr 
nach Zerstörung aller nicht transportablen Vorräthe und Mate- 
rialien, an das Regiment anschloss. Feldmarschall-Lieutenant 
Urban erliess an die Brigade Generalmajor Hoditz den 
Befehl, am 8. Juni gegen Osio di sotto heranzurücken, um 
mit der Reserve-Division in näher •Vi-ibiuluug zu treten. 



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268 



mwjjjwj»« Die Concentrirung der um Bergamo postirten Abthei- 

*• J " Bi hingen des Regiments erfolgte gegen 1 1 Uhr Nachts des 7. 

südlich der Porta nuova; alle Posten trafen pünktlich ein. nur 
Lieutenant Friedrich Magistris, der mit einem Zuge 
Valtezze besetzt hielt, gelangte nicht rechtzeitig in Kenntniss 
vom Abmärsche des Regiments, und wurde Tags darauf von 
Garibaldi 'sehen Schaaren gefangen genommen. 

Die unter dem Befehle des Majors von Udvarnoky 
stehende, am 6. gegen Ponte S. Pietro gesendete Division mit 
zwei Geschützen, hatte in der Nacht vom 7. auf den 8. den 
Marsch längs des linken Brembo-Ufers, zur Sicherung der 
rechten Flanke der Brigade, über Albegno gegen Osio di sotto 
anzutreten; das 1. Bataillon von Palazzolo mit der Eisenbahn, 
oder wenn diess nicht möglich wäre, zu Fuss nach Seriate 
und von da über Zanica und Verdello gegen Osio di sotto zu 
rücken. 

Um 11 Uhr Nachts marschirte die 2. Grenadier-Divi- 
sion unter Commando des Hauptmanns Ignaz von G uck- 
ler vom Allarmplatze des Regiments zur Rocca, um die 
dortige Besatzung und die mitzunehmenden Vorräthe an sich 
zu ziehen : der Regiments-Train jedoch wurde mit Ausnahme der 
Kesselkarren, welche beim Regiment« blieben, um Mitternacht, 
unter Bedeckung der vom Hauptmann Johann von Mih.-l- 
lik befehligten 8. Compaguie, von Bergamo aus über Zanira 
gegen Cologno in Bewegung gesetzt. 

Das 3. Bataillon als Tete der Brigade stand zu gleicher 
Zeit auf der Strasse gegen Vaprio-Camouica in Marschordnung 
bereit: hinter demselben die Batterie, dann das 2. und das 
mittlerweile gleichfalls vereinte Grenadier-Bataillon ; der Marsch 
wurde um 12 Uhr Nachts angetreten. 

Am 8. Juni gegen 3 Uhr Morgens, erreichte die äusserste 
Vorhut das Dorf Osio di sotto, dasselbe wurde schnell durch- 
sucht, das 3. Bataillon gegen Breinbate di sotto dirigirt, und 
der Marsch gegen Boltiere fortgesetzt. 

Das 3. Bataillon stellte Vorposten längs des Brembo 
aus, und trat an demselben mit der in Camonica stehenden 
Division des Feldmarschall-Lieutenant Baron Urban in Ver- 
bindung, indessen die gegen 0 Uhr Vormittags des 8. in Bol- 
tiere eingetroffene Haupttruppe sich mit Sicherungsposten geg»>n 
Bergamo umgab. 



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269 



Das unter dem Befehle des Majors von Udvarnoky, ««•• 
gestandene Detachement hatte am 8. Morgens Brembate, west- 
lich von Mariano erreicht. 

Um 1 1 Uhr Mittags des 8. konnte man vom Kirchthnrme 
in Boltiere deutlich die in Bergamo wehende Tricolore sehen; 
so sehr hatten sich dessen treulose Bewohner beeilt, die Frei- 
schaaren Garibaldis herbeizurufen, und die Fahne ihres 
rechtmässigen Herrschers, gegen das Banner der Revolution 
zu vertauschen. 

Ganz Aehnlichcs hatte sich um diese Zeit auch in Seriate 
ereignet. Unmittelbar nachdem die zur Deckung der Bahn dort 
gestandene 10. Compagnie dasselbe verlassen hatte, um sich 
dem Kegimente bei Bergamo anzuschliessen. hatte die Empö- 
rung gesiegt, und befand sich die Stadt in Gewalt der In- 
surgenten. 

Dieser Umstand, der dem 1. Bataillon, welches laut Dis- 
position Marschbefehl nach Seriate hatte, in Palazzolo nicht 
bekannt sein konnte, hätte dieser Abtheilung leicht verhäng- 
nissvoll werden können. 

Am 8. Juni, Morgens */ s 4 Uhr, zog das 1. Bataillons- 
Commando , die in Coccaglio stehende 2. und 3. Compagnie, 
ebenso den Officiers-Posteu von Gruraello nach Palazzolo, und 
führte das Bataillon in Begleitung des aus dem kais. 
Hauptquartier von Verona gekommenen reeoguoseireuden Gene- 
ralstabs-Obersteu M e i s s r i m m e 1 mit einem rasch bereit- 
gestellten Eisenbahnzuge gegen Seriate; vor Einfahrt in diese 
Station wurde der Locoraotivführer durch einen Mann einer ver- 
sprengten Patruille des Regiments gewarnt und der Comman- 
ilant vorständigt, dass Seriate bereits von Freischärlern besetzt 
sei, worauf das Bataillon auswaggouirt und der Marsch gegen 
Seriate zu Fuss fortgesetzt wurde, während die Bagage unter 
Bedeckung der 6. Compagnie zurückblieb *). 



*) Ks ist unzweifelhaft, dass dieser ganze Eisenbahnzag der ver- 
rätherischen Tücke der Freischärler und Insurgenten zum Opfer gefallen 
wäre, hätte nicht Gemeiner Meinhard Kocsi» der 10 Compagnie 
den Train durch sein aufopferndes Benehmen zum Stehen gebracht. 

Am K. Juni 1859, einer aus Bergamo abgesendeten kleinen 
Patruille betgegeben, die auf den Feind »tossend von diesem zersprengt 
wurde, trachtete dieser Mann seiner Pflicht eingedenk, sich der Gefangen- 



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270 



C fe*u" Anf dem Bah ndamme marschierend, bildete ein Zug der 

a. j.aiiM» 1. Compagnie unter Commando des Lieutenant Herdt die 
Avantgarde und hatte bereits die lange Eisenbahnbrücke bei 
Senate über den Serio passirt, während der Rest der 1. Com- 
pagnie als Gros der Avantgarde unter Hauptmann Wenzel 
L u k a .auf derselben stand. Hauptmann M o r i z E i s 1 e r er- 
hielt eben den Befehl den Ort mit einer halben Compagnie zu 
durchsuchen, als plötzlich Schüsse aus dem Dorfe auf die 
Avantgarde fielen; worauf sich sofort ein lebhaftes Feuerge- 
fecht entspann, in welchem das 1. Bataillon alsbald 16 Ver- 
wundete verlor. Da der Ort stark besetzt, und ein Angriff durch 
das Brücken-Defile schwierig und jedenfalls mit grossen Ver- 
lusten verbunden gewesen wäre, dann um dem, Tags vorher 
erhaltenen, Auftrage zur Vereinigung des ganzen Regiments 
bei Osio di sotto nachzukommen, zog sich das Bataillou fechtend 
vom Eisenbahndamme gegen Süden in die Weingärten, brach 

schaft durch die rebellischen Banden zu entziehen und spähte in der 
Umgebung von Seriate auf eine Gelegenheit, sich an die nächsten Truppen 
anzuschliessen. 

Vor dem Orte Seriate hört er die Locomotive eines von Palazzolo 
kommenden Eisenbahn-Zuges, und sobald er österreichischer Soldaten 
darin ansichtig wird, überblickt er die Gefahr, welcher sie ahnuncslo? 
entgegeneilten, denn Kocsis hatte die aufgerissenen Schienen im Bahn- 
hofe Seriate, der nun von bewaffneten Insurgenten besetzt war, wob I 
gesehen; - Kocsis eilt auf den Damm, in dessen Nähe er sich ver- 
steckt gehalten hatte und winkt aus Leibeskräften ohne vom Locomotiv- 
fuhrer verstanden zu werden. Schon braust die Locomotive in unmittel- 
barer Nähe heran, da wagt Kocsis, au die Rettung seiner Kameraden 
das Leben setzend — den Versuch, sich auf den Tritt der Locomotive 
zu schwingen. Obwol nun dieser Versuch misslang und die Maschine 
den Kühnen mit Riesengewalt zur Seite schleuderte, — dämmerte doch, 
durch die Hartnäckigkeit des Soldaten geweckt, eine Ahnung der Gefahr 
im Maschine nführer auf, der nun auch sofort den Zug zum Stehen 
brachte. 

Wunderbarer Weise vom Sturze nur wenig beschädigt, machte 
nun Kocsis die hocherfreuliche Entdeckung, dass es die Kameraden 
des eigenen Bataillons waren, die er durch seiue That gerettet hatte, 
indem er nun dem Bataillons-Commandanten Oberstlientenant Johann 
Vagyon die Meldung machen konnte, dass die Schienen in Seriate 
aufgerissen und die Stationsgebäude von Freischärlern besetzt sind. 

Die volle Wahrheit dieser Angaben stellte sich bei der Fort- 
setzung des Marsches und im nachfolgenden Gefechte heraus, — und 
erhielt Gemeiner Meinhard Kocsis für seine hochherzige That später 
die goldene Tapferkeits-Medaille zuerkannt. 



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271 



hier das Gefecht ab und übersetzte beiläufig eine Stunde süd- 
lich von Seriate den Serio, ohne vom Feinde weiter belästigt 
worden zu seiu. 

Arn 8. Juni Nachmittags nach 5 Uhr erhielt das Re- 



tnncrntrirunj; de» 

II..*! turnt. > bri 
U.I.. <ll »oM». 



giment vom F. M. L. Baron Urban, unter dessen Commando 9 JtlBi 
die Brigade GM H o d i t z mit diesem Tage getreten war, den 
Befehl, sich unverweilt bei Osio di sotto eng zu concentriren, 
weil verlässlichen Kundschaftsnachrichten zu Folge, Garibaldi 
die Absicht hege, in der kommenden Nacht vou Bergamo aus 
mit 12.000 Maun einen Angriff gegen Süden zu machen. Das 
Regiment war schnell zum Abmärsche bereit: um 7 Uhr 
Abends wurde die Bewegung gegen Osio di sotto angetreten, 
wo die Abteilungen gegen 9 Uhr Abends eintrafen; dort 
vereinte sich das ganze Regiment, einschliesslich des über 
Zanica mittlerweile eingerückten 1. Bataillons. 

Schou während des Abmarsches aus dem Bivouac bei 
Boltiere brach ein Gewitter los, das gegen 8 Uhr orcanartig 
tobte und später in einen 6 Stunden anhaltenden Wolken- 
brueh überging. Während dieses Unwetters wurde die Auf- 
stellung mit der Front gegen Bergamo genommen, die Haupt- 
trappe stand im Dorfe Osio di sotto. Die Strassengräben waren 
zu reissenden Bächen geworden und der ganze vom Regimente 
besetzte Terrain uuter Wasser; erst am 9. gegen 4 Uhr Früh 
hörte das Toben des Sturmis auf. 

Gegen 7 Uhr Früh des 9. wurde ein Bivouac nordöstlich 
von Osio di sotto bezogen: das 3. Bataillon blieb indessen 
in der Vorposten-Aufstellung und wurde Mittags durch das 
2. abgelöst. 

Der Lagerplatz, so wie der ganze angrenzende Boden, 
war aber noch unter Wasser, so dass die seit dem 7. Nachts 
im Marsche begriffene Mannschaft sich vor eingetretener Mit- 
tagsstunde der ersehnten Ruhe nicht hingeben konnte; im 
Laufe des Vormittags musste die 2. Grenadier - Division 
unter Commando des Hauptmanns Edmund Grafen Cerrini, 
über Verdello und Spirano nach Cologno abrücken, um die 
nach eingelaufenen Nachrichten gefährdete und bereits von 
den Insurgenten angegriffene Wageu-Colonne mit der Bagage 
des Regiments abzuholen. 

Hauptmann Heinrich Husch ek mit der (i. Compagnie 
und der Bagage des 1. Bataillons, in beständiger Gefahr, von 



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272 



'«* den Iusurgenten angegriffen zu werden, hatte sich indessen 
mit Hauptmann Mihalik vereiuigt und den Regimeuts-Train 
glücklich nach Cologno gebracht; im Laufe des Nachmittags 
durch die 2. Grenadier-Division verstärkt, traten diese Abthei- 
lungen sofort den Marsch nach Osio di sotto an und trafen 
dort gegen 6 Uhr Abends ein. An demselben Nachmittage war 
die Regiraents-Pionnier-Abtheilung unter Ommando des Ober- 
lieutenaut Franz von Brauk o nach Vaprio-Carnonica abge- 
gangen, um theils zur Befestigung der Adda-Linie, theils zu 
den Zerstörungs-Arbeiten an der Adda-Brücke, verwendet zu 
werden. 

Am 10. Juni blieb das Regiment in seiner innegehabten 
Aufstellung; im Laufe des Nachmittags kehrte die, Tags 
vorher nach Vaprio-Camouica entwendete Pionnier- Abtheilung 
zurück. 

M.rvh n »rh Ain 11. Juni, früh 4 Uhr, wurde von der Division Urban 
u. ju«j. der Rflckzug gegen Antiguate angetreten. 

Zur Sicherung der linken Flanke erhielt die 1. Division 
des Regiments uuter Commando des Hauptmanns Moriz 
Eis ler den Auftrag, über Verdello und Urignano gegen den 
Serio zu rücken, denselben zu übersetzen und gegen Marti- 
nengo zu marschiren. 

Da« Regiment Erzherzog Ernst sollte mit dem Gros 
der erhaltenen Disposition gemäss, directe über Cologno gegen 
Ghisalba, dann nach Romano marschireu. 

Die am 0. und 10. Juni durch den Generalstabs-Officier 
der Brigade, Hauptmann Franz M a 1 1 a n o v i c h des eige- 
nen Regiments, vorgeuommeue Recoguosciruug führte jedoch 
zur Ueberzeugung, dass die Uebersetzung des Serio weder 
zwischen den beideu erstereu, noch beim letzteren Orte aus- 
führbar war ; — daher rückte das Regiment im Verbaude der 
Brigade über Cologno nach Morengo, stiess dort auf die im 
Rückzüge befindliche Brigade Rupp recht (gleichfalls zur 
Division Urban gehörig) und setzte dann den Marsch in 
südlicher Richtung gegen Mozzanica bis an die von Treviglio 
nach Antignate führende Hauptstraße , und auf derselben, 
bis zum letzteren Orte fort. 

Während des Durchmarsches durch Cologno wurden für 
den am 9. Juni dort gefangen genommenen Generalstabs- 
Hauptmann Pittoni, welcher zur Recognosciruug der Serio- 



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Uebergänge abgesendet und von den Einwohnern festgehalten 
war, Geissein mitgenommen. 

Das Regiment lagerte östlich von Antignate an der 
nach Chiari führenden Hauptstrasse. 

Die 1. Division, welche trotz wiederholter mühevoller 
Versuche den Serio östlich von Urguano nicht überschreiten 
konnte, folgte auf derselben Strasse dem Regimen te und traf 
gesell 7 Uhr Abends erschöpft im Lager ein. — Am 12. Juni 
ging der Rückmarsch über Urago d'Oglio nach Castel Covati. 
Die grosse Erschöpfung der Truppe zwang zu einem kleinen 
Tagmarsch, daher schon um 1 Uhr Mittags ein Lagerplatz 
östlich dieses Dorfes bezogeu wurde. 

Während dieser Vorgänge beim Regimente hatte die 
Armee nach der Schlacht von Magenta ihren Rückzug im 
Grossen in 2 Colonueu über Meleguano-C'rema-Manerbio, dann 
Corte Olona, Casalpusterleugo-I'izzighettoue gegen den Mincio 
fortgesetzt. - nach Ueherschreitung des Oglio sich jedoch in 
nordöstlicher Richtung gegen den Chiese gewendet, wodurch 
nun die Division Urban mit der heranmarschirendeu Armee 
in immer nähere Verbindung trat, und vom 13. Juni ab dem 
am nördlichen Flügel b r Armee zurückgehenden 1. Armee- 
Corps unterstellt wurde, mit welchen vereint sie auch den 
Chiese überschritt, 

Am 13. Juni marschirte das Regiment nach Capriano, 
und lagerte südlich des Ortes, während die 4. Grenadier-Com- 
pagnie die Brücken über die Mella bei Azzano und Corticelle 
besetzt hielt. 

Am nächsten Tage ging der Marsch nach Bagnolö, wo 
das Regiment mit dem 1. Infanterie-Armee-Corps sich ver- 
einigte und wieder in dessen Verband trat. 

Am 15. Juni Morgens 0 Uhr wurde der Marsch von Bag- 
nolö ans im Corps-Verbände angetreten : — gegen Mittag traf 
das Regiment in Montechiaro ein, wo das ganze 1. Corps Stel- 
lung nahm, um den von Brescia aus bei Castenedolo ange- 
gegriffenen Feldmarschall -Lieutenant Baron Urban aufzu- 
nehmen. Das Regiment wurde mit der ganzen Brigade Ge- 
neral-Major Hoditz gegen Vighizzolo vorgeschoben, besetzte 
den Ort und blieb bis 3 Uhr in einer Gefechts-Aufstellung, 
ohne angegriffen zu werden ; wornach die Position aufgegeben, 
und der Marsch gegen Chiarini fortgesetzt wurde. 



Nördlich des nach Lonato fuhrenden Weges, 3 / 4 Stunden 
von Chiarini, wurde vom Regimente das Lager bezogen. 
Am 10. Juni wurde Lonato gegen Mittag erreicht. 

Beim Anlangen daselbst wurde der Brigade der Befehl 
ertheilt, noch im Laufe des Tages nach Peschiera zu rücken; 
vor dem Abmärsche jedoch, bezog das Regiment mit der gan- 
zen Armee-Division Feldinarschall-Lieutenant^Cordon eine 
concentrirte Aufstellung bei Lonato behufs eventueller Unter- 
stützung einer scharfen Recognoscirung gegen Brescia, welche 
bedeutende Kräfte des Corps unternahmen. In dieser eoneen- 
trirten Aufstellung blieb das Regiment bis '3 Uhr Nachmit- 
tags, worauf es über Desenzano gegen Peschiera abrückte. 
Das Regiment hatte Desenzano bereits passirt, als das 1. Corps 
den Befehl erhielt, nicht nach Peschiera zu rücken, sondern 
den kürzesten Weg nach Castel venzago einzuschlagen: das 
Regiment musste daher umkehren, Desenzano noch einmal pas- 
siren und dann in die anbefohlene Richtung einbiegeu, um 
Nachts '/..ll Uhr bei Castel venzago auf dem angewiesenen 
Lagerplätze einzutreffen. 

Während das 1. Corps bei Castel veuzago lagerte, war 
die Brigade General-Major Hoditz gegen Brodena vorgescho- 
ben worden, um die Verbindung zwischen dem in Lonato ste- 
henden 7. und dem in Castiglione delle Stiviere stehenden 
8. Corps herzustellen; das 3. Bataillon lagerte nordöstlich, 
das 1. und 2. Grenadier-Bataillon südöstlich von Brodena. 

Täglich bezog ein anderes Bataillon die V«.rposteu, Front 
gegen Westen. 

Das Armee-Commando hatte zu jener Zeit noch die 
Absicht, in der Stellung von Castiglione-Lonato hinter dem 
Chiese, der gegen Montechiaro-Calcinato vorgehenden feindlichen 
Armee, neuerdings die Stirne zu bieten; mannigfache Er- 
wägungen, namentlich des Umstandes, dass sich die franzö- 
sische Armee durch Detachirungen gegen Mautua und Peschiera 
bedeutend schwächen musste, wenn man den Chiese und 
Mincio aufgab und den Kampf erst an der Etsch wieder auf- 
nahm , führten jedoch zu dem Entschlüsse dem Gegner die 
Chiese-Linie ohne Kampf zu überlassen, und erhielten sämmt- 
licbfl am Chiese stehenden Corps am 19. Juni den Befehl, am 
20. an und hinter den Miucio zu marschiren. 



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275 



Am 19. Juni oblag der Vorposten-Dienst beiui Regiment ««* 
dem 1. Bataillon; Abends um 8 Uhr traf vom Corps-Com- 
mando aus Castel-Venzago der Befehl zum Abmärsche hinter 
den Mincio ein. 

Das 1. Bataillon hatte demgemäss den 20. um 2 ühr 
Nachts in aller Stille die Vorposten einzuziehen, und der 
Brigade als Arrieregarde zu folgen. Der Rückmarsch ging über 
Castel-Venzago nach Pozzolengo. 

In letzterem Orte bezog die Brigade Hoditz eiue 
concentrirte Aufstellung als Reserve des, den Rückzug der 
Armee deckenden 1. Armee-Corps. 

Nach zweistündigem Aufenthalte, binnen welcher Zeit 
die Brigade Reznicek (gleichfalls des 1. Armee-Corps), am 
rechten Ufer des Mincio bei Salionze eine Aufnahms-Stellung 
bezog, erfolgte der Rückmarsch nach Oliosi, wo um 8 Uhr 
Abends Bivouak bezogen wurde. 

Am 21. Juni war die ganze Armee auf dem linken Ufer im um m 

U .«.I- IM 

des Mincio angelangt, das I. Armee-Corps, mit ihm auch das ».«it». 
Regiment, lagerte südwestlich von Quaderni. 

Seit dem, am 7. Juni Nachts 12 Uhr von Bergamo er- 
folgten Abmärsche, bis zum Anlangen in Quaderni, waren 14 
mit bedeutenden Anstrengungen verbundene Tage verflossen. 
Das Regiment, welches bis nun noch immer nicht die Ge- 
legenheit gehabt hatte, mit den regulären Truppen des Feindes 
sich zu messen, war in Folge der gehabten ausserordentlichen 
Anstrengungen, namentlich aber, aus Ursache der äusserst 
mangelhaften Verpflegung physisch herabgekommeu : Officiere und 
Mannschaft trugen aber mit soldatischer Resignation die harte 
Prüfung, die das wechselnde Soldatengeschick in diesen Tagen 
mehr oder weniger der ganzen Armee auferlegte. 

Bei Quaderni blieb das Regiment bis zum 22. Juni im 
Lager. Innerhalb dieses Zeitabschnittes fällt jener aus Verona 
vom 18. Juni 18a'J datirte Armee-Befehl, mit welchem Se. 
Majestät der Kaiser , den Oberbefehl der gegen den Feind 
stehenden Armee antrat; ferner die Thailing der Operations- 
Arme,' unter 2 Armee-Commaudanten , wov on das 1. Armee- 
Commando au F. Z. M. Grafen Wimpffeu, das 2. an den 
G. d. C. Grafen Schlick übertragen wurde. 

Da F. M. L Baron Cordon von der Armee abging. 



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276 

so wurde jene Division des L Armee-Corps, in welcher sich 
das Regiment Erzh. Ernst Nr. 48 befand, dem F M. L. 
Ludwig Freiherrn von Stankovics unterstellt. 

Am 22. Juni überraschte Se. Majestät der Kaiser einen 
grossen Theil der lagernden Truppen durch einen Besuch in 
den Bivouaks; begeisterte Jubelrufe begrüssten den Monarchen 
im Lager des 48. Regiments. 

vormrknn« ob.r Abends erhielt die Brigade G. M. Hoditz Befehl, am 
*». junT 2.1. um i> Uhr Früh abgekocht zu haben, und um 11 Uhr als 
Avantgarde des Corps, wieder über den Mincio vorzurücken. 

Nach der Schlacht von Magenta, welche der franeo- 
sardischen Armee grosse Opfer gekostet hatte , hielt sich 
der französische Oberfeldherr selbst für besiegt, denn seine 
Truppen zogen zum grossen Theil über den Tessin zurück: 
daher kam es, dass die österreichische Armee, deren Ober- 
leitung die Schlacht den nächsten Tag zu erneuern beabsich- 
tigte, und den Rückzug erst nach der Schlacht nur in Folge 
eingetretener, misslicher Umstände zu befehlen genöthigt war, 
gar nicht verfolgt wurde, und sich beinahe unbehelligt an den 
Chiese, später an den Mincio zurückziehen konnte. Die frauco- 
sardische Armee war dieser Bewegung nur langsam gefolgt. 

Mittlerweile waren jedoch in den Lagern der Oesterreicher 
so bedeutende Verstärkungen angekommen, und beseelte die 
Truppen, welche bei Magenta mit wahrem Löwenmuth ge- 
gekämpft hatten, ein so vortrefflicher Geist, dass schon 14 
Tage nach Magenta, die Wiederergreifung der Offensive mit 
den versammelten 150.000 Mann beschlossen wurde. 

Unglücklicher Weise fand das Zusammentreffen mit der 
*mmm m Hauptmacht des Gegners, dem erst am 25. .luni und an dem 
n!jwhm Chiese entgegengesehen wurde, durch die plötzlich rascher 
gewordenen Bewegungen des Feindes, schon am 24. statt: zu 
einer Zeit als die österreichische Armee noch auf einer grossen 
Front und in tiefen Colonnen in Bewegung war, — so dass 
die Aufmärsche der Corps sich sehr verzögerten und die vor- 
deren Divisionen geschlagen waren, als die rückwärtigen erst 
zur Entwicklung gelangten. 

Ein grosser Theil der Truppen, namentlich die Haupt- 
masse der Artillerie kam auf diese Weise gar nicht in's Gefecht, 
und es fanden sich somit österreichischer Seits beinahe alle 



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277 



kämpfenden Truppen einer momentanen üeberlegenheit gegen- >»» 
über, an der alle ihre Anstrengungen scheiterten. So ging 
leider auch diese Schlacht verloreu, in der 290.0W) Mann gegen 
einander kämpften, und die beiderseitigen Verluste je 20.000 
Mann überstiegen. 

Die österreichische Armee begann ihre Offensive am 
23. Juni, vom Mincio aus in folgender Ordnung: 

Am rechten Flügel, gebildet durch die II. Armee ging das 
8. Armee-Corps (F. M. L. ßcnedek), verstärkt durch die 
Brigade Reicht in des 6. Corps, die aus Tyrol über Peschiera 
herangezogen worden war, nach Pozzolengo ; das 5. Corps (F. 
M. L. Stadion) rückte über Valeggio nach Solferino, das 1. 
Corps (F. M. L. Cl am -Gallas) nach S. Cassiauo vor; das 
7. Corps (F. M. L. Zobel), die Reserve - Cavallerie - Division 
Meusdorf!' und die Artillerie-Reserve der 11. Armee übersetzten 
bei Fern den Miucio, hatten Cavriaua zu erreichen, und dem 5. 
uud 7. Corps als Reserve zu dieueu. 

Am linken Flügel in der Ebene, und mit dem rechten 
Flügel (II. Armee) durch die Cavallerie-Division Mensdorff 
verbunden, sollte die I. Armee operiren. Von dieser ging 
das 3. Corps (F. M. L. Edmund Fürst Schwarzenberg) 
bei Ferri über den Miucio und rückte nach Guidozzolo; das 
!». Armee-Corps (G. d. C. Graf Sehaffgotsehe) und das 
11. Corps (F. M L. Weigl) bracheu von Goito auf, und 
niarschirte das erstere mit der Cavallerie-Divisiou Zedtwitz 
nach Medole, das letztere nach Cerlungo, wo es dem 3. und !). 
als Reserve zu dieueu hatte. 

Für den 24. waren sämmtliche 7 Armee-Corps coneen- 
trisch gegeu die Linie Castiglioue-Lonato dirigirt und sollten 
alle Corps zwischen 8 und 10 Uhr Früh aufbrechen. 

Das kaiserliche Hauptquartier war am 23. iu Valeggio, 
am 24. iu Cavriaua. 

Ausser den überwärmten 7 Armee -Corps, sollte das 2. 
(F. M. L. Liechtenstein) dadurch an der Schlacht theil- 
nehmen, dass es eiue Division über Marcaria gegen die franzö- 
sische rechte Flanke detachirte. 

Das 10. Armee-Corps stand bei Nogara. 

Die Gesammtstärke der bei Solferiuo auftretenden 
Truppen betrug österreichischer Seits 150.000 Manu mit liÖO 
Geschützen. 



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278 

um. Indessen hatte aber die französische Armee dt-n Chiese 

erreicht und nahm im Laufe des 23. Juni folgende Stellungen, 
nachdem dieser Fluss am 21. u. 22. überschritten worden war. 

Der linke Flügel, die piemontesische Armee unter Befehl 
des Königs, aus den 4 Divisionen Du r and o, Fant i, Mollard 
und Cucchiari (die Infanterie- Division Cialdini war mit 
der Alpenjäger-Brigade unter General Garibaldi gegen Tyrol 
detachirt), dann der Cavallerie-Divisiou Sambuy bestehend, 
stand an den Gardasee gelehnt bei Rivoltella. Desenzano und 
Lonato. 

Das I. franz. Corps ' Marschall B a r a g u a y d' H i 11 i e r b) 
schloss sich rechts bei Esenta an die Armee des Königs, in- 
dessen das II. franz. Corps (Marschall Mac Mahou) Casti- 
glione delle Stiviere besetzt hielt, — und als Staffel rechts 
rükwärts zwischen Castiglione und Carpenedole das IV. Corps 
(Divisions-General Niel) mit den Cavallerie- Divisiouen 
Partouueaux am rechten und Devaux am linken Flügel 
hinter sich hatte. 

Das III. franz. Corps (Marschall Ca nrobert) stand noch 
bei Mezzano am rechten Chiese-Ufer und im Staffel-Ver- 
hältnisse zum IV. Corps; die Garde (Grenadier-Division 
Hellinet und Voltigeur-Divisiou Camou. dann die Caval- 
lerie-Division Mollis mit 6 Regimentern) unter Marsehall 
Keguaud de Saint- Jean d' Angely stand als Reserve 
im Ceutrum bei Moutechiaro, wo sich auch das Hauptquartier 
Napoleons befand. 

Das V. französische Armee-Corps unter dem Prinzen 
Napoleon kam mit der ncuformirten toscanischen Division 
U 1 1 o a vom mittleren Po heran , hatte jedoch den Oglio 
noch nicht erreicht. 

Die Gesammtstärke der zur Schlacht verfügbaren Truppen 
betrug nach französischen Augaben 140.<J(X) Mann mit 456 
Geschützen. 

Französischer Seits dachte man an eine Schlacht für den 
24. nicht, doch war man vorsichtig, weil man die österreichischen 
Vorposten in der Linie Guidizzolo- Pozzolengo wusste. Die 
Disposition für den 24. Juni dirigirte die ganze Armee in dem 
Verhaltnisse, wie sie es am 23. angenommen hatte, in die 
oberwähnte Linie. 



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270 



In Folge dieser ganz entgegengesetzten Bewegungen, 
inusste sieh am 24. ein allgemeiner Zusaminenstoss ergeben, 
der für die Oesterreicher dadurch überraschend ausfiel, dass 
die französische Armee um 3 Uhr Morgens aufbrach, — in- 
dessen die österreichischen Corps erst um 8 und 10 Uhr den 
Marsch antreten sollten. 

So trafen im Laufe des Vormittags die piemontesische 
Armee und das österreichische 8. Corps auf dem Plateau von 
S. Maitino auf einander; — das französische I. Corps und 
die Garde stiesseu auf das österreichische 5. und Theile des 
1. Corps bei Solferiuo; — das französische II. Corps bei 
Cassiano und später bei Cavriana auf Theile des österreichischen 
1. und 7. Corps. — indess das französische IV. und III. Corps, 
mit den beiden Cavallerie-Divisionen, - bei Medole, Kebecco 
und Guidizzolo den gauzen Tag über im heissen* Ringen dem 
österreichischen 3., *J. und später auch 11. Corps mit der 
Cavallerie-Division Meusdorff gegenüberstanden. 

Die Schlacht war vorwiegend Infanterie-Schlacht, da das 
Terrain die Verwendung der Artillerie in grossen Massen nicht 
gestattete. — und bestand bei der Tapferkeit beider Theile 
aus erbitterten Kämpfen um Höhen, Ortschaften und Häuser- 
gruppen. 

Sehen wir nun, welche Rolle dem Regimente Erzh. Ernst 
in dieser Riesenschlacht zugefallen war. 

Die folgende Schilderung der Thätigkeit des Regimentes 
in der Schlacht von Solferino, beruht auf den Dateu der 
officiellen Relation des 1. Armee-Corps-Commandos. 

In Folge erwähnten Befehls ist das 1. Armee -Corps 
mit der Division Stankovics an der Tete, um 11 Uhr 
Vormittags des 23. aus dem Bivouak bei Quaderni abgerückt, 
hat unmittelbar nach dem 5. Armee-Corps, bei Valeggio den 
Mincio überschritten, und zwischen '/n % und i j i 10 Uhr Abends, 
mit der Brigade G. M. Hoditz bei S. Cassiano, den Brigaden 
G. M. ReznUek und Päsztory westlich, und der Brigade 
G. M. Brunner östlich Cavriana das Lager bezogen: 
sowohl die Corps-Goschütz-Reserve, als ein Theil der Munitions- 
Reserve wurden noch im Laufe der Nacht nach Cavriana 
dispouirt, woselbst sie am 24. Juui um 8 Uhr Früh eintrafen. 



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280 



«»•- Mit Ausnahme der Kesselwägen, welche den Truppen unmittel- 
bar nachgefolgt waren, wurden sämmtliehe Bagagen der Armee- 
Corps in Quaderni zurückgelassen. 

Die Avantgarde- Brigade GM. Hoditz bezog in S. Cas- 
siauo die Vorposten und stand rechts in Verbindung mit dem 
5. und links mit dem 3. Armee-Corps ; derselben war ein 
Flügel von Haller-Huszaren zum Sicherheits- und Kundschafts- 
dieuste beigegeben. 

Nach der zur Vorrückuug aul* Castiglione delle 8t i viere 
für den 24. erlasseneu Disposition war das 1. Armee-Corps be- 
ordert, um 0 Uhr aufzubrechen, dem nach Esenta bestimmten 
5. Corps nachzurücken und Castiglione delle Sti viere zu be- 
setzen. 

Nachdem jedoch schon gegen 7 Uhr Früh von Cassiano 
die Meldung eintraf, dass bereits vor (» Uhr in der Richtung 
von Medole, später auch gegen Solferino hin, Geschützfetier 
gehört wurde, dass sich ferner feindliche Infanterie, jedoch in 
nicht auszunehmender Stärke in der Richtung von S. Vigilio 
gegen Castiglione zu, bewege, so erhielten sämmtliehe Brigaden 
den Befehl, sich so iu Bereitschaft zu setzen, um jeden Augen- 
blick vorrücken zu können, während man trachtete, sich über 
die allgemeine Lage besser zu orieutiren. Da bemerkt wurde, 
dass das Goschützfeuer über Solferino hin an Stärke zunahm, 
so erhielt die Brigade GM. Graf Hoditz den Befehl, nach 
Zurücklassung nur eines Bataillons in S. Cassiano, unverzüg- 
lich gegen Solferino zur Unterstützung des 5. Corps vorzu- 
gehen; die Brigade GM. Päsztory sollte in S. Cassiano in 
die verhsseue Stellung der Brigade GM. Hoditz einrückeu. 
F. M. L Baron Staukovics erhielt jedoch den Auftrag mit 
der Brigade Reznicek, welcher noch die 12pfündige Batterie 
Nr. 5 von der Corps-Geschütz-Reserve beigegeben wurde, so- 
bald als möglich der Brigade GM. Hoditz nach Solferino 
zu folgen. 

F. M. L. Baron Stankovics, welcher an die Spitze seiner 
Division eilte, traf folgende Dispositionen : Um den Flanken- 
marsch von S. Cassiano gegen Solferino zu decken, disponirte 
er eine Division des 14. Jäger-Bataillons unter Couimando 
des Obersten Pessler mit 2 Geschützen der 6pfündigen Fuss- 
batterie Nr. 4 auf die Höhen von Borgo Ravello und indem 
er seinen Generalstabs-Officier Hauptmann R e i n 1 ä n d e r nach 



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281 



Solferino zur Einholung weiterer Befehle, behufs entsprechender 
Eni. rstützung des ;> Corps entsandte, rückte er mit dem 
übrig, n Th.il der Brigade GM. Hoditz gegen Solferino vor, 
wo er selb« auf dem j>üdlicli«jii Abhang der Hüben, etwas west- 
lieh dieses Ortes, eine Stellung Front gegen Westen nehmen 
Hess, deren rechter Flügel sieb an das Castell lehnte. Die 
rj Geschütze der genannten Brigade-Batterie waren im Centrum 
und auf beiden Flügeln zugsweise vertheilt. 

Mittlerweile kam auch die Brigade Reznieek heran und 
nahm ihre Aufstellung .südlieh, mithin auf dem linken Flüge! 
der Brigade GM. Hoditz. 

Zwei Geschütze der Pipfündigeu Projeets-Batterie Nr. 5, 
welche temporär der Brigade Reznieek zugewiesen waren, wurden 
in der iiussersten linken Flanke, 4 Piecen jedoch knapp am 
linken Flügel sehr vorteilhaft placirt. 

Die > Haubitzen dieser Batterie und die ganze Cavallerie- 
Batterie Nr. S blieben en Reserve auf der Strasse von Oas- 
siano nach Solferino. Die Relation sagt nun wörtlich: 

D TJm 9*/« Ehr bttganu das Gefecht zuerst bei der Brigade 
GM. Hoditz. Das Infanterie-R«*giment Erzh. Ernst Nr. 48 
wurde sofort zum Vorrücken beordert; das brave Regimeut, 
unterstützt in der linken Flanke von einer Division des eben 
so braven 14. Jäger- Bataillons stürmte und warf den Feind." 

„Der Regiments-Commaudant Oberst Östriols ki, welcher 
gleich Anfangs verwundet wurde, dann die Bataillous-Com- 
mandanten Oberstlieutenant Vagyon, welchem das Pferd ge- 
tödtet wurde, und Major Biederer gingen den Truppen mit 
schönem Beispiel voran; namentlich hat sich Major Bauer 
durch Umsicht. Ruhe und persönlichen Muth hervorgethau. 

„Starke Abtheilungen französischer Truppen, worunter 
auch Chasseurs d'Afrique, warfen sich jedoch in die linke 
Flanke der Stürmenden und hinderten sie im weiteren Vor- 
rücken In diesem Augenblicke hat sich auch der Kampf hei 
der Brigade Reznieek entsponnen". 

Es wurde nun mit abwechselndem Glücke, aber zur Ehre 
der Kämpfenden sei es gesagt, mit viel Bravour und Aus- 
dauer durch volle 5 Stunden gekämpft, wobei das Infanterie- 
Regiment Erzh. Ernst noch zweimal zum Sturme schritt und 
zwei feindliche Angriffe abschlug. 



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282 

'*»• Bis um l'/j Uhr NM. gelang es den iu grossen Massen 

anruckenden, französischen Truppen nicht, die Division zum 
Wanken zu bringen und die österreichischen Truppu hielten 
sich im strengsten Sinne des Wortes bis zur letzten Patrone; 
doch die feindliche Uebermacht war zu bedeutend und für 
die 8 Bataillone der Division keine Unterstützung mehr ver- 
fügbar; dpnu bevor noch die von Cavriana heranmarschirende 
Brigade Brunner iu S. Cassiano eingetroffen war, wurde be- 
merkt, dass sich bedeutende feindliche Infanterie-Massen mit 
Artillerie südlich von Le Grole sammelten*), deren Absicht 
offenbar nur auf Borgo Ravello und S. Cassiano gerichtet sein 
konnte; auch standeu bei Ca Mariano ansehnliche feindliche 
Cavallerie-Masseu mit einigen Batterien **), welche die links 
vom 1. Corps stehende Division des F, M. L. Grafen Mens- 
dorff in Schach hielten. Aus diesen Umstäuden ergab sich 
die driugende Nothweudigkeit , die einzige noch disponible 
Brigade Brunn er des Corps bei S. Cassiano zurück zu halten. 

„Es konnte sonach uur ein einziges Bataillon Wasa 
Nr. »>0 (das 3.), welches von der Brigade Pisztory noch hinter 
Solferino stand, als Verstärkung den hart bedrängten Truppen 
des linken Flügels zugeführt werden, das jedoch leider eben 
dort eintraf, als unsere Truppeu, theils von der Uebermacht 
der auf der ganzen Strecke andrängenden feindlichen Massen, 
theils weil sie ganz verschossen waren und weder abgelöst, 
noch mit frischer Munition versehen werden konnten, theils 
auch wegen völliger Erschöpfung schon im Weichen begriffen 
waren." 

Bei dem Thurme von Solferino und auf den südlich zu- 
nächst befindlichen Höhen war ein verzweifelter Kampf, der 
dem Kegimente Erzh. Ernst 32 Ofticiere und über 800 Mann 
kostete. Ofticiere und Mannschaft wetteiferten iu diesem 5 
Stunden währenden Gefechte, das grösstenteils auf die kürzesten 
Distanzen geführt wurde, iu Tapferkeit und unerschütterlicher 
Ausdauer. ***) 

*) Das II franz. Armee-Corps Mac Mahon. 
'♦) Die französischen Cavallerie- Divisionen Deveaux und Par- 
touueaux. 

***) Fabnenführer Michael Szuppi, schon im Jahre 1S-I8 hei 
Sona mit der goldenen Medaille geschmückt, zeichnete sich hier neuer- 
dings aus; nach einem mibslungenen Sturme des 1. Bataillons, sollte 



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283 



Die feindlichen Truppen, gegen welche das Regiment an 
diesem Tage kämpfte, gehörten dem I. französischen Corps 



die um die Fahue versammelte Mannschaft erneuert /.um Bajonet-An- 
griffe vorrücken, wozu sie jedoch bei ihrer gänzlichen Erschöpfung 
nicht mehr zu bewegen war . Fahnenführcr Szuppi trat vor sie hin, 
mahnte sie an ihre Pflicht und schritt, selbst die Kalme hochsebwingend 
vorwärts, durch welch* Bchönos Beispiel angefeuert, ihm die Mannschaft 
begeistert folgte. Beim ROckzuge gelanges ihm, vordem auf dein Fu-se 
nachstürmenden Feinde, die Fahne uud mit ihr die Ehre des Bataillons 
zu retten. Er erhielt hiefür die silberne Tapferkeits-Medaille I. Classe. 

Der verwundete Oberlioutennnt, Regimeuts-Adjutant Stefan v. 
Guary, war durch den anstürmenden Feind gefangen genommen 
worden. 

Zugsführer Büky und Gemeiner Novak sammelten im An- 
gesichte der stürmenden Abtheilung schnell einige Tapfere uud im Be- 
wußtsein einer ehrenvollen Pflichterfüllung, stürzten sie tollkühn auf 
deu Feind und retteten ihren Vorgesetzten aus der Gefangenschaft 
Beide erhielten die silberne Tapfer kci's-Medaille I. Classe. 

Nachdem gefallenen Lieutenant Moriz Heller übernahm Feld- 
webel Jakob Lediuko das Commaudo des Zuges, mit welchem er die 
zu verteidigende Stellung gegen drei Bajo netangriffe behauptete und 
erst beim vierten Sturme durch die mittletweile angerückten bedeutenden 
Verstärkungen zum Rückzüge gezwungen wurde. 

Feldwebel Ledinko gab bei dieser Gelegenheit durch seltenen 
Math, und besondere Tapferkeit ein rühmliches Beispiel; sein uner- 
schrockenes Ausharren bot den schon früher zurückgedrängten Nachbar- 
Abtheilungen Gelegenheit, sich zu sammeln und den Kampf wieder auf- 
zunehmen. 

Eine in der Nähe von Solferino placirte Kanone war in Gefahr, 
von einer kleinen feindlichen Abtheilung erobert zu werden. 

Zugsführcr Schuh, der sich in der Nahe befand, feuerte auf 
diese sein Gewehr ab, stürzte mit gefälltem Bajonet auf den Feind, und 
rettete durch diesen tollhühneu Augriff die Kanone sammt der Be- 
dienungsmannschaft, — er selbst aber gerieth in Gefangenschaft; — 
Zugsführer Schuh und Feldwebel Ledinko erhielten die silbern« 
Tapferkeits-Medaille I. Classe. 

Wahrend des Rückzuges traf Corporal Jakob Kraus seinen 
verwundeten Obersten und Regiments - Coinmandanteu Karl von 
Osmolski am Verbandplätze; die feindlichen Gewehrkugeln erreichten 
bereits diesen Ort, der Feind war jeden Augenblick zu erwarten. 

In diesem gefahrvollen Momente gelang es diesem l'nterofficier. 
nuchdem dem Verwundeten möglichst schnell der Verband angelegt 
wurde, unterstützt von zwei Kameraden, mit der grössten Aufopferung 
unter dem heftigsten Kugeln gen des bereits sehr nahe gerückten 
Feindes, den Obersten zurück und auf ein lediges Pferd zu bringen, 
welche schöne, aus eigenem Antriebe vollführte That den Regiments- 



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284 



•«* au, und zwar der Brigade d' AI ton der Division Forey, die 
später durch die Voltigeur - Division C a m 0 u d e r G ai de 
speciell dem Regiment* Erzherzog Frust gegenüber — durch 
die Garde- Brigade Mauequc (1. uud 2. Voltigeur- Regiment 
und das Garde-Jäger-Bataillon) unterstützt wurde. 

Der Rückzug war aller beldenmüthigen Anstrengungen 
ungeachtet bei allen Corps, mit Ausnahme des siegreichen 8. — 
unvermeidlich geworden uud wurde vom 1. Corps über S. Cas- 
siano nach Cavriana unter dem Schutze der Brigade Fleisch- 
hacker des 7. Corps und einiger Batterien gegen Volta fort- 
gesetzt. Das 2. Bataillon des Regiments Erzherzog Ernst, 
welches in Cavriana das Castell besetzte, nahm später von 
hier seinen weiteren Rückzug directe auf Valeggio. 

Zwischen Cavriana und Volta sammelten sich theilweise 
die Truppen und nahm Feldmarscliall-Lieutenant Baron Stan- 
kovics mit den Abtheiluugeu seiuer Division neben und auf 
den Höhen von Grassi eine Arrieregarde-Stelluug. in welcher 
derselbe! später vom Feldmarschall-Iiieutenant Graf Monte- 
nuovo mit den von demselben gesammelten Truppen abge- 
löst wurde. Von Volta aus ging der weitere Rückzug unter dem 
Schutze des 7 Corps vom Feinde ganz unbehelligt nach 
Valeggio vor sich, woselbst das ganze 1. Armee-Corps am 
linken Ufer Stellung nahm, «las rechte aber zur Aufnahme der 
noch im Rückzüge befindlichen Abtheilungen verschiedener 
Corps mit dem 2. Bataillon W a s a - Infanterie Nr. <»0, einer 
Division von Erzherzog Ernst und dem Jäger-Bataillon der 
Brigade Fleischhak er nebst 2 Raketen - Batterien der 
Armee-Geschütz-Reserve besetzt wurde. 

Die erwähnte Relation sagt ferner wörtlich: 

„Bei dieser Gelegenheit kann nicht unerwähnt blei- 
ben, dass sämmtliche Stabs- und Oberofticiere in diesem 
gegen weit überlegene Kräfte geführten Kampfe den 
Truppen mit dem gläuzeudsten Beispiele der Tapferkeit 

Commandauten vor der sicheren Gefangenschaft rettete, der alle dort 
zurückgebliebenen verwundeten Waffeugcfahrten dald darauf verfielen. 
Die silberne Medaille war des liravcn Lohn. 

Zahlreiche Thülen waren noch hier zu verzeichnen, doch mögen 
die hier angeführten genügen, uud den vortrefflichen (»eist, der die Mann- 
schaft beseelte, kennzeichnen. 



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285 



vorangelcuchtet haben, und ist es besondere Pflicht, die '«* 
Nachstehenden wegen ihrer hervorragend rühmlieheu Lei- 
stungen namhaft zu machen 4 *: 

„Vom Infanterie-Regiment Erzherzog Ernst N r . 48: 
„Oberst und Regiments - Commandant von 09- 
molski (verwundet), — die Majore Ferdinand Bauer 
und Eduard von Udvamoky, Hauptmann Josef 
Korren, Oberlieutenant Emil T ä u f f e r (Brigade- 
Adjutant beim General-Major Grafen Hoditz), die Lieu- 
tenants Josef Seeling und Mori/. Heller (beide todt.»" 

..Einer belobenden Erwähnung haben sich ferner 
würdig gemacht: Oberstlieutenant Johann Vagyon, 
Major Josef von Me derer (verwundet)". 

„Die Hauptleute: Carl Falk, Johann von Miha- 
1 i k . Franz Oreskovits, Lad islaus Lutz e n b a c h e r. 
Oberlieutenants: Josef Gottmann. Josef Partheg vi. 
Carl Lasswitz, Ludwig von Turek. Lieutenant Ma- 
ximilian Straschiripka (verwundet) und Albiu Fuchs." 
Das Regiment hat in dem rühmlichen Kampfe, den es Krim«. r**«,* 

Ihf* I fcTl ItO. 

bei Solferino bestand, die gewonnenen Lorbeeren mit schwerem 
Verluste bezahlt. Todt blieben: 4 Officiere: Lieutenant 
Moriz Heller, Josef Seeliug, Carl Prohaska und Josef 
Leeb, nebst G2 Mann. 

Verwundet wurden: 22 Officiere und 347 Mann, 
und zwar: 

Oberst von 0 smolsk i , Major Josef von M e d e r e r 
(beide ihren Wunden später erlegen): Hauptmann Carl Falk, 
Josef Korren, Johann v. M i h ä 1 i k , Carl Graf C e r r i n i, 
Heinrich Husche k, Gustav Mazza, Ladislaus Lützel- 
bach er; — Oberlieutenant Josef Low. Eduard Klepscb, 
Thomas P i s k o r , Eugen von To vitsits. Stefan von G u a r y, 
Cornelius R i e d e r , Anton von Walter; — Uuterlieutenants : 
Jaroslav Graf Sternberg. Maximilian Straschiripka, 
Alfred Penther, Josef Pasztör, Josef Farkas und 
Friedrich von Feigl. 

In feindliche Gefangenschaft geriethen, — Officiere: 
Hauptmann Josef Korren (verwundet). Johann Mi Ii li- 
nk (verwundet): — Oberlieutenaut Carl Lasswitz, Eduard 
Klepsch (verwundet), Cornelius Ried er, Ludwig von Tu- 



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286 

rek; — Unterlieutenants: Ferdinand HebeDtanz, Albiu 
Fuchs und Unterarzt Franz Doli mann. 

Summe: 5 Officiere, 1 Unterarzt 

Vom Feldwebel abwärts 235 Mann. 

Vermieste blieben*): 

vom Feldwebel abwärts 161 Manu. 

Total- Verlust-Summe : 32 Officiere, 805 Manu. 

Die Verluste der österreichischen Armee bestanden in 
Ch7 Officieren, 2400 Todten, 10.000 Verwundeten, 9000 Ver- 
missten; — Summe: 22.000 Mauu. 

Die Franzosen gaben ihre Verluste auf 877 Officiere, 
24<X) Todte, 12.000 Verwundete und 8000 Vermisste, in 
Summe auf 18.3<H) Mauu an. 

Wie erwähnt, stand das Regiment in der Nacht des 24. 
in Valeggio; am 25. Morgens wurde der Brigade General- 
Major Hoditz die Aufgabe, eiue das 1. Corps deckende 
Sicherungsstellung westlich vor Valeggio zu uehmeu. Die- 
selbe erstreckte sich mit deu ausforsten Vorposten bis zu deu 
am rechten Ufer vorwärts Borghetto liegenden Anhöhen, wäh- 
rend die übrigen Abtheilungen des 1. Corps iu uud rückwärts 
des Ortes Valeggio lagerten. 

In dieser Aufstellung, bei blossem Wechsel der Batail- 
lone untereinander, blieb das Regiment durch 3 Tage, den 
Feind auf den Höhen zwischen Volta uud Castellarö beobach- 
tend, von ihm aber nicht angegriffen. 

Am 28. kam der Befehl zum Marsche nach Verona, 
mittelst Nachtmarsch vom 26. auf deu 29. Juni. — Die Bri- 
gade General-Major Hoditz hatte hiebei die Arrieregarde zu 
bilden und den allenfalls nachdringenden Gegner autzuhalteu ; 
um 11 Uhr Nachts waren die äussersteu Vortruppeu bei Bor- 
ghetto zurückgeuouimen, die hierzu vorgerichtete Brücke bei 
Valeggio über höhereu Auftrag abgebrannt uud wurde der 
Rückmarsch vom Feinde unbelästigt angetreten, bis vor Ve- 
rona fortgesetzt, woselbst das 1. Armee-Corps ein Bivouac vor 
Porta Cateua bezog. 
Ein,l ^'.7« in Mit I. Juli wurde die Brigade Generalmajor Graf Ho- 

^^""^'ditz aus Anlass der anbefohlenen Auflösung des 1. und 2. 



*) Die Vorinisstcn sind zum «nissten Theilc unter die Todten 
zu zählen. 



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287 



Armee-Corps, dem 8. Corps zugetheilt, welches unter dem 
Commaudo des Feldmarschall-LienteDant Ritter von Benedek 
stand; die Brigade Generalmajor Köditz trat beim 8. 
Corps iu die Division des Feldmarschall-Lieutenant Laug. 

Im Corps -Verbände marscbirte das Regiment iu der 
Nacht vorn I. auf den 2. Juli in ein Lager bei S. Pietro In- 
cariauo, woselbst das Corps eine gedeckte, einen allenfallsigen 
Ktsch-Uebergang des Gegners beobachtende Stellung einnahm, 
in der es, ohne angegriffen worden zu sein, 3 Tage blieb, 
um dann wieder in das frühere Lager vor Porta Catena bei 
Verona einzurücken. Indessen hatte die verbündete Armee 
unter Napoleon deu Miucio iu den ersten Tagen des Juli 
überschritten, nahm eine Aufstellung mit dem linken Flügel 
hei Ca-stelnuovo im Hügellande, mit der Freut hinter dem 
Tione-ßache bei Oliosi und Santa Lucia del Tioue, mit dem 
rechten Flügel bei Valeggio, um die in Augriff genommene 
Belagerung von Peschiera zu deckeu. 

Am :*). Juli schon endigten die kriegerischen Bewegungen ; w.ff, n ..iu.«««i. 
ein intimer und häutiger Verkehr mit dem Feinde deutete auf 
baldige Einstellung der Feindseligkeiten ; man sah französische 
Generale, auch den Prinzen Napoleon, in Verona ein- und 
ausfahren, uud kam bereits am 7. Juli eiu Waffenstillstauds- 
Vertrag zum Abschlüsse. 

Das Regiment rückte hierauf am 8. an die Demarcations- l j^£ f ' T r ™™ 
liuie in die Cantoniruugs-Stationen Castel d'Azzano und Cou- 
currenz; woselbst mit dem Armeebefehl Nr. 41 der Friedens- 
sehluss zu Villafranca am 12. Juli 18;")!* bekannt gemacht 
wurde. 

Der Feldzug war somit beendet. 

- Atixclchnnngea. 

Theils unmittelbar nach Einstellung der Feindselig- 
keiten, theils in Folge späterer That-Anzeigen kamen dem Regi- 
ment« an Auszeichnungen zu: 

Vier Orden der eisernen Krone 3. Classe und 
zwar für : Oberst von 0 s m 6 1 s k y, Major Eduard von 
Udvarnoky. Hauptmann Carl Falk und Josef Korren. 
Dreizehn Militär- Verdien st- Kreuze uud zwar für: 
Oberstlieutenant Johann Vagyon, Major Josef von 
M e d e r e r und F e r d i n a u d B a u e r ; Hauptmann J o- 
hanu von Mihälik, Carl Graf Cerrini, Franz Ores- 



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k o v i t s ; Oberlieutenant C a r I L a s s w i t z, L n d w i g v. T u r e k ; 
Lieutenant Anton von Walter, Josef Seeling, Max 
Strascbiripka, AI hin Fuchs, und Moriz Heller 
Sechs Offentlicht' Belobungen für Officiere und zwar: 
Hauptmann Franz Oreskovits uud Ladislaus Lutzeu- 
bacher; Oberlieutenant J ose f Gott mann. Josef Par- 
tlieg) i, Emil Täuffer und der beim Generalstabe zugetheilte 
Oberlieutenant Radivoj Medakov its. 
Ferner : 

2 goldene und 27 silberne Tapferkeits-Medaillen 1., dann 
52 silberne Tapferkeits-Medaillen 2. Classe, für hervorragende 
Thaten der Mannschaft. 

Der abgelaufene Feldzug war ein unglücklicher in jeder 
Beziehung; er kostete dem Vaterland« die Lombard ie, eine 
seiner herrlichsten Provinzen, an welche die österreichische 
Armee die schönsten friedlichen und kriegerischen Erinnerungen 
knüpft. Der Friede wurde geschlossen aus politischen Rück- 
sichten, denn die Armee war zwar besiegt, doch nicht gebeugt: 
mächtiger als je stand sie an der Etsch zwischen den drohenden 
Bollwerken des selbstgesehaftenen Festungs-Vierecks; Kampfes- 
muth und Todesfreudigkeit beseelte ihre Reihen, die noch 
gesteigert wurden durch den finsteren Trotz des Besiegten und 
deu Wunsch, den Tod so vieler Kameraden zu rächen, die 
selbst mit Aufopferung ihres Lebens das Verhängniss der 
Niederlage nicht hatten abwenden können. 

Doch es durfte, es sollte nicht sein; dieselbe Armee, die 
gewohnt war. auf den italienischen Schlachtfeldern der Neu- 
zeit nur Siege zu erkämpfen, musste besiegt heimkehren, und 
ihr einziger Trost blieb in ihrem Unglücke das Bewnsstsein 
treu erfüllter Pflicht, und die Anerkennung des kaiserlichen 
Kriegsherrn, die sich in folgendem Armeebefehle am 29. Juni 
1859 aussprach: 

„Die namhaften Verluste der Armee, insbesondere 
au (Meieren, liefern mir einen Beweis, mit welcher aus- 
gezeichneten Tapferkeit und bewunderungswürdigen Auf- 
opferung Meine braven Truppen bei jeder Gelegenheit ge- 
fochten haben." 

„Ich erkenne dieses dankbar an; das Bewnsstsein 
eine so tapfere Armee zu besitzen, erfüllt mich mit Stolz, 
und ich werde die Verdienste zu belohnen wissen." 



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289 



„Noch stehen der Armee weitere Kämpfe bevor, 
aber ich baue auf ihre Ausdauer, und bin überzeugt, dass 
sie im Glück und Unglück gleich, ihre Tapferkeit fortan 
bewähren wird." 

.Meine hier ausgesprochene Anerkennung der Lei- 
stungen der Armee, Meine Zuversicht, die ich auch für 
die Zukunft in dieselbe setze, ist den Truppen in einem 
Tagsbefehl zu publiciren und der Mannschaft in der 
Muttersprache zu erklären". 

Franz Josef. 

Nach geschlossenem Frieden blieb das Regiment in seinen 
Cantonirungs-Statiouen bei Castell d'Azzano, wo es sich durch 
Heranziehung der juugen Manuschaft vom Depot- Bataillon auf 
dem KriegssUinde erhielt, indessen über höhere Anordnung 
die Reservisten in ihre Heimat entlassen wurden. 

Seinem tapferen Obersten Regiments-Commandanten von 
Osmolski, der seinen ehrenvoll erhaltenen Wunden erlegen 
war. liess das Regiment auf dem Friedhofe zu Graz ein Denk- 
mal setzen. 

Im Monate August erfolgte der Wechsel der Cantoni- ""i^Z,?" 
ruugsstationen als Uebergang zu friedlichen Verhältnissen. 1M ' J 

Das Corps- und Divisions -Commando gelangten nach 
Padua; der Brigade-, der Regiments- und 3. Bataillonsstab 
nach Crespano, das Grenadier-Bataillon nach Padorno, das 1. 
Bataillon nach Asolo, das 2. nach One*. 

Mit Ende des Monats wurde der Regimentsstab mit 4 
C'ompagnien des 3. Bataillons nach Padua verlegt. 

Während das Regiment vollends, wenn auch successive 
in die stabilen Garnisonen nach und um Padua einrückte, 
marschirte das 5. Bataillon aus Essegg in die Ergänzungs- 
Bezirksstation Gross-Kanizsa, wo es nach dem Eintreffen auf- 
gelöst wurde. 

Später traf das Schicksal der Auflösung auch das Gre- 
nadier-Bataillon, während sich alle Compagnien der ersten 3 
Feld-Bataillone auf den Stand von 120 Gemeinen reduciren 
mussten. 

Oberstlieutenant Daniel von Vass. der seit der Ver- <*»*l'ff* m " t 

Panlr] \ a*N von 

«Hindling des Obersten Osmolski das Regiments-CommandoR^i.u^uV 1 !;, 
ad Interim führte, wurde nach dem Tode des letzteren zum 
Commandanteu des Regiments definitiv eruannt. 

OMcfalrht« J« 48. Linien Inf. «»jrt.. 19 



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290 



Verluste des Regimentes im Feldzuge 1859 in Italien. 

Uffleiere. Mannuohjfl. 



In Bergamo. 7. Jani 1859 

Gefangen . — 19 

Vermisst — 3 

Zusammen . - 22 

Gefeeht bei Sertate. 8. Juni 1869. 

Verwundet — 16 

Gefangen . . . • — 15 

Vermisst — 3_ 

Zusammen . — 34 

Gefecht bei Taltezze. 8 Jon! 1859. 

Gefangen 1 44 

Als Bedeckung eines Transportes. 9. Juni 1859. 

Gefangen ... — 3 

Zusammen ~~ 47 

Schlacht bei Solferino. 24. Juni 1859. 

Todt 4 62 

Verwundet 22 347 

Gefangen und grüsstentheils verwundet ... 6 235 

Vermisst 161 

Zusammen . 32 805 

Gesaramt-Yerlust des Regimentes im Feldzuge 

1859 in Italien 33 908 



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1860. 



Um eine bessere Ausnutzung der Ergänzungs-Bezirke und ""'"^J^*^" 
vermehrte Cadres der Infanterie für deu Krieg zu erzielen, >«" 
wurde mit Beginn des Jahres 1860 beschlossen, die 62 In- 
fanterie-Regimenter auf 80 zu vermehren. Nach den diesfalls 
getroffenen Anordnungen hatte das Regiment Erzherzog E rn st 
Nr. 48 das 2. und 3. Bataillon an das Infanterie-Regiment 
Erzherzog AI brecht Nr. 44 abzugeben, und erhielt dafür das 

3. Bataillon vom Regimente Erzherzog Franz Carl Nr. 52 
als 2. Bataillon, während das zu Gross-Kanizsa stehende eigene 

4. nunmehr das 3. Feld-Bataillon des Regiments wurde. 

Am 2. Februar waren die zu übergebenden 2 Bataillone 
des Regiments unter dem Regiments-Commandanten, Oberst- 
lieutenant Daniel von Vass, auf dem Prato della valle iu 
Padua ausgerückt, und wurden dort unter Tntervenirung des 
Brigadiers General-Major von Brehm durch Oberst Keim 
von Erzherzog Alb recht - Infanterie Nr. 44, dann vom Oberst- 
lieutenant Frubin und Major Gyurits als Bataillons-Com- 
mandanteu übernommen. — Mit diesem Acte vollzog sich ein 
schmerzlicher Scheidungs-Process, der durch eine Reihe von 
Jahren sorgfältig gepflegte Bande inniger Wechselbeziehungen 
und hochgehaltener Kameradschaft zerriss. 

Neue Ordr* 4« 

Ende April genehmigte Se. Majestät der Kaiser eine 
neue Ordre de Bataille, und wurde dadurch das 8. Corps- 
Hauptquartier, der Divisions- und Brigade-Stab nach Venedig, 
der Rt'giments-Stab von Erzherzog Ernst mit dem 1. Batail- 
lon nach Mira und Coucurrenz und das 2. Bataillon nach 
Ponte di Breuta und Noveuta translocirt. 

19* 



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292 

H \^ , !;!:;„'r^n,^,'i ,,K mtPU zwti ' Bataillone des Regiments setzten sich 



im Monate September auf den Stand von 150 Gemeinen pr. 
Compagnie mit vollen Kriegs-Chargeu, und rückten zur 14tä- 
gigen Brigade-Concentrirung uach Monselice und Coneurrenz. 
Nach Beendigung der grösseren Uebuugen kam der Regi- 
mentsstab und das 2. Bataillon nach Mira und Umgebung 
das 1. Bataillon nach Venedig in Garnison, 
si.ndr. Kru<i,j,,,« Die Compagnien der beiden Flügel-Divisionen des 3. Be- 
ocuiw im«, tail Ions wurden gleich jenen des 1. und 2. Bataillons auf den 
Stand von 150 Mann pr. Compagnie mit vollen Kriegs-Chargeu 
gebracht und traf das so verstärkte 3. Bataillon mit Aus- 
nahme der Mittel-Division, welche in Gross-Kanizsa verblieb, 
zur definitiven Vereinigung mit dem Feldregimente Ende 
October in Mestre ein. 
KrrirMunic d,r Behufs Abrichtunk' der Rekruten der letzten Stellung 

l)r|.'.l IHvl.lon. 



Mtrn Ii 

I. ]Utiull»n* 
Mir, norf 



wurden Depot-Divisionen mit Chargen nach dem Friedens- 
staude, dann je 20 älteren Gemeinen und 80 Rekruten pr. 
Compagnie in den Krgänziings-Bezirkeu neu errichtet; ferner 
wurde im October die Mittel-Division des 3. Bataillons mit 
Kriegs-Chargen und 30 älteren Gemeinen, dann 120 Rekruten 
J «^ rh per Compagnie versehen. Das 1. Bataillon rückte im Novom- 
; vn ber vou Venedig in die Rcgimeuts-Dislocation nach Mira und 
Coneurrenz; während die Mittel-Division des 3. Bataillons 
unter Commando des Hauptmanns Franz M a 1 1 a u o v i c h von 
Gross-Kanizsa nach Teltseh in Mähreu abmai-schirte 



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18(51. 



In Folge der in Ungarn herrschenden politischen Giihrung 
hatte die Regierung beschlossen, die ungarischen Regimenter 
in die eisleithanischen Provinzen zu verlegen. K.br««i»i. 

Dieser Beschluss hatte auch den Abmarsch der Depot- 
Division von Gross-Kauizsa nach Tyrol zur Folge, wo dieselbe 
Anfangs März in Schwaz, als ihrem ueuen'Garnisonsortc eintraf. 

Durch den ebenso unerwarteten, als schmerzlichen Ver- kt 
lust, welchen das Regiment durch den plötzlichen Tod des m - h*" 
hochverehrten und geliebten Obersten Daniel Vass von 
Diod-Värallya erlitt, wurde das Reginients-Comuiaudo erledigt 
und am 26. März dem Oberstlieutenant Ferdinand Bauer 
des 62. Infanterie-Regimentes, der früher schon den Feldzng 
18Ö0 im 4*. Infanterie-Regimente als Major uud Grenadier- 
Bataillons-Commandaut mitgemacht hatte, verliehen. 

In Folge einer Veränderung in der Ordre de bataille v "* ndt '-" 11 0r<,r * 
trat das Regiment in das vom F. M. L. Philipp Graf Stadion 1 «*»• 
commandirte ö. Armee-Corps, Brigade G. M. Kirchbach und 
wurde nach Verona translocirt: bald nach dem Einrücken da- 
selbst wurde jedoch wegen Mangel an Unterkünften das 1. Ba- 
taillon nach Alpo, Custell d'Azzano und DosBObnoitO detachirt. 

Die unsicheren Beziehungen zu Italien, die dort herr- 
schende grosse Aufregung im Vereine mit dem Drängen und 
Drohen der Actionspartei. von welcher mindestens Putsch-Ver- 
suche uud partielle Einfälle ununterbrochen in Aussicht gestellt 
wurden, Hessen schon im Jahre 1860 au den Ausbruch von 
Feindseligkeiten glauben : so dass die. österreichische Armee in 
Italieu in einer Art permanenter Kriegs-Bereitschaft sich befand. 

Das Armee-Commando musste die Eventualität eines 
plötzlichen aggressiven Vorgehens der italienischen Regierung 
im Auge behalten und bei der Unterbringung seiner Truppen 



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204 



darauf Bedacht nehmen, <li«-s*'lbt»ii rasch zur Hand zu haben, 
wesshalb t'iin' Zusammenschiebung derselben gegen Wösten 
stattfand, als die Kriegsgefahr wuchs. Aus diesem Aulasse 
erfolgte auch die Verlegung des Regiments-Stabes und 2. Ba- 
taillons mit Hinterlassung der grossen Bagagen in Verona, 
nach Sommacampagna noch im April. Die Mittel-Division des 
3. Bataillons traf zu gleicher Zeit aus Teltsch in Mestre ein. 

Im Monate April erfolgte auch noch die Verlegung der 
Depot-Division von Schwaz nach Innsbruck. 

Wie im Jahre 1860 mit Beginn des Sommers eine 
nüchterne Stimmung die kriegerischen Vclleitäten verscheucht 
hatte, so kehrte auch in diesem Jahre im Heerlager der ita- 
lienischen National-I'artei bald eine besonnenere Auffassung ein, 
wozu wohl hauptsächlich die italienische Finanz-Misere und die 
unvollendete Armee -Organisation beigetragen haben mochte; 
dieser Sachlage entsprechend kehrten die österreichischen 
Truppen alsbald in ihre stabilen Garnisonen und zu den ge- 
wohnten Friedensübungen zurück. 

Im Juni bezog das Regiment Erzherzog Ernst den 
Cantonirungs-Rayon um Rivoli, behufs Vornahme von grösseren 
Waffen ubungen ; der Brigade-Stab kam nach l'esina, der Re- 
gimentsstab mit dem 1. Bataillon nach Affi und Umgebung. 
M.r.efc..<h das 2. Bataillon nach Rivoli und Concurrenz zu liegen. Nach 
s "Zu,^J^' u Beendigung der Brigade-Uebungen marschirte das Regiment 
ottohw mu, Anfangs Juli uach Verona; Ende October war jedoch eine neue 
Dislocations-Aenderung befohlen und ging der Regimentsstab 
mit dem 1. Bataillon nach Isola della Scala uud Concurrenz, 
das 2. Bataillon nach Bovolone und Umgebung. 
btMrimv*« Mit 1. November wurde die Depot-Division aufgelassen 

4. Bataillon* »Uli * 

'"p** m *- und das 4. Bataillon in Innsbruck unter Commando des Haupt- 
mann Franz Mattanovich, mit einem Stande von 100 
Gemeinen per Compagnie neu aufgestellt. Die Zusammenstellung 
erfolgte durch Beibehaltung der Depot-Division, als 10. uud 20. 
Compagnie und neue Aufstellung der 21., 22., 23. und 24. 
Compagnie durch Standesherabsetzung des Feld -Regiments und 
Zuweisung von Chargen. Im Ergänzungsbezirke blieb aus dem 
Stande des 4. Bataillons nur ein Dctachemeut. Die Feldcom- 
pagnieu wurden von 180 auf 120 Gemeine vermindert. 



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1862-1865 



Seine Majestät inspicirte die Armee in Italien und traf Au .^"™ tl d n ' g Tnr 
am 2. Jänner Morgens in Verona ein; zu der dort statt-** m $SS2. 4m ' 
findenden Parade- Ausrückung wurde eiie Deputation des Re- * • J * nn,r , « a - 
gimentes, bestehend aus Ofticieren und Mannschaft beige- 
zogen.*) 

Der Regiments-Commandant Oberstlieutenant Ferdinand 
Bauer wurde im März zum Obersten befördert. wSTS«. 

Am 17. Mai fand die Fahnenweihe des 1. Bataillons inr^ »« »^««« 
Isola della Scala statt. Der Corps-Commandant F. M. L. Graf m., i*w 
Stadion, Brigadier G. M. Kirchbach, nebst vielen Ofticieren 
als Repräsentanten der verschiedeneu im Corps - Verbände 
stehenden Truppen beehrten mit ihrer Gegenwart diese Feier. 

Die hier geweihte, weisse Leibfahne wurde über Aller- 
höchste Bewilligung mit jenem Fahnenbande geschmückt, 
welches Ihre Majestät die Kaiserin Elisabeth im Jahre 1854, 
dem 1859 aufgelösten Grenadier - Bataillon verliehen hatte; 
als die Bataillons - Fahnen abgeschafft wurden , erwählte 



*) Diese Parade ist durch die vor den versammelten Ofticieren und 
Truppen gehaltene zündende Ansprache des F. Z. M. Benedek, in 
welcher der Armee-Commandant die Liebe, Treue und Hingebung der 
Armee an Kaiser und Vaterland in kernigen Worten Ausdruck gab, 
und durch die stürmischen und begeisterten Beifallsbezeigungen der 
Officiere und Mannschaften zu einer grossartigen politischen Demon- 
stration geworden, die nicht verfehlt hat, bei den Chauvins jenseits der 
Grenze einen tiefen Eindruck hervorzubringen, — sowie anderseits Se- 
Majestät tief gerührt war von dem begeisterten Empfange, den die treuen 
Hüter des Landes und des Thrones hier unverhofft bereitet hatten. 



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296 



Mmt »i I* narb 



man diese Leibfahne zur Fahne des Regimentes, und ist diese 
das Panier, das bei feierlichen Anlässen heute noch seinen 
tapferen Söhnen vorangetragen wird. 

Im Anfango des Monats Juni marschirte das Regiment 
J ""' mit beiden Bataillonen nach Verona , das 3. Batailion am 

1. August von Mestre nach Venedig, 
ig««» de. Im November wurde das 4. Bataillon mittelst Eisenbahn 

«. Ilotaill n. nach 

von Iu,lsDrui * in die Ergänzungsbezirksstation Gross-Kanizsa 
befördert, und dort dem Commando des Majors Johann 
Roseuzweig unterstellt. 
s Brilon to„ Am 1. Mai 1863 wechselte das 3 Bataillon seine 

Vrntdlft nach 

, ( m!!mw. ^fo nun innegehabte Dislocation, indem es von Mestre nach 

Chioggia abmarschirte. 
o.rni.o 0 . Das Regiment wurde vom L. Juli an, während der vom 

jm'ZTI?«« ^' ^ or P s abzuhaltenden dreimonatlichen grösseren Waffen- 
,8M Übungen auf 2 Monate zur Garnisons - Dienstleistung nach 
Peschiera commandirt, das 3. Bataillon jedoch am 1. August 
von Chioggia nach Venedig zurückbeordert. 
e uSSSSSUr Behufs grösserer WafTenübungeu bei Rivoli, coueeiitrirte 
i. Jürl i»«. sicn das Regiment am 1. September in Capriuo und bezog 
in der Hälfte des Monats ein Zeltlager bei la Presa, welches 
aber wegen der äusserst regnerischen Witterung noch vor 
Ablauf der Uebungszeit aufgegeben werden musste. 

Am 27. September ruckte das Regiment wieder in 
Verona ein. 

Aus Sparsamkeits-Rücksichten wurden im Herbste 1863 
eingreifende Reductionen anbefohlen, und auch ein Theil der 
Truppen aus dem Rayon der Silber-Wahrung im Vonetianischen 
in die andern Provinzen entsendet, 
M.r.rh de. im Anfange des Monats October setzte sich auch das 

S. IlataJUom nach ° 

3. Bataillon des Regimentes behufs Standesherabsetzung, mit 
der ursprünglichen Bestimmung nach Csakathurn, von Venedig 
in Marsch: wurde aber schon zu Ende October nach Zala- 
Egerszeg verlegt und auf 20 Gemeine per Compaguie, wie schon 
vorher beim 4. Bataillon geschehen, reducirt. 
M.r».n d«. Der Abmarsch einiger der in Wien stationirt gewesenen 

wim. Infanterie-Regimenter nach Schleswig-Holstein, machte einen 
Ersatz dieses Abganges nothwendig, und wurde die Garnison 
Wiens durch 8 dritte Bataillone verstärkt. - Unter die hiefür 
bestimmten Truppen, traf auch das 3. Bataillon Erzh. Ernst 



(»aluithnrn. 
Ot«„b«r 1SM. 



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297 



diese Commandirung und ging dasselbe von Zala-Egerszeg »•« 
mittelst Fussmarseh nach Gross-Kanizsa, und von dort mittelst 
Eisenbahn nach Wien. 

In der Ueumai kt-Caserne untergebracht, wurde dasselbe 
der Brigade G. M Reznifek — später in jene des G. M. 
Gaissl er eingetheilt. 

In diesen Verhältnissen blieb das Bataillon bis Ende 
November 18(54, zu welcher Zeit es nach Verona abrückte, 
um sich dort mit dem Regiment« zu vereinigen 

Das Regiment lag während der Jahre 18<>4 und 1865 in 
Verona in Garnison, befand sich in vollkommen normalen 
Friedens-Verhältnissen und siud nur folgende besondere Vor- 
kommnisse zu verzeichnen. »t.«.dr. R«ju«in n 

Im Ortober 18(34 wurde die Herabsetzung des Standes 
bei den Feld-Bataillonen auf 91 Köpfe per Compagnie ange- 
ordnet. Fort.h««Uiingrn. 

Mit Eintritt des Winters übernahm das Regiment einen ' l, ' l "" hir IV * 4 
Theil der Forts-Besatzungen in Verona am linkeu Ufer u. z., 
die 5. und 6. Compagnie besetzte die Chiusa- Veueta und rückte 
hiezu nach Ceraino ab; die L, 2., 3. und 4. Compagnie be- 
zogen diw Castel S. Pietro; die 7. und 12. das Fort Sofia. - 
Die 8., 9. und 10. Compagnie wurden in der S. Francesco- 
Kaserne, die 11. und 18. in der Tanara-, die 13., 14., 15., 16. 
und 17. Compagnie iu der Allegri-Kaserne bequartirt. 

Am 15. März 18ü5 wurde das 1. Bataillon mit dem 
Stabe, dann der 3. und 4. Compagnie nach S. Bonifacio; die 
1., 2., 5. und 0. Compagnie nach Soave verlegt; zu den 
Hebungen im September jedoch wieder nach Verona gezogen. 

Das 2. Bataillon wurde am G. December nach Revere, wÄSffaJT' 

I, RaUtlI<>o» 
«. 1>. , <-nihrr ltÄS. 



Ostiglia und Sermide detachirt. 



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1866. 



Im Feldzuge in Italien. 

Der von Oesterreich mit Preussen geraeinsch aftlich unter 
nommene Kriegszug gegen Dänemark, der im Jahre 1864 
Schleswig-Holstein und Lauenburg der dänischen Oberhoheit 
entriss, lieferte in diesen drei Provinzen den beiden Gross - 
mächten eine Eroberuug in die Hände, welche nebst der alten 
Rivalität, wegen der Führung und Prädominirung in Deutschland, 
zum neuen Zankapfel zwischen den beiden Nebenbuhlern wer- 
den sollte. 

Preussen lieg? nach lange und geschickt verhehlter Ab- 
sicht endlich seineu Ehrgeiz und seine Vergrösseruugslust 
durchblicken, und wünschte Oesterreich, wie es betreffs Lauen- 
burgs bereits geschehen war, das Mitbesitzorrecht in Schleswig- 
Holstein abzukaufen, und dieses Land dem preussischen Staate 
einzuverleiben. 

Oesterreich, eifersüchtig auf einen solchen Machtzuwachs 
seines Rivalen, verlangte dafür Compensirung mit einem Theile 
Schlesien^, wollte von einem Verkauf oder Verzicht auf seine 
Rechte Nichts hören, und schon stieg das Gespenst des Bruder- 
krieges am fernen Horizonte herauf. 

Der Gasteiuer -Vertrag, der Schleswig unter preussische 
(General M an teuf fei) und Holstein uuter österreichische 
(Feldmarschall-Lieutenant G a b 1 e n z) Verwaltung stellte, konnte 
nur als Auskunftsmittel für Zeitgewiun betrachtet werden, denn 
er löste die schwebende Frage in keiner Weise. 



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Anscheinend nachgiebig, verfolgte Preussen seine Ab- 
sichten im Geheimen mit um so grösserer Energie; es galt die 
Erwerbung Schleswig-Holstein*« um jeden Preis durchzusetzen, 
und da man allen Grund hatte Österreichs zahlreiche Armee, 
deren glänzende Tapferkeit man in der abgelaufenen Waffen- 
brüderschaft neuerdings bewundern gelernt hatte, zu fürchten, 
auch einen Verbündeten zu finden, der mächtig genug und 
geneigt war, Oesterreich auf seiner Seil« zu beschäftigen und 
möglichst viele seiner Kräfte zu binden, um so der preus- 
sischen Armee den Kampf zu erleichtern. 

Die seit dem Verluste der Lombardie. zwischen Oester- 
reich und Italien bestehende Spannung, gaben der preussischen 
Regierung die erwünschteste Handhabe zur Ausführung ihrer 
eigeneu Pläne, wie andererseits die italienischen Diplomaten 
in den preussischen Allianz- Vorschlägen das willkommenste 
Mittel sahen, ihre Absichten auf das Venetianische, ohne Ver- 
bindlichkeit gegen Frankreich, dem man schon die Lombardie 
zu verdanken hatte, zu verwirklichen. 

So fand sich Oesterreich, das sich durch die preussischen 
Friedensversicherungen bis zum letzten Momente täuschen 
liess, plötzlich zwei Gegnern gegenüber, gegen deren verderb- 
liche Anschläge es allein den Kampf aufnehmen musste. 

Die deutschen Bundesmächte hatten erklärt, dass sie 
keinen Friedensbruch dulden, und sich einmüthig gegen jenen 
Theil erklären würden, der gegen die Bundes-Akte, durch 
Gewalt-Anweudung sich selbst sein Recht verschaffen wollte ; 
keine der beiden deutschen Vormächte mochte jedoch der 
Unterstützung der Mittelstaaten entrathen, und es entstand 
daher ein endloser Streit über die Priorität der Rüstungen, 
welche beiderseits betrieben wurden. Obwohl Preussen vor 
aller Welt als Störefried erschien, weil es das bestehende 
Rechtsverhältniss zu seinen Gunsten zu ändern beabsichtigte, 
trachtete es doch, das Odium des politischen Angriffes auf 
Oesterreich zu wälzen. 

Diess war der Grund, warum die österreichische Regierung 
mit Inwerksetzung jener Massregeln zögerte, welche allein die 
Integrität des Staates, die Ruhe und Sicherheit der Bewohner 
zu gewährleisten vermochten. 

Man musste sich Anfangs auf Vorbereitungen beschränken, 
welche in Truppen-Di slocationen, Completirung des Mannschafts- 



300 



iwo. Kriegsstandes bei der Feld-Artillerie, Aufstellung der Cadres 
bei den Fuhrwesens-Abtlieilungen, Beginn des Pferde-Einkaufes 
u. dgl. bestanden : erst als die Rüstungen der beiden Gegner 
bis zu einem ernstlich drohenden Umfange gediehen waren, 
wurde am 21. April zur Mobilisirung der Südarmee und 
am 25. April zu jeuer der Nordarmee geschritten. Selbst 
diese erstreckte sieb bloa auf die Completiruug des Kriegs- 
standes au Mannschaft und Pferden; erst am 7 Mai erfolgte 
der Befehl, auch an Officieren deu vorgeschriebenen Kriegs- 
stand anzunehmen, und wurde au demselben Tage die Auf- 
stellung eines ö. (Depot-) Bataillons bei jedem der 80 Infan- 
terie-Regimenter durch Errichtung einer 2. Depot- Division, 
lerners bei sämmtlichen Jäger- Bataillons die Errichtung von 
Depot- Divisionen aus den bisherigen Depot -Compagnien an- 
geordnet. 

M.r«* jJoch unter friedlichen Verhältnissen hatte das Regiment 

Aur...» A,.ru. Erzherzog Ernst Anfaugs April 18Gti einen Dislocatious- 
Wechsel vollzogen. Es war aus dem 5. in das 7. Armee-Corps 
übersetzt worden, hatte seine Eiutheiluug in die Brigade 
Generalmajor Baron S codi et, und Rovigo nebst Concurrenz, 
als Garnison zugewiesen erhalten. 

Der Marsch dahin geschah in folgender Weise: Regi- 
montsstab uud 3. Bataillon von Verona am 7. April nach 
Bovoloue, am 8. nach Legnago, am 'J. nach Badia, am 11. 
nach Rovigo, sodann das 3. Bataillon am 12. nach Adria. 

Das 2. Bataillon von Revere, Ostiglia uud Sermide am 
8. April nach Massa, am 9. nach Lendinara, am 10. nach 
Rovigo. 

Das 1. Bataillon von Verona am 8. April nach S. Boni- 
facio, am 9. nach Montagnana, am 10. nach Este, am 12. 
nach Rovigo und am 13. mit dem Bataillonsstabe, der 4., 5. 
und 6. Couipaguie nach Crespino, mit der 1., 2. und 3. Com- 
pagnie nach Polesella. 

Der bisherige Commandant des 7. Armee -Corps Feld- 
marschall - Lieutenant R i 1 1 e r v o n S c h m e r 1 i n g wurde 
kfaukheitsbalber in Disponibilität versetzt, und au seine Stelle 
Feldmarschall - Lieutenant Freiherr von Mar 0 i c i c zum 
Corps - Commandanten ernannt. 

Am 4. Mai erhielt aus Anlas* der Versetzung der Armee 
auf den Kriegsstand, der Regimenb-Couimandant Oberst Fer- 



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301 



diu und Bauer die Ernennung zun» Truppen-Brigadier beim i*» 
5. Armee-Corps 

Das Regiments-Commando ühernahm ad interna zuerst 
Major Coustantiu H ahereck er, dann am !». Mai Major 
Johann Rosen zweig, bis mit Allerhöchster EntSchliessung 
vom 11. Mai Oberstlieutenant Maximilian Fischer, vom lu- 
fanterie-Kcgimeute Nr. 2<5 eingetheilt, zum detinitiveu Rcgi- 
ments-Commaudauten ernannt wurde und das Commando am 
24. Mai in Rovigo übernahm 

Am 7. Mai traf das zur Festungsbesatzung in Verona «b« n tiir..i« a »i 

Mmlmtlian Ki.ct,. r 

bestimmte 4. Bataillon von Kanizsa dort ein; am 13. wurde K, ^; i , i ;;" Jl 
mit Aufstellung des o. Bataillons durch Formirung einer zwei- 
ten Depot-Division in Gross-Kanizsa begounen. 

Die Ergäuzuugs-Trausporte zur Completirung des Regi- 
ments auf den Kriegsstaud trafen zwischen 0. und 27. Mai 
in Venetien ein, mit denen sofort die Wallenübungen und 
Uebuugsmärsehe in der Polesine begannen. 

Die inzwischen stetig wachsende Ansammlung italieni- 
scher Truppen bei Bologna, Ferrum und am unteren Po hatte 
eine Verschärfung des üronzbewachuugs-Dieustes zur not- 
wendigen Folge, uud um das mit diesem Dienste zwischen Po- 
lesella uud Crespino betraute eigene 1. Bataillon im Falle eines 
uuvermuthetcn feindlichen Angriffes leichter unterstützen zu 
können, wurde am 7. Mai das 2. Bataillon aus Kovigo näher 
au den Po verlegt u. z. kam die 4. Division nach Appoliuare, 
die ;">. nebst dem Regiments- uud 2 Bataillous-Stabe nach 
Poutecchio, die 0. Division nach Borsea. 

Am fr M ai wurde Se. kaiserliche Hoheit der Feldmar- s*. k*i>. hoimii 
schall Erzherzog Albrecht zum Commandireudeu der Süd-Ai^xir^mim.... 

• m •). M.i da. 

Armee und deren bisheriger Commandaut, Feldzeugmeister ' 'saTÄ™« 1 " 
Ritter von Benedek, zum Commandireudeu der Nord-Armee 
ernannt. 

Nachdem mittlerweile Preussen — aller entgegenkom- 
menden Schritte Oesterreichs ungeachtet auf der Durch- 
setzung seiues Willens beharrte, sah sich endlich die öster- 
reichische Regierung in der Bundestag-Sitzung zu Frankfurt 
am 1. Juni zu der Erklärung genöthigt, ,,dass dieselbe ihre Be- 
mühungen, einen definitiven, bundesgemässen Abschluss der 
Herzogthümer-Frage durch ein Einverstäudniss mit Preussen 
vorzubereiten, für jetzt als vereitelt betrachte, und dass sie 



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iu dieser deutschen Angelegenheit alles Weitere den Erschlies- 
sungen des Bundes anheimstelle, welchen von Seite Oester- 
reichs die bereitwilligste Anerkennung gesichert sei. u 

Gleichzeitig wurde dem k. k. Statthalter in Holstein, 
Feldmarschall-Lieutenant Freiherru von Gab lenz, die Voll- 
macht zur Einberufung der Holstein 'sehen Stände ertheilt, 
damit diese gesetzliche Vertretung nicht länger der Gelegen- 
heit entbehre, ihre Ansichten auszusprechen. 

Freiherr von Gablenz erliess am 5. Juni das Patent, 
welches die Stände für den 11. Juni nach Itzehoe einberief. — 
Hierauf wurde er vom General Manteuffel, dem preussi- 
schen Statthalter in Schleswig, am 6. Juni verständigt, dass 
sich dieser in Folge Befehls seiner Regierung zum Einrücken 
in Holstein gezwungen sehe, um durch Besetzung der, nicht 
von österreichischen Truppen occupirten Theile des Landes 
die Rechte zu wahren, die durch die Einberufung der Hol- 
stein'schen Stände verletzt worden wären. 

Die österreichische Brigade, welche viel zu schwach war, 
um sich den preussischen Colonnen mit Gewalt zu wider- 
setzen, und welche von Wien aus Befehl hatte, sich, im Falle 
die Preussen Miene machten, Gewalt zu gebrauchen, über die 
Elbe zurückzuziehen, wurde um Altona concentrirt. 

Am 11. Juni widersetzte sich General Manteuffel 
dem Zusammentritte der Stäudeversammluug in Itzehoe uud 
Hess den kaiserlichen Commissär, Regieruugsrath Lesse r. 
verhaften. — Am Abende dieses Tages hatte die Vorhut der 
preussischen Truppen bereits Relling bei Eiderstädt erreicht, — 
für den folgenden Tag hatte General Manteuffel seinen 
Einmarsch in Altona angekündigt. 

Die österreichische Brigade übersetzte nun in der Nacht 
zum 12. die Elbe, wobei Feldmarschall-Lieutenant Freiherr 
von Gablenz dem preussischen Commaudanten durch einen 
Ofticier die Erklärung abgeben liess, „dass er von der in 
Aussicht gestellten Anwendung der Gewalt Act nehme, mit 
seinen Truppen ihr entgegenzutreten nicht die Macht habe 
und daher den Boden der Herzogtümer verlasse.' 4 

Am 15. Juni richtete die preussische Regierung au die 
Regierungen von Hannover, Kurhessen und Sachsen die Auf- 
forderung znm Abschlüsse eines Bündnisses mit Preussen unter 



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Bedingungen, welche diese Staaten als mit ihrer Souveräni- 
tät unvereinbar betrachten mussten. 

Da demnach die Antwort auf diese Anträge ablehnend 
ausfiel, so erklärte Preussen noch am Abende des 15. an die 
genannton Staaten deu Krieg und überschritt sofort mit seinen 
Truppen deren Grenzen. 

Mit der Kriegserklärung an Oesterreich zögerte Preus- 
sen noch; doch war dieselbe täglich zu erwarten. 

Seit 10. Juni war die Augmentirung und feldmässige 
Ausrüstung der österreichischen Süd- Armee beendet; es war 
auch die höchste Zeit, denn schon bestätigten übereinstim- 
mende, im Hauptquartier zu Verona eingelaufene Nachrichten, 
dass die italienische Armee, mit ihren Kriegsrüstungen eben- 
falls fertig, bereits in der Vorrückung gegen den Po und 
Mincio begriffen sei. — Die Operationstruppen der Süd-Armee 
bestanden aus dem: 

5. Armee-Corps unter General der Cavallerie Fürst Friedrich 
Liechtenstein (später nach dessen schwe- 
rer Erkrankung unter General-Major R o d i c h), 

7. ., „ unter Feldmarscball-Lieutenant Freiherr von 
Maroiöic, 

9. .. „ unter Feldmarschall-Lieutenant Freiherr von 
Härtung; 

ferner aus einer Infanterie-Reserve-Division unter General- 
Major von Rupprecht und einer Ca vallerie-Reserve- Brigade 
unter Oberst Pull. 

Der streitbare Stand dieser Truppen betrug im Ganzen 
71.800 Mann mit 3400 Reitern und 108 Geschützen. 

Ausserdem befand sich zur Sicherung der Verbindung 
mit dem Innern der Monarchie und zur Niederhaltung etwai- 
ger insurrectioneller Versuche eine mobile Streilbrigade, 
6G00 Mann stark, unter Oberst Zastavnikovic in der Ge- 
gend von Conegliano. 

In Tirol standen unter General - Major Freiherr von 
Kuhn streitbar 13.000 Mann mit 140 Pferden und 32 Ge- 
schützen ; 

in Istrien unter Feldmarscball-Lieutenant Freiherr von 
Wetzlar streitbar 15.000 Manu mit 140 Pferden und 25 Ge- 
schützen. 



304 

** An Besatzungtruppen zählt»' Verona l'M)0, Mantat sammt 

Borgoforte 6300, Pesehiera 3400, Venedig IHM*), Legnano HHJO. 
Rovigo 1100 Mann. 

Dos 4. Bataillon des Regiments Erzherzog Ernst war 
am 6. Mai aus Gross-Kanizsa in Verona eingetroffen und bil- 
dete einen Theil der dortigen Besatzung. 

Die italienische Operations-Armee hatte sich in zwei 
grosse Heermassen getheilt; es standen in der Lombardie unter 
dem persönlichen Befehle des Königs: 120.000 Maun mit 
6700 Pferden und 282 Geschützen ; und am unteren Po unter 
Commando des Generals Cialdini: 

«MJ.000 Mann mit 3300 Pferden und 168 Geschützen; 

36.000 Freiwillige mit 40 Geschützen unter dem Be- 
fehle des Generals Garibaldi waren gegen Tirol zu wirken 
bestimmt und concentrirten sich zwischen Brescia und Rocca 
d' Aufo. 

Wie man ans diesen Ziffern sieht, stand der kaiserlichen 
Armee, welche die südliche Grenze der Monarchie vertheidigen 
sollte, der Kampf gegen eine fast dreifache Uebermacht 
in Aussicht ; dennoch vermochte dieses Missverhältniss nicht 
die Kampfbegier . die Siegeszuversicht des kleineu Heeres 
und Beines beldenmüthigen Führers auch uur im mindesten zu 
erschüttern. 

Schon am 15. Juni versammelte der Erzherzog die drei 
Armee-Corps in einer Central-Stelluug hinter der Etsch zwischen 
Louigo und Montagnana, von wo ans es nur eines forcirten 
Marsches bedurfte, um entweder über Veroua die Armee des 
Königs, oder über Badia jene des Generals Cialdini an- 
zufallen. 

Die Bewachung des Miucio blieb der Cavallerie-Brigade 
Pulz und dem 21. Jäger-Bataillon, jene des Po von der 
Miueio-Miindung bis Ficcarolo der Besatzung von Legnago 
weiter abwärts der Brigade Scudier anvertraut. 

Das eigene 1. Bataillon war am 20. Mai nach sechs- 
wöchentlieher Versehung des Grenz-Dieustes durch das 10. 
Jäger-Bataillon abgelöst, und gleichzeitig mit dem Regiments- 
Stabe nach Rovigo dislocirt worden, — wo es vom 10. bis 
20. Juni zur Lichtung des Aussenfeides der Festung verwendet 
ward. — Das 3. Bataillon stand noch immer in Adria und 
hatte detachirte Abteilungen in Ariane und Loreo. 



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306 



Mit Allerhöchster Entschliessung vom 11. Mai war die 
Ernennung des Oberstlieutenant und Regiments-Cominandanten 
Maximilian Fischer zum Obersten erfolgt. 

Am 20. Juni erhielt Erzh. Albrecht ein Schreiben 
des italienischen Generalstabs-Chefs L a m a r m o r a, enthaltend 
die Kriegserklärung des Königs Victor Emmanuel. 

Am 21. Juni erliess der Erzherzog an seine Truppeu 
den nachstehenden Befehl: 

„Soldaten! der längst erwartete Augenblick ist endlich 
gekommen, — der Krieg beginnt." 

„Von Neuem streckt der räuberische Nachbar die 
Hand nach diesem schönen Juwel in der Krone unseres Mo- 
narchen aus, welches Eurem Schutze anvertraut ist." 

„Die Ehre der Armee, die Ehre jedes Einzelneu uuter 
uns, ist an die Behauptung dieses Pfandes geknüpft — 
Ich kann Euch keinen kräftigeren Beweis meines Ver- 
trauens geben, als indem ich Euch offen sage, dass der 
Feind mächtig gerüstet und uns an Zahl bedeutend über- 
legen ist." 

„Schwer mag unsere Aufgabe sein, aber sie ist Eurer 
würdig. — Mit entschlossener Tapferkeit im Kampfe, 
mit unermüdlicher Ausdauer und Anstrengungen aller 
Art, mit altösterreichischer Zähigkeit, die noch nie an 
sich selbst gezweifelt, werden wir sie mit Gottes Hilfe 
auch diessmal ruhmvoll lösen, Jenn unser ist das heilige 
Recht, welches zuletzt siegen muss." 

„Was immer auch sich ereignen möge, Nichts wird 
Euren feurigen Muth , Nichts das feste Vertrauen auf den 
endlichen Triumph in Euch erschüttern. 

„Verblendet durch leichte Erfolge, die unser Gegner im 
Bunde mit Venrath, Treubruch und Bestechung anderwärts 
gefunden, kennt er in seiner Anmassung, seiner Raub- 
sucht, keine Grenzen, vermeint seine Fahne auf den 
Brenner und auf den Höhen des Karstes aufpflanzen zu 
können; doch diessmal gilt es offenen Kampf mit einer 
Macht, welche fühlt, dass es sich jetzt um Sein oder 
Nichtsein handelt, welche entschlossen ist, zu siegen oder 
ruhmvoll zu fallen, wenn es sein muss " 

„Mögt Ihr den Feind erneuert daran erinnern, wie oft 
schon er vor Euch geflohen." 

Uc.cMrl.tt du «. l.lni.B-Uf. k««. 



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306 



'«< „ Anf denn Soldaten ! Erwartungsvoll sehen Kaiser und 

Vaterland, — mit begeisterter Theilnahme Eure Mütter, 

Eure Frauen uud Brüder auf uns!" 

„Auf denn zum Kampfe in Gottes Nameu, und mit dem 

weithin schallenden Kufe: 

„Es lebe der Kaiser!" 
Es war nicht zu bezweifeln, dass unmittelbar nach Ab- 
lauf der in der Kriegserklärung gestellten Frist, die Armee 
des Königs den Mincio überschreiten werde, — und war Erzh. 
Albrecht fest entschlossen, diese Gelegenheit zu einem ent- 
scheidenden Schlage gegen den Haupttheil des feindlichen 
Heeres sich nicht entgehen zu lassen. — Mit der durch den 
Vortheil seiner Stellung zwischen den getrennten Armeetheilen 
des Gegners gebotenen Chance, suchte der Erzherzog auch 
noch die der Ueberraschung zu verbinden, und beliess aus 
diesem Grunde bis zum 22. Abends die Armee in ihrer Auf- 
stellung hinter der Etsch. 

Um ferners für den entscheidenden Schlag nicht eines 
Mannes zu entbehren, der nicht unumgänglich auf andereu 
Punkten uothwendig war, wurde auch das Gros der Brigade 
Scudier, bestehend aus dem Keginieute Nr. 48 und dem 
Infanterie-Regimente Kronprinz Erzh. Rudolf Nr. 19, dann 
einer Brigade-Batterie mittelst Eisenbahn zur Armee gezogen. 
— Die Bewachung des Po übernahm im Verein mit einigen 
Compagnien der Besatzung Legnago's das 10. Jäger-Bataillon 
mit dem 13. Huszaren-liegiment unter Commando des Obersten 
Graf Szapäiy. 

M . r . rlI Ton Das Regiment wurde, nachdem es das 3. Bataillon aus 

M«.Vmö. n uV5rm , ;c.A(lria an sich gezogen, am 22. Juni Abends zu Rovigo ein- 
■umimk waggonirt, traf am 23. Früh in Verona ein, und bezog ein 
Freilager bei S. Massimo. 

Im Laufe dieses Tages gelangte die Armee iu folgende 
Aufstellung bei Verona: 

Die Roserve-Infanterie-Division nach Pastrengo; 
das 5. Armee-Corps nach Chievo; 
„7. a S. Massimo; 

„ 9. „ ff Sta. Lucia. 

Die Cavallerie- Brigade Pulz, vom Mincio zurückgezogen, 
beim Fort Gisela. — Die Cavallerie - Regimenter der drei 
Armee-Corps wurden bis auf einzelne Escadronon per Corps, 



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unter Coromando des Obersten Bujanovics in eine Brigade 
vereinigt, und lagerten vor Sta. Lucia. 

Noch am Abende des 2.3. kamen folgende Dispositionen 
zur Ausführung: Von der Infantorie-Reserve-Divisiou rückte 
die Brigade Prinz Weimar von Pastrengo nach Sandra. — 
Das 5. Armee-Corps rückte aus dem Freilager bei Chievo 
über Sta. Giustiua vor, vollführte eine Frontveränderung links, 
und besetzte mit der Brigade G M. Eugen Baron Piret 
Castelnuovo, mit der Brigade G. M. vou Möring Sona. mit 
einem Bataillon der Brigade Oberst Bauer S. Giorgio in 
Salice: das Gros der letztgenannten Brigade bezog eine Auf- 
stellung bei Alberelle. 

Die feindlichen Colonnen hatten den Mincio- U ebergang 
am 23., gleich nach Mitternacht begonnen und es standen 
Abends: 

Das I. Corps (Durando) mit 40.000 Maun, 1800 
Reitern und 72 Geschützen bei Monzambauo Valeggio und 
Pozzolo. 

Das III. Corps (Deila K o c c a) in gleicher Starke wie 
das I. zwischeu Roverbello, Pozzolo und Villa Buona. 

Die Cavallerie-Division Sonnaz mit 2400 Reitern und 
12 Geschützen bei Mozzecane. 

Vom II. Armee-Corps (Cucchiari) standen 2 Divisionen 
d. i. 20.000 Manu, 600 Reiter und 36 Geschütze bei Mantua 
und Borgoforte : die beiden anderen Divisionen dieses Corps 
au Stärke den ersteren gleich, hatten am Morgen des 24. der 
Armee über den Mincio zu folgen. 

Vom Commando der k. k. Südarmee wurden für den 24. 
folgende Anordnungen erlassen : 

„Alle Truppen haben um 3 Uhr Früh zur Vor- 
rückung bereit zu sein."* 

„Die Vorrückung der Reserve-Division erfolgt sodann 
nach Castelnuovo. " 

„Das 5. Armee-Corps rückt mit 2 Brigaden nach 
S. Giorgio in Salice, mit der Brigade von Sona gegen 
die Eisenbahn in der Richtung nach Casazze." 

„Das 9. Corps marschirt nördlich des Eisenbahn- 
Damraes über Mancalacqua, und schlägt von da die 
Richtung auf Sommacampagna ein ; greift diesen Ort 
an. falls er besetzt ist, und setzt sich dort fest." 



308 



Diesem Corps folgt das 7. aus S. Massimo. 
.Igt dieser Aufmarsch erfolgt, so rückt die Infau- 
terie-Reserve-Division von Castelnuovo nach Oliosi, das 
5. Corps gegen S. Rocco di Palazzolo. eine Brigade des 
7. Corps gegen Zerbare, während das 9. Corps Soninia- 
campagna als Pivot festhält, und sich gegen Berettara 
ausdehnt." 

„Di« 1 als Reserve bestimmten zwei Brigaden des 
7. Corps halten an der Eisenbahn in der Höhe von Sona." 

„Die Cavallerie-Brigaden Pulz und Bujanovics, 
rücken in gleicher Höhe mit dem i>. Armee-Corps, dessen 
linke Flanke deckend, in der Hauptrichtung gegen Souima- 
campagna." 

Seine kaiserliche Hoheit besuchte im Laufe des Nach- 
mittags sämmtliche Truppen der Armee in ihren Lagern, und 
wurde überall mit endlosem Jubel empfangen. 

In der Nacht wurde ein zweites Mal abgekocht, und es 
war befohlen, bloss die Suppe zu verzehren, das Fleisch aber 
für den folgendeu Tag aufzubewahren. 

Die Nacht hindurch, bis gegen 3 Uhr Früh, regnete es 
heftig, was den Truppen zwar die Nachtruhe verdarb, die 
frohe Laune jedoch nicht im geringsten beeinträchtigte. 
- Der Disposition gemäss setzten sich um 3 Uhr Früh die 

tL jmt ini Truppen in Bewegung. 

Vom 7. Armee-Corps wurde die Brigade Scudier, dar- 
unter das Regiment Nr. 4* in die 1. Linie geschoben, 
langte um 5 Uhr Früh in Casazze an und rückte um 
7 8 7 Uhr in die angewiesene Aufstellung bei Zerbare, welches 
Oehöft durch die eigene Piounier-Abtheilung sofort zur Ver- 
theidigung eingerichtet wurde. 

Um diese Zeit erfolgte auf beiden Flügeln der Zusammen- 
stoss mit dem Feiude. 

Auf dem rechten Flügel waren die Colon nen-Spitzen der 
Reserve - Division und des 5. Armee- Corps , nachdem sie den 
Monte Cricol und S. Rocco di Palazzolo erreicht, auf Colonnen 
des feindlichen 1. Armee -Corps gestossen, welche im Begriffe 
waren, nach Sona, Sta. Giustina und Pastrengo zu marschiren. 

Während nun hier der Kampf — mit abwechselndem 
Glücke und beiderseits mit glänzeuder Tapferkeit geführt — 
durch längere Zeit unentschieden wogte, brachte auf dem 



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300 



linken Flügel das heldenraüthige Auftreten der Österreich!- 
sehen Cavallerie schon in den ersten Stunden einen wichtigen 
Erfolg. 

Die zur Eclairirung vorgesendeten Reiter - Abtheilungen 
der Brigaden Pulz und Bujanovics hatten die feindliche 
Division Prinz Kunibert bereits vor Villafranca aufmarschirt, 
die Division B i x i o ebendaselbst im Aufmarsche begriffen, an- 
getroffen. Oberst Pulz leitete sofort den Angriff ein. Mit 
Ungestüm stürzten sich die wackeren Reiter, zuerst Trani- 
ühlanen, dann Kaiser-Huszaren , trotz des mörderischen Ge- 
schütz- und Kleingewehrfeuers auf den Feind, warfen die 
Gegenangriffe der feindlichen Cavallerie zurück, drangen zwischen 
den Carres der Infanterie durch, und brachten mehrere der- 
selben in die grösste Unordnung. Eine gleich glänzende 
Attaque wurde hierauf durch die Brigade Bujanovics 
ausgeführt. 

Die braven Regimenter erlitten hiebei grosse Verluste; 
doch waren die schweren Opfer nicht umsonst gebracht. 

Durch die rücksichtslosen Reiterangriffe, war der Gegner 
derart eingeschüchtert, dass er es den ganzen Tag über nicht 
mehr wagte, mit den bei Villafranca aufmarschirten Divisionen 
an der Schlacht activen Antheil zu nehmen. Die kaiserliche 
Cavallerie verhielt sich nur mehr beobachtend in einer Auf- 
stellung bei Casetta und diess genügte, die bei Villafranca 
concentrirte Heeresmasse von 36 Bataillonen mit 6 Batterien 
in Schach zu halten; selbst die noch hinzugekommene Caval- 
lerie-Division de Sonnaz wagte keine ernstliche Offensive. 

Im Centrum war es die Brigade Generalmajor S c u d i e r, 
welche dem Angriffe des 9. Armee-Corps auf den Monte Croce 
sich am rechten Flügel anschloss, und schon im Beginne der 
Action wesentliche Vortheile errang. 

Um 7 4 9 Uhr erhielt die Brigade den Befehl zur Vor- 
rückung und wurde dem Regimente die Aufgabe zu Theile 
sich des Bosco dei fitti und Monte Godi zu bemächtigen. 

Der Regiments- Com mandant disponirte die Vorrückung 
in der Divisions-Massen-Linio (mit Ausnahme der 3. Compagnie, 
welche zur Batteriebedeckuug abcommandirt war) mit der ersten 
Direction auf Monte Godi. 

Ohne sich durch die namhaften Verluste beirren zu 
lassen, welche schon während der Formirung zum Gefecht 



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310 

und beim Antritte des Vormarsches die feindlichen Geschütze 
dem Regiment« beibrachton, nickte das Regiment unter den 
Klängen des Rad etzky- Marsches in musterhafter Ordnung 
dem Feinde entgegen. 

Bosco dei fitti von Abtheilungen des 37. Bersagl iori- 
Bataillons besetzt, wurde vom eigenen 3. Bataillon unter per- 
sönlicher Anführung des Obersten Maximilian Fischer 
mit grosser Bravour im ersten Anlaufe erstürmt: das 2. Ba- 
taillon nahm Monte Godi in Besitz, ohne auf Widerstand zu 
stossen. 

Hiemit wäre die dem Regiment gestellte Aufgabe er- 
füllt gewesen; allein die erreichten Punkte waren von den 
gegeuüber liegenden Höhen dominirt, daher schwer zu be- 
haupten. 

Theils in dieser Erkenntniss, theils dem eigenen, durch 
deu ersten Erfolg noch gesteigerten Thateudrange folgend, 
schritt das Regiment, ohne erst eineu Befehl abzuwarten, 
sofort zum Angriff auf den Monte Molimenti. — Der uner- 
müdlich thätige und aufopfernd tapfere Oberst Fischer über- 
nahm, vom Bosco dei titti herbeieilend, auch hier die ener- 
gische, kaltblütige und besonnene Leitung. 

Dem im ersten Treffen in Divisions-Masson-Linie vor- 
rückenden 2. Bataillon folgte die 1. Division am rechten, die 
4. Compagnie am linken Flügel als Unterstützung: das 3. Ba- 
taillon, welches vom Bosco dei titti herab einen schwierigeren 
Weg zurückzulegen hatte, gelangte hiedurch in das zweite 
Treffen ; der 3. Division wurde der Befehl ertheilt, vorläufig 
in der Aufnahms-Stellung am Monte Godi zurückzubleiben. 

Vier Divisionen von Kronprinz-Infanterie Nr. 19 folgten 
dem Regimeute im Staffelverhältniss links rückwärts, die 5 
anderen Divisionen des genannten Regiments waren durch 
Terrainhindernisse und die schwierige Orientirung zuweit gegen 
Osten gerathen und — wie später erwähnt werden wird — 
auf einem anderen Theile des Schlachtfeldes in einen ernsten 
Kampf verwickelt worden. 

Monte Molimenti war von 2 Bataillous des feindlichen 
3. Grenadier-Regiments (Granatieri di Lombardia) besetzt 
welche in dem Gehöfte la Bagolina und hinter Terrassen- und 
Gartenmauern auf das vortheilhafteste postirt waren. — Dem 
Angreiter hingegen war das Terrain wenig günstig. — Hecken 



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und Weinguirlanden erschwerten das Fortkommen sehr und 
zu diesen Hindernissen gesellte sich eine drückende Sonnen- 
hitze. Die feindlichen Grenadiere vertheidigten sich mit rüh- 
menswerther Unerschrockenheit und Ausdauer ; ein mörde- 
rischer Kugelregen empfing die Sturmcolunnen und als diese 
trotzdem mit Todesverachtung vorwärts drangen, stürzten ge- 
schlossene Reihen sich ihnen mit dem Bajouet entgegen: allein 
vergebens. Mit Kolben und Bajonet warfen die begeisterten Abthei- 
lungen von Erzherzog Ernst- und Kronprinz- Infanterie 
Alles vor sich nieder und bahnten sich den Weg; Unter- 
stützungen und Reserven griffen kraftvoll in das Handgemenge 
ein, und nach einstündigem erbittertem Ringen, während 
welchem der Gegner durch das 3. Bataillon seines Regiments 
verstärkt worden zu sein scheint, waren la Bagolina , Monte 
Molimenti und Monte Arabica im Besitze des Regiments. 

Der anfanglich geordnete Rückzug des Feindes ward bald 
zur Flacht ; rastlos verfolgend wandte sich die 1. Division 
gegen Belvedere, dio 4. gegen Palazzo Maffei, die 5. Division 
mit der 4. Compagnie gegen Palazzo Baffi, die 6. Division 
gegen Gorgo. 

Während Maffei, Baffi und Gorgo durch das 4 Bataillon 
des 3. lombardischen Grenadier-Regiments vertheidigt wurden 
und erst nach einigem Kampfe den betreffenden Abtheilungen 
— nebst zahlreichen Gefangenen — in die Hände fielen, hatte 
die 1. Division (Hauptmann Josef Heinzelmann) geringe- 
ren Widerstand gefunden. 

Die zurückgehenden italienischen Grenadiere waren durch 
das Regiment und die Abtbeilungen des Regiments Kronprinz 
so heftig gedrängt worden, dass es einer Division des letzteren 
unter Hauptmann Szabö* sogar gelang, circa um 10 Uhr in 
Custoza einzudringen; doch waren namentlich vom Monte Torre 
her bereits feindliche Truppen im Anmärsche, um der Divi- 
sion Szabrf, vom Regiraente Nr. 19, den Ort wieder zu ent- 
reissen. Hauptmann Josef Heiuzelmann, diess bemerkend, 
setzte sich augenblicklich mit seiner Division in Bewegung, 
gelangte mit dieser und einem Theile der 7. Compagnie eben- 
falls nach Custoza und besetzte den Ort, so gut diess in der 
Eile gelingen mochte. 

Zu gleicher Zeit kämpfte unten im Thale bei Cavalchina 
das k. k. Regiment Nr. Lfö der Brigade Böek gegen das feind- 



312 



liehe 4. Grenadier-Regiment. — Der tapfere Major Constantin 
Haberceker, eben im Begriffe, das 3. Bataillon Erzherzog 
Ernst auf der Kuppe des Monte Molimente zu ordnen, be- 
merkte den heftigen Kampf bei Cavalchina und war sofort zur 
Mitwirkung entschlossen ; er leitete die zuerst geordnete 8. Di- 
vision gegen Cavalchina, erhielt jedoch gleich darauf den Be- 
fehl, mit dem ganzen Bataillon auf den Monte Arabica und 
gegen Belvedere zu rücken, musste daher von seinem Vor- 
haben abstehen. — Die in Schwärme aufgelöste halbe 15. Com- 
pagnie unter Lieutenant Eugen Blaschke war jedoch mittler- 
weile schon in's Gefecht gekommen, und als die Abberufuugs- 
Ordre sie erreichte, hatte diese brave Abtheilung im Vereine 
mit einer halben Compagnie des 6t». Infanterie-Regiment« be- 
reits Cavalchina genommen und hiebei 50 Gefangene gemacht. 

Inzwischen waren beim 9. Armee-Corps, welches gleich- 
zeitig mit der Brigade Scudier in die Action eingegriffen 
hatte, die heldenmütigsten Anstrengungen, um den Feind aus 
seiner Stellung auf Monte Croce zu verdrängen, vergeblich 
gemacht worden, und die Rückwirkung davon sollte die Bri- 
gade Scudier nur zu bald empfinden. 

Monte Croce und Monte Torre, mit dem Gros der feind- 
lichen Division Brignone besetzt, sollte durch die Bri- 
gaden Weckbecker und Oberst Böck genommen werden. — 
Unterstützt durch die eigenen Geschütze, ging die Brigade 
Weckbecker vom Monte Boscone über Staffalo, die Bri- 
gade Böck über Balconi Rossi und Mascarpine vorwärts. 

Die vordersten Staffel der Brigade Weckbecker (2. Ba- 
taillon des Infanterie-Regiments Nr. 5 und das 4. Kaiser-Jäger- 
Bataillon) warfen die bis an den Bergfuss vorgeschobenen Ber- 
saglieri zurück und erklommen die Höhe, wurden aber durch 
die feindlichen Grenadiere nach lebhaftem Kampfe geworfen. — 
Das nachgefolgte Regiment Dom Miguel Nr. 39 kam zum 
Sturm, als der erste Angriff bereits abgeschlagen war: es 
drang demungeachtet vor und war nahe daran, das feindliche 
1. Grenadier-Regiment, mit dem es in's Handgemenge kam. 
zu überwinden, wurde jedoch durch das feindliche zweite 
Treffen gleichfalls zum Rückzüge genöthigt. 

Das mittlerweile herangekommene Regiment König der 
Niederlande Nr. 63 der Brigade Böck wiederholte augenblick- 
lich den Angriff, — erstieg den Berg von Osten her und be- 



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mächtige sich sogar eines Geschützes, welches in eine Schlucht 
geworfen und noch am Abende dort aufgefunden wurde; aber 
auch dieser Angriff scheiterte, da General Cugia dem be- 
drängten General Hrignone das 64. Infanterie-Regiment zur 
Unterstützung gesandt hatte und eben im entscheidenden 
Augenblicke die zwei ersten Bataillone dieses Regiments auf 
dem Kampfplatze eintrafen. 

Ju diesem Momente langten 10 Compagnien Kronprinz- 
Infanterie Nr. 19, welche die Verbindung mit der Brigade 
Scudier verloren und sich entschlossen dahin gewendet 
hatten, wo der Kampf am heftigsten tobte, — bei Vegruzzi an. 

Ohne Zögern stürmten die 10 Compaguien auf den Berg 
und gegen die Kuppe des Monte Croce los, drangen bis über 
die Batterie, wo der Feind 4 Geschütze im Stiche liess, gegen 
den Monte Torre. wurden aber hier durch das 3 und 4. Ba- 
taillon des 64. Regiments in Front und Flanke angegriffen 
und mnssten trotz aufopferndster Gegenwehr endlich weichen. 

Das Regiment Grossherzog vou Toscana Nr. 66 der 
Brigade Böck war, wie bereits erwähnt wurde, mit dem 4. 
lombardischen Grenadier -Regimente bei Cavalchina engagirt 
und hiedurch ausser Stande, zu einer günstigeren Wendung 
des Gefechtes am Monte Croce beizutragen. 

Der Feind konnte somit seine Position vorläufig be- 
haupten, doch hatten auch ihn die wiederholten energischen 
Angriffe, deren Abwehr die grösste Anstrengung erforderte, 
auf das äusserste erschüttert, und die Folge war. dass die 
Brigade Sardegna durch Truppen der Division Cugia auf 
dem Monte Croce abgelöst werden musste, worauf die erstere 
sich gänzlich aus dem Gefechtsbereiche zurückzog. 

Es geschah dies um dieselbe Zeit, als die Brigade 
Scudier im Vereine mit dem Infanterie-Regimente Nr. 66 
den bereits geschilderten vollständigen Sieg über die Brigade 
Lombardia errungen hatte. 

Auch diese Brigade verliess deu Kampfplatz, allein an 
ihrer Stelle erschien die ganze Division G o v o n e auf demselben. 

Auf das nur mit 4 Compagnien (Erzh. Emst und Kron- 
prinz) besetzte Custoza, wurde sogleich aus einer feindlichen 
Batterie vom Monte Torre das Feuer eröffnet, und das 34. 
Bataillon B e r s a g 1 i e r i, gefolgt vom 51. Infanterie-Regimente, 
zum Sturme geführt. 



314 



Aach gegen Belvedere richtete sich das Feuer feindlicher 
Batterien und gegen Gorgo und Baffi setzten sich gleichfalls 
starke Colonnen in Bewegung. 

General-Major Scudier sah die Unmöglichkeit ein, 
die innehabende ausgedehnte Stellung mit seinen im höchsten 
Grade ermüdeten, durch die erlittenen Verluste geschwächten 
Truppen gegen die mit dreifacher Uebermacht anrückenden, 
frischen Streitkräfte des Gegners zu behaupten, und ordnete, 
da er keine Reserve zur Verfügung und keine Unterstützung 
in Aussicht hatte, den Rückzug an. 

Kämpfend, Schritt für Schritt, in aller Ordnung wurde 
derselbe ausgeführt und sammelte sich das Regiment hierauf 
gegen 2 Uhr Nachmittags in der am Morgen verlassenen Auf- 
stellung bei Zerbare, von wo es nach Casazze und gegen Abend 
nach Sona geführt wurde. 

Auf dem rechten Flügel der Armee hatten indessen die 
Infanterie- Reserve- Division und das 5. Armee -Corps das 
Anfangs zweifelhafte Kriegsglück an ihre Fahnen dauernd zu 
fesseln vermocht. 

Die Brigade Benko war vom Monte Cricol durch die 
Avantgarde der italienischen Division Sirtori unter General 
Villahermosa, im Vereine mit der Brigade Pisa (Division 
Cerale) zurückgedrängt wordeu, und hatte nur noch Mongabia 
in Besitz, gegen welches eben die Brigade Forli (Division 
Cerale) von Oliosi aus im Vorrücken begriffen war, als ein 
von 3 Zügen S i c i 1 i e n - Uhlanen Uberraschend und mit ausser- 
ordentlicher Kühnheit ausgeführter Angriff und die Erstürmung 
Oliosi's durch die Brigade G. M. Baron Piret des 5. Armee- 
Corps, dem Kampfe eine günstige Wendung gaben. Die Reserve- 
Division rückte nun wieder entschieden vor, drängte den Gegner 
in die Linie Pasquali-Salionze und gegen Monzambano zurück, 
während die Brigade Piret nach hartem Kampfe den Monte 
Vento erstürmte, und den linken Flügel der italienischen Armee 
zum Rückzüge gegen Valeggio nöthigte. 

Inzwischen hatte die Brigade Oberst Bauer die feind- 
liche Division Sirtori über den Tione-Bach zurückgeworfen, 
und die Brigade M ö r i n g auch die Höheu von Sta. Lucia im 
Centrum gestürmt. 

Diese Erfolge bezeichneten den günstigen Moment zur 
Wiederaufnahme der Offensive gegen Monte Croce und Custoza. 



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315 



Nachdem sämmtliche Batterien des 7. und 9. Armee- i*». 
Corps den Angriff vorbereitet, — entschied ein durch die 
Brigaden Töply, Welse rsheimb und Möring concen- 
trisch auf Custoza, und durch die Brigade Kirchberg des 
9. Armee-Corps auf den Monte Croce ausgeführter allgemeiner 
Angriff den Sieg. 

Der Feind zog sich über den Mincio zurück; an eine 
Verfolgung konnte wegen der grossen Erschöpfung aller Kräfte 
und gänzlichen Mangels intakter Truppen nicht gedacht 
werden. 

Die Truppen blieben an den Stellen, an welchen sie sich 
zum Schlüsse des Kampfes befandeu, und verbrachten sohin 
die Nacht auf dem Schlachtfelde. 

Glänzend war der errungene Sieg, ehrenvoll der Antheil, 
den sich das Regiment an demselben erkämpfte. 

Obgleich nicht so glücklich, die erlangten Vortheile be- 
haupten zu können, hatte es doch gleich im Anfange der 
Schlacht durch sein«? kühnen Angriffe den Muth des Gegners 
gebrochen, einen Theil der feindlichen Streitkräfte gänzlich 
aus dem Felde geschlagen, und hiedurch die späteren Erfolge 
nach Kräften angebahnt. 

Die Allerhöchste Anerkennung der vorzüglichen Leistungen a««.^»««*«. 
des Regimentes fand ihren Ausdruck in der Verleihung von 
14 Militär- Verdienstkreuzen mit der Kriegsdecoration und 7 
Belobungen für Officiere, dann 1 goldenen, 26 silbernen grossen, 
und H4 silbernen kleinen Tapferkeitsmedaillen nebst 26 Be- 
lobungen für die Mannschaft. 

Das Militär- Verdienstkreuz erhielten: Oberstlieutenant 
Johann Roseuzweig; die Majore Constantin Haber- 
ecker und Friedrich Baron Ende; die Hauptleute Franz 
Kraft, Josef Blaschek, Josef Heinzelmann, 
Thomas Piskor und Carl Richard; die Oberlieutenants 
E Illerich v. Becsey, Karl Zurna und Ladislaus 
Triff; die Lieutenants Alexander Stirling, Ludwig 
Gönczy und Eugen Blaschke*). 

*) Um nur einiger der vorzüglichsten Thaten der Mannschaft zu 
gedenken, um den herrlichen, kampfesmuthigen Geist zu cbarakterisiren 
der das Kegüneut beseelte, folgende Beispiele: 

Während des Augriffes auf Bosco dei Fitti liefert« Zugsführer 
Franz David der IS. Compagnie den Beweis auagezeichneter Tapfer- 



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316 

itm Die Allerhöchst belobende Anerkennung wurde zu Theil 

dem Hauptmaune Gustav Thömmel, Oberlieutenant Maii- 

koit und Hingebung; dieser Unterofficier meldete sich freiwillig in die 
Planklerlinie, wo er im linken Schenkel durch eine Flintenkugel blessirt 
wurde Er stürzte, doch seine Wunde nicht achtend, raffte sich David 
wieder auf, begeisterte seine Leute durch lebhafte Zurufe, machte alle 
weiteren Angriffe mit, und wurde zur Belohnung seines Heldenmuthes 
mit der silbernen Tapferkeits-Medaille 1 Classe geschmückt. 

Nach einem auf Monte Arabica glänzend ausgeführten Sturme, 
schwebte Hauptmann Josef Blaschek in grosser Gefahr. -- Als er 
nämlich an der Spitze der 6. Division den geworfenen Feind rasch 
verfolgte , gewahrte der bei der 5. Division zunächst stehende Gemeine 
Josef Tot h der 10. Compagnie, wie 5 zurückgebliebene italienische 
Grenadiere dem genannten Officier in einem schnell gewählten Verstecke 
auflauerten 

Die Gefahr, welche dem Hauptmann drohte, bemerkend, schoss 
der Gemeine JosefToth einen der Grenadiere, welcher eben auf den 
Hauptmann angeschlagen hatte, nieder, stürzte sich dann mit dem 
Bajonet auf die übrigen, machte 2 derselben mit eigener Hand nieder, 
und zwang die letzten 2, ihre Waffen weg zu werfen und sich zu er- 
geben. Gemeiner JosefToth erhielt zur Belohnung seiner neiden- 
müthigen That die goldene Tapferkeits-Medaille 

Zugsführer JosefTanczenberger. von einer Kartätschenkugel 
verwundet und am rechten Arme gelähmt, führte dennoch seine Mann- 
schaft zum Sturme, feuerte sie ununterbrochen an und machte selbst 
zwei Gefangene. 

Im Gewüble des Kampfes geschah es, dass ein feindlicher Officier 
aus nächster Nähe seinen Revolver auf den Hauptmann Szabd des 
10. Regiments abschiessen wollte, als der Gemeine Paul Boha vorsprang 
und den feindlichen Officier niederschlug; bei dem späteren Rückzüge 
der Division gegen la Bagolina legte er seinen Schwärm in Hinterhalt, 
Hess einen feindlichen verfolgenden Trupp vorbeiziehen, griff ihn dann 
plötzlich im Rücken an, erstach 2 feindliche Officiere und brachte den 
Gegner so in Verwirrung, dass er sich zurückzog Gemeiner Paul 
Boha und Zugsführer Josef Tanczcnberger erhielten für ihre 
besondere Tapferkeit und Bravour die silberne Tapferkeits - Medaille 
I. Classe. 

Durch den mehrstündigen, unausgesetzten Kampf war die Maun- 
schaft beinahe erschöpft und zum grosseu Theile kampfunfähig. 

Die fisische Ermattung drohte die Oberband über den moralischen 
Mnth zu gewinnen, als eben der Feind zum allgemeinen Sturme schritt. 

Da stellte Fahnenftthrer Stefan Novak des 3. Bataillons sich 
selbst an die Spitze der 8. Division ; — mit hoch in der Luft ge- 
schwungener F'ahue, belebte er den sinkenden Mutb durch sein heroisches , 
Beispiel und stürzte unter dem Ausruf .Erjen ä csäszär* die Maunschaft 
mit sich fortreiBsend, auf den Feind; — dieses, durch allgemeine Be- 



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317 



milian Meisslinger, Unterlieutenants Victor Huber, Carl ««*»■ 
Moschner, Wilhelm Glück, Heinrich Pohl und Ernst 

Gros 8. 

Der zum Stande des Regiments gehörige Oberst und 
Truppen-Brigadier Ferdinand Bauer wurde von Sr. Majestät 
durch Verleihung des Ritterkreuzes des Österreichischen Leo- 
pold-Ordens mit der Kriegsdecoration ausgezeichnet. 

Die Verluste der k. k. Armee in der Schlacht VOU CU-V«rln*tc de* Bcgla. 

stoza betrugen 314 Officiere und 7642 Mann ; darunter waren u J "' 
vom Regimente 8 Officiere: die Lieutenants Ludwig Gönczy 
und Sigmund Kremsner tödtlich verwundet, ersterer am 
25., letzterer am 26. Juni zu Verona gestorben; Hauptmann 
Wenzel Luka und Lieutenant Gottlieb Amtmann schwer, 
Oberlieutenant Josef *fäsz tor, Lieutenant Carl Baron Wu- 
cherer und Lieutenant Adolf M e n de leicht verwundet, Lieu- 
tenant Raimuud L a r i s c h kriegsgefangen ; — ferner 309 Mann. 
Hievon todt 31. verwundet 224, vermisst 154 Mann. 

Aus den am 5. August einlangenden Verzeichnissen ging 
später hervor, dass von diesen Vermissten nur Lieutenant La- 
risch mit 68 Mann in Kriegsgefangenschaft gerathen waren, 
der Rest bestand nur zum kleinsten Theile aus Versprengten, 
die sich später sammelten, — während eiu sehr bedeutender 
Theil als im Gefechte gefallen zu betrachten ist, — und 
sich die Zahl der Todten demnach auf circa 90—100 Mann 
steigert. 

Der Verlust der Italiener belief sich auf 347 Officiere 
und 8700 Manu. 

An Trophäen hatte die kaiserliche Armee 14 Kanonen, 
16 Protzen, 4 Munitions- und 7 andere Wägen und über 
öOOO Gewehre aufzuweisen. 

Seine kaiserliche Hoheit der Armee-Commandant gab der 
Armee den Dank des Kaisers mit nachstehendem Armee- 
Befehl bekannt: 



geisterung gehobene Eindringen, in dem Momente, wo der Feind keinen 
Widerstand mehr erwartete, machte die gegnerischen Massen stutzen 
und umkehren. 

Fahnenführer Stefan Novak hatte sich bereits im Feldzuge 
1K59 die silberne Tapferkeits-Medaille verdient, und wurde für den 
neuerdings bewiesenen Heldenmuth mit der silbernen Tapferkeits-Me- 
daille 2. Classe geschmückt. 



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318 

in* „Seine Majestät unser Allergnädigster Kaiser ge- 

ruhten mir heute Nacht folgende Worte ru Wiegraph iren : 
„Dir und Meinen braven Tmppen Meinen wärm- 
sten Dank." 

„Waffenbrüder! Es ist der .schönste Augenblick 
meines Lebens, Euch diese Allerhöchste Anerkennung 
bekannt geben zu können." 

„Den uns vom Feinde frevelhaft aufgedrungenen 
Krieg habt Ihr mit dem herrlichen Siege von Custoza 
eröffnet, auf denselben Höhen, wo wir vor 18 Jahren 
bereits entscheidend gesiegt. — Ich war Zeuge Eurer 
überwältigenden Tapferkeit, trotz der Uebermacht und 
den ungestümen Angriffen des Gegners. Kanonen wurden 
erbeutet und zahlreiche Gefangeue gemacht." 

„Jeder von Euch hat als Held gestritten, keine 
Waffe ist der anderen nachgestanden, jede hat in ihrer 
Eigenschaft das Aeusserste geleistet." 

„Ihr wäret der schweren Aufgabe würdig, wie ich 
es Euch vorausgesagt." 

„Wir gehen neuen Anstrengungen, aber, so Gott 
will, neuen Siegen entgegen. - 

Hauptquartier Zerbare, am 25. Juni 18GG. 

Erzherzog AI brecht. 

So imponirend war der Sieg bei Custoza, dass König 
Victor Emmanuel ohne verfolgt zu werden, sich be- 
wogen fand, seine Haupt- Armee bis hinter den Oglio zurück- 
zuführen, sein Hauptquartier in Torre di Malamberti bei Cre- 
mona aufzuschlagen, die Armee des Generals Cialdini vom 
Po abzuberufen und an sich zu ziehen. 

Das Regiment hatte am Tage nach der Schlacht ein Frei- 
lager bei Guastalla vecchia am Tionc bezogen. — Am 26. Juni 
wurde es nach Sta. Giustina verlegt und verblieb daselbst im 
Lager bis 30. Juni. 

An Stelle des General-Majors Baron Scudier wurde 
Oberst Baron Dahlen des Infanterie -Regiments Nr. 53 
Brigadier. 

Theils in demonstrativer Absicht, theils um die Truppen 
für einige Zeit aus der schädlichen Luft des blutgetränkten 
Schlachtfeldes zu entfernen, liess Se. kaiserliche Hoheit am 



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1. Juli die Armee den Mincio überschreiten, und es bezog >•*• 
das 5. Armee-Corps Lagerplätze vor Peschiera, das 7. bei 
Pozzolengo, das 9. bei Volta, das Reserve-Armee-Corps bei 
Ponti. Die Cavallerie-Brigade besetzte am 1. Juli Goito, am 

2. Guidizzolo und detachirte nach Medole. 

Das Regiment war am 1. Juli um 4 Ubr Früh im Bri- 
gade-Verbände von Sta. Giustina aufgebrochen, und langte nach 
einem höchst beschwerliehen, iu drückendster Hitze über San 
Giorgio in Salice, Mongabia, Salionze und Ponti zurückgeleg- 
ten Marsche um 3 Uhr Nachmittags in Pozzolengo an. 

Am 3. Juli wurde die Armee wieder auf das linke 
Mincio -Cfer zurückgezogen, wo das 7. Armee -Corps bei 
Castelnuovo, S. Kocco und Sona, — das Regiment Nr. 48 bei 
ersterem Orte lagerte. 

Am 4. Juli erhielt die Armee die erschütternde KundeEr.ici>i..t m a-r 

_ NunlArm««. 

von dem ungünstigen verlaufe der Operationen der k. k. Nord- 
irmee und der Katastrophe bei Königgrätz. 

Eine ausführliche Schilderung der Vorgänge auf dem 
Kriegsschauplatze in Böhmen liegt ausserhalb des Rahmens 
dieser Blätter, es genüge daher die nachstehende kurze 
Uebersicht : 

Am 27. Juni erfocht Feldmarschall - Lieutenant Baron 
Gab lenz mit dem 10. Corps bei Trautenau einen glänzenden 
Sieg über das preussische 1 . Armee - Corps unter General 
B o n i n , allein gleichzeitig unterlag das 0. Corps im Gefechte 
bei Wisokow gegen das preussische 5. Corps Steinmetz. 

Am 28. Juni wurde das 8. österreichische Armee - Corps 
bei Skalitz, das 10. bei Neu-Rognitz und Rudersdorf; am 
29. Juni das 1. nebst dem königlich sächsischeu Corps bei 
Jicin und Podkost, das 4. Armee-Corps bei Königinhof und 
Schweinschädel — trotz heldenmüthigster Gegenwehr - besiegt. 

Was den Preussen so entschiedenes Uebergewicht ver- 
lieh, war die Bewaffnung ihrer Infanterie mit dem Zünd- 
nadelgewebr, während Oesterreicher und Sachsen noch mit 
Vorderladern kämpfen mussten. Den Beweis dieses Ueber- 
gewichtes auf der einen, zugleich aber auch der ausserordent- 
lichen Tapferkeit, Ausdauer und Aufopferung im Kampfe auf 
der anderen Seite, gaben die unvcrbältnissmässig grossen Ver- 
luste, welche die verbündeten Armeen in jedem Gefechte er- 
litten. Bei Trautenau allein hatte das siegreiche österreichische 



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880 



w" Armee-Corps eineu Verlast von 191 Officieren und 4590 Mann, 
während der gleich starke geschlagene Gegner nur 66 Officiere 
und 1282 Mann einbüsste. 

Der Gesanimtverlust der Oesterreicher und Sachsen in 
den Gefechten vom 26. bis 29. Juni belief sich auf 30.000, 
jener der Preussen nur auf 7000 Mann ; als es nun am 3. Juli 
bei Königgrätz zur entscheidenden Schlacht kam, hatte sich 
auch das numerische Verhältniss der Streitkräfte bedeutend zu 
Gunsten der Preussen geändert. 

Die Oesterreicher verloren in dieser unglücklichen Schlacht 
1313 Officiere. 41.499 Manu, 6000 Pferde und 187 Geschütze; 
die Sachsen ÖO Officiere und 1446 Manu; die Preussen hin- 
gegen nur 360 Officiere, 8812 Mann und 939 Pferde. 

'■ ■ '■ * « ■ üeber Autrag Sr. kaiserlichen Hoheit des Erzherzog 

Albrecht wurde demnächst beschlossen, sich in Italien auf 
die Behauptung der Festungen zu beschränken, mit dem 
grössten Theile der Südarmee aber uacb dem Norden abzu- 
marschiren; das 5. Armee-Corps wurde über Tirol, der Rest 
der Armee durch Venetieu in Marsch gesetzt. Im 7. Armee- 
Corps sollte bloss die Brigade Dahlen und das Huszaren- 
Kegiment Prinz Württemberg Nr. 11, verstärkt durch 4 
aus Dalmatien abberufene Bataillone, am Isonzo zurückzubleiben. 
Se. k&is- Hoheit F. M. L. Erzherzog Heinrich wurde Cora- 
mandant dieses Corps, dessen Aufgabe es war, die Abfahrt des 
9. Armee-Corps zu decken, am Isonzo Stellung zu nehmen, 
und dem Vordringen des italienischen Heeres möglichst Schranken 
zu setzen; die Truppen -Division in Istrien sollte hiezu mit- 
wirken. 

Die rückgängige Bewegung der k. k. Süd-Armee begann 
am 6. Juli; an diesem Tage war das Regiment aus der Cantonirung 
in und bei Castelnuovo abgerückt, und hatte bei Croce biauca 
ein Freilager bezogen. 

Am 8. Juli marschirte es nach S. Bonifacio und bi- 
vouakirte bei Monteforte. 

Mit 9. Juli begann für die Brigade Dahlen die ehren- 
volle Aufgabe der Deckung des Rückzuges, der über Vioenza, 
Conegliano, bis 22. nach Romans führte. 




Am 23. gelangte das Regiment seit 17 Tagen zum 
erstenmal wieder unter Dach Es kam der Regimentsstab mit 



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321 



dem 1. Bataillon nach Görz, das 2. Bataillon nach S. Peter «*» 
und Vertoiba, das 3. Bataillon nach Strassoldo in die Can- 
tonirung. 

Am 25. Juli wurde auch das 3. Bataillon in Görz unter- 
gebracht. 

Se. kais. Hoheit F. M. L. Erzh. Heinrich wurde nach 
Wien berufen, und übernahm an dessen Stelle F. M. L. Baron 
Maroi6ic das 7. Armee-Corps- und Truppen-Commando für 
Istrien, Kärnten, Krain, Küstenland, Görz und Triest. 

Die zu diesem Coramaudo gehörigen Truppen betrugen 
Alles in Allem 42.000 Manu. 

Mit dem Erreichen des lsonzo war die Thätigkeit dieses 
Corps im grossen Ganzen geschlossen, — da ein Waffenstill- 
stand und bald nachher der Friede, allen weitereu Operationen 
ein Ziel setzte. 

Nachdem am 14. August beim Regiment« die aufzu- 
lösende 2. Depot-Division, mit 3 Officieren und 245 Mann als 
Ergänzung eingetroffen war, bezog dasselbe am 19. eine neue 
Dislocatiou mit dem Regiments-Stabe in Cormons, und den 
Bataillonen in dessen Umgebung. 

Am Geburtsfeste Sr. Majestät des Kaisers fand die v *j£™£- to 
Vertheilung der Medaillen vor dem ganzen Regimente in der ^gg'^ 
Stabs-Station Dolegnano statt; die feurige Rede, mit welcher 
Oberst Max Fischer diese Feierlichkeit schloss, lautete wie 
folgt: 

„Se. kais. Hoheit der durchlauchtigste Commandant 
der operirenden Armee, F. M. Erzh. Albrecht hat das 
tapfere Verhalten des Regiments, welches sich durch 
Unwiderstehlichkeit im Angriffe und Ausdauer im Kampfe 
am 24. Juni IHM auszeichnete, durch Verleihung zahl- 
reicher Decorationen gnädigst anzuerkennen geruht." 

„Tapfere Söhne Ungarns ! Dieser höchste Gnadenact 
erfüllt unser Herz mit Freude und Stolz, er schwellt 
unsere Kampflust, und stählt unsere Thatkraft ! Glücklich 
den ruhmreichen Tag von Custoza mitgemacht zu haben, 
fühlen wir don brennenden Wuusch in einem zweiten 
Contact mit dem Feinde, das auf uns gesetzte Vertrauen 
womöglich in noch erhöhter Weise glänzend zu recht- 
fertigen." 

21 



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322 

'>» „Und Ihr, meine Söhne, welchen die höchsten Aus- 

zeichnungen zu Theil wurden — auf Euch ruht der stolze, 
freudeutruukone Blick des Regiments; Euch beglückwünsche 
ich im Namen desselben!" 

„Die Dankbarkeit für die höchste Gnade bleibt 
Eure erste Pflicht : — Eure zweite ist, Eueren Cameraden 
als leuchtende Vorbilder auf dem Pfade der Ehre und 
des Ruhmes auch künftig voranzuschreiten; wir alle aber 
vereinen unsere Gefühle der tiefsten Dankbarkeit und d< i r 
unerschütterlichen Treue in dem Rufe: 
„Es lebe der Kaiser!" 
sund.. H»r.b Am 5. October wurde der Friedensstand angenommen, 
i mZmm das ehemaligo 3. und 4. Bataillon nach Gross-Kanizsa, behufs 
Reducirung abgesendet: der Regiments-Stab kam nach S. 
Loreuzo, die drei neuen Bataillone, nunmehr nur aus je 4 
Compagnieu bestehend, in dessen Umgebung. 

Am 23. October wurde die Brigade, in deren Verband 
das Regiment wahrend des Feldzuges gestanden war, aufgelöst. 

Die mit Anfang October eingeleitete Herabmiuderung 
des Standes geschah über Allerhöchste Anordnung derart, dass 
jedes Infanterie-Regiment für den Frieden sich auf 4 Batail- 
lone zu je 4 Compagnieu und 1 Depot-Cadre zu setzen hatte. 

Die Compagnien Nr. 13. 14, lä und 10 sollten das 4 Ba- 
taillon formireu, welches in die Ergäuzungs- Bezirks -Sta- 
tion zu verlegen kam; die Compagnieu mit den Nummern 
17 bis 24 wurden gleichfalls in die Ergänzuugs-Bezirks-Sta- 
tion behufs ihrer Auflösung entsendet; nach «lern Eiuiückeu 
des 4. Bataillons in Gross-Kanizsa hatte die Depot-Division 
sich auf den Cadre-Stand zu reduciren. 
AbMmjj «rf. Ende October erfolgte die Verlegung des Regiments nach 
Knd. oct»b«.M» Dalmatien. 

Am 2'J. trat es den Marsch über Monfalcoue au uud 
wurde am 31. in Triest auf dem Dampfer „Progresso" ein- 
geschifft, um am 2. November iu Cattaro einzutreffen, wo der 
Regiments-Stab mit dem 1. Bataillon, dann die 6. Divisiou 
mit dem 3. Bataillons-Stabe verblieben, während die ;">. Divi- 
sion in Risano. das 2. Bataillon in Casteluuovo stationirt 
wurden. Später wurde noch die 12. Couipaguie von Cattaro 
nach Perzagno verlegt. Bis zum Juni des Jahres 1801» blieb 
das Regiment in Cattaro in Garnison. 



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1807-1800. 



Der Aufenthalt in Dalmatien war sehr unerquicklich, «»n.u., 

1 ' In <»u»r.. u ml 

hauptsächlich wegen der zerstreuten Bequartiruug des Re- n ^')" 1 , '^" bi> 
giments, die den Dienst und die Ausbildung ausserordent- ,m> - 
lieh erschwerte, und das in «lein öden Lande doppelte wün- 
schenswerthe kameradschaftliche Beisammensein schmerzlich 
vermisseu Hess. Keinerlei Kreiguiss von Bedeutung störte die 
Monotonie solchen Daseins. 

In Consequenz der von den Legislativen angenommenen *<•«• o«..».««™ 

n Jrr Inr.utcrir 

„allgemeinen Wehrpflicht" folgte eine Neuorgauisirung der •««* 

r " ° Ho. < . ,„„i«„,1.„. 

sämmtlichen Truppen, - hauptsächlich aber der Infanterie, A„r« i*». 
um die Cadres zu dem anzunehmenden grossen Kriegsstand 
in das richtige Verhältnis! zu bringen. Anstatt des 4. Batail- 
lons und des Ergänznngs-Bf'zirks-Commando's wurde ein Re- 
serve-Commando per Regiment, jeues des 48. Infanterie- 
Regiments in Gross-Kanizsa creirt, welchem das 4. und 5. Ba- 
taillon des Regiments sammt dem Ergänzungs-Bataillons- 
Cadre und dem Augmentations-Magazin zugewiesen wurde. 

In Folge dieser organischen Aenderungen gab Oberst- 
lieutenant Johann Rosen zweig das Oommando des 1. Ba- 
taillons in Castelnuovo au den Major Coustautin Haber- 
ecker, der bisher in Gross-Kanizsa das 4. Bataillons- und 
Ergänzungs-Bezirks-Comm indo geführt hatte, ab, und über- 
nahm — mittlerweile auch zum Obersteu befördert, das 
Reserve-Commaudo des Regiments. 



•21* 



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18<>9— 1870 



Bei Bekämpfung des Aufstandes in Süd-Dalmatien. 



Nachdem das Regiment fast 3 Jahre einer freudelosen, 
geistig und materiell zersetzenden Existenz in der Bocche di 
Cattaro verbracht, kam endlich im Monate Juni 180!) der laug- 
und heissersehnte Moment der Ablösung. — Das Regiment ver- 
liess die Bocche, wo mittlerweile das Infanterie-Regiment Erz- 
l, *TrtJ rt n,rh herzog A 1 b r e c h t Nr. 44 eingerückt war, und gelangte uach 
Triest, um hier vorläufig in Garnison zu verbleiben. 

Doch nicht lange sollte die Freude ob dieses angeneh- 
men Tausches währen, denn schon am 6. October 18(59 bekam 
hier das Regiment den Befehl zur neuerlichen Marschbereit- 
schaft; war damit auch das Ziel nicht gleich Anfangs ofti- 
ciell ausgesprochen, so konnte es doch nach den erhaltenen 
Nachrichten keinem Zweifel unterliegen, dass das Regiment be- 
stimmt sei, zur Unterdrückung des in der Bocche di Cattaro 
n«h ausgebrochenen Aufstandes mitzuwirken. — Cnd in der That 
wurde am 10. October 12 Uhr Mittags das Regiment Erz- 
herzog Ernst, welches kurz zuvor das 2. Bataillon aus Görz 
an sich gezogen hatte, und das Infanterie-Regiment Erzherzog 
Franz Carl Nr. 52 auf dem Lloyddampfer „Urano" ein- 
geschifft, um die Fahrt nach der Bocche di Cattaro anzu- 
treten. Das Regiment hatte am 4., also zwei Tage vor dem 
Anlangen des Marschbereitschafts-Befehls, einen bedeutenden 
Theil seiner Mannschaft beurlaubt, jedoch noch keine Rekru- 
ten erhalten, somit nur einen sehr geringen Stand, der beim 



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325 



1. und a Bataillon mit 50, beim 2. Bataillon mit 36 Mann "«•• 
per Compagnie im Durchschnitte anzunehmen war. Das ganze 
Regiment zählte etwa 550 Mann. 

Nach 36stüudigor Fahrt landete das Regiment in Cattaro 
am 12. October Morgens, und rückte in seine neuen Stationen 
u. z. das 1. Bataillon nach St. Eustachio, das 2. nach Mateo 
und das 3. nach Ljuta, woselbst die Franz Josefs-Brücke zu 
besetzen und Vorposten gegen Orahovac auszustellen waren. 

Die Zustände in der Krivosie und in der Zuppa waren 
sehr bedenklich. 

Di*» Krivosianer und Zuppaner weigerten sich, das iu 
diesen Bezirkeu neu einzuführeude Wehrgesetz, nach welchem 
die Bevölkerung derselben zum Landwehrdienste verpflichtet 
wurde, anzunehmen, und setzton den von der Regierung zur 
zwangsweisen Durchführung dieses Gesetzes in den genannten 
Bezirken getroffenen strengen Massregeln offenen Widerstand 
entgegen. 

Dm die Autorität des Gesetzes und das Ansehen der Regie- 
rung zu wahren und die renitenten Bezirke zur Unterwerfung zu 
zwingen, wurde die Concentrirung einer entsprechenden Truppen- 
Anzahl in der Bocche di Cattaro angeordnet, indem man sich vor- 
läufig auf die Heranziehung der zunächst dislocirten Iufanterie- 
Regimenter Nr. 22, 48 und 52 beschränkte, später aber sich 
bemüssigt sah, auch das Infanterie-Regiment Nr. 7, dann die 
Jäger-Bataillons Nr. 8 und J>, nebst einigen Gebirgs- und Ra- 
keten-Batterien und mehreren Compagnien Genie - Truppen 
nach Süd- Dal matien zu beordern. 

Diese Truppen mit dem in Budua garnisonirenden 27. Jäger- 
Bataillon und dem in Cattaro und Umgebung stationirten 
44. Infanterie-Regiment repräsentirten die sämmtlichen, zur 
Bewältigung des Aufstandes aufgebotenen militärischen Kräfte. 

Während das 3. Bataillon mit dem 1. die Cantonements 
wechselte, um den schwierigen Vorpostendienst gegen Orahovac 
einigermassen zu theilen, erhielt das 2. Bataillon am 14. 
plötzlich den Befehl, sogleich nach Cattaro zu rücken, wo es 
eingeschifft und nach Meligne transportirt wurde, um theils 
das Pulvermagazin Zelenika, theils Castelnuovo zu besetzen. 

Am 17. wurde dem Officiers-Corps des Regiments der fol- 
gende Divisions-Commando-Befehl vom 17. October publicirt. 



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326 



„Sald&ten ! Das Grenzfort Dragalj 'und das Wach- 
haus Cerkvice sind bis 20. dieses Monates verpflegt; die 
dortigen Besatzungen sehen der Stunde entgegen, wo sie 
sich ergeben oder vor Hunger sterben müssen, wenn ihre 
gerechte Hoffnung sich nicht erfüllen würde, dass wir 
sie befreieu. — Unerschüttert haben diese Braven zu ihrer 
Pflicht gehalten, auch wir wollen die unsere erfüllen." 

„Theils aus Verblendung, theils aus Raubsucht haben 
sich jene Horden gebildet, auf die Ihr treffen und die 
Ihr überwinden werdet, — Euer Muth und Eure Krall 
werden sich weniger au ihnen , als an den Besehwerden 
erproben müssen, die Euch in diesem unwirthsamen Fels- 
gebirge bevorstehen. - 

„Ich vertraue auf euch, Ihr werdet .sie überwinden, 
werdet die Ehre der Waffen wahren und die bedrohten 
Brüder befreien." 

Wagner F. M. L. 
Der nächstfolgende Tag wurde zu den, für die beab- 
sichsigte Expedition nach Dragalj nöthigeu Vorbereitungen 
beuützt. und nachdem das in Castelnuovo detachirt gewesene 
eigene 2. Bataillon wieder zum Regiment« eingerückt war, für 
den V.h die erste Operation in die Krivosie angeordnet. 
r.r.tr EitH-duion Disposition zu derselben war auszugsweise folgende : 

■ d ihr KriToaie « o rt 

"mIÄSS -,Es wird am 19. d M. Früh (3 Uhr gegen Dragalj 

9 eine combinirte Vorrückung unternommen. Generalmajor 
Ritter von Dormus wird mit den Regimentern Nr. 44 
und 52, einer Compaguie des 27. Feld-Jäger-Bataillons, 
den combinirten Gebirgsbatterien des 11. und 12. Festuugs- 
Artillerie-Bataillons und 4 Raketen-Geschützen auf den 
Communicationeu gegen Cerkvice und Ledenice vorrücken, 
während der Oberst Fischer mit dem eigenen Regimente 
und 2 Raketengeschützen über Orahovac, Stepen, Ubalac 
gegen Ledenice vorrückend, des Feindes linke Flanke zu 
gewinnen hat. 2 Compagnien des 27. Jäger-Bataillons 
und 2 Raketengeschütze, denen sich noch eine Matrosen- 
und Gendarmerie-Abtheilung anschliesst, haben von Morinje 
gegen Ubli zu demonstriren, und dann nach Risano zur 
Hauptcolonne einzurücken." 

Dieser, vom Truppen-Üivisious-Commaudo erflossenen 
Disposition gemäss, bestimmte das Regiments-Commando. dass 



« 

(t 



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327 



das 1. und 3. Bataillon mit den 2 Raketengeschützen und 
einer Jäger-C«>mpagnie, (welche noch im letzten Augenblicke 
der Colonne Fischer zugetheilt wurde) über Draziuvert und 
den Monte Casone nach Ubalac, — das 2. Bataillon jedoch 
von Orahovac über Stepen (nach Zurücklassuug der 5. Com- 
pagnie, welche zur Kscortirung der Verpflegs-Artikel bestimmt 
war) nach Ubalac vorzugehen, und zu diesem Behufe am 19. 
um &7i Uhr Früh in der Regiments-Colonue zum Abmarsch 
bereit zu sein haben. 

Um H Uhr wurde abmarschirt. Nachdem Major Nicolaus 
Eigenbrodt an diesem Tage erkrankte, übernahm Haupt- 
mann Arnold Balduin von demselben das 3. Bataillons- 
und Oberlieutenant C a r 1 Z u r n a das 4. Coinpagnie-Commando. 

In DraSinvert musste die Hauptroloune fast eine Stunde 
auf die nöthigen Boten warten, und begann somit der Marsch 
auf den Monte Croce erst etwas vor !* Uhr. 

Nach fast sechsstündigem, beschwerlichen Marsche, in 
rottenweise abgefallener Colonne, mit Benützung eines 
jener elenden CJebirgs-Pfade, welche das Fortkommen theil- 
weise nur kletternd ermöglichen und im beständigen Regen, 
erreichte die Tete der Colonne den Sattel zwischen Monte 
Casone und dem Hauptrücken. 

Nach entsprechender Rast wurde der Marsch uach Ubalac 
fortgesetzt, und hier die Vereinigung mit dem 2. Bataillon, 
welches über Stepou herangekommen war, bewerkstelligt. 

Der Marsch war bei keiner Colonne vom Feinde gestört 
worden, und wurdo um V 2 5 Uhr Abends bei Ubalac ein Frei- 
lager bezogen. 

Zur Recoguoscirung der den nächsten Tag zu nehmenden 
Route wurden Kundschafter ausgesendet, welche noch vor 
Tagesanbruch zurückkehrten und meldeteu, dass durch die 
starken Regengüsse der letzten Tage ein diese Route durch- 
schneidender Torrente stark angeschwollen, somit Ledenice, 
das Ziel des nächsten Marsches, nur auf einem grossen Um- 
wege zu erreichen sei. 

Nachdem den folgendeu Tag (20. October) um 8 Uhr 
abgegessen wurde, setzte sich das ganze Regiment vereint, um 
U Uhr gegen Ledenice in Bewegung, welcher Ort bei starkein 
Regen, nach Ueberwindung unsäglicher Beschwerlichkeiten um 
1 Uhr Mittags erreicht wurde. 



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328 



•*»• Die 2. Compagnie, welche während des Marsches die 

Vorhut gebildet hatte, und bis zu dem in der Verklausung 
der Hochebene Ledenice inferiore gelegenen Pfarrhause vor- 
gerückt war, stiess hier auf 2 Compagnien des Infanterie-Re- 
gimentes Erzh. Franz Carl, unter Commaudo des Majors 
Balogh von der Colonne des G. M. Dorraus. — Auf die 
diessfällige Meldung wurden diese 2 Compagnien zum Gros 
der Colonne zurückgenommen, und Oberstlieutenant Con- 
stantin Haberecker beauftragt, mit der schon beim 
Pfarrhause stehenden 2., dann der 3. und 4. Compagnie die 
Vorposten gegen Ledenice superiore zu beziehen. 

Während nun die Hauptcolonne (2. und 3. Bataillon 
des 48. Regiments, 2 Compagnien von Franz Carl- Infanterie, 
1 Jäger-Compagnie und 2 Raketengeschütze mit der ihre Be- 
deckung bildenden 1. Compagnie) bei Ledenice inferiore das 
Lager bezogen, bestimmte Oberstlieutenant Haberecker ent- 
sprechend dem erhaltenen Auftrage, die 4. Compagnie als 
Hauptposten, die 2. und 3. zum Pfarrhause als Reserve. 

Der Hauptposten stand bei der im nördlichen Theile der 
Ebeue gelegenen Capelle „Sveta Petka", und hatte 2 Feld- 
wachen an den östlichen und westlichen Hängen der das Hoch- 
plateau einschliessenden Höhen vorgeschoben. Patrullen gingen 
bis Ledenice superiore. 

Gleich nach dem Beziehen der Vorposten wurden im 
Defile von Lupoglav , Insurgenten bemerkt ; — eine Stunde 
darnach, circa um 4 Uhr Nachmittags wurden noch mehr In- 
surgenten sichtbar, welche sich längs den Hängen des Goli 
Vrch südwärts, somit gegen die rechte Flanke der bei Ledenice 
lagernden Truppen zogen. 
fefteMM Es wurden hierauf Patrouillen zur Recognoscirung des 

». on. ber im*. Gegners entsendet. Nach einigen mit den Insurgenten gewech- 
selten Schüssen, wobei vom Regiment« zwei Mann verwundet 
wurden, zogen sich die Feldwachen auf den Hauptposten zu- 
rück, und dieser besetzte eine der vielen, in die Ebene ver- 
laufenden Verästungen des Goli Vrch und erwartete hier don 
Angriff des Feindes. 

Auf die ersten Schüsse besetzten die 2 Compagnien der 
Vorposten-Reserve das zwischen Ledenice inferiore und Lede- 
nice sup. gelegene Defile, u. z. die 2. Compagnie Anfangs die 
östliche, die 3. Compagnie hingegen die westliche Wand. Nach 



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329 



und oach 'winde der rechte Flügel dieser Aufstellung durch 
die 7. und 1. Compagnie (mit den beiden Raketengeschützen), 
dann noch durch die 8. Compagnie verlängert, die 4. Com- 
pagnie auf gleiche Höhe in die Sohle des Defiles zurückge- 
zogen, endlich die 2. Compagnie von der östlichen auf die 
westlich»' Wand bestimmt. 

Es bildeten somit 6 Compagnieu mit 2 Raketengeschützen 
die erste Gefechtslinie, der in der rechten Flanke auf den Ab- 
fallen des Goli Vrch , das 3. Bataillon und die Jäger-Compag- 
nie; in der linken Flanke hingegen, auf den die Ebene Lede- 
nice inf. westlich begleitenden Höhen die ß. Compagnie, im 
versagten Staffel als Stützon dienten , während der Rest (2 
Compagnieu Franz Carl- Infanterie) als Reserve im Centrum 
in der Ebene verblieb und eine Matrosen - Abtheiluug zur 
Deckung des Rückens bei der Capelle St. Nicolö stand. 

Dieser Aufstellung näherte sich der Gegner mit wildem, 
an Indianer erinnernden Geschrei ; die Hauptrichtung des An- 
griffes war gegen die 8. Compagnie, das ist , den äussersten 
rechten Flügel und höchsten Punkt der Aufstellung gerichtet. 

Das lebhafte Feuer dieser Compagnie, sowie das ruhige 
Ausharren in den genommeneu Stellungen imponirte dem 
Gegner so, dass derselbe, nach vergeblichen Versuchen, Herr 
der von der 8. Compagnie besetzten höchsten Punkte zu wer- 
den, nach 8 Uhr Abeuds das Feuer gänzlich einstellte; die 
in's Gefecht gebrachten 2 Raketengeschütze mochten nicht un- 
bedeutend hiezu beigetragen haben. 

Wegen des sehr schwer gangbaren Terrains, waren zum 
Transport der Munition für die Raketengeschütze keine Trag- 
thiere mitgenommen worden, und musste die Munition, theils 
durch die Bedeckung, theils durch requirirte und gut bezahlte 
Bewohner der treu gebliebenen Ortschaften fortgebracht wer- 
den; als nun im Gefechte dei erste feindliche Schuss in die 
Batterie fiel, warfen die Landleute die Munition weg und liefen 
fort; es kostete viele Mühe dieselben durch die Bedeckung 
einzubringen und zu beruhigen. Im Allgemeinen und im wei- 
tereu Verlaufe haben sich jedoch diese Leute stets als treu 
und als gute Kundschafter gezeigt. 

Wenn schon die Fatigue des Marsches von Ubalac nach 
Ledenice, und das eben geschilderte Gefecht die Kräfte der 
Truppen im hohen Grade in Mitleidenschaft zog, so war es 



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330 

■** insbesondere die in der genommenen Stellung, während eines 
eisigen Regens zugebrachte Nacht, welche die letzten fisischen 
Kräfte des Regiments umsomehr absorbirte, als dasselbe seit 
8 Uhr Morgens des 20. weder Nahrung noch Trank erhalten 
hatte. Dieser Umstand bewog auch den Obersten Regiments- 
Commandauten in einer Meldung an das Truppen- Divisions- 
Commando den momentanen fisischen Zustand des Regiments 
mit dem Beifügen zur Kenntniss zu bringen, dass der durch 
den Angrifl'sversuch der Insurgenten nöthig gewordene Beobach- 
tungs-Dienst nicht mehr zur vollen Beruhigung geleistet wer- 
den könne. 

Auf diese Meldung erchien am 21. gegen 11 Uhr Vor- 
mittags der Statthalter Feldmarschall-Lieutenant Ritter von 
Wagner mit einem Halb-Bataillon des 52. Infanterie-Regi- 
ments, persönlich im Lager, und befahl den Rückzug des 
Regiments nach Risano, nachdem die unter General - Major 
Ritter von Dormus gegen Dragalj disponirte Colonne, 
theils der ungünstigen Witterungs-Verhältnisse halber, theils 
aber ihrer numerischeu Schwäche wegen, ohnediess nur bis 
Cerkvice vorzudringen vermocht hatte. 

Der Abmarsch des Regiments aus der Stellung bei Lede- 
nice inf. und der Rückzug bis Risauo wurde durch ein Halb- 
Bataillon Franz Carl - Infanterie unter Commandn des 
Majors Baron Pitt«! und durch das eigene 1. Halb-Bataillon 
gedeckt und vom Gegner nicht wesentlich belästigt. 

Während des Rückmarsches nach Risano rückte die 5. 
Compagnie, welche in ihrer Commandirnng in Orahovac durch 
die 1». Compagnie abgelöst wurde, wieder zum Regiments ein. 

So endete die 1. Expedition in die Krivosie, die den 
grössten Theil der Aufgabe unerfüllt liess, denn das Fort 
Dragalj konnte nicht verproviantirt werden, und beide Werke, 
sowol Cerkvice als Dragalj, blieben nach wie vor der feind- 
lichen Cernirung preisgegeben. Dass dieser Umstand das mo- 
ralische Element des Gegners bedeutend hob, beweist wol am 
Besten der nachhaltige zähe Widerstand, denn die uugleich 
stärkeren Colonnen bei der 2. und 3. Expedition in der Kri- 
vosie erfahren mussten. 

So beklagenswerth diese resultatlose Unternehmung, 
namentlich in den vorangofübrten Consequeuzeii erscheinen 
mochte, - das Truppen-Commaiido konnte dafür bei den ge- 



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331 



gebenen Verhältnissen kaum verantwortlich gemacht werden. 
Vor die Alternative gestellt entweder die pflichttreuen und 
tapferen Besatzungen der Forts dem Hunger oder dem Feinde 
Treis zu geben, wenn ihnen nicht rasch Proviant, Munition 
und Unterstützung gebracht würde, — oder durch eine nicht 
gehörig vorbereitete, namentlich von Verpflegsrücksichten un- 
abhängig gemachte Expedition , in den beinahe ungang- 
baren, wasser- und resourcenloseu Felsgebirge, einem wilden, 
entmenschten Bergvolke gegenüber, dass in seiner durch Ge- 
wohnheit erworbenen Unermüdlich keit . wohl vertraut mit 
dem tiebrauche der sicher treffenden Büchse, — uiit jedem 
Pfade und Schlupfwinkel seiner öden Felsenheimat, sieh sicher 
wie in einer Festung wusste, — eiuen Misserfolg zu riskiren, 
- war das Truppen-Commando moralisch genothigt den 
letzteren Weg einzuschlagen. 

Es scheint ein solcher Versuch um so mehr gerechtfertigt, 
als man sicher sein konnte, dass die braven Truppen das 
Unmögliche leisten würden, um ihren bedrängten Kameraden 
Hille zu bringen, und als man annehmen durfte, dass die Auf- 
ständischen, ernstem Auftreten gegenüber, es vielleicht nicht 
zum Aeussersten kommen lassen würden. 

Nachdem diese letzte Hoffnung getäuscht wurde und der 
erste Versuch misslaug, — zeigte sich nun die Lage um so 
misslicher, als man einerseits die bedrohten Fortsbesatzungen 
nicht mehr zurücknehmen konnte: — eine Massregel, durch 
welche man überdies« seine Schwäche eingestanden, und mit 
p-uen wichtigen Stützpunkten auch die Möglichkeit der Wieder- 
uuterwerfung der insurgirten Landstriche in weite Ferne ge- 
rückt hätte; — als es anderseits noch ebenso, wio vor der 
ersten Unternehmung an allen Mitteln gebrach, eine den Um- 
ständen angemessene, geordnete Truppen-Verpflegung einzu- 
leiten, — uud durch die schon verlorene Zeit um so mehr 
Gefahr im Verzuge lag. 

Um 3 Uhr Nachmittags des 21. war das Regiment wieder 
in Hisano eingerückt, uud wurde erst den nächsten Tag mit 
dem 1. Bataillon nach St. Eustachio, dem 2. nach S. Mateo 
und dem 3. nach Ljuta verlegt. 

Am 23. gegen 12 Uhr Nachmittags wurden von Cattaro 0l ? r ;«". 1 " u TJ «. 
Allannschüsse hörbar. „. o,, wb4 . r 1M9 



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332 



Nachdem die Stationsorte des Regiments gemäss der 
Allarmdisposition, zu Cattaro geholten, raillirte sich das Regi- 
ment eiligst und rückto unverzüglich nach Cattaro ab ; das 2. 
Bataillon als zunächst dialocirt, traf zuerst dort ein, und erhielt 
den Befehl, das 2. Bataillon Erzh. Franz Carl, welches 
gegeu die das Werk Gorazda und das Blockhaus S. Trinita 
angreifenden Zuppaner vorgegangen war, zu unterstützen. 

Das Bataillon hat durch sein Erscheinen und theilweises 
Eingreifen in die Action sowohl auf den Gegner moralisch 
gewirkt, als auch dem in der Flanko bedrohten Bataillon von 
Franz Carl -Infanterie die freie Action ermöglicht, und so 
zu dem von demselben erzielten, günstigen Resultate, der 
Zurückdrängung der Insurgenten, wesentlich beigetragen. 

Inzwischen waren auch die beiden anderen Bataillone 
je mit 2 Compagnien in Cattaro eingetroffen, nachdem die 1. 
und 2. Compagnie als Besatzung in Perasto, die 9. und 10. 
an der Franz Josefs -Brücke zurückgeblieben waren. Diese 
2 Halbbataillone sollten erst abkochen, und dann die beiden 
um Gorazda herum noch im Gefechte befindlichen Bataillone 
ablösen. 

Doch es wurde Nacht, bevor sich das 1. und 3. Harb- 
bataillon nach Gorazda in Bewegung setzen konnten; um i> 
Uhr Nachts erreichte die Colon ne S. Trinitä, woselbst die 
12. Compagnie die in diesem Blockhause befindliche 5., die 
übrigen Compagnien aber den Rest des 2. Bataillons in Gorazda 
selbst ablösten. — Das Bataillon Franz Carl war gegen 6 
Uhr Abends bereits in Cattaro eingerückt, indessen die beiden 
Werke Gorozda und Trinita vom 2. Bataillon Erzh. Ernst 
besetzt blieben. 

Während der Nacht verhielten sich die Insurgenten ganz- 
ruhig. Erst gegen Morgen des 24. sah man einige derselben, 
doch schon auf montenegrinischen Gebiete wieder erscheinen, 
was zu einigen Kanonenschüssen aus dem Werke Gorazda 
Veranlassung gab. 

Um 10 Uhr Vormittags wurde nach Cattaro, und nach- 
dem daselbst abgekocht worden, in die früheren Stationen ab- 
gerückt: doch die ersehnte Ruhe sollten die Truppen dort 
nicht finden, denn schon um 10 Uhr Nachts langte beim Re- 
giment« folgender Befehl ein; 



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„Das Regiment hat heute Nacht derart abzukochen, 
dass es morgeu den 25. um 6 Uhr Früh den Marsch 
gemeinschaftlich mit der Gebirgsbatterie Nr. 1 des 11. 
und 12. Festungs- Artillerie- Bataillons antreten, und um 
8 Uhr Früh in Risano sicher eingetroffen sein kann, wo 
die weitereu Befehle mündlich erfolgen werden. Bagagen 
und Tornister sind zurückzulassen." 

Wagner F. M. L. 
Der Drang der Umstände hatte das Truppen-Commando Zw « 

in 

veranlasst, für den 25. eine neue Unternehmung gegen die M . 
Krivosie ins Auge zu fassen. 

Dem vorstehenden Befehle gemäss, wurde schon um 1 
Uhr Nachts in den verschiedenen Stationen abgekocht, und 
um 8 Uhr Morgens des 25. stand das ganze Regiment bei 
der Franz Josefs-Brücke Concentrin, um von da den Marsch 
nach Risano anzutreten. 

Tags vorher war auch das Regiment Freiherr von 
Maroißie Nr. 7 in Cattaro eingetroffen, und wurde mittelst 
Kriegsfahrzeugen nach Risano transportirt, 

Um 8 Uhr Morgens des 25. standen somit auf der Marine 
Risano die Infanterie-Regimenter Nr. 44 und 48 ä 3 Bataillons 
(die Compagnien des ersteren circa 70 Mann, jene des letzteren 
wie bekannt mit je 40 Mann) dann das Infanterie-Regiment 
Nr. 7 (auf Kriegsstärke) und endlich 2 Gebirgsbatterion Con- 
centrin, welche insgesammt eine Truppenstärke von circa 3000 
Mann Infanterie, 8 Rohr- und 8 Raketengeschütze repräsentirteu 
und der weiteren Befehle harrten. 

Um 9 Uhr erschien der neu ernannte Brigadier, Oberst 
Jovanovic, und übernahm das Commando über sämmtliche 
genannte Truppen, und trat um l /> 10 Uhr den Abmarsch nach 
Dragalj zur endlichen Verproviantirung dieses Postens, wie 
folgt, an: 

Die Vorhut bildete das Regiment Erzherzog Alb recht 
Nr. 44 mit einer Raketen-Batterie; — die Nachhut 1 Batail- 
lon des Infanterie-Regiments Nr. 7 und das 1. Bataillon des 
48. Regiments, indessen das 2. und 3. Bataillon zur Siche- 
rung Risano's dortselbst zurückbleiben mussten. 

Das 1. Bataillon des Regiments bildete den Nachtrab 
der Nachhut und die 4. Compagnie die äusserst« Nachpatrulle. 



334 

In dieser Ordnung hatte die Coloune den Marsch auf 
dun nach Knezlac führenden Serpentinen angetreten und die- 
selben auch unbehelligt vom Gegner passirt. 

M&*£b?mi Doch schon bei Kuezlac hatte die Vorhut einen harten 
k. oZbtr i^. Kampf mit den theils in diesem Orte, theils aber auf den die 
Coinmunieation durch diesen Ort beiderseits begleiteuden Hohen 
postirten Insurgenten zu besteheu, bevor sie weiter gegen Cerk- 
vice vorzurücken vermochte. 

Die vor dem ungestümen Angriffe der Vorhut weichen- 
den Insurgenten hatten sich auf Napoda zurückgezogen , wo 
sie sich abermals festsetzten. Nachdem alle Versuche, die- 
selben aus ihren Positionen zu vertreiben, der unvergleich- 
lichen Schwierigkeit des Terrains halber, zu keinem günstigen 
Resultate geführt hatten, der Zweck der Expedition, Cerkvice 
und Dragalj zu verproviantiren aber durchaus erreicht werden 
musste, griff man endlich zu dem verzweifelten Mittel, in Co- 
lonne an der Flankenstellung des Feindes und unter dessen 
lebhaftem Feuer vorbeizumarschiren. 

Wie allen Gebirgsvölkern der Guerilla-Krieg geläufig ist 
und Flanke und Rücken des Gegners als die willkommenen 
Angriffspunkte gelten, - so befolgten auch die Insurgenten 
Süd-Dalmatiens diese Praxis und trachteten — in ihrer wilden 
Grausamkeit und Verachtuug des Menschenlebens — möglichst 
vieler Nachzügler und liegengebliebener Verwundeter habhaft 
zu werden, um au denselben durch barbarische Verstümme- 
lungen ihren rachsüchtigen Muth zu kühlen und durch die 
grausamste Massacrirung der Gefangenen auf das moralische 
Element ihrer Feinde deprimirend einzuwirken. 

Es war auch die Nachhut kaum aus dem Defil6 von 
Napoda debouehirt, als diese von allen Seiten angefallen, hart 
gedrängt und mörderisch beschossen wurde, so dass beide Ba- 
taillone der Nachhut gleich bei Napoda halten und Front gegen 
Osten ein hinhaltendes Gefecht annehmen mussten; der fort- 
gesetzte Weitermarsch der Haupttruppe und die zunehmende 
Entfernung derselben bewogen jedoch alsbald beide Batailloue, 
das Gefecht abzubrechen und im heftigsten feindlichen Feuer 
der Hauptcolonue zu folgen, wobei die ursprünglich als Nach- 
patrulle ausgeschiedene 4. Compaguie des Kegiuieuts durch 
die 3. unterstützt und beide im weitereu Verlaufe des Gefech- 



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335 

tes von den übrigen 2 Compagnien des 1. Bataillons südlich 
Cerkvice aufgenommen wurde. 

Gegen 4 Uhr Nachmittags wurde Cerkvice erreicht und 
nach Aufstellung der uöthigen V T orposten dortselbst bivouakirt. 

An ein Abkochen war während der Expedition nicht zu 
denken; in dieser Beziehung konnten keine Voranstalten ge- 
troffen werden, da sämmtliche verfügbaren Tragthiere zum 
Trausport der Approvisionirungs-Vorräthe für Dragalj uud 
Cerkvice verwendet worden waren, und die Expedition die 
Verproviantirung Dragalj's um jeden Preis und ohne Auf- 
enthalt zum Zwecke hatte. 

Somit war eine kleine Ration Speck und Brauntweiu 
Alles, was die Truppe nebst dem Brote während der ganzen 
Expedition an Lebensmitteln mitbekommen konnte. 

Am 2(5. Morgens 7 Uhr rückte die Colonne mit den 
Regimentern Nr. 44 uud Nr. 7, dann den Rohr- und Raketen- 
geschützeu nach Zurücklassung eines halben Bataillons Ma- 
ro i öi e - Infanterie und des eigenen ]. Bataillons — zum 
Zwecke der Besetzung uud Sicherung der Position bei Cerk- 
vice — gegen Dragalj vor, uud es gelang den heroischen, allen 
Gefahren und Anstrengungen trotzenden Truppen Dragalj 0 «* ££2 -M 
nach einem harten, blutigen Kampfe im Üefile von Hau gegen *>• °«° hn lM * 
11 Uhr Vormittags mit der Proviant-Colouue zu erreichen. 

Sobald das Fort mit Munition und Proviant versehen 
war, wurde der Rückmarsch angetreten, und musste auf dem- 
selben, trotzdem, dass das Defile von Han vom Infanterie- 
Regimeute Nr. 7 besetzt gehalten war, dasselbe neuerdings 
unter bedeutenden Verlusten genommen und passirt werden. 
Um 3 Uhr war die von Dragalj rückgekehrte Colonne wieder 
in Cerkvice eingetroffen. 

Nach einer halbstündigen Rast, welche zum Verbinden 
der Verwundeten (worunter auch Oberst Brigadier von Jova- 
novic) benützt wurde, setzte sich die ganze Colonne wieder 
nach Risano in Marsch. Die Nachhut bildete abermals das 
1. Bataillon des Regiments und das mit demselben in Cerk- 
vice zu rückgebliebeue halbe Bataillon Maroicic - Infanterie 
Nr. 7. 

Das letztere hatte die rechte, die 1. Compagnie des Re- 
giments die linke Flanke während des Rückmarsches zu decken, 
da diese Compagnie bereits Tags über auf einer in dieser 



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330 



«■» Richtung situirten Höhe auf Vorposten gestanden war. — 
Dies«? Höhe, welche, wie erwähnt, wohl in der Richtung, nicht 
aber in Verbindung mit den die Commuuication nach Risano 
begleitenden Bergketten stand, war von der 1. Compaguie 
kaum verlassen, als ein dichter Nebel, jede Aussicht hem- 
mend, die Orientirung in dem verworrenen, pfadlosen Terrain 
hinderte und diese Abtheilnng in die gefährlichste Lage 
brachte. Die Gefahr war um so grösser, als die 1. Compagnie 
auf ihrem Rückzüge mehrere Höhenrücken quer zu über- 
schreiten hatte, in einer Richtung, iu welcher ein Haufe 
Insurgenten, von Napoda aus, sich zwischeu diese Compagnie 
und die Arrieregarde einzuschieben, und der ersteren den Rück- 
zug zu verlegen drohte. 

Wenngleich die Haupt-Colonne mit den Verwundeten den 
ganzen Rückmarsch nach Risano unaufgchalten und so ziem- 
lich unbehelligt zu bewerkstelligen vermochte, so war für die 
Nachhut dieser Marsch um so verhängnissvoller. 

«mSTm 1 Bei der Annäherung an Napoda von allen Seiten ange- 

c "taita*? d griffen und heftig beschossen, zog sich das, die Nachhut bil- 

ürt "" r IW dende 1. Bataillon iu musterhafter Ordnung, auf der Strasse 
gegen Risano zurück, ohne seine Bestimmung und Aufgabe: 
die Haupttruppe zu sichern, einen Moment aus dem Auge ge- 
lassen zu haben. 

Durch gegenseitiges Aufnehmen und Unterstützen, gelang 
es dem Bataillon sich so lange fechtend zu halten, bis end- 
lich doch die in so grosser Gefahr schwebende 1. Compaguie 
zu selbem stiess. Wenn gleich ihre taktische Ordnung im ersten 
Momente gänzlich gelöst, und leider Oberlieutenant Franz 
Pesch ka mit noch einigen Braven bei dieser Gelegenheit 
gefangen und massacrirt worden waren, so war doch der Jubel 
unbeschreiblich, als Hauptmaun Ritter von Negrelli, 
Commandant dieser Compagnie, mit seinem kleinen geretteten 
Häuflein, das mau schon gänzlich verloren glaubte, plötzlich 
bei der Nachhut erschien. 

Das erste Bataillon raillirte sich nun , begünstigt durch 
das Feuer zweier Raketeugeschütze , zwischen Knezlac und 
Greben, und wurde, erst nachdem es beinahe 1 Meile im 
Rückzugsgefechte zurückgelegt hatte, auf dem Greben durch 



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337 



ein Bataillon «los Infanterie-Regiments Erzherzog Albrecht 
Xr. 44 aufgenommen. 

Das Bataillon setzte nun den Marsch auf den neuen 
Serpentinen gegen Risano, mit Rücksicht auf die zu tragenden 
Verwundeten und vielen Erschöpften, sehr langsam fort. 

Doch die Verfolgung durch die Insurgenten hatte mittler- 
weile eine solche Entschiedenheit und Heftigkeit angenommen, 
dass die vom Bataillon Nr. 44 bezogene Aufnahmsstellung 
unhaltbar wurde: und da dieses Bataillon auf seinem Rück- 
züge den alten, kürzeren Serpentinenweg einschlagen musste, 
gelangte das 1. Bataillon des Regiments, welches auf dem 
neuen Serpentinen weg marsehirte, abermals an das äusserst« 
End«' der Colonne. 

Unter wüthendem Geschrei, auf dem felsigen Hange 
von Block zu Block springend, sendeten die Insurgenteu nun 
von der Hübe herab, gegen die in der Tiefe ziehenden Ab- 
theilungen, ihre sicher treffenden Geschosse; deunoch waukte 
die brave Truppe nicht, und führte deu ungleichen Kampf mit 
aufopferndem Muthe weiter. 

Bis Smokovac währte die Verfolgung, ungeachtet dessen, 
dass sowol die Rohr- als die Raketeugeschütze bei diesem Orte 
Stellung genommen hatten, und im Vereine mit der bei Ri- 
sano postirteu Lahitte-Battcrie den Höhenrand und die Hänge 
unter ihr Feuer nahmen; das Feuer der Insurgenten verstummte 
erst als die hereingebrochene Nacht und Dunkelheit das Treffen 
ganz illusorisch gemacht hatten. 

Gänzlich erschöpft trafen die Truppeu um Uhr 
Abends in Risano ein, wo sie nothdürflig verpflegt und unter- 
gebracht wurden. 

Das 2. und 3. Bataillou hätte den ursprünglich erlasseneu 
Anordnungen zu Folge, die von Dragalj rückkehreude Colonne 
an den obersten Serpentinen aufnehmen sollen, was aber aus 
Besorgniss für die Sicherheit von Perasto und Orahovac, wo- 
hin die beiden Bataillone disponirt worden waren, unterblieb. 
Doch kaum hatten diese 2 Bataillone von Risano aus den 
Marsch bei einbrechender Nacht nach jenen Ortschaften ange- 
treten, als durch das heftige, an den Serpentinen abermals 
begonnene Gefecht sich die Notwendigkeit aufdräugle, diese 
intacten Bataillone in Risano zu belassen, so dass dieselben 

C l M t h h H <!«• 4». Linien lar. U<(. 2- 



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338 



n, u 



>«»• schleuuigst rückberufen wurden, nm Vorposten gegen Stnokavac 
auszustellen. 

Die Verluste des 1. Bataillons an diesen beiden Tagen, 
d. i. den 25. und 26. October waren nachstehende: 
vrrio.w Todt: Oberlieutenant Franz Peschka und 5 Mann; 

um rtr^liuem*. * 

^a^ 0 * 01 ""' verwundet: Hauptinanu Josef Heinzelmann (Prellschuss) 
und 12 Mann. 

Hievon entfalleü auf die 1. Compagnie: ausser Ober- 
lieutenant Peschka, 2 Todte und 7 Verwundete. 

Das ganze Regiment blieb nun die Nacht hindurch in 
Risano, und rückte den nächsten Tag (27.) in sein früheres 
Cantonement in der Dobrota. 

Diese zweite Expedition in die Krivosie hatte ausser 
den eben angeführten Verlusten, dem Regiment noch vielo 
Opfer durch Erschöpfuug gekostet; insbesondere muss Oberst- 
lieutenant Constantin Haberecker genannt werden, der 
schon während des Gefechtes, nur mehr auf den Bataillons- 
Hornisten und seinen Diener gestützt , fortzukommen ver- 
mochte, aber aller Bitten und Zuredeu ungeachtet, sein Ba- 
taillon nicht verliess, bis der Kampf beendet war; sein fisi- 
scher Zustand war jedoch ein derartiger, dass er in sein 
Quartier getragen werden, und für immer seine militärische 
Laufbahn schliessen musste. 

Aus dieser Ursache übernahm Hauptmann Arnold Bal- 
duin das 1. und Hauptmaun Fran*z Kraft das 3. Bataillons- 
Commando, während Major Baron Ende, statt des die Brigade 
Ritter vonJovanovic befehligenden Obersten Fischer 
ad interim das Regiment commandirte. 

Das 2. Bataillons-Commando übernahm Hauptmann Lud- 
wig von B a c h i c h, und die 5. Compagnie statt diesem Ober- 
lieutenant Tb all er. 

Am 1. November wurde das 1. und 3. Bataillon, wie es 
hiess, zur Erholung nach Cattaro gezogen. Doch kaum waren 
diese beiden Bataillone dort eingerückt, als auch schon ver- 
schiedene Gerüchte von einer bevorstehenden neuen Expedition, 
u z. diesmal die Pacificirung der 2uppa in's Auge fassend, 
circulirten. 

K.^dii«» in di. Wirklich kam auch schon Nachts der Befehl, nächsten 
& Mo«»b« iw.Tag so abzukochen, dass um 10 Uhr Vormittag abgegessen 
werden könne. Einem weitereu Befehle gemäss hatten um 



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389 



10% Uhr Vormittags zwischen Cattaro und Scaljari in fol- 
gender Ordnung angetreten zu sein: das 8. Jager -Batai Hon, 
2 Raketengeschütze, 1 Bataillon Ernst-Infanterie, 2 Gebirgs- 
batterien, 1 Bataillon Ernst- Infanterie. 

Diesem Befehle zu Folge rückte das 1. und 3. Bataillon 
in die ihnen angewiesene Ordnung, während das 2. Bataillon 
noch vorläufig in S. Mateo verblieb. Um II 1 /* Uhr setzte 
sich die ganze Colonne auf der Strasse über S. Trinita gegen 
Budua in Marsch. 

Von Trinita aus wurde das eigene 3. Bataillon mit 2 Ra- 
ketengeschützen auf die Höhe von Gorazda disponirt, während 
der Rest der Colonne auf der gedachten Strasse, unter Deckung 
der rechten Flanke durch eine Jäger-Compagnie, bis Casa Pe- 
trovic vorrückte. 

Hier überging die Haupttruppe in die Gefechtsaufstel- 
lung, indess die vom Rücken des Gorazda auf den westlichen 
Abhang herabgezogene <J. und 11. Compagnie oberhalb Dub, 
die 1. Jäger-Compagnie durch Dub in der Richtung der Ca- 
pelle S. Giorgio vorgingeu — Das Gros folgte in dem Ter- 
rain zwischen der Strasse und dem Feldwege nach Dub der 
Bewegung dieser 3 Compagnien mit der Direction auf die Ca- 
pelle S. Barbara und disponirte auf der Strasse blos die eigene 

4. Compagnie gegen den Ort Kraljeva. 

Während des Vormarsches wurde es bald vollends klar., <»'•«" >»i . 

> Iii H.ii i>« i n und 

dass die Insurgenten die Capellen Sta. Barbara und S. Giorgio j ^^"j 
und die nordöstlich davon gelegenen Höhen besetzt hielten. 

Um den Angriff auf diese Stelluug vorzubereiten, setzte 
das Gros, welches auf der Rippe zwischen Fort Sutvara und 
Casa Bujkovi.' hielt, seine Rohrgeschütze unverweilt in's Feuer. 
Der folgende Angriff, welcher von der 3. und 4. Jäger-Com- 
pagnie auf Sta. Barbara, von der 9. und 11. Compagnie des 
eigenen Regiments und 1. Jäger-Compagnie hingegen auf 

5. Giorgio gerichtet war, hatte Anfangs blos die Räumung 
der Capelle Sta. Barbara zur Folge, wogegen die auf S. Gior- 
gio dirigiite Angiiffscolonne nur langsam Terrain gewinnen 
konute, weil sie Terrainschwierk r keiten aller Art und einen 
Gegner zu überwinden hatte, der sich durch das Herabstürzen ab- 
gelöster colossaler Felsblöcke eine Kampfweise gewählt hatte, 
die leider ihre Opfer forderte. 



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340 

i«w Erst durch Heranziehen der Rohr-Batterie, sowie der sie 

bedeckenden 2. Compagnie liegen Sta. Barbara und den er- 
neuerten Angriff der 9. und 11. Compagnie, sowie der 1. Jäger- 
Coinpagnic gelang es, den Feind auch aus 8. Giorgio zu ver- 
treiben, das hierauf vom H. Jäger Bataillon besetzt wurde. 

Da das Feuer der Insurgenten auf den Höhen nordöstlich 
von S. Uiorgio noch immer nicht verstummen wollte, wurde 
die 1. und 3. Compagnie als Verstärkung dahin entsendet. 

Mit der einbrechenden Dunkelheit hörte das um 3 ühr 
Nachmittags begonnene Gefecht auch hier auf. 

Das eigene 2. Bataillon rückte um 5 Uhr Nachmittags 
zum Keginiente ein, kam jedoch nicht mehr zur Aetiou. — 
Die Nacht wurde in der Stellung Gorazda-Barbara-Giorgio- 
Kraljeva zugebracht. 

Der Verlust in diesem Gefechte betrug vom Regimente 
nur 2 Verwundete. 

In Folge des am nächsten Tage, d. i am 3., erhalteneu 
Befehles: iu Uebereinstimmung mit der Brigade General-Major 
Dorm us, welche auf dem, das Zuppathal westlich begleiten- 
den Höhenzuge vorging, wenigstens bis auf die Höhen nörd- 
lich von Sisic vorzudringen,' gleichzeitig aber die vorzüglich- 
sten Punkte der innegehabten Stellung besetzt zu halten, rückte 
die unter Commando des Obersten Fischer befindliche Co- 
lonne in 2 Abteilungen vor; — u. z. 3 Compagnieu Jäger 
mit einem Raketenzug über den Verbindungsrücken der bei- 
den Bergfüsse Giorgio-Barbara und Klia-Trinitä gegen S. Elia; 
die Hauptcolonne aber, bestehend aus* 7 Compagnieu des eige- 
nen Regiments, 1 Bataillon A I brecht- Infanterie, 1 Jäger- 
Compagnie und einer Gebirgsbatterie , von S Giorgio quer 
durch das Thal auf Trinita. Die übrigen Compagnien, d. i. 
1., 3., 4., 10. und 12., nickten theils später nach, theils 
aber besetzten sie die wichtigsten Punkte der früher innege- 
habten Stellungen. 

Die Hauptcolonne gelangte zuerst zum Ziele, indem die, 
die Vorhut bildeude eigene 2. Compagnie fast gleichzeitig mit 
Abtheilungen des 7. lufanterie-Regiuieuts die Capelle Trinitä 
besetzte. 

Zwischen Trinita und Elia bezog nun die Hauptcolonue 
eine Gefechtsaufstellung, die vor der Front durch den Tor- 
rente Kosica gedeckt war. Dieser gegenüber, im Orte Sisic 



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341 



und auf den nördlich und nordöstlich davon gelegenen letzten 
Rückfallskuppen des Monte Golis stand der Gegner. 

Während' in dieser Aufstellung ein längeres, hinhalten- 
des Feuergefecht geführt wurde, traf die Seitencolonne (Jäger) 
ein, und wurde mit ihrem Dobouchiren bei S. Elia derart vom 
Feinde aufgehalten, dass zu ihrer Degagirung die 8. Compag- 
nie dahin entsendet werden musste. 

Die Batterie wechselte nun ihre Stellung bei der Ca- 
pelle Trinita mit einer neugewählten bei Elia, und unter dem 
Schutze ihres Feuers sollte das Jäger-Bataillon und das Ba- 
taillon Erzherzog AI brech t -Infanterie einen Verstoss gegen 
den feindlichen rechteu Flügel machen; doch mit dem Be- 
ginne der Ausführung dieses Befehls wurde es dunkel, was 
gegen G Uhr Abends das Abbrechen des Gefechtes und das 
Aufstellen der Vorposten in der Linie Trinita S. Elia zur Folge 
hatte. Das Regiment hatto in diesem Gefechte einen Todten. 

Im Laufe des nächstfolgenden Tages, des 4., welcher den 
Truppen seitens des Divisions-Commando's als Rast gegönnt 
war, kamen von Seite der Insurgenten 2 Popen als Parla- 
mentäre, um die Unterwerfung einiger Ortsgemeindeu anzu- 
kündigen. Dieselben wurden in das bei Vrblje botindliche Haupt- 
quartier escortirt, kehrton mit einem Geleitschein zurück, und 
es stellten sich am 5. Morgens wirklich einige 50 Insurgenten 
der Gemeinden Sisic und Sutvara. 

Am 5. Vormittags erhielt die Brigade für 11 Uhr den 
Befehl, in der Richtung gegen Odule, entlang der Höhen vor- 
zurücken, dort Halt zu machen, bis die Brigade Dorm 118 
mit dem Gros auf der Buduaner Strasse in gleicher Höhe ein- 
treffen, und die Schweukung gegen Pobori inferiore vollzogen 
haben würde, worauf dann die gemeinschaftliche Vorrückung 
in jener Richtung erfolgen wird. 

Nachdem das Regiment mit Ausnahme der 3. Compagnie, 
welche zur Bedeckung des Hauptquartiers commandirt worden 
war, durch die Heranziehung der schliesslich noch detachirt 
gewesenen I. Compagnie sich completirt hatte, erfolgte von 
Seite des Brigade-Commandos folgende Disposition : 

Die Hanpt-Colonne geht auf dem Wege von Sisie, Brä- 
tele, gepeu Odule vor. während Major Baron Ende diese 
Vorrückung mit dem 1. und 2. Bataillon (ohne der 3. Com- 



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342 



im» pagnie), dann 2 Raketengeschützen in der linken Flank»-, in 
der Richtung von Si*ic gegen Knezevic zu decken hat. 

Schon bei Sisiö fand sich eine zerstörte Brücke vor. 
Diese, sowie viele andere, für die Batterie schlecht zu passirendo 
Stellen verzögerten den Marsch so sehr, das« die in der 
Ebene rnarschirende Brigade Dormus einen bedeutenden 
Vorsprung gewann, und sich schon gegen die Höhe von Duboviea 
wendete, während die eigene Haupt-Colonne kaum in der Höhe 
von Kalugjerovic angelangt war. 

Die letztere hielt aus diesem Grunde in der Höhe 
von Odule nicht an, sondern trachtete Pribilovic zu erreichen, 
allwo die Vereinigung derselbeu mit der linken Seiten-Colonne 
(Major Baron Ende) über Knezevic oder Bevenja angehofll 
wurde. 

iMMm Doch sollte es zu der in dieser Richtung angestrebten 

M. nu» OolU. ... . . 

5. »«.,mw, km. Vereinigung, in Folge des Widerstandes, den die linke Seiten- 
colonne auf ihrem Marsche gefunden, nicht kommen. 

Diese war nämlich nach einem äusserst anstrengenden 
Marsche, in der Absicht über Bevenja-£umar gegen PribiloviC 
weiter vorzurücken, bis zu einer Stelle im Terrain angelangt, 
wo der Weg nahe der Kuppe des Monte Golis, eine Strecke 
entlang einer Wand seiner westlichen Abdachung führt 

Hier wurde mit dem Gros gehalten, indess eine Patrulle 
uud kurz darauf ein Zug der, die Vorhut bildenden G. Com- 
pagnie mit Lieutenant Raimund Larisch am oberen Rande, 
der Wand gegen die Kuppe des Monte Golis, — der Rest der 
6. Compagnie und die 5. Compagnie mit 2 Raketengeschützen 
aber am Wege vorgingen. Nicht lange währte es, so wurden 
die Patrulle und der Zug der linken Flankendeckung von der 
Kuppe des Monte Golis her beschossen, was zur Folge hatte, 
dass in dieser Richtung die 4. Compagnie als Unterstützung 
nachgesendet wurde, indessen am Wege das 1. Halbbataillou 
mit der Aufgabe vorging, nach schleuniger Passining der 
Wand links frontirend den bereits abgesendeten Abtheiluugen 
die Hand zu bieten. 

So bildete sich nach und nach mit der 5., 2., 1., 4. und 
eiuem Zuge der G. Compagnie Front gegen Nordost, eine 
mindestens 000 Schritte lange Gefechtslinie, die rechts auf 
einem theilweise bewaldeten Kegel, liuks auf der kahlen Kuppe 
des Monte Golis gute Flügelanlehnungen fand, und durch die 



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343 



zur 2. Compagnie dirigirten Raketengeschützp noch verstärkt 
wurde. Die schliesslich uutpr dem Feuer des Gegners am Wege 
vorgegangene 7. und 8. Compagnie bildeten im Vereine mit 
pinem Zug der «5. Compagnie hinter der beiläufigen Mitte 
obiger Aufstellung die Reserve. 

Der Gegner, welcher sich Anfangs blos auf der Kuppe 
des Monte Golis und am oberen Rand dpr bereits erwähnten 
Wand gezeigt hatte, nahm gleichzeitig mit der eben augeführten 
Entwicklung des Regimentes auf jenem langen Rücken Auf- 
stellung , der nordöstlich der Kuppe Monte Golis in der 
Richtung gegen Stanjevie streicht. 

Gegen denselbeu wurde unsererseits längere Zeit ein 
lebhaftes FeiuTgefecht geführt: an ein Verdrängen des Gegners 
aus seiner dortigen Aufstpllung war jpdoch nicht zu denken, 
da er, schon Anfangs stark, noch im Laufe des Gefechtes 
immer mehr Zuzüge, mutmasslich zumeist aus Stanjevic, erhielt. 
Diese ermöglichten es ihm auch, mit ungefähr 300 Mann selbst 
angriffsweise gegen unseren rechten Flügel vorzugehen. Hier 
war es nun Oberlieutenant Franz T h a 1 1 e r, welcher durch 
die 7. Compagnie verstärkt, sich mit wahrem Heldenmuthe 
der Aufgabe unterzog, seine Position zu behaupten, und 
glückte es ihm auch die ersten Augriffe des Gegners abzu- 
weisen, so konnte es doch keinem Zweifel unterliegen, dass 
das kleine Häuflein Braver bald der von allen Seiten an- 
stürmeuden Uebermacht erliegen werde, umsomohr, als die nur 
mehr aus f> Zügen bestehende Reserve nicht gänzlich zur 
Unterstützung des rechten Flügels verbraucht werden konnte- 

Diese Erwägung, dann die einbrechende Dunkelheit und 
der Umstand, dass die innehabende Aufstellung ohnediess keine 
Sicherheit für die Nacht bot, bewogen den Colonnen-Comman- 
danten Major Baron Ende das Gefecht abbrechen zu lassen, 
und das Zusammenziehen aller Abt heilungen gegen die Kuppe des 
Monte Golis anzubefehlen. Es vollzog sich hiemit eine Front- 
veränderung rechts rückwärts, welche unter dem Schutze einer 
von der 2. Compagnie am Fusse des Monte Golis genommenen 
Aufnahmsstellung, zwar im heftigsten Feuer des Gegners, den- 
noch austaudslos bewerkstelligt wurde. Auf der Kuppe des 
Monte Golis angekommen , wurden die Abtheilungen über 
Nacht in ein Carre zusammengezogen, dass nach allen Seiten 



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344 



im Front machend, gegen 8 Uhr Abends von den Insurgenten 
angegriffen wurde. 

wri«.* d« Hu.. Dieser Angriff, wiewol abgewiesen, kostete leider 2 Todte 
und 9 Verwundete. 

Die Situation der auf Monte Golis unter Comniando des 
Majors Baron Ende befindlichen 7 Corapagnien war eine sehr 
gefährdete gewesen , und nur dem unerschütterlichen Muthe 
dieser Abtheilungen ist es zuzuschreiben, dass sie sieh iu so 
kritischer Lage behaupteten. 

Die vom Major Baron Ende über den Schluss des Ge- 
fechtes am Monte Golis vorgelegte Relation lautet auszugs- 
weise: „Bis dahin war es ganz finster geworden, und ich hielt 
es gerathen, mich dadurch gegen einen feindlichen TTeberfall 
zu sichern : dass ich meine ganze Kraft, concentrirte und nach 
allen Seiten Front machte. Gegen 8 Uhr Abends schlichen 
sich von allen Seiten Insurgenten auf die Wände des von mir 
besetzten Monte Golis, mit der Absicht, einen Ueberfall zu 
unternehmen." 

„Ihre Stärke, die nach den Stimmen, die hörbar wurden, 
auf wenigstens 200 angenommen werden kouute, bewog mich 
den Befehl zu ertheilen, keinen Schuss früher abzugelMMi, als 
bis der speciello Befehl hiezu erfolge." 

Doch plötzlich hatten die Insurgenten die von mir be- 
setzten höchsten Punkte des Berges erreicht, und auch einige 
Schüsse in nächster Nähe abgegeben, als aut moin Signal 
„Hurrah* sich die ganze Truppe auf den verwegenen Gegner 
warf, und ihn theils mit der blanken Waffe, theils mit mör- 
derischem Feuer zurückwies. Bei dieser Gelegenheit ereignete 
es sich, dass Hauptmann Josef Heinzelmann und alle 
Ofticiere seinem Beispiele folgend, der Mannschaft vorstellten, 
wie der Zusammenhalt der Kraft allein zum Ziele führen 
könne, und sie aufforderte, früher zu sterben, als die inue- 
habende Fosition aufzugeben." 

„Durch einen einstimmigen Kid bekräftigte die Mann- 
schaft die an sie gestellte Aufforderung, und ein erschüttern- 
des, todesmuthiges „Eljeu" antwortete auf die tapfere Haltung 
der Ofticiere". 

Bei einbrechender Dunkelheit erreichte die Hauptcolonne 
der Brigade Fischer den Thalkessel bei Pribilovic, allwo 
sie das Lager bezog, da ein weiteres Vordringen gegen das 



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345 



domiuirond liegende Pobori nicht mehr gerathen schien. Die 
Insurgenten hatten Stanjevic angezündet, das, wie es sich 
Tags dai auf zeigte, zum Theil abbrannte Die Lagerfeuer der 
Brigade Dorums waren auf den Höhen des Dubavica sichtbar. 

Am 6. Morgens wurde das Lager der Haupt-Colonue 
durch ein ober Pobori inferiore aufgestelltes Insurgentengeschütz 
beschossen. Die eigene Batterie setzte sich sogleich dagegen 
ins Feuer, wogegen das 8. .liigcr-Bataillou gegen Pobori in- 
'feriore vorrückte, und sich sodann gegen das Detile von 
Stanjevic wendete. 

Der Rest der Haupt - Colonne rückte gegen Uhr 
nach, und besetzte Pobori iuferiore. 

Da die Stellung bei Pobori inferiore taktisch sehr un- 
günstig ist, wurde die Nacht nicht in derselben, sondern in 
einer geeigneteren, .südöstlich von Pobori gelegenen Stellung zu- 
gebracht. 

Die Colonne des Majors Baron Ende nahm , nachdem 
sie ihrer Aufgabe, die Haupt-Colonue zu decken, nicht mehr 
nachzukommen vermochte, am Morgon des Ii. die Richtung 
auf Prierady, und folgte auf der von der Haupt-Colonne Tags 
zuvor benützteu Communication, dieser nach. 

Um 4 Uhr Nachmittags im Lager von Pribilovie ange- 
langt, kochten die beiden Bataillone daselbst ab, konnten je- 
doch der überstaudeuen grossen Strapatzen halber, nicht mehr 
zum Gros stossen. 

In der Nacht vom ü. auf den 7. kam die Brigade 
Fischer in Fühlung mit dem 27. .läger-Bataillou der Bri- 
gade Oberst Sehönfeld, die am Ü. von Budua über Maina 
vorgerückt war. 

Die Insurgenten, welche sich von dem DeMle* Staujevic 
angeschlichen und die westlich von Pobori situirten Felspartien 
besetzt hatten, wurden theils durch Infanteriefeuer, theils 
durch die östlich von Pobori postirte Gebirgsbatterie inso- 
lango im Schach gehalten, bis das 1. und 2. Bataillon, bei 
welchom mittlerweile auch die auf Colonuen-Magazinsbedeckung 
commandirt gewesene 3. Compaguie eingerückt war, Pobori 
passirt hatten. 

Seit Morgens S Uhr hatte sich bei der Brigade Schön- 
leid ein Feuergefecht entsponnen. 



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346 



Die Brigade Fischer Simmelte sich und trat in Kampf- 
bereitschaft. 

Gegen Mittag erhielt diese Brigade jedoch den Befehl 
nach ßudua einzurücken, und dort das Lager zu beziehen. 

Die vom 2. bis 7. währende Expedition hatte insoferne 
ein ziemlich günstiges Resultat erzielt, als, mit Ausnahme der 
Gemeinden Maina und Braic, die ganze Zuppa unterworfen 
worden war. 

Einen wesentlichen Autheil an diesem Resultate hatte' 
unbestritten das Regiment, durch das zähe Ausharren auf dem 
Monte Golis, durch welches am Tj. November beträchtliche 
Kräfte der Insurgenten gebunden wurden, die, wenn bei Stan- 
jevic und Pobori verfügbar, der Colonne Fischer nicht ge- 
ringe Schwierigkeiten bereitet hätten. 

Am 8. übernahm das Commando über sämmtliche Truppen 
in der Bucht von Oattaro der Generalmajor Graf Auers- 
p e r g , das Brigade-Commando Oberst von S i m i c , somit 
Oberst Fischer wieder das Regiments-, Major Baron Ende 
das 2. Bataillons- und Hauptmann Bachich das 5. Couipagnie- 
Commando. 

Am 10. wurde das 1. und 2. Bataillon nach Perasto und 
das 3. Bataillon nach Casteluuovo mittelst Kriegsschiffen 
transportirt, und das letztere von dem in's Regiment neu 
eingeteilten raugsältesten Hauptmann Ungard übernommen. 

Wenngleich die Operationen in der Zuppa von einem 
ziemlich günstigen Resultate begleitet gewesen waren, so stan- 
den die Dinge in der Krivosie, abgesehen von der nöthigsten 
Verproviantirung der festen Punkte Dragalj und Cerkvice, 
noch immer gleich, und boten vorläufig zur Paciticirung dieses 
Districtes wenig Aussicht. 

Es galt somit auch hier mit kräftiger Hand einzu- 
greifen, und wo möglich mit einem Schlage das renitente 
Volk dieser Berge zur Besinnung und Ordnung zurückzu- 
führen. 

tMtt< s«p«.uii..B Zu diesem Zwecke war lür den 1(>. November eine 3. 

in dl* Krlv»«ic. , . , .. 

i«. No»ciüb«ri»«i.Expedition in die Krivosie angeordnet worden, zu welcher die 
Disposition auszugsweise wie folgt lautete : 

„Oberst Simic rückt mit 2 Compaguien des 0. Jäger- 
Bataillons, dem Regimente Nr. 44 und einer Gebirgsbatterie 
auf dem Hauptwege von Risauo über Cerkvice ; Oberst 



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347 



F i s c Ii e r mit. 2 Compagnien des 9. Jäger - Bataillons, den 
ersten zwei Bataillons seines Regiments und einer Raketen- 
Batterie auf dem Wege von Risauo über Ledenice." 

.Oberst Kai f fei mit dem 7. Infanterie-Regiments und 
einer halben Raketen- Batterie von Orahovac über Ledenice, 
endlich Major Ursohitl mit dem 8. Jäger-Bataillon und 2 
Raketengeschützen von Morinje über Ubli vor." 

„Für sämmtlichc Colonucu ist das Endziel die Ebene von 
Dragalj. Das 3. Bataillon des Regiments Nr. 48 bleibt in 
Castelnuovo, hält aber eine Compagnie in Bereitschaft; ein 
Bataillon des Regiments Nr. 52 bleibt in Cattaro als Be- 
satzung, hat aber die Fortsbesetzungen nicht abzulösen; die 
zwei auderen Bataillone des Regiments und zwei Gebirgs- 
batterien stehen unter Commando des Generalmajor Dormus 
in Perasto, oder zu Schiff nächst Perast o iu Reserve, um nach 
Risano, Orahovac oder Morinje zur Unterstützung der einen 
oder anderen Colonne disponirt zu werden." 

„Als Vorbereitungsbewegung haben sammt ihren Pro- 
viant-Trains die Colonnen Oberst Simic und Oberst Fischer 
am 15. Nachmittags in Risano, die Colonne Oberst Kaiffel 
in Dobrota, Ljuta und Orahovac einzutreffen und dort, wofern 
die Unterkünfte nicht hinreichen, zu bivouakiren." 

.Die Colonue Oberst Kaiffel bricht am lfi. um 
V,7 Uhr, die Colonne Oberst Simic und Oberst Fischer 
um 7 Uhr Früh auf". 

Dieser Disposition gemäss, brach das Regiment, — durch 
die mittlerweile zwischen dem 10. und 15. November eingelang- 
ten Ergäuzuugstransporte auf den Stand von circa 150 Mann per 
Compagnie gebracht, — am 15. Nachmittags 3 Uhr von Perasto 
auf, und traf um 4 Uhr in Risauo ein, wo das Bivouak be- 
zogen wurde. 

In der Nacht ordnete ein Befehl des Truppen-Commaudos 
an, dass die bevorstehende Expedition nicht um 7 Uhr, sondern 
erst dann des nächsteu Tages beginnen sollte, wenn der von der 
Militär-Behörde eingeleitete letzte friedliche Paciticirungs- Ver- 
such ohne Erfolg bleiben würde. 

Schon um 5 Uhr Morgens traf Contre-Ordre ein und 
wurde die Expedition wieder für die ursprünglich anberaumte 
Stunde festgesetzt, nachdem der Pacificiruugs-Versuch miss- 



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;)48 



lungen war. — Mit dieser Unternehmung getreu die KrifOSfo 
sollte auch gleichzeitig eine zweite Verproviantining des Ports 
Dragalj u. z. auf !X) Tage verbunden werden. 
!*w£L L T,n ^ Uhr Früh des 10. Novembers setzten sich somit 

»mbrnwjje Colounen Fischer und Simie auf den über Smokovac 
führenden Serpentinen in Marsch und theilten sich hier, — die 
erstere gegen Ledenice, die letztere gegen Knezlac vorrückend. 

Kaum war die Vorhut auf den ersten Serpentinen gegen 
Ledenice vorgerückt, als auf der Kante der Felsen, welche 
den Kessel von Risano im Osten umsäumen, sich zahlreiche 
Insurgenten zeigten, welche theils durch ihr Feuer, theils 
durch das Herabi ollen von Stein lavinen das Fortkommen auf 
der Strasse verhinderten. 

Oberst Fischer nahm mit den 2 Compagnien Jäger, 
dann dem 1. und einem halben 2. Bataillone des Regiments 
eine gedeckte Stellung, Hess 2 Raketen - Geschütze , und 
als sich deren Wirkung als unzureichend erwies, auch 2 
Rohrgeschütze einer, noch im letzten Augenblicke zuge- 
wiesenen Gebirgsbatterie , in's Feuer setzen und sistirte die 
Vorriickung in der Front bis zu dem Augenblicke, wo sie 
durch die Batterie der gegen Knezlac marschirenden Colonne 
in der Flanke wirksam unterstützt werden konnte. — Inzwi- 
schen versuchte die 7. und 8. Compagnie in den Wasserrissen 
des felsigen Absturzes gegen des Feindes linke Flanke empor- 
zuklimmen, was aber an den Schwierigkeiten des Terrains und 
in Folge der zahlreich herabrollenden Steinlawinen scheiterte. 

Nachdem endlich die von den Insurgenten unbehindert 
gegen Knezlac marschirende Colonne Oberst S i m i 6 ihr Ge- 
schützfeuer zur Protegirung des Angriffes der Colonne Fischer 
eröffnet hatte, rückte letztere, unterstützt von der eigenen Ar- 
tillerie, nordwestlich der Serpentinen gegen die Capelle S. Ni- 
colo mit den 2 .läger-Compagnien und der 6. Compagnie des 
Regiments gedeckt vor, während die 5. Compagnie unter Com- 
mando des Hauptmanns Ludwig von Bach ich zum directen 
Augriff einer östlich der Serpentinen gelegenen Fallkuppe 
schritt, von welcher aus die Insurgenten der vorrückenden 
Colonne bedeutenden Schaden zuzufügen drohten. Das 1. Ba- 
taillon folgte als Reserve. 

Die 7. und 8. Compagnie. welche ihrer ursprünglichen 
Aufgabe - Angriff von Süden — Terrainschwierigkeiten wegen 



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nicht nachzukommen vermochten, hatten die Weisung erhalten 
sich dem Gros anzuschließen. 

Dem ruhigen entschiedenen Vorgehen der Truppen, sowie 
der ausgiebigen Unterstützung der Artillerie war es zu danken, 
dass das vorgesteckte Ziel ohne besonderen Verlust erreicht 
wurde. 

Nach 11 Uhr wareu die Jäger bereits im Besitze der 
Capelle S. Nicolö. 

Die 5. Compagnie hatte ihre Aufgabe, die Wegnahme 
der Fiillkuppe östlich der Serpentinen, mit besonderer Ent- 
schlossenheit uud Ausdauer zu bewältigen gewusst und so 
wesentlich zu dorn durch das Gros erreichten günstigen Re- 
sultate beigetragen. 

Die eiuzigen Verluste, welche die Colonne zu beklagen 
hatte, waren: 2 Verwundete, wovon der eine durch eine Stein- 
lawine, der andere aber durch einen Sturz in den Abgrund 
verletzt wurde. 

Gegen 1 Uhr Mittags war die ganze Colonue Oberst 
Fischer auf der Hochebene von Ledenico inferiore raillirt, 
und die Insurgenten in das Defilß von Lupoglav zurückge- 
worfen. Die Höheufflsse, welche das Defile" begrenzen, durch 
welches die beiden hochgelegenen Thalbecken von Ledenice 
inferiore und Ledenice superiore verbunden werden, wurden 
mit den ersten 3 Ompagnien des eigenen Regiments und 
»'iner Jüger-Compagnie besetzt, während der Rest der Colonne 
auf der Ebene von Ledenice inferiore lagerte. 

Abends wurde die 1. und 2. Compagnie von der 5. und 
ß. Compagnie (weil die ersteren in ihren Stellungen nicht ab- 
zukochen vermochten) abgelöst; die 3. aber erst Tags darauf 
durch die 4. Compagnie. 

Oberst Fischer hatte im Laufe des Nachmittags mit 
einem Genie-Officier einen günstigen Punkt zum Bau eines 
kleinen Blockhauses ausgemittelt, und dem letzteren die 7. 
und 8. Compagnie als Arbeiter zu diesem Zwecke zur Ver- 
fügung gestellt. 

Um 3 Uhr Nachmittags kam der Colouue Fischer 
vom Truppen-Commando der Befehl zu, heute nicht über Le- 
denice inferiore, am nächsten Morgen aber im Einvernehmen 
mit Oberst Kaiffel vorzurücken. 



860 



«•». Um 9 Uhr Früh des 17. zeigten sich die Spitzen der 

Colonne Oberst Kaiffel, aus dem Sattel des Monte Brezuic 
und Strnji gegen die Westhange des Goli Vrch hervor- 
brechend. 

Aber erst um II 1 /« Uhr gelang es der Colonne Kaiffel 
Ledenice inferiore und Goli Vrch zu erreichen, somit 
viel zu spät, als dass noch au diesem Tage an ein 
weiteres Vorrückeu gegen Dragalj hätte gedacht werden 
können. 

Diese Operation konnte erst am 18. unternommen werdeu, 
und wurde die Vorrückuug gegen Dragalj durch das, seines 
Gleichen suchende, schwierige Defile von Lupoglav, als der 
einzig möglichen Bewegungslinie, folgendermasseu durch- 
geführt: Das am Goli Vrch befindliche 1. Bataillon Maroi- 
6 i e - Infanterie besetzte im Laufe der allgemeinen Vorrückuug 
mit je einem halben Bataillon Ledenice inferiore und supe- 
riore, um dort im Vereine mit den bei der Capelle S. Nicolo 
verbliebenen (7. und 8.) Coinpagnieu des 48. Regiments den 
Kücken der Colonne zu decken. Die übrigen 2 Bataillone Ma- 
roicic-lufauterie unter Commando de* Obersten Kaiffel 
brachen um \ 8 7 Uhr Früh unter dem Schutze ihres l. Ba- 
taillons, das bis dahin noch am Goli Vrch verblieben war, 
auf und rückten über den Beigfuss, welcher vom Goli Vrch 
gegen Westen zieht und das Ochle" zwischen den beiden 
Thal-Becken von Ledenice ostwärts einschliesst , auf jene 
Höhen, welche das Defile von Lupoglav im Osten begrenzen. 

Hiedurch sollte der Gegner, falls derselbe deu steilen, 
schwer ersteigbaren Moute Gerkovac besetzt gehabt hätte, in 
seinem Kücken bedroht, zur Räumung desselben veranlasst, 
und die Ersteigung desselben durch die eigene Truppe prote- 
girt werden. 

Sobald die Colonne Oberst Kaiffel die gedachteu Höhen 
erreicht hatte, setzten sich auch die 6 Compaguien des 48. Re- 
giments um Vi 8 Uhr gegen den Monte Gerkovac in Marsch, 
nachdem auch die 2 Jäger-Compagnien den gedachten Berg 
bereits von Westen her zu ersteigen begannen. 

Der 2. und 4., dann der 3., 5. und (5. Compagnie, sowie 
der Raketen hatte rie war die Ersteigung des gedachten Berges 
von Süden und Osten her zugefallen, uud war derselbe nach 



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351 



l 1 /, stAndiger Anstrengung erklommen worden, ohne dass man 
auf den Feind gestossen wäre. 

Bei der Colonne Oberst Kai f fei wurden beim Ueber- 
gange von den Füssen des Goli Vrch gegen jene des Versanik 
einzelne Schüsse hörbar, auch sah mau einige lusurgentenhaufen 
sich gegen die Höhen an der montenegrinischen Grenze hin- 
zieheu. Die Kohrbatterie Nr. 2 /XI war bis zum Defil6-Ein- 
gang vorgegangen und musste, da das Defil£ von Lupoglav 
kaum für Fussgäuger gangbar ist, nach Ledonice zurückkeh- 
ren, von wo sie über Smokovac nach Cerkvice abmarschirte. 

Circa um V«H Uhr Vormittags ordnete Oberst Fischer 
die Vorrückung des halben 9. Jüger-Bataillons. der Raketeu- 
batterie und der 2., 3. und 4. Compagnie unter Commando 
des Hauptmanns Balduin auf dem Felsengrat des Gerkovac, 
gegen den Veli Vrch, der 5. und 6. Compagnie auf der west- 
lichen Thal wand des Passes und der 1. Compagnie im Passe 
selbst an. 

Diese Vorrückung, welche von den 2 Jäger- und den 3 
eigenen Compagnien auf dem genannten Grat mühselig klet- 
ternd und kriechend vor sich ging, dauerte (> Stunden, wenn- 
gleich dio zurückgelegte Strecke nicht mehr als höchstens 
5000 Schritte Luftlinie betrug. 

Die 5. und 6. Compagnie mussten sogar in dem Maasse, 
als die westliche Thallehne steiler wurde, auf den durch das 
Defile führenden Steig herabgenommen werden. 

Die östliche Flankendeckung der Colonne Oberst Kai f fei 
hatte sich unwillkürlich in ein Geplänkel mit Insurgenten ver- 
wickelt und in Folge dessen zu weit rechts gezogen, was die 
Haupt-Colonne im Marsche aufhielt. 

Um l /j3 Uhr war erst der nördlichste schwierigste Theil 
des Defile's von der 1. , 5. und 6. Compagnie, dann einem 
Bataillon MaroUic -Infanterie, mit welchem Oberst Kaif- 
fel bei Markov dol in die Tiefe herabstieg und sich der Co- 
lonne Fischer angeschlossen hatte, erreicht worden; — wäh- 
rend um diese Zeit, die linke Seiten-Colonne (Hauptmann Bal- 
duin) auf dem Veli Vrch angelangt, sich nun directe nord- 
wärts wandte, um die Ebene von Dragalj zu erreichen. 

Die 1., 5. und »>. Compagnie und 1 Bataillon Maroici6- 
Iulänterie erreichten mit deu beiden Colounea-Commandanten 



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352 



•••» Oberst Fischer und Kaiffel erst um s / 4 4 Uhr die Ebeue 
von Dragalj 

Um diese Zeit hatte auch die Hauptcolonne Simi^ sieh 
dem südlicheu Eiugang des Defilc's von Han genähert und 
die auf dein hohen und steilen Berge Veliki Zagvozdak ste- 
henden Haufen der Insurgenten angegriffen, — war jedoch mit 
bedeutenden Verlusteu — namentlich heim 44. Infanterie-Re- 
gimente — zurückgeschlagen worden. 

Gegen 5 Uhr langte auch die westliche Seiten-Colonue 
in der Ebene von Dragalj ein. Obzwar dieselbe etwas nach 
1 Uhr von den Füssen des Veli Vrch das Gefecht am Veliki 
Zagvozdak einleiten sah, so konnte sie doch in dasselbe beim 
besten Willen nicht eingreifen, weil zu diesem Zwecke zuerst 
die Ebene von Dragalj erreicht werden, dann von dort aus 
über Poljevac in des Gegners Kücken ein Vorstoss gemacht 
werden musste, wozu volle 5 Stunden Zeit nolhwendig ge- 
wesen wären; — das um 4 Uhr beginnende Gefecht war aber 
um 5 1 /» Uhr beendet. — Die nun wieder vereinigte C'olonne 
Oberst Fischer setzte sich nach 4 Uhr gegen Hau in 
Marsch, wurde aber bald von der eintretenden Dunkelheit 
überrascht und zum Bivouakiren genöthigt. 

Das Lager wurde in Form eines Carre's in der Mitte 
der gedachten Ebene bei der dort befindlichen griechischen 
Kirche bezogen, Vorposten ausgestellt und in dieser Verfas- 
sung der Tagesanbruch erwartet. 

Das Bataillon Maroicic- Infanterie, welches den Ver- 
sanik entlang marschirt war, hatte nicht mehr vermocht, die 
Ebene von Dragalj zu erreichen, und blieb sonach in einer 
gesicherten Stellung die Nacht hindurch auf dem Kücken der 
genannten Bergkette; — gegen 11 Uhr Früh des nächsten 
Tages erst rückte es zu seinem Regimente ein. 

Um G Uhr Früh des 19. traf ein Befehl des Truppen- 
Commando's, ddto Cerkvice 18./ 11. Uhr Abends, ein, 
wornach die Colonnen Fischer und Kaiffel, falls sie noch 
im Defile! von Lupoglav wären, timzukehrcu uud über Smo- 
kovae nach Cerkvice einzurücken hatten ; falls sie jedoch schon 
in der Ebene von Dragalj seien, den Generalen Truppen-Com- 
mandanten beim Angriff auf Hau zu unterstützen hatten. 

Dieser Befehl berechtigte zu der Annahme, dass am 
ein erneuerter Angriff' der Colonne Sinuc erfolgen weide. 



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353 



Zu dessen Unterstützung, sowie zur Degagirung der Pro- 
viant-Colonne für die Colonnen Fischer und Kaiffel, die 
am 18. nicht abgekocht hatten, disponirte Oberst Fischer 
den Majoren Baron Ende mit der f>. und 6. Compagnie gegen 
das Delile von Han. während er selbst mit dem 1. Bataillon, 
dann mit dem halben 9. Jäger- Bataillon und der Raketen- 
batterie gegen Poljovac marschirte. 

Ein Bataillon M a r o i c i c - Infanterie wurde in Folge 
einer Meldung des Halb-Bataillons Baron Ende, dass er das 
Defile nur schwach besetzen könne, nach Han als Reserve 
für die Besatzung des Defiles beordert. 

Zwei Meldungen des Majoreu Baron Ende von l j 9 \0 
und 7,11 Uhr Vormittags datirt, gaben zu wissen, dass er 
das Derile frei fand, die Vortruppen der Brigade Simic auf 
7 4 Stunde vor sich habe, und in seiner rechten Flanke (west- 
lich einige Iusurgeutun sehe. 

Im Sinne des angeführten Truppen-Commando-Befohls, 
— den General Truppeu-Commandanteu beim Augriff auf Hau 
zu unterstützen, beorderte der Oberst Fischer die 2. Com- 
pagnie zur Besetzung der östlich von Veliki Zagvozdak sich 
erhebenden Bergkuppe, um hiedurch, theils die Besetzung des 
Defilt?s Han zu vervollständigen, theils aber bei einem bevor- 
stehenden Augriffe der Colonne Simic auf den Veliki Zag- 
vozdak des Feindes Flanke und Rücken zu bedrohen. 

Die in directer Richtung dahin abgerückte Compagnie 
war jedoch nicht im Stande, die Terrainschwierigkeiten zu über- 
winden, welche hier der Bewegung entgegentraten, und wurde, 
um schneller den Zweck zu erreichen, der Bataillons-Comman- 
dant Hauptmann Balduin mit der 3. Compagnie auf einen 
etwas mehr gegen Norden führenden Pfad über Maöia Stopa 
gegen den Rücken des zu besetzenden Berges disponirt , wohin 
auch die inzwischen wieder herabgelangte 2. Compagnie folgte. 
Ein, von einem Zuge der 5. Compagnie bedeckter Raketenzug 
schloss sich der letztgenannten Compagnie an. 

Hauptmann Balduin fand die Felsparthie, welche er 
zu besetzen hatte, vom Gegner verlegt, und bezog somit eine 
Stellung am östlichen Rande der kleinen Ebene Gornji Las- 
mauski Do] 

200 300 lusurgeuten hatten die Maeia Plauiua besetzt, o^SSuÜL» 
und wollten sich anfangs zurückziehen, da sie aber VOm it. Norcnlwr 

A*. 48. Uni.n lnf. R-g. 21 



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im». Dversnik - Berge Unterstützung erhielten, gingen sie selbst zum 
Angriff über. 

Inzwischen war ein Rapport vom Major Baron Ende 
S / 4 12 Uhr Mittags aus Hau eingetroffen, worin er meldete, mit 
zwei Compagnien des 8. Jäger-Bataillons der Colonne Simic 
in Verbindung getreten zu sein. 

Letzteres habe die Aufgabe bis zum gesicherten Durch- 
marsch des Proviant-Convois für die beiden Colonnen Fischer 
und Kaiffol, — stehen zu bleiben. 

Von einer schon heute beabsichtigten Vorrückung der 
Coloune Simie wisse der Commaudant des Jäger-Halbbataillons 
nichts. 

Diese Meldung liess es ausser allem Zweifel, dass die be- 
gonnene Action ihren Hauptzweck, dio Cooperation mit Oberst 
Simic an diesem Tage nicht erreichen, sondern als vereinzelter 
Kampf nur Schaden bringen könne; denn auch im Falle eines 
günstigen Erfolges konnten die Truppen die Nacht hindurch 
nicht vereinzelt auf den Höhen stehen gelassen werden, umso- 
weniger, als sie bereits 36 Stunden nichts gegessen hatten, 
ein Rückzug zur Nachtzeit aber unabsehbare Folgen in sich 
schloss. 

Oberst Fischer beschloss daher, die eigene Proviant- 
Colonne abzuwarten, sodann alle Truppen in der Mitte der 
Ebene von Dragalj im Carre* aufzustellen, und unter gleich- 
zeitigem Abkochen, die Nacht zuzubringen, um für eine 
eventuelle Cooperation mit der Colonne S i m i c für den nächsten 
Tag bereit zu sein. 

Von diesem Entschlüsse wurde dem Hauptquartiere Mol- 
dung erstattet, und dieselbe um 3'/ 4 Uhr, als übernommen, 
bestätiget. 

Mittlerweile hatte sich das Gefecht bei Hauptmann 
Balduin immer lebhafter entwickelt. Da aber der Haupt- 
zweck ein Zusammenwirken mit der Colonne Simic nicht 
mehr zu erwarten war, so gab Oberst Fischer Befehl, das 
Gefecht umsomehr abzubrechen, und die Höhen zu verlassen, 
als inzwischen auch die Proviant -Colonne beider Colonnen 
eingerückt war. Zu gleicher Zeit traf bei der Colonne Fischer 
die Nachricht ein, dass der am 18. von den Insurgenten gegen 
dio Colonne Simic behauptete Berg Veliki Zagvozdak nun- 
mehr vom (Segnet geräumt sei, wodurch sich ein ferneres Ver- 



uigmze 



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B66 



weilen der eigenen Abtheilungen auf den Höben von Lasmanski 
Dol als nutzlos darstellte. 

Um somit den Abzug der 2 und 3. Compagnie in die 
Ebene zu decken, nahm das halbe 9. Jäger-Bataillon, dann 
die l. und 4. Compagnie mit den Raketengeschützen eine ge- 
sicherte Aufuahmstellung daselbst. 

Die unter Hauptmanu Balduin 's Befehl kämpfenden 
Abtheilungen, traten nun, nachdem die Weisung hiezu ein- 
getroffen war, — sich wechselseitig aufnehmend von" Stellung 
zu Stellung, in guter Ordnung über Poljovac den Rückzug in 
die Ebene an Erst hier büssten sie 2 Verwundete eiu, und 
wurden vom halben t». Jäger-Bataillon, dann der 1. und 4. 
Compagnie mit 2 Raketengesehützen, in der Stellung bei Poljovac 
aufgenommen. 

Es entspann sich nun bei diesen (>Compagnien ein kurzes 
Feuergefecht gegen die auf den Höhen oberhalb Poljovac sich 
festsetzenden lusurgenteu, das indess von der letzteren abge- 
brochen wurde, als auch das Halbbataillon des Majors Baron 
Ende vom Defile" Han her, eintraf. 

Die Compagnien des Regimentes waren noch im Rück- 
märsche gegen das Lager begriffen, die Dunkelheit im An- 
brechen , als von Han her der Ruf ertönte: „Hauptquartier 
in Gefahr - Das ganze Regiment kehrte sogleich um, und 
ging zumeist im Lauftritt gegen Han vor. 

Man sah einzelne Reiter dahersprengen, die mittlerweile 
ganz eingetretene Dunkelheit Hess aber den wahren Sachverhalt 
nicht erkennen. 

Das Regiment traf während seiner Vorrückung nur auf 
einzelne dunkle Gestalten, wahrscheinlich Insurgenten, welche 
sich hinter Hauptmann Balduin gegen Poljovac in die Ebene 
geschlichen haben mochten. 

Das Regiment blieb einige Zeit in der Dunkelheit stehen, 
und sendete Patrullen nach allen Richtungen aus. 

Mittlerweile stellte es sich heraus, dass wirklich das 
Hauptquartier von Han nach Dragalj vorgegangen, und dem- 
selben ein Theil der Proviant-Colonne unter kleiner Bedeckung 
gefolgt war. 

Von den Insurgenten bemerkt und unversehens ange- 
griffen, verlor letztere durch den Ueberfall eine Anzahl Trag- 
thiere, das Hauptquartier einen Theil der Bagagen. 

23» 



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356 



Die ganze Nacht über gingen Patrullen in der Stärke 
von ganzen Compaguien um «lie verlorenen Effecten und Pro- 
viant zu suchen, doch wurde nur sehr weniges zu Stande ge- 
bracht. Das Hauptquartier brachte die Nacht im Fort 
Dragalj zu. 

Die Insurgenten waren von der Ebene verschwunden, 
und wurde das Lager während der Nacht nur durch einige 
Schüsse beunruhigt. 

Auf Befehl des Truppen -Commandos wurde das Defile 
von Han den nächsten Morgen, d. i. den 20. um l x ! i Uhr, 
Front gegen Nordost durch das 1. Bataillon des 48. Regiments 
besetzt, und das 2. Bataillon Maroiei <•- Infanterie samint 
Regini entsstab begleitete das um 9 Uhr Früh von Dragalj 
nach Cerkvice rückkehrende Hauptquartier. 

Der 21. November verlief ohne besonderen Vorfall, das 
1. Bataillon hielt noch immer das Defile Han besetzt, wäh- 
rend die 5. und »». Compagnie mit 1 Bataillon Maroiöic- 
Infanterie und dem halben 9. Jäger-Bataillon auf der Ebene 
von Dragalj bivouakirten. 

Des Nachts wurde das Lager durch die Insurgenteu be- 
lästigt, indem sie dasselbe beschossen. 

Im Laufe des Nachmittags des 22. langte der Rest des 
Proviants für Dragalj ein, und in der Nacht auf den 23. der 
Befehl zum Rückzüge nach Risano. 

Nachdem die 9. Morgenstunde als Aufbruchszeit bestimmt 
war, ging die Colonne Fischer derart zurück, dass zuerst die 
in der Ebene gestandenen Abtheilungen sich in Marsch setzten, 
und im Defile Hau von den, dasselbe besetzt haltenden Com- 
paguien des 1. Bataillons aufgenommen wurdeu, welch' letztere 
sich wieder successive au die bereits debouchirte Truppe an- 
schlössen. 

Der Marsch ging nun austandslos bis Cerkvice und von 
da, wo General Dormus mit dem Regiment« Franz Carl 
Nr. 52 zur Aufnahme der sich zurückziehenden Truppen eine 
Aufstellung genommen hatte, unter hartem Kampfe des die 
Nachhut bildenden 8. Jäger-Bataillons, nach Risano. welches 
um 4 Uhr erreicht wurde. 

Nach kurzer Rast wurde der iMarsch nach IVrasto fort- 
gesetzt uud doitselbst um circa ü Uhr Abends eiugetrofleu. 



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3;>7 



Die 7. und 8. Compagnie war bei S. Nicolö zurQckge- im». 
lassen wordin, und wurde erst am nächstfolgenden Tage. d. i. 
am 24. von der 5. und <>. Compaguie abgelöst, da die einige 
Hundert Schritte westlich S. Nicolö erbauten Blockhäuser be- 
setzt zu halten waren, und die 7. und 8. Compaguie bereits 
seit 16., somit durch 8 Tage diesen anstrengenden Dienst 
versehen hatten. 

Nun war auch die dritte Expedition in die Krivosie bewirkt, 
und als Resultat derselbeu die Verproviantirung von Dragalj 
und Cerkviee, dann die Errichtung von 5 Blockhäusern auf 
den, Risano dominirenden Höhen erreicht. 

Die Blockhäuser mussten nun besetzt gehalten werden, 
und wurden zu diesem Zwecke von dem in Risano befindlichen 
Regimeute Nr. 52, 2 Compagnien für die gegen Knezlac und 

1 Bataillon der in Cattaro, Perzagno und Perasto stationirten 
Truppen für jene gegen Lodenice bestimmt. Erstere mussten 
täglich, letzteres aber alle 48 Stunden nach einem bestimmten 
Turnus abgelöst werden. 

Auf diese Art waren für die Blockhäuser gegen Ledenice; 
das 0. Jäger-Bataillon , 3 Bataillone des 7., 3 des 44. und 

2 des eigenen Regiments bestimmt; dieser Dienst, welcher wie 
erwähnt, stets 48 Stunden daueite, war für die Truppen 
äusserst anstrengend, da dieselben auch bei dem ungünstigsten 
Wetter bivouakiren mussten. 

Am 30. Decenaber wurden die ersten 2 Bataillone des 
Regiments von Perasto nach Castelnuovo verlegt, wogegen das 
in letzterem Orte gestandene 8 Jäger- Bataillon nach Perasto 
kam. 

Das 2. Bataillon bezog gleich nach Ankunft des Regi- 
ments in Castelnuovo eine Postirnng in den Orten Kutti, Ze- 
lenika, Bujevo. Baneic, Bianca, wogegen zwei Compagnien 
des 3. Bataillons in der Linie S. Stefano - Podi standen. 

Von 14 zu 14 Tagen wechselten die Bataillone, bezüglich 
Compagnien. und hatten mitunter kleiue Scharmützel zu be- 
stehen, welche jedoch ohne Verluste abliefen. 

In diese Zeit fällt die durch Feldmarschall-Lieutenant 
Freiherr von Rod ich zu Staude gebrachte Pacificirung der 
renitenten Bezirke und war der über diesen Zeitpunkt ausge- 
dehnte Aufenthalt der Truppen iu der Bucht von Cattaro aus 



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358 

«*»■ dem Grunde geboten, um, wenn sich die Gemüther nicht 
völlig beruhigen Hessen, erforderlichen Falles noch mit hin- 
länglichen militärischen Kräften zur Hand zu sein. 
OMaMt-variMt* j)j e Gesammt Verluste, welche das Regiment in den mit- 
gemachten Gefechten durch feindliche Einwirkung erlitten, 
betrugen : 

Todt: Oberlieutenant Franz Pesch ka und 7 Mann. 
Verwundete : Hauptmann Josef Heinzelmann und 
27 Mann. 

Ueberblickt man die Leistungen dnr Truppen, während 
der eigentlichen 2'/« monatlichen Campagne, so tritt trotz 
unsäglicher Strapatzen und Entbehrungen, die neuerer Zeit 
nur in den Kämpfen von Algier und Mexiko ihre Analogie 
finden dürften, überall die volle Hingebung, der freudige Opfer- 
muth jedes Einzelnen entgegen , Tugenden, diu der herrliche, 
die Armee von jeher beseelende Geist entfaltete ! Dank 
ihm, hat das Regiment den an dasselbe gestellten Erwartungen 
entsprochen, und seiner Geschichte ein neues unverwelkbares 
Ruhmesblatt hinzugefügt, auf das jeder Einzelne, dem es ver- 
gönnt war, an dieser Campagne theilzunehmen, mit Stolz und 
dem hehren Bewusstsein treu erfüllter Pflicht zurückblicken kaun. 

Se. Majestät geruhten auch in huldvoller Anerkennung 
der bewiesenen Aufopferung und Tapferkeit mit Allerhöchster 
Entschliessung vom 11. Jänner 1870 Allergnädigst zu verleihen: 
Das Ritterkreuz des Leopold - Ordens mit der 
Kriegs - Decoration*: 

Dem Oberst-Regiments-Commandanten Max Fischer. 
Den Ordon der eisernen Krone 3. Ciasso mit der 
Kr iegs-Decoration: 

Dem Major Friedrich Freiherr von Ende. 

Dem Hauptmann Josef Heinzelmann. 

Dem Hauptmann Gustav Thömmel. 
Das Militär - Verdienst - Kreuz mit der Kriegs- 

Decoration: 

Dem Hauptmann Oscar Rittor Negrelli von 
M o 1 d e 1 b e. 

Dem Oberlieutenant Franz Thaller. 

Dem Lieutenant Regiments-Adjutanten Rudolf Laban; 
zuerkannt wurde diese Auszeichnung ferner dem gefallenen 
Oberlieatenant Frant Peschka. 



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Das goldene Verdienstkreuz: 

Dem Oberarzt Dr. Guido Werdnig. 

Dem Unterarzt Franz Grassl des Regiments. 

Ausserdem erhielten lu Officiere des Regiments die 
Allerhöchst belobende Anerkennung. 

Von der Mannschaft wurden mit der silberneu 
Tapferkeits-Medaille 1. C lasse 9, mit der silber- 
nen Tapferkeits-Medaille 2. C lasse 39 Unterofficiere 
und Soldaten decorirt, und wurden ausserdem an 7f) Individuen 
des Mauusehaftsstandes für ausgezeichnet tapferes Verhalten in 
den Affaireu vom Ii»., 20., 2H., 25. und 26. Oetoher, dann 
2., 3., 5. und 16. November die belobende Anerkennung aus- 
gesprochen. 

Der bezügliche Befehl des Truppen- und Militär-Comman- 
danten schloss mit den Worten : 

„Ich habe mich überzeugt, dass ausser den hier 
Genannten, alle betheiligt gewesenen Truppen die ausser- 
ordentlich grossen Beschwerden dieses Insurreetions-Krieges 
mit seltener Ausdauer freudig ertrugen, dass sie dem 
Tode in seinen grausamsten Gestalten mit gleichem Muthe 
entgegengingen. - 

„Viele der hier nicht Genannten werden das Be- 
wusstsein tragen, mit Auszeichnung gekämpft zu haben, 
— sie mögen es erhalten und pflegen und zu neuen 
Thatcn verwertheu, und wenn auch diese im Gewirr« des 
Kampfes ungesehen blieben, ihren Lohu in dem stolzesten 
Bewusstsein des Soldaten finden, ruhmvoll gekämpft zu 
haben für Kaiser und Vaterland." 

Wagner F. M. h. 
Gegen Ende des Monates März kam für das Regiment 
der Marschbefehl nach Triest, und wurde dasselbe in zwei 
Transporten derart überschifft, dass der 2. Transports-Echelou 
am 2. April in der neuen Garnison eintraf. 



1870-1874 



n.rni«. i« Nach der Ankunft in Triest wurde das 2. Bataillon nacb 

Trieil und Oöri. 

*»'•»« o *p"i «wo Görz detachirt, — das 1. und 3 mit dem Regiments-Stabe 
E " d ' U7 p i , ."" b " blieben in Triest selbst als Garnison. 

oi*,.,iu.e»«w«g Noch in der Bocche di Cattaro, kurz vor dem Abmärsche 

K «•«!•. < madt. 



des Regiments aus Dalmatien, übernahm der ehemalige Reserve- 
Commandant Oberst Rosenzweig Edler von Po wacht das 
Commando des Regiments, indessen Oberstlieuteuaut K6ler 
vom Regimente Nr. 25 als Reserve-Commandant in das Re- 
giment Erzh. Ernst trat. 
ton " otST 1 M Behufs der Vornahme grösserer Waftenübungen wurde. 
H* P t,mn»r u7i. Jas ganze Regiment in der Umgebung von Görz versammelt, 
u.™..n„ii.Tri«.t,und rückte nach zehntägiger Uebuug wieder in seine früheren 
urmdi.«. Gernisons-Orte; das 2. Bataillon jedoch wurde von Görz zu 
^KmuM*» "»«.gleichen Theilen nach Cormons und Gradisca verlegt. 

Im Jahre 1872 wurden die Waftenübungen in Adelsberg 
im. abgehalten, wo sich im Monate August das Regiment hiezu 
vereinte. Gegen Mitte September wurde der Rückmarsch in 
die Garnisonen angetreten. 
dummim» E Q( 1 (> März rückte das 3. Bataillon nach Capo d' Istria 

»trh«*l beim *. n. * 

ündr^m' \ln a ^ un( * wul 'de an dessen Stelle das 2. Bataillon von Cormons 

und Gradisca nach Triest gezogen. 
wuhD«rM« Auch in diesem Jahre fanden bei Adelsberg durch 3 

Aus«.i.^p.,»b,r Wochen hindurch grössere Waftenübungen statt, zu denen 

auch das Regiment zugezogen wurde und nach Beendigung 

derselben, wieder in seine früheren Dislocations-Verhältnisse 

zurückkehrte. 



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3t) 1 



Anläßlich der Feier dos 2r>jährigen Regierungs-.Tubiläums ^ÄT^" 1 " 
Sr. Majestät des Kaisers Frau/. Josef wurde zur Eriunerung ><>»"»"«*• 
für all«' Jone, welche in was immer für einer Eigenschaft, 
wahrend der Regierungszeit des Kaisers einen Feldzug in den 
Reihen der Armee mitmachten, am 2 Dccomber 1873 eine 
Kriegs-Medaille gestiftet. Diese Kriegs-Medaillen wurden für 
die Garnison von Triest, wo sich das 1. und 2. Bataillon 
befand, durch den Militär- und 7. Truppon-Divisions-Com- 
mandanten F. M. L. Herzog von Württemberg in feierlicher 
Weise vertheilt. 

Die schwungvolle Rede des Letzteren schloss mit folgen- 
den Worten: 

„Die Kriegsmedaille mit dem Bildnisse des Kaisers 
an unserer Brust ist eine Aufforderung, die Pflichttreue 
zu wahren und zu kräftigeu ; den Stürmen der Zeit 
trotzend, festzustehen wie der Fels im Meere inmitten 
brandender Wogen; das Banner Oesterreichs hoch zu 
halben und jeden Augenblick bereit zu sein, (int und 
Blut zu opfern für des Vaterlandes Wohl, für die Ehre 
seiner Waffen und für das Recht Sr. Majestät, unseres 
Allergnädigsten Kaisers und Herrn, den Gott, schütze 
den Gott an Ruhm und Segen reich bewahre/ 



Mit der Erinnerung an diese Feier möge die „Ge- 
schichte des 4*. Infanterie-Regiments - vorläufig ihren Ab- 
schluss finden. 

Entrollt sich seinen Söhnen in diesen Zeilen 
das Bild einer HU j ä h r i g e u glänzenden Vergangen- 
heit, voll Kampf, Ehre und Ruhm, reis st sie die 
Fülle herrlicher Thaten zur Bewunderung und 
Nacheiferung hin, und gedenken sie mit Weh- 
niuth jener tapferen Waffengenossen, die nur 
um das Opfer von Blut und Leben den Lorbeer 
errangen, der ihre Gräber und unsere Fahne 
schmückt, so erscheint der erworbene Ruhm als 
ein um &o heiligeres Vermächtnis« jener Tau- 
ende, die uns vorangegangen sind auf der Bahn 



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der Ehre — empor zum strahlenden Ziele des 
Sieges. 

Dieses schöne, reiche Erbe an Ruhm und 
Kriegertugend festzuhalteu, zu pflegen und 
nach besten Kräften zu mehren wie bisher, „es 
rein und ungeinindert auf die vaterländische Jugeud 
zu übertragen, sowie es uns von den Vorfahren über- 
liefert wurde" — sei auch in Hinkunft unsere 
höchste Pflicht; damit auch wir: „ein Fels im 
Meere, an dem die brandenden Sturnieswogen sich 
brechen* 4 , das Wort unseres erhabenen Kaisers 
und Kriegsherrn erfüllen, und — als Glieder 
einer unzerreissbaren Kette zwisehenVergangen- 
heit und Zukunft — kommende Generationen 
durch das Andenken unseres Lebens und Wir- 
kens befeuern mögen: zu treuester Pflichterfüllung 
und todesmuthiger Hingabe für Gott, Kaiser und 
Vaterland ! 



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Heilage Itr. 13. 



Officiers-Standes-Tabelle bei der Regiments-Errichtung 1798. 



Oberst Albert Graf Gyulay. 
Oberstlieutenaut Franz de Baut 
Major 1. Paul von Szeniere. 
, 2. Josef von Ketskes. 



RegimentsCaplan Kleseus Zampel. 

Amlitor Anton Fiedler. 



- 
- 



Rcchugsfüh. Fried. Wmdisch. 
Adjutant Leonhard Haus. 
Arzt Hilgerius Dr. Nöthen. 



Michael von Pongratz. 
Georg Holzl. 
Alois Duprieux. 
Carl Jakardovsky 
Georg Jacope. 



Hauptleut«. 

Paul von Topertzer. 
Franz von Lenk. 
Kranz Scharinger. 
Rudolf Zahorszansky 
Anton Hegyi. 



Josef Szerdahely. 
Nikolaus Habits. 
Alois Stöhn. 
Mathias Ivänka. 
Carl Ilartl. 
(.'arl von St. Ivany 



Anton Gergits. 
Leopold Peyerls 



Capltain-Lieutenaiits. 



Johann Urbany. 
Carl von Vivin6li. 



Franz Ketzer. 



Josef Caesar. 
Wilhelm Allemann. 
Franz Hegy. 
Mathias Hübisch 
Johann Jäger. 
Wilhelm Kuszmits 
Josef del Rio. 



Obciiieutenants. 

Vincenz von Jollachich. 
Josef Mahorlich. 
Johann Rogäts 
Andreas Fav 
Ferdinand Walter. 
Paul Tüth 
Johann Bartholany. 



Wilhelm Weisskramer. 
Gottfried Steinhübl. 
Demeter Fnderich. 
Adam Retsey. 
Ladislaus Petho. 
Josef Csekme. 



llntcrlleuionantN. 



Mathias Brebillovicb. 
Paul St. Leleky. 
.losef Udvarnoky. 
Alexander Samoly. 
Wilhelm Ellebauer. 
Conrad Rogner. 
Thomas Dutmovich. 



Kranz Tudorovich. 
Johann Iiiischer. 
Stefan Bobus. 
Josef Ordvay. 
Emerich Terujay. 
Franz de Baut. 
Josef Roth 



Franz Albrecht 
Carl Boch. 
Gabriel Nagy. 
Franz Manischer. 
Josef Cseplly. 
Carl Tersztenyäk 
Jacob Widakovich. 
Josef Schemerle. 



Carl Busun. 
Stefan Szetsey. 
Josef Graf Batthyäny. 
Franz Eisler. 
Lukas Jurisich 
Josef Sax. 



Fähnrich*. 

Leopold Lafontaine 
lßiiaz Gerhardy. 
Johann Renner. 
Ludwig Petrovich. 
Thomas Milselsky. 
Johann Kendl. 



Carl Podolsky 
Vincenz Kadonich. 
Andreas Tarcsänyi. 
Josef Kollert. 
Franz Wolf. 
Carl Benko. 



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Beilage Nr. 14 



Officiers-Standes-Tabelle vom Jahre 1804. 



Keginients- Inhaber F. M L. Philipp Freiherr von YukassoTich. 

Oberst Friedrich von Biaruhi Regiments-Caplan Ludwig Kovacsoczy. 

Otierstlicntenant J'anl Szemere. ., Auditor Franz Walter. 

1 Major Antou Hegvi. „ Recluiungsf. Grg. Windisch. 

2. „ Carl von Jakardovsky. „ Adjutant Anton Hermann. 

„ Arzt Hilgerius Dr. Nöthen. 



Rudolf Zahorszansky 
Georg Ivanka. 
Mathias Ivanka. 
Franz Nharinger. 
Josef Caesar. 



Hauptlente. 

Wilhelm Allemann. 
Johann .lauer. 
Michael Weisskraroer. 
Peter Wittib. 
Georg Jacope. 



Carl von St. Ivany. 
Johann Urbany. 
Andreas Fav. 
Paul Töth. " 
Michael Kuszmits. 
Franz Papp. 



( 'api tili ii Lieutenants. 



Adam Retsey. 

Johann Rogata. 

Carl Graf Gatterburg. 



Fiinerich Ternjay. 
Peter St. Leleky. 
Mathias Brebillovich. 



Ladislaus Petrovicb. 
Franz Baron de Bant. 



Oborlieuteiiaiits. 



Carl Streczko. 
Alois Bianchi. 
Alexander Samoly 
Carl Hoch. 
Franz Hanischer 
Jacob Widakovich 
Josef Baron Lenk. 



Carl Radenovich. 
Iguaz Gerhardy 
Alexander Bar N< 
Josef Koczlik. 
Josef Czckme. 
Josef Udvamoky 
Franz Albrecht. 



Konrad Bogner. 
Franz Tudorovicb. 
Bernhard Haus. 
Franz Kisler. 
Andreas Turcsäny. 
Franz Wolf. 
Jakob Barollo. 



tnterlieutenant. 



Johann Renner. 
Carl Baron Brentano 
Stefan Kall mann. 
Kilian Allemann. 
Franz Kokanovich. 
Josef Suppan 
Peter Szetzey. 



Georg Konrad. 
Carl Otskay. 
Hieronymus Tartarotty. 
Franz Martonovich 
Auton Tarnöczy. 
Anton Konrad " 
Franz Süssmann. 



Anton tlhlarek. 
JoRef Schmidt. 
Anton Zipser. 
Josef Wischer. 
Josef Batka. 
Jakob Viglione. 



Leopold Vukassovich. 
Alexander Martin 
Johann Khijo. 
Carl Sager. 
Paul Kaller. 
Johann Winter. 



Fähnrichs. 

Alexander Baron Taxis. 
Frost Geppert 
Jakob Radmillovich. 
Johann Volkart. 
Franz Loy. 
Andreas Stwerdetzky. 



Johann Endellctz. 
Josef Bolkovatz. 
Jobann Landen. 
Carl Bindershofen. 
Carl Weinezier!. 
Ignaz Karvanchich. 



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Beilage 2fr. IS. 



Officiers-Standes-Tabelle vom Jahre 1805. 



Regiments- Inhaber F. M. L. Freiherr Philipp von Vukassovich. 
Oberst Franz Braach von Neuberg. Regiments-Caplan Ludwig Kovacso'czy. 

Oberstlieutenant Paul Szcmere. „ Auditor Franz Walter. 

1. Major Anton Hegyi. „ UechugsfUhr.GeorgWiiidisch. 

2. „ Carl von Jakardovsky. „ Adjutant Anton Hennann. 

Arzt Hilgerius Dr. Nötheu. 



Rudolf Zahorszansky. 

Georg Jacope. 
Franz Scharinger. 
Andreas Fay. 
Paul Töth. 
Michael Kuszmits. 



üauptk'tite. 

Karl St. Ivany. 
Leopold Bar. Bechinic. 
Peter Wittib. 
Mathias Ivauka. 
Franz Widmaycr. 
Wilhelm Allemann. 



Johann Jäger. 
Michael Weisskramcr. 
Franz Papp. 

Ludwig Graf Borchgrave 



Capitain-LhMitenants. 



Adam Retaey. 

Johann Rogäts. 

Carl Graf Gatterburg. 



Emerich Ternjay. 
Peter St. Leleky. 
Mathias Brebillovich. 



Ladislaus Petrovich. 
Franz Baron de Baul. 



Oberlieutenants. 



Carl Streczko. 
Josef Udvarnoky. 
Franz Albrecht. 
Conrad Bogner. 
Franz Tudorovich. 
Leonhard Haus 
Franz Eisler. 



Ignaz Gcrhardy. 
Josef Baron Wöber. 
Josef Suppan. 
Alois Bianchi. 
Alexander Samoly. 
Carl Boch. 
Franz Hanischer. 



Jacob Widakovich. 
Josef Baron Lenk. 
Andreas Turcsany. 
Alexander Baron Neffzern. 
Michael Kosty. 
Jacob Barollo. 



UnterlitMit«maiits. 



Johann Rohitzky. 
Johann Renner. 
Carl Baron Brentano. 
Stefan Kallmann. 
Kilian Allemann 
Franz Kokanovich. 
Anton Zipser. 



Josef Batka. 
Carl Vuda. 

Vinzenz Grf. Gatterhurg. 
I(?naz Horväth. 
Franz Martonovich. 
Anton Tarnöczy. 
Anton Konrad. 



Franz Sassmann. 
Josef Schmidt 
Josef Wischer. 
Hieronymus Tartarotty. 
Jacob Viglione 
Rochus Lehanovicb. 
Bartholomaus Mariasevich. 



Josef Veras. 

Johann Volkart. 

Franz Loy. 

Andreas Stwerdetzky. 

Johann Endelletz. 

Alexander Baron Taxis. 

Ernst Geppert. 



Fähnrichs. 

Ignaz Karvanchicb. 
Johann Rewll 
Leopold Vuka88ovich 
Alexander Martin. 
Johann Khyo. 
Carl Säger. 
Paul Kaller. 



Carl Bindershofen. 
Carl Weinczierl. 
Josef Zipser 
Vinzenz Bivatinoli. 
Edmund Baron Neffzern 



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Httitifye JVi*. Jfi. 



Officiers-Standes-Tabelle vom Jahre 1806. 



Regiments-Inhaber F. M. L. Philipp Freiherr von 



Oberst Friedrich Bianchi. 

„ Franz Brusch v Neuberg. 
Oberstlieutenant Anton Hegvi. 

1. Major Curl v. Jakardovsky. 

2. , Mathias Ivanka. 

3. „ Carl v. St Jvany. 
4 „ Franz Widmayer. 



Rgmts-Caplan Johann Schretz. 
, Auditor Fr. Walter 
* Rechnungsf. Georg Windisch. 
„ Adjutant Michael Mikcssich. 
„ Arzt Hilgerius Dr. Nöthen. 



Georg Jacope. 
Franz Scharinger. 
Paul Toth. 
Michael Kuszmits. 
Franz Papp. 



Hauptlente. 

Adam Retsey. 
Peter St. Ltfleky. 
Johann Ropäts. 
Mathias Brehillovich. 
Carl Graf Gatterburg. 



Ladislaus Graf Borchgrave 
Alois Bianchi. 
Josef Udvarnoky. 
Achilles Graf Feresty. 
Ferdinand Bulath. 



Conrad Bogner. 
Franz Albrecht. 



CapItalnUcutcnants. 



Franz Hanischer. 
Jacob Vidakovich. 



Ed. Chevalier Brandenstein. 
Franz Samoly. 



Carl Boch. 
Josef Baron Lenk. 
Igaaz Gerhardy. 
Alexander Baron Neffzern. 
Franz Kozlik. 
Joset Baron Wöber. 
Michael Rosty. 
Josef Suppan. 



Oberlleutenanto. 

Johann Rohitzky. 
Johann Renner. 
Franz Martonovich. 
Carl Baron Brentano. 
Anton Tamoczy. 
Stefan Kallmann. 
Kilian Allemann. 
Franz Süssmann. 



Coloman Bezeredy. 
Franz Kokanovich. 
Josef Schmidt 
Ferd. Chev. Brandenstein. 
Anton Zipser. 
Leopold Vukassovich. 



Josef Batka. 
Hieronymus Tartarotty. 
Carl Vuda. 
Jacob Viglione. 
Vincenz Graf Gatterburg. 
Rochus Lebanovich. 
Franz Sörtsey. 
Alexander Martin. 



Johann Khijo. 
Franz Bartba. 
Paul Stanvichicb. 
Josef Rottm.inn. 
Johann Haen. 
Georg Skriljäk. 



TJnterllentcuants. 

Franz Loy. 
Carl Saboretty. 
Andreas Stwerdetzky. 
Johann Endelletz. 
Johann Hetenyi. 
Carl Bindershofen. 
Carl Weinczierl. 
Carl Desy. 



Fähnrichs. 

Bartholomäus Cagnioni. 
Johann Reisner. 
Josef Hartha 
Michael Magyarchich. 
Johann Lohr. 
Frauz Apsmayer. 



Balthasar Simunich. 
Peter Oreskovic. 
Vincenz Rivafinoli. 
Josef Graf Scotti. 
Johann Bedekovich. 
Johann Klinger. 
Karl Karatur. 
Ignaz Karvanchich. 
Josef Kermpotich. 



Johann Szekulich. 
Johann Fastner. 
Josef Knezich. 
Friedrich Adelsfeld. 
Johann Karhoffer. 



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Beilage Nr. 17. 



Officiers-Standes-Tabelle vom Jahre 1807. 



Regiments-Inhaber F. M. L. Philipp Kreiherr von Vukas.sovicb. 

Oberst Anton Hcgyi Regiiuents-Kaplan Joliann Schretz. 

Oberst lieut. Aug. Bar. Steifrentesch snp. „ Auditor Frau/ Walter. 

„ Ludw. .. Gabeikoven. „ Adjutant Balthasar Siinünieh. 

1. Major Jose! Klopfstein. ., Arzt llilgerius Dr. Nöthen 
2 „ Wilhelm Dressery. 

3. „ Carl St. Läny 

4. ,, Franz Widmayer. 



G Jacope v. Heldenschwert. 
Franz Scharinger. 
Paul Töth. 
Michael Kiiszmit«. 
Franz Papp. 



HauptlfMitt». 

Adam Retsey. 
Peter St Lejcky. 
Johann RogfttS. 
Mathias Brebillovich. 
Ludwig Graf Borch«rave. 



Alois Bianchi. 
Josef l'dvarnoky. 
Achilles Graf Fercstv. 
Ferdinand Btilath. 



Konrad Bogner. 
Peter Hanischer v. Harn- 
busch. 



Capitain-Licutcnaiits. 

Kdrd. Chev. Brandenstein. Johann Wanya. 
Kranz Alhreclit. Alexander Sämoly 

Jakob Widakovich 



Carl Boch. 

Ignaz Gerhardy. 

Franz Kozlik. 

Michael Rosty de Barhotz. 

Johann Renner. 

Koloman Bezer&Iy. 

Anton Tarnöczy 



Oberlioutenants. 

Franz Eisler 

Alexander Baron Neffzera. 
Josef Baron Wober. 
Josef Supjian. 
Franz Martonovich. 
Paul Baron Brentano. 
Stefan Källmänn. 



Kilian Allemann 
Franz Kokanovich. 
Ferd. Chev. Braudenstein. 
Leopold Vukassovich. 
Franz Sussmann. 
Josef Schmidt. 
Anton Zipser. 



rnterlioutonauts. 



Josef Batka. 
Carl Wuda 

Vincenz Graf Gatterburg. 

Johann Volkart. 

Franz Loy. 

Andreas Stwerdetzky. 

Johann Kode] letz. 

Johann Hetenyi. 

Carl Wcinczierl 



Peter Oreskovits. 
Galeub Graf Scotti. 
Jobann Klinger 
Ignaz Karvanchich. 
Hilarius Tartarotty. 
Ladislaus Mes/.aros. 
Franz Sortsey. 
Alexander Martin. 
Carl Saboretty. 



Carl Sager. 
Paul Kaller. 
Carl Bindershofen. 
Carl Desy. 
Vincenz Rivatinoli 
Johann Üedekovich 
Carl Karat nr. 
Michael Mikessich. 



Fähnrichs. 



Franz Bärtha. 
Josef Kallmann 
Georg Skriljak. 
Franz Reiszner. 
Michael Magyarchich. 



Johann Apsmayer, 
Kranz Tastner. 
Kriedrich Adelsfeld. 
Paul Stanovichich. 
Paul Haen. 



Bartholomaus Cagnioni. 
Josef Bartba 
Anton Lohr 
Johann Szekulich 
Josef Knezich. 
Josef KarhoflVr 



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Beilage Nr. 18. 



Officiers-Standes-Tabelle vom Jahre 1808. 



Regiments-Inhaber F. M. L Philipp Freiherr von Yukassovich. 

Oberst Anton Hegyi. Regiments-Caplan Johanu Schretz. 

Oberstlieutenant Ludwig Freih. Gahel- 
koven. 

1 Major Josef Klopfstein, „ 

2. ., Wilhelm Dresaery. „ 

3. „ Carl Szent Jvanyi. 

4. ., Kranz Widmaycr. 



Auditor Franz Walter. 
Rechnunirsf Carl Kiugmann 
Adjutant Balth. Simuuicb. 
Arzt Hilgerius Dr. Nötben 



G. Jacope v. Heldensch wert. 
Franz Scharinger. 
Paul Toth. 
Michael Knszniits 
Franz Papp v. Visszalma. 



Hauptlente. 

Johann Rogäts. 
Mathias Brehillovich. 
Ludwig Graf Borcbgrave 
Alois Bianchi. 



Josef Udvarnoky 
Achilles Graf Feresty. 
Ferdinand Bulath. 
Louis Graf Mezonclli. 



Capitain-Lleutenant». 

Konrad Bogner. Peter Hamacher v. Harn- Alexander Sämoly. 

Franz Albrecbt. husch Johann Wanya. 

Jakob Vidakovich. 



Carl Boch 
Franz Eisler. 
Ignaz Gerhardy. 
Alexander Baron Neflzern. 
Franz Kozlik. 
Josef Baron Wober. 
Michael Rosty de Barhotz. 



Oberlieutenant«. 

Josef Suppan 
Johann Renner. 
Franz Martonovich. 
Koloman Bezcredy. 
Carl Baron Brentano. 
Anton Tärnöczy. 



Kilian Allemann 
Franz Süssmann. 
Josef Schmidt. 
F. Chevalier Brandenstein. 
Anton Zipser. 
Leopold Vukassovich. 



Josef Batka. 
Hieronymus Tartarotty. 
Carl Wuda. 
I^dislaus Meszaro«. 
Vincenz Graf Gatterburg. 
Franz Sörtsey. 
Johann Volkart. 
Alexander Martin. 



Unterlleutenanta. 

Franz Loy. 
Carl Saboretty. 
Andreas Stwexdetzky. 
Carl Sager. 
Johann Endelletz. 
Paul Kaller. 
Johann Hetenyi. 
Carl Bindershofen. 



Carl Weinczierl. 
Carl Desy. 
Peter Oreskovich. 
Vincenz Rivafinoli. 
Johann Bedekovich. 
Johann Klinger. 
Carl Karatur. 
Ignaz Karvanchich. 
Michael MikeBsich. 



Fähnrichs. 



Franz Bart ha. 
Paul Stanvichich 
Josef Kallmann 
Paul Haen. 
Georg Skriljak 



Bartholomäus Cagnioni. 
Franz Reisner 
Josef Barta. 
Michael Magyarchich 
Anton Lohr 



Johann Apsmaycr. 
Johann Szeknllich. 
Frau/. Tastner 
Josef Knezicli. 
Friedrich Adelsfeld. 
Josef Karhotfer. 



U*.<-hlchlc de. ««. Linien Inf Hr*. 24 



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Beilage iVr. 19. 



Officiers-Standes- Tabelle vom Jahre 1810. 

Regiments- Inhaber F. Z. M. Josef Freiherr 



Oberst Johann Freiherr v. Rechcuherg 
Oberstlirutenant Wilhelm Dressery. 

1. Major Kranz Scharinger 

2. „ Franz Papp. 

3. „ Paul Töth. 

4. „ Alexander Freydony. 

5. „ lgnaz Leszczinsky. 



von Simbschen. 

Regiments-Kaplan Bonaventura Schretz. 
„ Amlitor Franz Walter. 

Rechnungsfh. Carl Angmann. 
„ Adjutant Balthasar Simünich 

Arzt Dr. Nöthen. 



G. Jacope v. Heldensch wert 
Michael Kusmits. 
Johann Rogäts. 
Mathias Hrebillovich. 
Johann W T anya. 
Ludwig Grat Borchgrave. 
Alois Bianchi. 



Hauptleute. 

Josef Udvarnoky 
Konrad Bogner 
Jakob Widakovich 
Franz Kisler. 
Ignaz Gerhardy. 
Alexander Baron Neffzern. 
Kranz Koszlik. 

Capitain -Lieutenants. 



Josef Baron Wöber. 
Leopold Barkenstein. 
Franz Graf Latour. 
Carl Burghardt. 
Josef Cscrmak. 
Josef Fedrigony. 
Carl Szentsch. 



Michael Rosty de Barkos Antou von Tarnoczy. 
Franz Martonovich Kilian Allemanu. 

Carl Baron Brentano. 



Franz Kokanovich. 
Josef Schmidt 
Leopold Vukassovich. 
Josef Batka. 
Hieronymus Tartarottv. 
Carl Wuda. 

Ladislaus Möszärös de Szt. 

LeMek. 
Johann Volkart. 
Alexander Martin. 



Paul Stanvichich. 
Georg Skriljak. 
Bartholomäus Cagnioni. 
1 ranz Reisner. 
Josef Bartha. 
Johann Heinrich 
Anton Lohr. 
Johann Szekullich. 
Johann Kästner. 



Andreas Potornjay de Po- 
tornya 

Kmerich Csemitzky deCse- 

mitze. 
Josef Bulath. 
Carl Polzcr. 
Kmerich Mikos. 
Auton Reinhardt. 



Oberlieutenants. 

Franz Loy. 
Carl Saboretty. 
Andreas Stwerdetzky. 
Carl Sager 
Johann Kndellctz. 
Paul Kaller. 
Balthasar Simünich. 
Johann Hetenyi. 
Carl Bindershofen. 
Carl Weinczicrl. 

Unterlleutenants. 

Josef Karhoffer. 
Franz Weiss. 
Jakob Rafalovsky. 
Michael Krismanits. 
Johann Swabinsky 
Alois Jauibory. 
Josef Schauer. 
Franz Planinz. 
Mathias Simünich. 

Fähnrichs. 

Leopold Zellcr. 
Josef Szenitzeg. 
Johann Funk. 
Ladislaus Stankovich. 
Johann Brunner 
Kmerich Turkovich. 
Ilian Kusmits. 
Johanu Adamkovich 



Franz Süssmann. 
Franz Szörtsey. 



Carl Desy. 
Peter Oreskovits 
Carl Karat ur. 
Andreas Pallo. 
Kranz Bartha. 
Paul Haen. 
Vincenz Rivarinoli. 
Carl Brustmann. 
Franz Vogtberg. 



Josef N 
Johann 
Johann 
Ernst K 
Johann 
Johann 
Mathias 
Johann 
Johann 



e'meth. 
Poor. 
Mottony. 
onde. 
Besselfeld. 
Bardorf. 
Sabliar. 
Colombani. 
Weiuczierl. 



Josef Riesner. 
Simon l.ubuvich. 
Ferdinand Krass. 
Johann Baron Hallcgg. 
Wilhelm Hoibholzer 
Ladislaus Zärnbory. 
Johann Kuglbrechtsniüller. 
Josef Holziugcr. 



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Beilage Nr. 20. 



Officiers-Standes-Tabelle vom Jahre 1811. 



Regiments- Inhaber F. Z. M. Josef Freiherr von Slmbschen. 

Oberst Jobann Freih v. Rechenberg. Kgmts.-Caplan Bonaventura Schretz 

Oberstlieuteuant Wilhelm Dressery. 
I Major Franz Scharineer 



2. „" Ignaz Leszcziusky. 

3. - Paul Toth 



Pasqnale Graf Pasta. 
Michael Kusniits. 
Johann Wahle. 
Job. Kogäts. 
Mathias Brebillovich. 
Johann Warna. 
Anton Fiegl 



Franz Hoffmann 
Michael Rosty de Barköcz 
Franz Martonovich. 



Eugen Rieux de Feyau 
Josef Schmidt 
Leopold Vukassovich. 
Josef Batka 

Hieronymus Tartorotty v. 

Eichenberg. 
Carl Wmla. 

Ladislaus Meszäros de Szt. 

Lelek. 
Jobann Volkart. 
Alexander Martin. 
Fr. Loy Edl v Leicheufeld. 



Mathias Sabliar. 
Paul Stanvichich. 
Georg Skriljak. 
Bartholomaus Cagnioni, 
Franz Reisuer. 
Josef Bart ha. 
Josef Heinrich. 
Anton Lohr. 
Johann Fastner. 



Vinceuz Chevalier Leon. 
Andreas Potornyay de 

Potornya. 
Emerich Csemityky de 

Csemitze. 
Johann Baron Hallegg 
Wilhelm Hochholzer. 



n 



\ inlitor Kranz Walter. 
Rechnungsf. Carl Anirmann 
Adjutant Balthasar Simunich 
Arzt Dr. Caspar Kunz. 



Hauptleute. 

Ludwig Graf Borchgrave 
Josef Sacher 
Jacob Vidakovich 
Franz Eisler. 
Icnaz Gerhardy. 
Alexander Baron Neffzern. 
Josef Fedrigoui 

Capitain- Lieutenants. 

Carl Baron Brentano. 
Anton Tarnöczy. 
Kilian Alleinann. 

Oberlieutenants. 

Carl Saboretty 
Andreas Stwerdetzky 
Carl Sager. 
Anton Gollubichich. 
Paul Kallrr 
Balthasar Simunich 
Johann Hetenyi. 
Carl Bindersbofen 
Carl Weinczierl. 
Franz Vogtberg 
Ruprecht Baron Bodmann. 
Carl Graf Lengheim 

Unterlieutenants. 

Josef Karhoffer. 
Franz Weis. 
Jacob Rafalovsky. 
Michael Krismanits. 
Jobann Swabiusky. 
Ludwig Zambory. 
Josef Schauer. 
Franz Planinz. 
Josef Colombani. 

Fähnrichs. 

Josef Bullath. 
Carl Polzer. 

Einer Mikos de Tarothäza. 
Anton Reinhardt. 
Leopold Zeller. 
Franz Ritter Czuppa. 
Ferdinand Kraus. 



Ferd. Engelbrechtsmüller. Franz Holziuger. 



Josef Cscrmak. 
Josef Baron Wöber. 
Leopold Barkenstein. 
Cajetan Graf Lichtenberg. 
Carl Stentsch. 
Heinrich Birnstingl. 
Carl Burghardt. 
Anton Winklcr. 



Johann Suppanchich. 
Franz Süssmann. 
Gustav Chev. Fietreich. 



Victor Blankenheim. 
Carl Desy. 
Carl Brustmaun. 
Michael Fischer. 
Carl Menger. 
Jobann Schemel. 
Peter Oreskovits. 
Mathias Maly. 
Carl Karatur. 
Andreas Pallo. 
Franz Hartha 
Paul Haen 



Johann Flache. 
Mathias Simunich. 
Alois Fedrigony. 
Ignaz Meschede. 
Josef Nemeth. 
Johann Weinczierl. 
Franz Mottony. 
Jobann Besselfeld. 
Johaun Bardorf. 



Johann Funk. 
Ladislaus Stankovits. 
Alois Karkessy. 
Johann Brunner. 
Carl Lottersbcrg. 
Ilian Kusmits. 
Mathias Herbert. 
Josef Riesner. 
Ladislaus Zambory. 



24« 



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Beilage Nr. 21. 



Officiers-Standes-Tabelle vom Jahre 1812. 

Z M 



Regiments-Inhaber F. 

Oln i . t Johann von Seethal. 
Ob:-*stlieutenant Wilhelm Dressery 

1. " ajor Franz Scharinger. 

2. m Ignaz Graf Leszczinsky 

3. - Paul Busän 



Josef Freiharr von Nimbseheu. 

Rgmla.-Caplau Bonaventura Schretz 
Auditor Franz Walter. 
„ Rechnungsführer Josef Alt 
, Adjutant Balthasar Simunich. 
Arzt Dr. Caspar Kunz 



Mathias Kusmits. 
Mathias Brebillovich 
Johann Wauya 
Josef Fedrigony. 
Anton Fiegel 



Michael Rosty de Barköcz. 
Franz Martonovich. 



Hauptlcute. 

Josef Sacher. 
Jacob Vidakovich 
Franz Eisler. 
Ignaz Gerhardy. 
Alexander Baron Neffzern 

Capltain-Llentenaiits. 

Carl Brentano. Kilian 
Anton Tarnöczy. Franz 



Josef Baron Wöber. 
Antou Winkler. 
(arl Baron Sentsch. 
Heinrich Birnstingl 
Carl Burgbardt. 



Franz Hoffmanu. 
Josef Schmidt 
Leopold Vukassovich. 
Josef Batka 

Hieronymus Tartarotty v. 

Krehenberg. 
Ludwig Moszäros de Szt. 

Lelek. 
Franz Vogtberg. 
Alexander Martin. 



Obcrlieatenanto. 

Paul Kaller. 
Balthasar Simunich. 
Johann Hetenyi. 
Carl Bindershofen. 
Carl Weinczierl. 
Carl Graf Lengheim. 
Constantiu Blankenheim. 
Carl Desy. 
Franz Loy. 
Carl Saboretty. 



Andreas Stwerdetzky 
Carl Saper 
Ruprecht Baron Bod 
Anton Gollubichich 
Johann Schemel. 
Peter Oreskovits, 
Mathias Mally. 
Carl Karatur. 
Andreas Pallo. 
Franz Bartha. 
Paul Haen. 



Mathias Sabliar 
Paul Stanoviehich, 
Georg Skriljak. 
Josef Colombany. 
Franz Reisner. 
Josef Bartha. 
Johann Heinrich. 
Anton Lohr. 



Unterlieiitenants. 

Johann Fastner. 
Josef Karhoffer. 
Franz W r eiss. 
Jacob Ratalovsky 
Michael Kriszmanits. 
Johaun Swabinskv. 
Ludwig Zambory de Rethe. 
Josef Schauer. 



Johann Flache 
Franz Planinz. 
Mathias Simunich. 
Alois Fedrigony 
Ignaz Meschede 
Johann Weinczierl. 
Franz Mottony 
Johann Bardorf. 



Andreas Potornyay de 

Potornya. 
Kmerich Cscmitzky de 

Csemit/.e. 
Josef Bulath. 
Carl Polzer. 



Fähnrich». 

Em. Miklos de Tarothaza. 

Anton Reinhardt. 

Leopohl Zeller. 

Frauz Ritter. 

Johann Baron Ilallegg. 

Wilhelm Hochholzer. 

Johann Funk. 



Ladislaus Stankovits 
Alois Karkessy. 
Johann Brunner. 
Iliau Kusmits. 



Mathias Herbst. 

Josef Riesner. 

Ladisl. Zambory de Reihe. 



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I 



A> 22. 



Officiers-Standes-Tabelle vom Jahre 1813. 



Regiments- Inhaber F Z. Bf 

Oberst Wilhelm von Dressery 
Oberstlieuteuaiit Iguaz Graf Leszczinsky. 
] Major Paul Busan. 

2. ., Anton Kitter v Rubendunst. 

3. „ Josef Socher 



Mathias Rrchillovich. 
Johann Wauia. 
Josef Fedrigoni 
Anton Flegel. 



Carl Baron Brentano 
Georg Urisek 



Josef Freiherr von Simbsehen. 

Regimeuts-Kaplan Bonaventura Schretz. 
., Auditor Franz Walter 
„ Rechnungsführer Josef Alt 
„ Adj utant Balthasar S imu nich . 
„ Arzt Dr. Kaspar Kunz. 



Hauptleute. 

Jakob Widakovits. 
Franz Fisler 
Itrnaz Gerhardy 
Alexander Baron Neffzern 



Josef Baron Wober. 
Michael Rosty de Bärköcz. 
Franz Martonovieh. 
Carl Baron Szenisch. 
Franz Burghardt. 



CapiUin-LIeutenantfl. 

Anton Tarnöczy. 
Kilian Allemann. 



Franz Sflssmann. 
Carl Roth 
Franz Hoffmann. 



Josef Schmidt 
Leopold Vukassovich 
Josef Batka 

Hieronymus Tärtarotty v. 

Kiclienberg. 
Ladislaus M«''szaros de Szt 

Lelek. 
Franz Vogtberg. 
Alexauder Martin 



OberlieutenantA. 

Franz Loy 

Carl Sabo'rettv von Mans- 
burg. 

Andreas Stwerdetzky. 
Carl Sager. 

Ruprecht Baron Bndmann. 
Anton GoUuMchich 
Paul Kaller. 
Balthasar Simünich 



Carl Graf Lengheim 

Johann Heü'nyi 

Carl Chev. Bindershofen. 

Carl Weinzier I. 

Carl Desy. 

Peter Oreskovits 

Mathias Mtilly 

Andreas Pallo. 

Franz Bartha 

Paul Haen. 



Mathias Sabliar. 
Paul Stanvichich. 
Josef Colombaui. 
Georg Skriljak. 
Bartholomaus Cagnioni. 
Kranz Reisner 
Josef Bartha 
Johann Heinrich. 
Anton Lohr 



Unterlleutenant*. 

Johann Kastner, 
Josef Karhoffer. 
Kranz Weiss von Weissen- 
heim. 
Jakob Kafalovsky 
Michael Krismanits. 
Johann Swabinsky. 
Ludwig Zämbory de Reihe. 



Josef Schauer. 
Mathias Simünich 
Alois Kedrigony. 
Ignaz Meschede. 
Johann Weinzier 1 
Kranz Mottony 
Kranz Bardorf 
Andreas Potornyay de Po- 
tornya. 



Kmerich Cfcmitzky de Cse- 

raitze 
Josef Biilath. 
Carl Polzer. 

Emerich Mikos de Tarot- 

haza. 
Anton Reinhardt. 
Franz Ritter. 



Ffthnrieh*. 

Johann Baron Hallegg 
Wilhelm Hochholzer. 
Johann 1 unk. 
Ladislaus Stankovicz. 
Aloiu Karkessy. 
Johann Weppil. 
Johann Brunner. 
Ilian Kusmit*. 



Mathias Herbst. 

Josef Riesner. 

Ladisl. Zämbory de R^the. 

Johann Windisch. 

Auton Lisander. 

Franz Sager. 

Carl Birnstingl. 



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Beilage Nr. 23. 



Officiers-Standes-Tabelle vom Jahre 1814. 



Regiments-Inhaber F. Z. M. Josef Freiherr 
Olip'-r» Wilhelm von Dressery. Regiments 
Oberstiicutcnant Iguaz Leszc/insky 
l. Major Paul Busan. 
.*. » Anton Ritter v. Rubendunst. 
3. , Mathias Brehillovich. 



>» 
»» 
»» 



Johann Wanya. 
Anton Fiegel. 
Jacoh Widakovich 
Ignaz Gerhardy. 
Alexander Baron Neffzern. 
Josef Baron Woher. 
Michael Rosty de Bärkocz 
Carl Baron Brentano. 



Andreas Stwerdetzky. 
Carl Säger. 
Paul Kaller. 



Johann Hetfnyi. 
Andreas Pallo. 
Franz ßartha. 
Mathias Sahliar. 
Georg Skriljak 
Franz Reiszuer 
Josef Bartha. 
Johann Heinrich. 
Anton Lohr. 
Franz Weiss. 
Johann Swabinsky. 

Johann Weppil. 

Ilian Kusmits. 

Mathias Herbst. 

Josef Rieszner. 

Carl Birnstiugl. 

Johann Windisch 

Josef Mihalfalvav de Mi- 

halfalva. 
Franz Tanksteiner. 
Anton Lisander. 
Franz Sager. 

August Orczy. 
Nikolaus Grabovsky. 
Johann Gross. 
Josef Denisia. 
Franz Süsser. 
Josef Stampf. 
Josef Csabinski. 
Stefan Vass. 



Hauptleut«. 

Georg Orisek. 
Anton Tarnoczy. 
Carl Baron S^cntsch. 
Franz Hoffmauu. 
Josef Schmidt. 
Leopold Vukassovich 
Josef Batka. 

Capitain-LieutenantN 

Carl Graf Lengheim. 
Carl Bindershoffen. 
Carl Wcinczierl. 

Obcrlieutenants. 

Ludwig Zambori de Rethe. 
Josef Schauer. 
Mathias Simünich. 
\lois Fedrigony. 
Ignaz Meschede. 
Johann Weinczierl. 
Franz Mottony. 
Andreas Potoruyay de Po- 

tornya. 
Emerich Cscmitzky de Cse- 

raitze. 

Unterlleutenants. 

Josef Ujeisky. 
Josef Loy von Leichenfeld. 
Josef Schlesinger. 
Jobann Nagy. 
Franz Poch. 
Josef Turkovieh. 
Johann Palocsay. 
Josef Braunhoffer 
Josef Lelovits. 
Andreas Bogdanits. 
Josef Nagy de Galantha. 

FShnriehs. 

Josef Hanisch. 
Josef Graszel. 
Johann Kittler. 
Alexander Horvath. 
Anton Hrabovsky de Hra- 

bova 
Franz M eissei. 
Josef Trunk. 



von Himbschen. 
Kaplan Bonaventura Schretz. 
Auditor Franz Walter. 
Rechnungsführer Josef Alt. 
Adjutant Franz Reiszner. 
Arzt Dr. Kaspar Kunz. 

Hieronymus Tartarotty v. 

Krehenberg. 
Ladislaus Meszaros de St. 

Lelek. 
Franz Vogtberg. 
Alexander Martin. 
Franz Loy v. Leichenfeld. 
Johann Lnzinzky. 

Carl Desy. 
Peter Oreskövits. 
Johann Schwabe. 
Ruprecht Baron Bodmann. 

Josef Bulath. 
Carl Bolzcr 
Anton Reinhardt. 
Jolianu Baron Hallegg. 
Wilhelm Hochholzer. 
Anton Lipowsek. 
Korvinius Schonin. 
Ladislaus Stankovich. 
Alois Karkossy 
Anton Grubatiovich. 



Josef Potornyay de Po- 

tornya. 
Johann Bergmann. 
Johann Mathias. 
Carl Prohaska 
Josef Jugler. 
Johann Latschät. 
Georg Frankovich. 
Franz Mollnär. 
Eduard Jony. 



Josef Hertlein. 
Franz Weiss. 
Michael Nagy 
Johann Adam. 
Josef Ron wein. 
Carl Bayer. 
Paul Schrctter 



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Beilage Nr. 24. 



Officiers-Standes Tabelle vom Jahre 1815. 



Regiments-Inhaber F. M. L. 

Oberst Wilhelm Dressery. 
Oberstlieutenant Ignaz Scarpek v Lesz- 
czinsky 

1. Major Paul BiiBan. 

2. „ Anton R. v. Ruheuduiist. 

3. „ Anton Parme^any. 

4. „ Ijjnaz Gerhardy. 



Paul Baron 
Regiments 



»* 
n 
>» 



Johann Wim. 
Anton Fiegel. 
Jakob ViilakovitB. 
Alexander Baron Neffzern. 
Josef Baron Wöber. 



Andreas Stwerdetzky. 
Carl Sager. 
Paul Kaller. 



Jobann Hetenvi. 
Andreas von Pallo. 
Franz von Bartba. 
Mathias Sabliar. 
Georj? Skriljäk 
Franz Reiszner 
Ignaz Piskovecz. 
Josef v Bartba. 
Jobann v Heinrich. 
Anton Lohr. 



Hauptleute. 

Michael Rosty de Bärkocz. 
Georg Orisek. 
Anton Tärnöczy. 
Franz IlotFmanu. 
Josef Schmidt. 



Radlvojevlch. 

('aplan Bonaventura Schretz. 
Auditor Oblt. Fr Schuberl 
Rechnungsf. Oblt Jos. Alt. 
Adjutant Oblt. Fr. Reiszner 
Arzt Dr Kaspar Kunz 



Leopold Vuknssovich. 
Josef Batka. 

Ldw Möszäros de St. Lelek. 
Franz Vogtberg. 
Alexander Martin. 
Franz Loy v. Leichenfeld. 



( api tai n- Lieutenant s. 

Carl Graf Lengheim Peter Oreskovits. 

Carl Weinczierl. Josef Gattv 

Carl Desy. Carl Gussmann. 

Johann Schwabe. 

Oberlieutenants. 

Fr. Weiss v. Weissenborn 
Jobann Swabinsky. 
Ludw. Zämborv de Rethe. 
Josef Schauer 
Ignaz Meschede. 
Johann Weinczierl. 
Fr. Möttony. 

A. Potornyay de Potornya. 
Em Cscmitzky de Csem- 
nitze. 



Johann Werpil 
Rian Kusmits. 
Mathias Herbst. 
Josef Rieszner. 
Carl Birnstin<jl 
Johann Windisch. 
Josef Mihalfalvay de Mihal- 
falva 

Franz Tanksteiner 
Franz Sager. 



Nikolaus Grabovsky. 
Jobann Gross 
Josef Demsta. 
Franz Süsser 
Josef Stampf. 
Josef Csabinsky 
Stefan Vass. 
Josef Hauisch 



Franz Sabatini. 
Josef Bulath. 
Carl Polzer 
Anton Reinhardt. 
Johann Baron Hallegg. 
Wilhelm Hochholzer. 
Ladislaus Stankovits. 
Alois Karkessy. 
Anton Grubanovich. 
Carl Krisar. 



Untorlieutenants. 

Josef von Ujeisky. 
Josef Loy v. Leichenfeld. 
Josef Schlesinger 
Johann Nagy. 
rranz Poch. 
Josef Gyurkovits 
Jakob vou Palocsay. 
Josef Braunhoffer. 
Josef Heidemann. 
Josef Lelovits. 

Fähnrichs. 

Josef Graszel. 

Johann Kittler. 

Alexander Horvath. 

A. Hrabovsky de Hrabova 

Andreas Meissel 

Josef Trunk 

Josef Hertlein 



Andreas ßogdanits. 
Josef Nagy de Galantha. 
T. Potornyay de Potornya. 
Johann Bergmann. 
Johann Matvusde Allista. 
Carl Prohaska 
Josef .Tagler. 
Johann Latschat. 
Georg Frankovics. 
Franz Mollnar. 
Eduard Jony de Jamnik. 

Johann Weiss. 

Michael Nagy 

Johann Adam v. Nagy-Oer. 

Josef Ronwein. 

Carl Baver v. Galantha. 

Paul Sciiretter v Szonda 

Lukas Jovanchich. 



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Beilage Ar. 25. 



Officiers Standes-Tabelle vom Jahre 1816. 



Regiments-Inhaber F. M. L. 

Oberst Wilhelm Dressery 

Obemlnt Leszczinsky 

1 Major Paul Busän k. k. Kümmerer. 

"J. .. Anton Kitter v. Ruhendtinst 

3. ,. Josef Freiherr v. (lerliezy 

4 „ Auton Pannej/iany. 



Paul Freiherr von Radlvojevicta. 

RefMinents-Caplan Bonaventura Schreis. 

Auditor Oblt Fr >chubert 
Rechnungsf Oblt Josef Alt. 
Adjutant Oblt F v. Keiszuer. 
Arzt l>r Kaspar Kunz. 



M 
•» 

n 



Johann Wanya. 
Jakob Vidakovits 
Alexander Baron Nefifzern 
Josef Baron Wöber. 
Michael Kosty de Barkocs. 
Georg Orisek" 



Carl Saper. 

Paul Kaller. 

Carl Graf Leugheim. 



Hauptlcut«. 

Franz Ho ff mann. 
Josef Schmidt. 
Leopold Vukassovich 
Josef von Batka. 
Ladislaus Meszäros de St 
Lelck. 

Capitain-Lieutenants. 



Franz Voßberg. 
Thomas Luc/.iusky. 
Alexander Martin 
Franz Loy v. Leielienfeld. 
Andreas Stwerd<-t/ky. 
Peter Hadossevits 
Carl Vandony. 



Andreas Pallo. 
Mathias Sabliar. 
Georg Skriljak. 
Franz Reiszuer. 
Josef von Hartha. 
Johann Heinrich. 
Auton Lohr 

Fr. Weiss v. Weissenheim. 
Johann Swnbinsky 
Ludw. Zämbory de Rethe. 



Josef Riesner. 

Johann Windisch 

Josef Mihälfalvay de Mi- 

bälvalva. 
Anton Lisander. 
Josef Loy v. Leielienfeld. 
Josef Schlesinger. 
Johann Nagjf, 
Franz Poch. 
Josef Gyurkovits 



Franz Süsser. 
Josef Stampf. 
Josef Czabinsky. 
Stefan Vass. 
Johann Levardovsky 
Joset Qanisch. 
Josef Graszel. 
Johann Kittler. 



Carl Weinczierl. 
Carl Desy 
Peter Oi-cskovits. 

Oberlieuteiianta. 

Josef Schauer. 
Ignaz Meschede. 
Johann Weinczierl. 
Fr. Mottony ile Palacios. 
And. Potornyay de Po- 

toruya. 
E Csemitzky de Csemitze 
Josef Bulath 
Carl l'olzer 
Anton von Reinhardt 

Uiitarileutenants. 

Jakob von Palocsay 
Josef Braunhoffcr. 
Josef Lelovits 
Josef Nftgjr de Galantha. 
Andreas Bogdanits 
Thomas Potornyay de Po- 

tornya. 
Johann Bergmann. 
Johann Matyäs de Allista. 
Georg Frankovit« 

FtlhnricliN. 

Anton Hrabovsky de Hra- 

bova. 
Andreas Meissel. 
Josef Trunk 
Josef Hertlein 
Johann Weiss. 
Michael Nagy. 
Johann Adam v.Nag>-t>er. 
Franz Bleyer de Galantha. 



C. Gussmann v. Olivarcz. 
Franz Adrario 
Johann Hetenyi 



Johann Baron Hallegg. 
Wilhelm Hochholzer. 
Alois Karkcssy. 
Antou Grubanovits 
Franz Halbritter. 
Carl Krisär. 
August Jürkovich. 
Christian Kuszmits. 
Mathias Herbst. 
Carl Kirschner 
Franz Hartha. 



Franz Molluär. 
Eduard Jony de Jamnik. 
Johann Latschat 
Anton Httbsch 
Carl Brenner 
Josef Toccafondy. 
Carl Zach 
N'icolaus Grabovski. 
Josef Demsta. 



Paul Schretter v. Szonda 
Moriz Desimon v. Stern- 
feld. 
Johann Giarriny 
Lukas Jovanchiih. 
Emerich lleiki. 
Andreas Peblich. 
Lukas Wulas. 
Melchior Maron\. 



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Officiers Standes Tabelle vom Jahre 1817. 



Regiments-Inhaber F. M. L. Paul Freiherr von Kadivojevieh. 

Oberst Wilhelm Dressery. Rgmts.-Caplan Bonaventura Schretz. 
Oberstlieut. Ign. Gr. LeazczinBky. „ Auditor Oberlt. Franz Schubert 

1. Major Paul BusAn .. Rechnungsf. Oberlt. Josef Alt 

2. Major Anton Ritt v. Rubcndunst. .- Adjutant Oberlt. Fr. Reiszm-r. 

3. „ Josef Freiherr v. Gerliczy. „ Artzt Dr. Caspar Kunz 



Johannu Wanya. 
Jacob Vidakovits. 
Alexander BaronNeffzern. 
Josef Baron Wöber. 
Michael Rosty de Barkocz. 
Georg Orisek. 



Carl Sager. 

Paul Kaller. 

Carl Graf Lenghcimb. 



Franz Hartha 
Mathias Sabliar. 
Georg Skriljak. 
Franz Reiszner. 
Josef von Bartha. 
Johann Heinrich. 
Anton Lohr. 
Andreas Potornyay de 

Potornya. 
Josef Bulatb 



Johann Windisch. 
Josef Mihalfalvay de 

Mihalfalva. 
Josef Loy v. Leichcnfeld. 
Johann Nagy. 
Franz Poch. 
Josef Gyurkovits. 
Jacob Palocsay de Palöcsa. 
Josef Toccafondy. 
Josef Braunhoffer. 



Franz Süsser. 
Jose! Stampf. 
Josef CsabinBky 
Stefan Vass. 
Johann Levardovskv 
Josef Ilanisch. 
Josef Graszel. 
Johann Kittler 



Hnuptlcutc. 

Franz Iloffmann. 
Josef Schmidt. 
Leopold Vukassovich. 
Josef von Batka. 
Ladislaus Meszaros de Szt. 
Lelek. 

Capita in Lieutenants. 

Franz Adrario. 
Carl Weinczierl. 
Carl Desy. 

Oberlieutenanta. 

Emerich Csemitzky de 
Csemitze. 

Carl Polzer. 

Anton Reinhardt. 

Johann Baron Hallegg. 

Wilhelm Hochholzer. 

Franz Weiss v. Weissen- 
heim. 

Johann Svabinsky. 

Ludwig Zambory de Rethe. 

Unterlieutenants. 

Josef Lelovits. 
Michael Nagy de Galantha. 
Andreas Bogdanits. 
Thomas Potornyay de 

Potornya 
Johann Bergmann. 
Johann Mattyäs. 
Georg Frankovits. 
Franz Mollnar. 
Emerich Jony v. Jamnik. 

Fffknrichs. 

Ant. HrabovskydeUrabova. 

Andreas Meissel. 

Josef Trunk. 

Josef Härtlein. 

Jobann Weiss. 

Michael Nag}' de Galantha. 

Joh. Adam de Nagy -Oer. 

Carl Bayer de Galantha. 



Franz Vogtberg. 
Thomas Lui'zinsky. 
Alexander Martin. 
Franz Loy v. Leichenfeld 
Andreas Stwerdetzky. 
Peter Radossevits. 



Peter Oreskovits. 
Carl Gussmann. 
Johann Hetenyi. 



Josef Schauer. 
Ignaz Meschede. 
Johann Weinczierl. 
Alois Karkessy. 
Franz Halbritter. 
Carl Krisur. 
August Jurkovieh. 
Christian Kusmits. 
Mathias Herbst. 
Carl Kirsch n er. 



Anton Hübsch. 
Carl Brenner. 
Anton Lisander. 
Carl Prohaska. 
Josef Jugler. 
Carl Zach. 
Nicolaus Grabovsky. 
Josef Dcmsta. 
Carl Pöschcl. 
Josef Haidemann. 



Paul Schrctter v. Szonda. 
Mor. Desimon v. Sternfeld 
Johann Giarriuy. 
Lucas Jovanchich. 
Emerich Raiky. 
Andreas Paul ich. 
Lucas Wulas. 
Melchior Marony. 



OucUcblc d« M. Uuito Inf Br|. 



25 



Officiers-Standes-Tabelle vom Jahre 1818. 



Regiments-Tnhaber F. M. L. Paul Baron 

Oberst Wilhelm Freiherr von Hressery 
Oberstlt. I u : i i , v Skarpck. 

1. Major Paul Busan, k. k. Kämmerer. 

2. „ Anton Ritter v. Rubendunst. 
H. „ Josef Barou Gerliczy. 



Radlvojevleh. 

RgmtH-( 'aplan Bonaventura Schretz. 

A minor Oberlt. Franz Schubert, 
ii Rechngsf -Oberlt .Josef Alt. 
,, Adjutant Oberlt. Fr. Reiszner 
n Am Or Caspar Kune. 



Johann Wanva. 
Jakob Vidakovits. 
Alexander Baron Keffzern 
Joiel Baron Wöber. 
Michael Rosty de Barköcjs. 
Georg Orisek. 
Franz Hoffmann. 



Carl Saager 
Paul Kaller. 



Ilaiupt leute. 

Josef Schmidt. 
Leopold von Vukassovich. 
Josef von Batka. 
Ladislaus Mesaarös v. Szt. 

Lelek. 
Franz Vogtberg. 
Alexander Martin. 

Capitata- Lieutenant. 



Franz Loy v. X/Cichenfeld. 
Andreas Stwerdetzky. 
Peter von Radossevits. 
Anton von Cottaly. 
Carl Vandony. 
Ludwig Bottaglini. 



Franz Barth a. 

Mathias Sabliar. 

Georg Skriljak. 

Franz Reiszner. 

Carl Krisar von Havalla. 

Johann Weinczierl 

Andr. Pottornyay de Po- 

tornya. 
Emerich Csemitzky deCse- 

mitze. 



Michael Kovats. 

Josef Riesner. 

Johanu W indisch. 

Josef Milialtalvay de Mi- 

halfalva. 
Anton Lisauder 
Josef Loy von Leicheufeld 
Josef Schlesinger, 
.lohann Nagy. 
Franz Pöch. 



Franz Süsser. 
Josef Stampf. 
Stefan Vass 
Johann Levardovsky. 
Josef Graszel. 
Johann Kitüer. 



Carl Weiuczierl. 
Carl Dösy. 

Oberlieutenant*. 

Josef Bulath. 
Carl Polzer. 
Josef Barth a. 
Johann Heinrieb. 
Anton l.<* Iii- 
Franz WeiBB von WeiBsen- 

heim. 
Johann Svabinsky. 
Ludwig Zambory de Rethe. 
Josef Schauer. 

Ünterllentenante. 

Josef Gyurkovits. 
Pakob Palocsay de Palocsa. 
Josef Toccafondi. 
Josef Braunhofer. 
Josef Lelovits. 
Andreas Bogdanits. 
Josef Nagy. 

Thomas Potornyay de Po- 

tornya. 
Johann Bergmann. 



FffhnrichH. 

Johann Giarrinv. 
Andreas Meissel. 
Josef Trunk. 
Josef Hürtleüi. 
Johann Weiss. 
Michael Nag}-. 



Ant. Urabovsky dellrabova. Paul Schrctter v. Szonda. 



Peter Oreskovit«. 
Johann Hetenyi. 



Ignaz Meschede. 

Johann Baron Hallegg. 

Alois Karkessy. 

Kranz Halbritter. 

Carl Kirschner v. Badenan. 

Anton Lagarde. 

August Jürkovrch v. Koltar. 

Kristian Kusmite. 

Mathias HcrbBt. 



Johann Mattyas. 
Carl Trochaska. 
Josef Jugler. 
Johann Li tschat. 
Georg Frankovits. 
Franz Molluar. 
Eduard Jony de Jomnik. 
Anton Hübsch. 
Nikolaus Grabovsky. 
Johann Demsta. 
Carl Pöschel. 



Moriz Desimon v. Stern- 
feld. 
Lukas Wulas. 
Josef Broglio. 
Lukas Jovanchich. 
Knierich Raiky. 
Andreiis Paulich 



Officiers-Standes-Tauelle vom Jahre 1820. 



Regiments- Inhaber F. M. 
Oberst Wilhelm von Dresse ry. 
Oberstlieutenant Iguaz Graf Leszczinsky. 
L Major Faul Hasan, k. k. Kämmerer. 
£ . Autou Ritter v. Rubenduust. 



L. Paul Baron Radivojerich. 

Regiments-Caplau Bonaventura Schretc 
, Auditor Oberlieut. Franz 

Schubert. 
„ Auditor Mathias Binder. 
m Rechnnngsf. Oblt. Jos. AU. 
, Adjut. Lieut. Jos. Loy von 

Leichenfeld. 
„ Arzt Dr. Carl Härtung. 



Johann Wanya. 
Jakob Vidakovits. 
Alexander Baron Neffzern 
Josef Baron Wöber. 
Michael Rosty de Barkocz. 
Georg OriBek. 
Franz Hoffmann, 



Carl Saaße r. 
Paul Kaller. 



Franz Bartha. 
Mathias Sahliar 
Georg Skriljäk. 
Franz Reiszner. 
Carl Krisar von Havala. 
Josef Bartha. 
Johann Weinczierl. 
Andr. Potornyay de Po- 
tornya. 



Johann Kuunt. 
Joset Kieszncr. 
Johann Windisch 
Josef Mihalfalvay de Mi 

kalfalva. 
Anton Lisander. 
Josef Loy v. Lcichenfeld. 
Josef Schlesinger 
Johann Nagy. 



Franz Süsser. 
Josef Stampf. 
Stefan Yass 

Auton Hrabovsky de Hra 

bova. 
Johann Giarriny. 
Andreas MeiBsel. 



Hauptleute. 

Josef Schmidt. 
Leopold von Vukaasovicb. 
Josef von Batita. 
Ladislaus Meszärös de Szt. 

Lelek. 
Franz Vogtberg. 
Alexauder Martin. 

Capitain-Lieutenants. 



Franz Loy v. Leichenfeld. 
Andreas Stwerdetzky. 
Peter von Radossevits. 
Auton Cottaly. 
Carl Vantlouy. 
Ludwig Bottaglini. 



Carl Weinczierl. 
Peter Oreskovks. 

Oberlleuteiiants. 

Emerich Csemitzky v. Cse- 

mitze. 
Josef Bulath. 
Franz Sabadini. 
Carl Polzer. 
Johann Heinrich. 
Anton Lohr. 

Franz Weiss vou Weissen- 
heim. 

Unforlleutviiante. 

Franz Poch. 
Josef Gyurkovits. 
Jakob Palöcsay de Palöcsa. 
Josef Toccafoudi. 
Josef Brauuhotcr. 
Josef Letovits. 
Andreas Bogdanits. 
Josef Nagy de Galantba. 
Thomas Potornyay de Po- 
tornya. 

Fftkui-ittJui. 

Josef Trunk. 
Josef Hartlein 
Johauu Weiss. 
Michael Nagy. 
Paul Schretter v. Szonda. 
Moriz Desimou v. Steru- 
feld. 



Ludwig Kranit s. 
Johann Hetenyi. 



Johann Swabinsky. 

Josef Schauer. 

Ignaz Meschede. 

Johann Baron Hallegg. 

Alois Karkeasy. 

Carl Kirschner v. Badenau. 

Anton Lagarde. 

August Jurkovich v. Kottar. 

Christian Kaainits. 

Mathias Herbst. 



Johann Bergmann. 
Johann Latschat. 
Georg Frankovits 
Franz Mollnär. 
Emerich Jony de Jomnik. 
Auton Hübsch. 
Nikolous Grabovsky. 
Johann Demsta. 
Carl Poschel. 



Lukas Wulas. 
Josef Broglio. 
Lukas Jovanchicb. 
Andreas Paulich. 
Franz Baron Hallegif 
Ignaz Grimmer. 



Officiers-Standes Tabelle vom Jahre 1821. 



Regimonts-Inhaber F. M. L 
Oberst Ignaz Leszczinsky von Skarpek. 
Übentlieateuuit Paul busän. 
1. Major Anton Ritter v. Rubendiinsl 
,, Jobann Wanya. 



Jacob Vidakovita. 
Alexander Baron Neffzern, 

k. k. Kämmerer. 
Josef Baron Wöber. 
Michael Rosiy de Bärkocz. 
Georg Orisek. 



Paul Baron von Radlrojevlcb. 

Regiraents-Caplan Bonaventura Schretz 
„ Auditor Oblt. Frz. Schubert. 
„ Rechnungsf. Oblt. Josef Alt. 
„ Adjutant Lieut. Josef Loy v. 

Leichenfeld. 
M Arzt Dr. Carl Härtung. 



Uauptleute. 

Franz Hoflmann. 
Josef Schmidt. 
Josef Batka 

Ladislaus Meszäros de St. 
Lelek. 



Carl Loschner. 
Franz v. Vogtberg. 
Alexander Martin. 
Franz LoV v. Leichenfeld. 
Peter RadosBevich. 



Carl Saager. 
Paul Kaller. 



(apitain- Lieutenants. 



Carl Weinczierl. 
Peter Oreskövits. 



Johann Hetlnyi. 
Ludwig Franits. 



Franz Bartha. 
Mathias Sabliar. 
Georg Skriljak. 
Franz Reiszner. 
Carl Krisar de Tlavalla. 
Josef Bartha. 
Johann Heinrich. 
Anton v. Lohr. 



Oberlieutmants. 

Frz. Weiss v. Weissenheim. 
Johann Swabinsky. 
Josef Schauer. 
Ignaz Meschede. 
Johann Weinczierl. 
Andreas Potornyay de Po- 

tornya. 
Josef Bulath. 



Emerich Csemitzky de Cse- 

mitze. 
Carl Bolzcr. 
Johann Baron Ilallegg. 
Alois Karkeasy. 
Carl Kirschner v. Badenau. 
Christian Kusmits. 
Mathias Herbst 



Johann Kuncz. 

Josef Rieszner. 

.Ii hann Windisch. 

Josef Mihilfalvay de Mi- 

halfalva. 
Anton Lisander. 
Josef Loy von Leicbenfeld. 
Josef Schlesinger. 



Unter lieutcnant«. 

Johann Nagy. 
Franz Poch. 
JoBef Gyurkovits. 
Job. Palöcsay de Palöcsa 
Josef Toccafondy. 
Josef Braunhoffer. 
Andreas Bogdanits. 
Josef Nagy de Galantha. 



Thom. Potornyay de Po- 

tornya. 
Johann Bergmann. 
Johann Latschät. 
Georg Frankovits. 
Franz Mollnär 
Eduard Jony de Jamnik. 
Anton Hübsch. 
Nico laus GraboYsky. 



Fähnrichs. 



Franz Süsser. 

Josef Stampf. 

Anton Hrabovsky de Hra- 

bova. 

lrca.s Meissel. 

• Xn * ' Tr.'Uik 
Josei 



Josef Härtlein. 
Johann Weiss. 
Michael Nagy. 
Moriz Desimon 

feld. 
Josef Broglio. 



Lukas Jovanchich. 
Andreas Paulicb. 
Franz Baron Hallegg 
v. Stern- Ignaz Grimmer. 

Anton Carcano 
Josef Durfeld. 
Friedrich v. TanuenfeKl 



\ 



Officiers-Standes-Tabelle vom Jahre 1822. 



Regiments-Inhaber F. M L. Paul Baron von RadiTojerieh. 



Oberst Ignaz Graf Leszfzinsky von 

Skarpek. 
Oberstlieuteuant Paul Busan. 

1. Major Anton Ritter v. Rubcn dunst. 

2. „ Johann Wanya. 



Regiments-Caplan Bonaventura Schretz. 
„ Auditor Oblt. Franz Schubert. 
„ Rechsgf. Oblt Josef Alt. 

Adj. Lieut. Jos. Loy v. Leichcn- 

fcld. 

„ Arzt Dr. Carl Härtung. 



Josef Vidakovits. 
Josef Baron Wöber. 
Michael Rosty de Barkocz. 
Georg Orisek. 
JoBef Schmidt. 
Josef von Batka. 



Peter Oreskovits. 
Johann Iletenyi. 



Georg Skrijjak. 
Franz Reiszner. 
Karl Krisar de ilavalbr 
Josef Barta 
Johann Heinrich. 
Anton Edler von Lohr. 
Franz Weiss v. Weissen- 
heim. 



Josef Rieszncr. 
Johann Windisch. 
Josef Mihalfalvay de Mihal- 
falva. 

JoBef Loy v. Leichenfeld. 
Josef Schlesinger. 
Johann Nagy. 
Franz Poch. 
Josef üyurkovits. 



Axentius Wiya. 
Anton Hrabovsky de 

Hrabova. 
Josef Härtlein. 
Johann Weiss. 
Michael v. Nagy. 
Moriz Desimon v.Sternfeld. 



Haiiptlt-utc. 

Ladislaus Meszuros de Szt. Peter von Radosscvich. 

Lelek. Karl Saager. 

Franz Vogtberg. Paul Kaller. 

Alexander Martin. Karl Weinczicrl. 

Franz Loy von Leichen- Karl Vandony. 

feld. 



Capitain-Lieutenant*. 

Ludwig Franits. 
Franz Hartha 



Mathias Sabliar. 
Josef Knöbr. 
Ant. Tauber v. Taubenberg. 



Oberlieutenants. 

Johann Swabinsky. 
Josef Schauer, 
lgnaz Meschede. 
Johann Weinczierl. 
Andreas Potornyay de 

Potornya 
Emerich Csemitzky de 

Csemitze. 



Unterlicutenants. 

Jakob Palocsay de Palöcsa. 
Josef Toccafondy. 
Josef Rraunhofer. 
Andreas Bogdanits. 
Josef Nagy de Galantba. 
Josef Potornyay de 

Potornya. 
Johann Bergmann. 
Johann Latschat. 

Fähnrichs. 

Josef Broglio. 
Lukas Jovancbich. 
Franz Baron Hallegg. 
Ignaz Grimmer. 
Anton Carcano 
Friedrich Pittony von 
Tannenfeld. 



■Ins et Bulath. 

Karl Pol/rr. 

Johann Baron Hallegg. 

Franz Hohl v. Stablberg. 

Alois Karkessy. 

Karl Kirschncr v. Badenau. 

Christian Kusmits. 

Mathias Herbst. 

Johann Kauts. 



Franz Mollnar. 
Eduard Jony v. Jaranik. 
Anton Hübsch. 
Nikolaus Grabovsky. 
Franz Süsser. 
Josef Stampf. 
Andreas Meissel. 
Josef Trunk. 
Ferdinand Dunger. 



Thomas Petrovich. 
Mathias Tonkovich. 
Josef Rosandits. 
Franz v. Mattkovich 
Michael Janschich. 
Franz Baron Cordon. 
Josef Hoffer. 



u.;i,x n , Mr. £1. 



Officiers-Standes-Tabelle vom Jahre 1823. 



Regiments-Inhaber F. M. L Paul Freiherr von RadiToJcYlch. 



Oberst Franz Kaufmann Kdl. v. Frauen - 
steinhurg. 

Obcrstliout Puul Busau, k. k. Kämmerer. 
1. Major Jobaua Wanyu 
2 Major Jacob Vidakovits. 



Regiments -Caplan Bonaventura Scbretz. 

Auditor Hptm. tr. Scbubcrt. 
„ Rechngsf. Oberlt. Josef Alt. 
„ Adjutant Oberlt. Josef Loy 
v. Li'icbenfeld. 



Josef Baron Wöber. 
Michael Rosty de Barköcz 
Georg Orisek. 
Josef Schmidt . . 
Josef Hatka 



Hauptleute. 

Ladislaus Meszaros de Szt. Peter von Radosscvicb. 

Lelek. Peter Oreskovitß. 

Franz Vogtberg. Karl Vandony. 

Alexander Martin. Johann Hetenyi 

Franz Loy von I-eichenteld. 



Ludwig Franks. 
Franz Hartha. 



Capitain-Liftutenanto. 



Mathias Sabliar. 

Josef Kuöhr. 



Georg Skriljak. 
Franz ReiBzner. 



Karl Krisar v. Havalla. 

Josef Hartha. 

Anton Lolir Kdler von. 
Löwenthal. 

Franz Weiss von Weissen- 
heim. 

Jobhnnn Swabinsky 

Josef Schauer. 



Oberlicutenauts. 

Josef Bulatb. 
Karl Polzer. 
Jobann Baron Hallegg. 
Franz Hohl, Stahlberg. 
Alois KarkeVs\ 
Carl Kirschucr von Baden 
au. 

Ignaz Meschede." 



Josef Mihällalvayde Mihäl- 
falva. 

Josef Loy von Leicbeufeld. 
Josef Schlesinger. 
Franz Poch. 
Josef Gynrkimts. 
Jacob Palocsay de Palöcsa. 
Josef Toccafondy. 
Josef Braunbofer. 



Unterlieutenaiits. 

Andreas Bogdanits 

Josef Nagy de Galantha. 

Thomas Potoruyay «le Po- 

tornya. 
Johann Bergmann. 
Johann LaLsch.it 
Kranz Molluär 
Eduanl Jany de Jamnik. 
Anton Hübsch. 



Johann Weinczierl. 
Andreas Potornyay 

de Potornya. 
Emerich Csemitzky de. 

C'Bemitze. 
Christian Kusmfts. 
Mathias Herbst. 
Jose! Rieszner. 
Johann Windisch. 



Nikolaus Grabovsky. 
Franz Stisaer. 
Josef Stampf. 
Andreas Meisgel. 
Josef Trunk. 
Aton Hrabovsky de 

Hrabova 
Josef Hartlein. 
Johann Weiss. 



Michael Nagy. 

Moriz Desimon von Stern - 

feld. 
Josef Broglio. 
Lukas Jovancbifh. 
Franz Baron Hallegg. 



Fflhnriehs. 

Ignaz Gruamer. 

Anton von Carcano. 
Thomas Petrovicb. 
Mathias Tonkovich 
Josef Kosandits. 
Franz v. Matkovicli. 



Michael Janschich. 
Franz Baron Cordon. 
Georg Nedetzky. 
Josef Hoffer. 
Gregor Illits. 
Josef Nchiba. 



Btitoge Nr. .32 



Officiers-Standes Tabelle vom Jahre 1824. 



Regiments-Inhabor F M. L. Paul Baron von Kndivojevieh. 

Oberst Krau/. Kaufmann Edler von Regiments-Kaplan Bonavent 

Frauensteiuburg. , 

Oberstlieutenant Paul Busän, k k. „ 

Kämmerer. 

L Major Jobann Wanya. „ 
8. . Jakob Vidakovits. 



ra Schretc 
Auditor Oblt. Adam Winkler 
Rechnungsführer l'terH. Jos. 
Kohauth. 

Adjutant Oberlt. Jos. Loy v. 
Leichenfeld. 
Arzt Dr. Carl Härtung 



Josef Barnn Wober 
Michael Rosty de Barkocz. 
Georg Orisek. 
Josef Schmidt. 
Josef v. Batka. 



Kranz Bartha 
Mathias Sabliar 



Josef Bartha. 

Anton Lohr Kdler von 
Lowenthal. 

Franz Weiss von Weissen- 
born). 

Johann Swabinsky. 

Josef Schauer. 

Ignaz Meschede. 

Johann Baron Hallegg. 



Franz Poch. 
Josef Gyurkovita 
Jakob Palocsay de Talocsu. 
Josef Toccafondy. 
Josef Braunhoffer. 
Andreas Bogdanita. 
Josef Nagy de Galantha. 
Thomas Potornyay de Po- 
tornya. 



Josef Broglio. 
Lukas Jovanchich. 
Franz Baron Hallegg 
Igtmz Grimmer. 
Anton Carcano. 
Thomas Petrovicb. 



Haupt taute. 

I«idislaus Mcszarös de Szt 

LeJek. 
Franz Vogtberg. 
Alexander Martin. 

Franz Loy v. Leichenfeld 



Peter (»rcskOTits 

Karl Vandony 

Pet. Radosscvich von 

Bados. 
Johann Hctenyi. 
Ludwig Kraniti. 



Ca "itaiii-Ltautaiiaiits. 

Josef Knöhr 
Georg Skriljak. 

Ohcrltautauants. 

Franz. Hohl von Stadlberg. 

Alois KarkesBy. 

Karl Kirschtier v. Badenati 

Christian Kusmits. 
Mathias Herbst. 
Johann Weinczierl. 
Andreas Potornyay de Po- 
tornyu 

riitarltautcnaiit.s. 

Johann Bergmann. 
Johann Latschat. 
Franz Mollnar. 
Eduard Jony de Jamnik. 
Anton Hübsch. 
Nikolaus Grabovsky. 
Franz Süsser. 
Josef Stampf. 
Andreas MeisSel. 

Ffihnriehs. 

MathiaB Tonkovich. 
Josef Rosandits. 
Franz von Mattkovich. 
Michael Janschkh. 
Franz Baron Cordon. 
Georg von Nedetzky. 



Kranz Reiszner 

Karl KriBar de Havalla. 



Emerifh f'semitzky deCse- 

mitze 
Carl Polzer. 
Josef Rieszner. 
Johann Windiscb. 
Josef Mihälfalvay de Mi- 

halfalva. 
Josef Loy von Leichenfeld. 
Josef Schlesinger. 



Josef Trunk 

Anton Hrabovsky de Hra- 

bova. 

Josef Hartlctn. 

Johann Weiss. 

Michael Nagy 

Moriz Desimon v. Stern- 
feld. 



Josef Hoffer 
Gregor Mite. 
Josef Nehiba. 
Demeter Nako. 
Paul Ebcling 
Stefan Willusz. 



i 



Officiers Standes Tabelle vom Jahre 1825. 



Regiments- Inhaber F. Z. M. Josef Freiherr von Simbschen. 
Oberst Franz Kaufmaun Edler von Regiments-Caplan Bonaventura Schretz 



Frauens teinburg. 
Oberstlieuteuant Paul Rusan. 

1. Major Johann Wanya. 

2. a Jakob Vidakovits. 

3. •• Johann Inncrhoffcr. 



Auditor Anton Jendrassik 
Rechngsf. Lieut. Jos. Kohauth. 
Adjutant Oberlt. Josef Loy v. 
Leichenfeld. 

Arzt Dr. Carl Härtung. 



Hauptleutc. 



Josef Baron Wöber. 
Michael Rosty de Barköcz. 
Georg Orisek. 
Josef Schmidt. 
Josef von Batka. 



Ladislaus Meszaros de Szt. Peter Radossevich de 

Lelek. Rados. 

Franz Vogtberg. Peter Orcskovits. 

Alexander Martin. Karl Vandony. 

Franz Loy von Leichenfeld. Ludwig Franits. 



Franz Bartha. 
Mathias Sabliar 



Anton Lohr Edler v. Lö- 
weuthiil 

Franz Weiss von Weissen- 
heim. 

Johann Swabiusky. 

Josef Schauer. 

Ignaz Meschede. 

Franz Hohl v Stahlberg. 



Capitaln-Licutcnant*. 

Josef Knöhr. 
Qeorg Skriljak. 

Oberlieutanant*. 

Alois Karkessy. 
Carl Kirschner v. Badcnau. 
Christian Kusmits. 
Josef Uieszner. 
Johann Weinczierl. 
Andr. Potornyay do Po- 

tornya. 
Carl Polzer. 



Josef Gylirkovits. 
Jakob Palöcsay de Palöcsa. 
Josef Toccafondy. 
Andreas Bogdanita 
Josef Nagy de üalantha. 
Thomas Potornyay do Po- 

tornya. 
Johann Bergmann. 



Lukas Jovanchich. 
Franz Barou Hallegg. 
Ignaz Grimmer. 
Anton Carcano. 
Thomas Petrovits. 
Mathias Tonkovich. 
Josef Rosaudits. 



Untorlleutenant«. 

Jobann Latschat. 
Franz Mollnar. 
Eduard Jony de Jamnik. 
Anton Hübsch. 
Nikolaus Grabovsky. 
Franz Süsser. 
Josef Stampf. 
Andreas Meissel. 



Fähnrichs. 

Franz Mattkovich. 
Michael Janschich. 
Franz Baron Cordou. 
Georg von Nedctzky. 
Josef HofTer. 
Gregor Illits. 
Josef Nebiba. 



Franz Reiszner. 

Carl Krisar de Havalla. 



Emerich Csemitzky deCse- 
mitze. 

Johann Baron Hallegg. 

Johann Windisch. 

Josef Mihälfalvay de Mi 

halfalva. 
Josef Loy von Leichenfeld. 
Josef Schlesinger. 
Franz Pöch. 



Josef Trunk. 

Anton Hrabov8ky de llra- 
bova. 

Josef Härtlein. 

Johann Weiss. 

Michael Nagy. 

Moriz Desimon v Stern- 
feld. 

Josef Broglio. 



Demeter Näko. 

Stefau Willusz. 

Paul Ebeling von Üün- 
kirchen. 

Georg Kaisergruber v. Sei- 
lenburg. 

Stefan Mesko von Felsö- 
Kubiny. 



Beilage Nr. 34 



Officiers-Standes-Tabelle vom Jahre 1826. 



Regiments-Inhabcr F. M. L. Paul Baron von R*dlTojevich. 
Oberst Franz Kauftnann Edler vou Regiments-Caplan Bonaventura Schretz 



Frauensteinburg. 
Oberstlieutenant Paul Busäu, k. k. 



1. Major .lob Wanya, Grcnad.-Bat.-Cmdt. 

2. .. Jakob Vidakovits. 

a ! 



Auditor II ]>tio. A Jendrassik. 
Rechngsf. Lieut. Jos. Kohautb. 
Adjt. Oberlt. Jos. Scblesinger. 
Arzt Dr Carl Härtung 



Joh. lnuerhofer. 



Josef Baron Wöber. 
Micbael Kosty de Bärköcz. 
Georg Orisek. 
Josef Schmidt. 
Josef von Batka. 



Franz Bartha. 
Mathias Sabliar. 



Anton Lohr Edler von Le- 
venthal. 

Franz Weiss von Wcissen- 
heini. 

Johann Swabinsky. 

Josef Schauer. 

Ignaz Meschede. 

Johann Weinczierl. 



Jakob Palöcsay de Palöcsa. 
Josef Toccafondy. 
Andreas Bogdanits. 
Josef Nagy de Galantha. 
Thomas Potornyay de Po- 

tornya. 
Johann Hergmann. 
Johann Latschat. 



Hauptleute. 

Ladislaus Meszarös de Szt. 

Lelek 
Franz Vogtberg. 
Alexander Martin. 
Franz Loy v. Leicheufeld. 

Capitata- Lieutenants. 

Joset Knöhr. 
Georg Skriljak. 

Oberlieutenants. 

Andreas Potornyay de Po- 

tornya. 
Emerich Csemitzky de Cse- 

mitze. 
Carl Polzer. 
Jobann Baron Hallegg. 
Franz Tlohl von Stahlberg. 
Alois Karkessy. 
Carl Kirschuer v. Badenau. 

Unterlieutenants. 

Franz Mollnar. 
Eduard Jony de Jamnik. 
Anton Hübsch. 
Nikolaus Grabovsky. 
Franz Süsser. 
Josef Stampf. 
Andreas Meissel. 
Josef Trunk. 



Ignaz Grimmer. 
Anton Carcano. 
Thomas Petrovich. 
Mathias Tonkovich. 
Franz Mattkovich. 
Michael Jancsich. 
Franz Baron Cordon. 



Fähnrichs. 

Georg von Nedetzky. 
Josef Huffer. 
Gregor Illits. 
Josef Nehiba 
Demeter Näko. 
Stefan Willusz. 
Paul Ebeling von Dün- 
kircben. 



Peter Radossevich v. Rädos. 
Peter Oreskovits. 
Carl Vandony. 
Johann Hetenyi. 
Ludwig Franks. 



Franz Reiszner. 

Carl Krisar de Havalla. 



Christian Kusmits. 
Josef Rieszner. 
Johann Windisch. 
Josef Mihalfalvay de Mi- 

halfalva. 
Josef Loy von Leichenfeld. 
Josef Scblesinger. 
Franz Pöch. 
Josef Gyurkovits 



Anton Hrabovsky de 

Hrabova. 
Josef Hart lein. 
Johann Weiss. 
Michael Nagy. 
Mor. Desimon v. Sternfeld. 
Josef Broglio. 
Lukas Jovanchich. 
Franz Baron Halleg. 



Georg Kaisergruber von 

Seilenburg. 
Vasil Mankosch. 
Stefan Mesko von Felsö- 

Kubiny. 
Kolomau Matkovich. 
Josef Mitesser v. Dervent. 



U» 48. I IUI. lU t 



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or^iers-Slandes Tabeite vom Jahre 1827. 



Regiments-Inhaber F. M. L Paul Baron von 



Oberst Franz 

Frauensteinburg. 
Oberstlieutenant Paul Busän, k k. 

Kämmerer. 
L Major Johann Wanya, Grenad.-Baons. 

Comndt. 

2. Major Jakob Yidakovits, 

3. „ Johann Innerhofer. 



i-Caplan Bonaventura S ehret/ . 
_ Auditor Hauptmann Anton 
Jendrassik. 
Regiments-Rechnungsführer Oblt. Josef 
Kohauth. 

s-Adj. Oblt. Jos. Schlesinger. 
Arzt Dr. Carl Haltung. 



Josef Wöber. 

Michael Rosty de Barkocz. 
Georg Orisek. 
Math. Glas v. Fclsenstern. 
Josef Schmidt. 



Hauptlcate. 

Josef von Batka. 
Ladislaus Meszarös de Szt. 

Lelek. 
Franz Vogtberg. 
Alexander Martin. 



Franz Loy v. Leichenfeld . 
Peter Radossevich v. 
Peter Oreskovits. 
Carl Vandony. 
Ludwig Franits. 



Franz Bartha. 
Mathias Sabliar. 



Capitain-Lieatenants. 

Josef Knöhr. Franz von Reiszner. 

Georg Skriljak. 



Oberlientenants. 



Anton Lohr Edler von 
Lowenthal. 



Fr. Weiss v. 
Josef Swabinsky. 
lgnaz Meschede. 
Johann Weinczicrl. 
Andreas Potornyay de 
Potornya. 



Carl Polzer. 

Carl Kirschner v. Badenau. 
Weissenhebn. Christian Kusmits 
Josef Rieszner. 
Johann Windisch. 
Josef Mihalfalvay de 

Mihalfalva. 
Josef Loy von Leichenfeld. 



Josef Schlesinger. 
Johann Baron Hallegg. 
Franz Hohl v. Stahfberg. 
AloiB Karke&sy. 
Carl Binczer. 
Franz Poch. 
Josef Gyurkovits. 
Josef Mollinary. 



Jakob Palocsay de 

Palöcsza. 
Josef Toccafondy. 
Andreas Bogdanita; 
Josef Nagy de Galantha. 
Thomas Potornyay do 

Potornva. 
Johann Be 



Unterlientenants. 

Johann Latschst 
Franz Mo II aar. 
Eduard Jony de Jamnik. 
Nikolaus Grabovsky. 
Josef Stampf. 
Andreas Meissel. 
Anton Hrabovsky de 
Hrabova. 



Josef Hartlein. 

Johann Weiss. 

Michael Nagy. 

Mor. Desimon v. Sternfels. 

JoBef Broglio. 

Lukas Jovanschicb. 

Carl Hiemesch. 



Ignaz Grimmer. 
Thomas Petrovich. 
Franz Mattkovich. 
Michael Janschich. 
Franz Baron Cordon. 
Georg von Nedetzky. 



Fähnrichs. 



Josef Hoffer. 
Gregor IlUts. 
Josef Nchiba. 
Demeter Niiko. 
Stefan Wittum 



Yasil Mankosch. 
Stefan Mesko vo« 

Kubiny. 
Kolomau Matkovich 
Jos. Mitesser v. Dervent. 



Paul Ebeling v. Dunkirchsn Ferdinand Feigl v. Kriegs 



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Beilage Nr. 36. 



(Mficiers-Standes-TabeMe vom Jahre 1828. 



Regiments-Inhaber F. M. L. Paul Freiherr von Radlvojevlch. 



Oberst Franz Kaufmann, Edler von 

Frauensteinburg. 
Oberstlieutenant Paul Busin. 

1. Major Johann Wanya, Grenadier- 

Bataillons-Commandant. 

2. , Jakob Vidakovits. 

3. . 



Regimente-Caplan Bonaventura Schretz. 

Auditor Ilpt. Ant. Jendrassik. 
Rechng8f. Oblt. Jos. Kohautb. 
Adj. Obl. Josef Schlesinger. 
Arzt Dr. Carl Härtung. 



Josef Wöber. 

Michael Rosty de Bärhoc*. 

Georg Orwek. 

Mathias Glas von Felsen- 



Franz Bartha. 
Mathias Sabliar. 



Anton Lohr. Edler von 

Lowcnthal. 
Fr. Weiss v. Weissonheii 
Josef Swabinsky. 
Ignaz Meschede. 
Johann Weinczierl. 
Andreas Potonnray de 



'otornyay de 
Potornya. 
Johann Bergmann. 



Ignaz Grimmer. 
Thomas Petrovich, 
Franz Mattkovich. 
Franz Baron Cordoo. 
Georg von Nedetzky. 
Josef Höffer. 
Gregor Illits 



Hanptlente. 

Josef Schmidt. 
Josef Batka. 
Ladislaus Meszaros de 

Szt. Lelek. 
Franz Baron Vogtberg. 



Alexander Martin. 
Franz Loy v. Leichenfeld. 
Peter Rados&evich v. Bados 
Peter Oreskovits. 
Karl Vandony. 
Ludwig Franita. 



Jakob Palöcsay de Pal6csa. 
Josef Toccafoady. 
Andreas Bogdanitt. 
Josef Naar de Galantha. 

B Po 



CapiUlB-Lientenaiite. 

Georg Skriljak. 
Franz Reiazner. 

Oberlieutexiants. 

Carl Polzer. 
Johann Baren Hall 
Karl Kirschner v. 
Christian Knsmits. 
Josef Rieszner. 
Johann Wiadiscb. 
Johann Mihalfalvay de 
Mihälfalva. 

rntrrlieutenants. 

Franz Mollnar. 
Nikolaus Grabovaky. 
Josef Stampf, 
Andres« Meisael. 
Anton Hrabovsky de 

Hrabova. 
Josef Härtlein. 
Johann Weiss. 

K!ihnru>h>. 

Joaef Nehiba. 
Demeter Nako 
Stefan Willusz. 
Paul EbHing von Dön- 

kirchen. 
Vasil Mankosch. 
Carl Rossary. 



Adalbert v. Hennersdorf, 
Mathias Spanisberger. 



Josef Loy von Leichenfeld. 
Joaef Schlesinger. 
Carl Binejser. 
Franz Hohl v. Stahlberg 
AloiB Karkeasy. 
Franz Poch. 
Josef Gyurkovits. 
Josef Mollinary. 



Michael Nagy. 
Moriz Desimon von 

Sternfeld. 
Franz Walter. 
Josef Broglio. 
Lukas Jovancbicb. 
Karl Hieraesch. 



Stefan Mesko von Felsö- 

Kubiny. 
Anton Rehak. 
Josef Mitesser v. Dervent 
Ferdinand Feigl 

Kriegslohn. 
Josef Wenke. 

26* 



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Xr. 37. 



Officiers Standes-Tabelle vom Jahre 1829. 



Regiments-Inhaber G. M. Alois Freiherr Gollner von Goldnenfels. 



Oberst Kranz Kaufmann Edler von 

Frauens teinburg. 
Obcrstlieutenant Paul BuBän, k. k. 



1. Major Johann Wanya, Grenadier- 

Batai Ho ns-Command ant. 

2. . Jakob Vidakovits. 

3. - Joh. Innerhofer. 



Rcgiments-Caplan Bonaventura Schretz. 

Auditor Hpt. Ant. Jendrassik. 
Rcchsgf. Oblt. Jos. Kohauth. 
Adj. Ohl. Josef Schlesinger. 
Arzt Dr. Josef Nemethy. 



Josef Baron Wöber. 
Michael Rosty de Bärk6cz. 
Mathias Gla8 von Felsen- 

stern. 
Josef Schmidt. 



Hauptleute. 

Josef von Batka. 
Ladi>laus Meszäros de 

Szt. Lelek. 
Franz Baron Vogtberg. 
Alexander Martin. 



Franz Loy v. Leichenfeld. 
Petei Radossevich v.Rädos. 
Carl Vandony. 
Ludwig Franits. 
Franz Hartha. 



Mathias Sabliar. 
Georg Skriljak. 



Ca pituin- Lieutenants. 

Franz Reiszner. 
Adalbert von üennersdorf. 



Mathias Spanisberger. 
Anton Lohr v. Lowenthal. 



Frz. Weiss v. Weissenheim. 
Josef Swabinsky. 
Ignaz Meschede. 
Johann Weinczierl. 
Andreas Potornyay de 

Potornya. 
Carl Polzer. 

Johann Baron Hallegg. 



Obcrlieutcnants. 

Alois Karkessy. 

Carl Kirschner v. I'adenau 

Christian Kusmits. 

Josef Rieszner. 

Johann W indisch. 

Jos. Mihalfalvay de Mihäl- 

falva. 
Josef Schlesinger. 



Josef Loy Edler v. Leichen- 
feld. 
Carl Binczer. 
Franz Pöch. 
Josef Gvurkovits. 
Josef Mollinäry. 
Jakob Palöcsay de Palöcsa. 
Andreas Bogdanits. 



Josef Toccafondy. 
Josef Nagy de Galantha. 
Thomas Potornyay de 

Potornya. 
Johann Bergmann. 
Johann Latschat. 
Nikolaus Grabovsky. 



Unterlientenants. 

Josef Stampf. 

Andreas Meissel. 

Ant.IIrabovsky doHrabova 

Josef Härtlein. 

Johann Weiss. 

Michael Nagy. 

Moriz Desimon v. Sternfeld. 



Franz Walter. 

Carl niemesch. 

Franz Bogg v. Albensburg. 

Ignaz Grimmer. 

Thomas IVtrovich. 

Franz Mattkovich. 

Franz Baron Cordon. 



Georg von Nedetzky. 
Josef Hoffer. 
Gregor Illits. 
Josef Nehiba. 
Demeter Nako. 
Stefan Willusz. 



Fähnrichs. 

Paul Ebeling von Düji- 

kirchen. 
Vasil Mankosch. 
Stefan Mesko von Felsö- 

Kubiny. 
Carl Rossary. 



Anton Rchak. 

Josef Mitesser v. Dervent. 

Ferd. Feigl v. Kriegslohn. 

Josef Wenke. 

Alex. Eölbey v. Kiss Eölbe. 

Andreas Kardoss. 

Josef Neubich. 



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Nr. SS. 



Officier8-Stande8-Tabelle vom Jahre 



Regiments-Inhaber G. M. Freiherr Gollner von Goldnenfels. 



Oberst Franz Kaufmann Edler von 

Frauensteinbnrg. 
Oberstlieutenant Johann Wauya, Grenad.- 

BaonB-Cmndt. 

1. Major Jakob Vidakovits. 

2. - Josef Freiherr Wöber. 



Regiment8-Caplan Bonaventura Schretz. 
„ Auditor Hauptmann Anton 
Jendrassik. 
Regiments-Rechnungsführer Oberlt. 

Josef Kohauth. 
Regiments -Adj. Oblt. Jos. Schlesinger. 
Arzt Dr. Carl Karg. 



Michael Rosty de ßarköcz. 

Math. Glas v. Felsenstern. 

JoBef Schmidt. 

Josef v. Batka. 

Franz Baron Vogtberg. 



Hauptlente. 

Ladislaus Meszaros de Szt. Peter Radossevich de 

Lelek. Rados. 

Alexander Martin. Ludwig Franits. 

Franz Loy v. Leichenfeld. Franz Bartha. 

Carl Vandony. Mathias Sabliar. 

Georg Skriljak. 



Franz Reiszner. 
Adalbert v. Hennersdorf. 



Capitalii-Lieutenants. 

Mathias Spanisberger. Fr. Weiss v. Weissenheim. 
Anton Lohr v. Löwenthal, lgnaz Meschede. 



Oberlleufonants. 

Johann Weinczierl. Christian Kusmits. 

Andreas Potornyay de Josef Rieszner. 

Potornya. Johann Windisch. 

Carl Poker. Josef Mihälfalvay de 
Johann Baron Hallegg. Mihälfalva. 

Alois Karkessy. Josef Loy v Lcichenfeld. 

Carl Kirschncr v. Badenau. Josef Schlesinger. 



Carl Binczer. 
Josef Mollinäry 
Jakob Palöcsay de Palöcsa. 
Andreas Bogdanits. 
Josef Toccafondy. 
Josef Nagy de Galantha. 
Thomas Potornyay de 
Potornya. 



Johann Latschat. 
Nikolaus Grabovsky. 
Josef Stampf 
Andreas M i Issel. 
Anton Hrabovsky de 

Hrabova. 
Johann Weiss. 



Untcrlientenaiitfi. 

Michael Nagy. 
Moriz Desimon Kitter 

v. Sternfeld. 
Franz Walter. 
Carl Hiemesch. 
Fr. Begg v. Albensbnrg. 
Ignaz Grimmer. 

Fähnrichs. 



Thomas Petrovich. 
Georg v. Nedetzky. 
Gregor Illits. 
Josef Nehiba 
Demeter Nako. 
Stefan Willusz. 
Stefan Baron Radivojevich. 
Josef Hoffer. 



Paul Ebelingv.Dünkirchen. Ferd. Feigl v. Kriegslohn, lgnaz Grobois. 



Vasil Maukosch 
Stefan Meskö von 

Kubiny. 
Carl Rossary. 
Anton Rehak. 



Josef Wenke. Franz Crobath. 

I'elsö- Andreas Eölbey de Kiss Iguaz Gergath. 

Eölbe. Christof Karst. 

Andreas Kardoss. Elias Millutinovich. 

Josef Neubich. Johann Edler v. Romäskän. 



Josef Mitesser v. Dervent. Carl Horvath. 



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Beilag* Nr. »9. 

i 

Of&iwi-StafKlßs Tabelle vom Jahre m. 



Regiments- Inhalier F M. L. Alois Freiherr Gelinter von Goldnenfels 

Oberst Heinrich Freiherr Wetzlar tod Regmta-CapJaa Bonaventura Schrei«. 



Planken steru 
Oberstlieutenant Josef von Huve 

1. Major Josef Freiherr voo Wöber. 

2. . Josef Schmidt. 



> 



* 
- 



Auditor Hptm. A nt Jendrassik. 
Rechnungsführer Hptm. Josef 

Kohauth 
Adjutant Oblt Fmnz Walter. 
Ar* Dr. Heinrich Telikan. 



Hanptleate. 



Mathias Glas von Felsen- 
stero. 
Josef Batka. 
Ignaz Baron Vogtberg. 
Alexander Martin. 
Peter Badossevich v. Bados. 



Carl von Vandony. 

Kranz Barths. 
Franz von Reiszner 
Carl von 
Mathias Spani 
Kranz Weiss. 

Capitain-Lientenanto. 



Johann Weinczierl. 
Andreas Potornyay de Po- 



Carl Polzer. 



Ignaz Meschede. Christian Kusmits. 

Johann Baron Hallegg. Jos MikatfeWay de 
Carl Kirschner v. Badenau. fälva. 



Josef Rieszner. 
Josef Loy von Leichenfeld. 
Carl Binczer. 
JoBef Mollinary 
Jakob Palöcsay. 
Andreas Bogdanits. 
Josef Toccafondy. 
Josef Nagy de Galantha. 



Andreas MeiBsel. 
Georg Nedi 
Josef rioffer. 
Gregor Illits. 
Josef Nehiba. 
Demeter Nako. 
Stefan Willusz. 
VasU Mankosch. 



Carl Vidakovits. 
Johann Weinhoffcr. 
Johann Meschede. 
Hilgerins Windiseh. 
Franz Barabo. 
Budolf Wehrbeker. 
Georg Rukawina v. Lieb- 
stadt. 



Josef Schlesinger. 
Julias Baron Kavanagh 



Thomas Potornyay de Po- 

tornya. 
Johann Latscbat. 
Nikolaus Grabovsky 
Josef Stampf 
Michael Nagy 
Moriz Desimon v. Sternfeld. 
Franz Walter. 



Unterlieutenante. 

Stsfan Meako von Felsö- 

Kubiny. 
Franz Brunner. 
Carl Rossary. 
Anton Rchak. 
Wilhelm Russo. 
Josef Mitesser v. Dcrvent. 
Josef Wanke. 
Alex. Eolbey de Eölbe. 

Fflhnrlehs. 

Marcus Scherits. 
Franz Bebrascha. 
Guido Mattoschek. 
Engen von Nagy. 
Ludwig Host v de Barkocz. 
Alois Frühwirth. 
Stefan Hraborsky de Hra- 
bova. 



Carl Hiemescb. 

Franz Begg v. Albensburg. 

Anton Hrabovsky de Hra- 

bova. 

Ludwig Graf Creneville. 
Ignaz Grimmer. 
Stefan Badivojevich. 
Thomas Petrovich. 
Alois Heiterer. 



Andreas Kardoss. 

Josef Neubich. 
Carl Horvath. 
Ignaz Groboi*. 
Franz Crobath. 
Ignaz Gergatb. 
Christof Karst 
Elias Millutinovich. 



Ludwig Geraus. 
Dominik Rukavina 

Morgenstern. 
Michael Bätsak v 

Franz Seyfried. 
Carl Stark. 



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CHficiere-StanderTabelle vom Jahre 1832 



Reg*ments-Inhaber P. M. L. Freiherr Zöllner von öoldnenfels. 

Oberst Heinrich Freiherr Wetzlar 

Phuikensteru. 
Oberst lieuteaant Josef von Hüve. 

1. Major Josef Freiherr Wöber. 

2. ,. Josef Schmidt. 

3. , Sigmund Patrick 



» 



r ian Anton Szabolits. 
Auditor Hptm. Ferd. Wischan. 
Rechnungsführer Hptm. Josef 

Kohanth. 
Adjutant Oblt. Frans Walter 
Arzt Dr. Heinrich Pelikan. 



Ignsz 

Christian KosmiU. 
Josef Schlesinger. 



Carl Binczer. 
JoBef Mollinary. 
Jacob Palöcsay de Palocsa. 
Andreas Bogdanits. 
Josef Toccafondj. 
Josef Nagy de Galantha 
Nicolaas Grabovsky 



Andreas Meissel. 

Yasil Mankosch. 

Franz Brunner. 

Carl Rossäry. 

Anton Rehäk 

Wilhelm Edler von Russo. 

Josef Mitesser v. Dervent 

Josef Wenke. 

Andreas Kardoss. 



Math. Glas v. Felsenstern. 
Franz Baron Vogtberg 
Alexander Martin. 
Peter Radossev ich t Radoe. 
Carl Vandony. 
Franz Bartha. 



Franz Reiszner. 
Adalbert v. Hennersdorf. 
Frz.WeiBS v. Weissenheiro. 
Johann Weinczierl. 
Mathias Spanisberger. 
Eduard Fürst Lichtenstein. 



Jos. Mihälfalvay de Mibäl- 
falva. 

Julius Baron Kavanagb. 
Oborllf uteiiantH. 

Franz Waher. 
Ludwig Graf Crenerille. 
Franz Begg v. Albensburg. 
Anton Hrabovsky de Hra- 

bova. 
Ignax Grimmer. 
Stefan Baron Radivojevich. 



Franz Barabo. Ludwig Gerans, 

Franz Rebrascha. Dominik Rukawina 
Eugen Nagy. Morgenstern. 

Ludwig Rosty de Barkocz. Michael Batsak v. 

Alois Frohwirth. Franz Seyt'ried. 

Stefan Hrabovsky de Hra- Carl Stark, 

bova. Friedrich Grobois. 



Andreas Potornyay de 

Potornya. 
Carl Polzer. 
Johann Baron Hallegg. 
Carl Kirschner v. Badenau. 



Josef 
Jos. Loy 
feld. 



Alois Heiterer 
Fra 

Gregor Illits 
Josef Nebiba. 
Demeter Näko 
Stefan Willnsz. 
Stefan 
Kubin y 



Mesko von Felsö 



Unterlieutenants. 

Alexander Eölbey de Kias 

Kolbe. 
Josef Neubich. 
Carl Horväth. 
Ignaz Grobois. 
Ignaz Gergath. 
Franz Crobath. 
Christof Karst 
Elias Millntinovich. 
Jobann Edler Romaskan 

FSknricks. 



Johann Weinhofer. 

Johann Meschede- 
Gustav Baron Wetzlar von 
Plankenstern. 

Hilgerius Windisch. 

Rudolf Wekbeker. 

Georg Rukaviaa v. Lieb- 
stadt 

Markus Schevita 

Guido Mattoschek. 



Franz Sziller. 
Johann Glas v. Felsensteru. 
Carl Graf Lassberg. 
Friedrich Walter. 
Johann Reisigel. 
Friedr. Kottas v. Helden- 
berg. 
Victor SoloriuB, 



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Beilage JVr 4L 



Off iciers Standes Tabelle vom Jahre 1833. 



Regiments-Inhaber F. M. L. Alois Freiherr ftollner von Goldnenfels. 

Oboist Heinrich Freiherr Wetzlar vou Regmts.-Caplan Anton Szabolits 



l'lankenstern. 
Obeistlieutenant Josef von Hüve. 
1 Major Josef Freiherr Wöber 

Jos. Schmidt, Grenad.-Batail - 
Commandant. 
3. „ Sigmund Petrich v. Hanusfalu 



r 
n 



Auditor Hptm. Andreas Sandur. 
Rechnungsführer Hptm. Josef 

Kohauth. 
Adjutant Oblt. Franz Walter. 
Arzt Dr. Heiurich Pelikan. 



Hauptlente. 



Franz Baron Vogtberg. 
Alexander Martin. 
Franz Reiszner. 
Albert von Hennersdorf. 
Mathias Spanisbergcr. 



Frz. Weiss v. Weissen beim. 
Johann Weinczierl. 
Andrea» Potornyay de 

Potornya. 
Eduard Fürst Lichtenstein. 



Johann Baron Halle 
Carl Kirschner v Bailenau 
Christian Kussmits. 
Jos. Mihalfalvay deMihäl- 

falva. 
Josef Schlesinger. 



Capitain-Lieutenant*. 

Julius Baron Käv&nagh. Josef MolUnary. Josef Nagy de Galantha. 

Jos. Loy Edler v. Leichen- Jakob Palöcsay de Palöcsa. Nikolaus Grabovsky. 
feld. Andreas Bogdanita. 

Oberlleutonant«. 



Carl 

MorizDesimon v.Sternfeld. 
Franz Walter. 
Ludvrig Graf Creneville 
Franz Begg v. Albensburg. 
Anton Hrabovsky de Hra- 

bova. 
Ignaz Grimmer. 
Stefan Baron Radivojevich. 



Josef Wenke. 
Andreas Kardoss 
Josef Neubich' 
Carl Honrath. 
Ignaz Groboia. 
Franz Chrobath. 
Ignaz Gergath. 
Christof Karst. 
Elias Millutinorich. 



Ludwig Gerans. 
Franz Seyiricd 
Carl Stark. 
Friedrich Grobois. 
Franz Sziller. 
Joh. Glas v. 
Carl Graf Lassberg. 



Thomas Petrovich. 

Gregor Iiiita. 

Josef Nehiba. 

Demeter Nako. 

Stefan Willusz. 

Gustav Baron Wetzlar v. 

Plankenstern. 
Stefan Mesko von Felsö 

Kubiny. 

Unterlleutenants. 

Johann Edler v. Romaskan 
Jobann Weinhoffer. 
Johann Meschede. 
Hilgerius Windisch. 
Georg Rukavina v. Lieb- 
Markus Schevits 
Guido Mattoschek. 
Ludwig Rosty de Barköcz. 

Fähnrichs. 

Ferdinand Zimmermann 
Johann Reisigel. 
Ferd.Kottasv Heldenberg. 
Franz Graas. 
Adam Lopastovich. 
Emil Härtung. 
Juüus v. Waida. 



Franz Brunner. 
Vasil Maukosch. 
Carl Roasäry. 
Andreas Meissel. 
Anton Rehäk. 
Wilhelm Ritter von Russo. 
Josef Mitesser v Dervent. 
Dionisius Baron Wimpffen. 



Franz Pavel. 
Alois Frtihwirth. 
Michael Batsak v. Benefa. 
Franz Barabo 
Franz Blaschke 
Franz von Rebrascha. 
Dominik Rukavina von 

Morgenstern. 
Eugen von Nagy. 



Moriz Fellizetti v Liebcn- 
fels 

Michael Edler v. Zamagua 
Carl Frankovits 
Albert Lehner. 
Josef von Cscbacz. 



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Beilage Nr. 



Offlciers-Stande« Tabelle vom Jahre 1834. 



Regimcnts-Inhaber F. M. L. Alois Baron Coliner von Goldnenfela. 
Oberst Heinrich Baron Wetzlar von Regmts.-t 'aplan Franz Szabri 



Plankenstern. 
Oberstlieutenant Josef von Hüve. 

1. Major Josef Freiherr von Wöber. 

2. „ Josef Schmidt, Grenad.-Batail.- 

Commandant 

3. „ Alexander Martin. 



Auditor Hptm. Andreas Sandor. 
Rechnungsführer Hptm. .losel 

Kohauth. 
Adjut. Oblt. Andreas Kardoss. 
Arzt Dr. Heinrich Pelikan. 



Franz Baron Vogtberg. 
Franz von Reiszner. 
Albert von Hennersdorf. 
Frz. Weiss v. Weissenheim. Christian Kusmits. 



Hanptleate. 

Eduard Fürst Lichtenstein. 
Johann Baron Hallegg. 
Carl Kirschner v. Badenau. 



Johann Weinczierl. 
Andreas Potornyay. 



Josef Schlesinger. 
Julius Baron Kavanagh. 
Franz Chavannc. 
JoBef Mollin&ry. 
Jakob Palocsay de Palöcsa. 



Josef Loy v. Leichenfeld. 
Andreas Bogdanits. 
Josef Nagy de Galantha. 



Jos. Mihälfalvay de Mihal- 
falva. 

Capitain-Lientenant«. 

Nikolaus Grabovbky. Moriz Desimonv. Sternfeld. 

Heinrich Baron von der Franz Walter. 



Carl Binczcr. 

Franz Begg v. Albensburg. 
Anton Hrabovsky de Hra- 

bova. 
Tgnaz Grimmer. 
Stefan Baron Radivojevich. 
Thomas Petrovic. 
Gregor Illits. 
Josef Nchiba. 



Carl Honrath. 
Ignaz Grobois. 
Franz Chrobath. 
Ignaz Gcrgath. 
Christof Karst. 
Elias Millutinovich. 
Johann Edler v. Romaskan. 
Johann Weinhoffer. 
Johann Meschede. 



Ludwig Gerans. 

Kranz Sziller. 

Johann Glas v. Fclseustern. 

Carl Gf.Lassberg auf Loitz- 
mannsdorf und Ochsen- 
burg. 

Ferdinand Zimmermann. 



Oberllentenant«. 

Demeter Nako. 
Stefan Willusz. 
Gustav Baron Wetzlar von 

Plankenstern. 
Stefan Mesko von Fclsö 

Kubiny. 
Franz Brunner. 
Vasil Mankosch. 
Carl RossAry. 

Unterlleutmaiits. 

Hilgerius Windisch. 
Georg Rukavina von Lieb- 
stadt. 
MarkuB Schevits 
Guido Mattoschek. 
Ferdinand Graf Platz. 
Ludwig Rosty de Barköcz. 
Franz Pavel. 
Alois Frühwirth. 

FShnrichs. 

Johann Reisiegl. 
Ferd. Kottas v. Heldenberg. 
Adam Lapartovich. 
Julius v. Waida. 



Andreas Meissel. 

Anton Reh 4k. 

Josef Mitesser v. Dervent. 

Gustav Mitterbacher. 

Josef Wenke. 

Andreas Kardoss. 

Josef Neubich. 

Emerich Baron Pasztory. 



Michael BntsAk v. Benefa. 

Franz Barabo. 

Dominik Rukavina von 

Morgenstern. 
Eugen Nagy. 
Carl Stark. 

Josef Mederer v. Mcderer 

und Wuthwehr. 
Franz Graas. 
Friedrich Grobois. 



Albert Lehner. 
Josef von Csebatz. 
Gustav Graf Enzenberp 
Josef Baron Rossich. 



Mor. Felizetti v. Liehenfelh Heinrich Baron Wetzlar 



Michael Edler v . 
Carl Frankovits. 



Zamagna. von Plankenstern. 
Franz Ott. 



OcifrhichU de« Us. Lini«n-Uf.-B«f- 



27 



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Officiers-Standes-Tabelle vom Jahre 1835. 



Regiments-Inhaber F. M. L. Freiherr Alois Gollner von Goldnenfeh 



Oberst Heinrich Freiherr Wetzlar von 

Plankenstcrn. 
Oberstlieutenant Josef Freiherr Wöber. 

1. Major Josef Schmidt (Grenadier- 

Bataillons-Commandant). 

2. „ Alexander Martin. 

3. _ Franz Reiazner. 



Regmts.-Caplan Panl Szegh. 

„ Aaditor Hptm. Andreas Ssndor. 
. Rechnungsf. HptmJos.Kohanth. 
_ Adjutant Oblt. Andreas Kardoas. 
- Ar/t Dr. Heinrich Pelikan. 



Hauptleute. 

Franz Baron Vogtberg. Johann Baron Hallegg. 

Albert von Hennersdorf. Carl Kirschner v. Badenau. 

Johann Weinczierl. Christian Kusmits. 

Andreas Potornyay de Po- Jos. Mihalfalvay de Mihal- 

tornya. falva. 

Eduard Kürst Lichtenstein. Josef Schlesinger. 



Julius Baron Kavanagh. 
Josef Loy v. Leichenfeld. 
Franz Chavanne. 
Josef Mollinäry. 
Jakob Paldcsay de Palöcsa. 
Andreas Bogdanits. 



Capltaln-Lientanaiit«. 

Josef Nagy von Galantha. Franz Walter. Franz Begg v. Albensburg. 



<agy von (ial 
Nikolaus Grabovsky 
Heinrich Baron v. d. Trenk. 



Moriz Desimon v. bteru- Carl Binczer. 
feld. 

Oberlieatenanta. 



Anton II rubov.sk v de Hra- Gustav Baron Wetzlar von Gustav Mitterbacher. 

Plankenatern. Josef Wenke. 

Stefan Mcsko von Felaö Andreas Kardoss. 

Kubiny. Josef Neubich. 

Franz Brunner. Emerich Barou Paazthory. 

Gottfried Weber. 



Ignaz Grimmer. 
Thomas Petrovich. 
Gregor Illits. 

Ignaz Edler von Ann&ker 
Josef von Nehiba. 
Demeter Nako. 
Stefan Willusz. 



Ignaz Gergath. 
Christof Karst. 
Elias Millutiuovich. 
Johann Edler v. RomaBkan. 
Johann Weinhoffer. 
Johann Meschede. 
Hilgerius Windisch. 
Georg Rukavina von Lieb- 
stadt. 



Vasil Mankosch. 
Carl Rossary. 



UnterHcutenanta. 

MarkuB Scbevits. 
Ferdinand Graf Platz. 
Ludwig Rosty de Barköcz. 
Franz PaveL 
Alois Frühwirth. 
Michael Batsak v. 
Franz Barabo. 
Franz Blaschke. 
Dominik Rukavina 
Morgenstern. 

Fähnrichs. 



Carl Horväth. 
Ignaz Grobois. 
Kranz Chrobatb. 



Eugen von Nagy. 
Carl Stark. 

Josef Mederer v. Mederer 

und Wuthwehr. 
Franz Graas. 
Friedrich Grobois. 
Franz Sziller. 
Ferd. Kottasv.Heldenbcrg. 
Johann Reisiegl. 



Johann Glaüv. Felsenstern. Michael Edler v. Zamagna Alois Swastita de Bocsär. 

Carl Graf Lassberg. Carl Frankovits. Franz Ott. 

Ferdinand Zimmermann. Adalbert Lehner. Georg Meissel. 

Adam Lapartovich. Josef von Csebatz. Paul Elz. 

Julius von Waida. Josef Baron Roaaich. Heinrich Dworzak. 



Moriz Fellizetti. 



Heinrich Baron Wetzlar Franz Kuhn. 



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Offlciers-Standes-Tabelle vom Jahre 1836. 



Regiments-Inhaber F. M. L. Alois Baron Coliner tod Goldneifels 

Oberst Heinrich Freiherr Wetzlar von Regmta-Caplan Paul Szegh. 



Plankenstern. 
Oberstlieutenant Josef Freiherr Wöber 

1. Major Josef Schmidt. 

2. „ Alexander Martin. 

3. _ Franz v. Reiszner. 



»» 
» 

»> 



Auditor Hptm. Andreas Sandor. 
Rechnungsf. Hptm. Jos.Kohauth. 
Adjutant Oblt. Andreas Kardoss. 
Arzt Dr. Heinrich Pelikan. 



Albert von Hennersdorf. 
Johann Weinczierl. 
Andreas Potornyay de 

Potornya. 
Eduard Fürst Lichtenstein. 
Johann Baron Hallegg. 



Hauptleute. 

Carl Kirschner v.Badenau. 



Jos. Mihälfalvay de Mihäl- 

falva 
Josef Schlesinger. 
Julius Baron Kavanagh. 

CapiUiu-Lieutcnants. 



Josef Loy v. Leichenfeld. 
Franz Chavanne 
Josef Mollinary. 
Jakob Palöcsay de Palöcsa. 
Andreas BogdanlU. 
JoBef Nagy de Galantha. 



Nikolaus Grabovsky. Moriz Desimon v. Stern- Franz Begg v Albensburg. 

Heinrich Baron ton der feld. Carl Binczer. 

Franz Walter. Anton Hrabovsky de Hra- 



Ignaz Orimmer. 
Thomas Petrovich. 
Gregor Iiiita. 
Ignaz von Annaker. 
Josef Nehiba. 
Demeter Nako. 
Stefan Willusz. 
Gustav Baron Wetzlar. 



Christof Karst. 
Elias Millutinovich. 
Johann Weinhoffer. 
Johann Meschede. 
Hilgerius Windisch. 
Georg Rukavioa von Lieb- 
stadt. 
Markus Schevits. 
Ferdinand Graf Platz. 
Ludwig Rosty de Barköcz. 



Job. Glas v. Felsenstern. 
Ferdinand Zimmermann. 
Julius von Waida 
Michael Edler v. 
Carl Frankovits. 
Albert Lehner. 



Oberlieutenants. 

Stefan Mesko von FelsO 

Kubiny. 
Franz Brunner. 
Vasil Mankosch. 
Carl Rossäry. 
Andreas Meissel. 
Anton Rehat 
Gustav Mitterbacher. 



Josef Wenke. 
Andreas Kardoss 
Josef Neubich. 
Ennerich Baron 
Gottfried Weber. 
Carl Honrath. 
Franz Chrobath. 
Ignaz Gergath. 



Unterlieutenante. 



Franz Pavel. 
Alois Frühwirth. 
Michael Batsak f. 
Franz Barabo. 
Franz Blaschke. 
Dominik Rukavina 

Morgenstern. 
Eugen von Nagy. 
Carl Stark. 
Josef Mederer. 

Fähnrichs. 



Franz Graas. 
Friedrich Grobois 
Franz Seyfried. 
Franz Sziller. 
Jobann Reisiegl. 
Carl Graf Lassberg 
Adam Lapartovich 
Moriz Felizetti v. 
fels. 



Josef v. Csebatz. 
Josef Baron Rossich. 
Heinrich Baron Wetzlar 

von Plankenstern. 
Alois Swastits 
Franz Ott. 



Georg Meisiel. 
Panl Elz. 
Heinrich Dworzak. 
Franz Kühn. 
Franz Mayersberg. 
Alois Baron Stitka. 

27* 



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heHav* Nr. 46. 



Officiers-Standes-Tabelle vom Jahre 1837. 



Kegiments-Inhabcr F. M. L. Alois Baron Coliner von Goldnenfels. 



Oberst Peter Edler von Moulholand. 
Oberstlieutenant dysses Baron Halis 
Soglio. 

1. Majors: Alexander Martin. 

2 , Friedrich v. Titteldorf. 

3 .. Jos. Bar. Jelachich de Buzim. 
4. - Friedrich Reinharcz 



Rgmts-( aplan Paul Szegh. 

„ Auditor Hauptm. Johann ilengl. 
„ Rechngsf. Hauptm. Jos. Kobauth. 
„ Adjdt. Oberlt. Andreas Kardoss 
„ Arzt Dr. Conrad Römer. 



Albert von Ilennorsdorf. 
Johann Baron Hallegg. 
Carl von Kirschner. 
Christian Kuszmits. 
Josef Mihalfalvav de Mi- 
halfalva. 



Hanptleute. 

Josef Schlesinger. 
Julius Baron Kavanagh 
Josef Loy von Leicbenfeld. 
Franz Chavanne. 
Josef von Mollinary. 
Jakob Palöcsay de Palöcsa. 



Andreas Bogdanits. 
Josef von Nagy. 
Nikolaus Grabowsky. 
Heinrich Baron v. d. Trenk. 
Moriz Desimon Ritter v. 

Sternfeld. 
Franz Walter. 



Franz Begg v, 
Carl Zerbony 



Capttain-Lieutenants. 

Albensbexg. Anton Hrabowsky de Friedrich Teuchert. 
di Sposetti. Hrabova_ Ignaz Grimmer. 

Thomas Petrovich. 



Gregor Illits. 
Ignaz von Annaker. 
Josef von Nebiba. 
Demeter Näko. 
Stefan Willusz. 



Georg von Pullay. 

Oberlieutenaiits. 

Franz Brunner. 
Vasil Mankosch. 
Carl Rossäry. 
Andreas Meissel. 
Anton Rehak. 



Gustav Baron Wetzlar v. Josef Wenke. 

Plankenstern. Andreas Kardoss. 

Stefan Mesko von Felsö Josef Neubich. 

Kubiny. Emcrich von Päszthory. 



Carl von Horvath. 
Ladislaus Niesner v. 

fenberg. 
Franz Crobath. 
Ignaz Gergath. 
Christof Karst. 
Carl Binder. 
Georg Rukavina v. 

Stadt. 
Johann Weuihoffer. 



Grä- 



Lieb- 



Johann Meschede. 
Hilgcrius Windisch. 
Markiw Schevits. 
Ferdinand Graf Platz. 
Ludwig Rosty de Barköcz. 
Franz Pavel. 
Alois Fruhwirth. 
Michael Batsak v. Benefa. 
Kranz Barabo. 
Franz Blaschke 



Albert Lehner. 
Josef von Csebatz. 
Josef Baron Rossits. 
Heinrich Baron Wetzlar 

von Plankenstern. 
Alois Swastits de Bocsar. 
Franz Ott. 



Unterlieutenanta. 

Dominik Rukavina v. Mor- 
genstern. 
Fugen von Nagy. 
Karl Stark. 

Josef Medcrer v Mcdcrer 

und Wuthwehr. 
Franz Graas. 
Friedrich Grobois. 
Franz Sziller de Szillcy. 
Johann Reisiegl. 

Ffthnrlchs. 

Wilhelm Meissel. 
Heinrich Dworzak. 
Franz Kühn. 
Franz Böhm. 
Franz Mayersberg. 
Johann Stegmayer. 
Alois Baron 
Wachau 



Adam Lapartovich. 
Carl Graf I^assberg. 
Johann Glas von Felsen- 
stern. 

Franz Ebeling von Dun- 

kireben. 
Julius von Waida. 
Michael Edler v. Zaraagna. 
Carl Frankovits. 



Sigmund Baron Haller. 

Franz Latsch at. 

Franz Säghv v Nagy Sagh . 

Carl Falk. 

Johann Franchi. 

Carl Pavlekovits. 

Nikolaus Eigenbrodt. 



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Beilmge Nr. 44t 



Officiers-Standes-Tabelle vom Jahre 1838. 



Regiments-Inhaber F. M. L. Alois Baron Golluer von Goldnenfels. 



Oberst Peter Edler von Moulholand. 
Oberstlieutenaiit UlvsBes Bar.Salis Soglio 

1. Major Friedrich Titteldorf. 

2. „ Jos. Bar. Jellacbicb de Buzira. , 

3. „ Friedrich Reinharcz. , 

4. „ Johann Baron Hallegg. 

Hauptlente 

Carl Kirschner v. Badenau. 
Christian Kuszmits. 
Josef Mihalfalvay de Mihal- 

falva. 
Josef Schlesinger. 
Julius Baron Kavanatjh. 



Regmts.-Caplan Paul Szcgh. 

ff Auditor Hptm. Johann Hengl 
Recbngsf. Hptm. Jos. Kohauth. 
, Adjut. Oblt. Andreas Kardoss. 
Arzt Dr. Conrad Römer. 



Josef Loy v. Leichenfeld. 
Franz Chavanne. 
Josef Mollinary 
Andreas v. Bogdanits. 
Josef von Nagy 
Nicolans Orabovsky. 



Georg von Pullay. 
Ignaz Grimmer. 



Demeter Nako. 
Stefan Willusz. 
Gustav Baron Wetzlar von 

Plankenstern. 
Stefan Mesko von Felsö 

Kubiny. 
Franz Brunner. 
Vasil Mankosch. 
Carl Rossary. 



CapiUdn- Lieutenants. 

Thomas Petrovich. 
Gregor lllits. 

Oberlieutenants. 

Andreas Meissel. 
Anton Rehäk. 
Josef Wenke. 
Andreas Kardoss. 
Josef Neubich. 
Carl von Horvatb. 
Ladisl. Nissner v. Grafen- 

berg. 
Franz Chrobath. 



Heinr. Bar. von der Trenk. 
Moriz Desimon Ritter v. 

Sternfeld. 
Franz Walter. 
Franz Begg v. Albensburg. 
Carl Zerbony de Sposetti. 
Anton Hrabovsky. 



August Graf Segur. 
Ignaz von Annaker. 
Josef Nehiba. 



Ignaz Gergatb. 
Christof Karst. 
Friedr. Edler v. Weigels- 

perg. 
Johann Wallian. 
Carl Binder. 

Georg Rukavina v. Lieb- 
stadt. 
Johann Weinhoffer. 
Johann Meschede. 



Unterlleutenants I. Classe. 



Ililgerius Windisch. 
Markus Schevits. 
Ferdinand Graf Platz. 
Ludwig Rosty de Barkocz. 
Franz Pavel. 
Alois Frühwirth. 
Michael Batsak v. Benefa. 
Franz Barabo. 
Franz Blaschke. 



Dominik Rukavina. Adam Lapartovich. 

Eugen von Nagy. Carl Graf Lassberg. 

Carl Stark. Joh. Glas v. Felsenstern. 

Josef Mederer v. Mederer Franz Ebeling von Dün- 



kirchen. 
Julius von Waida. 
Michael Edler v. Zamagna. 
Carl Frankovits. 
Albert Lehner. 
Carl Zinnern v. Burgthal. 

Unterlientenant« II. Classe. 



und Wuthwehr. 
Franz Graas. 
Friedrich Grobois. 
Franz Sziller de Szilley. 
Johann Reisiegl. 



Josef von Csebatz. 
Josef Baron Rossits. 
Heinrich Baron Wetzlar 

von Plankenstern. 
Alois Swastits de Bocsär. 
Franz Ott. 
Wilhelm Meissel. 



Albert Frankovits. 
Carl Meschede. 



Heinrich Dworzak. 

Franz Kfihn. 

Frauz Böhm. 

Franz Mayersberg. 

Johann Stegmayer. 

Alois Bar. Stitkav.Wat bau. 

Sigmund Baron Haller. 

Cadeten. 

Ignaz Edler v. Gukler. 
Josef von Kuszmits. 



Franz Latschat. 

Frz. Saghy v. Nagy Sagh. 

Johann Franchi. 

Carl Falk. 

Carl Pavlekovits. 

Nikolaus Eigenbrodt. 

Anton Praschinger. 

Josef Bogschutz. 



Albert 



Digitized by Google 



Bcilaue 19r. 47. 



Officiers-Standes-Tabelle vom Jahre 1839. 



Regiments-Inhaber F. M. L. Alois Baron Gollner von Coldnenfcls. 



Oberst Peter Filier von Moulholand. 
Oberstlieut. Ulysses Baron Salis Soglio 

1. Major Friedrich von Titteldorf. „ 

2. „ Jos. Bar. Jellachicb de Bnzim. „ 

3. „ Friedrich Reinharcz. 

4. „ Johann Baron Hallegg. 

Hauptleute. 

Christian Kusmits. 
Josef Mihalfalvay de Mihal- 

falva. 
Josef Schlesinger. 
Julius Baron Kavanagh 
Franz Chavanne. 
Josef Mollinäry. 
Andreas Bogdanits. 



Itegnits.-Caplan Paul Szegh. 

„ Auditor Hptm. Jobann Ilengl. 
,. Rechngsf. Hptm. Jos. Kohauth. 
„ Adjut. Oblt. Andreas Kardosa. 
„ Arzt Dr. Conrad Romer. 



von 



Nikolaus Grabovsky 
Heinrich Baron 
Trenk. 

Moriz Desimon Ritter v. 

Sternfcld 
Franz Walter. 
Franz Begg v. Albensburg 
;muth v. " 



Joh. Dome 



Hentersb 



Carl Zerbony di Sposetti. 
der Anton Hrabovsky de Hra- 
bova. 
Ignaz Grimmer. 
Thomas Pctrovich. 
Gregor Illits. 
August Grat Segur. 



Ignaz von Annaker. 
Josef Nehiba. 



Vasil Mankosch. 
Carl Rossanr. 
Andreas Meissel 
Anton Rehäk. 
Josef Wenke. 
Andreas Kardoss. 
Josef Neubich. 
Carl v. Honrath. 
Ladisl. Nieazner. 



Franz Pavel. 
Alois Frühwirtb. 
Franz Barabo. 
Eugen von Nagy. 
Carl 8tark. 

Josef Mcderer v Mederer 

und Wutbwehr. 
Franz Graas. 
Friedrich Grobois. 



Capitaln-Lieutcnants. 

Demeter Näko. 
Stefan Willusz. 

Oberlieutenants. 

Franz Chrobatb. 

Christof Karst. 

Friedrich Edler v. Weigels- 

Eerg. 
ann Wallian. 
Carl Binder. 

Georg Rukavina v. Lieb- 
stadt. 
Johann Weinhoffer. 

Lieutenante 1. Clagse. 

Franz Sziller de Sziley. 
Johann Rcisiegl. 
Carl Gf. Lassberg anf Loitz- 
mannsdorf u. Ochsenbg. 
Joh. Glas v. FelBenstern. 
Franz Ebeling von Don- 

kirchen. 
Julius von Waida. 
Michael Edler v. Zatnagna 



Gustav Baron Wetzlar von 

Plankenstern. 
Stef Mesko v. Felso Kubiny. 

Johann Meschede. 
Hilgerius Windisch. 
Markus Schevits. 
Ludwig Rosty de Barköcz. 
Michael Bataak v. Benefa. 
Franz Blaschke. 
Dominik Rukavina von 

Morgenstern. 
Franz Brunner. 



Carl Frankovits. 

Carl Zinnern v. Burgthal. 

Albert Lehner. 

Josef von Csebatz. 

Josef Baron von Rossich. 

Alois Swastits de BocsAr. 

Martin Wohlmntb. 

Franz Ott. 

Wilhelm Meissel. 



Lieutenant* II. Classe. 



Heinrich Dworzak. 
Franz Kühn. 
Franz Böhm. 
Franz Mayersberg. 
Johann Stegmayer. 
Alois Baron Stitka 
Wachau 



Adalbert Frankovits 



von 



Franz Latschat. 

Franz Saghy v. Nagy Sagb. 

Johann Franchi. 

Carl Falk. 

Carl Pavlekovits. 

Nikolaus Eigen brodt 

Josef Bogscbütz. 

Cadeten. 

Carl Meschede. 



Anton Praschinger. 
Jakob Kanner. 
Adam Wukellich. 
Josef Kusmits 
Franz Mattanovich. 
Franz Nachtigall. 



Ignaz Edler von Gukler 
Ferdinand 



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Beilage Nr. 48 



Officiers-Standes Tabelle vom Jahre 1840. 



Regiments-Inhaber F. M. L. Alois Baron Gollner von Goldncnfels. 



Oberst Peter Edler von Monlholand. 
Oberst lieutenant Johaun Braunhof Edler 
von Braunhofer. „ 

1. Major Friedrich von Titteldorf. 

2. ., Jos. Bar. Jell&chich de Buzim. , 

3. „ Friedrich Reinharcz. 

4. „ Johann Baron Hallegg 

Hauptleute. 

Josef Mibälfalvay de Mibal- 

falva. 
Josef Mollinäry 
Nikolaus Grabovsky. 
Heinrich Baron von der 

Trenk. \ 



Rrgmts.-Caplan Paul Szcgh. 

„ Auditor Hptm. Jobaun Hengl. 
„ Rechngsf. Hptm. Jos Knhauth 
„ Adjut. Ohlt. Andreas Kardo.ss. 
, Arzt Dr. Conrad Romer. 



Anton Hrabovsky de Hra- 

bova. 
Ignaz Grimmer. 
Thomas Petrovich 
August Graf Segur. 
Gregor Illits. 



(gnaz von Annaker. 
Joaef von Nehiba. 
Demeter von Näko. 



Vasil Mankosch 
Carl RoBsäry. 
Andreas Meissel. 
Anton Rehäk. 
Josef Wenke. 
Andreas Kardoss 
Josef Noubich. 
Carl von Horväth. 
Ladislaus Nieszner 
Gräfenberg. 



Moriz Desimou. 
Franz Walter. 
Franz ßegg v. Albcusburn. 
Johann Demuth v. flenters- 
bur R . 

Carl Zerboni de Sposetü. 

Capitata Lieutenant*. 

Stefan Willusz. Theodor Stolz. 

Gustav Baron Wetzlar von Franz Brunner. 
Planken8tcrn. 

Oberlieutenant«. 

Franz Chrobath. 
Christof Karst. 



Johann Meschede. 
Markus Schevits. 



Friedr. Edler v. Weigels- Michael Batsäk v Benefa. 



perg. 
Johann Wallian. 
Carl Binder. 
Georg Rukavina v. 

stadt 

von Johann Weinhoffer. 



Dominik Rukavina von 

Morgenstern. 
Carl Stark. 
Lieb- Josef Mederer v Mederer 
und Wuthwehr. 
Emil Baron Kavauagh. 



Eugen Nagy. 
Franz Graas. 
Friedrich Grobois. 
Franz Szillcr de Szilley. 
Johann Reisicgl. 
Carl Graf Lassberg. 
Joh. Glas v. Felsenstern. 
Franz Ebeling. 



Lieutenants I. ( hisse. 

Julins von Waida. 
Michael Edler v. Zamagna 
Carl Krankovits. 
Albert Lehner. 
Carl Zinnern v. Bnrgthal. 
Josef Baron Rossich. 
Alois Swastits de Bocsär. 



Martin Wohlmuth 
Franz Ütt. 
Wilhelm Meissl. 
Heinrich Dworzak. 
Franz Kühn. 
Franz Böhm. 
Franz Mayersberg. 
Johann Stegmayer. 



Lieutenants II. Classe. 



Alois Baron Stitka von Carl Pavlekovits. 



Wachau. 
Franz Latschat. 
Frz. Saghy v. Nagy Sägh. 
Johann Franchi. 
Carl Falk. 



Franz Koller. 
Carl Meschede. 



Nikolaus Eigenbrodt. 
Josef Bogschatz. 
Anton Pra8chinger. 
Jakob Karncr. 
Adam Wukellich. 
Josef Kusmits. 

Cadeten. 

Markus Terbuhovits. 
Ignaz Edler v. Gukler. 



Conrad Mederer v. Mederer 

und Wuthwehr. 
Franz Mattanovich. 
Franz Nachtigall. 
Johann Hackstock. 
Adalbert Frankovits 
Vincenz Fromm. 



Ferdinand Muck. 



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Nr. 49. 



Officiers-Standes-Tabelle vom Jahre 1841. 



Regiments- Inhaber F. M. L. Alois Baron Gollner von Gnldnenfels. 



Oberst Peter Edler von Moulholand. 
Obcrstlieutenant Joh. Braanhof Edler 

von Braunhofer. 
L Major Friedrich Titteldorf. 

2. „ Johann Baron Hallegg. 

3. „ Stefan Baron Wernhardt. 



Regmts.-Caplan Paul Szegh. 

Auditor Hptm. Johann Hengl. 
Rechngsf Hptm. Jos. Kohauth. 
Arzt Dr. Conrad Römer. 
Adjutant Oblt. Ladislaus von 
Niesner. 



n 



Hauptleute. 

Josef Mihalfälvay v. Mihal- Franz Begg v. Albensburg. Thomas Petrovich. 

fälva. Johann Demuth von Hen- August Graf Segur. 

Nikolaus Grabovsky. tersburg. Ignaz von Annaker. 

Heinrich Baron von der Carl Zerbony di Sposetti. Josef von Nehiba. 

Trenk. Anton Hrabövsky de Hra- Demeter Näko. 

Moriz Desimon. bova. 



C;»l>i t;ii Ii-Lieutenants. 



Stefan Willusz. Theodor Stolz. 

Gustav Baron Wetzlar von Franz 
Plankenstern. 



Vasil Mankosch. 



Andreas Meissel. 
Anton Rehak. 
Josef Wenkc. 
Andreas Kardoss. 
Josef Neubich. 
Carl von Horväth. 
Ladisl. Niesner v. Gräfen- 

berg. 
Franz Chrobath. 



Obcrlieutenants. 

Christof Karst. 
Friedr. Edler v. Weigels- 

perg. 
Johann Wallian 
Carl Binder. 



Markus Schevits. 
Michael Batsak v. Benefa. 
Dominik Rukavina von 

Morgenstern. 
Carl Stark. 

Georg Rukavina v Lieb- Josef Mederer v. Mederer 

Stadt. und Wuthwehr. 

Johann WeinhoflVr. Emil Baron Kavanagh. 

Johann Meschede. Franz Graas 

Friedrich Grobois. 

Lieutenants I. Claase. 



Franz Sziller de Szilley. 
Carl Graf Lassborg. 
Joh. Glas v. Felsenstern. 
Franz Ebeling von Dün- 
kircben. 
Julius von Waida. 
Michael Edler v. ! 
Carl Frankovits. 



Albert Lebner. 
Carl Zinnern v. Burgthal. 
Josef Baron Rossich. 
Alois Swastits de Bocsir. 
Martin Wohlmuth. 
Franz Ott. 
Wilhelm Meissel. 
Heinrich Dworzak. 



Franz Kahn. 
Franz Böhm. 
Franz Mayersberg. 
Johann Stegmayer. 
Alois Baron Stitka 

Wachau. 
Franz Latschat 
Franz Sighy v. Nagy Sagh. 
Johann Franchi. 



Carl Falk. 
Carl Pavlekovits. 
Nikolaus Eigenbrodt. 
Josef Bogschütz. 
Anton Praschinger. 
Jacob Karner. 



Franz Koller. 
Markus TerbuhovitB. 



Llentenants II. ( hisse. 

Adam Wukellich. 
Josef v. Kusmits. 
Conrad Moderer v. Mederer 

und Wuthwehr. 
Franz Mattanovich. 
Franz Nachtigall. 



Johann Hackstock. 
Adalbert Frankovits. 
Vincenz Fromm. 
Daniel Ihasz de Ihazy. 
Carl Meschede. 
Stefau Sassuk. 
Carl Schmidt. 



Gadeteu. 

Ignaz Edler v. Gukler. 
I erdinand Muck. 



Alexander Latschat. 



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Belage Ar. SO. 



Officiers-Standes-Tabelle vom Jahre 1842. 



Regiments-Inhaber F. M. L. Alois Baron Gollner von Goldnenfeh 



Oberst Peter Edler von Moulholand. 
Oberstlieutenant Joh. Braunhof Edler 
von Braunhofer. 

1. Major Friedrich Titteldorf 

2. „ Johann Baron Hall« 



Rgmts.-Caplan Paul Szegh. 

Auditor Hptm. Johann Hengl 
Reehngsf. Hptm. Jos. Kobauth 
Adjutant Oblt Ladisl Nieszncr 



Stefan Baron W 



rdt. 



Hauptleute. 



Josef Mihalfälvay von Mi- 

halfälva. 
Nikolaus Grabovsky. 
Heinrich Baron von der 

Trenk. 

Moriz Desimon Ritter von Gregor Illits. 
Sternfeld. 



Franz Begg v. Albensburg. August Graf Segtir. 
Carl Zerboni di Sposetti. Ignaz von Annaker. 

Josef von Nebiba. 



Anton Hrabovsky de Hra 

bova. 
Thomas Pctrovich 



Demeter Nako. 
Gustav Baron Wetzlar v. 
l'lankenstern. 



Stefan Willusz. 
Theodor Stolz. 



Josef Wenke. 
Andreas Kardoss. 
Josef Neubicb. 
Carl von Horväth. 
Ladisl. Nieszncr v. Gräfen- 

berg. 
Frauz Chrobath. 
Christof Karst. 



Capitain-Lieutenants. 

Franz Brunncr. Anton Rehäk. 

Vasil Mankosch. 

Oberlieutenants. 

Friedrich v. Weigelsperg. 
Johann Walliau. 
Carl Binder. 

Georg Rukavina v. Lieb- 
stadt. 
Johann Weinhoffer. 
Johann Meschede. 
Michael Schweitzer. 
Markus Schevits. 



Dominik Rukavina v. Mor- 
genstern. 
Carl Stark. 

Josef Mederer v. Mederer 

und Wuthwehr. 
Emil Baron Kavanagh. 
Franz Grass 
Friedrich Grobois. 
Franz Ebeling von Dün- 
kirchen. 



Franz Sziller von Szilley. 

Johann Rcisiegl. 

Carl Gf. Lassberg auf Loitz- 
mannsdorf und Ochsen- 
burg. 

Joh Glas v. FelsenBtern. 
Julius von Waida. 
Michael Edler v. i 
Carl Franko vits. 



Lieutenants 1. Classe. 

Albert Lehner. 
Carl Zinnern v. Burgthal. 
Josef Baron Rossich. 
Alois Swastits de Bocsar. 
Martin Wohlmuth. 
Kranz Ott. 
Heinrich Dworzak. 
Franz Kühn. 
Franz Mayersberg. 



Johann Stegmayer. 
Alois Baron Stitka von 

Wachau. 
Franz Latschat. 
Franz Säghy v. Nagy Sagh. 
Johann Franchi. 
Carl Falk. 
Carl Pavlekovits. 
Nikolaus Eigenbrodt. 



Josef BogschQtz. 
Anton Praschinger. 
Jakob Karner 
Adam Wukellich. 
Josef Kusmits. 
Conrad Mederer. 



Markus Terbuhovits. 



Lieutenants II. Classe. 

Franz Mattanovich. 
Franz Nachtigall. 
Johann Hackstock. 
Adalbert Frankovits. 
Vincenz Fromm. 
Daniel Ihasz de Ihäzy. 

Cadeten. 



Carl Meschede. 
Stefan Sassich. 
Carl Schmidt. 
Emil Baron Buffa. 
Franz Koller. 
Josef Schesztak 



Ignaz Edler von Gukler. Ferdinand Muck. 



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Beilage Kr. 51 



OfRciers-Standes-Tabelle vom Jahre 1843. 



Regimcnts-Inhaber F. M. L. Alois Baron Gollner von Golduenfels. 

Oberst Peter Edler von ?Ioulholand. Rgmts.-Caplan Paul Szegh. 

Oberstlieut. Jobann Braunhof Edler v. n Rchngsf Hptm. Josef Kohauth. 

Braunhofer. , Auditor Hauptm. Jobann Hengl. 

1, Major Jobann Baron Hallegg. „ Adjt. Oberlt. Friedrieb Grobois. 

2. „ Georg Ritt. Marziani de Sacile. „ Arzt Dr. Conrad Römer. 



Nikolaus Grabovsky. 
Heinrich Baron v. d. Trenk. 
Moriz Desimon Ritter v. 

Sternfeld. 
Franz Begg v. Antensburg. 
Carl Zerboni di Sposetti. 



Hauptleute. 

Anton Hrabovsky de 

Hrabova. 
August Graf Segur. 
Ignaz von Annaker. 
Josef von Nchiba. 
Demeter Näko 



Stefan Willusz. 

Gustav Baron Wetzlar v. 

Plankenstern. 
Theodor Stolz. 
Kranz Brunner. 



Vasil Mankosch 
Anton Rebäk. 



Carl von Horvath. 
Christof Karst 
Friedrich Edler v. Weigels- 
perg. 

Johann von Wallian. 
Carl Binder. 

Georg Rukavina von Lieb- 
stadt. 
Jobann Weinboffer. 



< apita in -Lieutenants. 

Joset Wenke. Josef Neubicb. 

Andreas Kardoss. Ladislaus Nieszner v. Gra- 

fenberg. 

Oberüeutenants. 



Johann Glas v. Felsen- 
stern. 

Carl Zinnern v. Burgthal. 
Carl Franko vits. 
Albert Lchner. 
Josef Baron Rossich. 
Alois SwastitR de Bocsar. 
Martin Wohlmuth. 
Heinrieb Dworzak. 



Jobann Meschede. 
Michael Schweizer. 
Marcus Schevits. 
Dominik Rukavina von 

Morgenstern. 
Carl Stark. 

Josef Mederer v. Mederer 

und Wuthwehr. 
Emil Baron Kavanagb. 

Lieutenants I. Classe. 

Franz Kühn 
Franz Mayersberg 
Johann Stegma)er. 
Alois Baron Stitka 

Wachau. 
Franz I-atschat 
Franz Säghy de Nagy Sagh. 
Johann Iranchi. 
Carl Falk. 



Franz Graas. 
Friedrich Grobois. 
Franz Ebeling von Dün- 
kircben. 
Carl Graf Lassberg. 
Julius von Waida. 
Michael von Zamagnä. 
Wilhelm Baron Friesz. 



Carl Pavlekovits. 
Nikolaus Eigenbrodt. 
Josef Bogschütz. 
Anton Pra8chinger. 
Jakob Karner. 
Adam Wukellich. 
Conrad Mederer von 
Mederer u. Wuthwehr. 



Lieutenants II. Classe. 



Jobann Graf Lützow von 
Treulützow u. Seedorf. 
Franz Mattanovich. 
Franz Nachtigall. 
Johann Tökessy. 
Adalbert Frankovits. 



Josef Korren. 
Markus Tcrbuhovits. 



Vincenz Fromm. 
Daniel Hiasz de Ihäzy. 
Carl Meschede. 
Stefan Sassich. 
Carl Schmidt. 
Emil Baron Bulla. 

Cadeten. 

Ignaz Edler von Gukler. Franz 
Alexander Latschat. 



Franz Koller. 
Josef Schesztak. 
Adolf Baron Schönberg. 
Josef von Dworzak. 
Vincenz Tartier. 
Jakob Dudevsky. 
Anton Töth. 



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Beilage Mr. 62. 



Offlciers-Standes-Tabelle vom Jahre 1844. 



Regimcnts-Inhaber F. H. L. Alois Baron Gollner von Goldnenfels. 
Oberst Peter Edler von Moulholand. Rgmts.-Caplan Paul Szegb. 

Oberstlieut. Johanii Braunhof Edler v. „ Auditor Hptra. Johann Hengl. 

Braunhofer. „ Rcbngsf. Hptm. Josef Kobauth. 

1. Major Georg Ritt. Marziani de Sacile. „ Adjt. Oberlt. Friedrich Grobois 

2. „ Carl Ritter von Odelga. „ Arzt Dr. Conrad Römer. 



Moriz Desimon 

Sternfeld. 
Franz Begg r. Albensburg. 
Carl Zerbony di Sposetti. 
Anton Hrabovaky de 

Hrabova. 



Hanptlcute. 

Ritter v. August Graf Segur. 

Ignaz von Annaker. 
Demeter Näko. 
Stefan Willusz. 
Gustav Baron Wetzlar 
Plankenstern. 



Stefan Mesko von lelsö 

Kubiny. 
Theodor Stolz. 
Franz Brunner. 
Vasil Mankosch. 
Anton Rehak. 



Josef Wenke. 
Audreas Kardoss 



Johann Wallian. 
Carl Binder. 

Georg Rukavina v. Lieb- 
stadt, 
Johann Weinhoffer. 
Johann Meschede. 
Michael Schweitzer. 
Marcus Schevits. 



Capitain-Lientenants. 

Ladislaus Nieszner. Christof Karst. 

Carl von Horvath. Friedrich Edler v.Weigels- 

P«rg 

Oberlieutenants. 

Dominik Rukavina von 

Morgenstern. 
Carl Stark. 

Jo6ef Mederer v. Mederer 

und Wuthwehr. 
Emil Baron Kavanagh. 
Franz Graas. 
Friedrich Grobois. 



Johann Glas von Felsen- 
stern. 
Josef Baron Rossich. 
Alois Swastits de Bocsär 
Martin Wohlmuth. 
Heinrich Dworzak. 
Franz Kühn. 
Franz Mayersberg. 



Franz Ebeling. 
Carl GL Lassbergauf Loitz- 
mannsdf. u. Ochsenburg 
Julius von Waida. 
Michael Edler v. Zamagna 
Carl Zinnern v. Burgthal 
Carl Frankovita. 
Adalbert Lehner. 
Johann Zellerin. 

Lieutenants I. Classe. 

Johann Stegmayer. Anton Prascbinger. 

Franz Laischat. Jakob Karner. 
Franz Sag^hy v. Nagy Sagh. Adam Wukellich. 

Johanu Pranchi. Conrad Mederer von 
Carl Falk. Mederer u Wuthwehr 

Carl Pavlekovits. Franz Mattanovich. 

Nikolaus Eigcnbrodt. Franz Nachtigall. 
Josef Bogschutz. 



Lieutenant« II. Classe. 



Johann Tökessy. 
Adalbert Frankovits. 
Vincenz Fromm. 
Daniel Ihasz de Ihäzy. 
Carl Meschede. 
Stefan Sassich. 



Carl Schmidt. 
Emil Baron Bu0a. 
Franz Koller. 
Josef Schesztak. 
Josef Dworzak 
Vincenz Tartier. 



Ladeten. 

ignaz Edler von Gukler. Alexander Latschat. 



Jacob Dudevsky 
Anton Töth. 
Leopold Schmidt. 
Josef Korren. 
Markus ßanianin. 
Markus Terbuhovits. 
Carl Tschekl 



Franz Grobois. 
Carl Agbaba. 



28* 



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Beilage JVr. 63. 



Officiers Standes Tabelle vom Jahre 1845. 



I Regiments-Inhaber Se. kaiserl. Hoheit G. M. Erzherzog Ernst Carl. 
II Regiments-Inhaber F. M. L. Leopold Ritter Wlsslak von Wlesenhorst. 
Oberst Johann Braunhof Edler von Rgmts.-Caplan Paul Szegh 



Braunhofer. 
Oberstlieutenant Georg Ritter Marziani 

de Sacile. 
L Major Carl Ritter von Odelga. 
2. - Moriz Desinion. 



Auditor Hptm. Johann Hengl. 
Rechngsf. Hptm. Josef Kohauth. 
Arzt Dr. Conrad Römer. 
Adjutant Oblt. Friedrich Grobois. 



Hauptleute 



Franz Begg v. A Ibensburg. 
Anton Hrabovsky de Hra- 

bova. 
August Graf Segur. 
Ignaz Edler von Annaker. 
Demeter Näko 
Stefan Willusz. 



Christof Karst 
Friedrich Edler v. Waigels- 
perg. 



Gustav Baron Wetzlar von Anton Rehak. 

Plankenstern. Andreas von Kardoss 

Stefan Mesko von Felsö LidM. Nieszner v. Grafen- 

Kubiny. berg 

Theodor Stolz. Josef Wenke. 

Franz Bruuner. Carl von Horvath. 
Vasil Mankoscb. 

Capital Ii-Lieutenants. 

Andreas von Simon. Georg Rukavina von Lieb- 



Johann Weinhoffer 
Jobann Meschede 
Michael Schweitzer. 
Markus Schevitz. 
Dominik Rukavina von 

Morgenstern. 
Carl Stark. 

Josef Mederer v. Mederer. 



Johann Wallian. 
Carl Binder 

Oberlieutenants. 

Franz Graas. 
Friedrich Grobois. 
Franz Ebeling von Dün- 
kirchen. 
Carl Graf Lassberg. 
JuliuB von Waida 
Michael Edler v. Zamagna. 
Carl Zinnern v. Burgthal. 



stadt 



Carl Frankovits. 
Adalbert Lehner. 
Johann Zelleriu 
Josef Baron Rossich 
Johann Glas von 
stern. 

Alois Swastits de Bocsär. 
Martin Wohlmuth. 



Unterlieiitenants I. ('lasse. 



Heinrich Dwor/ak. 
Franz Kühn. 
Franz Mayersberg. 
Johann Stegmayex. 
Franz Latschai. 
Franz Säghy de Nagy Sägh. 
Johann Franchi. 
Carl Falk. 



Carl Pavlekovits. 
Nikolaus EiRenbrodt 
Josef Bogschütz. 
Anton Praschinger. 
Jakob Karner. 
Adam Wukellich. 
Conr. Mederer v. Mederer 
und Wuthwchr. 



Franz Mattanovicb. 
Franz Nachtigall. 
Johann Tökössy 
Adalbert Frankovits. 
Daniel Ihäsz de Ihäzy. 
Carl Meschede. 
Stefan Sassich. 



ünterlieutenants II. (lasse. 



Vincenz Fromm. 
Carl Schmidt 
Franz Koller. 
Josef Schesztäk. 
Josef Dworzak. 
Vincenz Tartier. 



Franz Grobois. 



Jacob Dudevsky. 
Anton Töth. 
Leopold Schmidt. 
Josef Korren. 
Marcus Bauianin 
Marcus Terbuhovits. 

Cadeten. 

Carl Agbaba. 



Ignaz Edler von Gukler. 
Martin Hofhans. 
Thum. Esquire Beriugton. 
Ludwig Schatz 
Alex. Latschat. 
Ludwig Neulinger. 



Friedrich Bergmann. 



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Heilage Nr. 64 



Officiers-Standes-Tabelle vom Jahre 1846. 



I. R< giroents-Iubaber 8e. kaiscrl. Hoheit G. M. Erzherzog Ernst Carl. 
II. Regiments-Inhaber F. M. L Leopold Ritter Wlssiak von Wierenhorst 

Oberst Johann Braunhof Edlor von Regmts.-Caplan Paul Szegh. 

Brauuhofer. ,, Auditor Hptm. Johann Hengl 

Oberstlieutenant Georg Ritter Marziani „ Rechngsf. Hptm. Jos. Kohauth. 

de Sacile. „ Adjut. Oblt. Friedrich Grobois. 

1 Major Carl Ritter v. Odclga. „ Arzt Dr. Conrad Römer. 
V , Moriz Desimon. 



Hauptleute. 

Frz. Beg« v. Albensburg Stefan Mesko von Felsö Josef Wenke. 

August Graf Sogar Kubiny. Andreas Kardoss. 

Ignaz Edler von Annaker. Theodor Stolz. Ladisl. NieRzner v. Grafen- 
Demeter Nako. Franz Brunner. berg. 

Gustav Baron Wetzlar von Vasil Mankosch. Carl von Horväth. 



I'laukenstern. 



Jobann von Wallian 
Andreas von Simon 



Anton Rehäk. 



Christof Karst. 



Capitain-Lleutenants. 

Carl Binder. Carl Wilh. Prinz-Ziegler. 

Georg Rukavina Johann Weinhoffer 

Oberlieutenants. 

Franz Graas. 
Friedrich Grobois. 
Franz Ebeling von Dün- 
kirchen 
Carl Graf Lassbern. 
Julius von Waida 



Jobann Meschede. 
Michael Schweitzer 
Markus Schevits. 
Dominik Rukaviua von 

Morgenstern. 
Carl Stark 

Josef M «lerer v. Mederer Michael Edler v. Zamagna 
und Wuthwehr. Carl Zinnern v. Burgthal 



Carl Frankovits. 
Adalbert Lehner. 
Johann Zellcrin. 
Josef Baron Rossich. 
Alois Swastits de Hörsar 
Martin Wohlmuth. 
Heinrich Dworzak. 



Fnterlietitenants I. ("lasse 



Franz Kuhn. 

Franz Mayersberg. 

Johann Stegmayer. 

Franz Latschat. 

Frz. Saghy de Nagy Sägh. 

Johann Franchi. 

Carl Kalk 

Carl Pavlekovits. 



Nikolaus Eigenbrodt. 
Josef Bogschütz. 
Anton Praschinger. 
Jacob Karner. 
Adam Wukellich. 



Franz Nachtigall. 
Johann Tökßssy. 
Adalbert Frankovits. 
Vincenz Fromm. 
Daniel Ihäsz de Ihazy. 



Conr. Mederer v. Mederer Carl Meschede 
und Wuthwehr. Stefan Sassich 

Franz Mattanovich Carl Schmidt. 



Unterlieutenant« II. ('lasse. 



Franz Koller. 
Josef Schesztak 
Josef Dworzak. 
Vincenz Tartier. 
Jakob Dudewsky. 
Anton Totb. 
Leopold Schmidt. 



Friedrich Bergmann. 



Josef Korrcn. 
Markus Banianin. 
Markus Terbuhovits. 
Ignaz Edler von Gukler. 
Martin Hofhans 
Thomas Esquire Berington. 
Alexander Latschat. 

Cadeten. 

Carl Agbaba. 



Ludwig Schatz 
Ludwig Neulinger. 
Anton Baron Gavenda. 
Eraanuel Budissavlerich v. 

Predor. 
Franz Grobois. 



Johann Popovich. 
Basil Stanits. 



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Beilage Nr. SR. 



Officiers Standes-Tabeüe vom Jahre 1847. 



[. Regiments-Inhaber Se. kaiserl. Hoheit G. M. Erzherzog Ernst Carl. 
II Regiments-Inhaber F. M. L Leopold Ritter Wisslak von Wiesenhorst. 



» 
'» 
»» 



Oberst Johann ßraunhof Edler von 

Braunhofer. 
Oberstlieutenant Georg Ritter von Mar- 

ziani de Sacile. 
L Major Carl Ritter von Odelga. 

2. ,, Moriz Desimon. 

3. „ Eduard Schwarz. 

Bauptleat«. 

Franz Begg von Albens- Stefan Mesko von Fclsö 

bürg. Kubiny. 

Ignaz Edler von Annaker. Theodor Stolz. 

Demeter Nako. Franz Brunner. 

Gustav Baron Wetzlar von Vasil Mankosch. 



IMankenstern. 



Jobann von Wallian. 
Andreas von Simon. 



Jobann Meschede. 
Markus Schevits. 
Dominik Rukavina 

Morgenstern. 
Carl Stark. 



Anton Rehak. 



Rgmts.-Caplan Paul Szegh. 

Auditor Hptm. Johann Hengl. 
Rechngsf. Hptm. Josef Kohauth. 
Arzt Dr. Conrad Römer. 
Adjutant Oblt. Friedr. Grobois. 



Josef Wenke. 
Andreas Kardoss. 
Ladisl. Nieszner v. Grafen- 
berg. 
Carl von Honrath. 
Christof Karst. 



Capitain-Lieutcnants. 

Carl Binder. Carl Wilh. Prinz-Ziegler. 

Georg Rukavina. Johann Weinhoffer. 

Oberüentenant«. 



Friedrich Grobois. 
Franz Ebeling vou 

kirchen. 
Garl Graf Lassberg. 
Julius von Waida. 



Düu- 



Josef Mederer v M«-derer Mich. Edler v. Zamapna. 



und Wuthwebr. 
Franz Graas. 



Carl Zinnern v. Burgthal. 
Carl Frankovits. 



Adalbert Lehner. 
Johann v. Zellen n 
Josef Baron Rossich. 
Alois Swastits de Bocsar. 
Martin Wohlmuth. 
Heinrich Dworzak. 
Franz Kühn. 
Heinrich Steigerhof. 



Unterlienteiiants I. Clause. 



Franz Mayersberg. 

Johann Stegroayer. 

Frauz Latscbat. 

Frz. Säghy de Nagy Sagb. 

Johann Franchi. 

Carl Falk 

Carl Pavlekovits. 

Nicolaus Eigenbrodt. 



Josef Bogschütz. 
Anton Praschinger. 
Jakob Karner. 
Adam Wukellicb. 
Conr. Mederer v. Mederer 

und Wuthwebr. 
Franz Mattanovicb. 
Franz Nachtigall. 



Johann Tökessy. 
Adalbert Frankovits. 
Daniel Ihäsz de Ihäzy. 
Carl Meschede. 
Stefan Sassich. 
Carl Schmidt. 
Franz Koller. 
Josef Scbesztak. 
Vincenz Tartier. 



rntorlimtennnts II. Classe. 



Josef Dworzak. 
Jacob Dudevskv. 
Anton Totb. 
Leopold Schmidt. 
Josef Korren. 
Marcus Banianin. 



Carl Agbaba.. 

Friedrich Bergmann. 



Marcus Terbuhovits. 
Eduard von Tiretta. 
l^naz Edler von Gukler. 
Martin Hofhans. 
Thomas Esouire Berington. 
Alexander Latschat. 

Cadeten. 

Constantin Witta«. 
Basil Stanits. 



Ludwig Schatz. 
Ludwig Neulinger. 
Anton Baron Gavenda. 
Emanuel Budissavlevich v. 

Predor. 
Franz Grobois. 
Moriz Eisler. 



Johann Popovich. 



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Beiiage Itr. 56. 



Officiers Standes Tabelle vom Jahre 1848. 



I. Regimenta-Inhaber Se. kaiserl. Hoheit G. M. Erzherzog Ernst Carl. 
II. Regiraents-lnhaber F. M. L. Leopold Ritter WIssiak von Wiesenhorst. 



Oberst Johann Braunhof Edler von 
Brauuhoter. 

1. Grenad -Batail.-Command Oberstlieut. 
Georg Ritter Marziani de Sacile. 

2. Oberstlieutenaut Moriz Desimon. 

1. Major Franz Begg von Albensburg. 

2. „ Gustav Baron Wetzlar von 



Rgmts.-Caplan Paul Szcgh. 

„ Auditor Hptm. Johann Hengl. 
Rechngsf. ITptm. Josef Kobauth. 
Adjutant Oblt. Franz Latschat. 
Arzt Dr. Conrad Römer. 



>» 



»» 



Stefan Me*ko v. Fclso Kubiny. 

Hanptleute. 

Annaker. Andreas von Simon. 

Georg Rukaviua v 

Stadt. 
Johann Weinhoffcr. 
Johann Meschede- 
Dominik Rukavina 
Morgenstern. 

Capitain-Lieutenaiits. 



Ignaz Edler von 
Demeter Nako. 
Theodor Stolz. 
Franz Brunner. 
Vasil Mankosch. 
Josef Wenke. 
Andreas Kardoss. 



Lieb- 



vou 



Josef Mederer v. Mederer 
und Wuthwehr. 

Franz Graas. 

Friedrich Grobois. 

Franz Ebeling von Dun- 
kirchen. 



Carl Graf Lassberg. 
Julius von Waida. 
Michael Edler v 



Heinrich Steigerbof. 

Johann Stegmayer. 

Franz Latschat. 

Franz Säghy de Nagy Sägh 

Johann Franchi. 

Carl Falk 

Carl Pavlekovits. 

Nicolaus Eigenbrodt. 



Carl Frankovits. 
Albert Lehuer. 
Martin Wohlmuth. 

Obcrlieutenant«. 

Josef Bogschütz. 
Anton Praschinger. 
Jakob Karner. 
Adam Wukellich. 
Conrad Mederer v. Mederer 

und W r uthwehr. 
Franz Mattanovich. 
Adalbert Frankovitt. 



Heinrich Dworzak. 
Franz Kühn. 
Franz Mayersberg. 



Carl Meschede. 
Carl Schmidt. 
Franz Koller. 
Josef Sche8ztak. 
Vincenz Tartier. 
Jakob Dudevsky. 
Leopold Schmidt. 
Josef Korren. 



riiterlieutcnantft 1. Classe. 



Franz Nachtigall. 
Anton Toth. 

Ignaz Edler von Gukler. 
Martin Hufhans. 
Thomas Esquire Berington. 
Alexander Latschat. 
Ludwig Schatz. 
Ludwig Neulinger. 
Anton Baron Gavenda. 



Franz Grobois 

Moriz Eisler. 

Josef Hutter. 

Julius Obblidal 

Friedrich Bergmann. 

Josef Artuer. 

Emerich Varga v. Balaton 

Fond. 

Johann Artner. 



Julius Kohauth. 
Josef Zimma. 
Carl Agbaba. 
Georg Jovanovich 
Constantin Wittas. 
Eduard Classen. 
Basil Stanits. 

Josef Molitor von Ortwein. 
Alexander Hartmann. 



UiiterHeutcnaut* II. Clause. 



Franz Feldhofer. 
Eduard Birnstingl. 
Kosraas Brankovits. 
Ferdinand Naske. 
Carl Kriszten. 
Paul Gresky. 



Alexander Horvath. 
Ludwig Hovn. 
Paul von Wolnhofer. 
Ludwig von Hachich. 
Gustav Mazza. 
Ladislaus Lutzenbacher. 

ladet. 

Johann Popovich. 



Josef Hudjin. 
Felix Antonchich. 
Victor Graf Licbtenberg- 

Schneeberg. 
Josef Papp. 
Josef Sztits. 
Johann Heimrich 



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Beilage Ar. 57. 



Officiers Standes Tabelle vom Jahre 1849. 



Oberstlieut. Gustav Baron 

Plankenstern. 
Major Stefan Mcsko v. Felsö 



v 

Wetzlar 



von 



Kubiny. 



L Regiments-Inhaber Se. kaiserl. Hoheit G. M. E. H. Ernst Carl. 
II. Regiments-Inhaber F. M. L. Leopold Ritter Wlssiak von Wiesenhorst.. 

Oberst Moriz Desimon Ritt, v Sternfeld. Rgmts.-Caplan Anton Udalrich Frank. 

„ Auditor Hptm. Johann Hcngl. 
„ Rchngsf. Ilptm. Josef Kohauth. 
„ Adjt. Überlt. Ludwig Neulinger. 
„ Arzt Dr. Johann Baptist Dürfe). 

Classe. 

Franz Gr aas 
Friedrich Grobois. 
Franz EbeUng von Dun- 

kirchen. 
Julius von Waida. 
Carl Frankovits. 



Hauptleute I 

Ignaz Edler von Annaker. Georg Rukawina v. Lieb- 



Theodor Stolz. 
Franz Brunner. 
Vasil Mankosch. 
Andreas Kardoss. 



Stadt 

Johann Weinhoffer. 
Josef Mederer v. Mederer 
und Wuthwehr. 



Albert Lehner. 
Heinrich Dworzak. 
Franz Kühn. 

Heinrich Steigerhof. 
Carl Falk 

Nikolaus Eigenbrodt. 
Anton Praschinger. 
Jakob Karner. 
Adam Wukellich. 
Conrad Mederer von 

Mederer u. Wuthwehr. 
Franz Mattanovich. 
Johann Tökessy. 



Hanptleule II. Claase. 

Franz Mayers berg. 
Johann Stegmayer. 
Franz Latschat. 

Oberlieutenante. 

Adalbert Frankovits. 
Carl Meschede. 
Carl Schmidt. 
Franz Koller. 
Josef Schesztak. 
Vinceuz Tartier. 
Jakob Dndevsky. 
Leopold Schmidt. 
Josef Korren. 
Thomas Esquire Berington. 



Franz Säghy de Nagy Sagh. 
Johann Franchi. 



Ignaz Edler von Gukler. 
Ludwig Scbatz. 
Ludwig Neulinger. 
Anton Baron Gavenda. 
Franz Grobois. 
Moriz Eisler. 
Josef Hutter. 
Julius Obhlidal. 
Friedrich Bergmann. 



Unterlieutenants I. Classe. 



Josef Artner. 
Jobann Artner. 
Julius Kohauth. 
Josef Zimma. 
Georg Jovano\ich. 
Carl Agbaba. 
Constantin Wittas. 
Eduard Classen 



Basil Stanits. 
Josef Molitor v. Ortwein. 
Eduard Birnstingl. 
Carl Kriszten. 
Alexander Hartmaon. 
Kosmas Branko\its. 
Ferdinand Naske. 
Paul Gresky. 



Alexander Horväth. 
Ludwig Hoyn. 
Paul von Wolnhofer. 
Ludwig von Bachich. 
Gustav Mazza. 
Ladislaus Lutzenbacber. 
Felix Antonchich. 



Unterlieutenants II. Classe. 



Victor Graf Lichtenberg- 
Schneeberg. 
Josef Papp. 
Josef SzOts. 
Johann Heimrich. 
Josef Emmerling. 
Johann Popovich. 
Eduard Andahazy. 
Ludwig Kovatsits. 
Horvath. 



Anton Andl v. Nekersberg. 
Conrad Obhlidal. 
Johann Nagy. 
Adolf Winternitz. 
Isidor Varga v. Balaton 

Fürcd. 
Ludwig Fendt. 
Friedrich St: anner. 
Moriz Borovits. 
Josef Dalberg. 

Cadet. 

Cornelius Rieder. 



Carl Peterzany. 
Mathias Mauthner. 
Johann Stuchlik. 
Carl Bergmann. 
Paul Billichich. 
Jose! Gottmann. 
Michael Horvath. 
Gustav Antonchich. 
Wilhelm Hubs. 
Josef Löw. 



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Beilage Nr. 58. 



Officiers-Standes-Tabelle vom Jahre 1850. 

I. Regiments-Inhaber Se. kaiscrl. Hoheit F. M. L Erzherzog Frnst Carl 
IT. Regiments-Inhaber F M. L. Leopold Ritter Wfssiak von Wiesenhorst 
Oberst Stefan Mesko v. Felsö Kubiny. Rgmts -f'uplan Auton Udalrich Frank 
Oberstlieutenant August Paulich „ Auditor Hptm Johann Henpl. 

1. Major Adolf Roch. n Rchngst. Hptm Josef Kohauth 

n „ Adjt. Oberlt. Jakob Dudevskv. 



3. Johanu Vagyon 



Demeter Nako. 
Theodor Stolz 
Franz Brunner. 
Johann Weinhoffer. 
Josef Mederer. 
Friedrich Grobois 
Franz Ebeling. 

Franz Säghy de NagySägh 
Jobann Franchi. 
Anton Praschinger. 

Johann : kessy. 
Adalbert Frankovit« 
Carl Meschede 
Carl Schmidt. 
Franz Koller 
Josef Schesztak 
Vincenz Tartier 
Jakob Dudevsky 
Leopold Schmidt. 
Josef Korren. 
Julius Blaschke. 



Arzt Dr. Johann Baptist Dörfel 

Haupt leute 1. Classe. 

< arl Frankovits. 
Albert Lehner 
Heinrich Dworzak 
Franz Kühn. 
Franz Mayersberg 
Tarl Zembsch. 
Carl Chevalier Letanche. 

Hauptloute II. ( lasse, 

Jakob Karner. 
Adam Wukellich. 
JoBef KuBsenits. 

Oberlieutenant«. 



Jobann Stegniayer. 
Franz Latschat. 
Anton Pokorny 
Heinrich Steigerhof 
Carl Falk. 
Franz Tripp. 
Nikolaus Eigenbrodt 

Conrad Mederer von 

Mederer u. Wuthwehr 
Franz Mattanovich. 



Ignaz Edler vou Gukler Johann Artner 

Thomas Esquire Berington Julius Kohauth 

Alexander Latschat Franz J£aczkovsky 
Ludwig Neulinger 



Eduard Gassen. 
Basil Stanits. 
Josef Molitor v. Ortwein 
Josef Heydt. 
Carl von Villecz 



Anton Baron Gavenda 
Franz Grobois 
Moriz Eisler. 
Josef Hutter. 
Wilhelm Oberhauser. 
Julins Obhlidal 
Josef Artner. 

Unterlieutenanta I. ( lasse. 

Johann Wächter 



Josef Zimma. 
Carl Zinnern v Burgthal 
Franz Denk 
Heinrich Huschek 
Carl Agbaba. 
Franz Oreskovich. 
Georg Jovanovich. 
Constantin W T ittas 



Eduard Birnstingl. 
Carl Kriszten. 
Alexander Hartmann 
Kosmas Brankovits. 
Ferdinand Naske 
Paul Gresky- 



Ludwig Hoyn 
Paul von Wolnhofer. 
Ludwig von Bachich 
Gustav Mazza. 
Ladislaus Lutzenbacher 
Felix Antonchich. 
Josef Papp. 
Josef SzUts. 
Johann Heimrich. 
Johann Popovicb. 
Josef Kundtmann 

Unterlientenants n. Classe. 



Josef Reich. 
Josef Dardina. 
Ludwig Kovatsits 
Anton Andl v. Nekersberg 
Carl Lasswitz. 
Johann Nagy. 
Carl Peterzany 
Conrad Obhlidal. 
Adolf Winternitz. 



Isidor Varga von Balaton Paul Billichich 



Fttred 
Ludwig Fendt. 
Friedrich Stranner. 
Moriz Borovits. 
Jobann Stuchlik. 
Josef Dalberg. 
Mathias Mauthner. 
Carl Bergmann. 

Uocuicat« .!«•• W. Linien Inf. R«». 



Josef Gottmann. 
Michael Horvuth. 
Gustav Antonchich. 
Wilhelm Huss 
Josef Low. 
Michael Kirchberger. 
Cornelius Rieder. 
Adolf Sedlmayer. 



Franz Fürst. 
Edmund Baumetter. 
Adalbert Podgursky. 
Alfred Baron Sternfels. 
James Thompson. 
Gustav Thömmel. 
Heinrich Weidinger. 
Josef Heinzelmann. 
Franz Magyar. 

29 



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Ar. K9 



Officiers-Standes-Tabelle vom Jahre 

I. Begiments-Inhaber Se. kaiserl. Hoheit F. M. L. Erzherzog Ernst Carl. 

II. Regiments-Inbaber F. M. L. Leopold Ritter Wlssiak von Wiesenhorst. 

Oberst Stefan Mesko von FelsöKubiny. Rgmts.-Caplan Anton Ulrich Frank. 
Oberstlieutenant August Paulich. „ Auditor Oblt. Friedrich Boczek. 

1. Major Adolf Rocb. „ Rechngsf. Hptm. Josef Kobauth. 

Adolf Freiherr Kfibek von „ Adjutant Lt. Alex. Bartmann. 

Arzt Dr. Johann Baptist Dörfel 



2 
3. 



Kübau. 
, Johann Vagyon. 

Hanptleate I. Classe. 

Theodor Stolz. Carl Frankovits 

Johann Weinhofler. Albert Lehner. 

Josef Mederer v. Mederer Eduard Kuhn. 

und Wuthwehr. Franz Pajer. 

Friedrich GroboiB. Carl Zembsch. 

Franz Ebeling von Dün- Johann Stegmayer. 

kirchen. 



Johann Franchi. 
Adam Wukellich. 
Josef Kussenits. 

Adalbert Frankovits. 
Carl Schmidt. 
Franz Koller. 
Josef Schesztak. 
Vincenz Tartier. 
Leopold Schmidt. 
Josef Korren. 
Julius Blaschke. 



Anton Pokoruy. 
Heinrich Steigerhof. 
Carl Falk. 
Franz Tripp. 
Nikolaus Eigenbrodt. 
Anton Praschinger. 
Jakob Karner. 

Haupt leute II. Classe. 

Ad. Smetana v. Eulenberg Franz Mattanovich 
Conr. Mederer v. Mederer Johann Fischer. 



und Wuthwehr. 

Oberlientenants. 

Ludwig Neulinger. 
Anton Baron Gavunda. 
Franz Grobois. 
Moriz Eisler. 
Wilhelm Oberhauser. 
Julius Obhlidal. 
Johann von Mihalik. 



Josef Artner. 
Ignaz Edler von Gukler. Johann Artner. 
Thomas Esauire Berington. Julius Kohauth. 
Alexander Latschat. Franz Kaczkovsky. 

Unterlleutenants I. Classe. 



Johann Tökessy. 
Josef Zimtna. 

Carl Zinnern v. Burgthal. 
Franz Denk. 
Heinrich Huschek. 
Carl Agbaba. 
Franz Oreskovicb. 
Georg Jovanovich. 
Constantin Wittas. 
Josef Heydt. 

Thom. Esquire Fitzgerald 



Basil Stanits. 
Josef Molitor v. Ortwein 
Carl von Villecz. 
Carl Kriszten. 
Alexander Hartmann. 
Cosmas Brankovits. 
Ferdinand N 
Paul Gresky. 
Ludwig Hoyn. 



Paul von Wolnhofer. 
Ludwig von Bachicb. 
Gustav Mazza. 
Ladislaus Lutzenbacher. 
Felix Antonchich. 
Josef SzOts. 
Johann Heimrich. 
Johann Popovich 
Josef Kundtmann. 

Unterlieutenanta II. Classe. 



Johann Wächter. 
Josef Reich. 
Josef Dardina. 
Carl Lasswitz. 
Johann Nagy. 
Carl Peterzany. 
Conrad Obhlidal. 
Adolf Winternitz. 



Isidor Varga von Balaton 

Füred. 
Ludwig Fendt. 
Friedrich Stranner. 
Moriz Borovits. 
Josef Dalberg. 
Mathias Mauthner. 
Johann Stuchlik. 
Paul billichich. 
Josef Gottmann. 



Michael Horvath. 
Gustav Antonchich. 
Wilhelm Huss. 
Jost f Low. 
Michael Kirchbcrger. 
Cornelius Rieder. 
Adolf Sedlmayer. 
Franz Fürst. 
Eduard Baumetter. 
Adalbert Podgursky. 



Alfred Baron Sternfels. 
James Thompson. 
Gustav Thömmel. 
Heinrich Weidinger. 
Josef Hnnzelmann. 
Franz Magyar. 
Jakob Brunner. 
Uamilkar Baron de Fin. 
Josef Blascheck. 



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Beitage Ar. 60. 



Officiers Standes Tabelle vom Jahre 1852. 



I. Regiments-Inhaber Se. kaiserl. Hoheit F. M. L. Erzherzog Ernst Carl- 
Ii. Regiments inhaber F M. L. Eduard Grat Wengersky von UngersckBtz 

Oberst Anton Szabo. Rgmts.-Caplan Anton Striczek. 

Oberstlieutenant August Paulich. „ Auditor Oblt. Friedrich Boczek. 

1 Major Adolf Roch. „ Rechngsf. Hptm. Josef Kohauth. 

2. „ Adolf Fr. Kübek v. Kubau. „ Adjutant Oblt. Alex. Harunann. 

3. „ Johann Vajryon. 

4. „ Friedrich 



Franz Ebeling. 
Carl Frankovits. 
Franz Päjer. 
Albert Lehner. 
Johann Siegmayer. 
Franz Latschat. 



Arzt Dr. Johann Baptist Dörfel. 

Hauptleute 1. Ilasse. 

Johann Franchi. 
Anton Pokorny. 
Carl Vischar. 
Edmund Graf Zedwitz 
Carl Falk. 

Nikolaus Eigenbrodt. 
Anton Prascbinger. 

Hauptleute II. Classe. 



Ad. Smetana v. Eulenberg. Carl Schmidt. 



Jobann Tökössy. 
Adalbert Frankovits 



Franz Grigar. 
Julius Blaachke. 
Ignaz Edler von Gukler. 
Alexander Latschat. 
Ludwig Neulinger. 
Anton Baron Gavenda. 
Franz Grobois. 
Moriz Eisler. 
Josef Kiss. 
Wilhelm Oberhauser. 



Franz Koller. 
Josef Schesztak. 

Oberllcntenants. 

Ludwig von Palkovits. 
Jobann von Mihalik. 
JoBef Artner. 
Johann Artner. 
Franz Kaczkovsky. 
Josef Zimma. 
Carl Zinnern v. Burgthal. 
Franz Denk. 
Heinrich Huschek. 
Carl Agbaba. 
Franz Oreskovits. 



Adolf Wohlleben. 
Jakob Karner. 
Adam Wukellich. 
Josef Küssen. ts. 
Conr. Mederer. 
Franz Mattanovich. 
Johann Fischer. 

Vincenz Tartier. 
Leopold Schmidt. 
Josef Korren. 



Julius Obhlidal 

Unterlieutenants I. Classe. 



Georg Jovanovich 
Constantin Wittas. 
Josef Heydt. 

Thom. Esqnire Fitzgerald. 

Alexander Hartmann. 

Carl Kriszten. 

Basil Stanits. 

Josef Molitor v. Ortwein 

Carl von Villecz. 

Peter Maroevich. 



Anton v. Szt. Kiralyi. 
Cosmas Brankovits. 
Ferdinand Naske. 
Paul Gresky. 
Ludwig Hoyn 
Paul von Wolnhofer. 
Ludwig von Bachich. 
Gustav Mazza. 
Ladislaus Lutzenbacher. 
Felix Antonchich. 



Josef Szüts. 
Johann Heimrich. 
Josef Emmerling. 
Johann Popovits. 
Franz Schmidt. 
Ladislaus Fischer. 
Johann Wächter. 
Josef Reich. 
Josef Dardina. 
Carl Lasswitz. 



Radivoj Medakovick. 
Jobann Nagy 
Conrad Obhlidal. 
Adolf Winternitz. 
Ludwig Fendt. 
Friedrich Stranner. 
Moriz Borovits. 
Jobann Stuchlik. 
Josef Gottmann. 
Michael Horväth. 



Unterlieutenants II. Classe. 



Mathias Mauthner. 
Josef Dalberg. 
Paul Billichich. 
Gustav Antonchich. 
Wilhelm Huss. 
Josef Low. 
Michael Kirchberger. 
Cornelius Rieder. 
Adolf Sedlmayer. 
Edmund Baunietter. 



Adalbert Podgursky. 
James Thompson. 
Gustav Thömmel. 
Heinrich Weidinger. 
Josef Heinzelmann. 
Franz Magyar. 
Thomas Piskor. 
Jakob Brunn« r 
Hamilkar Baron de Fin. 
Josef Blascheck. 



Carl Rigold. 

Alexander von Pogränyi. 
Otto Wagner. 
Eugen Jovitsits. 
Johann Wolf. 
Adolf Dorner. 
Robert Malkovsky. 
Wilhelm Michna. ' 
Carl Rotky. 

Friedrich Berthold TIeissc. 
29* 



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Heilage Nr. 61. 



Officiers-Standes Tabelle vom Jahre 1853. 

I. Regiments-Inhaber Sc kaiserl. Hoheit F. M. L. Erzherzog Ernst Carl. 
II. Regiments-Inhaber F. M. L Eduard Graf Wenger sky von Ungersehiltz. 
Oberst Anton Szabo. Rgmts.-Caplan Caspar Gretschy 

Oberstlieutenant August v. Paulich. „ Auditor Oblt. Friedrich Boczek. 

1. Major Adolf Roch. „ Rechngsf. Hptm. Jos. Kobautb. 

2. „ Adolf Freih. Kübek v. Kübau. „ Adjutant Oblt. Alex. Hartmann. 



8. 
4. 



n 



Johann Vagjon. 
Friedrich Grobois. 



Arzt Dr. Joh. Baptist Dörfel. 



Franz Ebeling von Düu- 

kirchen. 
Carl Frankovits. 
Franz Pajer 
Johann Stegmayer. 
Franz Latschat. 
Johann Franchi. 



Hauptleute I. Clas.se. 

Auton Pokorny. 
Carl Vischer. 
Edmund Graf Zedwitz. 
Carl Falk 

Nikolaus Eigcnbrodt. 
Adolf Wohlleben. 
Anton Praschinger. 



Hauptleute II. ( lasse. 

Ad. Smetana v. Eulenberg. Franz Koller. 
Adalbert Frankovits. Josef Schesztak. 

Carl Schmidt. Vincenz Tartier. 

Oberlieutenants. 



Jakob Karner. 

Adam Wukellich. 

Josef Kussenits. 

Conr. Mederer v. Mederer 

und Wuthwehr. 
Franz Mattanovich 
Johaun Fischer. 

Leopold Schmidt. 
Josef Korren. 
Franz Grigär. 



Julius Blaschke. 

Iguaz Edler von Gukler. 

Alexander Latschat. 

Ludwig Neulinger. 

Anton Baron Gavenda. 

Franz Grobois. 

Moriz Eisler. 

Joset Kiss. 

Julius Obblidal. 

Ludwig von Palkovits. 

Johann von Mihalik. 



Josef Artner. 
Johann Artner. 
Franz Kaczkovsky. 
Josef Zimma. 
Franz Denk. 
Heinrich Huschek. 
Carl Apbaba 
Franz Oreskovich. 
Georg Jovanovich. 
Constantin Wittas. 
Josef Heydt. 



Anton von Szt. Kirälyi. 
Paul Gresky. 
Ludwig Hoyn 
Paul von Wolnboler. 
Ludwig von Bachich. 
Gustav Mazza. 
Ladislaus Lutzenbacher 
Felix Autonebich. 
Wenzl Luka. 
Josef Szüts. 



Unterlieuteuants I. 

Ludwig Reichl. 
Johann Popovich. 
Franz Schmidt. 
Ladislaus Fischer. 
Johann Wächter. 
Josef Reich, 
.'osef Dardina 
Carl Lasswitz. 
Radivoj Medakovicb. 
Johann Nagy. 



Thom. Esquire Fitzgerald. 
Alexander Hartmann. 
Carl Kriszten. 
Basil Stanits. 

Josef Molitor v. Ortwein. 
Carl von Villecz. 
Peter Maroevich. 
Ferdinand Naske. 
Carl Graf Cerrini de Monte 

Varchi. 
Cosmas Brankovits 

Classe. 

Conrad Obblidal. 
Adolf Winternitz. 
Ludwig Fendt. 
Friedrich Stranner. 
Moriz Borovits. 
Josef Gottmann. 
Michael Horväth. 
Josef Low. 
Michael Kirchberger. 



Unterlieutenants II. Classe. 



Mathias Mautbner 
Wilhelm Huss. 
Cornelius Rieder. 
Adolf Sedlmayer. 
Edmund Baumetter. 
Adalbert l'odgursky. 
Alfred Baron Sternfels 
James Tbompson. 
Gustav Thönimel. 
Heinrich Weidinger. 
Josef ' 



Franz Magyar. 
Thomas Piskor 
Jakob Brunner. 
Hamilkar Baron de Fin. 
Josef Blascheck 
Carl Rigold. 
Alex. Pogränyi. 
Otto Wagner. 
Eugen Jovitsits. 
Johaun Wolf. 



Edler 



Adolf Dörner. 
Robert Malkovski 
von Damwaiden 
Wilhelm Michna. 
Carl Rotky. 
Friedrich 'Heisse 
Ludwig Abendrotb 
Gregor Moser. 
Ludwig von Turek. 
Samuel von Bögöthy. 
Franz de Voko et Branko 



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Beilage Nr. 62. 



Officiers-Standes-Tabelle vom Jahre 1854. 



I. Regiments-Inhaber Se. kaiserl. Hoheit F. M. L. Erzherzog Ernst Carl. 
II. Regiments-Inhaber F. M L. Eduard Graf Wengersky von Luger schütz 
Oberst Anton Szabö. Rgmts.-Caplan Caspar Gretschy. 



2. Oberst C arl von Muralt. 

1. Major Adolf Roch. 

2. „ Johann Vagyon. 

3. „ Friedrich Grobois. 

4. „ Ferdinand Bauer. 

5. „ Eduard üdvarnoky de Kisjoka. 



n 
» 



Auditor Oblt. Friedrich Boczek. 
Rechngsf. Ilptui. Jos. Kohautb. 
Adjutant Oblt. Alex. Hartmann. 
Arzt Dr. Johann Baptist Dörfel. 



Franz Kühn. 

Franz Pajer. 

Johann Stegmayer. 

Kranz Latschat. 

Anton Pokorny. 

Carl Vischer. 

Edmund Gral Zedtwitz. 



Josef Korren. 
Franz Grigar. 
Julius Blaschke 
Ignaz Edler von Gukler. 



Ludwig von Falko vits. 
Josef Artner. 
Johann Artner. 
Franz Kaczkovsky. 
Josef Zimma. 
Franz Denk. 
Heinrich Huschek 
Carl Agbaba. 
Franz Oreskovifs. 
Georg Jovanovicb. 
Constantin Wittas. 
Josef Heydt 

Thom. Esquire Fitzgerald 



Hauptleute I. Classe. 

Carl Falk. 

Nikolaus Eigenbrodt. 
Adolf Wohlleben. 
Anton Praschinger. 
Jakob Karner. 
Adam Wukellich. 
Conr. Mederer. 

Hauptleute II. Classe. 



Franz Mattanovich. 
Johann Fischer. 
Adalbert Frankovits. 
Carl Schmidt 
Franz Koller. 
Josef Schesztak. 
Vincenz Tartier. 
Leopold Schmidt. 



Moriz Eisler. 
Josef Kiss. 
Johann von Mihalik 



Alexander 
Ludwig Neulinger. 
Anton Baron Gavenda. 
Franz Grobois. 

Oberlieutenants. 

Alexander Hartmann. 
Carl Kriszten. 
Josef Molitor v. Ortwein. 
Carl von Villecz. 
Peter Maroevich. 
Ferdinand Naske. 
Carl Graf Cerrini de Monte Johann Wächter 



Ladislaus Lutzenbacher. 
Felix Antonchich. 
Wenzl Luka. 
Josef Szüts. 
Ludwig Reichel. 
Franz Schmidt. 



Varchi. 
Anton Szt. Kiralyi. 
Ludwig Hoyu. 
Paul Greskv 
Paul von Wolnhofer. 
Gustav Mazza. 



Ladislaus Fischer. 
Josef Reich. 
Stefan Skarka. 
Josef Dardina. 
Carl Lasswitz. 
Radivoj 



llnterlientenants 1. Classe. 



Ludwig von Bachich. 
Johann Popovich. 
Jobann Nagy. 
Conrad Obhlidal. 
Adolf Wint. rnitz. 
Ludwig Fendt 
Friedrich Stranner 
Moriz Borovits. 
Mathias Mautbner. 
Josef Gottmann. 
Michael Horväth. 
Josef Low. 
Michael Kirchberger. 
Cornelius Rieder. 



Adalbert Podgursky. 
Alfred Baron Sternfels. 
Jam>s Thompson. 
Gustav Thömmel. 
Josef Heinzelmann 
Franz Magyar. 
Thomas Piskor. 
Josef Blascbek. 
Carl Rigold 

Alexander von Pogranyi. 
Eugen Jovitsits. 
Johann Wolf. 
Robert Malkovsky Edler 
von Damwaiden. 



Friedrich Heisac. 
Gregor von Moser. 
Ludwig von Turek. 
Samuel von Bögöthy. 
Franz de Vuko et Branko. 
Oscar Ritter Negrelü von 

Moldelbe. 
Stefan Guarv. 
Alexander Ülrich. 
Franz Hörl. 
Adolf Haftl. 

Victor Stellwag v. Carion. 
Josef Parthegyi. 
Adalbert Pohl. 



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Zu Beilage Xr H2. 



UnteriieutenantN II. Classe. 



Wilhelm Huf» 
Edmund Baumetter. 
Otto Wagner. 
Wilhelm Michna. 
Alexander Adler. 
Carl Striberny. 
Ladislaus von More 
Ladislaus von Kapotsfy. 
Friedrich von Bufovr. 
Franz Gaal. 



Victor Koller v. Höllenstein. 
Emil von Makay. 
Ludwig von Pograuyi. 
Carl Richard. 
Josef Hanav<'k. 
Arthur Wilsdorf. 
Leopold Karner. 
Anselm Szabovich. 
Ferdinand Richter 
Hugo Rochl. 



Franst Thaller. 
Josef Minichreitcr. 
Jobann Hartmann. 
Wenzl Lazina. 
Franz Helmer. 
Paul von Mladenovits. 
August Laiml Ritter 

Dedina. 
Stefan Rössel. 
Josef Orabner. 
Emil Täuffer. 



Beilage Nr. 63. 



Officiers-Standes-Tabelle vom Jahre 1855. 



I. Regiments-Inhaber 

II. Regiments- Inhaber F. 

Oberst Anton Szabö. 
Oberst-Commandant des 1. Bataillons 

Carl von Muralt. 
1. Major Adolf Roch. 



2. „ Johann Yagyon. 

3. „ Friedrich Grobois 

4. „ Ferdinand Bauer. 
6. a Ed. Udvarnoky de Kisjöka. 



e. kaiserl. Hoheit F. M. L. Erzherzog Ernst Carl. 

M. L. Eduard öraf Wengersky von Ungersckfltz 

Regiments-Caplan Caspar Gretscby. 

Auditor Hauptmann Friedrich 
Boczek. 

„ Rechnungsführer Hauptmann 

Josef Kohauth. 
, Adjutant Oblt. Alexander 

Hartmann. 
p Arzt 1. Classe Dr. Ant. Mayer. 
Arzt 2. Classe Dr. Jos. Steidler. 



Franz Kühn. 
Franz Pajer. 
Johann Stegmayer. 
Franz Latschat. 
Anton Pokorny. 
Carl Vischer. 
Edmund Graf Zedtwitz von 
Neuberg. 

Alexander Latschat. 
Ludwig Neulinger. 
Anton Baron 



Hanptleute I. Classe. 

Carl Falk. 

Nikolaus Eigenbrodt. 
Anton Praschinger. 
Jakob Karner. 
Adam Wukellich. 
Conrad Mederer ?. Me- 

derer und Wuthwehr. 
Franz Mattanovich. 

Hauptleute II. Classe. 



Ludwig v. Palkovits. 
Franz Kaczkovsky. 
Franz Denk. 
Heinrich Huschek. 
Franz Oreskovitg. 
Oarl Agbaba 
Georg Jovanovich. 
Constantin Wittas. 
Josef Heydt. 

Thom. Esquire Fitzgerald. 
Alexander Hartmann. 
Josef Molitor v. Ortwein. 
Peter Maroevich 



Franz Grobois. 
Moriz Eisler. 
Josef Kies. 

Oberlieutenants. 

Ferdinand Naske. 

Carl Graf Cerrini de Monte 

Varchi 
Anton v. Szt. Kiralyi. 
Ludwig Hoyn. 
Paul Gresky 
Paul v. Wolnhofer. 
Gustav Mazza. 
Ladislaus Lutzenbacher. 
Felix Antonchich. 
Wenzl Luka. 
Josef SzQts 
Ludwig Reichel. 



Adalbert Frankovits. 
Carl Schmidt. 
Josef Schesztak 
Vincenz Tartier. 
Josef Korren. 
Franz Grigar. 
Julius Blaschke. 
Ignaz Edler v. Gukler. 

Johann v. Michalik. 
Josef Artner. 
Johann Artner. 
Josef Zimma. 



Franz Schmidt. 
Johann Wächter. 
Ladislaus Fischer. 
Josef Reich. 
Stefan Skarka. 
Josef Dardina. 
Carl Lasswitz. 
Radivoj Medakovich. 
Johann Nagy. 
Ludwig von Bachich. 
Conrad Obhlidal. 
Adolf Winternitz. 



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Zu Beilage Ar. 63 



Unterlieutenante I. Classe. 



Johann Popovich. 
Ludwig Fendt 
Friedrich Stranner. 
Moriz BorovitB. 
Josef Gottinauu 
Michael Horvath. 
Josef Low. 
Michael Kirchberger 
Cornelius Rieder. 
Edmund Baumctter. 
Adalbert Podgursky. 
Alfred Baron Sternfeld. 
James Thompson. 
Gustav Thömmel. 



Josef Heinzelmann. 

Franz Magyar 

Thomas PiBkor. 

Jakob Brunuer. 

Josef Blascheck. 

Carl Rigold. 

Alexander v. Pogranyi. 

Eugen Jovitsits. 

Johann Wolf. 

Robert Malkovsky Edler 

v. Damwaiden 
Friedrich Heisse. 
Gregor v. Moßer. 
Ludwig v. Turek. 



Samuel v Bogothy. 
Franz de Vuko et Branko. 
Oskar Ritter Negrelli t. 

Molden». 
Stefan Guary de Eadem 

et Felsö-Szeleste. 
Alexander Ulrich. 
Franz Hörl. 
Adolf Haftl. 

Victor Stellwag v. Carion. 
Adalbert Pohl. 
Josef Pärthogyi 
Alexander Adler. 
Carl Striberny. 



Unterlieutenants II. Classe. 



Otto Wagner. 
Ladislaus v. More. 
Ladislaus v. Kapotsfy. 
Friedrich v. Bülow. 
Franz Gaal. 

Victor Koller v. Höllen- 
stein. 
Ludwig v. Pogranyi. 
Carl Richard. 
Josef Hanavek 
Arthur Wilsdorf. 



Leopold Karner. 
Anselm Szabovits. 
Ferdinand Richter 
Hugo Rochl. 
Franz Thaller. 
August Laiml Ritter 

Dedina. 
Josef Miuichreiter. 
Johann Hartmann 
Wenzl Lazina. 
Franz Helmer. 



Paul v Mladenovich 
Stefan Rössel. 
Josef Grabner. 
Emil Täuffer. 
Eberhard Obich v. Tarn» 
v stein. 

Philipp Kohlert. 
Joachim Baron Beust. 
Anton Walter v. Walt- 
heim. 
Josef Polinsky. 



Hr. 94 



Officiers-Standes-Tabelle vom Jahre 1856. 

I. Regiments-Inhaber Sc. kaiserl. Hoheit F. M. L Erzherzog Ernst Carl. 
U. Regiments-Inhaber F. M. L. Eduard Graf Wengersky von Ungersehtttz. 
Regiments-Commandant Oberstlt. Carl Regiments-Caplan Caspar Gretschy. 



Osmolsky v. Boncza 
1. Major Johann Vagyon. 



2. 
3. 
4. 



Friedrich Grobois. 
Ferdinand Bauer. 
Ed. Udvarnoky de Kisjoka. 



Auditor Hauptmann Frau/. 
Greger. 

Adjutant Oblt. Alexander 
Hartmann. 
Rechnungs-Official 2. Classe Josef 
Schrott. 

Regiments- Arzt 1. Classe Dr. Anton 
Maver. 

Arzt ' 2. Classe Dr. Josef 
Steidler. 



Franz Kühn 
Franz Pajer. 
Johann Stegmaier. 
Franz Latschat. 
Anton Pokorny. 
Carl Vischer. 
Edmund Graf Zedtwitz. 
Carl Falk. 



Hanptlente I. Classe. 

Nikolaus Eigenbrodt. 
Anton Prascbinger. 
Jakob Karner. 
Adam Wukellich. 



Adalbert Frankovits. 
Carl Schmidt. 
Josef Schesztak. 
Vincenz Tartier. 



Conrad Mederer v Mederer Josef Korren 



und Wuthwchr. 
I i.isi. Mattanovich. 
Johann Fischer. 



Franz Grigar. 
Julius Blaschke. 
Ignaz Edler v. Gukler. 



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Zu Beilage Ar. 04. 



Alexander La tschat. 
Ludwig Neulinger. 
Anton Baron Gavenda. 



Ludwig v. Palkovits. 
Franz Kaczkovsky. 
Franz Denk. 
Heinrich Huschek. 
Franz Oreskovits. 
Carl Agbaba. 
Georg Jovanovich. 
Constantin Wittas. 
Josef Heydt 
Edmund Graf Cerrini 

Monte Varchi. 
Alexander Hartmann. 
Josef Molitor v. Ortwein. 



de 



Hauptleute II. Clasae. 

Franz Grobois. Jobann v. Mihalik. 

Moriz Eisler. Jobann Artner. 

Josef Riss. Josef Zimma. 

Oberlieutenants. 

Peter Marocvicb. 
Ferdinand Naske. 
Carl Graf Cerrini di Monte 

Varchi. 
Anton v. Szt. Kirälyi. 
Ludwig Hoyn. 
Paul GreBky. 
Paul v. Wolnhofer. 
Jakob Uramovits. 
Gustav Mazza. 
Ladislaus Lutzenbacher. 
Felix Antonchich. 
Wenzl Luka. 



Josef Szüts. 
Franz Scbiaidt. 
Johann Wächter. 
Ladislaus Fischer. 
Josef Reich. 
Stefan Skarka. 
Josef Dardina. 
Carl Lasswitz. 
Radiwoj MedakovitB. 
Ludwig v. Bachich. 
Conrad Obhlidal 
Adolf Winternit/. 



Unterlieutenanta I. Classe. 



Friedrich Stranner. 
Moriz Borovits. 
Josef Gottmann. 
Michael Horvath. 
Josef Low 
Cornelius Rieder. 
Edmund Baumetter. 
Adalbert Podgursky. 
Alfred Baron Sternfeld. 
James Thompson. 
Gustav Tbömmel 
Josef Heinzelmann 



Franz Magyar. 

Thomas Piskor. 

Jakob Brunner. 

Josef Blascheck 

Alexander v. Pogranyi. 

Eugen Jovitsits 

Robert Malkovsky Edler 

v. Damwaiden. 
Friedrich Heisse. 
Ludwig v. Turek 
Franz de Vuko et Branko. 
Oskar Negrelli. 



Stefan Guary de Eadem 

et Felsö-Szelezste 
Alexander Ulrich. 
Franz Hörl. 
Adolf Haftl. 

Victor Stellwag v. Carion. 
Josef Parthegyi. 
Adalbert Pohl. 
Alexander Adler. 
Josef Kuderna 
Carl Striberny. 

v. More 



Unterlieutenants Tl. (la§se. 



Otto Wagner. 
Ladislaus v. Kapotsfy. 
Friedrich v. Bulow. 
Victor Koller v. Höllen- 
stein. 
Ludwig v. Pogranyi. 
Carl Richard. 
Josef Hanavek. 
Arthur Wilsdorf. 
Leopold Karner. 
Anselm Szabovich 



Ferdinand Richter. 
Hugo Rochl. 
Franz Thaller. 
August Laim! Ritter 

Dedina. 
Josef Minichreiter. 
Johann Hartmann 
Weuzl Lazina. 
Franz Hellmer. 
Paul v. Mladenovich. 
Stefan Rössel. 



Emil Täuffer. 

Josef Grabner. 

Eberhard Obich v. Thurn- 

stein. 
Philipp Kohle« 
Joachim Baron Beust. 
Anton Walter v Waltbeim. 
Josef Polinsky. 
Jaroslav Graf Sternberg 
August Seelini? 
Ferd. Baron Normann. 



Nr. 66. 

Officiers-Standes Tabelle vom Jahre 1857. 

I. Regiments-Inhaber Se. kaiserl. Hoheit F. M L Erzherzog Ernst Carl 
n. Regiments-Inhaber F. M. L. Eduard Graf Wengersky von Ungersehtttz. 



Oberst Carl Osmolski v. Boncza. 
Oberstlieutenant Johann Vagyon. 

1. Major Friedrich Grobois. 

2. „ Ferdinand Bauer. 

3. „ Ed. Udvarnoky de Kiiyoka. 

4. „ Heinr.Freih.IIentziv. Arthurn, 



»» 



Regiments-Caplan Caspar Gretschy. 

Auditor Hptm. Franz Greger. 
Adjutant Lieut. Stefan Guary 
de Eadem etFelsö-Szeleste. 
„ Arzt 1 . Classc Dr Ant. Mayer. 
„ Arzt 2. Classe Dr. Fr Marek. 
Rechnungs-Official 2. Classe Jos. Schrott. 
„ Officialö. Classe And. Lubas 



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Zu Beilage JVr. 65 



Franz Kühn. 
Franz Pajer. 
Johann Stegmaier 
Carl Vischer. 
Edmund Graf Zedwitz 
Carl Falk 

Nikolaus Eigenbrodt 



Ludwig Neulinger. 
Anton Barou Gaveuda. 
Franz Grobois. 



Hauptleute I. Classe. 

Anton Praschinger. 
Jakob Karuer. 
Adam Wukcllich. 
Conrad Mederer v. Mederer 

und Wuthwehr. 
Franz Mattanorich. 
Johann Fischer. 



Adalbert Frankovita. 
Carl Schmidt. 
Josef Schesztak. 
Vincenz Tartier. 
Franz Grigar. 
Julius Blaschke. 
Ignaz Edler v. Gukler. 
Alexander Latschat. 



Franz Denk. 
Heinrich Huschek 
Franz Oreskovits 
Carl Agbaba. 

Joset Heydt 

Edmund Graf Cerrini de 

Monte Varchi. 
Alexander Hartmann 
Josef Molitor v Ortwein. 
Peter Maroevich. 
Ferdinand Naske 
Carl Graf Cerrini. 



Hauptleute II. Classe. 

Moriz Eisler. 
Johann v. Mihälik 
Johann Artner. 

Oberlieutenants. 

Anton v Szt. Kiralyi 
Ludwig Hoyn. 
Paul Fresky. 
Paul v Wolnhofer. 
Jakob Cramovicz 
Gustav Mazza. 
Ladislaus Lutzenbacher. 
Felix Autonchieh. 
Wenzl Luka. 
Jos»*f S/.tits. 
Johann W achter. 
Ladislaus Fischer. 



Josef Zimma. 
Franz Kaczkovskj 



Josef Reich. 
Stefan Skarka. 
Josef Dardina. 
Carl Lasswitz. 
Radivoj Medakovits. 
Ludwig v. Bachich. 
Conrad Übhlidal. 
Adolf Winternitz. 
Friedrich Stranner. 
Moriz Borovits. 
Josef Gottmann. 



Unterlieutenante I. Classe. 



Michael Horvath 
Josef Low. 
Cornelius Rieder. 
Edmund Baumetter. 
Adalbert Podgurskv 
James Thompson. 
Gustav Thömmcl. 
J<»sef Heinzelraann 
Franz Magyar. 
Thomas Piskor. 
Jakob Brauner 
Josef Blascheck. 



Carl Riehard. 
Josef Hanavek. 
Arthur Wilsdorf. 
Leopold Karner. 
Auselm Szabovich 
Ferdinand Richter 
Hugo Rochl. 
Frans Thaller. 
Paul Gralmer. 
Josef Minich reiter. 



Alexander v. Pogranyi. 
Eugen JoTitsits 
Robert Malkovsky 

Damwaldeu 
Friedrich Heisse 
Ludwig v. Turek. 
Franz de Vuko et Branko. 
Oskar Negrelli Ritter v. 

Moldelbe 
Stefan Guary. 
Alexander Ulrich. 
Franz Hörl. 



Adolf Haftl 

Victor Stell wag y. Carion. 
Josef Pärthegyi. 
Adalbert Pohl". 
Alexander Adler. 
Josef Kuderna. 
Carl Striberny. 
Ladislaus v. More. 
Ladislaus v Kapotsfy. 
Friedrich v. BQlow. 
Victor Koller Köllen- 
stein. 

Ludwig v. Pogranyi. 



ünterlieutenants II. Classe. 



Johann Hartmann. 
Wenzl Lazina. 
Franz Hellmer. 
Paul v. Mladenovich. 
Stefan Rössel. 
Josef Grabner. 
Emil Täuffer. 
Eberhard Obich v. Turn- 
stein. 
Philipp Kohlen. 



Beust. 
v. Walt- 



Joachim Baron 
Anton Walter 

heim. 
Josef Polinsky. 
Jaroslav Graf Sternberg. 
August Seeling. 
Ferd. Maron Normann. 
Moriz Heller. 
Mathias Urbanovits. 
Arthur v Fieschenberg. 



d« 40. Um.n laf. H.g- 



30 



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Beilage J%r. 6ß 



Officiers Standes-Tabelle vom Jahre 1858. 



L Regimenta-Inhaber Se. kaiserl. Hoheit F. M. L. Erzherzog Ernst Carl. 
II. Regiments- Inhaber F. M. L. Eduard Graf Wengersky von üagerschlltz. 

Rgmts.-Caplan Caspar Oretschy. 
• Auditor Hptm. Franz Greger. 
Arzt 1. Classe Dr. Ant. Mayer. 

„ 2. „ Dr Franz Marek. 
Adjut. Stefan Guary de Eadem 
et Felsö Szeleste. 
Rechngs.-Ofticial 2. Classe Josef Schrott. 
„ „ 3. „ Andr. Lubas. 



Oberst Carl Osmolski von Boncza. 
Oberstlieutenant Johann Vagyon. 

1. Major Josef Mederer v. Mederer und 

Wuthwehr. 

2. „ Ferdinand Bauer. 

3. „ Eduard Udvarnoky de Kisjoka. 

4. „ Heinrich Freiherr Hentzy von 

Arthurn. 



n 



Franz Kühn. 
Franz Pajer. 
Johann Stegmayer. 
Carl Vischer. 
Edmund Graf Zedtwitz. 
Carl Falk. 

Nicolaus Eigenbrodt. 



Ludwig Neulinger. 
Anton Baron Gavenda. 
Franz Grobois. 



Hauptleute I. Classe. 

Jacob Karner. 
Adam Wukellich. 
Conr. Mederer v. 

und Wuthwehr. 
Franz Mattanovich. 
Johann Fischer. 
Carl Schmidt 

Hauptleute 11. Classe. 

Moriz Eisler. 
Johann von Mihälik. 
Johann Artner. 



Josef Scbesztak. 
Vincenz Tartier. 
Josef Korrcn. 
Franz Grigar. 
Julius Rlaschke. 
Ignaz Edler von Gukler. 
Alexander Latschat. 



Josef Zimma. 
Franz Kaczkowsky. 



Heinrich Huschek. 
Franz Oreskovich. 
Carl Agbaba. 
Josef Heydt. 

Edmund Graf Cerrini de 

Monte Varcbi. 
Alexander Hartmann. 
Josef Molitor v. Ortwein. 
Ferdinand Naske. 
Carl Gf. Cerrini de Monte 

Varcbi. 



Oberlieutenants. 

Anton von Szt. Kiralyi. 
Ludwig Hoyn. 
Paul Gresky. 
Paul von Wolnhoffer. 
Jakob Uramovits. 
Gustav Mazza. 
Ladislaus Lut 
Wenzl Luka. 
Josef Szüts 
Johann Wächter. 
Ladislaus Fischer. 



Josef Reich. 
Stefan Skarka 
Josef Dardina. 
Carl Laszwitz. 
Radivoj Medakovich. 
Ludwig von Bachich. 
Conrad Obhlidal. 
Adolf Winternitz. 
Friedrich Stranner. 
Josef Gottmann. 
Michael Horväth. 



Unterlleutenants 1. Classe. 



Josef Low. 
Cornelius Rieder. 
Edmund B .unnetter. 
Adalbert PodgurBky. 
James Thompson. 
Gustav Thömmel. 
Josef Heinzelmann. 
Franz Magyar. 
Thomas Piskor. 
Josef Blascheck. 
Alexander von Pogranyi. 
Eugen Jovitsits. 



Robert Malkowski von 

Damwaiden. 
Friedrich Heisse. 
Ludwig von Turek. 
Franz de Vuko et Branko. 
Oskar Negrelli Ritter von 

Moldelbe. 
Stefan Gnary de Eadem et 

Felsö SzeleBte. 
Alexander Ullrich. 
Franz Hörl. 
Adolf Haftl. 



Victor Stellwag v. Carion. 
Josef Parthegyi. 
Adalbert Pohl. 
Alexander Adler. 
Josef Kuderna. 
Ladislaus von More\ 
Ladislaus von Kapotafy. 
Friedrich von Bolow. 
Ludwig von Pogranyi. 
Carl Richard. 
Josef Hauavek. 



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Zu Beilage JVr. 66 



Unterlieutenants II. Gasse. 



Leopold Karoer. 
Anselm Szabovicb. 
Ferdinand Richter. 
Franz Thaller. 
Paul Grabner. 
Josef Minichreiter. 
Johann Hartmann. 
Wenzl Lazina. 
Franz Hellmer. 
Paul von Mladenovich. 
Stefan Rössel. 



Josef Grabner. 
Emil Täuffer. 

Eberhard Obich v. Thurn- 

stein. 
Philipp Kohlert. 
Joachim Baron Beust. 
Anton Walter v. Waltheim 
Josef Polinsky. 
Jaroslav Graf Sternberg 
August Seeling. 
Ferd. Baron Nonnann. 



Moriz Heller. 
Mathias Urbanovits. 
Arthur Freiherr v] 
brunn. 

Arthur von Fieschenberg. 
Ludwig Kontz de Gyer- 

tyämos. 
Ferdinand Hebentanz. 
Anton Herdt. 
Carl Just. 



Beilage Ar. 67. 



Officiers-Standes-Tabelle 



Jahre 1859. 



I. Regiments-Inhaber Se. kaiserl. Hoheit F M. L. Erzherzog Ernst Carl 
II. Regiments- Inhaber F. M. L. Eduard Graf Wengersky von UngerschBtz. 

5. Major Camillo Bussetti. 

6. „ Adalbert Teppner. 
Rgmts.-Caplan Caspar Gretschy. 



1. Oberst Carl OsmolBki von Boncza. 

2. „ Leopold Prinz v. Sachs. -Coburg. 
Oberstlieutenant Johann Vagyon. 

v. Med 



1. Major Josef Mederer v. Mederer. 

2. „ Ferdinand Bauer. 

3. „ Ed. Udvarnoky de Kisjoka. 

4. „ Heinrich Freiherr Hentzy von 

Arthurn. 



Auditor Franz Greger 
Adjutant Stefan Guary. 
Arzt Dr. Franz Marek. 
Rchgs -Offic. 2. Cl. Jos. Schrott 
,, „ 5.01. Mart. Luther 



Jobann Stegmayer. 
Carl Vischer. 
Edmund Graf Zedtwitz. 
Carl Falk. 

Nikolaus Eigenbrodt. 
Jakob Karner. 
Adam Wukellich. 
Conr. Mederer v. Mederer. 



Franz Kaczkovsky. 
Heinrich Huschek. 
Franz Oreskovits. 
Carl Agbaba. 

Jacob Uramovits. 
Gustav Mazza. 
Ladislaus Lutzenbacher. 
Wenzl Luka. 
Josef Szüts. 
Johann Wächter. 
Ladislaus Fischer. 
Josef Reich. 
Stefan Skarka. 
Josef Dardina. 
Carl Lasswitz. 
Radivoj Medakovits. 
Ludwig von Bachicb. 
Conrad Obhlidal. 



Hauptleute I. Classe. 

Franz Mattanovich 
Johann Fischer. 
Carl Schmidt 
Jo6ef Schesztak. 
Vincenz Tartier. 
Josef Korren. 
Franz Grigär. 
Julius Hlaschke. 

Hanptleute II. Classe. 

Josel Heydt. 
Edmund Graf Cerrini. 
Alexander Hartmann. 
Ferdinand Naske. 

Oberlieutenants. 

Adolf Winternitz. 
Friedrich Stranner. 
Josef Gottmann. 
Michael Honrath. 
Josef Löw. 
Eduard Klepsch. 
Adalbert Podgurszky 
Gustav Thömmel. 
Josef Hcinzelmann. 
Cornelius Rieder. 
Edmund Baumetter. 
James Thompson. 
Franz Magyar. 
Thomas Piskor. 



Ignaz Edler von Gukler. 
Alexander Latschat. 
Anton Baron Gavenda. 
Franz Grobois. 
Moriz Eisler. 
Johann von Mihälik. 
Johann Artner. 
Josef Zimma. 



Josef Molitor v. Ortwein. 
Carl Graf Cerrini de 
Paul Gresky. 
Paul von Wolnhoffer. 



Josef Blascheck. 
Alexander von Pogranyi. 
Eugen Jovitsits. 
Robort Malkowsky. 
Friedrich Heisse. 
Ludwig von Turek. 
Frauz de Vuco et Branko. 
Oscar Negrelli Ritter von 

Moldelbc. 
Stefan Guary de Eadem 

et Felsö Szeleste. 
Alexander Ulrich. 
Franz Hörl. 

Victor Stell wag v. Carion. 
30» 



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Zu Beilage Ar. «7. 



Fnterlieutenants I. Olasso. 



Josef Parthegyi. 
Adalbert Pohl. 
Alexander Adler. 
Ladislaus von Mork 
Ladislaus von Kapotsfy. 
Friedrich von Bülow. 
Ludwig von Pogranyi. 
Carl Richard. 
Leopold Karner. 
Anselm Szabovich. 
Ferdinand Richter. 
Franz Thallcr. 
Paul Grabner. 
Joset Minichrciter. 
Johann Hartmann. 



Wenzl Lazina. 
Franz Hellmer. 
Paul von Mladenovich. 
Emil Tiiiiffer. 
Philipp Kohlert. 
Joachim Baron 1 
Anton Walter. 
Jaroslav Graf Sternberg 
August Seeling. 
Moriz Heller. 
Mathias Urbanovits. 
Arthur Freiherr v. Königs- 
brunn. 
Ludwig Kontz. 
Ferdinand Hebentanz. 



Anton Herdt 
C arl Just 
AI bin Fuchs. 

August Osmolski v Boncza. 
Josef Seeling. 
Emerich von BecRey 
Stanisl. Ritter v. Ilempel 
Rudolf Pohl. 
Theodor Köbrich. 
OktaviuB Ritter v. Doschot. 
Arthur Baron Teuffenbach 

zu Tiefenbach uud Mass- 

wegg. 
Josef Radits. 
Friedrich Magislris 



Unterlieutenants II. Clasne. 



Josef Sedlaczek. 

Coloman Szenessy. 

Josef Kriegelstein Ritter 

von Sternfeld. 
Carl Zurna. 

Maximilian Straschiripka. 
Hugo Wclzl. 
Anton Csertik. 
Johann Müller. 
Julius von Ruzsa. 
Carl Kriegelstein Ritter v. 
Sternfeld. 



Stanislaus Tabaczinsky. 
Carl Kunkel. 
Hugo Swastits. 
Edmund v. Berczelly. 
Franz Lcipold. 
Bohuslaus Tabaczinsky. 
Paul Guary de Eadem et 

Felsö Szcleste. 
Josef von Csorba. 
Josef Griller. 
Gustav Huscbek 



Ludwig Klein. 
Otto Freiherr Treusch von 
Buttlar auf Brandenfels. 
Carl Wurschbauer. 
Carl Otb. 
Carl Prochaska. 
Johann Ganghoffer 
Carl Rilter. 
Carl Burcinsky. 
Michael Wallner. 
Carl Faragö. 



Officiers-Standes Tabelle vom Jahre 1860. 



I. Regiments-Inhaber Se. kaiserl. Hoheit V. M. L. Erzherzog Ernst Carl. 
H. Regiments-Inhaber F. M. L. Eduard Graf Wengersky von Ungereimt/. 
RegmtB.-Commamlant Oberstlieuteuant Regiments-Caplan Caspar Gretschy. 



Daniel Va.*s de Diod Varallya. 
Oberstlieutenant Ferdinand Bauer. 

1. Major Ed. Udvarnoky de Kisjöka. 

2. „ Johann Rosenzweig. 

3. „ Camillo Bussetti. 

4. „ Adalbert Teppner. 



•» 
- 



Auditor Franz Greger. 
Adjutant Oblt. Jos. Heinzel- 



Rechnungstükr. Jos. Schrott. 
Arzt 1. Cl. Dr Josef Grund. 
,. 2. „ Dr. Franz Marek. 



Carl Viecher. 

Edmund Graf Zedtwitz. 

Carl Falk. 

Nikolaus Eigenbrodt. 
Adam Wukellich. 
Franz Mattanovich. 
Johann Fischer. 
Eduard Wittmann. 
Carl Schmidt. 



Hauptleute I. Classe. 

Josef Korren. 
Julius Blaschke. 
Moriz Eisler. 
Johann von Mihälik 
Johann Artner. 
Josef Zimma. 
Heinrich Huschek. 
Franz Hauser. 
Edmund Graf Cerrini. 



Alexander Hartmann. 
Josef Molitor v. Ortwein. 
Franz Porak. 
Arnold Balduin 
Ludwig von Berzsenyi. 
Paul KrivaM. 
Bohuslav Strasznicky. 
Franz Kraft. 



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Zu Beilage Nr. 68. 



Hauptleute II. Clause. 



Gustav Mazza. 
Ladislaus Lutzenbacher. 
Wenzl Luka. 
Ferdinand Heissig. 



Stefan Skarka. 
Josef Dardina. 
Carl Lasswitz. 
Ludwig von Bachicb. 



Conrad Obhlidal. 
Carl Scholz. 
Carl Sculteti. 



Josef Schuppler. 
Josef Gottmanu. 
Michael Honrath. 
Josef Low. 
Eduard Klepsch. 
Adalbert Podgursky. 
Josef Heinzelmann. 
Cornelius Rieder. 
Edmund Baumetter. 
James Thompson. 
Franz Magyar. 
Thomas Piskor. 
Josef Blascheck. 
Alexander v. Pogranyi 
Robert Malkovsky. 



Oberlieutenants. 

Oskar Ncgrclli R. v. Mol- 
delbc. 

Stefan Guary de Eadem 

et Felsö Szeleste. 
Leopold BeUobraidits 
Johann von Medveczky. 
Franz Hörl. 
Adalbert Pohl. 
Ladislaus v. More. 
Ladislaus von Kapotsfy. 
Friedrich von Bülöw. 
Ludwig von Pogranyi 
Carl Richard. 
Leopold Karner. 
Anselm Szabovich. 



Franz Thaller. 

Wenzl Lazina. 

Franz Hellmer. 

Paul von Mladenovits. 

Joachim Baron Beust. 

Carl Just. 

Eduard Schnabel. 

Moriz Manker. 

Gustav Pinter. 

Eugen Grill v. Warimfeid 

Albert Märton de Berethe. 

Alfons Graf Rüdiger. 

Sigmund Edler von Turic. 

Carl Baron Coudenhove. 



Unlerlieuteiiauts I. Clanse. 



Franz Gla.s. 

Anton Walter v. VValtheün. 
Emerich von Becsey. 
Stanislaus Ritter v. Hempel. 
Rudolf Pohl. 
Theodor Köbrich. 
Octavius Ritter v. Dosebot. 
Arthur Baron Teuffeubach. 
Josef Radits. 
Friedrich Magistris. 
Josef Sedlaczek. 
Coloman v. Szepessy. 
Josef Kriegelstein Ritter 
von Sternfeld. 



Carl Zurna. 

Maximilian Straschiripka. 
Julius Ruzsa. 

Carl Kriegelstein Ritter v. 

Sternfeld. 
Carl Kunkel. 
Hugo Swastits. 
Josef von Csorba. 
Josef Griller. 
Gustav Huscbek. 
Otto Baron Treusch von 

Buttlar. 
Carl Wurschbauer. 
Cail üth. 



Johann Gankhoffher. 
Ferdinand Armbrust. 
Johanu Beierlein. 
Maxmilian Meisslinger. 
Franz Baumholzer. 
Ladislaus Triff. 
Franz Dräxler. 
Anton Kiss. 
Josef Vater. 
Anton Pöckl 
Carl Kotrtsch. 
Ignaz Badanty. 
Johann Drescher 
Josef Taubler. 



llnterlieutenaiits II. Classe. 



Eduard Signor 
Anton Gayer 
Josef Pasztor. 
Johann Otto 
Adam Braider. 
Jobann Göttlicher 
Hugo Prohaska. 
Alexander FarkaB 
Josef Farkas. 



Josef Peukert. 
Alexander Stirling. 
Franz Lellm. 
Alexander Wyttnyedy. 
Franz Wenzel. 
Eduard Wilfling. 
Franz Mischinger. 
Josef Karnitsnigg 
Friedr. Feigl v. Feigelfeld. 



Carl Gyuricza. 
Josef Messner. 
Eugen von Almässy. 
Wilhelm Höppler. 
Johann Ulreich. 
Josef Korneth 
Anton Kiss. 
Coloman Mollnär. 
Friedrich Deckelmayer. 
Carl Wellal. 



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Beilage JVr. 69 

Officiers-Standes-Tabelle vom Jahre 1861. 

I. Regiments-Inhaber Se. kaiserl Hoheit G. M. Eriherzog Ernst Carl. 
II. Regiments- Inhaber F. M. L. Eduard Graf Wengersky von Ungersehlltz. 



Regiments - Commandant Oberstlieute- 
nant Ferdinand Bauer. 

Oberstlieutenant Josef Ritter Sterbetzky 
von Bangeuberg. 

1. Major Raimund Neckermann. 

2. „ Johann Rosenzweig. 

3. „ Caraillo Bussetti. 
Regiments-Caplan Caspar Gretschy 

Auditor Oblt. Job. Lang. 



Ferd 



Regiments -Arzt 1. Classe Dr. 
Perdisch. 
Arzt 2. Classe Dr. Franz 
Marek . 
„ Adjutant Oberlieut. 
Heinzelmann. 
Rechnungsführer Hauptmann 
Jos. Schrott. 
„ Rechn ungs - Official Severin 



Jose! 



Edmund v. Zedtwitz. 
Carl Ritter v. Falk. 
Nikolaus Eigenbrodt. 
Franz Mattanovich. 
Eduard Wittmann. 
Carl Schmidt. 



Wenzl Luka 
Ferdinand Heissig. 



Hauptleute I. Classe. 

Juüub Blaschke Franz Porak 

Moriz Eisler. Arnold Balduin. 

Johann v. Mibälik. Paul Krivacic. 

Josef Zimma Bohushv Straznicky. 

Ignaz Hauser Franz Kraft. 
Alexander Hartmann. 

Hauptleute II. Classe. 

Stefan Skarka Ludwig y. Bach ich 

Carl Lasswitz. 



Oberlieutenants. 



Conrad Obhlidal 
Carl Skultety 



Josef Gottmann. 
Michael Horvätb. 
Adalbert Podgursky 
Josef Heinzelroann 
Edmund Baumetter. 
Franz Magyar. 
Thomas Piskor. 
Josef Blaschek. 
Alexander v. Pogrinyi. 
Robert Malkowsky. 

Franz Glas. 
Stefan Ferenczy. 
Emerich v. Becsey. 

Stanislaus Ritt. v. Hempel. Julius Ruzsa. 

Rudolf Pohl. Carl Kriegelstein. 

Theodor Köbrich. Carl Kunkel. 

Üktavius Ritt. v. Doschot. Josef v. Csorba. 

Josef Radits. Gustav Huschek. 

Friedrich Magistris. Otto Freiherr Treusch v 
Josef Sedlaczek. Buttlar. 

Coloman v. Szepessy. Carl Wurschbauer. 



Oskar Negrellj. 
Leopold Bellobraidic. 
Franz Hörl. 
Ladislaus v. More\ 
Ladislaus v. Kapotsty 
Friedrich von Bfllow. 
Ludwig v. Pogränyi. 
Carl Richard. 
Leopold Karner. 
Franz Thaller. 

Unterlieutenants I. 



Franz Hellmer. 
Paul v Mladenovich. 
Eberhard Obich. 
Joachim Baron Beust. 
Anton Walter v. Waltheim. 
Carl Just. 
Eduard Schnabel. 
Eugen Grill v. Warimfeid. 
Alphons Graf Rüdiger. 
Sigmund Edler v. Tucic. 

Classe. 



Josef Kriegelstein. Carl Oth. 

Carl Zurna. Paul Graf Auersperg. 

Maximilian Straschiripka. Ferdinand Armbrust. 

Maxmilian Meisslinger. 
Franz Baumholzer. 
Ladislaus Triff. 
Franz Draxler. 
Anton Pöckl. 
Carl Kotrtsch. 
Johann Drescher. 
Josef Taubler. 



Cnterlieutenants II. Classe. 



Hugo Kochel 
Edmund Signor. 
Josef Pasztor. 
Johann Otto. 
Johann Göttlicher. 
Hugo Prohaska. 
Josef Farkas. 



Josef Peukert. 
Alexander Stirling. 
Franz Wenzl. 
Eduard Willing. 
Franz Mischinger. 
Josef Karnitschnigg. 
Carl Gyuritza. 



Josef Meszner. 
Johann Ullrcich. 
Coloman v. Mollnär. 
Carl Wellal. 
Josef Franzel. 
Jaromir Edl. v.Bunyevacz 



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Beilage Mr. 70. 



Officiers-Standes Tabelle vom Jahre 1862. 



I. RegimentB-Inhaber Se. kaiserl. Hoheit F. M. L. Erzherzog Ernst Carl. 
II. Regiments-Inhaber F. M. L. Eduard Graf Wengersky von Ungersehtltz. 



Oberst Ferdinand Bauer. 
Überstlieutenant Josef Ritter Sterl>etzky 
v. Bangenberg. 

1. Major Raimund Neckermann. 

2. „ Johann Rosenzweig. 

3. v Adolf Brozsek. 
Regiments-Caplan Caspar Gretschy. 

Auditor Oblt. Joh. Lang. 



Regiments-Adjutant Lieutenant Rudolf 
Fohl. 

Rechnungsführer Hauptmanu 

Josef Schrott. 
Rechnungsführer 5. Classe 

Severin Jansen. 
Arzt 1. Classe Dr. Franz 
Marek. 

Arat 2. Classe Fcrd. Gmach. 



Edmund Zedtwitz v. Neu 
berg. 

Carl Ritter v. Falk. 
Nikolaus Eigenbrodt. 
Franz Mattanovich. 
Eduard v. Neumann. 



Wenzel Luka. 
Carl Lasswitz. 



Hauptleute I. Classe. 

Eduard Wittmann. Ignaz Haus er. 

Carl Schmidt. Alexander Hartmanu. 

Julius Blaschke. Franz Porak. 

Moriz Eisler. Arnold Balduin. 

Johann v Mihalik. Paul Krivacie. 

Josef Zimma. Bobuslav Straznicky 

Franz Kraft. 

Hauptleute IL Classe. 



Carl Skultety. 
Josef Gottmänn. 



Ludwig v. Bachich. 
Conrad Obhlidal. 

Oberlieutenants. 

Oskar Ritter Negrelli von Paul v. Mladenovicb 



Moldelbe 
Leopold Bcllobraidie. 
Franz Hörl. 
Ladislaus v. More. 
Friedrich v. Bülow. 
Ludwig v. Pogranyi. 



Eberhard Obich v. Thurn- 
stein. 

Joachim Baron Beust. 
Anton Walter v. Walt- 
heim. 
Carl Just. 
Eduard Schnabl. 
Eugen Grill v. Warimfeld. 
Alfons Graf Rüdiger. 
Sigmund Edler v. Tuiic. 



Michael Horvatb. 
Adalbert Podgorski. 
Josef Heinzelmann. 
Edmund Baumetter. 
Franz Magyar. 
Thomas Piskor. 
Josef Blaschek. 

Alexander v. Pogranyi. Carl Richard 
Robert Malkowsky Edler Leopold Karner. 
v. Damwaiden. ' Franz Thaller. 

Franz Hellmer. 

Unterlieuteiiants I. Classe. 

Franz Glas. Carl Zurna. Carl Wurschbaucr. 

Emerich v. Becsey. Maxmilian Straschiripka. Carl Ott. 

Stanislaus Rit. v. Herapel. Julius Ruzsa. Ferdinand Annbrust. 

Rudolf Pohl. 
Theodor Köbrich. 
Oktavius Ritt. 
Josef Radits. 
Friedrich Magistris. 
Josef Sedlaczek. 
Josef Ritter Kriegelstein 



Carl Ritter Kriegelstein Maxmilian Meisslinger. 



v. Sternfeld, 
v. DoBchot. Carl Kunkel. 

Josef von Csorba. 
Gustav Huschek 



Franz Baumholzer. 
Ladislaus Triff. 
Franz Dräxler. 
Anton Pöckl. 



Otto Freiherr Treusch v. Carl Kotrtsch. 

Josef Taubler. 



Hugo Rochel. 
Josef Päsztor. 
Johann Otto. 
Johann Göttlicher. 
Hugo Prohaska. 
Josef Farkas. 
Jose f Peuckert. 



Buttlar. 

Unterlieutenants II. Classe. 

Johann Ullreich. 
Coloman v. Mollndr. 



Alexander Stirling. 
Franz Wenzl 
Eduard Willing. 
Franz Mischinger. 
Josef Karnitschnigg. 
Carl Gyuritza. 
Josef Meszner. 



Carl Wellal. 
Josef Franzel. 
Jaromir Edl. v. Bunjevacz. 
Rudolf Laban. 
Andreas v. Benedek. 



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Beilage Nr. 71. 



Officiers Standes Tabelle vom Jahre 1863. 

(Ende October). 



I. Regimcnts-Inhaber Se. kaiserl. Hoheit F. M. L. Erzherzog Ernst Carl. 
II Regimeuts-Inhabcr F. AI. L Eduard Graf Wengersky von Ungerschtitz 



Oberst Ferdinand Bauer. 

1. Major Raimund Neckermann. 

2. „ Johann Rosenzweig. 
8. „ Carl Ritter v. Falk. 
Regiraenta-Caplan Caspar Gretschy. 



N 



NikolauB Eigenbtodt 
Franz Mattanovicb. 
Eduard v. Neuniann. 
Julius Blaschke. 
Moriz Eisler. 



Friedrich Mangesius. 
Ludwig v Bacnich. 



Gustav Thömmel. 
Josef Heinzelmanu 
Eduard Bauraetter 
I ran/. Magyar. 
Thomas Piskor. 
Josef Blascheck. 
Alexander v. Pogranyi. 
Robert Malkowsky Edler 

v. Damwaiden. 
Oskar Ritter Negrelli v. 

Moldelbe 



Hauptleute I. Clastie. 

Johann v. Mihälik. 
Josef Zimma. 
lgnaz Hauser. 
Alexander Hartmann. 
Weuzl Luka. 

Hauptleuto II. (lasse. 

Conrad Obhlidal 
Carl Scultety 

ObcrlieuteAante. 

Leopold Bellobraidic 
Franz Hörl. 
Ladislaus v. More 
Ludwig v. Pogranyi. 
Carl Richard. 
Leopold Karuer. 
Franz Thaller. 
Franz Hellmer. 
Paul v. Mladi novich. 
Eberhard Obich v. Thurn- 
stein. 



Auditor Oberlieut. Johann 
Lang. 

Arzt Dr. Ferd. Gmach. 
Adjutant Unterlt. Rudolf 
Pohl 

Rechnungsführer Hauptmann 
Josef Schrott. 



Franz Poräk 
Arnold Balduin. 
Paul Krivacie. 
Franz Kraft 
Carl Lasswitz. 



Josef Gottmann. 
Michael Horväth. 
Adalbert Podgöreky. 

Joachim Baron Beust. 
Anton Walter v. Waltheim. 
Eduard Schnabel. 
Eugen Grill v. Warimleld. 
Alfons Graf Rüdiger. 
Sigmund Edler v. Tucic 
Hugo Rocbel. 
Franz Glas 
Emerich v. Becsev 
Carl Just. 



UntcriuMitcnaiits I. Classe. 



Stanislaus Rit v. Hempel 
Rudolf Pohl. 
Theodor Köbrich. 
Oktavius Rit. v. Doschot. 
Josef Kadits. 
Friedrich Magistris 
Joset Sedlaczek. 
Josef Ritter Kriegelstein 

v. Sternfeld. 
Carl Zurna. 



Maxmilian Straschiripka 
Carl Ritter Kriegelstein v. 

Sternfeld. 
Carl Kunkel 
Josef v Csorba. 
Gusiav Huschek 
Otto Freiherr Treusch v. 

Buttlar. 
Carl Wurschbauer. 
Carl Oth 



Fenlinand Armbruszt 
Maxmilian Meisslinger. 
I ranz Baunihoizer. 
Ladislaus Triff. 
Franz Dräxler. 
Anton Pöck). 
Carl Kotmch 
Josef l'asztor 
Johann Otto 
Johann Göttlicher 
Josef Taubler. 



UnterlieuteuanDi II. Classe. 



Johann Trappel. 
Josef Farkas. 
Josef Peukert 
Alexander Stirling. 
Franz Weuzl. 
Eduard Willing. 



Franz Mischinger. 
Josef Karnitschnigg. 
Carl Gyuritza. 
Josef Meszner. 
Coloman v. Molnär. 
Josef Franzel. 



Jan. mit Edl v. Bunjevacz 
Rudolf Laban. 
Andreas v. Btnedek. 
Eduard Rott. 
Teofil Urycki. 
Franz Lang. 
Ferdinand Karl 



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Btltlafr JVr. 79 



Officiers Standes-Tabelle vom Jahre 1864. 

I. Regiments-Inhaber Se. kaiserl. Hoheit F. M. L. Erzherzog Ernst Carl. 
II. Regiments-Inhaber F. M. L. Eduard Graf Wengeraky von Ungerschtltz. 

.-Caplan Caspar Gretscby. 
Auditor Hptm. Johann Lang. 
Adjutant Oblt. Rudolf Pohl. 
Arzt L Cl. Dr. Joh Kollarcz. 



U berat Ferdinand Bauer 
Oberstlieutenant Josef Kopal, l.Baous.- 

Commandant. 
Major Joh. Rosenzweig, 4. Bataiilons- 
Coromandant 
. Const. Haberecker, 3. Baons - 

Commandant. 
„ Nikol. Eigenbrodt, 2. Bat.-Cmdt. 

Hauptleute I. Classe 



Franz Mattanovich. 
Eduard von Neumann. 
Julius Blaschke. 
Moriz Eisler 
Jobann von Mihalik 



Stefan Skarka. 
Conrad Obhlidal. 
Carl 8kült6ty. . 



Thomas Piskor 
Josef Blascheck. 
Alezander von Pogranvi, 
Robert Malkowsky Edler 



Josef Zin ma. 
Friedrich Mangesius. 
Ignaz Häuser. 
Alexander Hartmann. 
Wenzl Luka. 



Oscar Ritter Negrelli von 

Moldelbe. 
Leopold Bellobraidic. 
Frsnz Hörl. 
Ladislaus von More\ 
Ludwig von Pogranyi 



Haupt! oute n. Classe. 

Josef Gottmann. 
Michael Horvath. 
Adalbert Podgorsky. 

Oberlleutenants. 

Carl Richard. 
Leopold lfarher. 
Franz Thaller. 
Franz Hellmer. 
Paul v. Mladenovich. 
Eberhard Oliich v. Thurn- 
stein. 

Joachim Barou Beust 
Anton Walter von Walt- 
heim. 
Carl Just. 



1. „ Dr. Jos. Klabutschar. 
Rechnungsführer Hptm. Jose! 
Schrott 



Franz Porak. 
Arnold Balduin. 
Paul Krivatic. 
Franz Kraft. 
Carl Laeswitz. 
Ludwig von Bachich. 



Gustav Thömmel. 
Josef Heinzelmann. 
Edmund Baumetter. 
Franz Magyar. 

Alfons Graf Rüdiger. 
Sigmund Edler v. Tucie. 
Franz Glas. 
Emerich von Becsey. 
Stanisl. Ritter v. Heropel 
Rudolf Pohl. 

Octav Ritter v. Doschot. 
Josef Radits. 
Friedrich Magistris. 
Victor Habiger v. Hartenek. 



rnterllcutcnants I. Classe. 



Anton Preininger. 

Josef Sedlaczek 

Josef Ritter Kriegelstein v. 

Sternfeld. 
Carl Zurna. 



Gustav Huschek. 



Ladislaus Triff. 



Otto Freiherr Treusch von Franz Dräxler 



Buttlar 
Carl Wurschbauer. 
Carl Oth. 



Carl Ritter Kriegelstein v. Johann Trappel. 



Stern feld. 
Carl Kunkel. 
Josef von Csorba. 



Alezander Stirling. 
Franz Wentel. 
Eduard Wilfng 
Franz Miechinger. 
Josef Karnitschnigg. 
Carl Gyuritza 
Coloman von Mollnar 
Josef Kranze!. 



Ferdinand Armbrust. 
Maximilian Meisslinger. 
Franz Baumholz«r. 



Anton Pöckl 
Carl Kotrtsch. 
Josef Päsztor. 
Johann Otto. 
Jobann Göttlicher. 
Josef Karkas. 
Josef Taubler 



Unterllcutenants II. Classe. 

Jaromir Edler v.Bunyeväcz Adalbert Batthav. Wattha. 

' Rudolf Laban Josef Halva. 

Andreas von Benedek. Ludwig Gönczy. 

Eduard Rott. Ludwig Wettendorfer 

Theofil Crycki. Gottlieb Amtmann 

Franz Lang Anton Signor 

Ferdinand Karl. Emanuel Terbuhovicb. 
Anton Bellobraidic. 



31 



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Beilage Nr. 73 



Officiers-Standes-Tabelle vom Jahre 1865. 



I. Regiments-Inhaber Se. kaiserl. Hoheit G 

II. Regiments-Inbaber F. M. L. Eduard Graf 

Oberst Ferdinand Bauer. 
Oberstlieutenant Josef Kopäl, 1. Batail- 

lons>Commandant. 
Major Jobann Rosenzweig, 4. Baons.- 
Commandant. 
„ Const. Haberecker, 3. Baons. - 



Nik Eigenbrodt, 2. Bat.-Comdt. 



M. Erzherzog Ernst Carl. 

Fengersky von Uugerschütz. 

Caplan Emericb Göbölös. 
Auditor Hptm. Jobann Lang. 
Adjutant OMt. Rudolf Pohl 
Arzt 1 Cl. Dr. Joh. Kollarcz 

„ 1. „ Dr. Jos. Klabutschar. 
Rechnungsführer Hptm. Josef 
Schrott. 



Eduard von 
Friedrich Freih. v. Ende. 
Julius B'Bschke. 
Moriz Eisler. 
Johann von 
Josef Zimma 



Haupleute I. Classe. 

Friedrich Mangesius. 
August Pfisterer 
Alexander 
Wenzl Luka. 
Arnold Balduin. 
Paul Krivacie. 



Franz Kraft. 
Carl Latswitz. 
Ludwig von Bachich 
Conrad Obblidal. 
Carl Sculcety. 
Josef Gottmann. 



Stefan Szarka. 
Michael Horvath. 
Adalbert Podgorsky 



Robert Malkowsky Edler 

von Damwaiden. 
Oscar Ritter Negrelli von 

Moldelbe. 
Leopold Bellobraidic. 
Franz Hörl. 
Ladislaus \on More 
Ludwig von Pogranyi. 
Carl Riebard. 
Leopold Karner 
Franz Thaller. 



Hauptleute II. Classe, 
Gustav Tbömmel. Thomas Pia kor 

Josef Heinzelmann Josef Blaschcck. 

Edmund Baumetter. Alexander von Pogranyi. 

Olierlieutenaiits. 

Franz nellmer. 
Paul von Mladenovicb 
Eberhard Obich v. Thurn- 
stein. 

Joachim Baron Beust. 
Anton Walter von Wan- 
heim. 
Eduard Schnabel. 
Alfons Graf Rüdiger. 
Sigmund Edler v. Tucic. 
Franz Glas. 



Emericb von Becsey. 
Stanislaus Ritter v.Hempel 
Rudolf Pohl. 

Octav. Ritter v. Doschot. 
Josef Radits. 
Friedrich Magistris. 
Victor Hab ger von Har- 

tenek. 
Anton Preinioger. 
Josef Sedlaczek 
Josef Sussicb. 



Unterlieutenants I. Classe. 



Josef 



Ritter Kriegelstein 
von Sternfeld 
Carl Zurna. 

Carl Ritter Kriegelstein v. 

Sternfeld. 
Carl Kunkel. 
Josef von Csorba. 
Gustav von Huschek. 



Otto Freiherr Treusch von 

Buttlar. 
Carl Wurschbauer. 
Carl Oth. 
Johann Trappel. 
Ferdinand Armbrust. 
Maximilian Meisslinger. 
Ladislaus Triff. 



Franz Draxler. 
Anton Pöckl 
Carl Kotrtsch. 
Josef Pasztor. 
Johann Otto. 
Johann Göttlicher. 
Josef Farkas 
Josef Taubler 



Alexander Stirling 
Michael Tarbuk. 
Eduard Wilfiug. 
Franz Mischini 
Carl Gyuricza. 
Josef Franzel. 
Jarom Edler v. 
Rudolf Laban 



Unterlieutenants II. Classe. 



Andreas von Benedek. 
Eduard Rott 
Theofil ürycki. 
Franz Lang. 
Ferdinand Karl. 
Adalb. Battha v. Wattha. 
Jo sef Halva. 
Ludwig Gönczy 



Ludwig Wettendorfer. 
Gottlieb Amtmann 
Anton Signor. 
Emanuel Terbuhovich. 
Eugen Blaschke. 
Anton Bulla. 
Carl Freiherr 
Ernst Gross. 



Beilage Nr. 74. 



Officiers-Standes Tabelle vom Jahre 1866. 



I. Regiments-Inhaber 8e. kaiserl. Hoheit F. M. L. Erzherzog Ernst Carl. 
II. Regiments-Inhaber F. M. L. Eduard Graf Wengerskj von Ungerschlltz. 



Oberst Maxmilian Fischer. 
Oberstlieutenant Joh. Hosenzweig, 1. B. 
Major Constantiu Haberecker, 8. B. 
„ Nikolaus Eigenbrodt, 4. B. 
, Friedrich Freiherr v. Ende, 2. B. 
„ Julius Blaschke. 
Rgmts -Caplan Emerich Göbölös. 

r Auditor Hptm. Heinrich Kraus. 
- Adjutant Oberlt. Rudolf Pohl. 
„ Arzt L Cl. Dr. Jos. Klabutschar. 



Rgmts.-Arzt 2. „ Dr. Johann Srb. 
„ „ 2. „ Dr. Leop. Krank. 
Rechngsf. Hptm. Josef Schrott. 
Oberarzt Dr. Franz Bena. 

„ Dr. Ferdinand Mayr. 
Oberwundarzt Josef Moissl. 

„ Math. Pollak. 

Unterarzt Johann Modlitba. 
„ Abraham Fliegel- 



Friedrich Mangesius. 
August Pfisterer. 
Alexander Hartmann. 
Wenzl Luka. 
Arnold Balduin. 



Thomas Piskor. 
Joaef Blascheck. 



Adalbert Podgorsky. 
Gustav Thömmel. 
Josef Heinzelmann. 
Edmund Baumetter. 



Alexander von Pogranyi. Leopold Bellobraidic 
Robert Malkowsky. Franz Hörl. 



Hauptleute I. Ciasse. 

Franz Kraft. 
Stefan Skarka. 
Carl Lasswitz. 
Ludwig von Bachich. 
Conrad Obhlidal. 

Hauptleute II. ( lasse. 

Oscar Ritter Negrelli von Ladislaus von More. 
Moldelbe Carl Richard. 

Leopold Karner. 



Franz Thaller. 
Franz Hellmer. 
Eberhard Obich v. Thu ni- 
stein. 

Joachim Baron Beust. 
Anton Walter von Walt- 
heim. 
Eduard Schnabel. 
Alfons Graf Radiger. 
Sigmund Edler von Tucic. 
Franz Glas. 
Emerich von Becsey. 
Stanislaus Ritter v. Hempel. 



Oberlieutenants. 

Rudolf Pohl. 

Octav. Ritter von Doschot 
(Inh.-Adjut.) 

Josrf Karl US. 

Friedrich Magist ris. 
Josef Ritter Kriegelstein 

von Sternfeld. 
Carl Zurna. 

Carl Ritter Kriegelstein v. 

Sternfeld. 
Carl Kunkel. 
Josef von Csorba. 
Gustav Huschek. 



Otto Freiherr Treusch 

Buttlar. 
Ferdinand Armbrust. 
Maximilian Meisslinger. 
Johann Trappel. 
Ladislaus Triff. 
Anton Pöckl. 
Carl Wurechbauer 
Franz Draxler. 
Josef Pasztor. 
Johann Göttlicher. 
Josef Farkas 



Unterlieutenant« I. Ciasse. 



Alexander Stirling. 

Michael Treuer. 

Josef Taubler. 

Michael Tarbuk 

Eduard Wilfing 

Franz Mischinger. 

Carl Gvuricza. 

Josef Franzel. 

Jaromü* Edler von Bunye- 

vacz. 
Rudolf Laban 



Andreas von Benedek. 
Teofil Uryclri. 
Franz Lang. 
Ferdinand Karl. 
Adalbert Battha v. Wattha. 
Josef Halva. 
Ludwig Wettendorfer. 
Gottlieb Amtmann. 
Anton Signor. 
Kmanuel Terbuhovic. 
Eugen Blaschke. 



Anton Bulla. 
Carl Freiherr v. 
Ernst Gross 
Johann 
Wilhelm Glück. 
Victor Huber. 
Josef Ditz. 
Ferdinand Sassik. 
Franz Ritter des Loges. 
Ernst Obhudal. 

Rosenberger. 

31* 



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Beiiage Xr 74. 



Unterlieutenants II. Classe. 



Carl Moschner. 
Alexander Rosenbaum 



Slaromir Edler 

V&C2 

Adolf Mende 
Sigmund Mollnar. 
Ferdinand Czenger. 
Andreas Wellanschiti. 
Theodor Pohl 



Julius Freiherr Treusch t. 

Buttlar 
Igaaz von Hertelendy. 
v. Bunye- Josef Muck 

Heinrich l'oul 
Ludwig Henz 
Frauz Zauiiii. 
Carl Riedel. 
NikolauB Bellobraidic. 
Josef Freibcrger. 



Raimund Larisch. 

Josef Ritter Negrelli von 

Moldolbe 
Adolf Göttlicher. 
Eduard Dubasievits 
Heinrich Funke 



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Nr. 76. 



Officiers Standes Tabelle vom Jahre 1867. 



I. Regiments-Inhaber Se. kaiserl. Hoheit F. M. L. Erzherzog Ernst Carl. 

II. Regiments- Inhaber F. M. L. Eduard Graf Wengersky von UngersehHtz. 

Oberst Maximilian Fischer 
Oberstlieutenant Johann Rosenzweig, 

1. Bataillons-Commandaut 
Major Constantin Haberecker, 4. Ba- 

taillous-Coramaudant 



Regiments-Auditor Hauptmann Heinrich 

Dr. Jose! 



Dr. Oswald 



3 Ba- 



Arzt I. 

Klabutschar. 
Arzt II. Classe 

Frank. 
Rechnungsführer 
Josef Schrott. 
Rechnungsführer IV Classe 
Carl Hofbauer. 



AuguBt Pfisterer 



Major Nikolaus Eigcnbrodl, 

taillons-Conimandant 
Major Friedr. Freiherr v. Ende, 2. Ba 

taillons-Commandant. 
Regiments-Caplan Emerich Göbölös. 

Hanptleute I. Classe. 

Franz Kraft. Gustav Thömmel. 

Lndwtg v Bachieh. Josef Heinzelmann. 

Conrad Oblilidal Edmund Baumetter 
Adalbert Podgorskv. 

Hanptleute IL Classe. 

Robert Malkowsky Edler Leopold Bellobraidic. 

v. Damwaiden Franz Hörl 

Oskar Ritter Negrelli v. Ladislaus v. More. 
Moldelbe Carl Richard. 

Leopold Karner 

Ober Heuten an ts. 

Friedrich Magistris Ferdinand Armbrust. 

Josef Ritter Kriegelstein Maximilian Meisslinger 



I Classe 



Wenzel Luka. 
Arnold Balduin 



Stefan UUmann. 
Thomas I iskor. 
Josef Blascheck. 
Alexander v. Pogranyi. 



Fran« Tballer. 
Frans Hellmer. 
Joachim Baron Beust. 



v. Sternfei J. 



Anton Walter v. Wakheim. Carl Zurna. 
Eduard Schnabel. 
Franz Glas. 
Emerich ▼ 
Rudolf Pohl. 
Oktarios Ritter v Doschot 



Johann Tr 



äl. 



Carl Ritter 
Sternfeld 
Carl Kunkel. 
Josef v. Csorba. 
Gustav Huschek. 
Otto Freiherr Treusch 

Unterlleutenant« I. Clause. 



Ladislaus TnflT 
Anton Pöckl. 
Carl Wurschbauer. 
Josef Pastor. 
Johann Göttlicher. 
Josef Farkas. 



Alexander Stirling 
Michael Tretter. 
Josef Taubler. 
Michael Tarbuk. 
Eduard Willing. 
Franz Mischinger. 
Carl Gyuricza 
Jaromir Edl. v. Bunyevacz 
Rudolf Laban. 



Theofil Urycki. 
Franz Lang. 
Ferdinand Carl. 
Adalbert Battha v.Wattha. 
Josef Halva. 
Gottlieb Amtmann. 
Emanuel Terbuhovic. 
Eugen Blaschke. 



Ernst Gross. 
Jobann Reisenauer. 
Wilhelm Glück. 
Victor Huber. 
Josef Ditz. 
Ferdinand Sassik 
Franz Ritter Des-Loges. 
Ernst Obblidal. 



Carl Moscbner. 
Alexander Rosenbaum. 
Emerich Racher 
Slavomir Edl. v. Bunyevacz 
Adolf Mende. 
Sigmund Mollnar. 
Ferdinand Czenger 
Andreas Wellanschitz 
Theodor Pohl. 



Carl Freiherr Wucherer. Iguaz Rosenberger. 

Untcrlicutenants II. Classe. 

Julius Freiherr Treusch Raimund Lariscb. 



v. Buttlar. 
Ignaz v. Hertelendy. 
Josef Muck. 
Heinrieb Pohl. 
Ludwig Hencz. 
Franz Zanini. 
Nikolaus Bellobraidic. 
Josef Freiberger. 



Josef Ritter Negrelli 

Moldelbe. 
Adolf Göttlicher. 
Eduard Dubasievits. 
Heinrich Funke 
Ignaz Hoffer. 
Wenzl Snremak 



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Beilage JSr. 78. 



Officiers-Standes-Tabelle vom Jahre 186a 



l Regiments-Inhaber Se. kaiserl. Hoheit F. M. I* Erzherzog Ernst Carl 
II. Regiments-Inhaber F. M. L. Eduard Graf Wengersky von UngerscMtz. 



Oberst Maxmilian Fischer. 
Oberstlieutenant Johann Rosenzweig 

Edler v. Powacbt, I. Bataillons-Com- 

mandant. 

Major Constantin Haberecker, 4. Ba- 

taillons-Commandant 
Major Nikolaus Eigenbrodt, 3. Ba- 

taillons-Commandant 
Major Friedrich Freiherr v. Ende, 2. Ba- 



Regiments-Caplan Emerich Göbölös. 
„ Auditor Hauptmann Heinrich 
Krause. 

„ Arzt I. Classe Dr. Josef 
Klabutachar. 
Arzt II. Classe Dr. Ludwig 



V 



Hauptmann Rechnungsf. Jos. 
Schrott. 



August Pfisterer. 
Alexander Hartmann. 
Arnold Balduin. 



Stefan Ullmann. 
Thomas Piskor. 
Josef Blascheck. 
Alexander r. Pogranyi. 



Gustav ThOmmel. 
Josef Heinzelmann. 



Franz Thaller. 
Franz Heümer. 
Anton Walter t. Waltheim. 
Franz Glas. 
Emerich v. Becsey. 
Rudolf Pohl. 
Josef Raditz. 
Friedrich Magiatris. 



Hauptleute I. Classe. 

Franz Kraft 
Ludwig v. Bachicb. 
Conrad Obhlidal. 

Hauptleute II. Classe. 

Robert Malkowsky Edler Leopold Bellobraidic. 

v. Damwaiden. Franz Hörl. 

C-Bkar Ritter Negrelli v. Carl Riebard. 

Moldelbe. 

Oberlicutenants. 

Josef Schenda. 
Carl Zurna. 

Carl Ritter Kriegelstein v 

Sternfeld. 
Carl Kunkel. 
Josef v. Csorba 
Otto Freiherr Treusch v. 

Buttlar. 



Ferdinand Armbrust. 
Maxmilian Meisslinger. 
Jobann Trappe], 
Ladislaus Triff. 
Anton Pöckl. 
Carl Wurschbauer. 
Franz Peschka. 
Johann Göttlicher. 
Josef Farkas. 



Unterlieutenants I. Classe. 



Alexander Stirling. 
Michael Tretter. 
Josef Taubler. 
Michael Tarbuk. 
Kranz Mischinger. 
Carl Gyuricza. 
Jaromir Edl v.Bunyevacz. 
Rudolf Laban. 
Tbeofil ürycky 



Franz Lang. 
Ferdinand Carl. 
Adalbert Battha v. Wattha. 
Josef Halva. 
Gottlieb Amtmann 
Emanuel Terbuhovic. 
Eugen Blaschke. 
Carl Freiherr Wucherer 
v. Huldenfeld. 



Frnst Gross. 
Johann Reisenauer. 
Wilhelm Glück. 
Victor Huber. 
Josef Ditz. 
Ferdinand Sassik. 
Franz Ritter Des-Loges 
Ernst Obhlidal. 



Unterlieutenants II. Classe. 



Alexander Rosenbaum. 
Emerich Racher. 
Slavomir v. Bunyevacz 
Adolf Mende. 
Sigmund Mollnar. 
Ferdinand Czenger. 
Andreas Wellanscbitz. 



Theodor Pohl. 

Julius Freiherr Treusch v 

Buttlar. 
Josef Muck. 
Heinrich Pohl. 
Ludwig Henz. 
Nikolaus Bellobraidic. 
Josef Freiberger. 



Raimund Larisch. 
Josef Ritter Negrelli 

Moldelbe. 
Ado f Göttlicher. 
Eduard Dubasievits. 
Ignaz Hoffer. 
Wenzel Seremak. 
Johann Bellobraidic 



v. 



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Nr. 77 



Officiers-Standes-Tabelle vom Jahre 1869. 

L Regiments-Inbaber Sc kaiserl. Hoheit F. M. L. Erzherzog Ernst Carl. 
II Regiments-Inhaber F. M L. Eduard Graf Wengersky von Ungersehtttz. 



Oberst Maximilian Fischer. 
Ober et Johann Rosenzweig Edler v. 
Powacht. 

Oberstlieutenant Constantin Uaberecker, 

1. Bataillons-Commandant. 
Major Nikolaus Eigenbrodt, 3. Ba- 
taillons-Commandant. 

Major Friedrich Freiherr v. Ende, 

2. Bataillons-Commandant. 
jor Emil Steinbock, 4. Bataillons- 



Alexander 
Carl Ungard. 
Arnold Balduin. 
Franz Kraft. 
Ludwig v. Bachich 
Stefan Ulimann. 



Carl Richard. 
Leopold Karner. 

Frans Thaller. 
Anton Walter r. Waltheim. 
Fans Glas. 
Emerich v. Becsey. 
Rudolf Pohl. 
Josef Radits. 
Friedrich Magistris 
Georg Kotlovac 



Franz Mischinger. 
Carl Gyuricza. 
Jaromir Edl. v. Bunyevacz. 
Rudolf Laban. 
Theofil Urycki. 
Franz Lang. 
Ferdinand Carl. 
Adalbert Batthar. Wattha. 
Josef Halva. 
Gottlieb Amtmann. 
Emauuel Terbuhovic. 
Eugen Blaschke. 
Carl Freiherr v. Wucherer. 



Hauptleute I. Classe. 

Gustav Thömmel. 
Josef Heinzelmann. 
Edmund Baumetter 
Thomas Piskor. 
Josef Blascheck. 
Alexander v. Pogranyi. 

Hauptleute II. Clanse. 

Amon Cavallar. 
Stefan Karras*. 

Oberlieutenants. 

Ottomar Suchomel. 
Josef Sehen da. 
Carl Zurna. 

Carl Ritter Kriegelstein v. 

Sterufeld. 
Carl Kunkel. 

Otto Freiherr Treusch v. 
Buttlar. 

Lieutenant«. 

Ernst Gross. 
Johann Reisenauer. 
Wilhelm Glück. 
Victor Huber. 
Josef Ditx. 
Ferdinand Sassik. 
Franz Ritter Des-Loges. 
Ignaz Rosenberger. 
Emerich Racher. 
SlavomirEdl. v. Bunyevacz. 
Sigmund Mollndr 
Ferdinand Czenger. 
Andreas Wellanschitz. 



ReRiments-Arzt I. Classe Dr. Mathias 
Hanikir. 

Regimentfi-Arzt II. (Masse Dr. Ludwig 

Weezter. 
Oberazt Dr. Franz Bena. 

„ „ Guido Werdnig 
Rechnungsführer Hauptmann Josef 

Schrott. 

Rechnungsführer Hauptmann Carl 
Hofbauer. 

Lieutenant Rechnungsführer Josef 



Alfred Aue. 

Robert Malkowsky Edler 

v. Damwaiden. 
Oskar Ritter Negrelli v. 

Moldelbe. 
Leopold Bellobraidic. 
Franz Hörl 



Frans Hellmer 



Maximilian Meisslioger. 
Johann Trappal. 
Gebhard Oelhofer 
Ladislaus Triff. 
Johann Göttlicher. 
Josef Farkas. 
Philipp Engelmann 
Alexander Stirling. 
Michael Tretter. 



Theodor Pohl. 
Julius Freiherr v. Treusch 
Josef Muck. 
Heinrich Pohl. 
Ludwig Hencz. 
Nikolaus Bellobraidic. 
Josef Frei berger. 
Raimund Larisch. 
Josef Ritter v. Negrelli. 
Adolf Göttlicher. 
Ignaz Hofier. 
Wenzel Seremak. 
Johann Bellobraidic. 
Ernst Kraus. 



Cadeten-Officiers-StellTertreter. 

Ludwig Ritter v. Eggen- Michael Werner. Alexander Jarosch. 

berger. Carl Nihlik. Moria 8ilberberg. 

Jakob Grubnic. Carl Strohmayer. 



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Nr. 78. 



Officiers-Standes-Tabelle vom Jahre 1870. 

I. Regiments-Inhaber Se. kaiserl. Hoheit F. M L. Erzherzog Ernst Carl. 
1] Regimenta-Inhaber F. M. L. Eduard Grat Wengersky von Uiigerscttttta. 



Oberst Johann Rosenzweig Edler Ton 
Powacht. 

Oberstlieut. Reserve-Commandant Sig- 
mund Ton Keler 
ii 1 Baons.-Command. Carl 
Strasser. 

Major 2. Baons-Comdt. Friedr. Freih. 

von Ende 

3. 
4 



>» 



» 



» 
n 



Rgrats.-Arzt Dr. Mathias Hanikir. 

„ 2. Cl. Dr. Ludw. v.Wewrter. 
„ 2. Cl. Dr. Johann Langer. 
Oberarzt Dr Franz Bena. 
„ Dr. Guido Werdnig 
„ Dr. Franz Bubeniczek. 
Recbngsf. Hptm. JoBef Schrott 
2. Cl. Carl Hofbauer. 
Lieut. Pättl Dertst- 



n 
» 
»> 

» 



Alexander Hartmann. 
Carl Ungtird. 
Arnold Balduin. 
Ludwig von Bachich. 
Stefan Ullaann. 

Gustav Ritter v. Thommel Alfred Aue 



Alex Maver. 
leid. Gf. Deytn 
von Stritetz. 

Hauptleute I. Claase. 

Josef Ritter v.HeinzelmanD. Robert Malkowsky Edler 
Edmund Baumetter von Damwaiden. 

Thomas Piskor. Oskar Ritt» Negrelli von 

Josef Blascheck- Moldelbe. 
Alexander von Pogränyi. Leopold Bellobraidil 



I ranz Hörl. 
Carl Richard. 



Leopold Kartet. 
Anton Cavallar. 



Franz Glas. 

Emerich von Becscv. 
Rudolf Pohl. 
Josef Radits. 
Georg Kozlovac 
Ottomar Suchomel. 
Josef Schendn 



Franz Mischinger 
Carl Gyuricza 
Jarom. Edl. v 
Rudolf Laban. 
Teofil Urycki. 
Franz Lang 
Ferdinand Karl 
Josef Haha. 
Gottlieb Amtmann. 
Emanuel Terbuhovic. 
Engen Blaschke. 
Carl Freiherr Wucherer 

von Hui Ilfeld. 
Ernst Gross. 



Hauptleute II. Claaw. 

Stefan Karraez. Franz Thaller. 

Franz Hellmer. 

Oberlientenanta. 



Carl Zurna. 

Carl Ritter Kriegelstein v. 

Sternfeld. 
Carl Konkel. 

Otto Freiherr Treusch von 

Buttlar. 
Maximilian Meisslinger. 

Lieutenants. 

Johann Reisenauer. 
Wilhelm Gluck. 
Victor Huber. 
Josef Ditz 
Ferdinand Sassik. 
Franz Ritter Des-Loges. 
IgTiaz Rosenberger 
Emerich Racher 
Slavomir Edler v Bunye- 

vacz. 
Sigmund Molnär. 
Ferdinand Czenger 
Andreas Wellanschitz 



Johann Trappel. 
Ladislaus Triff 
Anton Pöckl. 
Johann Göttlicher. 
Josef Farkas. 
Philipp Enjrelmann. 
Alexander Siirling 
Michael Tretter. 



Julius Freiherr Treusch v 

Buttlar. 
Josef Muck. 
Heinrich Pohl. 
Ludwig Hencz. 
Nikolaus Bellobraidir. 
Josef Kreiberger. 
Raimund Lariscb. 
Adolf Göttlicher. 
Igoaz Hofer. 
Wenzl Seremak 
Johann Bellobraidir. 
Ernst Kraus* 
Josef Laban. 



Theodor Pohl. 

Cadet-Offieiers-Stelhert reter. 

Ludwig Ritter von Eggen- Jakob Grubniö. Carl Strohmayer, 

berger. Michael Werner Moria Silberbefg 

Stanislaus Gazdovtf 



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lieilafje Nr. 7i>. 



Officiers-Standes-Tabelle vom Jahre 1871. 

I. Regiments-lnhaber Se. kaiscrl. Hoheit F. M. L. Erzherzog Ernst Carl. 
II. Regimeuts-Inhaber F. M. L. Eduard Gral Wengerwky von Unfrern'htttz. 



Oberst Maxmiliau Fischer. Generalstabs- 
Chef beim Gen -Conindo. in Agrain 

OI»erst Regmts.-Comandt. Johann Rosen- 
zweig Edler von Powacht 

Oberst Heserve-Command. Sigmund von 
Keler. 

Oherstlieuteuant 1. Bat.-Cnmand Carl 

Strasser. 

Major .1. Bat.-Comdt. Alex. Mayer. 

4. .. ., Isidor Graf Devin 
von Stritetz 



Lieut- 

Haupt leute I. Classe. 



Major 5. Bat.-Comdt Lud*. Dierkes. 

1. „ ., l'eter Ilranilovic 
de fvetaiin. 
Rgmts-Arzt 1 CT. Dr Ludwig Bobor v. 

Hujnik. 

1. „ Dr. Mathias Ilanikir 

2. „ Dr. Johann Langer. 
,, 2 „ Dr Ludwig Bena. 

Oberarzt Dr Ludwig Wiek 
Hptm.-Rechngsf 1 ( 1. Josef Schrott 
2. .. Carl II"fbauer. 
Paul Dertzmuuek. 



» 
t» 



Alexander Hartman». 
Arnold Balduin. 
Ludwig von Bachich. 
Stefan Fllmauu. 
Gustav Kitter v Tliömmel. 
Jos Ritter v. Heinzelmann. 



Thomas Piskor. 
Josef Blascheck. 



Pogranyi 



Alexander 
Alfred Aue 
Robert Malkowsky 
von Damwaiden. 



Stefan Freiherr Pongmcz 
Oscar Ritter von Negrelli 
Leopold Bellobraidic. 
Franz Horl 
Kdler Carl Richard. 

Leopold Karner. 



Anton Cavallar. 
Stefan Kärräsz. 



Hudoll Pohl. 
Josef Kadits. 
Ottomar Suchoniel. 
Josef Schenda. 
Carl Znrna 

Carl Pitter v. Kriegelstein. 
Carl Kunkel. 

Otto Freiherr von Treusch 



Josef Halva. 
Gottlieh Amtmann 
Kmanuel Terbuhovic. 
Eugen Blaschke. 
Carl Freiherr v.Huldenfeld 
Frust Gross. 
Johann Reisenauer. 
Wilhelm G.ück. 
Victor Ruber. 
Josef Ditz 
Ferdinand Sassik. 
Franz Ritter Des-Loges 
Ignaz Rosenberger. 
Emerich Racher. 



Haupt leute If. Classe. 

Franz Mellmer. 
Franz Thaller. 

Oberlientenants. 

Maximilian Meissliiiirer. 
Johann Trappel 
Ladislaus Triff. 
Autou Iockl 
Johann Gottlicher 
Josef Parkas. 
Filipp Eugelmann. 
Alexander Stirliug. 

Lieutenants. 

Slavomir Edler v. Bunye- 

vdez. 
Sigmund Mollnar. 
Ferdinand Czenger. 
Andreas Wellanschitz. 
Theodor Pohl 
Julius Freiherr Treusch v. 

Buttlar. 
Josef Muck. 
Heinr Pohl 
Ludwig Hencz. 
Nikolaus Bellobraidic 
Josef Freiberger. 



Eraerieh von Becsey. 



Michael Fretter 

Franz Mischin^er. 

Carl Gyuricza. 

Jaromir Edl v. Bunvevirz. 

Rudolf Laban. 

Teotil Fricky 

Franz Laug 

Ferdinand Karl 



Adolf Gottlicher. 
Ignaz Hofer. 
Wenzl Seremak 
Johaun Bellobraidic. 
Josef Laban 
Isidor Märtonfahi. 
Friedrich Polakovic. 
Josef Bernetich. 
Sidney Spitzer 
Ferdinand l'ersich Edler 

von Kottenheim 
Norbert Friedl. 
Ludwig Ritter v. Eggeu- 
berger. 



Jakob Grubnic. 
Michael Werner. 
Johann Zivcic. 
Carl Strohmayer 



0..c!.|rU« .!«• «. I.iüicn Inf. K.» 



Raimund Lariscn 

Cadeten-OfHeiers-Stell Vertreter. 

Georg Popovic Stanislaus Gazdovits 

Moibes Kraja' ic Franz Reichenaner 

Moriz Silberberg. Emanuel Deutsch 

Georg Gorbade. Ferdinand Juhasz 

Pantaleon Cokorac 

32 



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Beilage Hr. 80. 



Officiers-Standes-Tabelle vom Jahre 1872. 



E. Regiments-Inhaber Se. kaiserl. Hoheit F. M. L Ersherzog Erat Carl. 
II. Regiments-Inhaber F. M. L. Eduard Graf Wengersky von Ungerschfltz. 



Oberst Johann Rosenzweig Edler v. 

Powacht, Regts.Cmndt. 
Oberst Sigmund v. Keler, Res.-Cmndt 
Oberstlieutenant Carl Strasser comman- 

dirt daB 1. Bataillon. 
Major Alexander Mayer commandirt 

das 3. Bataillon. 
Major Ludwig Dierkes commandirt das 

5. Bataillon. 
Major Isidor Graf Deym v. Stritetz 

commandirt das 4. Bataillon 
Major Peter Hranilovic de Cvetasin 

commandirt das 2. Bataillon. 
Major Gustav Ritter v. Thömmel (beim 

General-Commando Zurai. 
Regimentsarzt 1. C lasse Dr. Ludwig 

Bobor v. Hajnik. 



L Classe Dr. Carl 
2. Claas. Dr. Johann 
2. Classe Dr. Franz 



Repmentsarzt 

Malluscbka. 
Regimentsarzt 

Langer. 
Regimentsarzt 

Bena 

Oberarzt Dr. Ludwig Wiek 
„ „ Ignaz Fischer. 
Hauptmann Rechnungsführer 1. 

Maxmilian Madry. 
Hauptmann Rechnungsfahrer 2. 

Carl Hofbauer. 
Hauptmann Rechnungsführer 2 

Vincenz Ruski. 
Lieutenant Rechnungsführer 

Dertzmanek 



Classe 



Cl 
Claase 
Paul 



Arnold Balduin. 

Ludwig v. Bachich. 

Stefan Ullmann. 

Josef Ritt. v. Heinzelmann. 

Thoraas Piskor. 

Josef Blascheck. 

Alexander v. Pogranyi. 



Hauptleute I. Classe. 

Alfred Aue. Leopold Bellobraidk. 

Robert Malkowsky Edler Franz Hörl. 



v. Dam wähle» 



Carl Richard. 



Stefan Freiherr Pongracz Alexander Nedeczky de 



v. Szt. Miklos et Ovar 
Oskar Ritter Negrelli v. 
Moldelbe. 



Nedecz. 
Leopold Karner. 
Anton Cavallar 



Georg Mirovich. 
Stefan Kärräsz. 



Sabbas Petrovic. 
Josef Plivellic. 
Ottomar Suchomel. 
Josef Schenda. 
Carl Zurna. 

Carl Ritter Kriegelstein v. 

Sternfeld 
Carl Kunkel. 

Otto Freiherr Treusch v. 
Buttlar. 



Eugen Blaschke 

Carl Baron Wucherer 

Huldenfeld. 
Ernst Gross. 



Wilhelm Glück. 



Hauptleute II. Classe. 

Franz Thaller. Josef Radits. 

Emerich v. Becsey. Gregor v. Gidro. 

Oberlieutenant«. 

Adalbert Roth. 
Maximilian Meisslingcr. 
Johann Trappe! 
Ladislaus Triff. 
Anton Pöckl. 
Johann Göttlicher. 
Josef Farkas. 
Albert Edler v. Gartel- 

gruber-Mayer. 
Alexander Stirling. 

Lieutenants. 

Victor Huber. 
Josef Ditz 

Franz Ritter Des-Loges. 
Ignaz Rosenberger. 
Johann Vorkapic. 
SlavomirEdl.v Bunyevacz. 



Michael Tretter 
Franz Mischinger. 
Carl Gyuricza. 
Jaromir Edl. v Bunyevacz. 
Rudolf Lab&n. 
Teofil üricki. 
Franz Lang. 
Ferdinand Carl. 
Josef Halva. 
Gottlieb Amtmann. 
Emanuel Terbuhovic 



Sigmund Mollnar. 
Ferdinand Czenger. 
Andreas Wellanschitz. 
Theodor Pohl. 
Julius Freiherr Treusch v 
Buttlar. 



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Zu Beilage Nr. 80. 



Josef Muck. 
Adam Sudom 
Heinrich Pohl 
Ludwig Hencz. 
Adolf Ritter v. Vukelic 
Eduard Straberger 
Julius Makensen. 
Nikolaus Bellobraidk. 
Josef Freiberger. 
Kaimund Larisch 



Lieutenant«. 

Adolf Göttlicher 
Rade Kangrga 
Lukas St. u evit: 
Ignaz Hoffer. 
Wenzl Seremak 
Gabriel Brailla 
Johann Bellobraidic. 
Josef Laban 
Isidor Märtonfalvi. 
Friedrich Poläkorits. 



Josef Bernetich. 
Sidney Spitzer. 
Ferdinand Persich Edler 

v. Kästenheim. 
Norbert Fried! 
Ludwig Ritter v. Eggen* 

berger. 
Nikolaus Lenard. 
Anton Kovacs. 



Johann Zivcic 
Carl Strohniayer. 
Georg Popovic. 
Moises Krajacic 



C adet-Offi ciers-Stel lrertreter. 



Moriz Silberberg. 
Georg Gerbaciö. 
Stanislaus Gazdovic 
Johann Jovic. 



Franz Reichenauer. 
Emanuel Deutsch. 
Ferdinand Juhasz. 
Pantaleon Cokorac. 
Arthur Rubesch 



Beilage Nr. Hl. 



Officiers-Standes Tabelle vom Jahre 1873. 



Regiments-Inbaber Se. kaiserl. Hoheit 

Oberst Jobann Rosenzweig Edler v. 

Powacht, Regte-Cmndt. 
Oberst Sigmund v. Keler (Reserve-Com- 

mandant . 

Oberstlieutenant Heinrich Endlicher 
1. Bataillons-Commandant. 

Major Alexander Mayer 3. Bataillons- 
Commandant. 

Major Ludwig Dierkes 5. Bataillons- 
Commandant. 

Major l'eter Hranilovic de Cvetasin 
(beim General- Stab). 

Major Rudolf Segerc 4. Bataillons- 
Commandant. 

Major Alexander Hold 2. Bataillons- 
Commandant. 



F. M. L. Erzherzog Ernst Carl 

Regimentsarzt 1. Chvsse Dr. Ludwig 

Bobor v. Hajnik. 
Regimentsarzt 1. Classe Jakob Müller. 
Regimen tsarzt 2. Classe Franz Bena. 
Oberarzt Dr. Ludwig Wiek. 
B Dr. Ignaz Fischer 
„ Dr. Franz Wildau. 
Hauptmann Rechnungsführer 1. Classe 

Maxmilian Madry. 
Hauptmann Rechnungsführer 2. Classe 

Carl Hofbauer. 
Hauptmann Rechnungsführer 2 Classe 

Vmcenz Ruski. 
Lieutenant Rechnungsführer Paul 



Ludwig v. Bachich. 

Heinrich Gabor. 

Stefan Ullmann. 

Josef Ritt v. Heinselmann. 

Thomas Piskor. 

Josef Blascheck. 

Alexander v. Pogranyi. 



Hauptleute 1. Classe. 

Alfred Aue. Carl Richard. 

Robert Malkowsky Edler Alexander Nedetzky. 



Franz Thaller. 
Emerich v. Becaey. 



v Damwaiden. 
Oskar Negrelli Ritter 

Moldelbe. 
Leopold Bellobraidio. 
Franz Hörl. 

Hauptleute II. Classe. 

Alexander Jankovic. 
Gregor v. Gidro. 



Leopold Karner. 
Anton Cavallar. 
Georg Mirovich. 
Stefan Karras. 



Ferdinand Heinzel. 

32* 



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Zu Beilage Ar. 81. 



Sabbas Petrovic. 
Josef l'livelid. 
Josef Scbenda. 
Carl Zurna. 

Carl Ritter Kriegelstein v. 
Carl Kunkel. 

Otto Freiherr v. Treusch. 
Adalbe t Roth. 
Maxmilian Meisslinger. 
Johann Trappel 
Ladislaus Trift'. 
Anton Pockl 



Victor Huber. 
Slavorair Ed), v. Bunyevaez. 
Sigmund Mollnär. 
Ferdinand ('/.enger. 
Andreas Wellanschitz. 
Theodor Pohl. 
Luka* Stan'evic 
Iguaz Hoffer. 
Wenzel Sereniak. 
Gabriel Hrailla. 
Johann Hellnhraidits. 
Julius Betigze. 
Josef Laban 
Isidor Märtonfalvi. 
Friedrich Polakovic. 
Josef Bernetich. 
Sidney Spitzer. 



Oberlieutenants. 

Johann Göttlicher. 

Josef Farkas. 

Albert Edler v. Garte) - 

gruber-Mayer. 
Alexander Stirling. 
Michael Tretter. 
Franz Mischinger. 
Carl Gyuricza 
Jaromir Kdl. v Bunyevaez. 
Rudolf Laban. 
Theolil Urycki. 
Franz Lang. 



Lieutenants. 

Julius Freiherr Treusch v. 

Buttlar. 
Josef Muck. 
Adam Sudom. 
Heinrich Pohl. 
Ludwig Hencz. 
Ferdinand Pereich Edler 

v K.istenheim. 
Norbert Friedl. 
Ludwig Ritter v. Eggen- 

berger. 
Nikolaus L6nard. 
Anton Kovacs. 
Alois Ossoinak. 
Johann Zivcic. 
Carl Strohrnayer. 
Moises KrajaOic. 



Ferdinand Carl. 

Josef Halva 

Gottlieb Amtmann. 

Emanucl Terbuhovic. 

Eugen Blaschke 

Carl Freiherr v. Wucherer. 

Ernst Gross. 

Johann Reisenauer. 

Wilhelm Glück. 

Josef Ditz. 

Franz Ritter Des-Loges. 
Ignaz Rosenberger. 
Johanu Vorkapic. 



Julius Makenseu 
Nikolaus Bellobraidic. 
Josef Frciberger. 
Raimund Larisch. 
Adolf Gottlicher. 
Rade Kangrga. 
Georg Gerba^ic 
Stanislaus Gazdovic. 
Georg Popovie 
Johann Jovii 1 
Arthur Rubesch. 
Franz Reichenauer. 
Fmanuel Deutsch. 
Ferdinand Juhasz. 
Pantaleon i'okorac. 
Emil Ritter v. Thierry. 



Cadeteii-Ofttciers-Stellvertreter. 

Moriz Silberberg. Johanu Kollak. Michael Leschko. 

Emil Malesevic. Josef Schrott. 




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OVERDUE NOTICES DOES NOT 
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OVERDUE FEES. 



JÜL2 2S88 



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